Madeira- Blumenkorb im Atlantik - Reisebericht von kerstinschoenfeld bei triplib.

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kerstinschoenfeld
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Bereits zum sechsten Mal zieht es uns auf diese traumhaft schöne Insel der Superlative: Auf engstem Raum findel man hier alles, was das Herz begehrt. Bis auf Sandstrände, die hat Madeira selbst nicht zu bieten- wohl aber die kleine Schwester Porto Santo. Ansonsten ist aber wirklich alles vorhanden. Auf mich wirkt Madeira immer wie ein Minikontinent: Berge, Meer, grandiose Natur, freundliche Menschen- alles da.

Funchal

Santa Maria (Nachbau)

Santa Maria (Nachbau)


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1. TAG: 11.07.2017

Heute geht es los: Madeira wartet! Nach all dem (positiven) Stress der letzten Tage freuen
wir uns sehr. Uwe hat diesmal bei Bucher einen Direktflug von Nürnberg nach Funchal erwischt. Nachmittags um drei. Super!!! Am Vorabend hatte man uns mitgeteilt, dass sich die Rückflugzeit geändert hätte…
So weit, so gut. Vom Hinflug war keine Rede in der Mail. Umso erstaunter waren wir, als wir feststellen mussten, dass unser Flug auf der Abfluganzeige nicht verzeichnet war.
Konnte er auch nicht, denn auch diese Abflugzeit hatte sich geändert und der Flieger war schon vor zwei Stunden gestartet…
Eine nette Dame an der Information erklärte uns, dass der nächste Direktflug am Donnerstag geht. Alternativ schlug sie uns eine Umbuchung auf Linienflüge vor: via München UND Lissabon!!! Ankunft in Funchal um 0:50. Soviel zum Thema Direktflug…


Frühstück im Rosengarten

Frühstück im Rosengarten


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2. TAG: 12.07.2017

Wir kommen tatsächlich erst um 1:50 Uhr deutscher Zeit in Funchal an - hatte vergessen, die Zeitverschiebung einzurechnen!
Immerhin geht dort dann alles sehr fix und reibungslos: Gepäck holen, Transfer zum Hotel, einchecken…
Man hat fürsorglich einen kleinen Imbiss für uns vorbereitet, den der Zimmerkellner vorbeibringt, die Taschen sind auch schnell ausgepackt und dann geht's ab ins Bett…
Um neun sitzen wir mehr oder weniger ausgeschlafen zum ersten Mal in diesem Urlaub im wunderschönen Rose Garden bei einem leckeren Frühstück mit Blick auf den Atlantik… Für mich das eindeutige Signal, dass jetzt der Urlaub anfängt!


Enspannung im Jacuzzi

Enspannung im Jacuzzi


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3./4. TAG: 13.07.2017/14.07.2017

Nach der stressigen Anreise ist die ersten drei Tage Relaxen angesagt: Wir liegen faul am Pool, baden im Meer und sitzen in dem großartigen Outdoorjacuzzi auf Atlantikebene.
Abends gehen wir schön essen:
Ein gigantisches Tomahawksteak XXL im La Vaca Negra,
Ein köstliches Seafoodrisotto in der Altstadt (O Portão) und nochmals Steak beziehungsweise Garnelen im Leeno’s an der Promenade.


Blick auf das Reids

Blick auf das Reids


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5. Tag: 15.07.2017

Nach drei faulen Tagen übernehmen wir heute den Mietwagen, den Uwe diesmal schon von zu Hause aus gebucht hat. An der Avis-Autovermietung beim Carlton steht ein nagelneuer Peugeot 208 für uns bereit. Wir machen uns auf den Weg nach Calheta. Dort wird traditionell Rum (Aguardente) hergestellt. Wir besuchen eine historische Destillerie und kosten auch 5 verschiedene Sorten. Es ist gerade erst Mittag, deshalb nippen wir nur an den Gläschen.
Anschließend fahren wir weiter nach Pául do Mar, dort wird heute das Napfschneckenfest (Festa da Lapa) gefeiert. Nach einem kurzen Spaziergang und einem kleinen Imbiss fahren wir weiter nach Fajã de Ovelha. Dazu geht es steil hinauf auf den Berg. Die Aussicht ist großartig! Wir beobachten bei der Gelegenheit eine traditionelle Hochzeit, bei der das Brautpaar mit 6 Kilogramm Reis überschüttet wird!
Abendessen im benachbarten Portobay-Hotel Porto Mare im Restaurant Med: Ich probiere Perlhuhn, Uwe den Lachs. Das Dessert müssen wir uns teilen...


