Städtereise Prag - Die goldene Stadt - Reisebericht von movieguide bei triplib.

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Tschechische Republik
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Prag, die Stadt an der Moldau im Herzen Europas ist immer eine Reise wert. Mittlerweile hat sich Tschechiens Hauptstadt zur europäischen Metropole gemausert und ist ein beliebtes Reiseziel. Vorteil ist die ideale an Anbindung an das Bahnnetz, so das man auch Deutschland in wenigen Stunden bequem ankommt und sofort mittendrin ist. Wir nutzen ein verlängertes Wochenende um uns Prag einmal etwas näher anzuschauen.

Prag


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Mit dem Zug ins Zentrum von Prag

Die Bahn ist aus meiner Sicht die einfachste Art und Weise um aus Deutschland in die Metropole an der Moldau zu gelangen. Von Dresden benötigt man 2,5h. Der Prager Hauptbahnhof liegt sehr zentral an der Altstadt, so das wir auch unsere Unterkunft fussläufig wählten. Auch wenn die Preise mittlerweile angezogen haben, so kann man hier doch immer noch verhältnismäßig günstig übernachten. Um alle Facetten von Prag kennenzulernen sollte man 3 Tage einplanen, wenn noch Ausflüge in die Umgebung eingeplant sind, entsprechend mehr.



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Die Altstadt (Stare Mesto)

An unserem ersten Tag konzentrierten wir uns auf die Sehenswürdigkeiten der Prager Altstadt. Alle nennenswerten Highlights sind fussläufig gut zu erreichen. Nicht alle Attraktionen sind jeden Tag geöffnet, so das wir uns auf eine Auswahl konzentriert haben. Los gings am Platz der Republik, durch den Pulverturm in Richtung Altstädter Ring. Der Pulverturm kann bestiegen werden und bietet ein eindrucksvolles Panorama über die Altstadt. An Wochenenden sind hier Menschenmassen unterwegs die entlang des Prozessionsweges zur Karlsbrücke pilgern. Es lohnt daher immer mal wieder ein paar der unscheinbareren Nebengassen anzusteuern.



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Rund um den Altstädter Ring tummeln sich Schausteller und Markstände, hier lohnt es sich ein wenig zu verweilen und das Treiben zu beobachten. Einen Besuch in der Treynkirche sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Zur Zeit des Besuchs war das Altstädter Rathaus wegen Renovierungsarbeiten leider eingezäumt, aber die legendäre Prager Rathausuhr ist trotzdem freigelegt. Jeden Tag zur vollen Stunde versammeln sich hier unzählige Schaulustige um dem Glockenspiel zu zuschauen - wir waren etwas enttäuscht, denn das Spiel ist sehr kurz nicht sonderlich spektakulär.


Trdelník

Trdelník


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Vom Altstädter Ring aus kann man wunderbar das angrenzende Judenviertel besichtigen. Leider waren zur Zeit unseres Besuches aber die Synagogen geschlossen, so das es bei einem Bummel durch das Viertel blieb. Anschließend ging es zurück in Richtung Altstädter Ring, wo wir die traditonelle Gebäcksüßsspeise Trdelník probierten. Eine Art Brot, das auf einem Stock über Feuer gebacken wird. Sehr lecker!



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Weiter ging es nun auf dem Prozessionsweg in Richtung Karlsbrücke. Das Gedränge hier kann in den engen Gassen schon echt anstrengend werden, aber die Brücke ist nunmal das Highlight der Stadt. Auf der Brücke geben sich Musiker, Zeichner und Artisten die Ehre - bei schönen Wetter fühlt man sich eher auf dem Jahrmarkt. Man sollte in jedem Fall den Brückenkopf besteigen, von hier hat man einen wunderbaren Blick von Oben auf Moldau uns Karlsbrücke.



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Interessant ist auch die Umgebung der Kleinseite. Es gibt ein paar schöne ruhige Spazierwege entlang des Ufers. Hier kann man z.b. Schwäne füttern und dabei das eindrucksvolle Panorama der Altstadt genießen. Im Herbst gibt es rund um die Brücke kleine Märkte, wo neben Speisen z.b. auch Honigwein ausgeschenkt wird. Lecker!



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Prager Burg und Kleinseite

Unser zweiter Tag startete mit einem Spaziergang zur Prager Burg durch die Letna-Anlagen. Von der Prager Altstadt ist man schnell in der weitläufigen Parkanlage und spaziert direkt auf die Burg zu, am Morgen ist es hier herrlich ruhig. Interessant ist vor allem das Prager Metronom, hier befand sich während des Kalten Krieges ein riesiges Stalin-Monument.



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Mit der Prager Burg wartet heute die bekannteste Touristenattraktion auf uns. Man sollte sich einige Zeit nehmen, denn die Anlage ist sehr weitläufig. Das bekannteste Wahrzeichen ist dabeier der Veitsdom, eine der größten kothischen Kathedralen Europas und ein wahrlich imposanter Bau. Darüberhinaus lohnt ein Besuch des alten barocken Königspalasts, das Goldene Gässchen und die Wehranlagen um den Daliborka-Turm. Es gibt noch mehr zu sehen aber mit dem normalen Ticket ist der Eintritt begrenzt.

Auf keinen Fall darf man den großen Wachwechsel am Südeingang täglich um 12 Uhr versäumen (es gibt auch eine stündliche Ablösung, die fällt aber kleiner aus). Unbedingt einen guten Platz direkt bei den Wachposten sichern! Ein sehenswertes Spektakel. An Wochenenden kann man sich hier auch vor Ort mit Prager Street Food gut verköstigen.



