Let's go - Melbourne ich komme! - Reisebericht von Leona bei triplib.

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Leona
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Drei Monate Praktikum in Melbourne! Aber ich bin nicht nur zum Arbeiten hier ;-)

Flughagen, Frankfurt am Main

Ab Frankfurt geht's los

Ab Frankfurt geht's los


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Und Tschüss...! (03.01.2011)

Frankfurt, 23:20 Uhr - es geht los!
Oder besser gesagt es sollte los gehen. Der Flieger musste noch schnell enteist werden und dann ging es mit einer halben Stunde Verspätung auch schon los in Richtung Singapur.


Flughafen, Singapur

Da is das Ding!

Da is das Ding!


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Wo isser denn? (04.01.2011)

Wer? Na, der A380!

Der steht zumindest auf meinem Ticket. Allerdings hatte auch der ein wenig Verspätung, weshalb ich mich doch noch ein wenig gedulden musste, bis ich ihn zu Gesicht bekam.

Und noch viel länger musste ich warten bis endlich der Menschenstrom abriss, der aus diesem Monstrum heraus gekommen ist! Mal wieder ein bisschen Verspätung, aber das macht ja nichts. Mich hetzt ja keiner ...

Wie viele Leute in diesem Flugzeug platz finden sieht man allerdings nicht auf anhieb, wenn man den Flieger betritt. Dank der drei verschiedenen Gangways und den stark kontrollierten Abtrennungen zwischen Business- und Economy-Class im "Erdgeschoss" und zwischen "Erdgeschoss" und "1. Stock" (in dem sich die First-Class befindet), sieht man eigentlich nur wenige der 450 Mitreisenden. Allerdings merkt man es beim Service. Während beim ersten Flug die netten Damen und Herren nur 1,5 Stunden benötigt haben, um das Essen auf den Tisch zu bringen und wieder abzuräumen, hat die ganze Prozedur im A380 3 Stunden gedauert; mit Nachtisch (heiße Schokolade und Eis) sogar 4 Stunden.

Ein wenig neugierig war ich ja schon, deswegen habe ich mir am Ende des Fluges noch eine kleine Privatführung organisiert. ;-)


Malvern East

Diese wunderschöne Holzhütte ist also mein Zuhause für die nächsten drei Monate

Diese wunderschöne Holzhütte ist also mein Zuhause für die nächsten drei Monate


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Hier wohne ich nun ... (05.01.2011)

Da ich dann am Flughafen in Melbourne mit Besichtigung, Gepäck holen, Gepäck scannen lassen und Geld abheben ein wenig länger gebraucht habe, dachte der Fahrer der mich am Flughafen abholen sollte, dass ich gar nicht mehr kommen würde, aber wir haben uns doch noch gefunden. Er hat während der Fahrt viel über Melbourne und die Bewohner erzählt, aber das konnte ich mir gar nicht alles merken. Auch habe ich versucht ein paar Bilder zu machen, aber auch das ist mir nicht richtig geglückt ... das Melbourne Gate habe ich sogar verpasst ...

Malvern East - das steht also das Haus in dem ich die nächsten drei Monate verbringen sollte. Obwohl das Haus in den Fünfzigern gebaut wurde, kann man lange nach Ziegelsteinen suchen. Das Ganze ist eigentlich eine simple Holzständerbauweise und ähnelt der Abbildung eines Hauses im Frühkolonialstyl in meinem Reiseführer. Eie Einfachverglasung hat den charmanten Vorteil, dass man morgens schon beim Aufstehen merkt, wie warm es draußen ist. Nervig ist allerdings, dass man sehr gut hört, wenn der Nachbar mit der Funkverbindung sein Auto öffnet oder verschließt - und das macht er sehr oft!

Aber erst mal schön der Reihe nach. Als ich am Haus habe ich dann Kien oder Hong oder irgendeine Schwester getroffen, die mich ins Haus gelassen hat (die sehen alle so gleich aus in der Sippe) und kurz danach wurde ich auch schon von Alex abgeholt. Sie hat mir alles gezeigt, was ich wissen musste Chadstone Shopping Center, Bus und Bahnstationen, Fahrradwege - einfach alles!

Danach war aber auch erstmal Nickerchen angesagt. Hat leider ein wenig länger gedauert als gedacht; nämlich von 14 Uhr bis 20 Uhr. Um 23 Uhr bin ich dann wieder ins Bett gegangen …


Wo man hinschaut nur Stromleitungen! Sieht fast so aus wie in Bangkok

Wo man hinschaut nur Stromleitungen! Sieht fast so aus wie in Bangkok


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Ein kleiner Rundgang (06.01.2011)

Den Tag habe ich nach einem kurzen Frühstück mit gar nicht leckerem Brot mal wieder im Shopping Center verbracht. Bankkonto, Simkarte, Kaffeemaschine, Lampe - alles wollte besorgt werden und das war Dank einer dämlichen Glühbirne gar nicht mal so einfach. Nachdem diese Herausforderung bewältigt war, habe ich noch kurz meine Vermieterin getroffen. Anschließend bin ich aufgebrochen, um Malvern East zu entdecken. Entdeckt habe ich hier nicht so viel - kein Wunder! Alles was es gibt, gibt es im Shopping Center. Eine kleine Einkaufsstraße am Stadtrand konnte ich ausfindig machen, allerdings waren die Läden dort geschlossen - so wie sie aussahen bereits seit längerem. Ansonsten ist die Wohngegen hier sehr hübsch und ordentlich. Witzig finde ich nur die Ganzen Überlandstromleitungen; sieht ein bisschen aus wie in Bangkok. Macht man so einen Gang durch die Gemeinde fallen einem viele verschiedene Baustile auf und man sieht auch wie sehr die Häuser gepflegt werden. Leider musste ich feststellen, dass das Haus, in dem ich wohne, in der Gegend mit Abstand das abgewrakteste ist. Irgendeinen Grund muss es ja haben, warum es so billig ist.

Heath durfte ich auch noch kennen lernen. Sehr sympathischer Typ! Er hat mir sein Fahrrad vorbei gebracht, den Cooler erklärt, ein paar nützliche Tipps gegeben und meinen Adapter präpariert (kann man sich vorstellen, dass ein deutscher Mehrfachstecker nicht in einen deutschen Adapter passt, weil ein paar Plastikpinöppel im Weg sind? Dank "excellent Craftsman" Heath sind die Pinöppel nun Geschichte).


Melbourne


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Ein Spaziergang durch Melbourne (07.01.2011)

So, heute morgen hieß es auf nach Melbourne, allerdings mit ein paar Verzögerungen. Erst musste ich noch schnell die Ameisenkolonie töten und danach noch mal schnell die Route in die Stadt raussuchen, ging aber alles nicht so schnell wie geplant. Egal, 10:27 Uhr ging es mit Bus und Bahn in Richtung Melbourne. Nach der Ankunft dort, bin ich erst mal in die Tourizentrale direkt neben der Flinders Street Station rein und hab dort ca. 4kg Infomaterial abgegrast. Schön waren die kleinen Karten mir Spaziergangrouten durch die Stadt - hab ich gleich alle mitgenommen und wollte auch gleich zwei ausprobieren (zwei, weil die sich teilweise überschneiden): 1. The Somopolitan [2 Std., 3,75 km] (magnificant cathedrals, lush parklands and delightful Flinders Lane), 2. Arcades and Lanes [1,5 Std., 2,5 km] (Lanes, alleways, little streets, arcades, café society and fascinating shops). Die erste Route ging einmal rund durch die Innenstadt. Anstatt der geplanten 2 Stunden hab ich auch gleich mal 4 gebraucht. Gut, vielleicht hätte ich nicht so lange Mittagspause machen oder nicht so lange in dem Old Treasury gucken sollen … Die zweite Route viel somit flach, da meine letzte Zug/Bus-Kombination schon um 17:39 wieder zurück gefahren ist. So, hab ich dann einen Zug früher genommen und bin noch schnell im Shopping Center Pizza kaufen gewesen, nur leider hab ich den Ofen nicht anbekommen … Kann nur besser werden ...



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Kultur und viel Wasser (08.01.2011)

Der zweite Tag in Melbourne begann mit einem viel besseren Plan - und auch früher als der erste - am Federation Square.

TOP 1 auf der Agenda: The Australien Center for the Moving Image (ACMI)
Sehr witzig Ausstellung - auch interaktiv -, aber nichts wo man sich stundenlang aufhalten muss. Für mich eher etwas , um den Blick drüber schweifen zu lassen, als etwas was man genau nachlesen muss. Im Kino wurde noch "Hensel und Gretel" und das Märchen mit dem Fischer gezeigt - auch schön die Geschichten, die früher vorgelesen wurden mal verfilmt zu sehen.

TOP 2 und direkt nebenan: The Ian Potter Centre: National Gallery of Victoria
Im Erdgeschoss war eine Ausstellung mit Kunstwerken von Aboriginekünstlern, die sehr interessant war. Zu vielen Bildern gab es Erläuterungen. Ich hätte nie gedacht, dass ein paar wirre Linien so viel aussagen …
Die oberen Etagen fand ich allerdings nicht so prickelnd.

Also bin ich lieber an die frische Luft. Auf der Rückseite habe ich am Fluss eine kleine Pause eingelegt und den Plan für den Spaziergang "at the Waterfront" heraus gekramt. Bei strahlendem Sonnenschein einen kleinen Spaziergang am Yarra River zu unternehmen kann nicht schaden. Und unterwegs bin ich direkt am Museum of Immigration - TOP 3 meiner Agenda - vorbei gekommen. Ich also rein .

Die Ausstellung begann mit einem kleinen Film über die verschiedenen Hintergründe der Immigrationsgeschichte von Australien. Ein kleiner Appetithappen, der zu mehr einlud. Der nächste Raum stellte ein paar beispielhafte Immigranten und ihre Geschichten vor sowie auf einem Zeitstrahl die Geschichte Melbournes und Australiens. Gerade im Jahr 2010 angekommen viel der Strom aus. Alle Besucher wurden gebeten die Räumlichkeiten zu verlassen, aber es geht bestimmt bald weiter wurde uns versichert. Is klar … nicht mit mir. Die Zeit kann ich besser nutzen, dachte ich.

Daher habe ich einfach meinen kleinen Spaziergang am Wasser fortgesetzt. Der war allerdings zum Ende - also an den Docklands - eher enttäuschend und es wirkte eher so als wolle man zwingend ein paar Touristen in die Ecke bekommen. Auf dem Rückweg bin ich dann wieder am Museum vorbei, das aber mittlerweile ganz geschlossen war, wegen Strommangel … Ein Ersatzplan musste also her. Der Auf meinem Stadtplan schien der Rialto Tower ganz nah zu sein und lud zu einem Ausblick aus dem 55. Stockwerk ein … nur scheinbar nicht samstags - war alles dicht. Gut, bin ich eben mit der historischen Straßenbahn zurück zur Flinders Street Station gefahren und hab von dort den nächsten Spaziergang begonnen.

Arcades and Lanes war der Titel. Da laut Reiseführer Melbourne genau für diese Dinge famous ist, klang das sehr vielversprechen. Begann auch sehr schön, aber mit den Dingen, wie Degraves St., Block und Royal Arcades, die ich schon am Tag zuvor gesehen hatte. Die Nordschleife dieses Rundgang wirkte mal wieder so als wolle man unbedingt Touristen dahin locken - funktioniert ja auch wie man sieht ;-) In einer Straße gab es auch ein paar nette Restaurants. Mein Magen stieß einen Aufschrei aus und ich setzte mich in eins dieser Touriabzockrestaurants und fühlte mich mit meiner 15 AUD-Mini-Mikrowellen-Pizza und meinem 9 AUD- Bier wirklich abgezockt. Man lernt nie aus … nächstes mal nehme ich mir was für zwischendurch mit, damit der blöde Magen nicht so schreien kann …

Ab 6 Uhr war in den kleinen Gassen allerdings nichts mehr los. Selbst die kleinen Cafes, wo ich gehofft hatte noch ein Bierchen genießen zu können, waren schon zu. Eine kleine Herberge fand sich schon noch. Nach einem weiteren Bier habe ich mich dann auch auf den Rückweg gemacht.


Jup, hier gibt's Helmpflicht! Und man schwitzt verdammt doll unter diesen Dingern ...  aetzend!

Jup, hier gibt's Helmpflicht! Und man schwitzt verdammt doll unter diesen Dingern ... aetzend!


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"Just stay on the bike path …" (09.01.2011)

Scheiße, tut mir mein Arsch!!!! Von wegen "Just stay on the bike path …"

Aber fangen wir besser am Anfang der Geschichte an: Malvern East, Sonntagmorgen, 22°C, stark bewölkt. Perfektes Wetter für einen kleinen Ausflug mit dem Fahrrad in die City. Heath (HR Director bei Genereal Mills) hat mir am Freitag sein Fahrrad vorbei gebracht und mir den Tipp gegeben einfach mal die Innenstadt mit dem Fahrrad zu erkunden. Die City ist angeblich nicht so weit entfernt und der Fahrradweg, über den man dort hingelangt, soll auch sehr schön sein. Er sagte noch: "Just stay on the bike path …", dann kann man sich gar nicht verfahren. Ein weiterer Tipp war nach St. Kilda (ein Stadtteil im Süden mit Strandpromenade) runter zu fahren, wenn noch Zeit übrig bleibt.

Mein Plan Stand also! Die Strecke war auch wirklich sehr schön, nur habe ich statt der versprochenen 40 Minuten etwas mehr als 60 gebraucht. Ich schiebe es einfach mal auf den viel zu hoch eingestellten Sattel. Schon von weitem konnte man die Skyline mit dem Eureka Tower sehen, der das erste Ziel meiner Reise sein sollte. Am Yarra River entlang vorbei am Melbourne Park mit all den Stadien, bin ich schließlich am Ziel angekommen. Aus dem 88. Stockwerk konnte ich dann einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt genießen …

Aber es war erst Mittag. Ein kurzer Blick auf den Stadtplan zeigte mir den Weg in Richtung St. Kilda und schon eine halbe Stunde später konnte ich über das wunderschöne Pier schlendern. Am Ende des Piers leben in dem Wellenbrechern auch kleine 30 cm große Pinguine - voll süß!!! Nach einem kurzen Spaziergang am Strand entlang und über den Sonntagsmarkt, habe ich mich noch schnell im Vineyard mit einem Bier und bei McDonalds mit einem Bürger für die Rückfahrt gestärkt.

