52 weeks of Ireland! (...maybe more) - Reisebericht von Liisa bei triplib.

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Liisa
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Die Idee: Meine Englischkenntnisse verbessern und ein Jahr in dem schönsten Land verbringen, von dem ich je gehört hab!
Das Ziel: Ein Praktikum und damit meine Fachhochschulreife machen und beruflich gesehen mal eine Entscheidung treffen.

Und jetzt:
Get up and do it!

Weilheim an der Teck


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Vorbereitungen

Okäääääy:
Der letzte Monat ist schon am laufen. Ich kann mir nicht vorstellen dass ich in 24 Tagen im Flieger nach Irland sitze!
Gut einen Vertrag hab ich noch nicht unterschrieben und bisher hab ich auch nichts mehr von Irland gehört, weder von der Organisation, noch von dem Unternehmen, bei dem ich letzte Woche ein Online-Bewerbungsgespräch hatte. Sollte ich mir Sorgen machen?
Erstmal Abwarten: das wird schon noch. ;) Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen in einem Monat NICHT in Irland zu sein!


Es geht vorran...

Yeah! Ich hab den Praktikumsplatz! Auf Nachfrage gab's dann doch endlich ne feste Zusage.
Und für den Flug hatte ich damit auch grünes Licht: GEBUCHT.
Jetzt sind es nur noch 18Tage... die Zeit rennt und mein Herz zerspring halb vor Vorfreude! ;)


Abschied... :(

Meine letzte Woche in Deutschland ist schon halb vorbei!
Viel Zeit bleibt mir nicht mehr und jedesmal, wenn ich nun in die Gesichter blicke, die mich umgeben, dann immer mit dem Gedanken, dass es das letzte Mal für eine ganze Weile sein könnte...
Ob ich aufgeregt bin? Nein, eigentlich nicht... es überkommt mich eher in Wellen: mal Freude, mal Panik! Aber bisher ist die ganze Sache immernoch so ungreifbar, das für wirkliche Aufregung kein Grund besteht.
...in 4 Tagen ist es soweit...


Sonstiges

Buchtipp

Warum ich nach Irland will?
Weil ich hoffe aus dem Flugzeug auszusteigen und von Menschen umgeben zu sein, die genauso verrückt sind und das Leben genießen wollen, wie ich!
Schuld an dieser Vorstellung ist unter anderem Tony Hawks' Buch (Genre einzigartig) "Mit dem Kühlschrank durch Irland".

Meine Bewertung

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Dublin


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1. Woche

So, die erste Woche hab ich in ca. 7,5 Stunden hinter mir!
Es scheint Ewigkeiten her zu sein, dass ich Am Flughafen in Dublin angekommen bin und verzweifelt nach meinem Taxi gesucht hab. Ja, dass war auch so ein Act! Die Wegbeschreibung zu den Taxis hat nämlich nicht ganz gestimmt, also bin ich den Schildern gefolgt... Die haben mich auf die falsche Straßenseite geführt und am Dubliner Flughafen darf man die Straße nicht einfach so überqueren. Nein, da heißt es, 300m zurück, in den Fahrstul einsteigen, hochfahren, über eine Brücke die Straße überqueren, den nächsten Fahrstul suchen, wieder runter, und wieder zurück laufen. Luftlinie: ca. 5-6m. Tatsächliche Strecke: ein gefühlter Kilometer! Dann das nächste Problem, das Taxi war schon bestellt und bezahlt, also konnte ich nicht einfach ins erstbeste einsteigen. Man hatte mir gesagt, dass vorallem Taxis hinkommen würden, die Leute ZUM Flughafen bringen, weshalb ich nach dem vermutlich einzigen leerstehenden Taxi Ausschau halten sollte... vor mir Standen aber ca. 20 leerstehende Taxis! Und natürlich hat mich jeder so angeschaut, als wäre er extra wegen mir gekommen! Gott sei dank hatte ich die Handynummer MEINES Taxifahrers und letztendlich haben wir uns dann auch gefunden.
Okay, mit Startschwierigkeiten wegen dem Taxi hatte ich nicht gerechnet. Aber das sollte nicht das einzige Problem sein, das ich nicht in betracht gezogen hatte!
Mit dem Erhalten der Unterkunft lief dann alles wie geschmiert. Man hat mich sogar so in Dublin platziert, dass ich nur 15-20min. Fußweg zur Arbeit hab und mir somit das Geld für den Bus sparen kann.
Und dann war ich endlich angekommen, in meinem Zimmer, hatte alles erledigt, musste niemanden mehr anrufen und war endlich allein! Vollkommen allein! Wirklich schreklich ALLEIN!!! Und ich konnte nichtmal Daheim anrufen weil mein Handygeld leer war. Da kam plötzlich ein furchtbar mieses Gefühl auf, das ich bisher nie kannte: Heimweh! Von all den Problemen, mit denen ich in der Anfangszeit gerechnet hätte, war Heimweh eines mit dem ich überhauptnicht gerechnet hatte! Ich war endlich in Irland, in Dublin, dem Ort den ich seit einer Ewigkeit ersehnt hatte und hatte so etwas banales und irrationales wie Heimweh! ICH! Die immer so cool war, wenns um's "von-zu-Hause-weg-sein" gieng!
So war ich ganz froh, dass ich gleich am Montag mit meinem Praktikum beginnen durfte. Da stand ich nun, vor einer Doppelhaushälfte im südlichen, früher reicheren Teil Dublins.
Die Führung durchs Gebäude, von der ich erwartet hatte, dass sie mich die ersten 20minuten beschäftigen würde dauerte gerade mal 5min. Denn, der Teil des Hauses, der was mit dem Unternehmen zu tun hat, bei dem ich arbeite besteht aus zwei Zimmern und dem Zugang zu zwei Toiletten und zwei Küchen. Jey...? Wirklich, Büroräume hatte ich mir etwas anders vorgestellt! Zum beispiel ohne Flecken auf dem Teppichboden. Und vielleicht auch ohne Teppichboden- schließlich gibt es unempfindlichere Bodenbeläge.
Aber was solls, die Arbeit ist bisher ganz in Ordnung. Meine Aufgabenbereich: Recherchen und Scannen. Die ersten zwei Tage durfte ich sämmliche Infos über ein laufendes, ein vor der Fertigstellung stehendes und ein bald beginnendes Projekt lesen. Bei den ersten beiden Projekten bedeutete das, eine Inhaltsangabe und Facebookseiten lesen und ein paar kurze Viedeos anschauen. Bei dem zukünftigen Projekt bedeutete das: 115 Seiten Drehbuch lesen! Verdammt, Frau Hinneberg (meine letzte Deutschlehrerin) hatte doch recht damit, dass wir unsere Lesegeschwindigkeit erhöhen sollten! Ach ja und die eigentliche ERSTE Aufgabe die ich hatte war folgendes: im Internet nach portugiesischen Chefköchen suchen, die sich für eine Fernsehsendung eignen, möglichst nicht ganz Namenlose. Wie? Ich bin keine 5 Minuten da und fang gleich voll an? Naja, ein paar Köche werde ich ja wohl zusammensuchen können. Hab ich dann auch letztendlich geschafft. Nachdem ich Profile von sämmtlichen Portugiesischen Köchen durchgelesen hatte (und es waren nciht wenige) hatte ich 4 rausgesucht, die meiner Meinung nach am passendsten waren. Alles in eine E-Mail kopiert und fertig! Haha, dachte ICH! Keine 2Minuten Später kommt meine Chefin in Zimmer, trommel das gesammte Team um mich rum zusammen und dann sagt folgendes: Liisa, wie wäre es, wenn du uns kurz präsentierst, was du so rausgefunden hast? W-w-wiebitte? SCHLUCK! Ich hatte mir so viel Profile durchgelesen, dass ich einen Koch nichtmehr vom anderen unterscheiden konnte. Also, erstmal die INternetseiten aufrufen, um das Bild zu zeigen: "Also der hier, der, ähm, hat einenn Michelinstern und ähm... kocht typisch portugiesisches Essen...ähm... glaube ich... und der hier... hat auch einen Michelinstern oder wurde für einen nominiert...ähm...."
Gott sei dank hab ich ein echt nettes Team während ich vor mich hin gestammelt hab haben sie die Internetseiten überflogen und mri auf die Sprünge geholfen! Jetzt liegt immer ein Notizblock neben meiner Tastatur: ich bin ja nicht doof! ;)
Und auch privat wurde es besser. Ich vermisse immer noch alle meine Freunde und meine Famlilie, das vermissen wird auch nciht besser und ich hab akzeptiert, dass es wohl nie weg gehen wird. Aber das soll es ja auch nciht. Ich hab nur gelernt damit umzugehen. Und jetzt, wo ich mich auch besser mit meinen Mitbewohnerinnen versteh ist alles leichter. Ich geh jetzt auch mal in Gesellschaft aus dem Haus. Das einzige Problem: ich lern nur Deutsche kennen! Wofür bin ich überhaupt nach Irland gegangen! Ich hab ohnehin das gefühl das nur ein geringer Anteil der hier lebenden Menschen tatsächlich irischer Abstammung ist. Die meisten sind tatsächlich Auslnder aus aller Welt. Aber das ist kein Grund dafür, dass mir überall nur Deutsche begegnen. Einer, der sich im Hardrockcafe zu uns gesetzt hatte (ich war mit meiner DEUTSCHEN Mitbewohnerin und ihren Freundinnen aus) wohnt sogar gleich bei mir um die Ecke: er kommt aus Nürtingen und Arbeitet in Kirchheim. Jup... das nenn' ich Erfolg!^^
Andererseits ist es ganz nett, das ich überhaupt ein paar Leute kenn und nciht immer allein durch die Straßen laufe. Und die Iren erwische ich auch noch, auch wenn ich jeden Stein in Dublin einzeln umdrehen muss! ;)
Das wars auch schon über die erste Woche, ist ja nicht so, dass ich hier einen Roman verfassen will, hihi!

