Nepal-Trekking 2017 - Um die Annapurna - Reisebericht von movieguide bei triplib.

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Nepal
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Es geht wieder nach Nepal. Das erste Mal nach dem katastrophalen Erdbeben von 2015. Wie wird sich das Land in der Zwischenzeit erholt haben? Wird sich das auf die Art des Reisens auswirken?

Es geht dieses Mal wieder in die Annapurna-Region, welche ich schon 2012 bereist hatte. Dieses Mal steht die Annapurna Umrundung auf dem Programm, einer der populärsten Treks in Nepal der mit dem Thorung La obendrein einen der höchsten Pässe überhaupt auf dem Programm hat. Das ganze soll aber noch getoppt werden von einem 6000er Gipfel - dem Thorung Peak. Das heißt campen auf über 5000m Höhe. Für dieses Unterfangen habe ich mir Unterstützung von einer nepalesischen Agentur geholt, die sich um die Logistik kümmert und mit Trägern und Bergführer unterstützt.

Kathmandu


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Tag 1: Kathmandu nach dem Erdbeben

Die Maschine aus Istanbul landet früh auf dem Internationalen Flughafen von Kathmandu. Zuletzt war ich hier 2014, in der Zwischenzeit ist viel passiert. Die Nacht war kurz, umso komfortabler läuft die Transfer zum Hotel. Dieses Mal liegt die Bleibe etwas außerhalb von Thamel, gegenüber dem alten Königspalast. Ich gönne wir ein Nickerchen, anschließend treffe ich mich mit meinem Guide Kaji Sherpa und wir besprechen unsere Tour. Ich organisiere ein paar noch fehlende Ausrüstungsgegenstände in Thamel, vor allem wärmende Daunenbekleidung. Ich vergleich zu Deutschland gibt es hier echte Schnäppchen, man muss nur den ganzen Fake-Produktionen aus dem Weg gehen.



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Überaschenderweise hat sich im Zentrum von Kathmandu wenig geändert. Spuren vom Erdbeben sieht man kaum. Aus Zeitungsberichten wusste ich das Thamel glücklicherweise glimpflich davon kam. Eigentlich sieht es hier noch so aus wie vor 4 Jahren. Nachdem alle Vorräte für die Trekking-Tour eingeholt sind, gehe ich wie jedes Mal wieder zum Tempel von Swayambhu. Auch in punkto Luftverschmutzung ist Kathmandu immer noch so dreckig wie eh und je, daher kaufe ich unterwegs eine Atemmaske. Am sogenannten Affentempel sind dann die Spuren des Erdbebens schon deutlicher zu sehen. Zwei der Seitenstupas und einige Gebäude sind eingestürzt, der Hauptstupa strahlt hingegen im alten Glanz. Auch hier beginnt man aber bereits mit dem Wiederaufbau, ein gutes Zeichen das es doch einwenig vorran geht. Ich beschließe heute früh ins Bett zu gehen, denn morgen geht es in aller Frühe los in Richtung Annapurna Massiv.


Besisahar

Jeep beladen in Besi Sahar

Jeep beladen in Besi Sahar


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Tag 2: Mit Bus und Jeep nach Jagat (1300m)

Kaji holt mich gegen 7 vom Hotel ab und wir suchen eine der Busstationen am Rande der Ring Road auf. Es wird gefeilscht und am Ende das Gepäck auf einem der Mini-Busse verladen, zum Glück keiner der alten großen Local Busse. Es dauert gefühlt ewig bis wir das Kathmandu-Tal verlassen haben, Bauarbeiten an der wichtigen Hauptstraße bringen den Verkehr zum erliegen. Danach wird es besser und die Landschaft grüner. Nach 6 Stunden erreichen wir Besi Sahar, wo früher die klassische Route um die Annapurna began. Leider hat der Straßenbau den Start hier unattraktiv gemacht, so das wir einen Jeep organisieren und die beiden Porter das Gepäck umladen. Die Fahrt nach Jagat ist abenteuerlich, die Straße kann man eher als Piste bezeichnen und auch die Allrad-Jeeps haben so ihre Schwierigkeiten. Zum Glück liegt dr Monsun schon ein paar Wochen zurück und die Piste befahrbar. Die Route führt entlang schöner Terassenfelder, mit mehr Zeit sicherlich auch ein schöner Tourauftakt. Nach 3 Stunden Jeepfahrt erreichen wir in der Dämmerung Jagat. Hier ist es noch angenehm mild, das Klima eher subtropisch. Eine Besonderheit dieses Treks, denn man durchquert sehr viele unterschiedliche Vegetationszonen.



