Hongkong - Vietnam - Reisebericht von Uwe1956 bei triplib.

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Uwe1956
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Frankfurt am Main

Squaire

Squaire


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22.07.2012:

Wir starten schon heute in Richtung Frankfurt, damit der Tag morgen nicht gar zu stressig wird. Jakob fährt uns am Nachmittag nach Hof, dort steigen wir in den Zug. In Würzburg müssen wir umsteigen. Alles klappt super. In Frankurt angekommen, checken wir im Hilton Garden Inn ein, direkt am Flughafen im sogenannten „Squaire“ gelegen: Sehr neu und ziemlich chic. Wir flanieren noch kurz über den Airport und essen dann super lecker im „Alex“, einem Steakhaus, zu Abend. „... das Leben ist schön.“ steht an der Wand in übergroßen Lettern; wir finden, das stimmt.


Übernachten

Hilton Garden Inn

Für eine entspannte Anreise am Abend vorher eignet sich das Hilton Garden Inn hervorragend. Aus dem ICE aussteigen und mit dem Fahrstuhl hoch zum Hotel. Direkte Anbindung ans Terminal 1 - alles zu Fuß erreichbar.

Squaire
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Hongkong

Blick vom Peak

Blick vom Peak


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23./24.07.2012:

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück geht es nun richtig los. Wir checken bei „Cathay Pazific“ ein und starten pünktlich. Mir graut ja immer etwas vor sooo langen Flügen, Uwe nimmt`s lockerer. Es liegen 11 Stunden vor uns, zumindest, wenn alles planmäßig verläuft... Nach dem Essen und einigen Sudokus im Bordentertainment versuche ich ein wenig zu schlafen, was mehr schlecht als recht gelingt. Als ich wieder aufwache - etwa 7 Stunden liegen hinter uns - teilt mein Mann mir mit, es habe eine Durchsage gegeben, dass der Flughafen in Hongkong wegen Unwetters gesperrt sei... Ich denke, es ist einer seiner üblichen Scherze, doch damit liege ich leider falsch... Wir werden nach Bangkok umgeleitet und sind dadurch schon mal eine Stunde länger in der Luft. Nach der Landung dürfen wir erstmal nicht aussteigen. Man muss noch entscheiden, wie es weitergehen soll. Die Wartezeit dehnt sich auf schier unendliche drei Stunden... Dann lässt man uns raus. Auf dem Flughafen füllen alle brav die Embarcation-Card aus, abgeben können wir sie aber nicht, wir warten wieder... Schließlich teilt man uns mit, dass es eine neue Maschine mit einer neuen Crew gäbe, die uns nach Hongkong fliegen würde... Wir werden also durch das Flughafengebäude geführt, es gibt wieder eine Sicherheitskontrolle und alle müssen nochmalig einchecken: Jeder Einzelne wird genaustens überprüft: Es dauert ewig: Alles in allem weitere 4 Stunden. Dann dürfen wir in den Flieger und starten erneut durch. 2 1/2 Stunden bis Hongkong. Dort gibt es die nächste Wartezeit: 1 1/2 Stunden, weil wir uns hinten anstellen müssen: All die umgeleiteten Flieger wollen erst einmal abgefertigt sein! Dann lässt sich die Aussteigeschleuse nicht ankoppeln und beim Gepäck gibt es auch technische Schwierigkeiten... (Immerhin sind wir überglücklich, dass die Koffer überhaupt mitgeflogen sind!) Aber dann klappt alles!!! Wir werden zum Hotel „Harbour Grand Kowloon“ gefahren und treffen dort gegen 22.30 Uhr Ortszeit ein. In Deutschland ist es jetzt 16.30 Uhr nachmittags (Obacht: es ist bereits der 24.07. 2012). Alles in allem haben wir vom Abflug bis zur Ankunft in Hongkong ca. 27 Stunden gebraucht!!!! Wenn wir bisher nicht urlaubsreif waren, jetzt sind wir es...
Wir fallen ins Bett und schlafen wie tot bis zum nächsten Morgen durch.