Auf einer kleinen Abkürzung bin ich direkt zum Yarra River gefahren, wo der Bike Path ist. Da er an der Stell auf beiden Seiten des Flusses verläuft, entschloss ich mich für die Seite, die ich noch nicht kannte. Und damit nahm das Drama seinen Lauf …
Plötzlich war der Fahrradweg zu Ende. Zuerst dachte ich kein Problem, fährst du einfachüber die Brücke auf die andere Seite , da wird der Weg wohl weiter gehen. Aber da war eine Autobahnauffahrt … nach kurzem warten bin ich einfach einem anderen Radfahrer gefolgt, nur war der leider viel schneller als ich und der Fahrradweg endete in einem Industriegebiet (da war an einem Sonntag natürlich nicht viel los …). Nach kurzer Irrfahrt hab ich mit Hilfe eines Autofahrers auch den Weg wieder gefunden, allerdings war ich bis dahin so orientierungslos, dass ich glatt in die falsche Richtung gefahren bin … die Strecke kam mir auch irgendwie bekannt vor … Also wieder zurück …

Irgendwo scheine ich dann noch mal falsch abgebogen zu sein, obwohl ich nur auf dem bike path geblieben bin!!! Jedenfalls bin ich irgendwie durch das wunderschöne Yarra Valley Tal gefahren. Leider konnte die Leute dort mir nicht so richtig sagen wie ich nach Hause kommen, so dass ich auch dort die verdammt steilen Hügel ein wenig hoch und runter irren musste. Irgendwann habe ich allerdings einen netten Retter gefunden. Der hat mich zu einer Brücke gebracht, mir von da aus den Weg durch mehrere Stadtteile erklärt und mich gezwungen die Straßennamen auswendig zu lernen, damit ich mich auch ja nicht mehr verfahre… Zu dem Zeitpunkt war ich schon zwei Stunden unterwegs und 35 Minuten später bin ich endlich an einem Bahnhof (die übrigens 3 Stationen hinter der Innenstadt liegt) angekommen. Vier Stationen später bin ich an "meiner" Station angekommen von der aus ich dann nur noch 2 km nach hause fahren musste.

Als ich völlig fertig und völlig am Ende in mein Haus gestolpert bin, hatte ich nur noch das starke Bedürfnis herauszufinden wie weit ich überhaupt gefahren bin an dem Tag: 22 km auf dem Hinweg und 20 km auf dem Rückweg (die Strecken, die ich doppelt gefahren und zurück gefahren bin, nicht mit eingerechnet) …


… und nun tut mein Hinter echt weh!!!!


Malvern East

Ein kleines Begruessungspaket. Die hatten glaube ich Angst, dass ich verhunger ...

Ein kleines Begruessungspaket. Die hatten glaube ich Angst, dass ich verhunger ...


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Mein erster Tag (09.01.2011)

Mein erster Tag bei General Mills war recht entspannt. Über den Bike Path bin ich morgens in die Firma. Leider hab ich sehr lange gebraucht, weil ich mich nicht verfahren wollte und an jeder Straße auf der Karte geschaut habe, ob ich wirklich noch auf der richtigen Strecke bin. Na ja, war dann mit duschen 10 Minuten zu spät bei meinem Termin mit Heath, aber egal. Ein kleiner Plausch über die Erlebnisse des Wochenendes und der nette Hinweis, dass ich mich nicht zu sehr in die Arbeit vertiefen soll, sondern mehr Wert darauf legen sollte die Menschen und die Firma kennen zu lernen - das sollte machbar sein!! :-)))

Da mir ca. 9 kg Essen geschenkt wurden, die ich schlecht auf dem Fahrrad mit nach hause bekommen hätte, wurde ich von Jen nach hause gefahren. Die Crispy Chicken Taccos habe ich abends auch gleich getestet. Auf der Anleitung stand, dass man das Fleisch und das Bröselzeug in eine Plastiktüte packen und herumschleudern sollte, damit auch das ganze Fleisch schön crispy wird. Nur hatte ich keine Plastiktüte. In Deutschland wird die mitgeliefert, aber hier scheinbar nicht … eine Mülltüte tats auch … lecker wars. Bei der Menge die man aus so einem Kit heraus bekommt, darf ich das auch noch die nächsten zwei Tage genießen … Ich werde erst mal andere Verpackungsgrößen vorschlagen …!


Saint Kilda

Am Strand findet man auch immer einpaar Leute mit denen man ein wenig kicken kann

Am Strand findet man auch immer einpaar Leute mit denen man ein wenig kicken kann


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Today it's not very hot (15.01.2011)

Heute Morgen habe ich erst mal lange telefoniert, da Oma Geburtstag hatte. Gratulieren und singen muss, ja sein, auch wenn man ein bisschen weiter weg ist.

Da das alles sehr lange gedauert hat. Bin ich entgegen meiner Pläne nicht in die City sondern an den Beach gefahren. Als ich angekommen bin, hat ein sehr witziger Australier direkt vor meiner Nase ein Fußballspiel organisiert … Da konnte ich nicht nein sagen … war schon sehr witzig mit denen zu zocken. Dadurch hab ich auch gleich ein paar Aussies kennengelernt. Mit dem einen lange am Strand gelegen und mich über dies und jenes unterhalten; den anderen habe ich beim Gehen wieder entdeckt auch mit ihm habe ich lange über die Reisemöglichkeiten in Australien geredet.

Zum Schluss habe ich noch einen Abstecher in das Hotel Esplanade gemacht, in dem ab halb sieben eine Live Band spielt. Dank Kopfschmerz bin ich aber nicht so lange geblieben.

Bis zum Duschen habe ich auch gedacht, dass mit dem Eincremen und der Sonne hätte ich abgesehen von meinem Fuß und der Schulter ganz gut im Griff gehabt. Beim Blick in den Spiegel konnte ich allerdings nichts Braunes sondern nur Rotes entdecken. Und das obwohl der eine Aussie noch sagte, dass es heute nicht sehr heiß ist - nur 28°C … kann nur besser werden.


Ein typisch australischer Sonntag (16.01.2011)

Heute war ich zum Brunchen verabredet. Ich hatte ja vorgeschlagen ein Bierchen trinken zu gehen, aber mein Begleiter wollte ja unbedingt frühstücken. Um 10:30h hat er mich also abgeholt und um 11h saßen wir in St. Kilda in einem sehr schönen Straßencafe. Frühstück war echt lecker und rye bread war mit Abstand das dunkelste Brot, das ich bisher verspeist habe. Um 12h waren wir dann fertig mit essen und zufällig war es dann auch schon Beer O'Clock. Eigentlich ist das immer erst um 16h, aber am Wochenende beginnt das schon um 12h. Nette Sitte!! :-) Kann ich mich wohl dran gewöhnen.

Danach ging es weiter auf die Chapel Street eine Einkaufsstraße mit vielen kleinen Cafes und Kneipen zwischen den Geschäften. Zuerst sind wir nur die Straße ein wenig hoch und runter geschlendert, haben uns dann aber relativ ausführlich einem großen Secondhand-Laden gewidmet. Dort gab es viele alte Schätzchen, viel Skuriles und ab und zu auch ein paar neuere Teile dazwischen. Zwischen den Geschäften gab es natürlich wieder ein Bierchen … Gefällt mir so ein typisch australischer Sonntag!! :-)

Dann war der Tag auch schon fast vorbei. Dank meiner streikenden Waschmaschine musste ich das erste mal in einen Waschsalon. Hab natürlich wie es sich gehört (kennt man ja aus Filmen) ein dickes Buch mitgenommen. Aber so viel konnte ich gar nicht lesen, weil die Wäsche schon nach einer halben Stunde fertig war...


Malvern East

My First Monthly Afternoon Drink (21.01.2011)

Den Tag heute habe ich eigentlich anders erwartet. Zum einen dachte ich, dass er wesentlich stressiger wird, was aber gar nicht so war. Alle ein wenig nervöser als sonst, aber sonst war nix.

Zum anderen war das allmonatliche come together nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte. Da mir erzählt wurde, dass der Großteil der Firma dann noch ein wenig länger bleibt und auch ein paar Bierchen getrunken werden, habe ich auch erwartet, dass der Spaß länger dauern wird, als eine halbe Stunde. Das Essen blieb auch länger stehen, aber der Kühlschrank wurde abgeschlossen … komische Sitten. Wenigstens konnte ich dann mal mit Ben plaudern, der mir so manche Erkenntnisse über den australischen Fußball beschert hat. Ich wusste z. B. nicht, dass es in Australien ganz häufig Vereine gibt, die Mannschaften mit nur einer einzigen ausländischen Nationalität haben, z. B. nur Mazedonier, Spanier, Türken, Griechen usw. Das führt dann dazu, dass nicht mehr die Clubnamen in den Sprechchören der Fans auftauchen, sondern es "Hellas! Hellas!" oder "Go Croatia" durch die Arena schallt. Bis vor 5 oder 6 Jahren gab es das gleich Phänomen im Profifussball, bis man die Liga reformiert hat. Jetzt geht’s dort wieder ganz normal wie in jeder normalen Fußballliga zu. Nur in den unteren Ligen gibt’s jetzt noch "Länderspiele" ...

Shoppen war ich auch heute noch ein wenig, hab aber nichts gefunden. Ist auch alles super teuer hier - trotz SSV und 70% Rabatt! Wenn einer jemand Birkenstock Schlappen für 340 $ haben möchte, kann er sich gerne bei mir melden!


Richmond


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Ein Tag bei den Australian Open - oder: If you're a Aussie and you know it clap your wings (22.01.2011)

Heute war Australian Open Tag. Wegen der üblichen Telefonate am Morgen und einem kurzfristigen Shoppingtrip, bin ich erst ziemlich spät angekommen - so gegen 14h. Da es aber ein langer Tag werden sollte, war das auch gar nicht so schlimm. Als ich dann endlich mit meinem Ground Pass das Gelände betreten hatte, habe ich mich nach einem Blick auf die Anzeigetafel entschlossen zunächst nicht das Gelände zu erkunden, sondern gleich zu einem Spiel zu gehen. Auf der Anzeigetafel sah es nämlich so aus, als wären in naher Zukunft viele Spiele zu Ende und ich wollte ganz einfach dann die Pause nutzen, um rum zu gehen. Daher habe ich mir zunächst ein Damenspiel angeschaut (dort gab es an den Eingängen keine Schlangen). War aber nicht so gut das Spiel, deswegen bin ich auch recht schnell zum nächsten Court weiter gegangen. Bemerkenswert an dem ersten Spiel war, dass Asiatinnen scheinbar keinen Unterschied zwischen Vor- und Rückhand kennen – die spielen einfach beides beidhändig … ich kenn mich da ja nicht so aus, aber es sieht schon komisch aus …!

Das zweite Match war ein echt spannendes Spiel zwischen Isner und Cilic. Insgesamt ging das über 5 Stunden, aber ich hab mir nur 2,5 davon angeschaut. War auch eine hammer Stimmung auf den Rängen. 5 Amis (als Tennisspieler verkleidet) haben dort ein wenig für Stimmung gesorgt und wurden irgendwann von der Security entfernt. Allerdings hatten sie zu dem Zeitpunkt schon die Sympathien des Publikums gewonnen, weshalb die Ordner mit Sprechchören aufgefordert wurden die Jungs dazu lassen. Hat nur nicht geklappt … ein paar Minuten später hat sich einer von denen wieder in die Arena durch einen anderen Eingang geschlichen, wurde aber sofort mit großem Applaus vom Publikum begrüßt, was ihm sichtlich peinlich war und weshalb er schon wieder während des Spiels - nur diesmal völlig schuldlos - für Unruhe gesorgt hat.

Da ich dort so lange geblieben bin und ich mich um 18h kurz für eine Stunde mit einer Arbeitskollegin (Linda) getroffen habe, habe ich es aber nicht geschafft so viel über das Gelände zu laufen und den Grand Slam Oval zu entdecken. Den Teil hab ich erst gesehen, als es schon dunkel war. Ab sieben waren nur noch in den drei großen Arenen spiele. Da ich in zwei davon nicht reindurfte hatte ich die Wahl zwischen Dameneinzel auf Leinwand oder Doppel live auf dem Margrete Court. Hab mich natürlich für letzteres entschieden, vielleicht auch, weil 2 Aussies gegen ein  deutsch-holländisches-Gespann angetreten sind. Der deutsche, Dustin Brown, war der einzige deutsch Vertreter, den ich an dem Tag entdecken konnte und das nicht gerade ein typischer Vertreter unseres Landes ;-) Die Arena war nicht voll, aber die Aussies verstehen es eine echt lustige Stimmung zu verbreiten. So ziemlich jedes Lied, das die australische Fankultur zu bieten hat, dürfte ich mittlerweile gehört habe. Von "Aussie, Aussie, Aussie!!! - Oi, oi, oi!!!" bis "If you're Aussie and your know it, and you really wanna show it clap your wings!!! Quak, quak!!" Das war mit Abstand das lustigste Spiel. Nadal gegen den 18-jährigen Tomic hab ich dann noch im Grand Slam Oval auf der großen Leinwand gesehen. Aber irgendwie waren alle Menschen dort schon ziemlich voll. So nüchtern war es da schon irgendwie komisch. Aber egal. Spannend war das Spiel allemal, da Tomic in zweiten Satz 4:0 geführt hat, aber Nadal hat doch schnell aufgeholt. Auf dem Rückweg bin ich dann mit der Arbeitskollegin gefahren. Zuerst mit der Tram zur Swan St (wo auch immer die ist) und dann mit dem Auto weiter heim. Sie zusammen mit ihren beiden Freundinnen ist schon die typische Hausfrauentruppe, aber war schon witzig ...


