Road Trip durch den Westen der USA - Reisebericht von WilliamWallace bei triplib.

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WilliamWallace
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Las Vegas


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Anreise Las Vegas

Die Anreise verlief eigentlich reibungslos wären Julia und Micha im Flughafen Stuttgart nicht schon wieder auf Sprengstoff kontrolliert worden. Beide hatten aber auch diesmal nichts dabei, dafür aber die eine oder andere Sache die wir im Nachgang als nicht handgepäcktauglich eingestuft hätten. Aber sei es drum, durchgelassen hat man Sie trotzdem.

Der Flug war ruhig und auch die Kontrollen in Atlanta verliefen ohne Probleme.

Auch der Flug nach Las Vegas verlief ohne Vorfälle. Die Müdigkeit machte sich aber bei allen breit, was bei 20h Reise ja nicht verwunderlich ist. Nach 26h Gesamtreisezeit haben wir unser Hotel erreicht und sind von Las Vegas beeindruckt. Unser Transportmittel ist eher ein Schlachtschiff und hat alle Annehmlichkeiten. Die ersten 3km ist es auch heil geblieben. Hier werden sicher weitere Geschichten zu erwarten sein.

Jetzt machen wir uns frisch und werden noch kurz anstoßen in der Sky Bar, denn hier ist jetzt noch der 15.10.2011 um 23:13 Uhr. Danach werden wir alle gut schlafen …


Übernachten

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Las Vegas


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Vegas Baby Vegas

Nach einer kurzen Nacht (die Damen schliefen natürlich im King Size Bett, während die Männer sich mit der Couch begnügen mussten), ging die Erkundung der Wüstenstadt los. Eine Stadt in der man problemlos auch Wochen verbringen kann. Die erste Station war der m&m Store. Wer glaubt, dass in diesem Laden nur Kinder große Augen bekommen hätte mal Franzi´s sehen müssen.

Im Anschluss wurden die Casinos erkundet, Mandalay Bay, Luxor, Excalibur waren die ersten, da diese sich am südlichen Strip befinden. Die Temperatur sprang sehr schnell von angenehm auf heiß um, so dass wir zum Mittag ins Hotel mussten, weil die Damen den angekündigten 33 Grad nicht trauten und lieber in langen Hosen losmarschiert sind. Naja, was folgte, war ein Hosenwechsel.

Nach einer kurzen Pause ging es den Strip dann Richtung Norden. Das Bellagio war die erste Station. Die Fontänen die alle 10 Minuten eine Performance abliefern sind beeindruckend, nur das Lied “I´m singing in the rain” wollte nicht ganz zu den 33° C passen. Anschließend kam das berühmt berüchtigte Caesar Palace. Micha hat dann aus allen Perspektiven probiert den Abwurfort der Matratze aus Hangover ausfindig zu machen. Hier ist im Nachgang der Reise dringend noch mal eine Video-Analyse erforderlich. Ansonsten erschlagen einen die Casinos und die Hotels. Es ist echt unglaublich wie detailliert Rom, Venedig und Co. nachgebildet wurden. Für die einarmigen Banditen blieb bisher keine Zeit und mitzählen beim Black Jack kann auch keiner von uns, aber es kommen ja noch 2 Tage.
Gegen 16 Uhr trate wir den Rückweg an, da die Laufwege, die Wärme und die Erschöpfung vom Vortag zu groß wurden. Auf dem Rückweg gab es dann den ersten richtigen Burger.
Den Tag ließen wir bei einem Drink in der Sky Bar, über den Dächern von Las Vegas, ausklingen. Bei dieser Gelegenheit haben wir erneut festgestellt, dass Ronny immer noch Geburtstag hat. Der gefühlt längste Geburtstag aller Zeiten, der Zeitverschiebung sei Dank.
Mit diesen Eindrücken gehen wir nun völlig erschöpft schlafen, denn morgen ist ein neuer Tag und der beginnt bereits um 06 Uhr früh. Ziel des Ossi-Tourbusses: Death Valley.


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Death-Valley-Nationalpark


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Tal des Todes

Tag 3 unseres Road Trips führte uns in das legendäre Death Valley und um es vorweg zunehmen, alle sind heil zurückgekehrt.
Aber der Reihe nach. Das Aufstehen um 06 Uhr war nicht so schlimm, da wir alle hier einen sehr leichten Schlaf haben. Der Beginn der Tagestour bestand darin, zum berühmten Ortseingangsschild von Las Vegas zufahren. Unser Timing zeigte sich dadurch, dass außer uns kein Mensch weit und breit zu sehen war und so konnten die Fotos ungestört entstehen.
Danach ging es zum Red Rock Canyon. Die Fahrt über den Scenic Drive bot wirklich spektakuläre Ausblicke. Ansonsten gibt es um Las Vegas herum wirklich nicht viel mehr als Felswüste, die kaum Vegetation, dafür aber viele tolle Felsformationen zu bieten hat. In Badwater erreichten wir mit 86m u.N.N. den tiefsten und wärmsten Punkt unserer Reise. Bei der Fotosession auf dem Salzsee entdeckte man uns auch gleich noch für den neuen Nationalparkfilm. Auch hier war das Timing wieder super, da wir vor den kommenden Reisegruppen Badwater wieder verließen. Es war so heiß, das selbst Franzi ins schwitzen kam und von der Ihr fast unbekannten Situation kurzzeitig etwas aus der Bahn geworfen wurde. Das Thermometer zeigte unglaublich 102° Fahrenheit an. Die Umrechnung in Grad Celsius überlassen wir den Lesern (Tipp es waren mehr als 40°) . Wasser ist hier wirklich überlebenswichtig.
Danach fuhren wir über den Artist Drive zum Golden Canyon und abschließend zu den Sanddünen im Death Valley. Auf der Rückfahrt vom Death Valley gerieten wir dann in einen Baustellenstau, den die Amis auf ihre ganz eigene Art organisieren. Auf jeder Seite der Baustelle postiere man einen Lollipop-Mann oder wahlweise eine Lollipop-Frau mit einem Stoppschild, nehme dazu ein Klohäusschen und stelle beides mitten auf eine Straße in der Wüste. Dazu nehme man eine Art Safety-Car, welches die Autos immer im Wechsel durch die Baustelle bringt. Wir haben uns köstlich amüsiert.
Im Hotel angekommen, haben wir uns von Sand und Schweiß befreit, um anschließend noch mal auf den Strip zu gehen (bei Nacht). Hier haben wir im Planet Hollywood gegessen, dabei mitten in der Mall einen tropischen Regenschauer erlebt und anschließend die Fontänen vor dem Bellagio bewundert. Das sollte man wirklich gesehen haben. Es ist beeindruckend.
Nun ist es 23:45 Uhr und wir gehen nach einem wirklich tollen, aber anstrengenden Tag schlafen.

Und wenn die Sonne morgen aufgeht, werden wir unsere Tour mit dem Grand Canyon Ausflug fortsetzen …


Grand Canyon


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Weltwunder aus der Luft

Heute stand eines der 7 Weltwunder auf dem Programm. Pick up am Hotel um 8 Uhr und los geht es Richtung Flughafen, von wo aus wir zum Grand Canyon fliegen sollten. Tatsächlich kamen wir bis zum Flughafen und das Flugzeug stand samt Passagieren auch schon auf der Startbahn. Doch dann kam der Satz, den jeder Passagier gerne hört: “Aufgrund eines Hydraulikschadens muss der Start abgebrochen werden und die Maschine wieder zum Hangar zurückkehren.” Freude pur, zumal dies bedeutete, dass wir über 1h auf eine Ersatzmaschine warten mussten. Um 11 Uhr ging es endlich los und der Flug verlief ohne Zwischenfälle. Lediglich bei Julia gab es ebenfalls hydraulische Probleme mit den Augenlidern, die Ihr einfach zu fielen. Bis auf die atemberaubende Landschaft des Grand Canyon verpasste Sie ja nicht wirklich viel. Am Ende einigten wir uns aber darauf, dass es nur ein Sekundenschlaf war. Neben den Grand Canyon flogen wir auch über den Hoover Staudamm und den riesigen Stausee Lake Mead. Wer die Chance hat, sollte sich diesen Flecken Erde wirklich ansehen. Am Grand Canyon Airport angekommen wurde unser Zeitplan wider Erwarten gestrafft. Es gab nur einen kurzen Zwischenstopp am Grand Canyon, bevor es zum Hubschrauberflug ging. Der Flug war für drei von uns ein einmaliges Erlebnis, mit Eindrücken die nur schwer zu beschreiben sind. Wehmutstropfen war, dass Julia unglücklich in der Mitte des Helis sitzen musste und somit einen schlechten bis gar keinen Blick auf den Canyon hatte. Eine entsprechende Beschwerdemail bzgl. dieses Punktes und der unfreiwilligen Kürzung des Programms wurde verfasst. Allerdings wird uns der Grand Canyon trotz der Ärgernisse in großartiger Erinnerung bleiben.
Abends ging es noch ein letztes Mal auf den Strip. An den unzähligen Vistenkarten -Verteilern (vorwiegend nicht jugendfrei) kamen wir am dritten Abend schon sehr gekonnt vorbei. Jetzt heißt es Sachen packen und Sin City Lebewohl sagen, denn morgen geht es weiter nach Palm Springs - ein klarer Fall für den Ossi-Tourbus. Die drei Tage waren sehr abwechslungs- und ereignisreich. Las Vegas und Umgebung sind eine Reise wert.