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Wir bleiben den Nachmittag auf der Kleinseite, denn auch außerhalb der Burg gibt es einiges zu erkunden. Zum Glück ist alles gut zu Fuß zu erreichen. Wir starten mit einen Spaziergang auf den Petrin, ein Park der mit dem Prager Eifelturm einen schönen Aussichtsturm bereithält mit tollem Panorama über die Altstadt.

Auf dem Rückweg steuern wir das Strahovsky Kloster an, welches durch seine gut erhaltenen barockenen Bibliothekssääle einen Besuch wert ist. Allerdings darf man die Räumen nicht betreten und auch fotografieren ist nur gegen Gebühr erlaubt - wir habens trotzdem gemacht ;-). Dafür ist der Eintritt dann aber dochr echt happig.



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Für den Rückweg legen wir einen Stopp bei der Deutschen Botschaft (Palais Lobkowitz) ein. Ein geschichträchtiger Ort, denn hier suchten 1989 viele Ostdeutsche Zuflucht um in den Westen zu gelangen. Später verkündete Genscher vom Balkon die Ausreiseerlaubnis. Der Ort ist recht versteckt und man kommt auch nicht auf das Geländer, hat aber einen guten Blick auf den Balkon von der Rückseite der Anlage.



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Weiter in Richtung Altstadt sollte man sich auch einen Besuch der Lennon-Mauer nicht entgehen lassen. Die Mauer die zu einem maltesischen Kloster gehört, wurde während der 80er Jahre immer wieder mit Texten und Lennon-Bildern bemalt - auch als Protest gegen den Sozialismus.



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Morgendämmerung auf der Karlsbrücke

An Tag 3 hieß es sehr früh aufstehen, kurz vor 5 Uhr. Wer das ganz besondere Flair der Prager Altstadt erleben will muss vor allen anderen auf den Beinen sein, denn die Karlsbrücke ist tagsüber voll von Menschen. Hinzukommt das nur früh am Morgen sich hier ein wirklich mystische Stimmung verbreitet. Bewaffnet mit Stativ ging es in aller Frühe auf die Brücke, wo auch schon ein paar andere Hobbyfotografen warteten. Ich finde das frühe Aufstehen hat sich gelohnt:



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Wenzelsplatz und Umgebung

Nach einem ausgiebigen Frühstück stand nun das südliche Stadtzentrum von Prag auf dem Programm. Um am Schnellsten von A nach B zu kommen eignet sich die U-Bahn am Besten, schon allein wegen des futuristischen Designs der Bahnsteige sollte ihr man einen Besuch abstatten. Futuristisch ging es auch weiter: unser erstes Ziel, der Prager Fernsehturm. Der Bau wirkt wie ein Fremdkörper in Prag, das Design definitiv geschmackssache. Der Künstler David Cerny der überall in Prag Kunstwerke installiert hat, hatte die krabelnden Babys entworfen, was dem Ganzen eine ziemlich bizarre Note verleiht.



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Weiter gehts mit der U-Bahn in Richtung Moldauufer, wo das Tanzende Haus einen ebenso skurilen Blickfang bietet wie der Fernsehturm. Von hier aus erreicht man auch sehr schnell die Kirche St.Cyrill und Method, die während des 2. Weltkrieges ein wichtiges Mahnmal für den Prager Widerstand wurde. Zu Fuß spazieren wir weiter bis zum Wenzelsplatz, der Prachtboulevard von Prag mit vielen Einkaufszentren. Der Wenzelsplatz ist keine wirkliche Touristenattraktion, aber dennoch ideal zum flanieren und Entdecken. Für Kunstfans gibt es das ein oder andere Highlight auf den Boulevard bzw. im inneren einiger Gebäude wie z.b. den Kopf von Kafka oder dem heiligen Wenzel auf dem toten Pferd. Für Geschichtsfans ist ein Besuch im Hotel Jalta einen Besuch wert, hier kann ein Schutzbunker aus der Zeit des Kalten Krieges besucht werden.



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Bootsfahrt auf der Moldau

Von einer Bootsfahrt auf der Moldau von einem der zahlreichen Anbieter kann ich nur abraten. Wir buchten eine Tour zur Dämmerung, aber leider kann man den Ausblick kaum genießen, da man permanent von Ansagen in zig Sprachen aus einem der Lautsprecher vollgedröhnt wird. Das Wetter machte auch einen Strich durch die Rechnung, denn je später es wurde desto stärker wurde der Regen. Eine gute Gelegenheit sich einwenig in der Böhmischen Küche in einem der zahlreichen Wirtshäuser zu probieren.



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Prager Geschichte

Auch wenn Prag unterdessen eine moderne westliche Metropole ist, so gibt es immer noch viel zu entdecken für Geschichtsfans. Vor allem aus der Zeit des Kalten Krieges hat Prag noch ein paar Relikte, die man erforschen kann. Neben bereits genannten Plätzen, wäre da noch das riesige Nationmonument auf dem Vitko-Hügel zu nennen das ein Museum zum Thema Mumifizierung beheimatet. Wie Lenin wurde auch der erste kommunistische Herrscher Klement Gottwalt im Land als plastiniert und zur Schau gestellt. Leider hat es nicht jeden Tag geöffnet, so das wir den Besuch dort leider nicht einplanen konnten.
Wer mehr aus der zeit des Kalten krieges erfahren möchte, dem kann auch ein besuch im Kommunismus Museum empfohlen werden. Die Aufbereitung ist zwar eideutig pro-westlich, aber sehr interessant mit vielen Texten udn Exponaten. Eine gute Option für verregnete Tage wie an unserem vierten Tag.