Belgrave


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Tony and the Puffing Billy (23.01.2011)

Heute stand mein erster Ausflug in die Region um Melbourne herum an. Auf dem Plan die Dandenong Mountains. Eigentlich sollte mich mein Plan erst zum Puffing Billy und dem Sherbrook Forest und anschließen über Upper Ferntree Gully zum Dandenong National Park und dem William Rickets Sancturay führen. Ein paar Busprobleme (den ersten verpasst und von dem zweiten die Haltestelle nicht gefunden und deswegen mit dem dritten Bus über einen kleinen Umweg dort angekommen) haben dafür gesorgt, dass ich erst um 13:30h in Belgrave angekommen bin.

Der nächste Puffing Billy sollte um 14:20h abfahren. Daher habe ich mir erst ein Ticket gekauft und dann die Zeit genutzt, um in den Sherbrook Forest zu gehen. Der sollte laut Reiseführer nur 1km entfernt sein. Dass es diesen einen Kilometer nur bergauf geht mit 23 % Steigung, hat natürlich keiner vorher angekündigt!! Oben angekommen bin ich ein kleines Stück auf dem Wanderweg in den Wald gegangen. Flip Flops sind allerdings nicht das geeignetste Schuhwerk und so viel Zeit hatte ich ja auch nicht … ich musste ja mit meinem Puffing Billy fahren.

Am Bahnhof angekommen habe ich natürlich wie die ganzen Chinesen erst mal dutzende Fotos geschossen und schießen lassen - von Tony dem Lokomotivführer! Da ich so alleine unterwegs bin, hat er mir versprochen mich in Lakeside in seine Lok einzuladen. Die Fahrt war ansonsten sehr schön. Beim Ausblick haben die in ihrem Prospekt vielleicht hin und wieder ein wenig bis stark übertrieben, aber das kann ja mal passieren. In Lakeside angekommen durfte ich die versprochene kleine Fahrt in der Lok wahrnehmen, allerdings nur bis zum Wassertank - also nur 30 m. War trotzdem nett und der Lokomotivführer Tony sehr lustig.

Als ich den Bahnhof in Richtung See verlassen habe, traute ich meinen Ohren kaum. Neben der Station war ein Modelleisenbahnmuseum (angeblich das größte der Welt, was ich mir bei der kleinen Bretterbude nicht vorstellen konnte), aus dem Heintje und Roy Black schallten. Welche Auswanderer haben denn da bitte die letzte Schallplatte vor 20 Jahren gekauft??!?!??!

Die Gegend um den See herum war nett gemacht. Auf dem See konnte man Tretboot fahren und gleich dran angeschlossen war ein Pool. Weiter oben war noch ein Spielplatz und ein Gym und überall um den See herum verteilt waren kleine Picknickplätze - teilweise auch mit Gasgrill!

Die Rückfahrt sollte eigentlich entspannt werden (man hat ja alles schon gesehen), aber die jüdische Großfamilie, die mich schon den ganzen Tag verfolgt hat, hat sich wieder um mich herum gescharrt. Leider haben sie diesmal angefangen zu singen … lustige Lieder waren nicht so viele dabei und das Wort Schalom kann ich auch nicht mehr hören!!!


Malvern East


Melbourne


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Australia Day ich komme (26.01.2011)

eute ist Australia Day, also Feiertag. Das Ziel für heute ist mal schauen, was die Australier denn an so einem Tag so alles treiben. Deswegen habe ich mich schon um 10:30 Uhr vor der Town Hall zum Flaggenhissen eingefunden. Die ganze Zeremonie war wohl ganz nett, aber auch nicht berauschend. Die Reden hat man gar nicht gehört, weil die Mikros viel zu leise gestellt waren (vielleicht war es ja auch Absicht, weil man sich den Schwachsinn der Politiker nicht antun wollte ... den Rest konnte man auf jeden Fall verstehen ...) Vor der Bühne stand ein kleines (!) Aufgebot von allen möglichen "Streitkräften" und später gab es noch eine Parade, bei der sich alle möglichen Communities aus Melbourne präsentieren durften. Da war wirklich alles dabei! Deswegen war die Parade auch nur teilweise gut, na ja sagen wir mal in Ordnung. Die Chinesen, Thais und Co. waren schon mit Abstand die größten Gruppen, die sich auch wirklich Mühe gegeben haben was Kostüme, Musik und Performance angeht. Aber dann gab es auch wieder Gruppen, die einfach nur ein Banner dabei hatten - keine Kostüme, keine Musik, also einfach nur ein paar normale Spaziergänger mit Banner in der Hand. Was das soll weiß ich nicht... und was der Star Trek Fan Club dazwischen zu suchen hat ist mir auch noch nicht so ganz aufgegangen. Unterm Strich war es ganz nett gemacht und die Aussies mochten das Spektakel!
 
Was mir natürlich keiner vorher gesagt hat, was aber der weitaus spannendere Teil war, war das Fest im Royal Botanic Garden. Die ganzen Communities, die an der Parade teilgenommen haben (und auch noch ein paar andere Vertreter), hatten dort Stände aufgebaut, um sich zu präsentieren . War alles sehr nett gemacht und für Familien bestimmt super, da es fast an jeden Stand kostenlos Möglichkeiten gibt die Kinder zu bespaßen (Fechten, GoKart, Holzschnitzen, Trambolin, Fußball, Kletterparcours der Pfandfinder usw.). Die Eltern stehen natürlich dann stolz mit ihren Fotoapparaten daneben und schießen vergnügt Fotos, treffen sich zum Picknicken mit anderen und betrinken sich ganz gemütlich oder sie lauschen den Livebands und betrinken sich dabei.
 
Alleine ist das allerdings nur so ein mittelmäßiges Vergnügen. Bin da ein wenig rüber geschlendert, hab mir die Ausstellung der Oldtimer und das Woodchopping angeschaut und bin danach noch mal zum Immigration Museum geradelt, das ich letztes Mal so abrupt abbrechen musste. Danach bin ich zum Queen Victoria Nights Market gefahren. Das ist eine große Halle, in der an 5 Tagen die Woche Vormittags Markt ist. Mittwochs ist dort allerdings immer Night Market, d.h. Live Musik, verschiedene Stände zum Shoppen (wie das eben so auf einem Markt ist) und ganz viele Fressbuden aus über 30 Ländern. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch gleich mal Krokodil, Emu und Känguru probiert.


Sorrento

Mit den Kollegen bin ich geschwommen!

Mit den Kollegen bin ich geschwommen!


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Delphine haben also auch gerne Spass ... (29.01.2011)

Heute war der Tag an dem ich das erste mal mit einer geführten Tour unterwegs war. Das Ziel der Reise: die Monington Peninsulas (Gebiet östlich der Port Phillip Bay) und insbesondere Sorrento, wo wir mit den Delphinen schwimmen wollten.

Um 7:30 Uhr ging es an dem Sammelplatz in der Innenstadt los (was für mich ganz nebenbei bemerkt 5:15 Uhr aufstehen bedeutete!). Von dort aus sind wir zunächst auf einen kleinen Berg gefahren, von dem aus man eine wunderschöne Aussicht auf die Port Phillip Bay hat. Von dort aus konnte man auch Safety Beach sehen. Wie uns der Reiseführer wissen ließ, hieß dieser Strandabschnitt früher Shark Bay. Da sich dieser Name allerdings nicht so positiv auf die Grundstückspreise ausgewirkt hat, wurde eine Namensänderung beschlossen.

Weiter ging es dann zum Port Nepean National Park, der in der östlichen Spitze der Port Phillip Bay liegt. Dort sind wir mit einem kleinen „Train“ der eigentlich eher ein Trecker mit Anhängern war durch den Park gefahren. Leider durften wir aus Zeitmangel nirgendwo aussteigen, um uns ein paar Sachen näher anzuschauen, aber ich bin mir auch nicht sicher, ob man zum Beispiel beim näheren Erkunden der alten Quarantäne Station so viel spannenderes hätte sehen können. A Port Nepean haben wir dann allerdings doch eine kleine Pause eingelegt, um ein paar Fotos zu machen.

Danach ging es endlich nach Sorrento, wo wir noch ein kleines bisschen auf das Motorboot warten mussten, bevor wir auf Delphinsuche gegangen sind. Als wir sie endlich gefunden hatten und die erste Gruppe bereit war ins Wasser zu gehen, kam allerdings eine Fähre vorbei und die Delphine verschwanden mit eben dieser Fähre. Nach einer kurzen Verfolgung wurde uns dann allerdings erklärt, dass Delphine gerne in den Wellen der Schiffe mit schwimmen, da das für die ungefähr genauso lustig ist, wie für Menschen surfen ... grrr Mit mir hätten die dämlichen Viecher auch Spaß haben können ... Da der Teil des Programs ins Wasser viel sind wir weiter gefahren, um uns in Hafennähe die einheimischen Fischsorten beim Schnorcheln anzuschauen. Und anschließend haben wir dann auch noch die Seehunde besucht. Die langen mitten in der Bay faul auf einem Turm herum, sind zwischendurch ins Wasser geplumpst, sind zwischen uns herum geschwommen oder haben sich wie richtige Hunde mit der Schwanzflosse unter Wasser am Kopf gekrault. Das sah süß aus!


Insgesamt war der Tag sehr amüsant, allerdings würde ich glaube ich beim nächsten mal ein Auto mieten (öffentliche Verkehrsmittel fahren von da aus nicht) und das Schwimmen mit den Delphinen direkt bei dem entsprechenden Unternehmen buchen.


Melbourne


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Mal ein voellig entspannter Tag (30.01.2011)

Heut ist mein Geburtstag, darum feiern wir ...

Morgens halb zehn in Australien, also halb zwölf in Deutschland. Nachdem ich schon einem kurz in meinen Geburtstag nach australischer Zeit rein gefeiert habe, hatte ich vor auch nach deutscher Zeit noch einmal rein zu feiern. Man gönnt sich ja sonst nichts! Bei einem gemütlichen Sektfrühstück mit Rührei habe ich dann um 10/12h mit meinem Skypegästen angestoßen. Blöderweise mussten die nur irgendwann ins Bett.

Um ja keinen Hektik an diesem 40 Grad warmen Tag aufkommen zu lassen bin ich erst mal in das nahegelegene Oeakleigh Recreation Center gefahren (man könnte auch Badeanstalt sagen), um mich dort ein wenig an den Pool zu legen. Dort angekommen konnte ich auch gleich bei einem Sprung ins Wasser feststellen, dass einem 30 Grad warmes Wasser durchaus sehr kalt vorkommen kann.
Ein Weile später hatte ich dann genug vom Faulenzen und bin schon etwas früher als geplant in die City bzw. nach St. Fitzroy gefahren. Dort bin ich ein wenig über die Einkaufstrasse und durch die Geschäfte geschlendert und habe mir zum Schluss ein verspätetes Mittagessen gegönnt.

Danach habe ich mich auf den Weg gemacht in Richtung Docklands gemacht, von wo aus meine Moonlight Kayak Tour starten sollte. Mit ein paar Hindernissen (die Tram meiner Wahl fuhr nicht mehr; Straße, die mich ans Ziel führen sollte, war gesperrt und es war keine Umleitung ausgeschildert) habe ich um Punkt 19 Uhr Shed 2 an der North Wharf Road erreicht. Nach einer kurzen Einweisung durch den Guide (Kent), wurde mir mein Partner für den heutigen Abend zugewiesen: Drew. Ein lustiger Amerikaner, der versucht alle Kontinente zu bereisen bevor er heiratet.

Zunächst sind wir ein wenig durch die Docklands gefahren, wo Kent unsere Manövrierfähigkeit auf die Probe gestellt hat. Am Ende der Docklands war eine kleine „Fishbar“, von der wir Fish’n’Chips (bzw. Salat) ins Boot geliefert bekamen. Frisch gestärkt ging es danach weiter den Yarra River hinauf in Richtung Innenstadt und während wir gemütlich dort hoch paddelten ging so langsam die Sonne unter und die Lichter der Stadt flammten auf. Wirklich wunderschön!
Anschließend bin ich mit Drew noch ein Bierchen trinken gewesen. Eigentlich wollten noch zwei andere mit, aber die haben wir irgendwo verloren. War noch ein sehr lustiger Abend, aber um 23 Uhr musste ich dann auch langsam einen der letzten Züge in Richtung Malvern East erwischen.

Als ich dann zuhause war, konnte ich mich auch noch über die vielen SMS und Mails freuen, die ich bekomme habe. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die mir gratuliert haben!


Malvern East

Pocket Rocket - Wer weiss was es ist?

Meine liebe cubical partnerin Angela benutzt sehr gerne australische Redewendungen, die ich natuerlich alle nicht kenne. Daher hat sie mir diese Woche ein Aussie Slang Book mitgebracht. Neugierig wie ich bin habe ich das Ding zuhause ein wenig durchgeblaettert.

Spaeter bin ich dann zum Einkaufen gegangen. Auf meinem Weg in den Supermarkt ist mir dann ein Werbeplakat fuer ein Deo ueber den Weg gelaufen. Der Name des Deos: Pocket Rocket!

Damit war ich verwirrt. Hatte ich den Namen nicht eben noch in meinem Buch gelesen mit einer voellig anderen Bedeutung?!?!? Diese Verwirrung musste ich dringend klaeren! Mit dem Einkaufen habe ich mich also beeilt und schnell in dem Aussie Slang Book den Ausdruck nach geschlagen. Und da stand es schwarz auf weiss: Pocket Rocket = Penis. Nicht gerade ein guter Name fuer ein Deo ... daher war ich noch mehr verwirrt als vorher!!!

Also blieb mir keine andere Wahl als die Aussie Slang Expertin Angela mit meinem Problem zu konfrontieren. Sie hat mir gleich versichert, dass die Bedeutung aus dem Buch falsch ist, obwohl ihr erster Versuch mir die richtig Bedeutung zu erklaeren nicht gerade gluecklich war: "it's something small and upcoming". Also doch die Bedeutung aus dem Buch?!?!?!?! Der Vergeich mit einem kleinen Basketball Player, der aufgrund seiner Leistungen aus seinem Team heraus ragt, hat mir dann doch schon eher geholfen.

Aber irgendwo her muss der Autor des Buches seine Erklaerung fuer den Begriff Pocket Rocket ja haben ...