Palm Springs


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Gun Fight auf der Route 66

Um 8:00 Uhr checkten wir im Marriott Hotel aus und ließen den Wagen vorfahren. Nach gefühlten 10 Metern Fahrstrecke versuchte Ronny in Las Vegas die englisch, australischen Verkehrsregeln einzuführen. Trotzdem kamen wir nach ca.45 Minuten Fahrtzeit beim Hoover Dam an. Ein kurzer Spaziergang auf dem Damm und weiter ging die Fahrt Richtung Kingman.

Ab Kingman wollten wir ein kurzes aber sehenswertes Stück die Route 66 entlang fahren und dies gelang uns, nach einer kleinen Odyssee in Kingman, auch. Die ersten Meilen war die Route 66 einfach nur langweilig aber dann ging es in die Berge bis nach Oatman. Eine wirklich sehenswerte Strecke die über einen immerhin 3.350 Meter hohen Pass führte. Die Fahrt ging vorbei an Goldminen bis zu dem Westernstädtchen, in der freilaufende Esel genauso zum Stadtbild gehören wie der dargebotene Gun Fight mitten auf der Strasse.

Im Ort Needles sollte nach langer Fahrt endlich was gegessen werden. Aufgrund des großen Hungers wurde an der ersten Taco Bude angehalten und sich ein Burrito reingewürgt, der nicht wirklich gut schmeckte. Bei der Weiterfahrt fanden wir nach 1 km, wie sollte es anders sein, einen Mc Donalds und einen Jack in the Box. Na toll und wir haben in so einer Bude gespeist. Den Schmerz darüber ließen wir bei einem Mc Flurry und Mc Sunday abklingen

Den restlichen Tag verbrachten wir im Auto auf dem Weg nach Palm Springs. Dieser Weg führte uns durch die unendlich scheinenden Weiten der Mojave Wüste. Auf schnurgeraden Strassen, die nur durch Senken (Dip) etwas Abwechslung erhielten. Diese Senken waren so tief, dass ganze Trucks darin verschwanden.

Nach der langen Fahrt öffnet sich mit einem Mal die Wüste und man blickt auf eine Stadt voller Palmen. Gerade während des Sonnenuntergangs ein fantastischer Blick. Die Nacht verbringen wir heute im Holiday Inn, wo wir den Tag am Pool ganz entspannt ausklingen lassen.


San Diego


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Shoppen, Shoppen, Shoppen und ein Wendys

Nach einem ausgedehnten Frühstück verließen wir Palm Springs, Richtung Desert Hills Premium Outlet. Dies ist ein Outletcenter mit 130 Shops. Doch zuvor musste getankt werden. Jedes Mal wieder ein Abenteuer, denn keine Tankstelle ist wie die Andere, da die Bezahlmodalitäten voneinander abweichen.

Beim Outletcenter angekommen begann sofort der 6 stündige Einkaufsmarathon. Nur für Franzi war leider nichts dabei, dafür für Ronny umso mehr.

Um 16 Uhr brachen wir nach San Diego auf, wo wir aufgrund eines Staus erst um 18:30 Uhr ankamen. Je weiter man wieder in die Zivilisation kommt, desto kleiner werden die Autos, dementsprechend fiel unser Ossi-Tour-Bus in San Diego fast schon auf.

Nach dem Check Inn im Holiday Inn wollte die Stadt ein wenig erkundet werden. Der Hafen entpuppte sich in der Dunkelheit als menschenleer und auch im Wendys sah man nur zwielichtige Gestalten deswegen traten wir langsam den Rückzug an.

Morgen trennt sich die Gruppe, da Ronny unbedingt den Metallkasten (Flugzeugträger) besichtigen will. Die anderen Drei hingegen sind im größten Zoo der USA zu Besuch.


San Diego


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Panda, Koala und ein Flugzeugträger

Zum ersten Mal wurde Heute die Gruppe getrennt, während Ronny sich dem Flugzeugträger widmete beschlossen Franzi, Micha & Julia den Zoo von San Diego zu erkunden. Vereinzelt hat man auch Stimmen gehört, die meinten, man benötige eine Auszeit. Dies kann jedoch als reine Provokation abgetan werden.

Die drei Zoowärter machten sich gegen 9 Uhr auf dem Weg, um Koala, Panda und Co. zu bestaunen. Ein Shuttle vom Hotel machte es möglich heute mal das Auto stehen zu lassen. Nach dem Kauf der Eintrittskarten gab es ein reichhaltiges Frühstück (Cookies). Derart gut gestärkt wanderten wir zuerst den Monkey Trail und anschließend den Tiger Trail entlang. Nach Affen, Tiger und Flusspferd beobachteten wir den Pandabären beim Frühstück und prägten anschließend unsere ersten Pennys mit verschiedenen Zoomotiven. Im Zooshop bei den Eisbären gab es sogar ein Bilderbuch von unserem Knut zu kaufen.

Danach gab es ein Wiedersehen mit den alten Bekannten aus Down Under. Koala, Känguru waren unser neues Fotomotiv. Leider wollte der “Lachende Hans” nicht mal beim berühmten Ameisenwitz lachen.

Als ein an der Leine Gassi geführter Wolf vorbeikam mußte selbst das Mädchen mit dem Namen Minnie Platz machen. Die kleine Wuchtbrumme hätte aber lieber Maxi heißen sollen, naja wie viele Amerikaner eben. Eine Bustour und der Besuch der Menschenaffen rundeten den Zoobesuch ab und so wurden wir Punkt 16 Uhr gepickupt.

Im Hotel angekommen ging es gleich zum Hafen, wo wir uns mit Ronny trafen (Ja der Reim war geplant.)

Eine Stunde nach den Zoowächtern machte sich das Einmannwolfsrudel auf zur schwimmenden Stadt. Die U.S.S. Midway ist ein Flugzeugträger der ersten Generation und hält noch immer den Rekord der meisten Dienstjahre in der US Navy. Ohne die Beschilderungen hätte man sich mehrfach verlaufen. Für jemanden den so etwas interessiert, ist es wirklich beeindruckend mal auf der Brücke und in dem riesigen Hangar eines Flugzeugträgers zu stehen. Direkt in Sichtweite des U.S.S. Midway lag der noch im Dienst befindliche Träger U.S.S. Carl Vinson (Nimitz Klasse). An dieser Stelle muss gesagt werden, dass ich hier nicht nur einmal an Flo gedacht habe, das wäre sein Tag gewesen. Leider haben ich das U-Boot, welches ebenfalls zu besichtigen war, zu spät gesehen. Nach der 4stündigen Reise durch die Tiefen des Flugzeugträgers ging es mit der Fähre auf die Halbinsel Coronado, welche direkt gegenüber von Downtown San Diego liegt. Von hier aus hat man einen großartigen Blick auf die Skyline und es befinden sich dort sehr schöne Sandstrände. Das Problem wenn man alleine unterwegs ist, besteht darin, dass man niemanden hat, der ein Erinnerungsfoto schießen kann. Also fragt man eine nette Japanerin. Diese sagt auch sofort zu, mit der Bitte, Sie dann ebenfalls zu fotografieren. Kein Problem - ein Foto, zwei Fotos (zur Sicherheit), aber dann kommt Japanerin Nummer zwei um die Ecke und es folgen Fotos drei und vier. Nach dieser unerwarteten Fotosession ging es dann zurück, um gegen 17 Uhr endlich wieder die drei anderen Ossis zu treffen. Aus Höflichkeit redeten wir uns alle gegenseitig ein, dass man den bzw. die jeweils Anderen etwas vermisst hat.