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Tag 3: Jagat - Bagarchap (2160m)

Unser erster Trekkingtag! Nach einer erholsamen Nacht geht es entlang des Marsyangdi Khola durch tropischen Dschungel und tiefe Täler. Es ist feucht-warm wie im Regenwald. Man passiert zahlreiche Hängebrücken und wandert mal links, mal rechts des Flußes. Tosende Wasserfälle bilden spektakuläre Anblicke. Wilde Cannabis-Pflanzen säumen den Weg. Auf ungefähr halber Strecke erreichen wir das Dörfchen Tal (1700m), welches sich hier an das breite Flußbett schmiegt. Ein kleines Gompa mit dahinterliegenden Wasserfall bieten einen schönen Blickfang.

Leider geht die letzte Etappe wieder auf der Jeep-Piste, welche sich mittlerweile bis hinter Manang ertstreckt. Es gibt zwar immer wieder alternative Pfade, aber die sind nicht immer ausgeschildert. Leider kennen auch die Guides die neuen NATT-Wege nicht immer, weshalb des ratsam ist sich selber eine Karte zu organisieren. Noch ärgerlicher: auch immer mehr Touristen auf Cross-Motorrädern fahren entlang auf der Piste, zwar hält es sich zahlenmäßig noch in Grenzen, aber wer Idylle und unberührte Natur sucht, könnte hier ein böses Erwachen erleben. Nach 6 Stunden erreichen wir Bagarchap. Das kleine Dorf besitzt ein hübsches Gompa, mit etwas Glück ist es auch offen, je nachdem ob der Wärter vor Ort ist. Das Wetter wird hier schon deutlich frischer, vor allem wenn es bedeckt ist. Dafür konnte ich Einheimische beim Verarbeiten von Honigwaben zuschauen, un bekam auch ein dickes Stück zum Verkosten. Hinterher einen selbstgebrauten Rakhsi (nicht allzustarker Schnaps). Der Abend konnte nicht besser ausklingen.



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Tag 4: Bagarchap - Chame (2670m)

Von Bagarchap kann man mit etwas Glück und bei klarer Sicht bereits einen ersten Vorgeschmack auf die hohen Berge (Annapurna II) erhaschen. Der Tag beginnt erst einmal wieder auf der Jeep-Piste und es geht gleich steil hinauf bis zum kleinen Örtchen Timang. Von hier aus kann man wunderbar das Manaslu-Massiv sehen, da sich weiter ostwärts erstreckt. Von Timang ausgehend gibt es einen schönen Wanderpfad durch Gemüseefelder bis zum hübschen Dörfchen Thanchow. Hier scheint die Zeit stillzustehen, die Häuser sind alle traditionell erbaut ohne Zement und moderne Baumittel. Ein guter Platz für ein leckeres Daal Bhat. Hinter dem Dorf kommt man wieder auf die Jeep-Piste und wandert weiter bis Chame, einer der größeren Ortschaften und gut auf die Bedürfnisse der Trekker eingestellt. Vor Chame hat man bereits spektakuläre Ausblicke auf Annapurna II. Chame kann man wunderbar auf einem Spaziergang erkunden, der obere Teil ist eher traditionell und besitzt auch ein kleines Gompa.


Annapurna 2 im Abendlicht

Annapurna 2 im Abendlicht


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Tag 5: Chame - Upper Pisang (3310m)

Der Tag beginnt gut, mit einem wolkenfreien Blick auf den Lamjung Himal. Hinter Chame erreicht man nach einiger Zeit Brathang, bekannt für seine Apfelplantagen. Hier gibt es eine große Lodge wo man Apfeltee trinken kann, in Nepal ist das ein aufgeschnittener Apfel im Glas mit schwarzen Tee aufgegossen. Leider verläuft die Route hier wieder zumeist auf der Jeep-Piste, die aber nicht mehr stark befahren ist. Pünktlich zum Mittag erreichen wir Dudh Pokhari, von hier an geht es abseits der Piste. Das Wetter ist toll und der Blick auf Annapurna II ebenfalls. Die Sonne macht ordentlich Betrieb, Sonnencreme wird jetzt unerlässlich. So langsam wird auch die Landschaft sichtbar karger. Am frühen Nachmittag erreichen wir dann Pisang, das in einen oberen und unteren Teil geteilt ist. Upper Pisang ist dabei die bessere Option, da es sich um das eigentlich alte Dorf samt Gompa handelt. Außerdem ist die Bergsicht hier weitaus beeindruckender. Das Gompa wurde frisch renoviert und steht im Regelfall zur Besichtigung offen. Hier kann man mit perfekten Bergsichten den Tag ausklingen lassen.



