Frühlingsblüte auf Malta und Gozo (2017) - Reisebericht von movieguide bei triplib.

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Malta
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Mit dem eigenen Auto erforschen die beiden Inseln im Mittelmeer. 5 Tage verweilen wir auf Malta, der Hauptinsel und weitere 4 Tage auf der kleineren Nachbarinsel Gozo. Malta ist für uns ein ideales Reiseziel wenn man nur gut 1 Woche Zeit hat und trotzdem Kultur und Natur im Mittelmeer erleben will. Malta ist die europäische Kulturhauptstadt 2018 und das kann man mittlerweile überall schon sehen.

Birgu


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Von Berlin Schönefeld mit Ryanair ging es direkt in 3h nach Malta. Am Flughafen haben wir direkt unseren PKW angeholt und los gings in den Linksverkehr - eine Premiere. Überrascht waren wir vom Zustand der Mietwagen, in unserem Fall war der jedenfalls schon gut eingedellt. Nach ein paar Kilometern im Kreis aufgrund kleinerer Orientierungsprobleme fanden wir schließlich doch den Weg nach Birgu - eine der Three Citys gegenüber von Valetta. Man muss dazusagen das wir auf Navi verzichtet haben und immer noch die klassische Karte bevorzugen. Aufgrund der eher tlw. recht spärrlichen Beschilderung auf Malta, hat man vor allem in den Ballungszentren doch einwenig zu tun.



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Nach dem Bezug unseres Apparmtents und einer kleinen Erfrischung erkundenten wir auf einen ersten Bummel den Hafen des kleinen Meerarms von Birgu. Diese Ecke von Malta hat keine Hotels denn die meisten Touris sind in den Hotelburgen von Sliema untergebracht, so das man hier sehr authentische maltesische Lebensart erleben kann. Birgu besitzt einige sehr tolle Sehenswürdigkeiten die wir an den Folgetagen erkundeten, dazu zählt die endrucksvolle Festung Fort St. Angelo, das Malta at War Museum und der Palast des Inquisitors. Es macht aber auch einfach nur Spaß durch die engen Gassen zu schlendern und die Aussicht auf den Hafen zu genießen.


Sehenswürdigkeiten

Fort St. Angelo

Dieses alte Fort war früher eine der wichtigsten Festungsanlagen Maltas zur Zeit der Johanniter und wurde erst in den letzten Jahren aufwändig restauriert. Ein Besuch lohnt nicht nur wegen der tollen Aussicht.

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Sehenswürdigkeiten

Malta at War Museum

Dieses Museum widmet sich Maltas Rolle im zweiten Weltkrieg. Malta war zu einem Stützpunkt allierter Truppen, aber Angriff deutscher Bomberangriffe. Neben vielen interessanten Exponaten, ist vor allem der ausgehobene Luftschutzbunker für die Zivilbevölkerung ein echt beklemmendes Erlebnis.

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Valletta


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Die Hauptstadt von Malta befindet sich genau gegenüber der Three Cities und lässt sich wunderbar mit den regelmäßig verkehrenden Pendelfähren erreichen. Auch wenn Valletta eigentlich nicht viel größer ist als Birgu, geht es hier doch schon deutlich touristischer zu. Valletta hat viele interessante Ecken, die sich am besten durch ausgiebiges Bummeln erkunden lassen. Das Wahrzeichen ist sicherlich die St. Johns Co-Cathetral, äußerlich eher unspektakulär, aber innen ein sehr opulenter Kirchenbau.



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Wenn man von Birgu kommt, kann man mit einen gläsernen Fahrstuhl direkt zur Saluting Battery hinauffahren, wo jeden Tag zu festen Zeiten Kanonenschüsse abgefeuert werden - ein echtes Spektakel. In Valletta wird in Vorbereitung auf die erwarteten Besucherströme im Jahr 2018 an sehr vielen Ecken gebaut und erneuert. Bereits im neuen Glanz erstraht das Stadttour und das Parlamentsgebäude - beide sind entgegen dem Rest der historischen Stadt aber sehr modern gestaltet, ein interessanter Kontrast.



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Der Großmeisterpalast - einst Sitz des Johanniterordens - kann derzeit nur eingeschränkt besichtigt werden da Malta auch die EU-Ratspräsidentschaft inne hat und die interessanten Staatsgemächer gesperrt sind. Die Waffenkammer ist aber immer zugänglich.

Am schönsten ist der Blick auf Valletta von der Sliema-Seite. Auch wenn man dort kein Hotel bezogen hat, sollte man schon allein wegen der Kulisse eine Fahrt mit der preisgünstigen Fähre unternehmen oder ein Restaurant besuchen.



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Ausflugszieleauf Malta: Megalith-Tempel und steile Klippen

Wir haben wiegesagt Vittorioso zu unserer Homebase erkoren und nach ein paar Tagen in den Three Cities nun mit dem Mietwagen die nähere Umgebung erkundet. Malta ist so klein das sich eine Verlagerung des Schlafplatzes eigentlich nicht lohnt, man kommt mühelos überall hin, nur die Beschilderung ist bisweilen tückisch.