Ich halt euch auf dem laufenden.

And meanwhile: GET UP AND DO IT!



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Mein erstes Irish-Pub-Elebnis

In einer kleinen Gasse sticht ein knallrotes Gebäude hervor. Der Innenraum sieht klein aber gemütlich aus. Schon beim betreten steigt einem der Geruch von frischgezapftem Bier in die Nase. Alle Augen sind auf einen Bildschirm in der Ecke gerichtet. Fußball. Irland gegen irgendeine andere Mannschaft. Das Bild der gebannten Männerblicke die an der flimmernden Scheibe zu kleben scheinen, kenne ich auch aus Deutschland, also nix Neues. Auf dem Weg zur Bar begegnet mir der durchdringende Blick des Barkeepers. Seine Worte gehn im allgemeinen Lärmpegel unter aber was sie bedeuten ist nicht schwer zu erraten. "Two Guinness!". Die Worte kommen aus dem Mund meiner Begleitung. Der Barkeeper nickt kurz und deutet an, dass wir uns setzen sollen. An der breiten Fensterbank stehen noch zwei freie Barhocker. Kaum haben wir uns gesetzt, stehen auch schon zwei frisch gezapfte Guinness auf dem Tisch, natürlich mit dem Vermerk zu warten, bis das noch milchige Getränk, vollkommen klar ist.
Dann ist es soweit. Als unerfahrende Biertrinkerin, sozusagen als Biertrinker-Jungfrau, habe ich anfangs noch mit dem Schaum zu kämpfen, aber dann der Erfolg: mein erster großer Schluck frischgezapftes Guinness. Angeblich schmeckt es gezapft am Besten!
Zu meiner Überraschung schmeckt es nicht so übel wie ich es mir vorgestellt hatte. Im Gegenteil. Wärend der nächsten Schlucke warte ich noch auf den unangenehmen bitteren Geschmack, den ich von Bier in Erinnernung hab - er bleibt weg. Klar, etwas bitter ist es schon, aber ich kann mein erstes Guinness richtig geniesen!
Im laufe des Abend führt Irland 2:1. Den großen Schlusspfiff verpasse ich und der neugierig erwartete "Craig" bleibt auch aus.
Der letzte Schluck Guinness ist auch schon weg. Bleibt nur noch der Weg zu Bar, zum zahlen. Der Barkeeper nickt uns schon von weitem zu.
Als er uns die Rechnung vorlegt will ich es aber endlich wissen: "Sorry, but how do you say "cheers" in Irish?". Ohne aufzublicken antwortet er: "Sláinte!" - "Sláinte?", wiederhole ich, nicht sicher ob ich es richtig ausspreche. Ein freundliches Nicken erhalte ich als Antwort, dann verschwindet er plötzlich. Klar, das Wechelgeld! Aber außerdem Wechselgeld bringt er ncoh ein Stück Papier mit. In deutlichen Lettern schreibt er SLÁINTE = good health. Dazu kommt noch die Erklärung. "But you say the same for goodbye. Goodbye is: Slánt, and cheers is Sláinte."
Zum Abschied schenkt er uns noch ein freundliches Lächeln und dann drehen wir dem Pub den Rücken zu und suchen den Weg aus den Gassen nach Hause.


2 done 50 to go

So, die zweite Woche ist jetzt auch schon fast rum.
Abschließen werde ich sie mit einem Ausflug nach Howth morgen.
Es fühlt sich viel länger an...
Resumée für die zweite Woche:
Das Leben hier wird leichter. Aber es ist von Anfang an etwas andere ob man hier für einen Urlab herkommt oder mit dem vorhaben hier zu wohnen. Man sieht die Dinge einfach mti anderen Augen. Nicht mit dem Kuhäugigen: "Wow, das ist in Deutschland anders, aber cool"-Blick sondern eher mit einem "Oh mein Gott, das ist in Deutschland anders und ich muss ein Jahr damit klarkommen"-Blick.
Nein, ist ja nciht so dass alles schlecht wäre. Ich verstehe mich mitlerweile prima mit 3 meiner 4 Mitbewohnerinnen und am Montag wir die ausgetauscht, mit der ich mich nicht so gut verstehe. Ich hoffe es kommt eine, die zu unserer kleinen Truppe passt. Heute haben wir das Wohnzimmer etwas umgestellt und dadurch schon ein ganzes Stück gemütlicher gemacht. Und wir haben beschlossen in Sachen Sauberkeit und Hygiene etwas besser zusammenzuarbeiten. Mal sehn ob's klappt, aber eigentlich können wir ganz gut untereinander über die Dinge reden, die uns stören. Vorallem weil sie meist jede von uns stören!
Und wenn am Montag noch ein passendes Mitglied für unsere 5er-WG einzieht, dann bin ich schon wieder ein Stück zufriedener.
Und die Heimwehwellen kommen auch schon weniger häufig und weniger stark. Von Heimweh kann eigentlich garnicht mehr die Rede sein. Klar, ich vermisse alle meine Freunde und vieles, was ich in Deutschland als selbstverständlcih angesehen habe. (Wie z.B. genießbare Wurst...). Aber, das Heimweh-Gefühl hat sich eher in Frustration umgewandelt, wenn ich mal wieder einen Tag voller Tätigkeiten im Büro hatte, die mir den letzten Nerv geraubt haben. Und Frustration ist eher eine Herrausforderung, während Heimweh einfach unfair und entwaffnend ist!
Da es nicht viel mehr zu sagen gibt, mach ich an dieser Stelle Schluss, nicht, dass ich noch anfange jemanden zu langweilen... ;)
Get up and do it! :)


