Auf den Spuren von Indiana Jones - Von Singapur nach Kambodscha (2011/2012) - Reisebericht von movieguide bei triplib.

Subtitle

Short description for search engines
movieguide
Mitglied seit: 23.09.2010
Reiseberichte: 3
Reisetipps: 9
Fotos: 397
Länder: 5
Freunde: 2

Meine Reisestationen

Werbung

Weitere Inhalte

 

Kambodscha
Alle Reiseberichte (6)
Alle Fotos (304)
 

Singapur
Alle Reiseberichte (11)
Alle Fotos (141)
 

147 Fotos | 2 Reisetipps | 772 Views

twitter Reisebericht twittern

Bewertung: 1 1 1 1
(Anzahl der Bewertungen dieses Berichts: 3)

Unsere erste Reise nach Südostasien widmeten wir dem lange isolierten Land Kambodscha. Mit seinen mystischen Tempeln und der tragischen Vergangenheit, stellt es ein sehr verlockendes Reiseziel dar. Die Urpsrünglichkeit des Landes, die Freundlichkeit der Menschen und relativ wenig Massentourismus haben uns jedenfalls überzeugt.

Singapur


Mehr Bilder aus Singapur

One Night in Singapur

Punkt 0 Uhr startete unsere Maschine von Frankfurt mit dem Ziel Singapur. Gegen 17 Uhr Local Time landeten wir sicher im Stadtstaat Singapur, welcher an der Grenze zu Malaysia liegt. Jetlag und der drastische Wetterumstieg machten eine erste Orientierung nicht leicht, trotzdem erreichten wir unser Hostel im zentralen Financial Disctrict mit der MTR relativ problemlos.

Unser erster Aufenthalt in Singapur ist nur von kurzer Dauer sein, da es schon am nächsten Tag weiter geht zu unserem eigentlichen Ziel Kambodscha. Unser Sightseeing-Programm konzentrierte sich daher auf die zentralen Sehenswürdigkeiten. Wir schlenderten bei angenehmen 30 Grad die Flusspromenade entlang und besichtigten den Merlion, das Wappentier vom Singapur. Eine Gestalt halb Löwe, halb Fisch und ein sehr beliebtes Fotomotiv. Abschliessend ging es zum Essen noch auf den Lau Par Sat Nachtmarkt. Hier gibt es allerlei fernöstliche Köstlichkeiten, von indischen Curry bis hin zum thailändischen Sate. In Singapur sind die typischen kleinen Essenstände in sogenannten Hawker-Centern oder Footcourts zusammengefasst. Eine leckere und zugleich preiswerte Variante für ein reichhaltigen Abendessens.


Phnom Penh


Mehr Bilder aus Phnom Penh

Ankunft in "Kampuchea"

Gegen Mittag landete unsere Maschine aus Singapur in Phnom Penh. Erste Amtshandlung unsererseits war zunächst die Beantragung eines Einreisevisums vor Ort! Aber alles halb so schlimm, denn wir waren einige der ersten am Schalter und so ging es recht flott.

Mit dem, tuktuk, einem Moped mit Anhänger, ging es dann rein in die turbulente Stadt. Nach einer ersten Erfrischung im Hostel erkundeten wir die nähere Umgebung und besichtigten am Nachmittag den Königspalast.

Anschliessend ging es dann noch zum Wat Phnom, dem einzigen Hügel der Stadt. Eigentlich hatten wir uns auf Makaken-Äffchen und einen Elefanten gefreut, leider gab es nichts davon zu sehen.

Abends ging es dann ins Veijo Tonle, ein Restaurant welches u.a. ein Waisenhaus in Phnom Penh mit seinen Einnahmen unterstützt. Eine gute Sache, in Phnom Penh gibt es mehrere Restaurants die mir Ihren Einnahmen Soziale Projekte unterstützen, z.b. auch das Romdeng bei dem Strassenkinder zu Servicekräften ausgebildet werden.



Mehr Bilder aus Phnom Penh

Einblick in die grausame Vergangenheit von Kambodscha

Wenn man Phnom Penh besucht, sollte man sich auch mit dem finsteren Kapitel der Roten Khmer Herrschaft auseinandersetzen. Die Roten Garden von Pol Pot regierten Kambodscha von 1975-78 und richteteten in dieser kurzen Zeit ein beispielloses Massaker unter der eignen Bevölkerung an, vergleichbar mit der Zeit des NS-Regimes in Deutschland.