Hotel Harbour Grand Kawloon

Hotel Harbour Grand Kawloon


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25.07.2012:

Wir haben kein Frühstück mitgebucht und suchen uns selbst eine Lokalität: Es gibt Dim Sum und einen großen Teller Nudeln für jeden... Gewöhnungsbedürftig, aber es sättigt ungemein. So gestärkt machen wir uns auf den Weg, diese Stadt der Superlative zu erkunden. Es regnet ziemlich heftig und das erste, was wir tun ist: Schirme kaufen. Eine wirklich lohnende Investition, wir brauchen sie fast ständig. Eine Hafenrundfahrt mit „Star- Ferries“, die es schon seit Beginn der britischen Herrschaft in Hongkong gibt, vermittelt uns einen guten Eindruck und entlastet unsere Füße ein wenig, die vom vielen Umherlaufen schon ziemlich weh tun... Beeindruckend auch das „Peninsula“, die wohl traditionsreichste Luxusherberge der Stadt...
Mit dem Shuttlebus geht es zurück zum Hotel und wir entschließen uns zu einem Abendessen im Restaurant des Hauses. Es gibt ein Buffet unter dem Motto: „A Japanese Journey“. Wir schlemmen nach Herzenslust und für ca 8,50 Euro zusätzlich pro Nase könnte man sich auch betrinken, wenn man wollte: Es wird nachgeschenkt, so oft man möchte...
Das mit dem Abendessen im Hotel war eine echt gute Idee!



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26.07.2012:

Diesmal frühstücken wir doch im Hotel, denn um 9.30 Uhr werden wir abgeholt: Wir lernen Hongkong Island kennen. Unsere Gruppe besteht nur aus vier Leuten, was die Sache sehr entspannt macht. Unser Guide spricht ein stark chinesisch gefärbtes Englisch, klingt etwas putzig, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase verstehe ich ihn ziemlich gut. Es geht durch einen der Tunnel hinüber auf die Insel und hinauf auf den Peak. Der Reiseführer hat Recht: Die grandiose Aussicht, die sich uns bietet, ist sicher DIE Attraktion der Stadt. Dann fahren wir zur Repulse Bay, einem Badestrand der Einheimischen. Wir sehen das Haus von Chackie Chan und einen quietschbunten Touristen“tempel“ dürfen wir auch bewundern. Es regnet wieder und wir sind glücklich, dass wir wenigstens auf dem Peak einen einigermaßen gute Sicht hatten... Nach einer Fahrt mit einem Sampan, einer Art Wassertaxi, besuchen wir noch eine Jewellery... Der übliche Versuch, uns zum Kaufen zu animieren. Er misslingt. Nach der Rückkehr ins Hotel und einer kurzen Verschnaufpause machen wir uns nochmals auf Entdeckungtour und... verlaufen uns gründlich. Irgendwie gelingt es Uwe dann aber doch, die Richtung wiederzufinden, und mit müden Füßen kommen wir wieder im Hotel an. Heute ist unser letzter Abend hier und so gönnen wir uns ein Essen und eine Flasche „Sparkling Wine“ im Gourmetrestaurant des Hauses. Zum Schluss lösen wir noch unseren Gutschein für einen „Welcomedrink“ ein, packen die Taschen und fallen ins Bett. Morgen geht es nach Hanoi. Pickupzeit ist 5.15 Uhr!!!


Hanoi

 The-Huc-Brücke (Brücke der aufgehenden Sonne)

The-Huc-Brücke (Brücke der aufgehenden Sonne)


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27.07.2012:

Heute geht es von Hongkong nach Hanoi. Natürlich gibt es wieder Probleme und wir kommen erst 2 Stunden später an. Aber was sind schon zwei Stunden? Da können wir doch nur müde darüber lächeln...
Unser erster Reiseleiter heißt Dong und erwartet uns schon sehnsüchtig. Die deutsche Sprache hat er in Guben erlernt,wo er von 1982 bis 1987 gearbeitet hat. Wir fahren zum „Demantoid-Hotel“, direkt in der Altstadt gelegen. Im Vergleich zu unserer Suite in Hongkong eher beengt, aber sauber. Wir machen uns selbständig auf Entdeckungstour und schwitzen schon nach wenigen Minuten, einerseits wegen des feuchtheißen Klimas, andererseits wegen des chaotischen Verkehrs. Wir durchstreifen mutig das Handwerkerviertel: In jeder Straße gibt es ein anderes Gewerbe. Mitten im Ho-Hoan-Kiem-See liegt der Deu Ngoc Son, der „Jadebergtempel "und der Thap Rua, der „Schildkrötenturm“. Danach besuchen wir ein altes traditionelles Holzhaus aus dem 19. Jahrhundert in der Ma May Street. Wir bekommen ein Schälchen Jasmin-Tee kredenzt, hören traditionelle Musik auf alten Instrumenten und kaufen unser erstes Souvenir: Ein Bild mit alten vietnamesischen Schriftzeichen. Sie bedeuten die vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Der Maler, ein alter Mann, der aussieht, wie ein Bilderbuchvietnamese, lässt nicht mit sich handeln. Wir geben ihm umgerechnet 20 Dollar und machen ihn damit ziemlich glücklich. Außerdem werden wir für einen Beitrag im vietnamesischen Fernsehen gefilmt: Schwitzende, deutsche Touristen, die sich für alte vietnamesische Instrumente interessieren...
Die Chua Ba Da, die „Pagode der steinernen Frau“, ist gerade eine Baustelle, statt dessen entdecken wir die katholische „St.-Josephs-Kathedrale". Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel suchen wir ein Restaurant für`s Abendessen und werden am Westsee fündig.