Unser erstes Ziel waren die Megalith-Tempel von Hagar Qim und Mnajdra. Es gibt noch weitere ähnlich gelagerte Tempel auf Malta und Gozo, für welche man sich entscheidet ist Geschmackssache. Vorteil dieser Tempelanlage, Sie liegt direkt an den Klippen und bietet daher auch ein paar schöne Ausblicke.



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Eine Fahrt zu den Tempeln lässt sich wunderbar verbinden mit einem Stopp bei der Blue Groto. Wenn man will kann man hier auch Boote chartern und die Grotten von innen zu begutachten. Da wir mit Kleinkind unterwegs waren, war dies eh keine Option, zumal man von einem Viewpoint direkt an der Straße einen ziemlich guten Ausblick hat.

Wenn man mit dem Auto weiterfährt (hinter Hagar Qim) kommt man zu den Felsklippen von Dingli. Hier lohnt es sich (aus östlicher Richtung kommend) das Auto abzustellen und auf einen kleinen Meerarme zu laufen wo man eine fantastische Aussicht auf den Küstenstreifen mit den steilabfallenden Felsen hat. Die Straße gen Westen direkt an der Küste entlang steht eine kleine hübsche Kapelle, teilweise kann man hier auch wandern, aber einen durchgängigen Pfad haben wir nicht entdeckt.



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Ausflugsziele auf Malta: Mdina und Rabat

Mdina und Rabat sind zwei kleine Städtchen im Zentrum von Malta. Vor allem Mdina, die ummauerte ehemalige Hauptstadt, sieht man schon von Weiten und ist das eigentliche Highlight. Die kleinen zauberhaften engen mittelalterlichen Gassen und die großartige Kathedrale lohnen hier einen Besuch und eignet sich wunderbar für einen kleinen Bummel. Da Mdina nicht sehr groß ist, kann man dies wunderbar mit einen Besuch in Rabat verbinden, da beide Städtchen ineinander übergehen. In Rabat lohnt vor allem ein Besuch der St. Pauls Katakomben im Zentrum nahe der Kirche.



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Auf dem Weg nach Gozo

Nach 4 Tagen rund um Valletta verlassen wir das südöstliche Malta und fahren mit unserem Mietwagen gen Norden. Mittlerweile haben wir uns an den Verkehr gewohnt. Die Hauptstraßen vor allem in den Ballungsräumen sind gut ausgebaut und wir haben keine Probleme den Weg zu finden. Da das Wetter uns heute nicht so wohl gesonnen ist, haben wir uns auf dem Weg nach Gozo, unserer nächsten Station, für eine Indoor Aktivität entschieden.

Wir besuchen daher das neu gebaute National Aquarium in Bugibba, einem Badeort im Nordosten der Insel. Auf den ersten Blick ist das Aquarium recht unscheinbar, was auch daran liegt, das ein großteil der Anlage unterirdisch errichtet wurde. Die Eintrittspreise sind trotzdem happig, denn viel mehr als eine Stunde benötigt man nicht um sich alles anzusehen. Trotzdem ist ein besuch vor allem vor Kids interessant, da die Anlagen sehr modern und schön gestaltet sind und einige Dinge auch interaktiv sind.

Nach dem besuch fahren wir wir weiter auf den nördlichsten Zipfel der Insel (Cirkewwa). Dort gibt es eine regelmäßig verkehrende Pendelfähre nach Gozo und zurück. Die Fahrt ist kurzweilig und unterhaltsam, die Kosten halten sich für Hin- und Rückfahrt ebenfalls in Grenzen.


Masalaforn und Xaghra


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Gozo besitzt in etwa ein Drittel der Größe von Malta. Auch wenn das Eiland egentlich klein ist, lassen sich hier ein paar entspannte Tage verleben. Im Gegensatz zum turbulenten Malta geht es hier auch deutlich entspannter zu, die kleinen pitoresken Ortschaften sind deutlich weniger touristisch und die wilde Küste hat man hier oft für sich. Gozo wartet auch mit einigen sehr schönen kleinen Buchten auf, die man vor allem im Frühjahr noch weitestgehend ohne Touri-Rummel genießen kann.

In 4 Tagen kann man alle Highlights der Insel entspannt besichtigen und hat noch genug Zeit zu entspannen.



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Unsere Homestay befand sich im südlichen Xaghra, der leicht verstaubte Badeort Masalaforn war nicht weit weg. Auch wenn der Charme des kleinen Badeortes längst verflogen ist und im Frühjahr sowieso recht ausgestorben wirkt, lohnt ein Besuch aufgrund der nahe gelegenen Salzpfannen. Diese in den Fels gehauenen Salzbecken sind ein schönen Fotomotiv vor allem in der Abendsonne und auch noch gut von Masalaforn zu Zuß zu erreichen. Vor der Stadt steht ein kleiner Hügel mit einer großen Jesus-Statue die man ohne größere Mühe erklimmen kann, ein netter kleiner Abstecher zu Fuß.