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Tag 6: Upper Pisang - Ngawal (3660m)

Von unserer Lodge haben wir einen perfekten Bergblick der uns bereits zum Sonnenaufgang mit einem phänomenalen Ausblick begeistert. Nach einem stärkenden Frühstück mit tibetischen Tsampa (eine Art Porridge) geht es erst gemütlich, dann sehr steil zum Dörfchen Ghyaru hinauf. Hier macht sich auch so langsam die Höhe bermerkbar, immerhin befinden wir uns bereits auf gut 3500m. Ghyaru ist ein schöner Ort für eine Rast. Es gibt frisch gemachten Apfelkuchen, und vom Viewpoint kann man die weite des Manang-Tals auf sich wirken lassen. Die meisten Trekker wandern direkt durch bis Braga oder Manang, ich entschied mich stattdessen die Etappe zu halbieren, so blieb auch etwas Zeit das Dorf zu besichtigen. Da der Schlüssenwärter des kleinen Gompa vor Ort war, konnten wir uns diesen alten buddhistischen Tempel in aller Ruhe ansehen.



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Hinter Ghyaru wird der Weg moderater. Das Panorama von Annapurna II bis IV hat man quasi die ganze Zeit vor Augen. Im Rücken baut sich der eher unscheinbare Pisang Peak auf. Das Wetter könnte nicht besser sein, keine Wolke am Himmel. Nun sind auch erste Yaks anzutreffen, die hier am Wegesrand grasen. Wir erreichen schließlich das bezaubernde Dörfchen Ngawal, das nichts von seiner Ursprünglichkeit eingebüßt hat. Zum Mittag probiere ich Yak, das in der Küche für mich frisch zubereitet wird. Um die Akklimatisierung zu verbessern, entschließen wir uns am Nachmittag zu einem Aufstieg über den Ort zum Ney Guru Sang Phuk Schrein. Dabei handelt es sich um eine Meditationshöhle ca. 500m über dem Ort. Der Aufstieg ist moderat, aber starke Winde pfeifen uns ums Gesicht. Einwenig über den Schrein auf ca. 4000m gibt es ein paar Chorten und einen sagenhaften Rundumblick - auch die 6000m Chulu Peaks kann man von hier sehr gut sehen. Ein toller Abschluß für einen gelungenen Trekkingtag.


Manang

Ngawal

Ngawal


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Tag 7: Nagawal - Manang (3540m)

Leider müssen wir weiter und das beschauliche Nagawal verlassen. Der Weg nach Manang ist traumhaft. Die Annapurnas und der Tilicho Peak bleiben die ganze Zeit im Blick. Auf gut halber Strecke bietet sich die Gelegenheit Seabuckthorn Saft zu probieren, dabei handelt es sich um einen vitaminspendenden Saft der leicht nach Orange & Grapefruit schmeckt, aber aus kleinen heimischen Beeren gewonnen wird. Lecker! Nach einer Weile erreichen wir das Dörfchen Bragha mit dem größten tibetischen Gompa der Region. Ein Besuch ist für morgen eingeplant, so das wir Bragha ersteinmal nur durchqueren. Kurz darauf erreichen wir Manang, der letzte große Ort vor dem Thorung La. Neben tlw. opulenten Lodges und einigen Geschäften am Ortsteingang, gibt es auch noch den traditionellen Dorfkern mit vielen Gebetsmühlen und Stupas. Das Gompa lohnt einen Besuch, es ist ca. 600 hundert Jahre alt. Von hier hat man auch einen phänomenalen Ausblick auf den Gangapurna Eisbruch.



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Für den Nachmittag haben wir einen Ausflug zum Praken Gompa vorgenommen. Dabei handelt es sich um kein gewöhnliches Kloster, sondern eine Art Einsiedlerei die in den Fels gebaut wurde und ca. 500m über Manang liegt. Hier lebte bis vor kurzem der legendäre 100 Rupien Mönch, der aber anfang des Jahres gestorben ist. Seine Nachfolgerin ist aber auch schon betagt und führt das Ritual fort. Gegen eine Spende von 100 Rupien erhält man hier den Segen zur gesunden Überquerung des Thorung La. Wir bekamen obendrein einen Tee spendiert und durften eine Weile an diesem außergewöhnlichen Ort verweilen.


Annapurna Panorama

Annapurna Panorama


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Tag 8: Manang

Der Tag sollte eigentlich voll und ganz im Zeichen der besseren Höhenanpassung liegen. Leider machte mir das gestrige Abendbrot einen Strich durch die Rechnung: es gab Yak-Burger. Das Fleisch war aber wohl nicht mehr frisch, so das ich die ganze Nacht mit Erbrechen und Durchfall zu kämpfen hatte. Einen so heftigen Magen-Darm Infekt hatte ich seit Kambodscha nicht mehr, entsprechend schwach fühlte ich mich am morgen. Das Frühstück wollte nicht rein und für heute war auch noch eine straffe Akklimatisierungstour zum Kicho Ice Lake auf 4600m angesetzt.



