Im Land der Elche - Reisebericht von Stampferle bei triplib.

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Stampferle
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Trelleborg

auf der Fähre

auf der Fähre


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Von Trelleborg nach Toftaholm

Wir fahren schon früh bei Kaiserwetter nach Travemünde. Bereits um 8.40 fahren wir mit unseren kleinen blauen Smart auf die Fähre und suchen uns ein sonniges Plätzchen, wo wir unsere Hängematte aufspannen und uns die Zeit bis zu unserer Ankunft um 17 Uhr in Trellborg mit Lesen, Sonnen, Essen und allgemeinen Faulenzen vertreiben.
Pünktlich erreichen wir Trelleborg und machen uns auch gleich auf den Weg zu unserem Hotel, dem Herrgard Toftaholm in Lagan. Dafür fahren wird ca. zweieinhalb Stunden durch waldreiche Landschaft und malerische kleine Orte.


Toftaholm

Herrgard

Herrgard


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Das Herrenhaus in Toftaholm

Wir fahren durch Malmö, Helsingborg, bis sich dann romantisch an einem See gelegen, der Blick auf ein typisches, in gelb gestrichenes Herrenhaus im schwedischen Stil auftut. Alles ist sehr fein und gemütlich und wir beziehen unser Zimmer mit vielen Blümchen an den Wänden. Das Zimmer hat einen eigenen Balkon, wo Schwalben brüten. Sobald man den Balkon betritt wird man von den aufgebrachten Eltern im Sturzflug attackiert.
Wir erkunden abends nach einem hervorragenden 5-Gänge-Menü noch die Umgebung. Der See ist ziemlich steinig und das Wasser leuchtet rot – es ist etwas unheimlich. Danach fallen wir in unsere Betten und blicken auf den See, der in der Dämmerung verlockend glänzt.


Värnamo

Kirche Värnamo

Kirche Värnamo


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Ausflug nach Värnamo

Nach einem wunderbaren Frühstück machen wir gegen 10 Uhr einen Ausflug nach Värnamo. Es sind nur wenige Kilometer dahin. Wir besichtigen die Kirche aus dem Mittelalter. Hier gibt es besonders schöne Kirchenfenster von 1898 und einen Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Der Marktplatz ist hier auch typisch schwedisch und wir kaufen uns in einem Bücherladen schonmal ein Wörterbuch – man kann ja nie wissen...
Es ist heute sehr heiß, weshalb wir zurück ins Hotel fahren und den Nachmittag mit dem Kanu des Hotels auf den See fahren, baden und sonnen.
Um halb acht gönnen wir uns ein opulentes mehrgängiges Menü, wo zu jedem Gang ein passender Wein gereicht wird.
Carpaccio mit Spinat und Walnüssen
Gänselebercreme mit kandierten Pfirsichspalten
Lamm in dunkler Sauce mit frischen Karöffelchen
Himbeermousse an Erdbeereis mit Walderdbeeren ganiert – dazu Eiswein
Da kann man dann nur noch ins Bettchen fallen!