Das Dach Madeiras

Das Dach Madeiras


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6. TAG: 16.07.2017

Heute geht es auf das Dach von Madeira: auf den Pico Ruivo. Diese Wanderung haben wir vor einigen Jahren schon einmal gemacht, damals aber bei schlechtem Wetter. Diesmal haben wir mehr Glück! Wir fahren zur Achada do Teixeira (auf der traditionellen Landstraße über Monte bis nach Santana) und steigen dann auf einem relativ bequemen Pflasterweg zum Gipfel auf. Dafür braucht man knappe zwei Stunden und eine gute Kondition. Die Ausblicke sind fantastisch. Abwärts geht es etwas schneller!
Abend gibt's die Seafoodpasta “mit Lätzchen” im Lareira Portuguese gleich gegenüber dem Hotel. Zum Laufen haben wir heute keine Lust mehr...


Seilbahn mit Nervenkitzel

Seilbahn mit Nervenkitzel


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7. TAG: 17.07.2017

Wir fahren nach Fajã dos Padres. Das ist gleich neben dem Cabo Girao. Mit einer beeindruckenden Seilbahn geht es in zwei Minuten hinunter auf den schmalen Küstenstreifen. Früher gab es da mal einen Fahrstuhl außen an der Klippe hinunter…
Wir bummeln durch einen wahren Garten Eden mit Wein, Bananen und diversen Blumen. Auf der Rückfahrt zum Hotel halten wir am Forum da Madeira zum Shoppen. Uwe wird auch fündig, ich leider nicht!
Zum Abendessen fahren wir nach Camara de Lobos und essen sehr gut und mit phantastischem Blick auf den Hafen im Vila do Peixe.


 Caldeirao Verde

Caldeirao Verde


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8. TAG: 18.07.2017

Wir fahren wieder nach Santana und von dort über ein äußerst schmales Sträßchen nach Queimadas. Dort beginnt eine der spektakulärsten Levadawanderungen Madeiras zum Caldeirão Verde. 6,5 Kilometer grandiose Landschaft und teilweise purer Nervenkitzel. Die Levada ist entlang einer mehr oder weniger senkrechten Felswand angelegt. Nach einem anfangs breiten, schattigen Wanderweg verengt sich die Trasse bald stark und man balanciert weite Strecken auf der ca 30 cm breiten (oder besser: schmalen) Levadamauer entlang. Ich fühle mich manchmal etwas überfordert, halte aber tapfer durch. Wir passieren vier Tunnel und erreichen nach etwa zwei Stunden den überaus beeindruckenden “grünen Kessel” mit senkrecht hochstrebenden Wänden. Ein Wasserfall füllt ein an deren Fuße befindliches natürliches Becken. Gleißendes Sonnenlicht wird abrupt vom dunklen Schatten der hohen Wände abgelöst. Ein wirklich großartiges Naturerlebnis!


Botanischer Garten

Botanischer Garten


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9. TAG: 19.07.2017

Nach so viel Einsatz folgt heute mal wieder ein Tag der faulen Sorte: Pool. Am Nachmittag gehen wir nochmal shoppen. Also eigentlich shoppt diesmal nur eine, und das bin ich. Dann fahren wir hinauf in den Botanischen Garten von Funchal. Leider beginnt es zu tröpfeln und die Sicht auf die Stadt verschlechtert sich zunehmend.
Das Abendessen nehmen wir im Planka ein. Hier waren wir schon einmal vor einigen Jahren. Es gibt Thunfisch und Kalbssteak, serviert auf einem geheizten Eichenbrett. Lecker! Nur schade, dass uns der Ausblick auf die uns zu Füßen liegende Stadt verwehrt bleibt.


Ribeira de Janela

Ribeira de Janela


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10. TAG: 20.07.2017

Heute steht nochmal eine Levadawanderung an. Von Lamaceiros in die Schlucht der Ribeira de Janela. Eine sehr gepflegte Levada mit großartigen Ausblicken auf die terassierte Landschaft und das Meer. Nach der Rückkehr gibt es das obligatorische Bad im Whirlpool und dann essen wir lecker im Cris’s: Drei Gänge nach Wahl mit allem Pipapo: Wein, Wasser, Sorbet und Kaffee zum Abschluss. Alles zu einem Festpreis. Ein Geschäftsmodell, das gut zu funktionieren scheint…


Blick vom Pico Barcelos

Blick vom Pico Barcelos


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11. TAG: 21.07.2017

Heute ist eigentlich der letzte Tag, an dem wir noch mobil sind, sprich: Ein Auto zu unserer Verfügung haben. Aber irgendwie habe ich keine rechte Lust zum Wandern und als ich meinem Mann vorschlage, heute mal einen Faulen zu machen, ist er erstaunlich schnell einverstanden…
Der Tag am Pool gestaltet sich eher durchwachsen, es ist recht wolkig und teilweise etwas frisch.
Am Abend fahren wir auf den Pico Barcelos. Bis auf die Tatsache, dass die Sonne sich weiterhin rar macht, können wir hier einen großartigen Rundumblick genießen.
Zum Abendessen fahren wir ein Stückchen in Richtung Câmara de Lobos. Direkt an der Estrada Monumental liegt ein kleines Restaurant mit Meerblick: Das Aconchego. Hier verkehren auch Einheimische. Wir essen wieder sehr gut.