Mount Dandenong


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Das erste Mal auf der falschen Seite (04.02.2011)

Welch eine Überraschung mein Geschenk ist heute nur mit einer Woche Verspätung angekommen. Da Stand es auf ein mal an meinem Platz … Da waren ein paar schöne Erinnerungen an die Heimat drin: Brot, Schokolade, Brotsticks, eine Glückskerze und Wein. Aber nicht irgendein Wein! Kennt ihr Gaul???? Da schaut mal besser gleich nach was das für ein edler Tropfen ist!

Heute war auch der Tag an dem ich ein Auto für ein Wochenende bekommen sollte. Mit so einem fahrbaren Untersatz ist auch alles gleich viel einfacher, wenn man sich denn dran gewöhnt hat das alles auf der falschen Seite sitzt. Ich muss zugeben, dass ich des Öfteren den Scheibenwischer anstatt den Blinkers betätigt habe … na ja, klare Sicht hatte ich so jedenfalls. Da ich mich vor der längeren Fahrt am Samstag (nur Geduld ihr lest es gleich) schon mal an den Wagen gewöhnen wollte, bin ich in die Dandenong Mountains gefahren. Dort bin ich ein wenig durch den National Park gefahren, war im William Ricketts Sanctuary (nichts sonderlich berauschendes, aber ein paar nette Figuren, die sich aber auch alle sehr ähnlich sehen … ) und habe danach die Aussicht vom Sky High genossen. Leider war es sehr bewölkt, weshalb man die City auf den Fotos nicht erkennen kann.

Nach meiner Rückkehr wollte ich noch schnell einkaufen gehen doch mittlerweile hatte es angefangen zu Regnen. Ich dachte so ein hartgesottener Münsteraner wie ich könnte die paar Meter durch den Regen laufen. Als ich aber den ersten Schritt aus der Haustür gemacht habe, stand meine Einfahrt und die Straße schon unter Wasser. Mit den nassen Füßen bin ich dann lieber mit dem Auto gefahren. Am Shopping Center war das untere Parkdeck allerdings auch schon fast komplett überschwemmt. Dabei hat es gar nicht so doll geregnet! Die können hier auch nichts ab ...


Torquay


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Go Ride A Wave (05. + 06.02.2011)

Das Motto dieser beiden Tage, war auch gleichzeitig der Name meiner Surfschule … ja ihr habt richtig gelesen: Surfschule! Habe mich tatsächlich getraut den Kampf mit den Wellen anzunehmen und für zwei Tage einen Surfkurs gebucht.

10 Uhr sollte es losgehen, allerdings in Torquay und nicht in Melbourne. Nach 1,5 Std. Fahrt mit kleineren Hindernissen (überschwemmte Autobahn) bin ich in dem berühmt berüchtigten Surfer Paradies angekommen. Nur noch schnell einen Wet Suit an, das Foam Board (richtig, Schaumstof-Anfänger-Board, damit Dussel wie ich es auch mal schaffen auf einer Welle zu stehen und sich nicht gleich alles weh tun, wenn ihnen das Board auf den Kopf knallt) zum Strand getragen und dann ging es nach einer kurzen Einweisung auch schon los! Also, ab ins Wasser die erste Welle anwisiert, los gepaddelt und aufgestanden!!! Da war ich so überrascht, dass ich gleich mal runter gefallen bin … Leider hat das nicht die ganze Zeit so gut geklappt, aber größtenteils hab ich es schon geschafft zu stehen! Kein Wunder bei den (für Anfänger) perfekten Bedingungen am Samstag.

Am Sonntag sah das dann schon wieder anders aus. Der Wind war wesentlich stärker und die Wellen leider auch wesentlich größer (vor allem wesentlich größer als ich). Da war der Kampf gegen die Wellen, um ins Meer hinaus zu gehen wesentlich anstrengender als alles andere. Kaum hat man drei Meter zurück gelegt wurde man (äh ich) schon wieder zwei Meter zurück geworfen. Da ich beim besten Willen nicht so weit rausgekommen bin, habe ich mich dann meistens mit den kleineren Wellen begnügt … Ein Vergnügen waren die zwei Stunden allerdings nicht. Trotz Foam Board hatte ich am Ende diverser blaue Stellen (Flecke wäre jetzt von der Fläche her ein wenig untertrieben) im Bauch-Brust- und Arm-Bereich. Wahrscheinlich sollte ich mich demnächst vorher einfach mal besser über die Bedingungen erkundigen … Hinterher ist man immer schlauer und bei guten Bedingungen macht das Ganze ja auch Spaß!


Malvern East

Ein neues Gesicht! (07.02.2011)

Nun bin ich nicht mehr allein in der Huette. Joy ist da!!

Joy ist meine kleine chinesische Mitbewohnerin, die letztes Wochenende eingezogen ist. Sehr witziges Maedel!!!


Melbourne

Blind Date (11.02.2011)

Heute habe ich das erste blind date meines Lebens, aber nicht das was ihr jetzt denkt. Den jungen Mann, den ich heute treffen werde habe ich in einem Reiseforum kennengelernt. Da er seit Mittwoch in Melbourne ist, haben wir beschlossen uns kurzfristig in der Stadt zu treffen, um etwas zu essen und ein paar Bier zu trinken. Gegessen haben wir dann in Chinatown, was auch sehr lecker und nett war.

Danach haben wir uns dann auf die Suche nach einer anständigen Bar gemacht. Auf unserem Weg sind wir auch schnell fündig geworden. Den Namen habe ich vergessen, aber man konnte sehr schön draußen sitzen. An unserem Tisch saßen auch noch zwei völlig betrunkene Australier, die das starke Bedürfnis hatten sich mit uns zu unterhalten. War auch recht witzig. Schon alleine denen zuzuhören war sehr lustig! Wir haben allerdings auch schnell gemerkt, dass man sie nicht mehr allzu ernst nehmen sollte. Als wir nach einem Kneipentipp gefragt haben, hat der eine Typ uns doch glatt in die falsche Richtung geschickt. Gott sei dank hat der andere das noch gemerkt, als er vom Bierholen wieder gekommen ist.


Mit der richtigen Wegbeschreibung im Gepäck haben wir uns eine Pintlänge später auf den Weg zum Geheimtipp "Pony" gemacht. Leider war der Tipp so geheim, dass wir scheinbar die einzigen waren, die das kannten. Nebenan war aber noch eine Bar mit Liveband, in die wir sofort rein gestürmt sind. So viel hatten wir von der Band dann allerdings auch nicht mehr, da die gefühlte 30 Sekunden nach dem wir das Bier in der Hand hatten, die Sachen gepackt haben. Das hat wohl nicht so gut geklappt … Aber wir haben dort noch eine recht nette Backpackerrunde kennengelernt, so dass wir dann doch noch geblieben sind bis mein letzter Zug in Richtung Malvern East abgedampft ist.



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"You can't stop the beat" - Hairspray das Musical (12.02.2011)

Das Musical Hairspray stand für heute Nachmittag auf dem Programm. Vorher bin ich mit Sascha aber noch in Chinatown essen gewesen - lecker chinesisch! Die asiatische Küche ist hier einfach billiger als das westliche Essen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die sich nicht so sehr um den Erhalt ihrer Einrichtung kümmern. Da kann es schon mal passieren, dass man auf der Toilette ein 1m² großes Loch in der Wand vorfindet, das notdürftig mit einem Karton verdeckt wird. Aber das ist ja alles nur nebensächlich - Hauptsache es schmeckt!

Das Musical selbst findet ganz in der Nähe im alten denkmalgeschützten Princess Theater und somit in einem seeeehhhhr edlen Ambiente statt. Das Musical ist absolut empfehlenswert. Gute Music, gute Schauspieler und besonders witzig waren die Requisiten. Als Hintergrund fungierte ein riesiger dreiteiliger Monitor, auf dem im Comicstyl die Umgebung dargestellt wurde und mit dem die Schauspieler interagieren konnten. Wollte z. B. jemand ein Fenster öffnen, musste derjenige nur die entsprechende Bewegung vor der passenden Stelle am Monitor machen und das Fenster öffnete sich. Sehr witzig!

Witzig war auch das ganze Muscial - hin und wieder auch unabsichtlich. In den ersten Reihen vor der Bühne saß irgendwo ein kleines Kind. Während eines ziemlich romantischen Liedes (gut es war mit ein paar witzigen Einlagen gespickt) hat das Kind für das ganze Theater hörbar so laut und schrill an den unpassendsten Stellen gelacht, dass jeder (inklusive der Schauspieler!) ebenfalls Lachen mussten. Das ganze Lied hat sich somit ein wenig verzögert und man selbst von ganz oben aus gesehen wie sehr die Schauspieler mit sich kämpfen mussten, um diese romantische Szene weiter fortzusetzten.


Yarra Glen


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Ein Besuch des wunderschönen Yarra Valleys (13.02.2011)

In einem Punkt waren sich alle Kollegen einig: Das Yarra Valley und die dort ansässigen Weingüter muss man unbedingt gesehen haben. Allerdings war man sich nicht so ganz einig, wie man den Besuch am Besten organisieren sollte. Die eine Fraktion war der Meinung, dass man sich einen Einheimischen schnappen und sich von ihm die Gegend zeigen lassen sollte. Ein Abstecher zur Healsville Sanctuary war dabei natürlich auch Pflicht. Die andere Fraktion war der Meinung, dass man sich einer geführten Tour anschließen sollte, um sicherzustellen, dass man sich ordentlich betrinken kann. Während die eine Hälfte die Schönheit der Landschaft und die Flexibilität in die Diskussion einbrachte, verglich die andere Hälfte den Ausflug eher mit einem All-you-can-eat-Buffet („Why do you go to the Yarra Valley? Because you want to get drunk! You don’t go to a buffet only to watch the food. You want to eat it!). Da die beiden Kolleginnen, die mich begleiten wollten keine Tour buchen, sondern selber fahren wollten, war es nun an mir zu beweisen, dass man die Schönheit der Landschaft mit den Freuden eines Buffets kombinieren kann.

Um 9:30 Uhr startete das Experiment als Amy mich zuhause abgeholt hat. Von dort aus sind wir weiter gefahren zu Linda nach Ferntree Gully (Den fleißigen Lesern dieses Tagesbuches sollte der Name entfernt bekannt vorkommen, da es der Nachbarort von Upper Ferntree Gully in den Dandenong Mountains ist.). Linda hat von da aus dann das steuer übernommen und uns sicher ins Yarra Valley gefahren. (Die aufmerksamen Leser werden feststellen, dass dieses Experiment mit zwei Fahrern unter ziemlich schweren Bedingungen stattgefunden hat!)

Um 11 Uhr, also nur eine Stunde später, haben wir auch schon gleich die erste Brauerei (Coldstream) auf dem Weg entdeckt. Das Beertasting-Angebot klang vielversprechend, nur leider hat sich die gute Dame hinter dem Tresen mehr der männlichen Reisegruppe als uns gewidmet. Wenn die gewusst hätte, was ich für einen Brand hatte (und dass ich Deutsche und nicht Australierin bin), hätte die das nicht gewagt!!!

Immer noch durstig sind wir dann wieder aus dem Laden raus und 100 m weiter zur ersten Weinprobe gegangen. Als ich die ersten vier Sorten hinter mir hatte, habe ich mich das erste Mal gefragt, wie mein armer Kopf dieses ständige Hin und Her zwischen Weißwein, Rotwein und Bier aushalten soll, aber diese bösen Gedanken habe ich dann auch gleich auf den nächsten Tag geschoben ... Bloß nicht unnötig sorgen machen! Die erste Station war schon mal lecker, aber kein richtiges Weingut. Potenzial war also noch da.

Über ein weiteres Weingut, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe (war aber lecker!), sind wir weiter zu einer kleinen Brauerei, in der es sogar Weißbier gab. Das Bier wurde netterweise in zu groß geratenen Schnapsgläsern zusammen mit einer Erläuterung der einzelnen Biersorten serviert – ein wenig Bierkunde kann nie schaden. Da meine beiden Kolleginnen ja auch unbedingt beide fahren wollten, haben beide nur genippt und ich durfte die Reste trinken. J

Die nächste Station war schon der Höhepunkt unserer Reise: Domain Chandon! Berühmt für den absolut besten Sekt Australiens – ist ja klar, dass ich mich da erst mal selber von überzeugen muss. Darauf musste ich jedoch noch ein kleines bisschen warten, da wir gerade als wir den Eingang betreten haben in eine Führung rein gestolpert sind. Na gut, ein wenig Kultur muss ja auch sein und interessant war es auch. Danach ging es aber ganz schnell in den Tastingroom wo 12 verschiedene Wein-/Sektsorten zwischen 30$ und 40$ pro Flasche auf mich gewartet haben. Meine Kollegin wollte doch tatsächlich oben links Anfangen und von jeder Sorte nur einen probieren ... ich dagegen hatte da einen anderen Plan: erst mal aus jeder Gruppe die zweitteuerste Sorte dann die teuerste. Man bekommt doch eh immer nur ein kleines Glas, da muss man nehmen was man kriegen kann! und so teure Sorten werde ich so schnell nicht wieder erleben!

Nach einem leckeren Mittagessen im Sonnenschein mit Blick auf die wunderschönen Weinberge haben wir uns aufgemacht in Richtung Healsville Sanctuary. Dort kann man viele einheimische Tierarten betrachten und ggf. auch streicheln. Zunächst habe ich bezweifelt, dass sich auch nur ein Tier nähert bei meiner Fahne, aber ich durfte tatsächlich ein Kangaroo streicheln! Voll toll! J Dort gab es so viel zu sehen, dass wir den Zoo erst eine halbe Stunde nach Schließung verlassen haben. War schon ein wenig unheimlich so ganz allein!

Abgerundet wurde der Tag noch mit einem Dinner bzw. Tea bei Linda zuhause. Ob das Experiment (Schönheit der Landschaft mit den Freuden eines Buffets kombinieren) geglückt ist? Teils, teils. Ich glaube mit einem Fahrer weniger kann man ein noch besseres Ergebnis erzielen, aber alles in allem war es doch ein super Tag!


Malvern East

Auf einmal waren sie alle da ...! (14.02.2011)

Seit dem letzten Wochenende habe ich nun insgesamt 5 Mitbewohnerinnen!!