Fahrradrikscha

Fahrradrikscha


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28.07.2012:

Heute steht der „Tempel der Literatur“ auf dem Plan: Eine sehr schöne, sehenswerte Anlage, die im Jahre 1070 zu Ehren Konfuzius` errichtet wurde.
Das Mausoleum und das Ho-Chi-Minh-Haus sehen wir nur von außen, es ist gerade Mittagspause. Wir müssen zurück zum Hotel, denn um 14.00 Uhr ist eine Fahrradrikschatour für uns organisiert. Die armen Vietnamesen, schmal und klein, wie sie nun mal sind, treten tapfer in die Pedale und befördern uns nochmals durch die Gassen der Altstadt. Danach spazieren wir noch ein wenig mit Dong umher, das meiste, was er uns zeigt, haben wir gestern schon gesehen. Schließlich bitten wir ihn, uns noch Eintrittskarten für`s Wasserpuppentheater zu besorgen. Absolut sehenswert und für umgerechnet 4 Euro durchaus erschwinglich!
Als die Vorstellung vorbei ist, sieht es stark nach Regen aus. Bald beginnt es, wie aus Eimern zu schütten. Wir flüchen in eine Bar, in der martialisch anmutendes Kriegsgerät aus dem Indochinakrieg zu Dekoobjekten umfunktioniert und damit einer friedlichen Verwendung zugeführt wurde. Bei einem Hanoi-Bier warten wir das Ende des Gusses ab, danach essen wir zu Abend und gehen zurück zum Hotel.


Hạ Long

Ha-Long-Bucht

Ha-Long-Bucht


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29.07.2012:

Um 9.00 Uhr holen uns Dong und Ha, der Fahrer, am Hotel ab. Heute steht die Fahrt zur berühmten Ha-Long-Bucht an. Die 3 Stunden bis dahin werden uns von mal mehr, mal weniger interessanten Ausführungen Dongs verkürzt. Außerdem besuchen wir eine Fabrik, in der Perlen verarbeitet werden, und einen Steinmetzbetrieb. Wir bleiben standhaft und kaufen nichts!
In Ha-Long-City angekommen, funktioniert alles schnell und reibungslos. Ein Mitarbeiter der Dschunkencrew erwartet uns schon und wir werden hinaus zur „Marguerita“ gebracht. Unsere „Suite“ ist für ein Schiff relativ geräumig und leidlich sauber. Das Personal ist freundlich und das Essen schmeckt, was nicht ganz unwichtig ist: Schließlich haben wir hier Vollpension. Man bemüht sich, uns ständig zu beschäftigen. Ich fühle mich irgendwie an diverse Schulausflüge erinnert... Wir besuchen nach dem Lunch und einer ca. 2-stündigen Fahrt durch die beeindruckende Landschaft der Ha-Long-Bucht die Höhle Hang Sung Sot, die „Höhle der Überraschung“, und können geradezu mystische Ausblicke auf interessante Tropfsteinformen in relativer Ruhe genießen.
Danach haben wir die Wahl zwischen Kajak fahren oder in einem Bambusboot gerudert zu werden. Wir entscheiden uns für letzteres und haben im Anschluss noch Zeit für einen kurzen Abstecher zum Strand, um zu baden. Besonders sauber ist das Wasser nicht, was aber bei der Vielzahl der Boote, die hier unterwegs sind, auch nicht wirklich verwundert.
An Bord sind außer uns noch 21 weitere Passagiere. Das Publikum ist international: 3 Koreanerinnen, 4 Australier/innen, 2 Engländer/in, 6 Franzosen/innen, 2 Spanier/in, 2 Russen/in und, uns eingeschlossen, 4 Deutsche. Upps, hier klappt da nicht mit der weiblichen Form. Also, wir und noch ein junges Pärchen aus dem Ländle, wo man alles kann, außer hochdeutsch.