Ljungby

Elchpark

Elchpark


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Ausflug nach Ljungby

Heute machen wir wieder einen Ausflug: Diesmal nach Ljungby. Auf dem Weg dahin besuchen wir die Kirchenruine von Hallsjö. Man sitzt im Freien, denn das Dach gibt es nicht mehr. Man fand hier ein kostbares goldenes Marienbild, das wohl bei Prozessionen mitgetragen wurde.
Danach geht es in den Elchpark. Hier kann man die Elche füttern und sogar durch den zaun streicheln. Die sind wirklich groß - diese Elche! Auch dem Elchbullen ist es zu heiß und so stürzt er sich in den kleinen See und zeigt uns mal, wie man als Elch so richtig ein wohltuendes Bad nimmt. Wir durchstöbern den unvermeidliche Elchshop, kaufen ein paar Souvenirs und essen hier auch gleich zu Mittag: Es gibt entweder „Warmer Rätter“ oder „Smörgasar“ - was immer das sein mag!
Wir besuchen noch den Ort Lagan, wo es ein altes Schwedenhaus zu besichtigen gibt. Auch Kunsthandwerk wird hier angeboten. Gut das wir mit dem kleinen Smart hier sind, da passte einfach nicht so viel hinein.....
Da es noch immer so heiß ist, fahren wir zurück zum Herrgard und trinken unter den großen Bäumen Kaffee, gehen baden und ruhen uns aus.
Nach dem heute etwas kleineren Abendessen, machen wir noch einen Ausflug nach Vittaryd, einem Minidorf gleich um die Ecke. Hier leben nur 30 Familien und die Häuser sehen wirklich aus wie bei Pippi Langstrumpf zuhause.


Gemla

Villa Gransholm

Villa Gransholm


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In die Villa Gransholm

Heute verlassen wir gegen Mittag das schöne Toftaholm. Ein Ausflug in das Glasriket, sprich in das „Glasreich“ Schwedens steht an. Im Ort Lessebo wird diverses an Glaskunst ausgestellt. Aber wenn man aus Bayern kommt, kann einem das jetzt nicht so imponieren...
Weiter geht es nach Växjö. Dieser alte Ort, der immerhin Universitätsstadt ist, ist schon von weitem an seinem Dom mit den beiden spitzen Türmen zu erkennen. Auch hier gibt es ein Glasmuseum und eine alte Burgruine.
Nach dem Kaffee geht es weiter in unsere nächste Unterkunft, die Villa Gransholm. Eine alte, verwinkelte Villa mit vielen Türmchen und grünem Dach. Es sieht ziemlich verhext aus, noch dazu, wo uns jetzt das gute Wetter im Stich lässt und es immer wieder regnet. Die Gartenanlagen waren sicher mal sehr imposant, sind aber jetzt romantisch verwildert. Innen etwas abgewohnter schwedischer Charme. Betrieben wird das Ganze von einer Familie, wobei die beiden jungen Schwestern für den Service der Gäste abkommandiert sind.
Nach dem Einzug in unser Zimmer essen wir hier auch, denn der Ort bietet nicht so viel. Es gibt einen recht großen Trödel im Ort, der aber schon geschlossen hat. Wieder danke ich, dass wir mit dem Smart unterwegs sind – da kommt man nicht auf dumme Gedanken.


Yngsjö

Ostsee

Ostsee


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Nach Kastanjelund

Nach dem Frühstück geht es weiter durch endlose Wälder, die zum Teil auch brutal abgeholzt und gestapelt am Wegesrand liegen – Ikea hat wohl einen großen Bedarf!
Gegen 11 Uhr besichtigen wir eine hübsche Gärtnerei und dann geht es weiter Richtung Kristianstad. Hier sehen wir uns die Dreifaltigkeitskirche an. Eine sehr schöne, helle Kirche mit einer wunderschönen Barockorgel. Auch der Stadtkern von Kristianstad ist gut erhalten und lässt einen ahnen, dass dies mal eine riesige Festung war.
Wir verlassen Kristianstad und fahren nach Ahus, einer der ältesten Städte in Schweden. Sie wurde schon zur Wikingerzeit gegründet und liegt an dem Fluss Helge. Hier gibt es enorm viele Touristen und man bekommt auf eine alten Kutter im Hafen riesige Eisportionen – unter anderem auch Lakritzeis! Wir bummeln durch den Yachthafen und sehen uns die Boote im Sonnenuntergang an.
Weiter geht es in unser Quartier für die kommende Nacht: Das Hotel Kastanjelund in Yngsjö. Hier ganz in der Nähe fließt die Helge in die Ostsee. Sobald wir in dem schönen Kastanjelund in unserer leider etwas schlichtes und kleines Dachkämmerchen eingezogen sind, fahren wir ans Meer. Wir stromern am Strand herum, lesen und genießen die Meeresbriese, bis die Sonne versinkt. Im Hotel erwartet uns eine unruhige Nacht, da hier eine wilde Hochzeitsgesellschaft tobt...