Da kommt man aus der City wieder nach hause und findet auf einmal eine unbekannten Kopf im Fenster! Surprise, suprise! Meine Vermieterin hat mich selbstverstaendlich nicht darueber informiert, dass zwischen Freitag und Samstag 4 neue Mitbewohnerinnen einziehen.

Nun habe ich auf jeden Fall genug gesellschaft und super nett sind sie auch noch alle obendrein.


Sovereign Hill


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Ein Familienausflug nach Ballarat (19.02.2011)

Ballarat ist eine der ersten Goldgräberstädte in der Region um Melbourne gewesen und hat somit wesentlich zur Entwicklung der Stadt beigetragen. Daher darf natürlich eine Ausflug in diese Region nicht fehlen! Ziel der heutigen Reise: Sovereign Hill. Eine Nachbildung einer alten Goldgräberstadt von 1850. Mit dabei: Felix, Joy und ich.

Joy hat sich wie ein Kind auf den Tag in Ballarat gefreut und hat sich prompt mit den Worten "ich bin heute das Kind, also sitze ich hinten" auf die Rückbank verzogen. Da lag natürlich die Frage nahe, ob das ein Familienausflug ist und ich die Mutter bin (zu dem Zeitpunkt saß ja sonst noch keiner im Auto) … seit dem nennt sie mich nur noch Mum … man macht eben hin und wieder Fehler!

Nach 1,5 Stunden fahrt waren wir da. Der Eintritt 32,80$ (mit concession card) war nicht ohne, dafür musste schon einiges kommen. In dem Dorf gab es alles, was es 1850 wahrscheinlich auch gab: von den schönen Hütten der Engländer über Einkaufsläden, Postamt, Schule und Theater bis zu den Zelten der chinesischen Einwanderer. Insbesondere in dem chinesischen Teil des Dorfes konnte man viel über die geschichtlichen Hintergründe erfahren. In den anderen Teilen nicht so. Insgesamt war es schon mal ganz nett zu sehen, obwohl das Preis-Leistungsverhältnis nicht so ganz stimmt. Ist vielleicht auch eher was für einen Familienausflug, obwohl wir den ja eigentlich hatten …

Zurück in Melbourne haben wir uns in der Lygon Street bei einem Inder noch etwas zu essen gegönnt. Da der Typ seinen Laden gerade erst neu aufgemacht hat (haben wir erst später erfahren, wobei sich mir dann auch die Frage stellt, von wem er zum besten Inder der Stadt gewählt wurde (stand auf seinem Werbeschild!)), waren wir die einzigen Gäste in dem ganzen Restaurant. Für einen Gastronomen, der Laufkundschaft anziehen will, ist das natürlich nicht besonders gut. Daher hat er sich ganz viel Mühe gegeben uns noch ein bisschen länger am Tisch zu behalten z. B. mit einem Nachtisch umsonst :-) Auch wenn sein Werbeschild nicht echt ist und er nicht der beste Inder der Stadt ist, gut war das essen auf jeden Fall und nett waren sie dort auch!


Torquay


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Viele Wellen, noch mehr Wind und lecker Essen (20.02.2011)

Surfen ist schon wirklich eine schöne Sache. Deswegen habe ich mich noch mal in die Wellen getraut. Allerdings war es diesmal sehr windig und ich habe es kaum geschafft das Board an den Strand zu tragen. Im Wasser wurde ich auch dauernd abgetrieben. War ganz schön anstrengend!!! Und so richtig gut konnte man auch keine Fortschritte machen bei diesen Bedingungen. Wenigstens habe ich es geschafft eine weitere Person für diesen Sport zu begeistern: meine liebe Mitbewohnerin Miriam!

Anschließend sind wir nach Melbourne zurück gefahren und haben uns mit Joy und ihren Arbeitskollegen in Coburg zum BBQ getroffen. Dort habe ich dann das erste mal ein typisch australisches BBQ kennengelernt. Was typisch australisch ist? 1. Total oversupply of food! Wir waren 10 Leute und das essen hätte locker für 30 gereicht… 2.Fleisch in rauen Mengen! Ein wenig (!) Brot und noch weniger Salat (der von den meisten noch nicht mal angerührt wurde) gab es und ansonsten nur Fleisch. Ein Vegetarier wäre verhungert. 3. Ganz viel Lamm … aber das war vielleicht auch nur typisch für die Truppe …
Oh, eins hätte ich fast vergessen. Heute habe ich ein ganz tolles neues Wort gelernt: Chicketerian! Was das ist? Das ist doch wohl einfach zu erraten … natürlich ein Vegetarier, der Chicken ist!


Melbourne

Queens Victoria Night Market (23.02.2011)

Kurz vor Ende der Saison wollte ich dann doch noch mal auf den Queens Victoria Night Market. Diesmal war es auch wesentlich voller als beim letzten Mal. Lag wahrscheinlich daran, dass es letztes mal das erste und dieses mal fast das letzte mal war.

Wie immer viel die Wahl zwischen den vielen kulinarischen Genüssen schwer und wurde dieses mal eher durch die Länger der jeweiligen Warteschlange beeinflusst. Neu für mich war auch die Bühne draußen, wo eine Cover Band aufgetreten ist. Vielleicht lag es daran, dass bei meinem ersten Besuch Australia Day war oder dass es einfach die erste Veranstaltung war ... Man weiss es nicht!


Malvern East

Ein bisschen witzig sind die Australier ja schon (25.02.2011)

Was passiert, wenn man die Monthly Afternoon Drinks mit Launch eines neuen Nature Valley Produkts und einer Kooperation mit dem australischen Surfverband verbindet?

In Australien kommt dann win witziges Fotoshooting auf einem Surfboard und ein verdammt leckeres BBQ dabei herau. Getraenke selbstverstaendlich inklusive. So kann es weiter gehen ;-)

Das witzigste Foto gewinnt uebringens ein Nature Valley Surfboard. Die Entscheidung steht noch aus ... ;-)


Penneshaw


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2 Days Kangaroo Island Adventure (25. - 28.02.2011)

Wenn man drei Monate in Melbourne bleibt, muss man natürlich Melbourne City und die Umgebung erkunden. Mann sollte aber nicht vergessen, dass man trotz der großen Distanzen in Australien auch am Wochenende ein wenig weiter weg reisen kann. In erreichbarer Ferne von Melbourne aus gesehen liegt 112 km südlich von Adelaide eine der schönsten Inseln Melbournes: Kangaroo Island.

Kangaroo Island ist 145 Kilometer lang, zwischen 900 Metern und 57 Kilometern breit und hat 509 Kilometer Küstenlinie (entspricht ca. 1% der Küstenlinie Australiens). Sie ist mit einer Fläche von 4405 Quadratkilometern Australiens drittgrößte Insel nach Tasmanien und der Melville-Insel. Auf ihr leben rund 4250 Menschen, davon 1700 in der Inselhauptstadt Kingscote. (Da hat jemand ganz schön aufgepasst bei der Tour ;-) )

Freitagabend um 20:15 Uhr ging die Reise los. Mit dem Greyhound bin ich über Nacht nach Adelaide gefahren und dort um 6:00 Uhr angekommen. Kurz danach wurde ich auch schon von Tourbus abgeholt. Nachdem auch alle anderen 6 Teilnehmer (schön kleine Gruppe!) an Board waren, hat sich unser Guide noch schnell mit den Worten „Hello, my name is Gus and I’m driving the bus!“ vorgestellt. ;-) . Anschließend sind wir in Richtung Cape Jervis davon gerauscht, um dort mit der Fähre nach Penneshaw (s. Karte (1) ) auf Kangaroo Island überzusetzen. Während der Überfahrt wurden wir auch von ein paar Delphinen begleitet, die unter dem Schiff mitgeschwommen sind. Hin und wieder konnte man sie ein klein wenig sehen :-) . Von Penneshaw aus – das ist übrigens die zweitgrößte Stadt der Insel - ging es weiter in Richtung Pennington Bay (s. Karte (2) ). Pennington Bay ist ein wunderschöner Strand mit umrahmt von gewaltigen Felsen, der besonders zum Fischen und Surfen geeignet ist. Ganz in der Nähe ist Prospect Hill (s. Karte (3) ), die mit 307m höchste Erhebung der Insel, von der man aus einen wunderschönen Blick über die Insel (insbesondere über ihre schmalste Stelle) hat und sogar bis zum Festland schauen kann.

Anschließend sind wir zu unserer Unterkunft gefahren. Unsere Schlafstätte ist eher ein umgebauter Schuppen mitten in der Wildnis (s. Karte (4) ) mit einer gemütlichen überdachten Sitzecke nebenan. Mit einem BBQ (unter anderem mit Kangaroosteak - mjami) haben wir uns dort für die weiteren Anstrengungen des Tages gestärkt.

Als erstes Highlight für den Nachmittag stand Henson Bay (s. Karte (5) ) auf dem Programm. Ein Strand, der eigentlich zum Schnorcheln einlädt, wenn es nicht gerade verdammt kalt ist. Da ich mir aber die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollte (so lange bin ich nun auch wieder nicht hier), bin ich trotz der Kälte mit einem Schweden und unseren Guide in die Wellen gehüpft. So richtig genießen kann man allerdings die Unterwasserwelt mit den schönen Fischen nicht so recht, wenn man selbst unter Wasser das Gefühl hat zu zittern. Zu dem waren die Tauscherbrillen alle zu groß für meinen Kinderkopf, weshalb ich ganz schön mit den eindringenden Wassermassen zu kämpfen hatte!! ;-)

Nach so viel Aktivität musste erst einmal etwas entspannenderes her. Zum Aufwärmen sind wir kurz im Touristen Informationscenter (s. Karte (6) ) vorbeigefahren in dem man, wenn man denn wollte, viel über die Entstehung der Inseln in den letzten x-millionen Jahren lesen. Zudem waren dort von den heimischen Tieren die Felle zum anfassen und abtasten ausgestellt. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Possum viel weicheres Fell hat, als diese kuscheligen süßen knuddel Koalas!

Ein absolutes Highlight und das mit absolut beliebteste Fotomotiv sind die Remarkable Rocks (s. Karte (7) ). Diese Felsformationen laden dazu ein die Phantasie spielen zu lassen. Jeder sieht irgendwas anderes in den Felsen mit den seltsamen Formen. Ob Krokodil mit aufgerissenem Maul, Schweinegesicht oder Mickey Maus – wenn man will, kann man dort alles finden ... man muss nur seiner Phantasie freie Lauf lassen. Wenn man dazu auch noch ein bisschen kreativ ist und/oder einen guten Guide hat, kann man dort auch sehr witzige Fotos machen!!! Ganz ehrlich, ich hatte selten so viel Spaß beim Felsen anschauen!! ;-))

Die nächste Station war Admirals Arch (s. Karte (8) ). Dieser Felsbogen gehört sicherlich zu den beliebteren Fotomotiven dieser Insel. Vom Parkplatz aus geht man über den Felsbogen und kann von dort aus schon die Gewalt des Meeres bestaunen. Je weiter man von dort aus den Holzsteg hinunter geht, der sich am Felsen entlang schlängelt, um so näher kommt man an die New Zealand Fur Seals (Neuseeländische Pelzrobbe) heran, die hier auf den wellenumtosten Felsen gut zu beobachten sind. Sie gehören zur Familie der Ohrenrobben und ihr Lebensraum ist unregelmäßig im südlichen Ozean verteilt. (Bin gerade selber beeindruckt wie gut ich zugehört habe!) Steigt man die letzten Stufen um die Felsnase herum hinunter, steht man dann endlich vor dem viel fotografierten Felsenbogen. Bei dem Gedanken, dass man nur wenige Minuten vorher über diesen Felsbogen zum Ende der Klippe gelaufen ist, ist mir schon ein wenig mulmig geworden. Insbesondere als unser nahezu allwissender (weil einheimischer) Guide uns verraten hat, dass Wind, Wasser und Strömung das Loch immer weiter aushöhlen werden, bis die Steinbrücke irgendwann zusammenbricht. Na ja, die Brücke hat auf jeden Fall gehalten als wir da waren. Vom unteren Ende des Holzstegs aus hat man auch einen guten Blick auf die Seals, die in dem kleinen Becken ihre Kleinen groß ziehen, da sie dort vor Haien geschützt sind.

Zum Abschluss sind wir noch zum Koala Walk (s. Karte (9) ) gefahren. Dies ist eine kleine mit Bäumen gesäumte Straße, an der man wildlebende Koalas, Kangaroos und Wallabies beobachten kann. Kangaraoos und Wallabies findet man sehr schnell. Man kann sich ihnen auch recht leicht nähern und sie lassen sich auch geduldig fotografieren. Kommt man aber zu nahe (ca. 1m), machen sie sich schnell aus dem Staub. Koalas sind allerdings nicht so leicht zu finden, da sie hoch auf den Bäumen sitzen und sich nun mal auch nicht so viel bewegen. Allerdings hatten wir ein wenig Glück und konnten beobachten, wie ein Koala über die Straße gelaufen ist und den Baum hochgeklettert ist. Ein anderer etwas aktiverer Koala war nur 3-4 m über den Boden und ist von einem Ast zum anderen gesprungen.

Den Tag haben wir dann nach einem leckeren Pastagericht am Feuer mit Marshmallows und Didgeridoos ausklingen lassen. Das Nachtlager konnten wir wahlweise in den Etagenbetten im Schuppen oder im Swag in der Nähe der Feuerstelle aufschlagen. Ein Swag ist ein australischer Schlafsack mit einer Matratze drin, in den man sich noch Kopfkissen und Bettdecke legt. Obwohl es eine deutscher Erfindung ist, hatte ich bis dahin noch nichts davon gehört ... Im Bett kann ja jeder schlafen, also haben unser Guide ein anderes Mädel und ich uns einen Swag geschnappt. Allerdings musste ich recht schnell feststellen, dass es ganz schön warm in dem Dingen ist! Wer nun denkt, dass die Nacht wegen der Tiere ganz schön unruhig gewesen sei muss, der irrt. Wie ich am nächsten Tag erfahren habe, waren die Possums eher im Schuppen und haben dort unser Brot aufgegessen. Regel Nr. 1 beim unterm Himmelszelt schlafen lautet also: Ganz weit weg vom Essen breit machen!

