Mit Captain Cook auf einem Segelboot in der Karibik - Reisebericht von Loretta0310 bei triplib.

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Loretta0310
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City of London

Premier Inn Gatwick

Premier Inn Gatwick


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13.3.2010

Sitze in einem fast leeren Flieger von Wien nach London Heathrow. Die Entscheidung für diesen Trip fiel vorgestern. Gleich die Flüge gebucht und wenn alles klappt, werde ich von Capt. Cook (nicht sein wirklicher Name :-)) am Flughafen auf Tortola abgeholt und auf sein Segelboot gebracht. Nach einem endlosen, kalten und grauen Winter in Wien freue ich mich auf Sonne und Meer.
Erst aber noch eine Nacht in London.


British Virgin Islands

Blick von der Trellis Bay auf Bellamy Cay

Blick von der Trellis Bay auf Bellamy Cay


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14.3.2010 Trellis Bay, Tortola

Flug von London nach Antigua und Ankunft in der Hitze. Hier geht man noch zu Fuß vom Flieger zum Flughafengebäude. Am Flughafen ist es chaotisch. Der LIAT-Flug nach Tortola startet dennoch pünktlich. Über Antigua ist es bewölkt, erst kurz vor Tortola reißt es auf und man sieht immer wieder kleine Inseln.
Der Flughafen ist klein, die Einreiseformalitäten kurz. Capt. Cook ist da und holt mich ab. Ein paar Schritte vom Flughafen zum Dinghy und damit zum Boot, das in der Bucht ankert. Ein Sprung ins warme Meer in der Abenddämmerung - danach einen Sundowner im Cockpit und ich werde bekocht. Das Leben kann schön sein.


Auf in die Cane Garden Bay

Auf in die Cane Garden Bay


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15.3.2010 Cane Garden Bay, Tortola

Am Morgen schwimmen, mit dem Dinghi zum Bellamy Cay und dann dieseln wir in die Cane Garden Bay an der Nordseite von Tortola.
Siesta, einkaufen und danach zu unserem nächsten Übernachtungsplatz, die Lee Bay auf Great Camanoe.
Der Boden ist felsig, also kein guter Ankergrund. Ein Katamaran liegt schon am einzig guten Platz in der Bucht. Unruhige Nacht da gefährlich nahe am Katamaran. Um 5 Uhr früh wechseln wir nochmals den Ankerplatz und schmeißen alles an Ankerkette rein, was wir haben.


B.V.I.

B.V.I.


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16.3.2010 Peter Island

Schnorcheln, Frühstück, allgemeine Bootsaktivitäten.
Gegen Mittag fahren wir Richtung Peter Island und ankern in der Dead Man's Bay. Einem der schönsten Strände der B.V.I., der aber zum größten Teil zu einem Luxusressort gehört. Es ist ziemlich rollig in der Bucht und mir ist ein bisschen flau. Am späteren Nachmittag fahren wir weiter und ankern 2 Buchten weiter in Little Harbour.


Little Harbour

Little Harbour


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17.3.2010 Little Harbour, Peter Island

Ankern den ganzen Tag in dieser schönen Bucht. Neben uns ankert ein Boot mit 4 Kanadiern, die uns ein kleines Korallenriff in der Bucht empfehlen. Etwas später fahren wir mit dem Dinghy zum Riff und schnorcheln dort ein bisschen.
In der Bucht ankern ein paar riesige Katamarane, neben denen unsere 16m Jacht fast klein aussieht.
Nach der Siesta wieder Bootspflege. Es gibt immer was zu tun.
Am Nachmittag kommt das Militär vorbei und informiert die vor Anker liegenden Boote, dass sie an Land ein paar Ziegen schießen wollen. Es gibt hier anscheinend eine ganze Menge davon. Ob das Militär die Ziegen für Ihre Verpflegung brauchen....?