Sehenswürdigkeiten

North Bull Island

Wer ein Stück Grün, ein Stück Irland in Dublin sucht, hier auf der kleinen Insel vor der Küste Dublins, hab cih mein erstes Sück Irland in Dublin gefunden! ;)

Meine Bewertung

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Howth

Blick von Howth auf Dublin

Blick von Howth auf Dublin


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Howth und Woche 3

Wow! Ein absolutes muss, vorallem, wenn man wie ich, in Dublin festsitzt, naja, jedenfalls unter der Woche!
Also, am Sonntag giengs also nach Howth, der kleinen Halbinsel nördlich von Dublin.
Am Anfang war ich ja nict ganz wo begeistert! Klar, der Hafen ist schön schnieke und man hat eine schönen Blick aufs Meer und die Insel vor Howth und das absolut unirische, hammergeile Wetter hat natürlich auch noch zu einer schönen Aussicht beigetragen. Allerdings war alles voll mit Touris und auf den schmalen Wegen die Küste entlang haben mir die ganzen Menschen, denen wir nicht ausweichen konnten, den letzten nerv geraubt! nach der halben runde, hat uns dann der Magen geknurrt, also ncihts wie zurück zum Hafen udn auf ins nächte Restaurant. Das war ein Fehler! Das billigste Mittagessen, also ein wirklcihes Essen und keine blose Vorspeiße, waren Fish 'n Chips für UNGLAUBLICH 16€!!! Und dann werden n och 3€ Service draufgeschlagen! Und wofür? Für leidlich aufmerksames Personal! Beim nächsten mal gibts n Lunchpaket! Naja, die Protion war wenigstens ordentlich (sie war geradezu monströs!!!) und so haben wir uns mit gestärkten Mägen auf zur zweiten Häfte der Inselbesichtigung gemacht. Und die war dann auch wesentlich erfolgreicher! Wir haben einen kleinen Feldweg gefunden, der von den Touristenwegen wegfürt. Außerdem gieng es auch langsam gegen Abend zu und pünktlich zum Sonnenuntergang saßen wir auf ein paar Steinen, mit wunderbarem Blick auf Dublin! Leider haben die Wolken die Sicht etwas verdeckt. Schön war es aber trotzdem und anschließend gab es dann ne Nachtwanderung über teils ziehmlich rutschige und im dunklen unberechenbare Wege. Die perfekte Gelegenheit für ein paar ernstere Gesprächsthemen: Freundschaft, Zukunft, Hoffnungen, Erwartungen, Wünsche... Ich bin nur einmal FAST ausgerutscht und so sind wir heil wieder am nun dunklen, aber auch Menschenleeren Hafen angekommen. Auf in die Dart und nichts wie Heim ins Bett! Nach der Tageswanderung hat nämlich jeder Muskel weh getan und meine Füße konnte ich schon garnichtmehr spüren!
Die Halsschmerzen, die ich in Howth zum ersten mal gespürt hab hab ich dann mit in die nächste Woche geschleppt... sie haben mich zwei Nächte lang nciht schlafen lassen und schließlich zum heutigen Tag: dem längsten Tag in der Geschichte der Arbeitstage geführt! Mit versopft der Nase und dem mega Schädel bin ich heute den ganzen Tag im Geschäft gesessen! Von den Aufgaben her hat sich nicht viel geändert. Und normalerweise kriege ich die Arbeitstage auch ganz gut rum. Aber heute dachte ich um2 Uhr Mittags schon es könnte endlcih Feierabend sein: ja, wenig Vitamine, wenig abwechslungsreiche Ernährung und an dem verdammt regnerischsten Tag meines bisherigen Aufenthalts haben ihr nötiges dazu beigetragen, dass ich jetzt mit verstopfter Nase dasitze! Da ist es ganz praktisch, dass ich eine amerikanische, gelernte EX-Krankenschwester als Mitbewohnerin hab, die selbst vor kurzen krank war und somit genau die richtigen Tabletten für meine pochende Stirn übrig hat!
Naja, soweit zum aktuellen Stand, mal sehn was das Wochenende so übrig hat: ein besuch in der Trinity College Library? Ein Irish-Coffe im kleinen Pub um die Ecke? Da fällt mir ein: ich hab ne lange Liste abzuarbeiten: hab die Iren in nem Forum nach "real Irish Pubs" gefragt: die Antworten waren zahlreich! Allein 7 wirden mehrfach genannt und stehen somit in der näheren Auswahl! Da bleibt nur ncoh eins zu sagen: Sláinte!


Baile Átha Cliath

Found myself again-Samstag

Wer hätte es gedacht!
Eigentlich wollt eich nur mein Versäumnis aufholen und mir ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen. Da kam mir der Tipp eines Freundes gerade recht: es gibt Organisationen in Dublin die kostenlose Führungen anbieten. Die Guides sind dabei Studenten, die allein durch Trinkgelder bezahlt werden: niemand muss zahlen!
Hört sich doch verlockend an und zum Beginn gibt es auch noch Kaffee, Tee und Kekse umsonst.
Die Führung begann um 11 Uhr und ging etwa bis halb 2 mittags, mit 20-minütiger Pause. Und war mehr Geld wert, als ich geben konnte!
Unser Guide war eine junge, flippige Psychologiestudentin aus Cork. Lebhaft und auf Zehenspitzen, um mit Ihrer Stimme die Menschentraube überwältigen zu können, brachte sie uns nach Templebar, Dublin Castle, zu den 40-Steps (die wohl gefürchtetsten 40 Stufen Dublins, weil es dort anscheinend Spuken soll), zu Christchurch Cathedral (ein Relikt aus Wikingerzeiten), zur Ha'Penny Bridge und zum St. Stephens Green-Park um den Rest irischer Geschichte noch aufzuholen.
Trotz der Länge hatte ich keine Gelegenheit mich zu langweilen! Die Erzählungen aus Irlands Vergangenheit waren mit persönlichen Anekdoten aus der Familiengeschichte ausgeschmückt. Und ich war schon immer der Meinung, dass persönliche Schicksale Geschichte erst wirklich interessant machen.
Danach folgte ein kleiner Stadtbummel: am Anfang der Grafton Street der Berühmten Dubliner Shoppingmeile, begrüßte uns eine Straßenband! Ja, eine Band und keine einfachen Straßenmusikanten. Ein Typ mit Schlagzeug und, ich hab nicht so genau hingeschaut, aber ich könnte schwören, ein Typ mit einer Gitarre und einer mit Bass. Zwei Verstärker, unterstützten die Klänge und ein Stück Seil kennzeichnete Ihre Bühne. Zusätzlich dazu stand noch ein Koffer vor ihnen um mögliches Kleingeld einzufangen und ein Schild am Koffer forderte dazu auf: „Please help us! Our girlfriends need new clothes! Thank you!“
Soso, naja, genug gegafft und nicht gezahlt,und weiter geht’s! Wir gingen weiter, bis ich wegen eines, auf einer Truhe stehenden Typen anhielt, der mir leid tat, weil er sich die Kehle aus dem Hals schrie und niemand ihm Beachtung schenkte: großer Fehler! Oder großes Glück! Nach dem er uns bzw. mich an der Leine hatte war der Rest ein Kinderspiel. Im null Komma nichts wurde aus der desinteressierten Menschenmenge, die ihn keines Blickes würdigte, eine gaffende Traube... Geschickt weckte er das Interesse der Passanten durch Trick sie: „Ich zähle jetzt auf 3 und dann fangt ihr an zu klatschen und zu jubeln! Alle anderen werden denken hier läuft was hammer cooles und bleiben stehen um zu gucken!“ Nach viel Gerede folgte dann auch endlich die Show und die war wirklich sehenswert! Ein Handstand auf 6 wackeligen Ziegel-ähnlichen Steinen auf der wackeligen Box, dann einen Stein nach dem anderen wegwerfen, ein 6 Fuß hohes Einrad, dass er in einer Psycho-Weste mit nach hinten gebundenen Armen besteigt und sich, während er auf der Stelle das Gleichgewicht hält, entfesselt... beeindruckend und dabei hat es so simpel begonnen: mit zwei dummen, die sich angeschaut haben wie er ein Taschentuch in seiner Hand verschwinden lässt...
Und dann war es wieder da: das Gefühl ich selbst zu sein! Das Gefühl der tiefen, inneren Zufriedenheit, die durch kurzfristige oberflächliche schlechte Laune zwar kurzzeitig überdeckt werden kann, aber die darüber hinaus immer weiter besteht! Jetzt hab ich mich wieder gefunden! Jetzt bin ich angekommen!