Nach dem Frühstück wurde noch schnell aufgeräumt und ein paar Tortillas (natürlich von Old El Paso! ;-)) ) für das Mittagessen gebastelt. Der erste Programmpunkt für den zweiten Tag der Reise klang nach sehr viel Spaß: Sandboarding in der little Sahara! (s. Karte (10) ) Und es wurde auch sehr spaßig!! Zumindest das runter fahren (vorwärts, rückwärt, stehend – alles habe ich ausprobiert, mal mit mehr mal mit weniger Erfolg ;-)) ... das Hochlaufen war dann doch eher unangenehm anstrengend und schweißtreibend. Da war ich das erste Mal an diesem Wochenende froh, dass das Wetter nicht so gut war ;-)

Der zweite Programmpunkt war dagegen wieder etwas tierischer. Nach wenigen Minuten fahrt sind wir bei der Seal Bay Visitors Center angekommen (s. Karte (11) ). Seal Bay ist ein ca. 5 km langer Strandabschnitt (wer aufgepasst hat Weiß, dass das 1% der Küstenlinie von Kangaroo Island ist ;-)) ), an dem sich die Brutkolonie australischer Seehunde befindet. Mit einer geführten Tour darf man sich an dem Strand bewegen und kommt den Tieren recht nah, dabei wird sehr darauf geachtet, dass die Tiere nicht gestört werden. Ein hölzerner Steg führt über grüne Dünentäler, in denen die Seelöwen Schutz vor dem kalten Wind suchen, in Richtung Strand. Die Tiere müssen eine hohe Düne überqueren, um in diese Täler und zurück zu gelangen. Die „Straßen“, die die Robben dazu nehmen, werden scherzhaft "Highway" genannt. Wenn man Glück hat, kann man die Seelöwen dabei beobachten, wie sie den Hang in Richtung Strand hinunter rutschen. Obwohl die meisten Seelöwen faul rumliegen, kann man insbesondere die Kleinen beim Spielen mit den Wellen und den Möwen beobachten. Der ein oder andere Schreit vielleicht auch verzweifelt nach seiner Mutter (die bis zu drei Tage ununterbrochen auf Nahrungssuche im Meer verschwindet und in der Zeit den Nachwuchs alleine am Strand zurück lässt).

Mit einheimischen Tierarten ging es auch an der nächsten Station, der Raptors Domain (s. Karte (12) ), weiter. Hier haben wir in einer recht unterhaltsamen Birds of Prey Show verschiedene einheimische Vogelarten kennengelernt und durften die dann teilweise auch selber auf den Arm nehmen und streicheln.

Stokes Bay (s. Karte (13) ) ist ein wunderschöner Strand im Norden der Insel, den man nur durch einen kleinen, engen, unscheinbaren Tunnel erreicht. Als wir hier angekommen sind, hatten wir auch das erste mal an diesem Wochenende richtig schönes Wetter!! Also, Badesachen an und ab an den Strand! Während ein Teil am Teint arbeitete oder einen Spaziergang zu den roten Felsen unternommen hat, bin ich mit dem Guide und dem schwedischen Kollegen mal wieder Schnorcheln gegangen ... da kann man auch ganz nebenbei die spärliche Bräune ein wenig aufmöbeln ;-) und für einen fixen Spaziergang war hinterher immer noch Zeit.

Nach zwei sehr relaxten Stunden mussten wir allerdings aufbrechen, schließlich mussten wir noch am gleichen Tag zum Festland zurück. Auf dem Weg nach Penneshaw haben wir jedoch noch kurz in Kingscote, der Hauptstadt der Insel, Halt gemacht und dort die Pelikanfütterung beobachtet (s. Karte (14) ). Die Besucher saßen dabei auf dem steinigen Abhang am Hafenbecken , während die Tiere auf dem selbigen auf ihre Essen warteten – die waren ganz schön Nahe! Wer mutig war bzw. nicht zugehört hat vor der Show, musste sich nicht wundern, wenn er auf einmal einen Flügel abbekommen hat oder ein Kampf um das Essen direkt vor seiner Nase ausgetragen wurde.

Danach ging es auf der stürmischen See zurück in Richtung Adelaide. Dort wurden wir um 22:30 am Hostel abgesetzt. Nach dem Einchecken hab ich mich nur noch beeilt ins Bett zu kommen, da die Nacht schon wieder um 4:00 Uhr vorbei war – ich musste ja leider am Montag in Melbourne wieder arbeiten ... Für den Rückweg habe ich mir aber einen Flug gegönnt! Mit ein paar Umwegen im öffentlichen Verkehrsnetz und einem kurzen Fußmarsch bin ich gegen 11 Uhr todmüde in der Firma angekommen und habe mich nur noch auf eine Dusche zum Abschluss meines Ausflugs gefreut!


Malvern East


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Ich habs gewusst!!! (30.02.2011)

Jetzt ist es endlich offiziell und ich habe es schon die ganze Zeit gewusst: Das hier ist der nasseste Sommer aller Zeiten in Vicoria! Ca. 30% mehr Regen als im zweitnasseste Sommer vor genau 100 Jahren hatten wir dieses Jahr hier. Damit kann ich wohl behaupten ein Stueck Geschichte miterlebt zu haben. ;-)) Irgendwie muss man sich die Sache ja schoen reden ...

Wer es nicht glaubt - bitte sehr:

More wet weather as Victoria's summer obliterates rainfall record The age, February 18, 2011

Melburnians will be ducking for cover again tonight as the summer’s record-breaking wet weather continues.

Patchy rain is expected in the city from about 6pm and will gradually increase to heavy falls overnight, Bureau of Meterology duty forecaster Chris Godfred said.

A severe weather warning has been issued for most of the state with damaging winds of up to 100km/h forecast to sweep through parts of Victoria overnight.

Mr Godfred said elevated districts, including the Dandenong Ranges and Kinglake, could be impacted by severe winds.

About 20mm of rain is expected to fall in Melbourne and clear by about 10am tomorrow.

Victorians have endured the state’s wettest summer on record, with the moist, tropical conditions obliterating the previous rainfall record set exactly a century ago.

The state will have been drenched in twice the average summer rainfall by the time the season draws to a close this month.

Bureau of Meteorology senior forecaster Terry Ryan said the state had already recorded a staggering 290 millimetres of rain this summer, with nearly two weeks of the season still remaining.

That eclipsed the previous record high set in the summer of 1910-11, when 237 millimetres of rain soaked the state.

The average summer rainfall is between 155-160 millimetres.

‘‘We’ve got another week and a bit to go, and we’ve got a rain event coming up tonight and into Saturday morning, so we’re going to probably crack 300 millimetres. This is well and truly our wettest summer,’’ Mr Ryan said.

December was the fifth wettest on record, followed by the wettest January ever on record.

Mr Ryan said unusual weather conditions and one of the strongest La Nina events ever experienced had brought tropical air over the state to create the historically wet summer.

‘‘Most of the time it has been very humid and we’ve just needed subtle lifting to get that air to rise and get a lot of heavy rainfall out of the sky,’’ he said.

‘‘The La Nina effect means that the oceans are very moist over eastern Australia, the trade winds blow properly, and we get a lot of tropical lows forming.

‘‘The thing about this summer is a couple of those lows have finished up down in Victoria.

‘‘One came down in January to bring us the floods to western Victoria. It came from the Northern Territory, right into western Victoria, which is quite an unusual set of circumstances togive us 200 millimetres of rain in some areas of western Victoria.’’

Ex-cyclones Anthony and Yasi had maintained that level of moisture across the state this month, he said.

The BOM issued a severe weather warning yesterday afternoon for thunderstorms expected to his Melbourne and surrounding suburbs last night.

However, Mr Ryan said there was no repeat of Wednesday night’s wild weather, when thunderstorms caused flash flooding in the city’s eastern suburbs and trapped a number of motorists in their vehicles.

He said the highest rainfall was recorded in Langley, north-west of Melbourne, which received 22 millimetres of rain, while Pakenham received seven millimetres.

‘‘The thunderstorms were around yesterday, they were out in the suburbs but we didn’t have much in the way of heavy rainfall,’’ Mr Ryan said.

Tomorrow’s temperature is forecast to reach a high of 25 degrees, followed by a shower or two on Sunday with a top of 22 degrees.

‘‘We could get 20 to 30 millimetres of rain easily [tonight and tomorrow morning], and some parts of the northern country and the north-east may get 50-60 millimetres, maybe even more with this moist air coming our way,’’ Mr Ryan said.

http://www.theage.com.au/environment/weather/more-wet-weather-as-victorias-summer-obliterates-rainfall-record-20110218-1ayj9.html


Frankston


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Sooooo biiiiuuuuutiful! (5. + 06.03.2011)

Die Mornington Peninsula (Ostseite der Port Philip Bay) ist bei den Melburnians als Wochenendausflugsziel mit wunderschönen Stränden, Walkingtracks, Lookouts und Vinyards bekannt - also von allem etwas. Grund genug, um herauszufinden, ob das wirklich stimmt oder ob die Aussies mal wieder übertrieben haben.

Samstag morgen sollte es um 9h losgehen. Wurde dann aber 10h, da ich mich mit einer Tante beim Autoverleih 1 Stunde lang auseinander setzten musste, die nicht gerade die entscheidungsfreudigste (besser deutsche oder australische Adresse eintragen? Ach, beides = gefühlte 10 Minuten) und auffassungsschnellste (das ist eine australische Telefonnummer. Sie müssen nur die +61 - ihre Landesvorwahl - durch eine 0 ersetzten = echte 10 Minuten) in Melbourne ist.

Danach ging es endlich los. Mit Miriam, Joy und einem Haufen guter Laune ging es auf nach Frankston zur Touristen Info. Zufälligerweise war dort nebenan auch noch ein Pier mit toller Aussicht. Sooo biiuutiful! Joy war soooo jealous!!! Insbesondere auf die Angler. Mit unserem frisch erworbenen Mornington Attraction Pass im Gepäck, sind wir weitergefahren in Richtung Pearcedale zum Moonlit Sanctuary Wildlife Conservation Park. Der Park beherbergt ganze 6 verschiedene Tierarten und man braucht tatsächlich eine halbe Stunde, um die ganzen unnatürlich gestalteten Gehege abzuklappern. Toll hier war das Koala streicheln! Soooooo cuuuute! (Das ist übrigens erst seit einem Jahr in Victoria erlaubt.)

Von dort aus ging es weiter in Richtung Ashcombe Maize. Dort haben wir uns ein wenig die Zeit im Hecken-, Rosen- und Lavenderlabyrinth vertrieben bevor wir uns wieder in das Straßenlayrinth gewagt haben. Ganz in der Nähe war die Red Hill Winery. Wie alle Weingüter in der Gegend kann man auch hier zwischen 9-17 Uhr einfach zur Weinprobe hinein schauen und danach die wunderschöne Aussicht auf Philipp Island und die Weinberge genießen. Sooo biiiiuuuutiful!!! Da kann man sich schon mal ein wenig in den Garten setzten und das schöne Wetter genießen.

Aber nicht nur die Weingüter haben ein paar nette Schnupperangebote zu bieten, sondern auch die örtliche Erdbeerfarm. Selbstverständlich kann man dort leckere, frische Erdbeeren probieren, aber auch verschiedenen andere alkoholhaltige und -freie Erdbeergetränke: Erdbeesekt, Erdbeercider, Erdbeerlikör, Erdbeer Port usw. Ohne das leckere Erdbeer-Schoko-Fondue danach wäre es mit dem Fahren anschließend auch eng geworden … ;-)))

Die Zeit ging am ersten Tag viel zu schnell vorbei, so dass wir uns nach der Erdbeerfarm erst mal bei einem leckeren Inder in Dromana stärken mussten. Als nächsten Standen die Hot Springs auf unserem Plan. Den Tag relaxed in 38 Grad warmen Wasser ausklingen lassen … soooo schöööön! So schön, dass sich das offensichtlich Hunderte von anderen Menschen auch gedacht haben, die die Pools haufenweise blockiert haben, die wir eigentlich für uns haben wollten! Unter den Umständen kann man auch im heißesten Wasser nicht entspannen. Daher haben wir kurzerhand beschlossen am nächsten morgen um 7 Uhr wieder zu kommen, wenn der Rest der Menschheit noch mit der Bettdecke kuschelt.

Die Frage war nur: Was machen wir denn nun? Zurück auf dem Parkplatz ging so langsam die Sonne unter, was uns auf die überaus geniale Idee gebracht hat. Zum 15 km entfernten Lookout auf Arthurs Seat zu fahren. Da der Sonnenuntergang schon begonnen hatte, musste wir uns ernsthaft beeilen … aber dafür wurden wir auch mit den schönsten Sonnenuntergang belohnt, den ich bisher hier in Australien gesehen habe. Mit den Lichtern der Städte rund um die Port Philip Bay und der Sonne am Horizont …. SOOOOOOOO BIIIIUUUUTTTIIIIFUL!!!!

Nach dem wir die Aussicht genossen und vergeblich versucht haben die Schönheit dieses Sonnenuntergangs mit unseren Kameras einzufangen, ging es zurück nach Melbourne und sehr schnell ins Bett. Am nächsten morgen um 6 Uhr sollte es ja schon weiter gehen …

Und das tat es auch! Ok, ein bisschen spät waren wir schon dran, aber das ist auch eine verdammt doofe Zeit fürs Wochenende. Da Joy es gewohnt ist um 4 Uhr aufzustehen musste sie fahren und Miriam und ich haben auf der Rückbank weiter gepennt. Um kurz nach 7 Uhr waren wir dann mal wieder in den Hot Springs und diesmal hatten wir das herrlich warme Wasser (35-42°C) (fast) für uns alleine - very relaxing. Sauna war natürlich auch inklusive. Nach so viel Entspannung muss man sich natürlich auch eine entspannende Massage im Massagesessel gönnen! Oder auch 5 Massagen … hat sich zumindest Joy gedacht … ;-))))

Von da aus sind wir zum Cape Shanck Lighthouse gefahren. Der Typ im Kioskhäusschen hat uns bei unserer Ankunft erklärt, dass man nur mit einer Tour in den Leuchtturm darf (war natürlich in unserem mega tollen Mornington Attraction Pass enthalten) und die erste leider erst in einer dreiviertel Stunde startet. Für die Zwischenzeit hat er einen kleinen Walkingtrack vorgeschlagen, der in der Tat very biiiuuttiiful war. Allerdings hat er uns auch versprochen auf uns zu warten und uns auf die Tour mitzunehmen. Wir waren 30 Sekunden zu spät und der Typ war weg. Also mussten wir 1 Stunde warten. Die Aussies sind doch sonst nie pünktlich! Der Ausblick vom Turm hat sich allerdings gelohnt und ich habe auch gelernt, dass die Seefahrer früher die Einfahrt zur Port Philip Bay nicht gefunden haben, weil sie in so einem komischen Winkel zum . Deswengen hat man drei Leuchttürme errichtet: Cape Shanck, Otway und Kangaroo Island.