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Noch war ich optimistisch, das es sich wieder bessern würde und so schnürten wir die Schuhe. Der Aufstieg zum Ice Lake beginnt in Bragha, so das wir einen Teil des Weges wieder zurückgehen müssten. Über Bragha geht es dann in einer Tour bergauf, mal sehr steil mal moderat. Durch den Flüssigkeitsverlust und mangelnden Schlaf ging die Tour aber an die Substanz, immer wieder musste ich Pausen einlegen da mit die Puste ausging. So hatte ich mir das definitiv nicht vorgestellt. Ein echtes Leistungstief. Trotzdem zogen wir durch und erreichten nach 4h den See, von dem man ein episches Panorama über die Annapurnas genießen kann. Wer es nicht zum Tilicho Lake schafft, findet hier eine lohnene Alternative. Leider muss man die gut 1000hm danach auch wieder absteigen. Am Ende war ich froh als wir in Bragha einkehrten. Zwar war der Appetit nicht zurückgekehrt, aber die Aussicht auf einen frisch gepressten Seabuckthorn Juice hoben meine Stimmung.



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Tag 9: Manang - Shree Kharka (4045m)

Nach einer langen erholsamen Nacht merkte ich am Frühstückstisch wieder die Folgen der vorherigen Nacht. Ausgestanden war der Infekt noch nicht, und Appetit hatte ich auch noch keinen. Krämpfe plagten mich den ganzen Weg bis nach Khangsar. Wir entschieden uns die Hauptroute zum Pass zu verlassen und stattdessen in den Seitenarm zum Tilicho Lake einzuschlagen. Von Shree Kharka, so meine Hoffnung, hätten wir eine gute Sicht auf die "Große Barriere", eine Felswand die das Tal begrenzt. Khangsar liegt ungefähr auf halber Strecke und bietet sich für einen kleinen Zwischenstopp an, auch wenn das Dorf nichts Spektakuläres zu bieten hat. Auch von mir hat man schon einen tollen Blick in Richtung Tilicho Peak. Auch zum Mittagessen will nichts rein, frustrierend. Anschließend geht es durch schlichte Vegetation in Richtung Shree Kharka, einer kleiner Lodge-Siedlung. Bis zum Erdbeben gab es kurz vor den Lodges ein altes Kloster (Thare Gompa), das scheint aber beim Erdbeben stark beschädigt worden zu sein. Jetzt wird hier ein neues Gompa gebaut, das aber sehr beliebig ausschaut. Ich muss mich erst einmal ausruhen, meine Kraftreserven scheinen sich zunehmend zu erschöpfen. So langsam zweifle ich ob mein ambitioniertes Vorhaben überhaupt noch in die Tat umgesetzt werden kann...



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Tag 10: Shree Kharka - Churi Letdar (4200m)

Meine Gipfelambitionen rücken langsam in weite Ferne - wieder eine Nacht mit Durchfall auf dem Klo verbracht. Das Frühstück will auch nicht runter. Der Magen-Darm Infekt hält sich hartnäckig. Bei den Höhenmetern die in den kommenden Tagen eigentlich vor mir liegen mache ich mir langsam Sorgen das es zuviel des Guten ist. Der Tag beginnt leider auch wolkenverhangen, da ich in den letzten Tagen aber vom strahlend blauen Himmel verwöhnt wurde, geht das in Ordnung.
Nach einigem hin und her entscheiden wir uns trotz meiner Angeschlagenheit aufzubrechen. Von Shree Kharka führt ein wenig begangener Pfad wieder auf den eigentlichen Hauptweg zurück. Dabei passiert man ein verlassenes Dorf das eindrucksvoll am Rand einer Klippe trohnt. Wir begegnen auch den blauen Himalaya Schafen, welche zu meiner Enttäuschung gar nicht blau sind ;-)
Nach einem Abstieg gehts über eine Hängebrücke und wir kehren zurück auf den Hauptweg der direkt von Manang ausgeht, hier ist gleich deutlich mehr los. In Yak Kharka legen wir eine Mittagspause ein. Mir will kein Bissen runter. So langsam verzweifelt auch mein Sherpa Guide. Ich trinke viel, in dieser Höhe ein Muß. Als wir weiterlaufen passiert es dann, ich muss anhalten und mich übergeben... alles will raus. Wir suchen die nächste Lodge auf. Eigentlich wollen wir bis Thorung Phedi das auf knapp 4500m liegt, entscheiden dann aber bei der nächstmöglichen Unterkunft halt zumachen.