All the small things...

Kaum zu glauben, meine 5. Woche neigt sich langsam dem Ende zu und der Alltag hat mich eingeholt: Im Supermarkt geh ich geziehlt auf die richtigen Regale zu, den Weg in die Stadtmitte kann ich fast Blind und je nach Verkehrslage auch minutengenau berechnen wann ich wo sein werde! Auch die Arbeit ueberrascht mich nicht mehr... die Aufgaben wiederholen sich groesstenteils. Das heisst nicht, dass es langweilig wird (naja, manchmal schon, wenn ich mal wieder den ganzen Tag das gleiche machen muss), ich kenne mich nur langsam aus, das macht die Sache auch um einiges leichter.
Und dennoch: All the small things, koennen mich noch immer ueberraschen!
Erst vor kurzem, es muss wohl am Sonntag letzte Woche gewesen sein, war ich Einkaufen um meinen Vorrat fuer die Woche aufzufuellen. Wie gesagt, ueber die einzelnen Schritte denke ich schon garnicht mehr nach, das geht alles automatisch. Auf dem Rueckweg durchquerte ich mal wieder den St. Stephens Green Park, weil das der kuerzeste weg nach Hause ist. Mit Kopfhoehrern in den Ohren und meinem ueblichen, breiten laecheln spazierte ich gedankenverlohren durch den Park. Schon von weitem konnte ich vor mir einen Mann im Rollstuhl sehen, der eine Neon gelbe Jacke trug, solch eine, wie man sie traegt um vorallem Im Strassenverkehr besser gesehen zu werden. Ich dachte mir ncihts und wollte gerade an ihm vorbeigehen, doch sein Blick war auf mich gerichtet und seine Lippen bewegten sich. Als ich die hoerer aus den Ohren nahm, konnte ich ihn auch hoeren. Doch was auch immer er mir zu sagen versuchte, ich konnte es zunaechst nicht verstehen. Er sprach sehr leise und schien Schwierigkeiten beim Reden zu haben.
Und dann verstand ich! Er hatte durst und bat mich darum, ihm seine Flasche aus der Seitentasche zu holen und ihm einige Schlucke daraus zu geben. Voellig ueberrascht lies ich meine Einkaufstaschen fallen und half ihm. Und dann begann er zu reden... immernoch leise und schwer verstaendlich, aber auch beharrlich. Ueber das Leben, die Liebe, ueber Dublin, Irland auch ueber ihn. Er sagte mir, dass er an Muskelschwund leidet, dass es nichts ueberwaeltigenderes im Leben gibt als die reine Liebe, dass die Augen der Spiegel der Seele seien und dass er in den Augen der Menschen lesen koenne ob sie ehrlich sind, dass man sich selbst treu sein sollte, an sich selbst glauben sollte und stolz auf sich sein sollte! Und dann sagte er noch folgendes:

"There are three attributes in life:
- strength of yourself
- purity of your heart
- commitment to your interests"

Waehrend er sprach hoerte ich ihm zu, versuchte so viel wie moeglich von dem zu verstehen, was er mir sagte, gab ihm ab und zu wieder einen Schluck zu trinken, antwortete, wenn ich etwas zu sagen hatte...
Es waren nur 10 oder 15 Minuten, die wir da standen, am Rande des Parks. Und ich hab in meiner ganzen Zeit hier wohl keine irischere Unterhaltung gefuehrt.
Nach einer Weile meinte er, das in das Reden erschoepfe. Ich gab ihn noch einen Schluck aus seiner Wasserflasche, sagte ihm, dass ich die Unterhaltung mit ihm genossen habe. Das bestaetigte er und fuegte hinzu, dass ich eine gute Zuhoererin sei.

Mit einem letzten laecheln verabschiedeten wir uns und giengen weiter, beide in verschiedene Richtungen.

Bevor ich die Strasse ueberquerte schaute ich mich noch einmal um, aber da konnte ich ihn schon nichtmehr sehen...


Surfing in Dublin??!

Der Alltag verfolgt mich! - Aber ich bin schneller!
Kaum hatte ich einen hammer tollen Abend in der „Academy 2“ wo ich auf einem Konzert der „The Pigeon Detectives“ war, folgt schon der nächste.
Aber bevor ich damit anfange: die Iren haben echt keine Ahnung von Konnzerten! Als die Vorband gestern Abend spielte und ich muss sagen die Lieder waren echt gut, waren gerade einmal eine Hand voll Menschen in dem ohnehin schon kleinen Raum. Und dieses kleine Häufchen Elend sammelte sich so weit wie möglich von der Bühne entfernt: so geht das aber nicht! Also nichts wie vor! Für die Vorband konnten wir leider nicht mehr viel tun, allerdings sicherten wir uns so Plätze in der ersten Reihe für die richtige band. Und bis dahin war die „Halle“ (wohl eher das Wohnzimmer) schon gut gefüllt und an Spaß mangelte es mir auch nicht!!!