Dead Man's Bay

Dead Man's Bay


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18.3.2010 Dead Man's Bay

In der Früh beobachte ich einen Delfin, der in der Bucht jagt.
Gegen Mittag machen wir ein paar Einkäufe in Road Town und ankern später in Dead Man's Bay. Es ist wieder ziemlich rollig aber ich habe mich schon daran gewöhnt. Wie jeden Abend kocht der Captain hervorragend. Die Reinigung der verwüsteten Kombüse ist dann meine Aufgabe.
Ich werde hier nie abnehmen!!


Little Bay

Little Bay


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19.3.2010 Virgin Gorda

Hab mir vor 2 Tagen am Niedergang die Rippen geprellt und das tut höllisch weh. Blaue Flecken überall. So ein Segelboot ist doch eine sehr ungewohnte Umgebung für mich.
Am Vormittag verlassen wir die Bucht und segeln nach Virgin Gorda in den Gorda Sound. Wir ankern zuerst in der Drakes Bay, segeln dann aber weiter in die Robins Bay. Außer uns ist dort nur ein Katamaran, bisher die einsamste Bucht.


Neckar Island

Neckar Island


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20.3.2010

Nutze die kühleren Morgenstunden um das Achterdeck zu putzen. Flugrost ist das Problem.
Am Vormittag fahren wir an die andere Seite des Sounds zum Bitter End Yacht Club, einem sehr schönen Ressort (Zimmerpreise ab $ 600,- aufwärts!). Ich nutze die Gelegenheit und Internet, um meinen Rückflug von Tortola nach Antigua zu buchen.
Wir ankern diese Nacht in der Einfahrt zum Gorda Sound zwischen Prickley Pear Island und Eustatia Island. Ein traumhafter Platz hinter einem Riff mit Blick auf Neckar Island, der Privatinsel von Richard Branson, die man für $ 47.000,- am Tag mieten kann. Dafür kann man aber auch bis zu 26 seiner Freunde mitnehmen. Sollte ich jemals im Lotto gewinnen...
Auch Eustatia Island ist im Privateigentum.
Der Tag vergeht mit Lesen und aufs Meer schauen. Am Abend gibt es ein wunderschönes Feuerwerk auf Neckar Island.
Auch am nächsten Tag bleiben wir an diesem wunderschönen Ort. Gleich ums Eck ist der Bitter End Yacht Club mit einem Massenauftrieb diverser Luxusyachten aber hier ist es komplett ruhig. Nur manchmal fahren Boote vorbei, die diesen Weg für die Ausfahrt aus dem Gorda Sound nutzen.
Am Strand gegenüber haben ein paar Leute vom Ressort ein Picknick. Wir fahren mit dem Dinghy zum Schnorcheln zum Riff (ein sehr gesundes übrigens) und zum Strand um uns ein bisschen die Füße zu vertreten.
Zusatz vom 24.8.2011: Neckar Island ist abgebrannt. Bis es Mr. Branson wieder aufgebaut hat, kann ich euch, meine lieben Freunde, leider nicht auf diese Insel einladen ...


Anegada

Anegada


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22.3.2010 Anegada

Mittags verlassen wir diesen traumhaften Ort und segeln Richtung Anegada. Ein kräftiger Südost mit 20kn bringt uns in ca. 2 Std. zu dieser Koralleninsel, der nördlichsten Insel der B.V.I. Im Gegensatz zu den anderen gebirgigen Inseln ist Anegada flach. Die höchste Erhebung ist gerade mal 8,5 m.
Wir ankern zuerst an der Westseite, dort weht aber ein kräftiger Wind und die See rollt ziemlich stark. Der Captain entscheidet, zum Mooring Field beim Pomato Point zu fahren. Es wird eine ziemliche Herausforderung, da das Kartenmaterial des GPS nicht stimmt und wir die Einfahrt durchs Riff finden müssen. Die Bojen der Einfahrt sind im nachlassenden Licht der Dämmerung und in der bewegten See schwer auszumachen aber auf den Captain kann man sich verlassen.


