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Weltreise per Tandem: Neuseeland, Hawaii, Alaska, Kanada, USA, Mexiko, Peru
31.12.2006-22.09.2008
Länder: Kanada, Mexiko, Neuseeland, Peru, USA
9 Fotos | 0 Reisetipps | 965 Views
Bewertung:
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Endlich unseren Traum leben - das wollten mein Mann Stefan und ich. Also ließen wir Alltag und Büro hinter uns und schwangen uns auf ein Tandem, um in die Welt zu radeln. Sehr gerne wollen wir nun auch andere dazu anstiften, ihren Traum zu leben!
Zuerst zog es uns nach Neuseeland, dann ins wilde Alaska und schließlich über die Panamericana nach Mexiko. Unsere zweijährige Reise beendeten wir in den peruanischen Anden.
Fotos und Texte stehen in unserem Blog-Journal auf www.weltumradlung-online.de. Auch der Jakobsweg per Fahrrad und Costa Rica sind dort vertreten. 2010 kommt ein Alpencross von Venedig nach München und eine Island-Tour dazu.
Und wer unsere Geschichte im Gesamten lesen möchte, mittlerweile hat der Delius Klasing Verlag unser Buch "Gangwechsel" herausgebracht.
Also, wer sich auch auf den Weg machen will - ich stehe gerne für Tipps und Infos zur Verfügung.
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Mehr Bilder aus Auckland |
Start im Land der langen weißen Wolke
Endlich im Land der langen weissen Wolke! Freundliche Neuseelaender bereiten uns einen schoenen Empfang. Doch Schock - schwere Not: Die sorgfaeltig verpacketen Bikekartons sind zerrissen und offen. Wie durch ein Wunder ist nichts herausgefallen, doch fuer einen Transport im Auto sind sie nicht mehr geeignet. Also heisst es nach 30h Flug, das Tandem plus Anhaenger noch zusammenzuschrauben. 5h spaeter machen wir die ersten 30km unserer Tour nach Auckland zu unserem gemuetlichen Hostel. So loben wir uns das ;-)
Auckland ist sehr schoen mit vielen gruenen Parks, eine wuerdige Metropole fuer die entspannten Kiwis. Hoehepunkt bis jetzt war der Besuch des Sky-Towers mit Dinner bei Sonnenuntergang in 192m Hoehe.
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Mehr Bilder aus Honolulu |
Hang Loose auf Hawaii
Von wegen, unser „Urlaub“ von der Reise ist vorbei, wir machen wieder Meters! Wir haben die Umrundung der Big Island jetzt zur Hälfte hinter uns und dabei einige Höhenmeter überwinden müssen. Die neuseeländische Kondition kam uns gerade auf den 45km (in Worten: fünfundvierzig Kilometer) bergauf zugute. Nur an die 35 Grad waren wir nicht ganz gewöhnt. Schwitz. Oben angekommen erkundeten wir den Volcano Nationalpark – 600 Quadratmeilen lebensfeindliche Lava. Der Vulkan ist immer noch aktiv, abends konnten wir bei einer Wanderung in der Ferne die Lava ins Meer stürzen sehen. Neues Land entsteht so auf dramatische Weise. Apropos Dramatik: Unsere verzweifelte Suche nach Hulamädchen für Euch wurde endlich von Erfolg gekrönt. Selbst Jabba hatte einen Rock an. Und unten am Strand bevölkern freundliche Riesenschildkröten den schwarzen Sand, friedlich ruhend. Also doch Hang Loose auf Hawaii.
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Mehr Bilder aus Anchorage |
Mann, was war das kalt hier!