Aber Konzerte gibt es in Deutschland auch, internationale Bekanntschaften habe ich in Deutschland dafür bisher weniger gemacht.
Und das alles dank dem World Wide Web! Denn unter all den nutzlosen Seiten, Social Networks, Platformen und was es sonst noch alles gibt findet man auch hin und wieder einige nützliche! Und mit Hilfe einer dieser Seiten (www.soutchsurfing.com) haben wir Henry und Nicolas kennengelernt.
Der eine Peruaner, ein komischer Typ, spricht ein paar Brocken Deutsch, noch ein paar Brocken mehr Englisch und Reist durch die Welt... Mal hier hin, mal dahin, aber am liebsten zwischen Deutschland und Barcelona. Der andere, ein Franzose, so hat er sich mir jedenfalls vorgestellt und sich dann verbessert: Nein, eigentlich komme ich aus Kanada, dem französischsprachigen Teil, Quebec. Ahh, da klingelt es, der Teil von Kanada, den ich geschworen habe nie zu betreten! Laut hab ich das natürlich nicht gesagt, stattdessen haben wir angefangen uns zu unterhalten: über dieses und jenes. „Ich komme aus Roberval. Die Stadt liegt direkt am See. Alle Touristen kommen immer im Sommer, dabei ist die Stadt im Sommer wie jede andere auch... es ist heiß! Wenn ich Tourist wär, würde ich im Winter nach Roberval kommen. Die Stadt liegt direkt an einem großen See (die Ausmaße wurden auch genannt, aber die konnte ich mir nicht merken, zum Verständnis: der See muss RIESIG sein, denn man kann das andere Ufer nicht sehen!) und im Winter, wenn er zugefroren ist, dann wird ein Großteil der Fläche als Eislaufbahn genutzt und drum herum werden über 300 kleine Hütten aufgestellt, die die Leute benutzen um ihre Schlittschuhe anzuziehen oder sich nach aufzuwärmen, nachdem sie ein paar Runden gedreht haben. Wir sagen dazu: die Stadt auf dem Eis.“
Wow! Noch ein Ort den ich meiner Reiseliste hinzufügen muss!
Ich könnte noch weiter erzählen... aber im Grunde genommen haben wir über nichts Weltbewegendes gesprochen, Kleinigkeiten, es hat Spaß gemacht...
Zum Abschied gab es dann noch einen Bussi links und einen Bussi rechts (ich hasse diese Art von Begrüßung und Verabschiedung...) sowohl von dem Peruaner als auch von dem Kanadier (der im Übrigen erstaunlich weiche Gesichtshaut hatte, für einen Mann) und jetzt geh ich in mein Bett und versuch den Schlafentzug von gestern nachzuholen... Ups! Schon fast 2 Uhr morgens... Naja, dann muss ich den Schlaf halt ein ander mal nachholen...


Neues aus Dublin - Der Roman

Well, I guess there is a lot to tell…
Naja, nicht ganz so viel, aber irgendwas muss ich richtig gemacht haben, wenn ich mit Halsschmerzen und Husten, nass bis auf die Knochen im kalten Regen stehen und immer noch aus vollem Herzen: “I LOVE MY LIFE” denken kann!

Aber jetzt erstmal zum Anfang, was ist denn so alles passiert, seit dem letzten Mal?
Ach ja, ich hab es endlich geschafft mir ein Hobby zuzulegen. Nach langen Recherchen im Internet hab ich endlich etwas Passendes gefunden: The Dublin Film Makers. Eine Gruppe, die zum privaten Vergnügen Kurzfilme produziert. Und das Beste ist: zu einer unglaublich günstigen Monatsgebühr von nur 5Euro. Passt perfekt in mein Budget. Letzte Woche Mittwoch war dann auch schon das erste Treffen. Pünktlich um 7stand ich vor dem angegebenen Pub und hab gehofft jemanden reingehen zu sehen, den ich von den Bildern wieder erkenne. 07.05pm. Immer noch kein bekanntes Gesicht, also rein! Ich muss dazusagen, es war auch nicht ganz so einfach die Leute von den Bildern wieder zu erkennen. Aber nach ein paar Startschwierigkeiten hab ich die Gruppe in einem abgelegenen Teil des Pubs gefunden und wurde von Niall, dem Organisator herzlich Willkommen geheißen. Der Abend verlief echt gut, die Leute waren mir sehr sympathisch und da die Gruppe überwiegend aus Männern bestand (JUHUUU) hab ich mich auch gleich wieder wie zu Hause gefühlt (3 Jahre TG prägen einen mehr als man für möglich hält). Ich bin zwar die Jüngste in der Runde, abgesehen von mir reicht der Altersbereich von 24 bis Ende 40, dennoch habe ich mich wohl gefühlt. Weshalb ich zum 2. Treffen, welches Heute stattgefunden hätte nicht kommen konnte, erkläre ich, wenn ich zum 3. Punkt komme den ich hier ansprechen will. Aber der chronologischen Reihenfolge nach, kommt jetzt zunächst einmal das Wochenende. Die Samstagnachmittage versuche ich immer möglichst in der Grafton Street, der „Fußgängerzone“ von Dublin zu verbringen. Dieses Mal hab ich mir sogar ein kleines Kunstwerk für zu Hause gegönnt. (Stimmt, da war ja was, ich wunder mich immer wo mein Geld hinkommt!) Aber wesentlich interessanter war der Sonntag. Bereits erwähnter Peruaner hat mich nämlich eingeladen mit ihm und seinen Freunden nach Malahide zu gehen. Dort steht die angeblich älteste Burg Irlands. Wahrscheinlich eher die älteste, die noch voll instand ist. Und mal wieder habe ich zwei recht interessante Bekanntschaften gemacht. Vor dem Ausflug haben wir uns nämlich im „The Times“ Hostel getroffen, wo ich zufälligerweise mit einem irischen Seemann, bzw. sogar einem Kapitän ins Gespräch gekommen bin. Nach einer Weile haben wir angefangen über Unterkünfte zu sprechen, er hat gemeint, da er Minimum 10 Monate im Jahr auf See ist, lohnt es sich für ihn nicht eine Wohnung zu mieten. Als er gehört hat, Was ich für mein momentanes Appartement bezahle und was ich dafür für Konditionen habe war er fast schon böse auf mich: „Am Montag gehst du zum Friseur und lässt dir die Haare färben, nicht einmal eine Blondine kann so blöd sein!“. Schwer zu glauben, geschrieben und auf Deutsch hören sich die Worte unglaublich hart an. Ganz so gemein war es aber doch nicht: „Komm morgen wieder her, ein Anruf und hab innerhalb von 24 Stunden ein Appartement.“ Naja, bis Dezember hab ich meine Miete schon gezahlt, also muss ich solange noch hier bleiben. „Komm trotzdem! Ich zeig dir welche Appartements im Internet du dir anschauen musst und welche nicht.“ Was sagt man dazu, sehr freundlicher Mann! Allerdings bin ich am nächsten Tag nicht rechtzeitig aus dem Büro raus gekommen und als ich endlich im Hostel war, konnte ich ihn nicht mehr finden. Am Dienstag war ich noch mal da und hab ihn tatsächlich getroffen, allerdings war er total ausgewechselt. Statt dem freundlichen Seebär mittleren alters hatte ich einen übel gelaunten Mann vor mir, der mir die kalte Schulter zeigte… dann eben nicht. Ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf.
Und dann wären wir bei Heute. Schon wieder Mittwoch und dabei hat die Woche noch gar nicht so richtig angefangen. Und wie gesagt konnte ich nicht am DFM Treffen teilnehmen. Im Moment läuft im irischen Fernsehen nämlich eine 4-Teilige Serie, die meine Firma Produziert hat. Es geht um vier behinderte Menschen die sich selbst überwinden indem sie sich an einer Exremsportart versuchen. Der Moderator, Mark Pollock, ist einer der faszinierendsten und inspirierendsten Menschen der mir je begegnet ist. Mark ist blind, dennoch klettert er, macht wanderungen durch die Arktis, schreibt Bücher und versucht andere Menschen zu motivieren. Vor ca. einem Jahr hatte er einen Unfall und ist seit dem von der Hüfte abwärts gelähmt. Obwohl das Schicksal ihm ein weiteres mal übel mitgespielt hat, gibt er nicht auf: er ist davon überzeugt, dass er irgendwann wieder laufen kann. Um das zu erreiche geht er regelmäßig zur Reha. Allerdings sind die Kosten für die Reha sehr hoch. Dafür hat er folgendes Projekt gestartet: „Run for Mark in the dark“. Um an dem Lauf teilnehmen zu können ist eine Anmeldegebühr von 25Euro erforderlich, von denen dann Marks Reha-Kosten bezahlt werden sollen. Unser Büro, das wären meine Mentorin Catherine, die zweite Praktikantin Steffi und ich, hat geschlossen an dem Lauf teilgenommen, als Team „Yes I Can“. Leider hat es den ganzen Tag nicht aufgehört zu Regnen. Ich war schon gestern nicht ganz gesund und so kam es dazu, dass ich kurz vor 9 vom Schweiß und vom Regen auf dem Weg nach Hause war. Und wer begegnet mir, als ich in meine Straße einbiege? Der Organisator der Filmgruppe und zwei Mitglieder. Wir haben uns kur unterhalten, ich mag die Leute einfach und nachdem ich mich von ihnen verabschiedet habe, stand ich, nass bis auf die Knochen, mit Halsweh und Husten im kalten Regen und hab mir gedacht: „I LOVE MY LIFE!“