Zwei Gedenkstätten erinnern heute noch an die Opfer und die Grausamkeiten der damaligen Zeit. Etwas ausserhalb der Stadt befinden sich die Killing Fields von Choeung Ek, ein Masssengrab in dem die Gegner, darunter vorrangig Zivilisten, der Roten Khmer verschart wurden. Dank deutschem Audio-Guide bekommt man einen sehr authentischen und bedrückenden Einblick in die damaligen Ereignisse.
Weiter gings zum Tuol Sleng Gefängnis (S-21). Bevor die Roten Khmer die Macht ubernahmen handelte es sich um eine Schule, die zu einer Folterkammer umfunktioniert wurde. Heute ist es ein Museum, welches äußerlich nahezu so belassen wurde wie damals und mit vielen interessanten Aufnahmen aus der damaligen Zeit schockiert.

Um nach der bedrückenden Geschichtsstunde auf andere Gedanken zu kommen, lohnt sich ein kleiner Einkaufsbummel den Psar Thmei, dem zentralen Markt von Phnom Penh im Kolonialstil.


Essen & Trinken

Amoc - Kambodschas Nationalgericht

Wenn man in Kambodscha speist, führt kein Weg am Nationalgericht "amoc" vorbei, eine Art Curry in verschiedenen Variationen (klassisch mit Fisch, aber auch mit Hühnchen oder vegetarisch) welches in einem Bananenblatt serviert wird. Yummie!

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Kâmpóng Thum


Mehr Bilder aus Kâmpóng Thum

Merry Christmas - Heiligabend im kambodschanischen Outback

Nach 2 Tagen in der Hauptstadt ging unsere Reise weiter gen Westen, nach Kampong Thom - ein verschlafenes Nest im Nirgendwo... nach längerer Busfahrt kamen wir in unserem gemütlichen Bungalow-Ressort an.

Am nächsten Tag fand unser erster grosser Ausflug in die Zeit des alten Angkor statt. Auf dem Plan stand der pre-angkorianische Tempelkomplex "Sambor Prei Kuk", der sich ca. 1 Tuk-Tuk Stunde entfernt befand. Die Fahrt dorthin führte uns über staubige Schotterpisten, vorbei an der armen Landbevölkerung in einfachen Behausungen. Dennoch, wir hatte alle Hände voll damit zu tun den niedlichen Kindern die uns vom Strassenrand begrüßten zurück zuwinken :-)

Nach der abenteuerlichen Fahrt bot uns der Tempel einen ersten Eindruck von der grossartigen Baukunst der alten Khmer. Als besonders gute Entscheidung erwies es sich hier einen Guide zu nehmen, der uns etwas mehr ueber die geschichtlichen Hintergruende der Bauten erklaeren konnte.

Nach der Tempeltour gings zurück über Kampong Thom zum Phnom Santuk. Hierbei handelt es sich um einen heiligen Berg mit einem Wat auf dem Gipfel und jeder Menge angriffslustiger Makaken... hier genossen wir den großartigen Blick auf den kambodschanischen Dschungel. Mit einer nächtlichen Tuk-Tuk Fahrt endete dieser ereignisreiche Tag.


Sehenswürdigkeiten

Fledermausbäume von Kampong Thom

Am Flussufer schräg gegenüber des Umwelministeriums von Kampong Thom befinden sich 3 Bäume an den viele riesige Fledermäese wie Früchte an den Bäumen hängen. Sobald es dämmert erwachen Sie und es bietet sich ein schönes Spiel in der Dämmerung.

Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Siem Reap


Mehr Bilder aus Siem Reap

Auf den Pfaden von Lara Craft

Mit Siem Reap erreichen wir nun das Highlight unserer Kambodscha-Tour, denn nichts geringeres als die Tempelanlagen von Angkor stehen auf dem Plan.

Am ersten Tag haben wir uns ersteinmal in Ruhe Siem Reap angeschaut. Neben dem großen Markt im Zentrum gibt es einige schöne Wats zu sehen. Abends genoßen wir eine Apsara Show (traditoneller Tanz), dann hieß es früh ins Bett gehen.