Wenn man allerdings tiefer ins Eiland vordringen muss sollte man entweder Wanderschuhe einpacken oder ein Auto mieten.



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Ausflugsziele auf Gozo: Victoria - die ummauerte Stadt

Auch Gozo hat eine befestigte Stadt wie Malta, nur das Victoria und deren Festung deutlich charmanter ist. Das liegt vor allem an den vielen kleinen verschlungenen Gassen und der schönen Aussicht bis auf Meer. Viele kleine Museen und ein kleines Gefängnis lässt sich besichtigen. Ein Besuch hier ist Pflicht, die Festung ist sowieso schon von Weiten ein Blickfang.



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Victoria-Stadt ist ebenfalls einen Bummel wert, hier ist Gozo deutlich quierliger als im Rest der Insel und auf dem Piazza Independenza lässt es gut für einen Kaffee verweilen.
Wenn man in dieser Ecke von Gozo ist, sollte man auch unbedingt zu den Klippen von Sannap (Ta Cenc) einen Besuch abstatten. Hier lassen sich auch tolle Wanderungen entlang der Küste bis nach Xlendi unernehmen, allerdings sind die Wege ehr schmal und gehen direkt an der Küste entlang, daher für Familien mit Kindern nicht zu empfehlen.



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Der Osten von Gozo

Der Ostteil der Insel ist vor allem wegen seiner Küsten einen besuch wert. Neben der Ramla Bay mit einem schönen kleinen Sandstrand ist vor allem die San Blas Bay zu empfehlen. Der Strand hier ist winzig und nur über eine steile Zufahrt zu erreichen, dafür ist die kleine Bucht malerisch und unberührt.

Ansonsten erkundet man den Osten Insel am Besten ohne festes Ziel. Nadur hat einen netten kleinen Stadtkern und eine Windmühle, Xagrha ebenfalls. Darüberhinaus gibt es in Xaghra auch einen Megalith Tempel ähnlich den Anlagen auf Malta. Ein kurzer Zwischenstopp lohnt auch in Mgarr, wo man dem Treiben im Hafen zuschauen kann. Wer sich für große Kirchen interessiert, für den lohnt ein Besuch der gigantischen Rotunda in Xewkija.



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Der Westen von Gozo

Das Highlight von Gozos Westküste war bis vor Kurzem das Azure Window bei Dwejra. Nach einem Unwetter im Frühjahr 2017 stürzte dieses natürliche Felsentor dann leider in sich zusammen und beraupte die Insel ihrer Hauptsehenswürdigkeit. Trotzdem lohnt ein Besuch hier nach wie vor, denn die wilde Felsküste ist nach wie vor ein schöner Platz um sich den Wind um die Ohren blasen zu lassen. Ein weiteres Highlight hier, man kann in kleinen natürlichen Pools unterhalb der Klippen tauchen und baden.

Am besten lässt sich der Westen der Insel bei einem Roadtrip auf vier oder zwei Rädern erkunden. Wir starteten in Marsalaforn vorbei an den Salzpfannen auf holprigen Pisten. Einen Stopp sollte man unbedingt bei der malerischen am Meer gelegenen Basilika Ta'Pinu einlegen. Bei dieser Tour kann man sich auch gleich ein paar der schönen kleinen Ortschaften im Inselinneren wie z.B. Zebbug anschauen.



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Nach 10 Tagen war unser Urlaub zu Ende und dank einer kurzfristigen Flug-Stornierung mussten wir unsere Zelte eher abbrechen als geplant, so viel ein Abstecher auf Maltas Nordzipfel leider ins Wasser. Man ist in jeden Fall gut beraten einen anständigen Zeitpuffer einzuplanen wenn man wie wir direkt von Gozo nach Malta zum Flughafen fährt. Klappte die Fährüberfahrt noch reibungslos, gerieten wir in einige nervige Staus in den Ballungsräumen an der Ostküste Maltas. Am Ende ging aber alles glatt und der Mietwagen stand wieder pünktlich am Schalter. Unser Rückflug (eigentlich ein Direktflug) wurde hingegen eine etwas länger Tour mit einem Zwischenstopp in Istanbul, aber davon lässt sich eine erfahrene Traveller-Familie natürlich nicht den Urlaubsabschluss vermiesen.


Sonstiges

Malta Fireworks Festival

Das Feuerwerksfestival findet jedes Jahr im Frühjahr an verschiedenen Tagen auf beiden Inseln statt. Wir hatten das Glück uns das Feuerwerk auf Gozo über dem Himmel von Xaghra anzuschauen. Unbedingt checken wenn man zu dieser Jahreszeit auf einer der Inseln weilt.

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Kommentare

Simon (07.02.2017)

Vielen Dank für Euren, wie immer, wertvollen Beitrag! Wir haben Malta und Gozo für Oktober gebucht, um den Sommer zu verlängern, und wir sind schon sehr gespannt.

Natürlich haben wir zuvor aber noch zwei andere Reiseziele vorgesehen, ist ja noch ein paar Wochen hin.... :-)

Euch einen wunderbaren Sommer!