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30.07.2012:

Nach dem Frühstück schippern wir weiter und genießen wirklich spektakuläre Aussichten. In einem schwimmenden Fischerdorf gewinnt der Begriff „Wasserstraße“ für uns plötzlich eine völlig neue Bedeutung...
Nach einem weiteren köstlichen Lunch erreichen wir wieder Ha-Long-City und checken aus. Dong erwartet uns schon und bringt uns wieder zum Flughafen Hanoi zurück. Um 20.10 Uhr geht der Flieger nach Hue.
Natürlich hat auch dieser Flieger wieder Verspätung: Wir bleiben der Tradition treu! Immerhin sind es diesmal nur 45 Minuten. Am Flughafen Hue erwartet uns schon Nguyen, unser zweiter Reiseleiter, gemeinsam mit einem Fahrer. Er war von 1982-1886 in Karl-Marx-Stadt und hat dort im Spinnereimaschinenbetrieb gearbeitet und dabei eben auch deutsch gelernt. Seit zwei Jahren arbeitet er deshalb als Reiseleiter. Anfänglich macht es uns etwas Mühe, ihn zu verstehen, dann wird es aber immer besser. Fragen kann Nguyen schlecht beantworten, weil er sie nicht wirklich versteht, dafür hat er sich aber sehr viel Wissen angelernt und teilt es uns mit. Außerdem ist auch er sehr freundlich und stets um uns bemüht. Hue ist mit ca 300 000 Einwohnern eine „Kleinstadt“ und wir sind recht schnell in unserem Hotel „Festival“ . Noch rasch eine Dusche und dann ab ins Bett, morgen starten wir um 8.00 Uhr.


Huế


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31.07.2012:

Das Frühstück war recht annehmbar, neben den asiatischen Gewohnheiten mit Nudeln und Reis wird hier auch der europäische Gaumen bedient. Gut gestärkt starten wir zu unserer Tour durch Hue. Wir beginnen mit der Thien Mu Pagode. Dann schließt sich eine Bootsfahrt an und wir besuchen zwei Kaisergräber der Nguyen- Dynastie, die zwischen 1802 und 1945 von Hue aus das Reich beherrschte. Wir sehen die Grabanlagen des 4. Kaisers Tu Duc und des 2. Kaisers Minh Mang. Danach führt uns die Fahrt in Richtung Danang, der viertgrößten Stadt in Vietnam. Der Name war mir noch aus dem Vietnamkrieg in guter Erinnerung: Die Amerikaner hatten hier einen ihrer größten Luftwaffenstützpunkte in Südostasien errichtet. Unterwegs gibt es viele schöne Ausblicke auf eine malerische Landschaft. Den schönsten bietet sicherlich „Hai Van“, der Wolkenpass: Von hier aus kann man nach zwei Seiten schier unendlich weit ins Land hineinschauen: Auf der einen Seite sieht man Danang liegen, auf der anderen blickt man auf weite Teile der Provinz Hue. Deshalb war der Wolkenpass auch ein wichtiger strategischer Stützpunkt und wir treffen auf alte, langsam verfallende Befestigungsanlagen sowohl der Franzosen (noch aus Ziegeln gebaut) als auch der Amerikaner (aus Stahlbeton). Nach einem kurzen Halt geht es auf der anderen Seite wieder hinunter. Wir streifen Danang nur, indem wir am Strand entlang fahren, uns drängt sich dabei ein Vergleich mit Mittelmeerstränden, wie Nizza oder Saint Tropez auf, die wir persönlich allerdings bisher nur aus dem Fernsehen kennen. Dann gibt es eine letzten Stopp an einer Seidenfabrik: Wir bekommen deren Werdegang von der Seidenraupe bis zum fertigen Kleidungstück vorgeführt. Es ist wirklich interessant, natürlich sollen wir im Anschluss auch etwas kaufen. Wir entscheiden uns für eine Lampenschirm.Bald erreichen wir unser heutiges Ziel: Hoi An. Nguen liefert uns in unserem Hotel „Lotus“ ab, wo wir 2 Nächte verbringen werden. Das Zimmer ist sehr geräumig und besteht aus Eingangsbereich und Schlafraum, dazu kommen zwei Bäder. Es wirkt zwar schon ein wenig abgewohnt, ist aber sauber. Allerdings ist unser Zimmer ganz unten und außen gelegen, die Fenster sind nur einfach verglast, so dass wir den Hahn des Hühnerhofes gleich nebenan ausgesprochen gut hören können. Er beginnt sein Konzert morgens gegen vier Uhr! Es klingt wie Urlaub auf dem Bauernhof .
Wir probieren kurz den Pool aus und fahren dann mit einem Taxi in die Altstadt. Und wir sind echt beeindruckt: Mittelmeerflair und Exotik des fernen Ostens sind hier auf eigenartige Weise miteinander verquickt. Wir bummeln und schauen ein bisschen und entscheiden uns dann für ein Restaurant zum Abenessen, das „Miss Ly“. Hier genießen wir ein Tasting-Menü, das uns eine Mischung verschiedener asiatischer Köstlichkeiten bietet: Besonders lecker ist der Fisch, im Bananenblatt gedünstet, und die Nudelsuppe mit Meeresfrücheten. Auch die Rückfahrt zum Hotel erledigen wir wieder mit einem Taxi.