Mehr Bilder aus Siem Reap

1 Tag: Die äußeren Tempel von Angkor

Am ersten Tag ging ins aller früh aus den Federn (4:30 Uhr), denn unser erstes Ziel war der Sonnenaufgang ueber dem Sras Srom See. Leider war der Sonnenaufgang dort nicht so spektakulär, aber man will sich ja steigern. Weiter ging es ca. 30km mit dem Tuk Tuk zu einem abgelegenen Tempel Banteay Srei. Kein großer Tempel, aber mit sehr vielen feinen Reliefs und Verzierungen. Die Sonne stand sehr günstig, so das der Tempel m Morgenlicht strahlte. Danach ging es an die anderen Tempel des äußeren Rings. Nach gut 9 Tempeln, liessen wir das ganze mit dem Sonnenuntergang auf dem Pre Rup ausklingen. Von dort kann man den Blick in die Ferne des kambodschanischen Dschungels schweifen lassen.



Mehr Bilder aus Siem Reap

2 Tag: Die zentralen Tempel von Angkor (Angkor Wat, Bayon, Ta Phrom u.a.)

An unseren zweiten Tag ging es wieder um 04:30 Uhr aus dem Bett, um den Sonnenaufgang vor Angkor Wat, der Mutter aller Tempel, zu bestaunen. Danach ging es an die Besichtigung der Tempel des inneren Rings. Besonderes Highlight war dabei v.a. der Ritt auf einem Elefanten um den Bayon. Der Bayon selbst ist einer der mystischsten Tempel von Angkor, da er mit hunderten in Stein gehauenen Gesichtern beeindruckt. Ebenfalls unglaublich faszinierend ist Ta Phrom, ein Tempel der von riesigen Baumwurzeln fest umschlungen ist. Dort wurde übrigens auch Tomb Raider gedreht.

Unseren zweiten Tag schloßen wir mit einem Sonnenuntergang auf dem Phnom Bakheng ab. Leider tummeln sich so ziemlich alle Touristen, das man sich eher ein gemeinschaftliches Großevent erinnert fühlt.



Mehr Bilder aus Siem Reap

3 Tag: Entlegene Tempel und Schwimmende Dörfer

An unserem dritten und letzten Tag ging es an die etwas weiter entferntere Tempelanlagen Beng Melea, wo wir like Indiana Jones unsere Kletterkunst ausprobieren konnten. Der Tempel liegt knapp 50km entfernt von Siem Reap und wird kaum von Touristen besucht. Leider hiess es auch hier wieder um 5 Uhr aufstehen um die weite Strecke mit dem Tuk Tuk zurückzulegen.

Nach der Erforschung von Beng Melea ging es zu den schwimmenden Dörfer von Kampong Plukh, wo wir eine Bootsfahrt durch die Mangroven-Wälder unternahmen und das Dorfpanorama vom Boot aus bestaunen konnten.

Abends hieß es abschied nehmen vom Siem Reap. Wir entschieden uns für den Nightsleeper-Bus, ein abenteuerliches und wenig komfortables Unterfangen, auf zur nächsten Station Richtung Küste von Sihanoukville.


Koh Rong Island


Mehr Bilder aus Kaôh Rŭng (3)

Nach einer anstrengenden Nachtbusfahrt über kambodschanische Strassen bekamen wir nur schwer ein Auge zu und erreichten unsere nächste Station Sihanoukville leicht verschlafen. Hier hiess es übersetzen nach Koh Rong, einer Insel ca. 2,5 Bootsstunden vom Festland entfernt. Eine echte Bewehrungsprobe für unsere Mägen, wie wir feststellen mussten.

Auf Koh Rong liessen wir es 3 Tage ruhig angehen, wanderten auf die andere Seite der Insel und sonnten uns am schönen Sandstrand. Die Insel ist noch herrlich unberührt, lediglich ein paar einfache Bungalows stehen entlang des Fischerdorfes.

Happy New Year! Auf Koh Rong feierten wir ins neue Jahr, indem wir am Strand das Feuerwerk im entfernten Sihanoukville beobachteten.


Kâmpôt


Mehr Bilder aus Kâmpôt

Magendarm-Probleme und daraus resultierende Planänderungen

Nach einer wieder mal anstrengenden Bootsfahrt, machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Reisestation Kampot.

Geplant für den uns zur Verfügung stehenden Tag war eigentlich ein Ausflug zur Bokor Bergstation, leider mussten wir aufgrund unserer körperlichen Befindlichkeiten (keine Angst, nur eine kleine Magenverstimmung) die Tour absagen. Stattdessen ruhten wir uns ein wenig aus, um dann gestärkt am Nachmittag einen Ausflug zum Phom Chhnork zu unternehmen. Wie wir im Nachhinein von anderen Reisenden hörten, scheint der Ausflug nach Bokor Hill aber weit weniger beeindruckend als noch vor ein paar Jahren - es wird nämlich ein großes Ferienresort daneben gebaut.