Nach der Wiedervereinigung ging es in den nächsten 7 Eleven, denn das Abendessen mußte auch noch besorgt werden. Bei den Mädels fiel die Wahl auf Nachos. Beide Tüten wurden natürlich binnen Sekunden platt gemacht und nur ganz vereinzelt findet man im Bett noch einige Reste.

Komisch ist übrigens auch die Farbe manch verwendeter Zahnbürste aber dazu kann Ronny mehr sagen. Wahrscheinlich ist aber, dass dabei die Farbenblindheit und die Tatsache, dass es die Zahnbürsten nur im Doppelpack gab eine Rolle gespielt haben. Aber auch hier wurde viel gelacht.

Jetzt geht es schlafen und wir sind gespannt, ob Franzi morgen früh noch ein Kopfkissen und einen Teil der Decke Ihr Eigen nennen darf. Letzte Nacht hatte Julia ein sehr einnehmendes Wesen (4 von 4 Kissen lagen bei Ihr). Wie Sie das gemacht hat, bleibt ihr Geheimnis.

Morgen fahren wir in die Stadt der Engel. Für unsere Mädels eine echte Herausforderung, denn mit Engeln haben diese Beiden nun wirklich nichts zu tun.


Los Angeles


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THE FOG - Der Nebel des Grauens.

Heute muss der Bericht aus aktuellem Anlass mit einer Warnung beginnen. Es wird davor gewarnt mit Julia, Franzi und Micha Würfelspiele zu spielen. Julia hat das Kunststück fertig gebracht bei einem Wurf mit sechs Würfeln gleich sechs mal die Eins zu würfeln und der Micha hat mit Ankündigung vier mal die Eins gewürfelt. Für alle die das Spiel nicht kennen, in beiden Fällen war es vorbei und die Gewinner hießen Julia und Micha. Franzi hat sich dann immer schön angeschlossen und auch noch vier Einsen auf einen Streich gewürfelt. Die mathematischen Wahrscheinlichkeiten werden nicht weiter hinterfragt. Fakt ist die Potentiale wurden in Vegas nicht ausgeschöpft ausgeschöpft.

Aber nun zum Tagesbericht. Franzi verbrachte diese Nacht sogar mit Kopfkissen. Um 08:30 Uhr verließen wir das Hotel in Richtung Los Angeles. Das Wetter war wie gestern bewölkt und für kalifornische Verhältnisse kühl (ca. 22 Grad). Unser erstes Ziel, auf Franzis Wunsch, das Küstenstädtchen Oceanside, wo die mehr oder weniger bekannte Arztserie “Private Practice” teilweise gedreht wird. Nun ja, auch wenn man die Serie nicht kennt, ist dieser Ort wirklich schön. Leider konnten wir die volle Schönheit nicht bewundern, da alles in dichten Seenebel gehüllt war. Den ersten Kontakt zum Pazifik konnten wir aber herstellen. In Oceanside gab es dann ein kurzes Frühstück bei Mc Donalds. Anschließend ging es nach L.A., wo direkt der berühmte “Hollywood”-Schriftzug angesteuert wurde. Trotz des Wochenendes staute es sich und so kamen wir nur langsam voran. Erfreulich war, dass das Wetter aufklarte, bei ca. 30° C. Am Griffith Park Observatory angekommen, absolvierten wir einen kleinen Fußmarsch zu den besseren Aussichtspunkten auf den Schriftzug. So richtig größer wurden die Zeichen aber auch nicht. Hier wurde uns mal wieder bewusst, dass im Fernsehen vieles größer aussieht, als es tatsächlich ist. Dennoch können wir einen Haken in unserer “To-Do-Liste” setzen.

Durchgeschwitzt ging es zurück zum Auto und anschließend durch die Stadt zum Hotel. Zu unserer Überraschung betrug der Temperatursturz in der Stadt ca. 8 Grad und der Nebel des Grauens kehrte zurück. Am Hotel und am Venice Beach war kaum noch was zu sehen. Oh sonniges Kalifornien wo bist du? Das Hotel ist schön gelegen und wir haben ein Zimmer mit Blick auf den Jachthafen. Nach kurzer Erfrischung ging es an den Venice Beach, wo wir auf die Seebrücke spazierten, Surfer im Nebel und Möwen bei der Verrichtung ihrer Notdurft beobachteten. Danach erkundeten wir die Strandpromenade. Schnell viel uns auf, dass sich hier sehr viele Fachärzte für medizinisches Marie-Johanna niedergelassen haben. Die netten Krankenschwestern mit Ihren weißen Kitteln und den “natürlichen” Rundungen weckten umgehend Vertrauen. Natürlich waren auch fachkundige Ärzte anwesend, ebenfalls mit offenen weißen Kitteln und darunter liegendem Hawaii-Hemd. Dem Einen oder Anderen war der anstrengende Job anzusehen. Da wir auch so viel Spaß haben, verzichteten wir auf eine Behandlung.

Auf dem Rückweg aßen wir den bisher leckersten Burger und ein kleines Eis zum Nachtisch. Hier ein kleines Rätsel für alle Leser der Tagesberichte. Im Burgerladen sahen wir ein Fußballspiel PAC gegen PUM. Um welche Mannschaften handelt es sich? Bitte helft uns dabei dieses Rätsel zu lösen.
Im Hotel angekommen, wurde noch schnell unser letztes Hotel in Monterey gebucht. Dann kam es zum besagten Würfelspiel, welches relativ schnell beendet war (in der zweiten Runde). Für morgen ist eine Stadttour in L.A. geplant. Der Wetterbericht ist hervorragend und vielleicht reicht es ja auch noch für ein Bad im Pazifik.


Los Angeles


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Stars auf dem Gehweg

Nach einer morgendlichen Kissenschlacht zum Wach werden, nahmen wir heute an einer geführten Tour durch Hollywood und Beverly Hills teil.
Pick up vor dem Hotel um 8:30 Uhr, die Tour selber begann um 9:40 Uhr.

Als erstes gab es eine Ansage vom Busfahrer, dass doch bitte alle aber besonders die Deutschen (also wir) darauf achten sollen keinen Alkohol im Bus zu trinken “No German Oktoberfest please“, da es streng verboten ist offene Alkoholflaschen im Fahrzeug zu haben. Die Fahrt führte zunächst über den Freeway 405, die meist befahrene Strasse der Welt. Bekannt u.a. für die Verfolgungsjagd des O.J. Simpson oder den tragischen Mord an dem Sohn von Bill Cosby, als dieser den Reifen an seinem Auto wechseln wollte.

Der erste Stopp folgte kurze Zeit später am Mulholland-Drive. Eine Strasse die sich die Reichen bauen ließen um schneller in Malibu zu sein. Aufgrund des Touristenaufkommens ist allerdings der Freeway auch für die Reichen der schnellere Weg nach Malibu. Hier gab es eine gute Aussicht auf die Hollywood Buchstaben die allerdings so gar nichts mit der Filmindustrie zu tun haben, sondern ursprünglich nur eine Werbetafel waren.

Die Sicht auf LA soll von diesem Punkt aus auch gigantisch sein, aber der Nebel machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es ist eh schwer zu verstehen, dass man in Hollywood und Beverly Hills schwitzt, quasi der gnadenlosen Sonne ausgesetzt ist und dagegen in Santa Monica trübe Novemberstimmung herrscht.

Nächster Halt am Hollywoodboulevard mit dem Grauman’s Chinese Theatre, wo die Stars ursprünglich ihre Hand- und Fußabdrücke für den Inhaber Sid hinterließen. Ein Premierenkino im Stil einer chinesischen Pagode. Nebenan befindet sich das Kodak-Theatre in welchem die alljährliche Oscar-Verleihung stattfindet. Ohne die Oscars sieht es jedoch sehr gewöhnlich aus. Natürlich ist der Gehweg übersät mit den Sternen der Stars und defekten Gehwegplatten. Der ganze Straßenzug war schon ernüchternd und die Qualität der Straßen und Gehwege erinnern eher an die letzten Tage der DDR. Leider haben wir den Bruce Willis Stern nicht mehr gefunden.

Nach 90 Minuten zur freien Verfügung ging die Busfahrt weiter, vorbei an der Tankstelle wo Paris Hilton das erste Mal verhaftet wurde, vorbei an dem Eisenbahnwagen in dem Elvis gern zu Gast war und vorbei an den Clubs wo die Stars vor Ihrer Berühmtheit auftraten oder nach Ihrer Berühmtheit starben. Nächster Abschnitt war der Sunset Boulevard. Diese stark befahrene Strasse teilt die Reichen aber Unbekannten von den Reichen Bekannten. Fazit: Phil Collins wohnt zwar auf der Seite der Stars aber er wohnt direkt an eine Hauptverkehrsstrasse!!! Diese Millionen hätte er besser investieren können.