Hội An


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01.08.2012:

Das Frühstück ist wieder recht lecker, so dass wir wieder gut gestärkt gemeinsam mit Nguyen Hoi An erkunden können. Er führt uns zuerst über einen lokalen Markt, auf dem es exotische Früchte, Fisch, Fleisch, Gemüse und vieles mehr zu kaufen gibt. Als wir ihn verlassen, winkt uns eine kleine Vietnamesin aufgeregt zu sich. Ich soll mich zu ihr auf eines der obligatorischen winzigen Plastikhockerchen setzen, dann drückt sie mir ihren Hut auf den Kopf, hakt sich unter und poussiert für ein Foto. Dann will sie Geld, was auch sonst. Sie klammert sich förmlich an meinen Arm, ich könnte gar nicht aufstehen, selbst wenn ich wollte. Uwe muss mich „freikaufen“, er zahlt 5000 Dong, das sind umgerechnet 20 Cent!!!!, für mich. Immerhin weiß ich jetzt, was ich wert bin.
Nun geht unser Spaziergang durch die Altstadt weiter, bis wir am Ufer des Flusses ankommen. Hier besteigen wir ein Boot und fahren ein Stück, in Deutschland würde man das wohl Kaffeefahrt nennen: Wir besuchen eine Holzschnitzerei mit Möbelfabrik und ein Dorf, in dem Keramiken hergestellt werden. Auf sehr traditionelle Art und Weise übrigens, Uwe darf es auch einmal probieren. Wieder zurück in Hoi An besuchen wir noch ein Museum, in dem man die traditonelle Lebensweise der Vietnamesen kennenlernen kann, dann werden wir zum Hotel zurückgebracht. Den Abend verbringen wir wieder in der Altstadt. Diesmal laufen wir bis zum Fluss. Es gibt unzählige gemütliche Restaurants und Geschäfte, in denen man diverse Souvenirs, teilweise auch recht geschmackvolle, erwerben kann. Wir überqueren die Brücke und probieren in einem Lokal mit phantastischem Blick auf die Altstadt ein "Fresh beer“ oder auf vietnamesisch "Bia Hoi". Es ist gerade Happy Hour und so kostet ein Glas gerade mal 4000 Dong, das sind ungefähr 15 Cent! Eine Obstverkäuferin poussiert für ein Foto und da Uwe wieder nicht widerstehen kann, müssen wir ihr hinterher natürlich eine Kleinigkeit abkaufen. Den Namen der Früchte habe ich leider wieder vergessen, aber sie haben ähnlich wie Litschis geschmeckt, ein wenig säuerlicher vielleicht.
(Spätere Anmerkung: Die Frucht heißt "Mangosteen")
Das Abendessen in einem sehr stark frequentierten Lokal gegenüber fällt recht üppig aus. Neben den frischen Frühlingsrollen mit Papaya gibt es Wontons mit Shrimps, White Rose (eine Art Dim Sum), Cao Lau, eine Spezialität Hoi Ans (Suppe mit kross gebratenem Schweinefleisch, dicken Nudeln und grünem Gemüse), außerdem will Uwe unbedingt wieder den Fisch im Bananenblatt probieren. Wieder sehr schmackhaft, aber ich bin leider schon satt... Ein Taxi bringt uns zum Hotel zurück. Wir trinken nebenan noch einen Absacker und dann schnell ins Bettchen: 5.15 Uhr ist Wecken!