Killarney

Wer braucht schon die Welt? Zwei mal Irland to go, bitte!

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Naja, ganz so Ernst ist es nicht, aber ich möchte an dieser Stelle meine Eltern daran erinnern, dass ich IHRE Tochter bin und sie darauf vertrauen sollen, dass sie mir das richtige Maß an Vernunft und Menschenkenntnis beigebracht haben und ich nichts machen würde, wenn ich auch nur den Hauch von ernsthafter Gefahr empfinden würde. Und damit beginnt meine Geschichte:
Vor jedem Trip steht ein gewisses Maß an Planung, proportional zu den zeitlichen und räumlichen Ausmaßen des selbigen.
So weit so gut! Geplant war ein Wochenendtrip. Für alle die es noch nicht wissen: statt hungernden Kindern in Afrika zu helfen hab ich an Halloween ein Schaf adoptiert. Nicht einfach irgendwo um die Ecke, sondern natürlich am anderen Ende von Irland! :D
Kein Problem: Pussy-trampen ist die Lösung! Statt ewig am Straßenrad zu stehen und darauf zu hoffen, dass uns irgendwer auch nur die halbe Strecke mitnimmt, haben wir über schon erwähnte Internetseite (Couchsurfing) einfach eine Mitfahrgelegenheit organisiert.
Und somit ging es am Donnerstagabend letzte Woche auf ins große Abenteuer. Auch wenn es ein eigenartiges Gefühl ist mit dem Gedanken zu einem Treffpunkt zu fahren, gleich zu einem wildfremden ins Auto zu steigen. Aber jemand, der sich so viel Mühe macht uns zu helfen, wird wohl kein Serienkiller sein und ein bisschen Vertrauen in die Menschheit darf man ja wohl noch haben. Außerdem waren wir zu zweit! Die erste Begegnung mit unserer Mitfahrgelegenheit belohnte mein Vertrauen. Vor uns hatten wir einen sympathischen 26-jährigen Iren, der gerne Lacht und hilft wo er nur kann. Und so vergingen die 3,5-4 Stunden Fahrt wie im Flug.
Da wir erst gegen 9Uhr abends losgefahren sind waren wir auch dem entsprechend spät in einem kleinen Ort in der nähe von Listowel, Co. Kerry, Irland. Da es ganz klar zu spät war um noch selbst irgendwo hin zu reißen oder eine Übernachtungsgelegenheit zu suchen, hat uns Damien (unser freundlicher Ire) angeboten bei Ihm zu übernachten. Also. Mal abgesehen von dem offensichtlichen Vorteil, dass man über Couchsurfing eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit genießt, lernt man zu dem noch wirkliche „Einheimische“ kennen. Abends mit einem Iren in seinem Heim zu sitzen, seine Hunde zu streicheln, sein Bad zu benutzen und in seinem Gästezimmer zu schlafen bringt einen dem wirklichen Irland viel näher als in einem überteuerten Hotel oder einem schmuddeligen Hostel zu nächtigen.
Und am nächsten Morgen ist Damien sogar extra für uns früh aufgestanden um uns an die nächste Bushaltestelle zu fahren und uns so die weiterreise nach Killarney zu erleichtern.
An dieser stelle sollte ich vielleicht mehr über unsere Planung erzählen. Also, wir wollten Samstag eine Dingle-Peninsula Touri Rundreise machen, falls uns nichts anderes empfohlen wird, Samstag um halb 11 hatten wir einen „Termin“ bei der Farm und den Sonntag Vormittag haben wir für spontane Ideen frei gehalten… haha!
Denn wie so oft im Leben kam alles ganz anders. Um von Listowel nach Killarney zu kommen, mussten wir nämlich in Tralee in die Linie 40A umsteigen. So ein Pech, dass auf jedem Bus aber nur 40 steht und 40A scheinbar nur eine fiktive Linie ist. Wie auch immer: letztendlich sind wir in den falschen Bus eingestiegen. An sich war das nicht so dramatisch, da der Bus ohnehin nur noch eine Station weiter gefahren ist, bis zum Technical Institute of Tralee oder so und da dann Endhaltestelle war. Wir waren also nur 15min Fußweg vom Busbahnhof entfernt. Allerdings war unser Bus nach Killarney schon längst unterwegs und wir würden es uf keinem Fall mehr rechzeitig zu der Dingle-Tour nach Killarney schaffen.
Da saßen wir also: zurück am Busbahnhof in Dingle, mit einem Busticket, das uns den Einstieg in die Linie 40 gewährte, mit dem Wort Killarney so fein drauf gedruckt, dass der Busfahrer wohl kaum bemerken würde, wenn wir, statt in Killarney auszusteigen, einfach im Bus sitzen bleiben würden. Und plötzlich lag uns die Welt zu Füßen! Naja, zumindest Süd-/Süd-West-Irland. Den Linie 40 fährt bis nach Cork runter und passiert dabei auch den ein oder anderen Interessanten Ort.
Mit zu viel Zeit zum Pläne schmieden, Pläne wieder über den Haufen werfen und neue Pläne schmieden fielen uns 3 Optionen von hier aus ein: 1. rechtmäßig und Legal mit unserem Ticket bis nach Killarney fahren, 2. ein neues Ticket lösen und nach Dingle fahren und Dingle so weit wie möglich zu Fuß erkunden oder 3. Im Bus sitzen bleiben und schwarz bis nach Cork fahren oder irgendwo zwischen Killarney und Cork aussteigen wo es uns gefällt.
Nach langen Debatten sind wir zu dem endgültigen Entschluss gekommen: wir fahren schwarz und springen zwischen Killarney und Cork aus dem Bus um uns einen kleinen Irischen Steinkreis anzuschauen! Endgültig… unser Trip war wirlcih alles, aber niemals ENDGÜLTIG.
Denn in dem Moment als wir in Killarney am Busbahnhof hielten war unsere endgültige Entscheidung wieder zu nicht gemacht und wir verließen den Bus hier. Aus keinem besseren Grund, als dass uns einfach danach war.
Den Tag in Killarney verbrachten wir dann damit uns ein Fahrrad zu leihen und ein Stück des Killarney National Parks „by Bike“ zu erkunden. Anfangs etwas enttäuscht, weil jeder Weg zum See entweder durch ein Hotel oder ein Privatgrundstück versperrt war oder die Aussicht auf den See durch die Anwesenheit eines Hotels einfach zunichte gemacht wurde, fanden wir schließlich ein Plätzchen wo es uns ganz gut gefallen hat: Muckross Abbey, ein Kloster mit viel Geschichte, dass einige male zerstört und wieder aufgebaut wurde. Heute ist es in sagen wir, verhältnismäßig gutem Zustand. Das Dach fehlt, aber der Großteil des Gebäudes ist noch erhalten und begehbar. Einzig am Innenhof, der von einem Baum geschmückt wird, fanden Renovierungsarbeiten statt (oder nenn man es in diesem Fall Restauration? Instandhaltung? Naja, wie auch immer…).