Wir sind in Alaska. Super: unsere Freunde Daniel und Sven sind da, um uns drei Wochen mit dem Rad zu begleiten. Und: Beim Landeanflug sehen wir schon die ehrfurchtgebietenden Gipfel und Gletscher, die Anchorage umgeben, einfach Wahnsinn. Das Hotel – Abschiedsgeschenk unserer Kollegen - passt perfekt, sehr rustikal mit der Eingangshalle voller ausgestopfter Bären und Elche. Vielen Dank noch mal an alle! Der erste Tag geht mit Rad zusammen basteln und Vorräte einkaufen fix herum, und wir stellen schon fest, dass es hier mal so richtig kalt ist. Am nächsten Tag soll es losgehen, dank einiger Hindernisse (u.a. verbogenes Schutzblech) legen wir einen späten Start hin. Die Ausfahrt aus der Stadt gestaltet sich schwierig und ein richtig böser Gegenwind macht uns gleich die erste Fahrt schwer. Erst gegen 22 Uhr finden wir eine Unterkunft… Der nächste Tag hat weniger Wind, ist dafür aber noch kälter. Die Landschaft ist traumhaft, schneebedeckte Berge wohin man schaut, doch bei 8 Grad und immer wieder Nieselregen reizt einen nicht allzu viel zum Anhalten. Die riesigen Gletscher in der Ferne verstärken das Gefühl der Kälte. Anscheinend sind wir keine Gesellschaft mehr gewohnt, wir fahren gleich mal in Svens Anhänger und plumpsen vom Rad – das erste Mal. Nichts passiert, aber Windschatten fahren lassen wir wohl von nun an!
Vor der Hafenstadt Whittier wurden wir gestoppt, ein Tunnel nur für Autofahrer. Macht nichts, hier gibt es sehr große Pick-Ups! Dann schoben wir auf die Fähre nach Valdez, von wo es am nächsten Tag bei auf einmal strahlendem Sonnenschein und bis zu 28 Grad erfolgreich über unseren ersten Pass in diesem unendlichen weiten und großen Land ging. Der angestrebte Zeltplatz war noch geschlossen, na, dann fahren wir eben noch 16km weiter. Ankunft 21 Uhr, Tachostand: 100km, Freunde, Spaghetti und ein Bier =>> Ein perfekter Radeltag!
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Mehr Bilder aus Vancouver |
Yukon
Der Wahlspruch dieser Region ist „Larger than Life“, und so kam uns die Gegend auch manchmal vor; aber wir strampelten fleißig unsere täglichen Kilometer und sind nun ganz knapp vor British Columbia.
Außer dem ziemlich gleichbleibenden Anblick von Wäldern, Bergen, kilometerlangen Seen und trübem Wetter (bis auf einen Tag) gab es sonst eigentlich nur Kolonnen von Campervans zu sehen. Oft so groß wie ein Reisebus, und hintendran noch ein Auto im Schlepptau. Ein Picknickplatz am Highway besteht deshalb auch nicht aus lieblichen Tischen mit schöner Aussicht, sondern einem großen Betonstreifen, damit das Monster-Mobil auch dorthin passt. Na ja, setzen wir uns halt auf den Asphalt und erschlagen Moskitos wie die Berseker.
Während wir den Highway an einem See entlang fuhren, fielen uns Elchspuren direkt auf dem Seitenstreifen auf. Der Elch trapste wohl eine ganze Weile den Highway entlang, um dann plötzlich zum See abzubiegen. Wir schauten zum See und trauten unseren Augen nicht: Das stand die Elchkuh im See und nahm in Ruhe ein Bad. Spontan machten wir eine Pause und konnten uns gar nicht satt sehen. Schock schwere Not, es gibt auch einige Schwarzbären, die aber friedlich am Rande des Highways grasen und uns nur interessiert anschauen. Davon gibt es aber keine Fotos, wir halten den Sicherheitsabstand so groß wie möglich!