Nach diesem lehrreichen und very biiiuuutiiiful Besuch sind wir zur Küste gefahren, um auf der Küstenstraße in Richtung Point Nepean zu fahren und gleichzeitig die schöne Aussicht auf die Bucht zu genießen. Allerdings haben uns die ganzen Leute mit ihren netten BBQs neidisch gemacht. Also sind wir kurzerhand links zum nächsten Supermarkt abgebogen und haben alles für ein nettes Barby eingekauft. Danach mussten wir nur noch die Küstenstraße entlang fahren, um einen Grill zu finden. Die sind zwar sehr zahlreich vorhanden - meist auch in der kostenlosen Variante, bei der man für das Gas nichts zahlen muss - aber leider sind sie oft auch schon belegt. In Sorrento - die Stadt der Schönen und Reichen - sind wir dann fündig geworden. Wahrscheinlich grillen die Schönen und Reichen nicht so gerne selber, sondern lassen lieber grillen … ;-)

Anschließend mussten wir uns ein wenig beeilen, um noch ein wenig Zeit im Point Nepean National Park verbringen zu können. Dieser Park liegt auf der östlichen Seite des Eingangs zur Port Philip Bay und war im 2. Weltkrieg ein Fort, von dem aus der Eingang der Port Philip Bay und somit Melbourne bewacht wurde. Heute findet man dort noch alte Baracken, wenn man Glück (oder Pech?) alte Waffen und Bomben und ein paar Wanderwege. Auch gibt es einen kleinen Transporter - genauergesagt einen Trecker, der viele kleine Personenanhänger zieht - der mit ein paar Zwischenstationen zum Head, also dem äußersten Punkt der Ostseite der Port Philip Bay. Auf dem Weg dorthin sind wir an vielen schönen Häusern vorbeigekommen. Ich kann gar nicht sagen wie viele sooooo biiiiiiuuuuutiful ware, dass Joy ernsthaft sooooo jealous geworden ist … ;-)))

Unser Plan war es mit eben diesem Transporter zu eben diesem Head zu fahren, um dort die schöne Aussicht zu genießen und die Tunnel im ehemaligen Fort zu erkunden. Nur leider wollte man uns dafür kein Ticket mehr verkaufen. Angeblich war der Transporter ausverkauft, was ein wenig schwer war zu glauben bei den vielen freien Plätzen. Aber mit unserem unendlichen Vertrauen in die australischen Organisationskünste haben wir uns eingeredet, dass einfach noch so viele Gäste im Park sind, die der Transporter mit zurück nehmen muss.

Daher sind wir ein kleines Stück mit dem Auto in den Park gefahren und sind von dort aus auf einem kurzen Wanderweg vorbei an ein paar Baracken und Hinweisschildern mit Waffen- und Bombenwarnungen hinauf auf den kleinen Berg gestiegen und haben dort die Aussicht genossen. Soooo biiiuuuutiful!!!!

Während unseres Rückwegs haben wir es ein wenig bedauert, dass wir nicht zu den Heads konnten und haben sogar darüber nachgedacht den zweistündigen Fußmarsch auf uns zu nehmen. In Anbetracht unserer ausgesprochen guten Ausstattung (ausnahmslos Flipflops) und Vorbereitung (Wasser jetzt schon alle) haben wir die Idee jedoch schnell wieder verworfen. Stattdessen haben wir uns gefragt, wer uns eigentlich nach dem Ticket fragen will, wenn wir einfach einsteigen! Bei der Abfahrt am Besucherzentrum konnten wir keine Ticketkontrolle beobachten. Somit haben wir beschlossen, dass es wie immer ist: Die Aussies legen Regeln fest und tun nichts dafür, um die zu überwachen. Für den Fall, dass man uns doch kontrollieren sollte, hatten wir auch eine gute Ausrede: Das Ticket ist ganz unten im Rucksack! Fängt man nämlich in solchen Situationen gleich an im Rucksack zu wühlen und alles halb rauszuschmeißen, ist den Aussies schon wieder alles viel zu anstrengen …

Gesagt getan, der Hänger kam und wir rein - keine Kontrolle! Soweit so gut. Von meinem ersten Trip in die Morningtons wusste ich, dass der Hänger eigentlich nur kurz hält, um die anderen Gäste einzusammeln, da die aber so lange gebraucht haben, bin ich schnell raus gehüpft und habe ein paar Fotos geschossen. Sooooooo biiiiuuuutiful!! Selbstverständlich saß ich wieder im Hänger, als der letzte Neuzugang eingestiegen ist.

Danach ging es wieder zurück zum Auto und damit zurück nach hause.


Malvern East

The Hangman's Tour im Melbourne Gaol (10.03.2011)

Es war schon ein wenig schaurig als wir im Mittelgang des Gefaengnisses alleine gelassen wurden und die eigentlich nette Dame dann die einzige Lichtquelle, eine Kerze, entfuerht hat. Stockduster war es darin und die Akkustik hat auch nicht gerade zum Wohlbefinden beigetragen, aber man gewoehnt sich daran. Schliesslich kann man sich sicher sein, dass man nicht ueber Nacht in den winzigen Zellen bleiben muss.

Die Tour an sich hat wurde von einem Henker gefuehrt, der ueber seine Erfahrungen berichtet hat. Schon sehr interessant und man konnte ich das Leben in dem Gefaegnis danach auch lebhaft vorstellen ...


Cradle Mountain


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Amazing!!! (11.03.2011)

Mit einer Stunde Verspätung bin ich gestern Abend am Flughafen in Launceston angekommen. Im Hotel hat mich dann die völlig betrunkene Besitzerin empfangen. Sehr freizügig berichtete Sie, dass ihr Mann sie das erste mal seit vier Monaten ausgeführt hat und das die Cocktails wohl ein wenig zu gut waren ... sie musste dringend ins Bett! Daher hat sie mir den Schlüssel in die Hand gedrückt und mich gebeten am nächsten Morgen zu bezahlen.

Nach der heiteren Begrüßung habe ich erst gegen 0:30 Uhr mein Bett erreicht und wurde heute morgen schon wieder um 7:30 Uhr abgeholt. Das Highlight des Tages: Cradle Mountain! Das musste wirklich ein wunderschöner Fleck auf Erden sein, denn unser Tourguide war noch aufgeregter als seine Tourgäste! Er erklärte uns, dass er die Tour schon seit 10 Monaten nicht mehr geführt hat und er sich deshalb umso mehr darauf freut. Das konnte ja nur ein guter Tag werden!

Auf dem Weg zum Cradle Mountain National Park – der im übrigen berühmt fuer seinen 5 Tage Overland Track ist - haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Sheffield gemacht, um eine paar Vorräte für den anstrengenden Marsch zu kaufen. Sheffield ist ein sehr kleines und verschlafenes Nest, dass sich irgendwann darüber Gedanken gemacht hat, mit welchem Vorwand man die Touristen auf ihrem Weg zum Cradle Mountain in die „Stadt“ locken kann. Seit dem werden die Hauswände der Stadt mit Bildern an verschönert, die jährlich erneuert werden. Interessant sind sie wirklich, aber auch wirklich nur empfehlenswert, wenn man ohnehin durch die Stadt durchfährt.

Nach der kurzen Pause ging es weiter. Das Visitors Center des Cradle Mountain war unsere nächste Station. Hinter dem Gebäude gibt es einen kleinen Wanderweg durch den umliegenden Wald. Während der Wanderung wurden wir mit viel Infos über Flora und Faune in den Wäldern gefüttert und am Ende des Marsches mit dem Blick auf einen sehr schönen Wasserfall belohnt. Der war auch recht gut gefüllt, da es bekanntermaßen dieses Jahr ein wenig mehr geregnet hat als sonst – endlich mal ein Vorteil dieses ganzen Regens! ;-)

Anschließend sind wir zum Lake Dove weitergefahren, von wo aus der anstrengende Teil des Tages begann. Wählen konnten wir zwischen dem Spaziergang um den See oder dem Aufstieg zu Marions Lookout auf 1123 m mit teils steilen Abschnitten. Der Parkplatz war übrigens auf ca. 800 m. Selbstverständlich habe ich nicht gekniffen und mich gemeinsam mit vier anderen für den 2,5 Stunden Marsch zum Lookout gemeldet. Die Zeit verging schneller als gedacht und wir haben immer wieder gestoppt, um einfach die schöne Aussicht zu genießen. Da es zu dem Zeitpunkt noch bewölkt war, war es auch nicht zu warum für den am Ende doch recht steilen Aufstieg. Als wir jedoch am Lookout angekommen sind, hat die Sonne über die Wolken gesiegt, uns einen freien Blick auf die Doppelspitze der Cradle Mountains und die restliche Umgebung beschert und uns beim Mittagessen gewärmt. AMAZING!!!

Im Sonnenschein ging es auch hinab zurück zum Bus. Nach einem kleinen Abstecher in der alten Holzhütte von Gustav Weindorf – dem Begründer des National Parks – und einem kurzen Spaziergang durch "seinen" Wald, war der Tag auch schon wieder vorbei.

Wieder zurück in Launceston habe ich mich noch schnell mit Mamun – einem Typen aus der Tourgruppe – auf dem Weg gemacht, um die wahrscheinlich einzige Sehenswürdigkeit – abgesehen von der Boags Brauerei – von Launceston zu erkunde: The Gorge. Ein nicht so kleine Felsschlucht am Rande der Stadt, die tagsüber zu Spaziergängen, zum Joggen und zum Klettern einlädt, aber in der Dämmerung doch recht dunkel und schlecht zu sehen ist ... aber ich war da! ;-)

Anschließend durften wir um 21:05 Uhr feststellen, dass ab 21:00Uhr die Restaurants kein Essen mehr verkaufen und, dass Subways auch nur eine Stunde länger geöffnet ist. Das muss einem auch gesagt werden!!!


Saint Helens


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Bay of Fire (12.03.2011)

Abwechslung muss sein! Nach so viel Wald, Bergen und Wandern auf der Westseite Tasmanien, begann heute die Erkundung der Ostküste mit den wunderschönen Stränden. Das Highlight des Tages sollte Bay of Fire werden. Zuvor hatte unser Guide jedoch noch eine kleines Käsetesten eingeplant, das auch sehr lecker war. Tourist wie ich bin hab ich mir natürlich gleich ein Sundried Tomatoe Cheddar mitgenommen – man gönnt sich ja sonst nichts!

Fast den ganzen morgen (mit Ausnahme des Käsesestops und dem Stop in St. Helens, um Mittagessen zu kaufen) haben wir im Bus verbracht. Die Distanzen sind eben doch ein wenig größer als auf Kangaroo Island ;-) Gegen Mittag sind wir an der Bay of Fire angekommen und es ist schon wirklich ein mega schöner Strand. Unglaublich blaues Wasser!!! Ein super Ort für ein kleines Picknick am Strand und um ein wenig im Wasser baden zu gehen. Das unglaublich schöne Wasser ist aber auch ganz schön refreshing gewesen! Egal, ich war drin :-) Und beim anschließenden Spaziergang ist mir auch wieder warm geworden.

Übernachtet haben wir in Bicheno, das bekannt ist für seine Pinguinwanderungen am Strand. Nachdem wir also essen besorgt und verzehrt hatten sind wir zum Strand aufgebrochen. War allerdings mehr ein Haufen Steine. Wo da der Sand war weiß ich nicht, war mir aber auch egal. Ich wollte ja Pinguine sehen. Irgendwie scheinen wir aber einen schlechten Tag erwischt zu haben ... nur ein einziger kleiner Minipinguin hat sich zu uns verirrt! Aber wenigstens habe ich einen gesehen! Ein Teil unserer Gruppe ist zu einer anderen Stelle gegangen und hat gar keinen gesehen :-)

Mit ein bisschen Wein (den ich neukaufen musste, da ein netter Ire leider nicht die Beschriftung im Kühlschrank gelesen und meinen Wein in die free section gestellt hat – 10 min hat es gedauert, da war alles weg!) haben wir den Abend dann noch gemeinsam im Gemeinschaftsraum ausklingen lassen.


Freycinet National Park


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Eine echte Belohnung für die Anstrengung (13.03.2011)

Morgens mussten wir uns wirklich beeilen, um alle Sachen zu packen. Irgendwie hat jeder seinen Wecker und natürlich auch den der anderen ignoriert. So haben wir es sehr erfolgreich geschafft kollektiv zu verschlafen. So schlimm war es nicht. Wir mussten uns nur ein wenig doll beeilen und keine wollte zu spät losfahren, da wir uns alle auf die wunderschöne Wineglass Bay gefreut haben. Angeblich einer der Top 5 Strände in Australien und damit noch schöner als der gestrige Strand.

Der Strand ist von Bergen umzingelt und um ihn zu erreichen muss man den Wanderweg folgen der über die niedrigste Stelle zwischen zwei Bergen führt. Das bedeutet, dass man auf jeden Fall 1 Stunde Fußmarsch in der Sonne (!) auf sich nehmen muss, um sich am Strand zu aalen. Unterwegs findet man noch einen Lookout, von dem aus man schon mal einen Überblick über die Gegend verschaffen kann. Wem die Aussicht nicht reicht, der kann auch 2,5 Stunden auf den Mount Amos hinauf klettern, um von da aus die Postkartenaussicht zu genießen. Mir hat der Lookout gereicht schließlich wollte ich mich für die "Strapazen" mit einem Sprung ins kühle Nass belohnen. Was ich auch schnell getan habe. Der Strand ist wirklich wunderschön: Blaues Meer, weißer Strand und umrahmt von Bergen … So richtig kann man nicht Fotos fest halten, was man dort sieht …

Nach einer dreiviertel Stunde am Strand mussten wir wieder zurück zum Parkplatz. Mittagessen hatten wir an der Coles Bay und dort hätten wir auch die Möglichkeit gehabt noch ein wenig schwimmen zu gehen, aber irgendwie wollte keiner … wir waren alle zu verwöhnt vom Strand des Tages ;-)

Danach haben wir uns auf den Weg in Richtung Hobart gemacht. Unterwegs haben wir noch an einem Weingut zum Weintesten gehalten und zum Eis essen in Orford- mjammi!