Letzter Stopp Rodeo Drive in Beverly Hills. Die Einkaufstrasse der Stars und/oder Botoxfratzen. Sämtliche Edeldesigner findet man hier. Der Rodeodrive beherbergt nicht nur die teuersten Einkaufszentren der Welt, auch die Mieten sind weltweit die höchsten. Naja Stars haben wir leider nicht gesehen, Botoxfratzen dagegen schon. Auch hier haben wir etwas nüchtern feststellen müssen, dass es zwar viele teure Klamotten gab, ein simples Softeis oder ein Schnellimbiss jedoch Fehlanzeige waren. Wunschlos glücklich sieht doch irgendwie anders aus. Und wie hat Julia Roberts in Pretty Women so treffend festgestellt: “Hier kaufe ich nichts!”

Nach der Rückkehr zum Hotel und damit auch zum Nebel des Grauens wollten wir nicht sofort die Beine hochlegen, sondern die Gegend nach etwas essbaren erkunden. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Julia, die das Ziel festlegte, uns auf einen ca. 4km Marsch schickte, um anschließend in einen Subway einzukehren, der 300m von unserem Hotel entfernt war. Beim ursprünglichen Ziel gab es nämlich nichts passendes. Das Abendmahl hatten wir uns nun aber auch redlich verdient (Danke Julia, war ein gutes Gefühl).
Der Abend im Hotel bestand aus Koffer komplett ein und ausräumen, damit der Platz mal wieder effektiv genutzt wird und einer Party Rommé. Julia hat gewonnen, wie konnte es auch anders sein, nach sechs Einsen am Vortag.

Damit endet dieser Tag und die Halbzeit unserer Reise ist erreicht. Wir sind bereits beeindruckt von den bisherigen Erlebnissen und freuen uns auf die zweite Tourhälfte. Morgen geht es dann in Richtung Norden auf den Highway Number 1.

Konnte schon jemand unser Rätsel von gestern lösen?


Santa Maria


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Baywatch, Charlie und klein Mexiko

Heute hieß es bereits Abschied nehmen von Los Angeles. Hier gibt es sicher noch viel mehr zu entdecken, nur die Zeit reicht nicht aus und so müssen wir uns mit ca. 20% zufrieden geben.

Nach einer kurzen Stärkung im Bagels-Shop, ging es an der Pacific-Road entlang zum Santa Monica Pier. Um diese Uhrzeit sind die Geschäfte noch geschlossen und der Pier war fast menschenleer. Zu unserer Überraschung gab es an der Pier ein Bubba Gump Shrimp Restaurant. All denjenigen die nicht mehr ganz genau wissen woher Sie dieses kennen, sei dringend ein DVD Abend mit dem Film Forrest Gump empfohlen. Micha unser kleiner Forrest Gump freute sich riesig und am Ende hatten wir alle unser Erinnerungsfoto. Auf der Pier endet auch die berühmte Route 66, die wir ja bereits ein Stück gefahren sind. Über 2448 Meilen führt sie von Chicago nach L.A. . Ansonsten gab es außer dem Freizeitpark und einer einsamen Robbe im Meer nicht viel zu sehen, da das Wetter noch immer bedeckt war. So wurde schnell noch etwas Sand eingesammelt und der Trip ging weiter Richtung Norden auf der Route 1.

Nächster Stopp war Malibu, wo Micha zum Entsetzen der Reservebank im rückwärtigen Bereich des Tour-Busses ein Stop-Schild überfuhr. Ronny machte es Ihm später in Santa Maria nach und erntete ebenfalls Kritik. Ansonsten waren wir natürlich auf der Suche nach den Rettungsschwimmern von Malibu. Aber auch hier folgte die Ernüchterung, bis auf Micha und Ronny waren keine durchtrainierten Rettungsringschwimmer zu sehen. Selbst der Strand war viel zu schmal und wir stellten uns die Frage wie man dort mit einem Auto entlang fahren kann bzw. wie David Hasselhoff ewig lange zum Wasser hin läuft. Am Abend fanden wir heraus, Wikipedia sei Dank, dass die Serie “Baywatch - die Rettungsschwimmer von Malibu” eigentlich “Baywatch - die Rettungsschwimmer von Venice Beach bzw. Santa Monica Beach” hätte heißen müssen. Warnemünde hätte hier genauso gut Drehort sein können. Julia und Ronny haben dann das erste Mal mit den Füßen im Pacific gestanden und Micha fuhr uns anschließend mit 10 Meilen pro Stunde über den ca. 3km langen Strandweg. Genug Zeit für den Baywatch-Titelsong.

Zu unserem Glück wurde das Wetter langsam besser. In Santa Barbara machten wir den nächsten Stopp, beobachteten Justin Bieber bei seinem Ferienjob und schlenderten die Mole am Jachthafen entlang. Bei ca. 22 Grad war der ganze Ort wie im Winterschlaf. Für deutsche Verhältnisse unvorstellbar. Im Hafen beobachteten wir zwei Robben beim Fischfang. Erst sprangen die Fische aus dem Wasser und dann die Robben. Wenn der Ort mit seiner bekannten Pier auch etwas verschlafen war, so hat es uns dort dennoch gefallen.

Anschließend ging es bei Sonnenschein auf die letzte Etappe des heutigen Tages. Ziel, unsere Unterkunft in Santa Maria. Unterwegs gab es schnell noch einen leckeren Burger und dann ging es vorbei an unzähligen Kohlrabi-, Erdbeer- und Broccoli-Feldern, auf denen vorwiegend mexikanische Erntehelfer arbeiteten. Santa Maria selbst ist eine Kleinstadt inmitten dieser ganzen Felder. Julia und Franzi erspähten sofort die Einkaufspassage, die dann gleichzeitig unser Vorabendprogramm festlegte. Schnell noch ins Hotel eingecheckt und schon standen wir inmitten einer Vielzahl von Geschäften. Gekauft wurde wenig, dafür gab es auf der Rückfahrt noch ein Eis bei Mc Donalds. Diese Kassiererin fragte gleich woher wir kommen, da ihr unser Akzent so gut gefällt. (Franzi musste deswegen zwei Mal bestellen). Wir verstanden natürlich nicht was sie meint, denn wir sprechen doch feinstes Oxford-English.

Anschließend ging es ins Hotel. Hier verlief der Abend wie die letzten beiden und Julia gewann mal wieder. Nach den Würfeln haben sich somit auch die Rommé-Karten final ausgeschlossen.
Jetzt werden noch schnell ein paar Karten geschrieben und dann geht es ins Bett. Morgen führt uns die Route 1 nach Monterey. Dies ist der sehenswerteste Teil dieser Traumstrasse.


Monterey


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Route 1 - eine Traumstraße

Die Tour begann in Santa Maria so gegen 9:15 Uhr. Der erste Fotostopp fand am Ortseingang von Pismo Beach statt, da die Mädels den Ortsnamen so witzig fanden. Morro Bay war dann das nächste Ziel, ein wirklich nettes Städtchen, welches wir zu Fuß erkundeten. Bekannt ist Morro Bay für den Felsen im Meer wo seltene Vögel brüten. Da keine Vögel gesehen wurden, beobachteten wir lieber den Kampf Eichhörnchen gegen Möwe. Die hohen Wellen am Strand lockten zudem zahlreiche Surfer ins Wasser.

Nach Morro Bay begann die Route 1 erst richtig. Über Serpentinen ging es im Anschluss den ganzen Tag hoch und runter. Als nächstes besuchten wir an der Elephants Bay, wer hätte es gedacht, die Seeelefanten. Eine sehr große Kolonie ließ sich hier am Strand nieder und diese Tiere sind echt riesig. Einige der Szenen die sich dort abspielten waren sehr menschlich und sagen wir mal so, wir mussten viel lachen, weil wir uns die ein oder andere Situation nicht ganz unbekannt vorkam. Nach etlichen Fotos wurde die Tour fortgesetzt.