Nach einem ausgiebigen Aufenthalt im Abbey machten wir uns dann auf den Rückweg. Ach ja, hab ich erwähnt, dass ich zu diesem Trip einzig und allein meine durchlöcherten Chucks dabei hatte? Denn, es war noch nicht so spät am Abend und in Irland haben die großen Supermärkte und Shopping-Center ohnehin lang auf, also war unser nächster Trip, nachdem ich in eine riesige Matchpfütze getreten bin, zum nächsten Shopping-Center um mir möglichst billig neue Schuhe zu kaufen. Ich hab erfolgreich ein sogar gefüttertes paar Sneaker (zu Deutsch Billig Chucks) gefunden die mir wie angegossen passten und mich nur 11€ kosteten.
Mit löchern in den Mägen machten wir uns anschließend auf die Suche nach einem Restaurant, dass uns von Damien wärmsten empfohlen wurde: „Pay as you please“. Übersetzt: eines dieser Restaurants wo man nur so viel zahlt, wie einem dass Essen auch wert ist. Da ich nun schon am Ende von DIN A4 Seite 2 bin mach ich es kurz: ich hab einen Salat und einen Schokokuchen gegessen, die mich auf Wolke 7 schweben liesen. Im ernst, ich hab geglaubt ich müsste tot und im Himmel sein!
Für den Samstag war dann ja geplant auf die Farm zu gehen. Zunächst wollten wir laufen, dann aber haben wir uns auf Trampen und im Notfall Fahrrad fahren festgelegt. Naja, sagen wir mal, im Hardcore Trampen hatten wir weniger Glück und standen dann irgendwann doch vor dem Fahrradverleih.
Ohnehin schon spät dran, weil der Fahrradverleiher eben typischer Ire ist und nicht um halb 10 da steht, wenn er um halb 10 auf machen sollte, sondern erst kommt, wenn ihm danach ist, machten wir uns also auf den Weg: vor uns lagen Rund 20km unebener irischer Straßen.
Und an diesem Tag hab ich plötzlich verstanden, warum es so viele scheinbar Verrückte gibt, die Ihre Familien für ein Jahr oder länger zurück lassen, oder Ihre Familie in Form ihrer Kinder mitnehmen und für 2 Jahre selbst unterrichten und das alles nur um den Pan-Amarican Highway entlang zu radeln. Je nach dem wo man Startet und Endet und welche Route man nimmt zwischen 20 und 25.000km! Auf der Straße für 8 Monate im besten Fall, eher noch länger!
Vielleicht übertreibe ich, ich bin vllt. Läppische 15km gefahren und musste aufgeben, weil Wind und Wetter es einfach unmöglich gemacht haben weiter zu kommen. Stattdessen ließen wir uns von John, dem männlichen Part auf der Farm abholen. Und dennoch! Nach einigen km befanden wir uns plötzlich in einer der beeindruckendsten Landschaften die ich je gesehen habe. Ganz plötzlich und das, obwohl wir mit unseren Rädern nicht allzu schnell vorwärts kamen. Mir wurde mit einem mal klar, was man alles verpasst, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Und auf was man alles verzichtet.
Jetzt brauch ich nur noch ein paar verrückte und gleich gesinnte die mit mir nächstes Jahr die Küste von Irland abfahren! Naja, soviel zu der Idee. Im Moment find ich es auf der Couch im warmen ganz gemütlich! 
Wie auch immer, irgendwann kamen wir dann durchnässt, aber durch die Heizung des Pickups, mit dem John uns aufgegabelt hat wieder aufgewärmt auf der Farm an. Zur Begrüßung gab es dann auf echt Irische Art Schwarztee mit Milch und zum Naschen „Schokofinger“. Im Prinzip sind wir die ganze Zeit drinnen gesessen und haben geredet, denn das Wetter draußen war mittlerweile so ungemütlich, dass selbst die Hunde lieber unterm Dach blieben. Und nachdem ich einige Jungschafe gesehen hatte, die schon fast so groß waren wie Ihre erwachsenen Artgenossen war meine Entscheidung gefallen: Alisdair ist gerade in Produktion und wird erst nächstes Jahr im Frühling geboren. Wenn das Wetter besser ist, so hab ich versprochen, komme ich wieder um all meine Vorteile als Special Adoptive Parent zu nutzen und mir einen kleinen neugeborenen Alisdair auszusuchen.
Nachdem wir dann noch ein paar Schafe und zwei von drei Pferden gefüttert haben hat uns John dann wieder den Großteil der Strecke runter gefahren und uns auf unser bitten am Torc Waterfall raus gelassen.
Ich weis nicht wie und warum, aber am Ende des Tages fanden wir uns nicht in Killarney, sondern in Dingle wieder, einem kleinen, aber im Sommer von Touristen belagerten Dorf am Meer. Statt eine weitere Nacht (gemütlich und warm) im Hostel zu verbringen hatten wir beschlossen wieder zu „Couchsurfen“ und verbrachten die Nacht, dieses mal tatsächlich auf Couch und auf dem Boden liegender Matratze, in einem Westirischen Messy Haushalt. Gut dass wir darauf nicht vorbereitet waren und keine Schlafsäcke dabei hatten und ich mir zumindest den Arsch abgefroren habe… Im laufe der Nacht habe ich so meine Methode entwickelt um möglichst warm zu bleiben: auf dem Bauch liegend und meine Arme unter mir vergraben hatte ich nur noch gefrorene Füße! Naja, das gehört wohl zu den Erfahrungen die man gemacht haben muss.
Schlecht gelaunt und wie gerädert haben wir am Sonntag dann noch einen kleinen Spaziergang am Strand entlang gemacht und uns auf den Bus wartend „Brown Bread Ice Cream“ geholt. Die nächsten 6 Stunden des 1. Advents, der sich so gar nicht nach Vorweihnachtszeit anfühlte haben wir dann im Bus verbracht.
Ich war wohl noch nie so froh zurück nach Dublin zu kommen. „Nach Hause“ zu kommen. So hat es sich jedenfalls angefühlt. Dublin ist wohl mittlerweile das, was für mich hier in Irland einem zu Hause am nächsten kommt. Bekannte Straßen, bekannte Gesichter, mein eigenes Bett!!!

The End


Dublin

Becoming mad? Insane? Totally and completely nuts? Becoming... ME?

I decided to do this one in English. Just cause it feels better – it feel right.