Muscheln essen im Mula

Muscheln essen im Mula


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12. TAG: 22.07.2017

Heute müssen wir das Auto wieder zurückbringen. Das lässt sich gut mit ein paar Einkäufen verbinden. Uwe setzt mich also in der Stadt ab und erledigt dann die Formalitäten. Hinterher treffen wir uns und bummeln noch ein wenig durch die Altstadt und das Hafenviertel. Nach einem leckeren Eis geht es zurück ins Hotel. Den Rest des Tages verbringen wir bei strahlendem Sonnenschein am Pool und im Meer. Für das Abendessen hat Uwe übers Internet einen Tisch im Mula reserviert. Dabei handelt es sich um ein ganz neues Restaurant in der Altstadt. Das durchweg sehr junge Team hat sich vorrangig auf die Zubereitung von Muscheln spezialisiert und das wirklich gut. Wer gerne Muscheln isst, der macht hier nix verkehrt.


Abendstimmung

Abendstimmung


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13. TAG: 23.07.2017

Die letzten Urlaubstage sind immer dem Relaxen vorbehalten, so auch der heutige. Das Wetter ist zwar nicht ganz so klar wie gestern, aber zum Sonnen perfekt: ab und an sorgen ein paar Wolken für eine kurze Pause…
Abendessen im Arsenio’s: Gut.


Es ist angerichtet

Es ist angerichtet


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14. TAG: 24.07.2017

Und auch den letzten ganzen Tag verbringen wir am Pool. Das Wetter ist wieder perfekt! Ab und zu nehmen wir ein erfrischendes Bad im Atlantik, ansonsten lassen wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen.
Für den Abend haben wir einen Tisch im Armazem do Sal reserviert. Wir kennen es ja schon von den Jahren vorher und wissen, was uns in etwa erwartet. Für mich das Highlight des Urlaubs und damit der perfekte Abschluss…


Sonnenuntergang am Cabo Girao

Sonnenuntergang am Cabo Girao


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15. TAG: 25.07.2017

Der Tag der Heimreise ist da. Leider wieder viel zu schnell! Wir frühstücken ein letztes Mal im Rosengarten, packen, checken aus und warten dann in der Navigator’s Lounge aufs Taxi zum Flughafen. Hoffentlich erwarten uns heute nicht wieder irgendwelche unangenehmen Überraschungen…
Der Shuttle zum Flughafen ist pünktlich, aber dort angekommen, müssen wir leider feststellen, dass die Abflughalle ungewöhnlich voll ist. Grund dafür ist, dass viele Flüge gecancelt wurden, wohl wegen des starken Windes, der momentan weht. Unser Flieger wird zumindest erwartet, wenn auch “delayed”...
Wir dürfen einchecken und beobachten dann auf der Terrasse einige der wenigen stattfindenden Landungen und Starts. Der Flughafen Madeiras gilt als einer der gefährlichsten der Welt. Ich kann verstehen, warum man als Pilot für einen Anflug auf den Flughafen „Cristiano Ronaldo“ beträchtliche Flugerfahrung vorweisen muss. Aber bei den aktuellen Windverhältnissen wirkt das Ganze schon wenig beruhigend…
Unsere Abflugzeit liegt bei 15:50, verschiebt sich jedoch auf Grund der Verspätung um etwa drei Stunden. Gegen halb zwölf in der Nacht erreichen wir unser Ziel Nürnberg. Es ist kalt (14 Grad) und regnet in Strömen.
Wir sind zurück in Deutschland in diesem Sommer 2017.
Die Autofahrt verläuft problemlos und um halb drei Uhr morgens liegen wir erschöpft im Bett.
Abgesehen von Strapazen bei der An- und Abreise war es ein wunderschöner Urlaub. Obrigada e adeus Madeira!


Übernachten

The Cliff Bay

Das Hotel liegt direkt an der Steilküste gleich neben dem altehrwürdigen "Reids" und bietet großartige Ausblicke auf Funchal. Von der Größe her ist es eher überschaubar und entwickelt so eine sehr persönliche Atmosphäre in gediegenem Ambiente. Das Personal begegnet den Gästen stets ausnehmend freundlich und und kompetent und bietet einen umfassenden Service.
Wir haben dieses fantastische Hotel 2011 für uns entdeckt und kommen seitdem regelmäßig hierher zurück.

The Cliff Bay
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Essen & Trinken

Armazem do Sal

Das Restaurant befindet sich in der Rua da Alfandega in Funchal in einem 200 Jahre alten Gebäude, das einst als Salzlager diente.
Wer gepflegt essen gehen möchte, der ist hier genau richtig. Küche und Service sind erstklassig. Livemusik rundet das kulinarische Erlebnis ab.
Man sollte unbedingt vorher einen Tisch reservieren!

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