Etliche kleinere Stopps später kamen wir zum Julia Pfeiffer Burns National Park. Hier fließt ein Wasserfall direkt auf den Strand. Leider ist dieser Strand nicht mehr zugänglich, da es vor einigen Jahren einen Erdrutsch gab, so dass die Route 1 für ein Jahr geschlossen werden musste. Kurze Zeit, aber viele Fotos später, ging es dann weiter zum Pfeiffer Beach. Um zu diesem zu gelangen mussten wir eine ca. 2 Meilen lange einspurige Buckelpiste entlang fahren. Glücklicherweise setzte auch gerade die Rush-Hour ein. Mit unserer Monsterkarre war es gar nicht so einfach dem entgegenkommenden Verkehr auch noch ausweichen zu müssen. Aber letztendlich sind wir heil angekommen und konnten “Ein Hoch auf unseren Busfahrer” anstimmen. Der Strandabschnitt ist wirklich schön und lohnenswert. Nach dem Pfeiffer Beach kamen wir kurze Zeit später in Monterey, unserem heutigen Ziel an. Die Fahrt von Santa Maria nach Monterey ist wirklich und zurecht eine der schönsten Traumstraßen.

Nach dem Check In wollten wir das Marshalls für uns entdecken. Ein Geschäft in dem Markenware günstig verkauft wird. Der Laden erinnert aber mehr an Kik oder Vögele und so verließen wir ihn schnell wieder. Ein kurzer Abstecher zum Yachthafen bescherte uns fast das erste Ticket fürs Falschparken. Nur die Begründung das wir Ausländer sind und nur gutes Oxford-Englisch sprechen bzw. lesen bewahrte uns davor.

Nachdem wir fast wieder verhungert wären, hielt Jack in the box im letzten Moment mal wieder das passende Abendessen für uns parat und so ging ein spannender und anstrengender Tag zu Ende.

Morgen früh nehmen wir an einer Whale Watching Tour teil und hoffen es gibt auch einige zu bestaunen.


Monterey


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Free Willy

Um es vorweg zu nehmen, der zwölfte Tag unserer Reise war einer der Schönsten. Aber der Reihe nach. Bis auf Julia haben wir alle sehr gut geschlafen. Sie schlief mehr oder weniger direkt an einem Abflussrohr und bekam so die nächtlichen Spülungen aus dem halben Hotel mit. Damit wir alle an dieser Schlaflosigkeit teilhaben konnten, randalierte Sie heute etwas im Bad. Eine Umfrage hat ergeben - drei von drei Befragten haben es gehört (also knapp 100%).

Um 08:30 Uhr war Abfahrt zur Old Fisherman´s Wharf in Monterey, dort startete die Whale-Watching-Tour um 10 Uhr. Auf das erste Hindernis trafen wir auf dem Parkplatz, wo wir dem Parkautomaten nur Münzen zuführen durften, da er die Kreditkarte hartnäckig verweigerte. Da man hier in der Regel aber fast nur 1 Dollar-Scheine bekommt, mussten wir ca. 100 Meter weiter zum Wechselautomaten laufen. In diesem Zusammenhang sei auch noch mal auf den nicht vorhandenen Standard bei den Tankstellen hingewiesen. Jeder Tankvorgang ist anders - mal Kreditkarte, mal Bargeld und mal Vorabbezahlung. Der diesbezügliche Vergleich mit einer Bananenrepublik erscheint durchaus angebracht. Im Anschluss gab es ein leckeres Frühstück, in einem der vielen urigen Hafenrestaurants inklusive einer Gratisaussicht auf Robben und Pelikane.

Pünktlich zum Beginn der Schiffstour kämpfte sich auch die Sonne komplett durch und der Himmel war wolkenlos. Während der Hafenausfahrt entstanden weitere Robben und Seeotter Bilder. Der nicht vorhandene Wind an Land ließ das Meer ruhig erscheinen aber kaum war die Mole passiert, wuchsen die Wellen an und das Boot musste gegen teils sehr hohe Wellenberge ankämpfen. Es dauerte auch nicht lange bis sich die Gesichtsfarbe der ersten Mitfahrer drastisch änderte. Eine gute Stunde ging es in die Bucht hinaus und die Tiefen dieser Bucht erreichen bis zu 8.000 Fuß (2,4km), da sich am Meeresboden ein riesiger Canyon erstreckt. Alle suchten den Horizont nach Lebewesen ab und dann auf einmal kam das Kommando “Killer Whales”. Tatsächlich tummelte sich vor uns eine Gruppe von ca. acht Orcas. Der Anblick war großartig und überall hörte man nur das Klicken der Fotoapparate. Jeder wollte das eine perfekte Foto schießen. Irgendwie sind wir ja alle etwas “Free Willy” geschädigt. Am Ende war auf den meisten Fotos aber nur die gewaltige Finne zu sehen sein und Micha verzweifelte regelrecht beim aussortieren der schier endlosen Bilderserien. Die Eindrücke sind jedoch unglaublich. Schlussendlich hatten die Orcas genug von uns und tauchten ab - für uns das Zeichen zurückzukehren. Auf der Rückfahrt genossen wir dann alle die wärmenden Sonnenstrahlen und die leichte Briese auf dem Pazifik.

In Monterey angekommen gaben wir uns mal wieder den zahlreichen Gift-Shops hin und fuhren, nach kurzem Halt im Hotel, in das alte Zentrum der Hafenstadt. Dort besuchten wir das Monterey-Aquarium. Die großen Aquarien sind beeindruckend und man könnte Stunden davor sitzen. Besonders interessant sind die Aquarien mit den verschiedenen Qualen-Arten. Dieser Teil des Aquariums sorgte für die nächste Flut an Bildern. Wieder machte es nur Klick, Klick, Klick. Ein hoch auf die Digitalkameras. Noch mehr Arbeit für Franzi und Micha. Nach dem empfehlenswerten Aquarienbesuch ging es in der City auf Nahrungssuche, denn bei Micha zeigten sich schon optische Auswirkungen des Hungers. Er bemerkte, dass sein Bauch schon komplett verschwunden war und deutete dabei auf sein flatterndes Shirt. Also gab es schnell einen gesunden Crépe als Übergangslösung.

Zwar schon etwas geschlaucht von den bisherigen Erlebnissen, entschieden wir uns ein Shopping Center am Stadtrand anzufahren, um unseren Konsumrausch zu befriedigen. Dieser erreichte im Holister-Shop seinen Höhepunkt (Aufenthalt ca. 45min) und wir freuen uns, dass auch Franzi endlich etwas gefunden hat. Damit war der Tag vollends gerettet und zur Belohnung gab es noch Pizza im nächstbesten Schnellrestaurant. Da wir immer noch nicht genug hatten und die Stimmung bestens war, fuhren wir in den nächstgelegenen Wal-Mart. Es war, als wenn Kinderaugen leuchten - Micha kam mit einer Spielfigur aus Toy-Story um die Ecke (der Kauf wurde Ihm jedoch verboten), Franzi wurde von Julia mit dem Einkaufswagen geschoben und Ronny stürzte sich auf die neusten DVD´s (u.a. Transformer 4, leider aber nur in Englisch). Wir müssen uns auch fragen, warum wir so euphorisch waren, denn am Ende war es nichts anderes als ein Kaufland oder Real. Vor lauter Euphorie haben wir dann aber unser Belohnungseis vergessen und trauerten den verpassten Kalorien etwas nach. Es blieb jedoch der einzige Wehmutstropfen an diesem traumhaften Tag.

Jetzt müssen wir zügig schlafen, da es morgen (Donnerstag) früh rausgeht. Der Wecker wird um 06:15 Uhr klingeln und die Etappe führt uns in den Yosemite Nationalpark.


El Portal


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Shopping Time

Heute passierte nicht viel, wie auch die Auswahl der Fotos zeigt. Einen Umweg von ca. 70 Meilen nahmen wir in Kauf, um eine erneute Shoppingtour zu starten. Das Ziel war San Jose, wo es sowohl ein Hollister- als auch ein Abercrombie Outlet gibt. Die Shoppingtour betrug 4 Stunden und so beendeten wir diese um ca. 14 Uhr. Ronny übernahm die Weiterfahrt, vorbei an der Ampelkacke, auf überfüllten Straßen gen Yosemite National Park. Je näher wir dem Park kamen, desto leerer die Straßen. Die Fahrt ging an riesigen Plantagen vorbei. Nur der Highway wurde immer schlechter, auf dem dürfte man in Deutschland wohl maximal noch 30 km/h fahren.