Anegada

Anegada


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23.3.2010 Anegada

Die Wolken vom Vortag sind weg und es ist ein wunderschöner Tag. Der Wind ist allerdings unverändert stark. Wie auf einer Schnur aufgefädelt laufen die Boote aus. An diesem Ankerplatz ist ganz schön was los. Eine Yacht verliert den Bootshaken beim Versuch eine Mooring zu fassen. Hinter uns sitzt eine Yacht im seichten Wasser fest.
Am Nachmittag fahren wir mit dem Dinghy an Land. Es ist alles ein bisschen verwahrlost aber mir gefällt das besser als all die Luxusressorts auf den anderen Inseln.
Am Abend essen wir Lobster im Anegada Reef Hotel.


Spanish Harbour

Spanish Harbour


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24.3.2010 Spanish Harbour

Wir verlassen Anegada und segeln gemütlich zu den Dogs. George Dog ist unser Ziel. Der Ankerplatz ist sehr schön aber auch sehr beliebt. Wir schnorcheln ein bisschen und fahren anschließend nach Spanish Harbour auf Virgin Gorda, wo wir ankern werden. Zum Abendessen gibt es Steamed Fish auf Salat- und Reisbet und einen Caribbian Rum Punch vor der Kulisse eines traumhaften Sonnenuntergangs.


The Baths

The Baths


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25.3.2010 The Baths

Am Morgen rücke ich wieder mal dem Flugrost zu Leibe. Es ist ein wunderschöner Morgen. Große Fische jagen kleine Fische, Pelikane jagen große Fische.
Wir fahren mit dem Dinghy zu den Baths. Das sind ein paar wunderschöne Strände mit Palmen und diesen rundblättrigen buschigen Bäumen und dazwischen mächtige, runde Steinformationen. Es sind eine Menge Leute da. Wir schnorcheln bis zur Devil's Bay und gehen dann zu Fuß zurück.
Am späten Nachmittag fahren wir in die Marina von Spanish Harbour und ich organisiere meinen Transport zum Flughafen kommenden Sonntag.


Pelikanrast

Pelikanrast


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26.3.2010 Virgin Gorda

Am Hügel neben unserem Ankerplatz baut angeblich der Oracle Boss ein Haus und ein Bagger ist lärmend am Werk. Um dem Lärm zu entgehen fahren wir zu einer der kleinen Inseln gleich neben den Baths. Sie heißen Jerusalem. Ein wunderschöner Ankerplatz.
Am Abend fahren wir zurück in die St. Thomas Bay bei Spanish Harbour.


Karma

Karma


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27.3.2010 St. Thomas Bay

Meinen letzten Tag verbringen wir gemütlich in der St. Thomas Bay.


B.V.I.

B.V.I.


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28.3.2010 Abreise

Das Ende dieses Urlaubs ist gekommen. Am Vormittag fahre ich mit einem Motorboot nach Beef Island zum Flughafen. Von dort fliege ich zuerst nach St. Maarten. Das ist der Flughafen mit der Landebahn, die gleich nach dem Strand beginnt. Dementsprechend niedrig donnern die Jets über den Strand. Wohl nicht der richtige Platz für ein Sonnenbad.
Ich fliege weiter nach Antigua, wo ich mich erstmals warm anziehe - die Klimaanlage am Flughafen kühlt auf gefühlte 15 Grad. Ich plaudere mit einem jungen Philippino, der die letzten 7 Monate auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hat und jetzt für 3-4 Monate nach Hause zu Frau und Kindern fliegt. Das Flugzeug nach London hat Verspätung weil ein Catering Wagen genau vor dem Flieger seinen Geist aufgegeben hat. Warum die Entfernung des Wagens so lange dauert, wird einem klar, wenn man die Bewegungsgeschwindigkeit der Leute in der Karibik sieht. Niemand hier hat es eilig. Stress ist bestimmt kein Thema.
Mit einer Stunde Verspätung geht es los. Nach dem Abendessen mache ich es mir auf meinen 3 Sitzen, die ich alle für mich alleine habe, bequem und schlafe bis der Kapitän die bevorstehende Landung ankündigt.
London empfängt mich trüb und kühl und auf dem Flug nach Wien beginnt es zu regnen. Ich bin wieder zu Hause.


 

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