Port Arthur


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Das etwas andere Gefängnis (14.03.2011)

Nach all den schönen Sehenswürdigkeiten in der Natur Tasmaniens, stand heute der geschichtliche Teil auf dem Lehrplan.

Der erste Stop war in Richmond, eine kleine historische Stadt mit der ältesten Brücke oder so ähnlich. War auf jeden Fall nicht so spektakulär.

In einem Wildlife Park haben wir uns auch noch die Fütterung der Tasmanischen Teufel angeschaut sowie eine doch recht unterhaltsame Vogelschau. Während der eine darauf trainiert war Geldstück zu mopsen und wieder zurück zu bringen, ist der andere durch die Beine mehrerer Personen geflogen. Ok, am Anfang hat er einfach angefangen mit ein paar kleinen Kinderbeinen und später musste er durch einen ganzen Tunnel durch. Sein Rekord liegt bei 31 Personen, aber heute waren es nur 15.

Danach ging es endlich nach Port Arthur. Tasmanien hat als Gefängnisinsel begonnen und Port Arthur war das Gefängnis, allerdings eins ohne Mauern. Port Arthur liegt am Meer in dem viele Haie leben und liegt auf einer Halbinsel mit sehr hohen Klippen. Zudem ist die Halbinsel nur über eine 70m breite Stelle mit dem Festland verbunden, die von einer Horde halbverhungerter Hunde bewacht wurde. Daher war es quasi unmöglich zu fliehen. Heute kann man dort die alten Gebäude besichtigen und mehr über das Leben in dem merkwürdigen Gefängnis erfahren.

Dort angekommen haben wir uns zunächst die sogenannte Walking Tour mitgemacht, die aber eher eine Talking tour ist. In der dreiviertel Stunde in der man viele interessante Geschichten über Fluchtversuche und das Leben dort erfahren kann, haben wir uns vielleicht 100 m bewegt, aber das ist ja nicht so schlimm. Anschließend bin ich mit einem anderen Mädel ein wenig durch die "Stadt" gegangen, um alles ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Schade ist nur, dass gerade die interessanten Gebäude, wie das Gefängnis und das Hospital vor Jahren von einem Buschfeuer zerstört und noch nicht wieder aufgebaut wurden. Die Holzhütten des Kommandanten, der Soldaten und Zivilisten waren wohl leichter wieder herzurichten … Im Anschluss an den Rundgang haben wir uns noch einer Bootstour angeschlossen, auf der man mehr über über Puar Island (Jungengefängnis) und die Friedhofsinsel erfährt. War schon ein interessanter Tag.

Passenderweise habe ich mich für den Abend noch für eine Ghost Tour in Hobart angemeldet. Ich muss gestehen, dass ich immer noch nicht weiß, was ich von der Tour halten soll. Als ich mich angemeldet habe, habe ich gedacht, dass es sowas wie die Melbourne Gaol Tour ist, während der ein Schauspieler eine bestimmte Rolle aus der Vergangenheit einnimmt und ein paar nette Geschichten erzählt. Deswegen habe ich auch extra die Battery Point Tour in Hobart gewählt, weil ich dachte, dass es dort die spannenderen Geschichten gibt. Spannende Geschichten hat uns die Dame wirklich erzählt und sie hat auch wirklich sehr witzig erzählt. Merkwürdig fand ich nur die Stellen wo sie wirklich nach Geistern gesucht hat … Ausgerechnet heute wollte uns aber irgendwie keiner begegnen, obwohl die doch sonst immer so zuverlässig sind … ;-)))


Mount Field National Park


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Wundervolle Wasserfälle (15.03.2011)

1 Tag Geschichte, 2 Tage Strände an der Ostküste und 1 Tag Berge und Wälder der Westseite. Ein wenig unausgeglichen. Deshalb war heute mal wieder die Westseite Tasmaniens an der Reihe. Eigentlich hatte ich die Tour zum Tahune Airwalk gebucht, aber irgendwie war die wohl nicht so beliebt und ich war die einzige die daran Interesse hatte. Das habe ich dann heute morgen um 7:30 Uhr erfahren, nach dem ich 10 min draußen in der Kälte gestanden habe. Daher konnte ich dann schnell umbuchen auf die Tour zum Mount Field National Park.

Wäre natürlich langweilig, wenn die Tour nicht vorher noch woanders stoppen würde. Der erste Programmpunkt heute war der Mount Wellington. Und es war der perfekte Tag, um auf den Berg der Stadt hochzufahren und den Blick über die Stadt zu genießen, es war nämlich keine einzige Wolke am Himmel, obwohl der Berg ansonsten meist in Wolken gehüllt ist.

Danach ging es dann aber wirklich zum Mount Field National Park. Die erste Station dort waren die bekannten Russels Falls und der Horsehoe Fall (warum der wohl so heißt?! ;-) ). Nach dem wir die ausreichend fotografiert und genossen haben. Sind wir auf dem Big Tree Walk durch den Big Tree Forest gewandert. Big Trees ist der einfallsreiche Name der zweitgrößten Bäume der Welt. Interessanterweise hatte ich das vegnügen mit einem echten Kenner durch den Wald zu laufen. Während ich einfach nur laut Gedacht und mir selber ein paar Fragen gestellt habe, konnte er sie sehr ausführlich beantworten. Glück braucht der Mensch! :-)

Danach sind wir zum Lake on top of the mountain hoch gefahren und dort ein wenig rum spaziert, während unser Guide sein Wissen über die einheimischen Baumarten mit uns geteilt hat.

Nach dem Mittagessen sind wir weiter gefahen zu einem Tasmanien Devil Wildlife Park (mal wieder). Schön war hier allerdings, dass wir eine persönliche Führung hatten und dort gab es eine Stelle, von der aus man wildlebende Platypusse beobachten kann!! Really rare!


Den Abend habe ich dann noch mit ein paar Leuten von der East Coast Tour in einem Irish Pub ausklingen lassen - sonst war ja nichts auf ...


Hobart


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It's really different! (16.03.2011)

Viele Leute habe ich gefragt, was sie über das neue Museum in Hobart (MONA - Museum of new and old art) denken und die Antwort war immer die gleich: It's really different! Da sich ebenfalls alle unabhängig voneinander darüber einig waren, dass es auch nur schwer zu beschreiben ist, musste ich mir wohl selbst ein Bild davon machen.

An meinem letzten Tag auf der Insel bin ich also in das neue Museum, dessen Besitzer ein professioneller Spieler ist und nicht wusste wohin mit der gewonnenen Kohle. Ich hätte selbstverständlich auch als erstes ein Museum eröffnet!! ;-)) Man muss aber dazu sagen, dass die Menschen in Hobart sich nicht so sicher sind, ob sie stolz auf ihn sein sollen (weil er eine richtige Attraktion geschaffen hat, wegen der die Touristen nach Hobart kommen) oder nicht (weil er immer noch ein Spieler ist).

Mir war es egal, ich wollte endlich mitreden können. Also stand ich pünktlich um 10 Uhr auf der Matte. Meine Neugierde wurde noch weiter angeregt, als am Eingang eine Familie mit zwei Kindern gefragt wurde, ob sie wüssten, dass ein Teil der Ausstellung nicht für Kinder geeignet ist … das konnte ja nur interessant werden. Zur Begrüßung gab es am Empfang dann noch einen Ipod und Köpfhörer, womit man alle mögliche Informationen über den Künstler und den Kunstgegenstand abrufen kann. Auch Interviews mit den Künstlern sind hin und wieder verfügbar. Und sehr witzig sind manchmal die Gedanken, die der Museumsbesitzer über die von ihm gekauften Gegenstände hatte. An einer Wand hingen z. B. 12 Bilder, die nicht sehr aufwendig waren. Was er darüber denkt? Er weiß nicht warum er eine halbe Millionen Dollar für Bilder ausgegeben hat, die seine zwei Jahre alte Tochter an einem Tag hätte malen können.

Die Kunstgegenstände sind von ihrer Art sehr bunt gemischt: Bilder, Skulpturen, Videos … alles mögliche! Aber alles war irgendwie … anders! Die Ausstellung ist wirklich schwer zu beschreiben, aber witzig fand ich z. B. das Fat Car. Ein Porsche der aussieht, als hätte er die letzten fünf Jahre bei McD gegessen! Der Künstler wollte damit zum Ausdruck bringen, dass in unserer heutigen Konsumgesellschaft zu viel gefuttert wird. Auch sehr witzig waren die 38 Madonna Fans, die unabhängig von einander gefilmt wurden während sie einen Madonna Song gesungen haben. Die Videos wurden in der Ausstellung alle zeitgleich abgespielt. Viele haben sich auch gefragt, was ein Truck in einer engen Gasse in der Ausstellung soll. Ich hab mich eher gefragt was zuerst da war die enge Gasse oder der Truck. Wenn es die Gasse war, möchte ich ehrlich gesagt gerne mal den Einparkkünstler kennenlernen!

So richtig kann man die Ausstellung nicht beschreiben und deswegen versuche ich es auch gar nicht weiter. Einfach Bilder ansehen!

Danach musste ich mich allerdings beeilen, da ich noch eine Tour namens Lousa's Walk in der Nähe der Cascade Brewery gebucht hatte. Die Tour startete an der Brauerei und endete in der sogenannten Female Factory, was der unpassende Name für das örtliche Frauengefängnis war. Die Tour berichtete von der wahren Geschichte einer Frau, die wegen eines gestohlenen Brotes nach Tasmanien ins Gefängnis transportiert wurde. Obwohl die Female Factory an sich heute nur noch eine Ruine ist, beschreibt die Tour sehr deutlich die mehr als schlechten Lebensbedingungen dort. Eine wirklich sehr bewegende und interaktive Tour!

Die Tour hat nur "leider" 2 anstatt 1,5 Stunden gedauert, weswegen ich fast meinen Flug verpasst hätte! 4 Minuten später und der Check-Inn Schalter wäre dicht gewesen ...


Malvern East

Wilsons Promontory National Park


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Sooo cute! (19. + 20.03.2011)

Eigentlich wollte ich ja unbedingt in die Grampians, einer der schönsten National Parks hier in der Gegend. Und ich hatte auch schon jemanden gefunden, der mit mir mitgekommen wäre (Joy), aber nein das Wetter hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nicht weil es an diesem Wochenende so viel geregnet hat, sondern weil es vor zwei Monaten so viel geregnet hat!! 195 Hektar waren überschwemmt und die ganzen Wanderwege konnten immer noch nicht wieder hergestellt werde, weshalb der ganze Teil geschlossen ist. Und im einzige begehbare Teil - dem Norden - finden dieses Wochenende intended burnings statt. Na toll!

Davon lasse ich mir aber noch lange nicht die Laune verderben. Auch nicht, wenn ich erst Freitagmittags davon erfahre! Joy ist Gott sei Dank genauso spontan wie ich, so dass wir am Samstagmorgen ganz spontan zum Campen in einen anderen National Park gefahren sind: Wilsons Promontory!

Nach drei Stunden Fahrt sind wir angekommen und nach dem wir ein hübsches Fleckchen gefunden haben, wo wir später unser Zelt aufschlagen wollten, haben wir uns gleich auf ein paar short walks durch den Wald zu ein paar Lookouts und zum Squeezy Beach. Anschließend haben wir uns eine lecker Suppe gekauft, die wir versucht haben auf einem öffentlichen Gasgrill aufzuwärmen - natürlich in der Dose, wir haben ja nichts zum kochen mitgenommen. Als unsere Suppe dann endlich lauwarm - gut wir wurden von ein paar Leuten "vertrieben" die ernsthaft grillen wollten - und verzehrt war, war es auch schon fast zu spät für den Sonnenuntergang am Whiskey Bay. Den schönsten Teil haben wir aber noch gesehen :-)

Da uns nicht bewusst war, dass man Nachts am besten durch den National Park streift und auf Tiersuche geht, sind wir ins Open Air Kino des Camping Platzes gegangen. Und als wir da raus kamen, war Joy hin und weg: Wombats überall!!! Und die sind doch soooooo cute!!! ;-))

In der Nacht habe ich noch ein paar Mal Angst gehabt, dass unser 35 Dollar K Mart Zelt wegfliegt, da es sehr windig war, und sich das ganze Zelt entweder merkwürdig aufgebläht hat oder sehr stark zur Seite geneigt hat … Es hat auf jeden Fall die Nacht überlebt!

Am nächsten Tag sind zwei Arbeitskollegen von Joy auf ein BBQ vorbeigekommen. Wirklich bekloppt fast 200 km zu fahren, nur um zwei Mädels einen Haufen Fleisch vorbei zu bringen. Während die beiden Jungs am liebsten den ganzen Tag am Grill oder zum Fischen am Wasser bleiben wollten, wollten Joy ich hinauf zum Mount Oberon. Den Rest des BBQ sollte es danach als Belohnung geben. Der Weg auf den Berg hat eine Stunde gedauert und war nicht sonderlich schön, da es einfach eine unasphaltierte Straße war und sich die Fauna rundherum auch nicht sonderlich stark beim Aufstieg verändert hat. Die Aussicht vom Berg war allerdings gigantisch und hat für einiges entschädigt.

Das anschließende BBQ ist ausgefallen, da die beiden Jungs beim Fischen nichts gefangen haben und sie deshalb gelangweilt nach Hause gefahren sind. Somit haben wir auch den Heimweg angetreten. Gut unterwegs haben wir noch ein bisschen Wein getestet. Oder besser gesagt ich habe getestet und Joy gekauft … perfekte Arbeitsteilung ;-)


Malvern East


 

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