In der Nähe vom Ziel, der Yosemite View Lodge, ließ uns das GPS mal wieder im Stich. Erst mit Hilfe einer Einheimischen ereichten wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit unsere Unterkunft inmitten der Wildnis. Da das Internet in EL Portal wohl gerade im Urlaub war, fühlten wir uns von der Außenwelt gänzlich abgeschnitten. Ein kurzer Besuch im Store bei der Rezeption und ein kleines Bad im Indoorpool blieben die einzigen Aktivitäten am heutigen Abend. Zudem fand die Grobplanung der morgigen Tour im Yosemite National Park statt.


Yosemite National Park


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Keine Bären im Bärenparadies

Zweiter Bericht aus dem Funkloch-Valley. Auch ohne Kontakt zur Außenwelt ist die Besatzung des Ossi-Tourbusses bei bester Laune. Heute hieß es wieder sehr früh aufstehen, denn wir wollten möglichst viel Zeit im Yosemite Nationalpark verbringen. Bereits um 8 Uhr verließ das kleine Vehicle den Parkplatz. Die Sonne ging gerade über dem Yosemite-Valley auf und die Straßen waren noch leer.

Erster Anfahrtspunkt war der Glacier Point, welcher über 7.000 Fuß über dem Tal thront. Bereits auf dem Weg dorthin legten wir einen kurzen Stopp auf halber Höhe ein, um den tollen Sonnenaufgang fotografisch festzuhalten. Dabei stellten als erstes Franzi und Julia fest, wie kalt es doch war und ein Blick auf das Thermometer zeigte, dass wir uns nahe 0 Grad Celsius befanden. Einige Meilen später meldete das Thermometer nur noch 28° Fahrenheit (-umgerechnet -2° Celsius). Der kälteste Abschnitt unserer Reise (Zur Erinnerung im Death Valley schwitzten wir vor gut 2 Wochen bei über 40° Celsius) aber zur Eingewöhnung an deutsche Temperaturen vielleicht nicht so schlecht. Die Passstraße konnte trotz der Kälte befahren werden, keine Selbstverständlichkeit, da diese vor 4 Wochen bereits wegen Schneefall kurzzeitig gesperrt werden musste und ab November für die Wintermonate geschlossen bleibt. Einige Bären Warnschilder und Serpentinen später kamen wir am Glacier Point an. Die Aussicht konnten wir fast ohne andere störende Touristen genießen. Etliche Fotos entstanden und zahlreiche kleine Eichhörnchen wurden beobachtet. Erstaunlicherweise gab es in ca. 3.000 Meter Höhe Handyempfang, welchen man schnell nutzte um ein kurzes Lebenszeichen von sich zu geben.

Anschließend ging es zurück ins Tal. Unterwegs machten wir einen Stopp, um zum Sentinel Dom zu wandern. Im Reiseführer war von einem leichten, ca. 5km langen Wanderweg die Rede. Die Entfernung passte, aber die Strecke erwies sich als anspruchsvoll und verlangte uns alles ab. Auf weitere Bewertungen der Kondition wird hier verzichtet, aber das wäre für die Bären der passende Zeitpunkt zum Angriff gewesen. Micha und Ronny kletterten dann bis auf die Spitze des Sentinel Doms, welcher ca. 300m höher lag als der Glacier Point und damit zu den höchsten Erhebungen im Yosemite Nationalpark gehört. Die Aussicht war grandios und ein nettes amerikanisches Ehepaar bot sich für ein Fotoshooting an. Unter Anweisung seiner Frau wurden wir aus allen Perspektiven fotografiert. Im Anschluss konnten wir uns bei dem Ehepaar revanchieren und ebenfalls ein paar Fotos schießen. Während des Abstiegs versuchten wir krampfhaft ein paar Bären zu beobachten, was uns aber nicht gelang, dafür liefen uns einige Rehe direkt vors Objektiv.

Im Tal angekommen machten wir an verschiedenen View-Points Station und genossen die Aussicht auf Berge, Wälder, den Fluss und die Tiere. Die zweite Wanderung erfolgte zum Mirrow Lake.
Nach dem Lebensraum der Bären drangen wir nun in den Bereich der Mountain Lions (Pumas) ein. Wichtige Hinweise für ein mögliches Zusammentreffen fanden sich auf einer Hinweistafel 1. Stehen bleiben, nicht rennen oder ihm den Rücken zukehren 2. So gross wie möglich machen. 3. Sollte der Puma aggressiv sein, ruder mit den Armen und wirf Stöcke und Steine nach ihm. 4. Greift er an, kämpf zurück!…. Sehr beruhigend! Diese ca. 4km lange Wanderung ohne Steigungen war leicht zu bewältigen. Auch im Yosemite Nationalpark herrschte eine herbstliche Stimmung, wie bei uns, an den farbigen Blättern erkennbar. Da wir eine sehr experimentierfreudige Gruppe sind, wollten wir zurück einen neuen Weg ausprobieren. Dieser führte uns wieder durch anspruchsvolles Gelände, ein Mienenfeld von Pferdeäpfeln und schließlich in die falsche Richtung. Letzteres sorgte natürlich für Begeisterung bei langsam müder werdenden Beinen. Wir kamen aber doch an der Bushaltestelle an ohne das uns ein Bär oder einer der Pumas attackierte. Da wir bis zu diesem Zeitpunkt noch immer keinen Braunbären gesehen hatten, sinnierte Micha schon über die Möglichkeit, dass der Yosemite-Bär eine reine Werbeerfindung ist, ähnlich wie der Mythos um das Ungeheuer von Loch Ness. Diese Gedankenkette setzte sich fort, bis am Ende sogar die Existenz von Schlangen in Australien in Frage gestellt wurde, da Julia und Micha dort ebenfalls keine sichteten. Wie der aufmerksame Leser unschwer erkennt, entstanden während der Wanderungen sehr viele geistreiche Ergüsse. Anschließend fuhren wir mit dem kostenlosen Shuttelbus zurück zum Parkplatz. Dort spielten Micha und Ronny einfach den Bären. Die entstandenen Bilder sind wohl der einzige Beweis für die Existenz der Yosemite-Bären, furchteinflößend sind diese allemal.

Die obligatorischen Souvenirs kauften wir im Yosemite Village Store und eine kleine Stärkung nahmen wir ebenfalls zu uns. Es gab völlig überraschend mal wieder Burger. Viele Geschäfte hatten aufgrund des Saisonendes bereits geschlossen. Dort wo sich sonst tausende von Besuchern tummeln, hatten wir das Glück bei bestem Wetter die Ruhe zu genießen. In den Sommermonaten sind die Straßen im Yosemite häufig verstopft. Auf dem Rückweg hielten wir noch an mehren Aussichtspunkten an. Es waren zumeist nur kurze Fotostopps, da sich Müdig- und Lustlosigkeit breit machten und sich einige Gruppenmitglieder nur noch durch kleine Versprechungen motivieren ließen. Diese Gruppenmitglieder behaupteten natürlich, dass sie nicht jammerten sondern nur ihre Meinung kund taten. Mit dem Sonnenuntergang verließen wir den Yosemite Nationalpark in Richtung Hotel.

Zusammenfassend bleibt noch zu sagen, dass wir an vielen schönen Orten vorbei fuhren und Micha immer wieder feststellte, dass er sich wenn er ein Braunbär wäre, an jedem dieser Orte aufgehalten hätte, um die vorbeifahrenden Ossi-Touristen zu erfreuen. Ja so ist er unser kleiner Yogi-Bär. Einen richtigen Bären haben wir aber nicht mehr gesehen.

Im Hotel angekommen packten Julia und Franzi mal wieder Koffer. Die beiden Männer erkundeten das Gelände und organisierten das Abendessen. Auf dem Speiseplan stand heute als Hauptgericht Obstsalat mit leckerem Erdbeer-Vanille-Eis und als Vorspeise eine Tüte M&M´s. Gesund wie immer.

Morgen geht es dann zu unserer letzten Station, in die Stadt die als Synonym für die Hippie-Generation in die Geschichte einging - San Francisco.


San Francisco


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Die schönste Brücke der Welt

Pünktlich um 8 Uhr verließen wir unser Hotel im Yosemite Valley in Richtung unserer letzten Tourstation - San Francisco. Die 3,5 stündige Tour verlief ohne Zwischenfälle und so kamen wir um kurz vor zwölf am Hotel an. Für unseren Tourbus sind die Straßen von SF wirklich sehr eng und schwer zu befahren. Downtown SF stellte wohl die bisher größte Herausforderung für uns und vor allem für das Navi dar.