Essen & Trinken

Miss LY Cafeteria und Restaurant in Hoi An

Sehr gute und günstig vienamesische Küche. Es gibt ein sogenanntes Tasting Menue mit verschiedenen vietamesischen Spezialitäten.
Es befindet sich in der Nähe der Markthalle, 22 Nguyen Hue Street, Hoi An, Vietnam.

Meine Bewertung

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Ho-Chi-Minh-Stadt

Am Start

Am Start


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02.08.2012:

Pünktlich um sechs holt Nguyen uns ab und bringt uns zum Flughafen Danang. Ausnahmsweise startet unser Flieger nach Saigon( Ho-Chi-Minh-Stadt) pünktlich um 7.50 Uhr. Um neun sind wir da und werden bereits erwartet. Unser dritter Reiseleiter trägt den für europäische Zungen schwer auszusprechenden Namen Dao Anh Tuan und bittet uns, ihn kurz Tuan zu nennen. Er hat die deutsche Sprache, wie schon seine beiden Vorgänger, auch in der ehemaligen DDR gelernt. Allerdings nur zwei Jahre lang, was man aber nicht merkt. Er war auch in Chemnitz: Er erinnert sich noch deutlich an den "Nischel" und weiß auch, dass es ihn noch gibt.
Wir starten zum ersten Teil der Stadtrundfahrt und beginnen in einem Großmarkt in Cho Lon, das ist das Chinesenviertel in Saigon. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Ich fühle mich stark an die „Fidschi"märkte (blödes Wort, ich weiß), die es bei uns gibt, erinnert. Aber alles ist viel größer, lauter, beengter. Dann geht es weiter zur Thien Hau Pagode, die eigentlich gar keine Pagode, sondern ein Tempel ist, wie wir erfahren. Sie gilt als schönster Tempel Cho Lons und weil heute der 15. Tag des Mondmonats ist, gibt es Unmengen an Gläubigen, die Räucherstäbchen entzünden und Opfergaben ablegen. Danach gibt es noch einen Besuch in einem Museum für traditionelle vietnamesische Medizin und dann geht`s ins Hotel „Le Duy“. Es liegt direkt im Zentrum. Nach einigen Tipps, Ratschlägen und Belehrungen verabschiedet sich Tuan bis morgen.
Wir erfrischen uns kurz und machen uns dann nochmals selbst auf den Weg. HCMC oder Saigon ist die größte Stadt Vietnams und wohl auch eine der jüngsten. Erst etwa 300 Jahre sind vergangen, seitdem das Gebiet von den Vietnamesen besiedelt wurde. Uns präsentiert sich eine recht modern wirkende Großstadt, in der sich Millionen Mopeds drängen. Es knattert und stinkt um uns herum, eine Straßenüberquerung wird zum Abenteuer: Nur keine Angst, schön gucken und dann einfach langsam loslaufen, nicht plötzlich stehenbleiben oder gar rückwärts gehen! Man meint, es müsste pausenlos krachen, aber trotz des riesigen Verkehrsaufkommens passiert erstaunlich wenig. Am Abend starten wir dann zur dritten Tour, man muss ja auch mal etwas essen. Auf dem Nachtmarkt, der täglich rings um die Ben Thanh Markthalle, die zu dieser Zeit schon geschlossen ist, stattfindet, werden wir fündig: In einem Foodcourt lassen wir uns nieder. Ich bestelle Reisnudeln im Singapur- Style, mit Gemüse, Fleisch und Prawns in einem Nest aus Ei – hmmm, lecker. Uwe lässt es richtig krachen und bestellt ein halbes Kilo Tigerprawns, dazu gebratenen Reis. In Deutschland könnte man das nicht bezahlen, hier zahlen wir alles in allem mit Getränken um die 24 Euro!!!