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Aus, Schluß, vorbei! Flüssigkeit ist in dieser Höhe essentiell um sich zu akklimatisieren, ich verliere aber viel zu viel. Ich habe zwar keine direkten Anzeichen von Höhenkrankheit, aber das Programm der nächsten Tage würde dies sicher begünstigen. Ich fühle mich schlapp und ausgelaugt und definitiv überfordert eine alpine Bergtour anzugehen. Wir entscheiden uns, die Besteigung abzubrechen und nur auf den Trek zu konzentrieren. Auch mein Guide teilt diese Einschätzung, Gesundheit geht vor. Wir beschließen einen der beiden Träger mit der Camping-Ausrüstung am nächsten Morgen zurückzuschicken. Nach der schwierigen Entscheidung fühle ich mich deutlich besser, ich denke die Passüberquerung ist machbar wenn sich mein Zustand wieder verbessert. Unsere Lodge hier in Churi Letdar ist rustikal und einfach, ich gönne mir eine Mütze Schlaf am Nachmittag um zu regenerieren. Abends sitzen wir gemeinsam am wärmenden Ofen - ich bin der einzige westliche Gast heute.


Thorung high Camp View Point

Thorung high Camp View Point


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Tag 11: Churi Letdar - Thorung Phedi (4540m)

Die Nacht verläuft dieses Mal ohne Zwischenfälle. Nach der Verabschiedung von Milan setzen wir unseren Weg fort. Der Trek geht nun immer weiter bergauf, bleibt aber technisch einfach. Das Wetter hat sich zum Glück wieder gebessert, so das ich den Tag auch einigermaßen genießen kann. Aufgrund des Höhengewinns brauchen wir nicht allzu lang bis Thorung Phedi, bereits am späten Vormittag erreichen wir die 2 Lodges. Viele Hippies, Sinnsucher und Jesus-Jünger finden sich im Speiseraum ein, man fühlt sich in die wilden 70er zurückversetzt. Viele mehr schlecht als recht für diese hochalpine Landschaft gekleidet.

Mein Zustand bessert sich langsam. Zum Mittag lasse ich mir Suppe und eine leckere Zimtschnecke schmecken. Wir entscheiden uns den Nachmittag nicht in der Lodge zu verbringen, sondern schonmal testweise zum High Camp auf ca. 4900m aufzusteigen. Eine Stunde steiler Aufstieg, bei dem man so langsam auch die Höhe merkt und nur noch langsam voran kommt. Das High Camp besteht aus einer großen Lodge und ist die letzte Station vor dem Pass. Hinter der Hütte ist ein kleiner Viewpoint auf einem Hügel der ein tolles Rundum-Panorama bietet. Nach einem Tee steigen wir wieder ab nach Thorung Phedi. Die Lodge ist rappelvoll so das es nur noch für ein Gemeinschaftszimmer reicht, aber das kennt man ja aus den Alpen.


Thorung La

Thorung La


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Tag 12: Thorung Phedi - Thorung La (5450m) - Muktinath (3800m)

Die Nacht ist kurz und erwartungsgemäß unruhig, eine meiner Zimmergenossinen hustet sich durch die Nacht und raubt mir den Schlaf. Schon kurz nach 3 Uhr morgens brechen die ersten auf, entsprechend laut wird es vor den Lodges. Viel zu früh, auch wenn es heute ein langer Tag wird. Um 4:30 Uhr quäle auch ich mich aus dem warmen Schlafsack. Um 5 Uhr gibt es Frühstück. Trotz der frühen Stunden kommt alles schnell und pünktlich aus der Küche. 5:30 Uhr geht es raus in die dunkle Nacht, Stirnlampen anschalten und los geht es. Gleich zu Beginn steht der steile Aufstieg vor Vortag nochmal an und geht wieder gut in die Beine. Auch wenn es mir bereits besser geht, auskuriert ist der Magendarm-Infekt noch nicht komplett. Die Schritte über den weiten Weg zum Pass werden schwerer und die Puste ist schnell weg. Zum Glück geht es den Anderen auch nicht besser. Je höher wir kommen umso besser wird der Blick auf den Thorung Peak, der beeindruckend den Pass flankiert.



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Als wir von der Ferne die Gebetsfahnen sehen ist klar, weit ist es nicht mehr. Selbst auf dieser Höhe betreiben die Nepalesen ein Teehaus, wo es uns nach nach dem obligatorischen Siegerfoto auch hintreibt. Heißer Seabuckthorn Juice in dieser Höhe ist schon etwas Besonders. Der Thorung La ist zwar weniger beeindruckend als andere Pässe wie dem Cho La im Solu Khumbu, nach ca. 4h Aufstieg freut man sich aber trotzdem. Direkt hinter dem Teehaus wäre unser Camping Platz gewesen und in der unmittelbaren nähe zum Thorung Peak werde ich einwenig wehleidig. Nun beginnt der lange Abstieg nach Muktinath, ganze 1600hm abwärts. Die Einblicke ist das wüstenartige Kali Gandaki sind beeindruckend. Es zeiht sich bis hinunter, zum Glück gibt es eine vorgeschobene Lodge-Siedlung wo man einen Happen essen kann. Am frühen Nachmittag erreichen wir das Heiligtum von Muktinath und gehen weiter bis in die eigentliche Stadt. Mittlerweile geht es mir wieder ganz gut, auch wenn der Tag lang war. Die Aussicht auf eine warme Dusche stimmt mich positiv. Zu meiner Überraschung schmeckt auch endlich wieder das Abendbrot. So langsam scheint es also wieder aufwärts zu gehen.