Tommarp

Grab von Kivik

Grab von Kivik


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In den Karlaby Kro

Spät aufgestanden wegen unruhiger Nacht. Frühstück unter den Kastanien. Danach Abfahrt nach Vitemölla, einem kleinem Fischerdorf an der Ostsee, wir mal kurz in die Wellen springen. Danach weiter Richtung Kivik. Es gibt hier am Ortseingang eine alte Grabstätte aus der Bronzezeit - das Kungagraven. Lange hatten die Bauern es als Steinbruch genutzt, bis es dann wieder einigermaßen hergestellt wurde. Allerdings konnte man nach dieser langen Zeit der Ausplünderung nur noch erahnen, wie das Original ausgesehen hat. Außerdem sind alle Grabbeilagen und Schätze verschwunden.
Es ist trotzdem beeindruckend und es gibt ein sehr schönes Café mit tollem Garten, wo wir uns zum Mittagessen niederlassen.
Gestärkt fahren wir nach Simrishamn, einem kleinen Fischerort. Wir besichtigen die kleine Nicolai-Kirche aus dem 12. Jahrhundert und bummeln durch die Gassen des Ortes.
Im Hafen gönnen wir uns am Kiosk einen Backfisch und verlassen dann den kleinen Ort, um unser nächstes Hotel anzusteuern, den Karlaby Kro in Östra Tommarp. Das liegt wirklich sehr abgelegen, ist dafür aber sehr schön.
Wir ruhen uns etwas aus und machen dann einen kurzen Ausflug in das nächstgelegen Fischerdorf Baskemölla. Hier besuchen wir ein Künstlerehepaar. Es wird getöpfert und fotographiert. Ich erstehe eine hübsch bemalte Tasse und genieße Kaffee und Kuchen in dem kleinen Café. Danach besichtigen wir noch den kleinen Hafen. Abendessen gibt es im Karlaby Kro und dann fallen wir in unser weiches Bett.


Kåseberga

Ales Stenar

Ales Stenar


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Ales Stenar - die Schiffslegung

Heute wieder lange geschlafen und gut gefrühstückt. Wir fahren durch wogende Kornfelder und besichtigen dann die Ales Stenar nahe Kaseberga, die sogenannte Schiffssetzung. Hier wurden aus riesigen Steinbrocken oben auf der Klippe die Umrisse eines Schiffes nachgebildet. Ein phantastischer Ausblick aufs Meer und ein beindruckendes Kunstwerk. Es ist 67 Meter lang und 19 Meter breit und stammt aus der Zeit 600 n. Chr. Sonnenkalender oder Grabanlage – keiner weiß es so genau. Ist auch egal, denn es ist einfach nur schön hier!
Gegen 14 Uhr kommen wir in Ystad an eine schöne und quirlige kleine Stadt. Hier wandelt man also auf den Spuren von Kommissar Wallander. Wir besichtigen hier die Sankt-Marien-Kirche aus dem 13. Jahrhundert und lassen uns dann im Book-Café zur Stärkung nieder. Den Abend verbringen wir wieder im schönen Karlaby Klo.


Trelleborg

Zurück auf die Fähre

Heute geht schon morgens um 9:00 unsere Fähre zurück nach Travemünde. Also früh raus aus den Federn. Wir fahren mit unserem braven Smart auf die Nils Holgerson und erkunden das Schiff. Wir haben eine Kabine gebucht mit tollem Ausblick nach vorne und holen dann noch etwas Schlaf nach. Gegen 17 Uhr erreichen wir ohne große Vorkommnisse Travemünde.
Danke - Schweden!