Notre Dame

Notre Dame


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03.08.2012:

Heute setzen wir unsere Sightseeing-Tour durch Ho-Chi-Minh-City fort. Tuan holt uns um 8.30 Uhr in der Lobby ab. Zuerst besuchen wir den Palast der Einheit. Dabei handelt es sich um den Sitz des ehemaligen Präsidenten Südvietnams, der wiederum auf den Fundamenten des im Jahr 1962 durch einen südvietnamesischen Piloten zerstörten Palais Norodom gebaut worden ist. Heute fungiert er nur noch als Museum, jegliche Regierungsgeschäfte finden in Hanoi statt. Am 30. April 1975 wurde dieses Palais von den nordvietnamesichen Panzertruppen gestürmt.
Dann sehen wir die Kathedrale Notre Dame, ein von außen recht imposanter Backsteinbau, den die Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts errichteten. Innen ist er eher schlicht anzusehen. Alle Ziegel, erzählt uns Tuan, wurden dafür aus Frankreich hierher gebracht.
Gleich daneben sehen wir das schöne Hauptpostamt, ein Gebäude aus der gleichen Epoche, welches heute immer noch in Betrieb ist.
Im Anschluss setzt uns Tuan am Kriegsreliktemuseum ab. Er kauft uns die Eintrittskarten und lässt uns eine Stunde allein.
Für diese Ausstellung braucht man echt starke Nerven: Neben dem martialischen Kriegsgerät werden da die Verbrechen, die in diesem Krieg begangen wurden, einschließlich des immer noch nachwirkenden Einsatzes von chemischen Kampfstoffen oder des berüchtigten „Agent Orange“ (Dioxin), ziemlich detailliert gezeigt. Irgendwie fühle ich mich an meinen Buchenwaldbesuch in der 8. Klasse erinnert... Mit einem flauen Gefühl verlassen wir das Museum und sind ganz froh, wieder in das quirlige Leben der Stadt eintauchen zu können. Wir fahren noch an der Oper vorbei, die wir gestern schon allein entdeckt hatten, und besuchen zum Schluss das Rathaus, das zwischen 1901 und 1908 entstanden ist. Davor gibt es eine schöne Grünanlage mit einer Statue von Ho Chi Minh, der aber von den Vietnamesen nur Bac Ho (Onkel Ho) genannt wird. Tuan kommt dann auf die gute Idee, im benachbarten Rex-Hotel bis zur Dachterasse hinaufzufahren und so haben wir zum Abschluss nochmals einige schöne Ausblicke auf die Stadt.


Essen & Trinken

Nachtmarkt von Saigon

In den Straßen links und rechts um den Ben Thanh Markt herum, wird jeden Abend um 19.00Uhr der Nachtmarkt aufgebaut. Hier gibt es neben Souvenirs, Klamotten usw. auch einige Feiluftrestaurants mit sehr guter und vor allem preiswerter Fischküche - besonders zu empfehlen ist das HAI LUA (1 kg gegrillte Tigerprawns für 20€)

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Nha Trang

 Traumstrand am Ana Mandara

Traumstrand am Ana Mandara


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04.-11.08.2012:

So, eine erlebnis- und eindrucksreiche Rundreise liegt hinter uns. Nun noch ein paar Tage relaxen, ehe es wieder nach Hause geht. Wir fliegen heute Mittag nach Nha Trang, der Flug dauert planmäßig etwa 50 Minuten. Uns erwartet das Hotel Ana Mandara. Es gehört zur „Evason Six Senses and Spa“ Kette, die wir in Thailand bereits einmal kennengelernt haben und von der wir dort absolut begeistert waren.
Nach der Ankunft können wir feststellen, dass unser Hotel hier keinesfalls schlechter ist als das, was wir schon kannten. Keine „Bettenburg“, sondern alles ebenerdig im Bungalowstil erbaut, wie ein kleines Dorf mitten in einem tropischen Garten.
Die Zimmer sind wunderschön eingerichtet, elfenbeinfarbene Wände, dunkles Holz, Bambus und ein sandfarbener Fliesenboden. Wir betreten unseres über die kleine, überdachte Terrasse, die mittels Bambusrollos vor neugierigen Blicken abgeschirmt werden kann, und genießen als erstes den Meerblick. Im durch viele liebevolle Details geschmückten sich anschließenden Wohnraum fällt als erstes das große Bett mit dem darüber befindlichen Moskitonetz ins Auge. Im hinteren Bereich befindet sich ein abgeteilter Bereich, in dem sich die Toilette befindet und ein ausladender, gemauerter Waschtisch mit zwei metallenen Waschbecken, die wirken, als habe man einfach zwei Schüsseln darauf gestellt. Aus diesem Bereich führt eine gläserne Schiebetür sozusagen wieder hinaus. Man hat das Empfinden, im Freien zu sein, da die Natursteinmauern zwar mehr als mannshoch sind, aber nicht bis unters Dach reichen, sondern ein gutes Stück offen lassen. Hier gibt es eine sehr große, gemauerte , halb in den Boden eingelassene Badewanne mit Regendusche und Whirlpoolfunktion. Dahinter schließt sich noch eine Art Beet an, mit schönen, tropischen Grünpflanzen darin...
Außerdem gibt es hier einen Privatstrand, der täglich geharkt wird, zwei Außenpools, einen Tennisplatz, ein Spa mit Meerblick... Das Beste in einem guten Hotel sind für mich immer die täglich frischen, riesigen, flauschigen, weißen Handtücher. Die fehlen hier natürlich auch nicht.
Was braucht man mehr: Wir haben sozusagen eine Woche Paradies gebucht...
Das Frühstück lässt auch keine Wünsche offen: frisch gepresste Säfte, Champagner, tropische Früchte, deren Namen mir bisher teilweise noch unbekannt waren. Da das Publikum hier international ist, gibt es neben dem europäischen Frühstück mit Toast, Baguette, Pancake oder Waffeln hier auch „asiatische Gemütlichkeit“. Man kann leckeres Sushi haben, Dim Sum oder eine frisch zubereitete Nudelsuppe. Der Hammer ist auch das Müslibuffett: Hier warten in bestimmt 20 oder mehr großen Deckelgläsern die unterschiedlichsten getrockneten Früchte, Getreideflocken und, und, und darauf, miteinander vermischt zu werden...
Wer hier nichts findet, was seinem Geschmack entspricht ist selber Schuld.
Wir lassen es uns einfach nur gut gehen und genießen den Luxus...



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12.08.2012

Leider geht auch der schönste Urlaub irgendwann zu Ende... Heute ist es so weit. Wir werden um 12.40 Uhr am Hotel abgeholt. Ein Late-Checkout ist kein Problem. Dann geht es wieder zum Flughafen Cam Ranh, ca. 35 km von Nha Trang entfernt. Pünktlich um 14.40 Uhr startet der Flieger, der uns zurück nach HCMC bringt. Dort haben wir leider drei Stunden Aufenthalt, ehe es weitergeht nach Hongkong. Ein Direktflug nach Frankfurt wäre sicher günstiger gewesen! Aus den drei Stunden werden dann doch vier, unser Flieger hat wieder einmal - wen wundert`s - Verspätung. Dafür geht es dann in Hongkong ganz schnell, nur umsteigen und um 0.20 Uhr Ortszeit heben wir ab in Richtung Frankfurt. Nach einem späten Abendessen schaffen wir es diesmal besser als auf dem Hinflug, eine Mütze Schlaf zu bekommen. Wir landen pünktlich und schaffen sogar den ICE nach Wien um kurz nach 8.00 Uhr. In Würzburg wird es aber sehr knapp, da wir etwa 10 Minuten Verspätung eingefahren haben. Wir müssen rennen, mit dem ganzen Gepäck... Aber wir schaffen den Regionalexpress nach Hof gerade so. Jakob holt uns wieder am Bahnhof ab und eine wunderschöne Urlaubsreise geht zu Ende.
FAZIT: Vietnam ist ein wirklich lohnendes Reiseziel. Wunderschöne Landschaft, viel Kultur, freundliche Menschen, die jedem Westler (Tay) mit schelmischer Neugier begegnen. Viel Exotik und das Wichtigste: Noch kein Massentourismus! Nichts wirkt geschönt oder nur für die Besucher inszeniert. Überall kann man authentische Eindrücke einfangen wie bunte Schmetterlinge.


Übernachten

Evason Ana Mandara Nha Trang

Super Luxus Anlage mit einzigem Privatstrand in Nha Trang

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