Dort angekommen wurden wir wieder einmal überschwänglich von vielen Kindern begrüsst, die uns zu unserem Ausflugsziel begleiteten. Trotz Ihres recht jungen Alters sprachen alle Kinder sehr gut Englisch und auch einige andere Sprachen. Sie halfen uns mit Ihrer kindlichen Fantasie in den verschiedenen Formationen der Stalagniten einige beeindruckende Tierformationen, wie den Körper einer Schildkröte und den Kopf eines Schweins wiederzuerkennen.

Am nächsten Morgen brachen wir in aller Frühe wieder nach Phnom Penh auf, wo unsere Kambodscha-Reise zu Ende geht.


Phnom Penh


Mehr Bilder aus Phnom Penh

Li hai Cambodia!

Wir nutzten die uns verbleibende Zeit für einen kleinen Bummel über den Russischen Markt, die zentrale Anlaufstelle für Souvenierjäger und bekannt für viele Fake-Artikel von einschlägigen Marken.

Den Abend liessen wir schließlich mit einem Spaziergang über die nahegelegene Riverside des Tonle Sap ausklingen.


Singapur


Mehr Bilder aus Singapur

Von Indien bis China

Unsere nunmehr letzten 2 Tage auf unserer Reise verbrachten wir wie schon zu Beginn in Singapur.

Nachdem unser Flieger am frühen Nachmittag in Singapur landete, nutzten wir die verbleibende Zeit für einen kleinen Bummel entlang der Riverside am Boat und Clarke Quay. Eigentlich als kleine Erfrischung gedacht, entpuppte sich das Durian-Eis (die Durian wird auch als Stinkfrucht bezeichnet) nicht gerade als Gaumefreude und macht ihrem Namen alle Ehre. Immerhin wissen wir jetzt woher der gammeige Fleischgeruch auf den Märkten herkommt...

Den Sonnenuntergang genossen wir anschliessend von einem der zahlreichen Bumboats aus. Ein sehr schönes Erlebnis, insbesondere dann wenn sich in der Dämmerung so langsam die Wolkenkratzer in ein Lichtermeer tauchen.

Der letzte Tag unserer Reise stand ganz im Zeichen der Erkundung der beiden Stadtteile Chinatown und Little India.
Zunächst besichtigten wir einige buddhistische Tempel und muslimische Moscheen in Chinatown. Mittags ging es nach Kampong Glam, wo man die prächtige Sultan Moschee bewundern kann.
Little India verzauberte uns dann am Nachmittag. Auch hier warteten einige schöne hinduistische Tempel auf uns.

An dieser Stelle endet auch schon unsere Reise durch Kambodscha über Singapur. Bekanntlich ist ja aber nach dem Urlaub automatisch wieder vor dem Urlaub.


 

Dieser Reisebericht ist sichtbar für: jeden

Schlagwörter: Kambodscha, Angkor Wat, Bayon, Rote Khmer, Phnom Penh, Siem Reap, Ta Phrom, Tomb Raider

Kommentare

Haucksi (24.12.2011)

HoHoHo Ihr zwei Weltenbummler;-),
viele liebe Weihnachtsgrüße aus dem schönen Kleinwolmsdorf senden Euch Mutti, Vati, Ronja und Sindy. Obwohl bei Euch vermutlich keine Weihnachtsstimmung bei dem Wetter aufkommt!

Wie wir bereits lesen konnte, geht es Euch beiden sehr gut.
Wir freuen uns natürlich weiterhin über viele Urlaubsberichte, die wir spannend verfolgen können! Da bekommt man selbst Laune in den Urlaub zu fliegen. *NEID*

Viele Spaß!
HoHoHo

Andi (30.12.2011)

Hallo Ihr Lieben,

viele Grüße aus der Heimat senden Euch Mutti und Vati.
Wir wünschen einen guten Rutsch in`s neue Jahr 2012.
Gute Reise.
Gruß Vati

aniti (01.01.2012)

Hallo liebe Nicole und lieber Rico, hier schreiben Oma und Opa Euch im neuen Jahr die herzlichsten Grüße und Wünsche fürs Jahr 2012!
Vatui und Mutti sind gerade bei uns, die auch grüßen.
Eure Reisenotizen sind sehr aufschlußreich deshalb macht weiter so.
Für den Rest des Urlaubs schöne Tage und viele Erlebnisse!
Gruß Opa