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Mehr Bilder aus Las Vegas |
Die Sonne hat uns wieder
Jawohl, wir sind in Utah bei Temperaturen bis zu 25 Grad. Auf der Strecke dorthin machten wir unter anderem Halt in Fruita, wo wir das National Monument erradelten. Dann ging es über eine Geisterstadt und mächtigem Gegenwind von bis zu 30km/h auf ein Wildnis Camp am Colorado River, wir konnten gerade noch ins Zelt flüchten, bevor der Sturm losbrach. Sehr romantisch! Am nächsten Tag erreichten wir Moab, das MTB Mekka. Zweimal ging es fürs Tandem „Offroad“, hat tierisch Spaß gemacht. Und Stefan machte per Leihrad den berühmten Poison Spider Trail – von dem er vor zehn Jahren von Rangern um halb vier nachts gerettet worden ist. Diesmal ging aber alles glatt.
Im nächsten Eintrag sind dann nicht nur wir, sondern auch unsere Freunde Wiebke und Ralf drauf, die wir gerade fröhlich erwarten und mit denen wir bis zum 3.11. auf dem Weg nach Las Vegas zusammen sein werden. Schaut doch mal wieder unter Medien , eine US-Zeitung hat eine Kolumne über uns geschrieben. Und: wir haben noch eine Frage. Gibt es schon Lebkuchen in deutschen Supermärkten???
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Mehr Bilder aus Tijuana |
Fiesta Mexicana
Nachdem wir das Grenzgebiet verlassen hatten, wurde Mexiko deutlich schöner. Zunächst zogen wir uns in ein einsames Ressort zurück, um den Tijuana-Schock zu verdauen. Auf dem Weg nach Ensenada wagten wir uns erneut auf die kostenpflichtige, eigentlich für Radfahrer gesperrte Autobahn, diesmal mussten wir nicht per Anhalter auf einem Pick-Up mitfahren! Vom Seitenstreifen aus genossen wir eine wilde Steilküste und merkten unsere Waden an den Anstiegen doch gewaltig. Dafür hupen uns die Mexikaner aufmunternd (hoffen wir) an. Überhaupt, ein lustiges Völkchen. Erklären uns allerdings alle für verrückt. Jetzt sind wir in Ensenada, der „Perle am Pazifik“. Den guten Start feierten wir: Gestern gab es Margueritas im Hussongs, der ältesten Kneipe Ensenadas, die in den fünfziger Jahren unter anderem auch von Marylin Monroe geschätzt wurde. Heute machten wir gleich weiter – mit einer Weinprobe, bei der wir Alex und Luis kennenlernten. Die beiden waren so begeistert von unserer Tour, das wir spontan „gesponsert“ wurden: Mit Bodega de Santa Tomas T-Shirts! Ab morgen wird es „trockener“ und einsamer: Wir haben die einsame Zentralwüste der Baja California zu durchqueren…
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Mehr Bilder aus Cusco |
Finale in den Anden
Wir haben es getan – unseren Traum verwirklicht und mit dem Tandem in die Welt gefahren. Unsere Tour findet ein würdiges Ende in Südperu. Passend dazu erreichten wir mit dem La Raya Pass den höchsten Punkt unserer Tour: Auf 4338 Metern wird die Luft dünn. Vom Pass aus ging es bergab durch bunte Andendörfer zurück nach Cusco. Die Peruaner auf dem Land sind unheimlich freundlich, Bauern und Hirten winken uns von den Feldern zu und wenn wir nach dem Weg fragen, sind wir gleich von einer hilfsbereiten Schar umringt. Trotz der Armut eines Großteils der Bevölkerung – das Monatsdurchschnittseinkommen liegt bei 200 EUR – sind die Peruaner ein recht fröhliches und gastfreundliches Volk. Auf der letzten Etappe unserer 16000 Kilometer-Tour haben wir uns richtig wohl gefühlt. Nun sitzen wir auf gepackten Taschen und treten bald den 26 Stunden Rückweg in unser neues Leben an.
Thank you for the ride.
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Weitere Informationen zu dieser Reise unter:
www.weltumradlung-online.de
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Schlagwörter: Weltreise, Tandem, Radtour







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