So first of all I’m sorry that I didn’t keep this diary up to date the last couple of weeks. There was stuff going on but first it was only repeating the things that happen nearly every day and then after New Years Eve I was suddenly so busy that I just couldn’t find the time an inspiration to write something.
But today, sitting at work, trying to teach myself stuff about making films, learning about directors and producers, camera, sound an lighting - I thought it would be a good time for a new entry.

There are some news so far: I moved at the beginning of January out of my old place into a new one. I lived there for 3 days before I decided I’m going to move out again asap. Now I finally got a new place, little bit more expensive but I love it and I feel very comfortable there. If it is only about drinking a coke instead of a Guinness next time I go out I think I can handle it!
Things in my film making group are going on as well. I joined an audition last weekend on Sat and Sunday. It was really interesting and I made sure that the director is staying in contact with me about the development of the film. I’d love to be part of it even if I can’t help a lot. Well, they DO actually need me cause I got the role of one of the main characters: Frank. But that’s another story.

However, I’m in such a motivational mood today so I thought I could share the thought I’ve been making of my future lately:

My new career plan: to dream for a living! You think that's naive? I learned: it's not! People say it all the time, but who actually believes in it: everything IS possible!!!
I’ve never been surrounded by so many people who just DO the things they want to do. How often did you say yourself: I would like to do that. But you always found a reason not to do it? Like: I would like to climb the Mount Everest but I not fit enough, I have to take care of my dog, I have to study first, I have boyfriend and I don’t want to leave him for such a long time. Bullshit!
Now that I’m here I learned the only thing, which keeps us away from doing things instead of dreaming of it, is our own weaker self.
I’m glad I figured that out now and not on my deathbed.

If you look back in time: The real difference (and that’s only my theory) between Steven Spielberg and all the John Does of us is that he just did the thing he loved to do and he wanted to do.

I want to do a trip around the world. Yes, I have to have a good education to make a living. Yes I am NOT getting younger. Yes I have friends and family. Yes, I have no money. But I can’t see any reason not to do it anyway.

I love films and I love being part of the development of a film. Yes it is hard to get a food into the film business. Yes it might be hard to make a living with it at the beginning. Yes I have no idea weather I want to do it for the rest of my live or only for a couple of years or even only a couple of months. I DON’T CARE! I’m going to do the only thing that is going to assure me not to regret anything in my life: I’ll get up and go for it! Or as I said in the very beginning of this diary: I’ll GET UP AND DO IT!

Do you know the feeling of making a decision and figuring out that it brought to the only place where you’re supposed to be to the only time you’re supposed to be there? I can tell you: It’s amazing.

And this entry shall be ended with a quote from one of my favorite movies “The secret garden”:

Collin: “It's like the whole universe is in here.” (Pointing at his chest)


One week in my life

Lang, lang ist,s her, seit meinem letzten richtigen Eintrag.
Da vieles hier alltäglich geworden ist und keine außergewoehnlich spannenden Dinge mehr passiert sind, habe ich lange keinen Grund mehr gesehen einen Tagebucheintrag zu verfassen. Doch wenn ich zuräck blicke, haben sich einige Kleinigkeiten angehäuft die meinen Alltag dramatisch verändert haben.

Also beschriebe ich hier heute eine typische Woche in meinem momentanen Leben:

Montag:
“Rollercoaster , holly roller, I got shot down in southern California”
Mein Zeichen – es ist Montag morgen zwischen 8.15 Uhr und 8.30 Uhr, Zeit zum aufstehen. Das Lied kann ich schon lange nicht mehr hören, da ich es schon in Deutschland als Weckton benutzt habe …allerdings steigert diese Tatsache die Effektivität meines Weckers.

Nun folgen die üblichen morgendnlichen Rituale: Duschen, Zähne putyen, anziehen, Frühstücken und ab an die frische Luft gegen 9.10 Uhr.
Dass mich der Bus, der praktisch vor meiner Haustür hält, bis vors Bäro fährt ignoriere ich meist. Statdessen genieße ich einen 30 minütigen Spayiergang in die Stadtmitte. Das kann auch unter anderem daran liegen dass ich häufig am Wochenende keine Zeit für Einkäufe hatte und dementsprechend nichts Essbares im Haus aufzufinden ist. Also gibt es einen köstlichen Cranberry Muffin von Spar zum Frühstück.
Gegen 9.40 Uhr erreiche ich meine Bushaltestelle am Trinity College um pünktlich um 10 Uhr im Büro yu sein… naja, falls der Bus mal pünktlich kommen würde…

Es folgen 7 Stunden voll von Tätigkeiten die mehr oder weniger das Recht haben sich Arbeit zu nennen.

5pm: Zeit das Büro zu verlassen. Da heute Montag ist, ist die Grafton oder O’Connell Street mein Ziel. Billiges, ungesundes Fastfood um die nächsten 2 Stunden gälisch Kurs zu überstehen.

Gegen halb 10, 10 komme ich dann endlich Heim. Meist wieder zu Fuß da auf den Bus warten und Heimfahren oder gleich direkt Heim laufen meist keinen Großen zeitlichen Unterschied macht.

Dienstag:
Bis 5pm sind eigentlich alle Wochentage gleich...
Dienstag’s treffe ich mich nach der Arbeit mit Dominik, einem meiner Freunde hier, meist vor dem kleinen Burrito und Tacco Laden in der South Great George Street (George Street). Nach einem geteilten Burrito und einem geteilten Milchshake geht’s dann weiter zum Theater Kurs. Jetzt folgen 2 Stunden dumme kleine Spielchen, verrückte Leute und haufenweise Impovisation und für mich persönliche Weiterbildung.

Zeitpunkt der Heimkehr: halb 10, 10
Mittwoch:
Gleiche Routine: 5pm und nichts wie raus aus dem Büro. Wo kriege ich heute billiges und ungesundes Essen?
Um 7 Uhr (pm) ist dann Treffen mit den Dublin Film Makers. Heute sprechen wir vermutlich über Liams Short, was brauch er an Crew? Ist Borchas Kammera dieses Wochenende verfügbar? Oder hat Andy heute wieder ein neues Skript das er der Gruppe vorstellen will? Hat Homan endlich einen Termin für sein Shooting festgelegt?
Wann ich heute Heim komme ist ungewiss. Meist schwankten die Zeiten so zwischen 9pm und Mitternacht.

Donnerstag:
„Pip-pip, pip-pip“ ... pünktlich wie ein schweizer Uhrwerk am Donnerstag Nachmittag bekomme ich eine SMS von Camilla (eine schwedische Freundin von mir). „Liisa! Wir haben dich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen!!! Heute wie üblich: 7pm vorm MacTurcaills auf ein billiges Pint?“
Klar Camilla! Wie könnte ich meiner Lieblingsschwedin das abschlagen!

Wochenende:
Die Wochenenden sind meist schon im Vorraus total ausgebucht: Shooting für Dublin Film Makers oder Dummy bauen, Auditions oder Rehersals... Wenn cih Glück habe finde ich Yeit mal wieder Wüsche zu waschen oder einkaufen zu gehen. Und ein Abend ist auf jedem Fall für unsere internationalen Kochabende reserviert! Was gibt es dieses Mal? Deutsch, Schwedisch, Ungarisch, Polnisch, Brasilianisch, Italienisch, Mexikanisch, Amerikanisch., Irish... wir lassen uns überraschen!!!

Ich würde es ja fast schade finden, dass das Wochenende schon wieder vorbei ist aber ich freu mich schon auf den nächsten Gälisch Kurs, Theater Kurs, das nächste Meeting mit den DFM etc...