Muktināth

Muktinath Shrine

Muktinath Shrine


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Tag 13: Muktinath

Der heutige Tag ist nach der langen Passüberquerung Ruhetag, was aber nicht heißt das wir auf der faulen haut rumliegen. Muktinath und Umgebung bietet genug Möglichkeiten für kleinere Erkundungen. Am Vormittag nehme ich mir den Tempelbezirk vor. Der Ort wird von Hindus und Buddhisten gleichermaßen verehrt und besitzt einige sehenswerte Tempel. Besonders der Hindu-Tempel ist interessant, da er von indischen Piglern besucht wird die sich hier rituellen Waschungen unterziehen oder unter Fontänen wasserspeiender Fontänen entlang laufen. Muktinath ist im Vergleich zur Manang Seite ein recht lebendiger Ort, Pilger die auf Eseln oder Motorrädern durch die Stadt rollen sind erstmal etwas gewöhnungsbedürftig.


Jarkot

Jarkot


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Den Nachmittag nutzen wir für einen kleinen Ausflug zum nahegelegenen Ort Jarkot. Die alte Stadt mit seinem Gompa und der zentralen Festungsanlage erinnert sehr an Tibet, wie vieles hier an der Grenze zum alten Königreich Mustang. Besonders das Gompa ist sehenswert und ein Bummel um und durch die Gassen von Jarkot sollte man sich nicht entgehen lassen.



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Tag 14: Muktinath - Kagbeni (2840m)

Nach dem Ruhetag in Muktinath und einem guten Frühstück das langsam auch wieder zu schmecken beginnt, geht es daran die zweite Hälfte des Annapurna Circuit entlang des Kali Gandaki zu erkunden. Unsere Route führt uns heute entlang der Grenze zum ehemaligen Königreich Mustang, das auch heute in Nepal noch einen Sonderstatus genießt und nur mit speziellen Genehmigungen betreten werden darf. Unser Weg führt entlang des legalen Grenzbereichs, das auch auch ohne Permit betreten werden darf. Mittlerweile führt auch eine Straße nach Kagebeni, aber es gibt auch eine schöne Wanderroute durch die Dörfer Jhong, Chukhur und Phutak. Besonders der Ort Jhong mit seiner verfallenen Festungsanlage und dem altehrwürdigen Gompa sollte man erkunden. Leider wurde das Kloster beim Erdbeben stark beschädigt, aber auch hier läuft bereits der Wiederaufbau. Hinter den Dörfern wandelt sich die Landschaft in eine karge Steppe, die stark an das tibetische Hochland erinnert. In der Ferne glitzern die weißen Gipfel des Dhaulagari. Nach gut 3 Stunden erreichen wir das Flußbett am Kali Gandaki. Der Wind wird jetzt immer stärker, wie jeden Tag am späten Vormittag. Am Ende des Weges taucht nun völlig unerwartet Kagebeni wie eine Oasenstadt aus dem Nichts auf.



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Kagbeni ist der ehemalige Knotenpunkt für Handel mit dem Königreich Mustang und deutlich befestigter als andere Ortschaften. Die Stadt hat sich gegen die täglichen Winde etwas einfallen lassen, so gibt es hier eine Menge enger Gassen und dunkle Tunnel. Wir kehren im YakDonalds ein, dem wohl vornehmsten Hotel der Stadt und im Vergleich zu den letzten Lodges eine regelrechte Luxusherberge. Richtige Betten, warme Duschen, leckeres Essen. Wir wären hier gern noch länger geblieben, aber dafür fehlt die Zeit. Man sollte sich auf alle Fälle die Zeit nehmen Kagbeni ein wenig zu erkunden. Das 600 Jahre alte Gompa mit seiner Mönchsschule sollte man auf alle Fälle besuchen. Es gehört zu den größten Klöstern der Region. Aktuell wird hier ein neues Kloster direkt neben dem Alten gebaut.