Nach dem Check in und der Parkplatzsuche fuhren wir zuerst in den Muir Park. Die Anreise erfolgte über die Golden Gate Bridge. Gleich am View-Point hielten wir an um die ersten Brückenfotos zu schiessen. Micha beschlich gleich wieder das Gefühl, dass sich die Brücke in die Reihe der Delfin, Eichhörnchen und Walbilder einfügt und er die Brücke bei der Bilddurchsicht nicht mehr sehen kann. Franzi hingegen war hoch erfreut über die kurvenreiche Strecke die zum Muir Park führte. Gott sei Dank mit leerem Magen. Nach intensiver Parkplatzsuche spazierten wir durch den Wald. Wir betrachteten Mammut-Bäume die bis zu 3.000 Jahre alt waren und teils skurrile Wachstumsformen hatten. Einige Bäume waren nahezu komplett hohl, aber dennoch grün in der Krone. Einige Besucher machten sich daran bei Ausstellungsstücken die Jahresringe zu zählen. Ob das Ergebnisse stimmte wissen wir nicht. Nach dem kurzen Spaziergang blieb genug Zeit um die leeren Mägen bei Subway zu füllen. Irgendwie geistert in der Gruppe immer der Gedanke herum, dass wir in den USA verhungern würden. Da schlägt man dann lieber gleich mal richtig zu.

Am späten Nachmittag ging es zurück zu den verschiedenen View Points an der Golden Gate Bridge. Diesmal war die Parkplatzsuche, mit etwas Glück, recht schnell gelöst. Ein kurzer Anstieg zu Fuß brachte erneut viele Fotos. Ständig wurden wir von anderen Brückenguckern gefragt, ob wir ein Foto machen könnten. Dann geschah das, wo vor Micha ständig Angst hatte. Ronny fotografierte zwei nette Damen, die sich daraufhin mit den Worten bedankten, dass er doch ein Profifotograf sei. Micha zitterte bei diesen Worten, da er bisher nicht in der Lage war dieses Talent ebenfalls zu erkennen.
Von dem View Point aus, erspähten wir eine kleine Landzunge mit einem Leuchtturm drauf, die sich vor allem Ronny gerne ansehen wollte. Der Rest stimmte zu und so ging über drei Meilen eine enge und kurvige Straße an der Küste entlang. Wieder folgte ein kleiner Fußmarsch und das Gefälle war recht stark, weshalb Franzi beschloss, Ronny vorab schon mal zu drohen, wenn der Aufstieg zu heftig werden würde. Als wir den Großteil des Weges zurückgelegten hatten kam, was kommen musste. Der Zugang zum Leuchtturm war wegen Bauarbeiten geschlossen. Franzi war direkt etwas ungehalten, konnte sich ein Lachen aber nicht verkneifen. Eine tolle Aussicht hatten wir trotzdem. Die Golden Gate Bridge schimmerte nämlich gold-rot im Licht der untergehenden Sonne. Kein Nebel oder keine Wolke behinderten die Sonne hierbei. Es entstanden wieder viele Fotos in kurzer Zeit, um im Anschluss daran den Berg wieder hoch zu gehen und weiter zu den der Brücke nahen View-Points zu gelangen. Am vorletzten View Point stellten wir uns gerade zum Gruppenfoto auf und Micha war mit den letzten Vorbereitung beschäftigt, als eine andere Touristin ins Bild lief. Sie band ein Kuscheltier an das Gelände, damit es vor der Brücke fotografiert werden konnte. Micha fuhr Sie etwas schroff, aber gerechtfertigt auf deutsch an. Erst zu spät bemerkten wir, dass Sie alles verstand, denn Sie antwortete auf deutsch. Das musste ja irgendwann mal passieren.
Am letzten View Point gab es eine Warteschlange vor dem Parkplatz. Ein französisches Ehepaar verstand mal wieder die internationalen Benimmregeln nicht und drängelte sich vor. Das die Fahrerin sich keiner Schuld bewusst zu sein schien erklärte in unseren Augen alles. Einparken konnten Sie darüber hinaus auch nicht und Ihr Mann war bereits zum Fotografieren weggelaufen. Die Fotos von der Brücke im Sonnenuntergang entschädigten aber auch diesen kleinen Vorfall. Die Rücktour Richtung Stadt erfolgte wieder über die Golden Gate Bridge. Da wir ein bestimmtes Einkaufszentrum suchten wurde der nächste Mc Donalds angesteuert um Wifi für die Suche zu nutzen. Das nebenbei erstandene Eis aßen wir doch lieber im Auto, da nur skurrile Gestalten unterwegs waren und sich das Personal bereits mit einigen Leuten um den Müll streiten musste.

Nächster Stopp sollte das Einkaufszentrum sein, welches inmitten der Stadt lag. Eigentlich kein Problem wenn wir ein vernünftiges Navi hätten. Unser Navi hingegen führte uns kreuz und quer durch die City bevor wir im Parkhaus ankamen. Dabei ignorierte es beständig die Linksabbieger-verbote, was auch nicht zur Verbesserung der Situation beitrug. Das Parkhaus war mehr als eng für unseren Tourbus. Ein kurzer Shoppingtrip war trotzdem drin, bevor es wieder zurück ins Hotel ging.


San Francisco


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Abschied von unserem treuen Begleiter

Tag 2 in San Francisco. Heute hieß es Abschied nehmen von unserem liebgewonnenen Ossi-Tourbus. Mit Stolz haben wir auf jeden Parkplatz geblickt, mit der Gewissheit, dass unser Auto immer herausragte und wir alternativ auch einen Busparkplatz hätten nutzen können. Am Ende haben wir in den 15 Tagen exakt 3.339 km zurückgelegt, wiedererwarten ohne Beschädigungen an anderen Autos oder gar an unserem. Lediglich zwei Fußgänger musste während der gesamten Fahrt etwas Angst haben, als die rote Ampel im letzten Moment gesehen oder übersehen wurde und der normale Bremsweg unseres Tourbusses optimiert werden musste.

Bevor wir das Auto abgaben, erkundeten wir aber noch einmal San Francisco damit. Zuerst ging es zu den Twin Peaks, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die City hat. Wieder entstanden viele Fotos, unter anderem um die spontan springenden Ossis auf Bildern festzuhalten. Anschließend fuhren wir in den Golden Gate Park, wo ein ausgedehnter Spaziergang begann. Zu sehen war eine Hundeveranstaltung bei der die Hunde teils skurrile Outfits trugen. Vorbei ging es an Tennisplätzen bis zum japanischen Garten. Sowohl der Besuch dieses Gartens als auch der Besuch des botanischen Gartens wurde aufgrund der Eintrittspreise von der To-Do-Liste gestrichen. Danach geschah das unfassbare. Kaum hatten Micha und Ronny sich etwas zurückgelehnt und die Leitung des Fußmarsches an Franzi und Julia übergeben, missachteten die Beiden absichtlich ein Stopp-Schild. Alle Amerikaner atmeten auf mit der Gewissheit, dass Beiden nie am Steuer des Tourbusses saßen.

Anschließend ging es an die Strandpromenade. Von dort gab es erneut einen spektakulären Blick auf die Golden Gate Bridge und auf Alcatraz. Es war kurz vor halb eins Mittags und der Himmel war blau und die Sicht klar. Am Strand tummelten sich Familien mit Hunden und Kindern. Dieser Ort war wohl das Sonntagsziel vieler Amerikaner. Was in Deutschland nicht klappt, ist hier gelebte Realität. Hundebesitzer sammeln die Hinterlassenschaften Ihrer Vierbeiner direkt ein. Um 12:45 Uhr zogen von der Küste her plötzlich Wolken in die Bucht und umhüllten die Golden Gate Bridge. Ein beeindruckendes Schauspiel. Diese Wolkenbildung ist in den Sommermonaten typisch für die Mittagszeit und auch heute fand dieses Schauspiel pünktlich statt.

Auf dem Weg zur Auto-Rückgabestelle fuhren wir über die weltberühmte Lombardstreet. Wir sind uns bis jetzt nicht sicher, ob unser Vehicle dort runter fahren durfte, aber die scharfen Kurven haben wir als Abschlussprüfung gemeistert. Bei einigen der steilen Straßen hatten wir Bedenken rückwärts wieder runter zu rollen. Am Fuße der Straßen bekommt der geneigte Autofahrer den Eindruck als stünde er vor einer Wand. Der Tourbus hat aber auch diese letzte Prüfung gemeistert, zeigte uns anschließend aber an, dass er Durst hatte. Dies war das eindeutige Zeichen zum Abschied nehmen und ab da ging es zu Fuß weiter. Es folgten ein Abstecher zum Union Square und ein Besuch von Chinatown. Micha war kurzzeitig verhindert, kehrte aber nach einer kleinen Odyssee in unserem Hotel schnell zur Gruppe zurück.