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Tag 15: Kagbeni - Marpha

Nach einer erholsamen Nacht in der Luxuslodge und einem reichhaltigen Frühstück, hieß es leider schon wieder Abschied nehmen von Kagbeni. Von nun an geht es wieder in südlicher Richtung durch die tiefe Schlucht des Kali Gandaki. Der erste Teil der Strecke verläuft meist direkt über das Flußbett, im Herbst ist der Wasserstand niedrig, so das hier meist keine Gefahr droht. Bis Jomsom sind es ca. 2 Stunden, die Strecke ist eher etwas monoton. Am späten Vormittag nehmen auch hier wieder die Winde zu. Daher ist es auch wichtig das Gesicht zu schützen. Jomson, den Verwaltungssitz der Region durchqueren wir zügig und gegen entlang des Ostufers. Es gibt zwar einen kürzen Weg nach Marpha, aber nach einiger Überzeugungsarbeit gehen wir einem etwas längeren Umweg durch ein paar wenig besuchte Dörfer. Als erstes erreichen wir Thini ein kleines nettes Dörfchen. Wenig später passieren wir den Dhumba Lake.



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Anschließend steigen wir ab und wechseln wieder auf das estufer. Mittlerweile peitscht uns der Wind des Sand ins Gesicht und das wandern wird etwas mühevoller. Kurz darauf erreichen wir Marpha. Der Ort liegt etwas abseits der Straße und hat sich dadurch seine Ursprünglichkeit bewahren können. Marpha ist war früher ein wichtiger Handelsposten auf dem Weg nach Tibet, dadurch ist der Ort auch größer und wohlhabender als Andere. So gibt es hier Kopfsteinpflastergassen und sogar sowas wie eine Kanalisation. Mitten im Ort auf einer Anhöhe trohnt das große Gompa, von wo man einen tollen Rundumblick hat. Leider spielt das Wetter mittlerweile aber nicht mehr mit. Regenwolken sind aufgezogen, es tröpfelt aber nur kurzzeitig. Zum Glück bietet unsere Lodge einen trockenen Platz zum ausruhen. Gute Gegelegenheit den lokalen Anpfelkuchen zu probieren - Marpha ist bekannt für seine Apfelplantagen - und wohl noch mehr für seinen Apfel Brandy. Den sollte man allerdings mit Vorsicht genießen.


Daal Bhat

Daal Bhat


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Tag 16: Marpha - Larjung

Unser Weg führt uns weiter entlang des Kali Gandaki. Direkt hinter Marpha wechseln wir wieder auf das Ostufer und verlassen den direkten Weg der mittlerweile durch den Straßenbau in der Region keine gute Option für Trekker ist. Kurze Zeit später durchqueren wir Chhairo, ein ehemaliges tibetisches Flüchtlingslager. Direkter hinter dem Dorf geht es steil einen Hang hinauf zum versteckten kleinen Dörfchen Chimang. Eingebettet in Apfelplantagen ist dieser kleiner Ort ein echt schöner Rückzugsort. Wir beschließen einwenig zu verweilen und die Abgeschiedenheit zu genießen. Anschließend geht es wieder abwärts und auf die andere Uferseite, obwohl der Weg eigentlich auch am Ostufer weiterführen sollte... meint die Karte. Die Beschilderung ist aber unzureichend, so bleibt uns nichts anderes übrig als am Westufer entlang der Baustelle über die staubige Piste zu marschieren. Wir erreichen bald darauf Tukuche, das einen ähnlichen Stil aufweist wie Marpha, mit dem Unterschied das hier die Straße direkt durch den Ort geht. Unterdessen sidn dunkle Wolken aufgezogen und es beginnt zu wittern. Innerhalb von Augenblicken setzt ein heftiger Regenguß ein - zum Glück haben wir Raincover dabei. Bis Larjung ist es noch ein Stück, so das uns nichts anderes übrig bleibt als im strömenden Regen weiterzulaufen. Ziemlich durchnässt erreichen wir schließlich Larjung, wo zur Entschädigung ein leckeres Dal Bhat auf uns wartet.

Am Nachmittag lässt der Regen nach. Ich nutze die Gelegenheit und erforsche etwas die Berghänge über Larjung. Hier gibt es interessante Höhlen in den Felswänden wo animalische Rituale durchgeführt wurden. Vom Bergkamm über Larjung bieten sich außerdem tolle Ausblicke auf das Kali Kandaki.



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Tag 17: Larjung

Wir entschließen uns aufgrund des guten Wetters noch einen Tag in Larjung zu bleiben und von hier zum Dhaulagiri Eisfall aufzusteigen - ein ziemlich schweißtreibender Tagesausflug. In aller Frühe brechen wir auf. Nach kurzer Zeit verlassen wir die Piste und es geht auf steilen Waldpfaden und entlang einiger schöner Bergseen wie dem Sekung Lake immer weiter aufwärts. Insgesamt bewältigen wir 1000 hm. Unterwegs treffen wir keine Menschenseele, dafür aber wilde Affen. Die Wege sind nicht immer einfach, man benötigt festes Schuhwerk und muss auch mal seine Hände einsetzen. Dichter Wald, dann Bambus Wälder und im oberen Bereich dann alpine Landschaft mit weidenden Yaks. Dabei bietet sich eine spektakuläre Sicht auf die gesamte Annapurna Bergkette. So eindrucksvoll kann man Sie aus der Tiefe des Kali Gadaki nicht sehen und schon allein das lohnt die Mühen.


Annapurna Range

Annapurna Range


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Der Weg scheint endlos, auch als wir den höchsten Bergkamm erreichen ist der Einsfall nicht zu erahnen. Obendrein schlägt das Wetter um, Regen wäre jetzt fatal. Wir beschließen umzukehren. Die Tour ist normalerweise auf 2 Tage ausgelegt, als Tagestour daher nur zu schaffen wenn man durchweg sehr gutes Wetter hat und sehr früh aufbricht. Der Abstecher hat sich aber trotzdem gelohnt, schon allein weil man abseits der Route am Flußbett endlich wieder ein paar tolle Bergsichten geboten bekommen hat. Für den letzten richtigen Trekkingtag, war es aber ein schöne Abschlußtour.


Beni


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Tag 18: Larjung - Beni

Nun hieß es Abschied nehmen, denn mit diesem Tag endet meine Tour. Mit genügend Zeit im gepäck kann man die Strecke bis Tatopani oder Beni natürlich laufen, die hatte ich aber lieber den ein oder anderen Sidetrip investiert. Da es mittlerweile auf der Strecke Jomsom - Beni eine Vielzahl Local Busses gibt, kann die Route individuell angepasst werden. Allerdings sollte man sich die Variante Bus wirklich gut überlegen, denn die Straße ist eine holprige Schotterpiste und man wird öfter als einem lieb ist im Bus durchgeschüttelt. Gerade im Spätmonsun kommt dann noch die Gefahr von Sperrungen infolge von Schlammlawinen hinzu. Unsere Fahrt verlief insgesamt reibungslos, dauerte aber auch 6h. Danach güht einem definitiv das Hinterteil, muss ich so glaube ich nicht noch einmal haben. Als wir beni erreichen ist es später Nachmittag. Der Ort ist ein Umschlagplatz für Busse und Taxis, da hier die asphaltierte Straße beginnt. Ansonsten hat der Ort wenig zu bieten, auch die Unterkünfte sind sehr einfach. Wir nächtigen direkt gegenüber des Busbahnhof in einer sehr einfachen Unterkunft. Dafür sind die Momos hier sehr lecker.


Pokhara


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Tag 19: Beni - Pokhara

Von Beni sind es noch einmal knapp 2,5h bis Pokhara. Allerdings ist die Strecke asphaltiert und wir können in einem deutlich bequemeren Minibus mitfahren, das schont den immer noch wunden Hintern. Dafür heizt der Fahrer wie der Henker und wir rutscht mehrmals das Herz in die Hose. Noch einmal genieße ich den Ausblick auf die südlichen Spitzen des Annapurna Massivs. Gegen Mittag erreichen wir Pokhara. Das Wetter hier ist angenehm mediteran, so das sich ein Besuch am Pewa Lake geradezu aufdrängt. Pokhara hat sich trotz der vielen Touristen seine Ursprünglichkeit bewahrt und ist nach wie vir angenehm. Seit meinem letzten Besuch vor 5 Jahren sind aber merklich mehr Hotels und Bars in Strandnähe entstanden. Unsere gemeinsame Tour laßen wir zusammen in einer der vielen Touristenbars bei Bier, Snacks und etwas Kulturprogramm ausklingen.



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Tag 20+21: Pokhara - Kathmandu

Nach einem guten Früstück im Ressort Hotel heißt es leider schon wieder Abschied nehmen von Pokhara, das nächste Mal werde ich wohl etwas mehr Zeit mitbringen müssen. Mit dem Minibus heißt es nun zurück nach Kathmandu. Die Fahrt ist lang, verläuft aber ohne Schwierigkeiten... jedenfalls zum Rand des Kathmandu-Tals. Das letztes Stückchen dauert gefühlt Ewigkeiten, ein elendiglanger Stau bringt alles zum Erliegen. Da es nur eine Verbingsstraße gibt, kann man nicht ausweichen und nur abwarten. Nach 3h Stunden Stillstand umgeben von qualmenden Autos haben wir es dann doch geschafft und erreichen in der Abenddämmerung endlich wieder Kathmandu. Das Abendbrot fällt spartanisch aus, aber es gibt auch gutes Streetfood in Thamel das für wenig Geld sättigt.



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Der letzte Tag is Shoppingtag. Thamel hat alles was Touristen begehrt. Ich besuche noch einmal eine lokale Manufaktur für Daunenjacken. Yak-Wollprodukte und Pashmina sind ebenfalls beliebte Mitbringsel aus lokaler Produktion. Auch wer sich für Handwerkskunst interessiert wird fündig. Nur von den Fake-Produkten bekannter Outdoor-Herstellern würde ich die Finger lassen. Feilschen nicht vergessen.