Nach dem Einkaufsbummel ging es für eine ca. 1,5-stündige Siesta ins Hotel zurück. Franzi und Julia philosophierten mal wieder übers Kofferpacken. Dies wird langsam zum täglichen sportlichen Highlight, auf der der Suche nach der letzten Ecke, die noch etwas Platz bieten könnte. Irgendwie scheinen die beiden den Koffer aber jeden Tag neu zu packen, um anschließend die Sachen von ganz unten wieder raus zuholen.

Im Anschluss übernahmen die Mädels die Suche nach dem Abendessen. Es sollte Pizza geben. Nach einem “kurzen” Fußmarsch fanden wir den Pizza Hut. Leider ohne Sitzmöglichkeit. Julia nahm eine Pizza, Franzi und Ronny nutzten die Gelegenheit noch mal bei Jack in the Box zu essen. Micha gönnte sich anschließend Chicken Wings in einem Irish Pub. Es war also quasi Wunschessen angesagt. Damit endete der Tag, es war der vorletzte in diesem Urlaub.


San Francisco


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Der letzte Tag

Unser Tag begann wie der Letzte und zwar in einem Starbucks. Nach einem Panini bzw. einem Muffin schlenderten wir die Market Street auf dem Weg zur Cable Car Station entlang. Dieses besondere Fortbewegungsmittel sollte von uns heute gleich mehrfach genutzt werden. Nach dem Kauf des Tagestickets stand dem auch nichts mehr im Wege. Die kurze Wartezeit vertrieben wir uns mit der Beobachtung, wie am Ende einer Strecke das Cable Car händisch auf einer Drehscheibe gedreht wird, damit diese zurückfahren kann. Die Fahrt zur Fisherman's Wharf kam einem Abenteuer gleich, erst recht wenn man die steilen Straßen außen stehend auf einem dieser Cable Cars verbringt. Viel Platz zu den parkenden Autos ist nicht vorhanden.

An der Fisherman's Wharf angekommen wanderten wir ein Stück am Hafen entlang bis zum Pier 33 von wo die Alcatraz Touren starten. Da das Besucherlimit pro Tag für diese Touren beschränkt ist hatten wir heute Pech und durften nicht an einer Begehung der berühmten Gefängnisinsel teilnehmen. Eine Alternative war jedoch schnell gefunden und so fiel die 2.Wahl auf eine Hafenrundfahrt. Vorher statteten wir jedoch dem Pier 39 einen Besuch ab, da sich hier eine Seelöwen Kolonie angesiedelt hat. Eine echtes Highlight diese Tiere zu beobachten. Rotzi war von Anfang an unser Liebling.

Die Hafenrundfahrt begann um 11:15 Uhr und die Golden Gate Bridge zeigte sich heute zur Hälfte in Wolken eingehüllt. Je näher wir der Brücke kamen, desto weniger konnte man sie erkennen. Für eine kurze Zeit war nur ein lautes Hupen zu hören, was einem Schiffshorn gleich kam. Jeden Moment musste aus dem Nebel ein großes Schiff auftauchen, so dachten wir. Wir wurden jedoch zugleich eines Besseren belehrt. Es sich handelt sich dabei um die Nebelhörner der Brück. Jeder Brückenpfeiler hat sein eigenes Signal, damit die Schiffe die Golden Gate Bridge sicher passieren können. Plötzlich tauchte die Brücke dann genau über uns auf und es boten sich tolle Perspektiven. Auf der Rückfahrt ging es dann einmal um Alcatraz. Der Mythos war zu spüren, auch wenn wir leider nicht auf die Insel konnten. Bis heute ist nicht ganz klar, wie vielen Insassen die Flucht gelungen ist inklusive überleben. Mutmaßlich waren es drei.
Nach der Rückkehr machten wir einen kleinen Bummel über die Fisherman´s Wharf, prägten dort einige Erinnerungspennys, kauften die letzten Klamotten und nahmen das Abschlussburgeressen im In n Out Burger zu uns. Anschließend sollte es zurück nach Downtown gehen. An der Haltestelle hatte sich jedoch ein Cable-Car festgefahren, wodurch ein Cable-Car-Stau entstand. Die Amis lösten das Problem in Ihrer eigenen Art und Weise, ein Pick-Up mit Stoßfänger stieß das Cable-Car von hinten an. Danach lief alles wieder und die Fahrt konnte beginnen. Kurz hielten wir noch mal an der Lombard Street, die wir gestern ja bereits mit unserem Tourbus befahren hatten.
Die letzten Dollars haute Franzi dann beim Shoppen in Downtown raus. Schnell wurden noch die letzten Postkarten verschickt und anschließend begann das große Kofferpacken im Hotel. Wirklich keine leichte Aufgabe. Zum Abschluss gönnten wir uns dann noch mal eine Pizza auf dem Hotelzimmer.
Morgen heißt es um 4 Uhr aufstehen (12 Uhr Mittags MEZ), denn um 5 Uhr bringt uns ein Shuttle-Bus zum San Francisco International Airport. Um 8 Uhr startet unser Flug nach Atlanta und die Heimreise beginnt.


San Francisco


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Bye Bye

Um 4 Uhr klingelte der Wecker und erinnerte uns daran, dass der Urlaub vorbei ist und die Rückreise ansteht. Nachdem die Koffer bereits gestern gepackt, einpackt und wieder neu gepackt wurden, konnten wir relaxt aufstehen und auf den Shuttle zum Flughafen warten. Dieser holte uns um 6 Uhr ab und brachte uns ohne Zwischenfälle über, bereits um diese Uhrzeit volle Freeways, zum Flughafen.

Die Sicherheitschecks überstanden wir ohne Probleme, nur Franzi musste zur Nachkontrolle.
Auf dem Weg nach Atlanta überflogen wir z.B. die schneebedeckten Rocky Mountains.
In Atlanta selbst wurde die Wartezeit (2h) mit Mc Donalds überbrückt. Kurzerhand mussten wir aufgrund eines Defekts des Flugzeugs von Flugsteig 36 zum Flugsteig 32 wechseln. Eigentlich sollte jetzt hier stehen: “Auch der Anschlussflug verlief ohne Zwischenfälle” aber dem war nicht so.

Unser neues Flugzeug rollte auf die Startbahn, da kam die erste Durchsage: “Der Tower hat ein Problem im Cockpit entdeckt. Bitte warten Sie einige Minuten wir versuchen das Problem zu lösen.”

Nach einigen Minuten folgte die Durchsage, dass wir zum Gate zurück müssen um das Problem zu beheben. Eine halbe Stunde Später erhielten wir die Information, dass es sich um ein Defekt des Triebwerks handelt und die Maschine getauscht werden muss.
Ursprüngliche Abflugszeit um 17:50 Uhr. Geplante neue Abflugszeit um 21:15 Uhr. Tatsächliche Abflugszeit 21:45 Uhr. Begrüßt wurden wir im Flugzeug mit den Worten: “Wir probieren es mal wieder” vom Co Kapitän und auch der Kapitän lies sich zu einem “Once again…” hinreißen. Alle Passagier nahmen es mit Humor.

Um 11:45 Uhr landeten wir sicher in Stuttgart, wo wir ohne Probleme die Passkontrolle absolvierten und auch vom Zoll unbehelligt blieben. Dankenswerter Weise wurden wir direkt vom Flughafen abgeholt, so dass wir gg. 14:30 Uhr zu Hause ankamen.

JEDE REISE ENDET MIT DEM LETZTEN SCHRITT.


Fazit: Ein erlebnisreicher und wunderschöner Urlaub geht zu Ende an den wir sicherlich noch sehr oft denken und über den wir genauso oft reden werden. Der Westen der USA ist auf jeden Fall eine, eher mehrere Reisen wert.

Vielen Dank an dieser Stelle an die vielen treuen Leser, die uns auf unserer Reise begleitet haben.


 

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Kommentare

team_triplib (08.10.2011)

Wir wünschen Dir/Euch noch eine gute Vorbereitungszeit und dann natürlich einen traumhaften Roadtrip! Viele Grüße Stefan vom team@triplib

Franzi3285 (11.10.2011)

Noch 4 Tage und dann geht´s endlich los :-)

Punisher (25.10.2011)

bezüglich des Rätsels das sollen Amerikanische Mannschaften sein oder??

WilliamWallace (25.10.2011)

Nein es sind, glaube ich, südamerikanische Mannschaften.