Hochzeit in Uganda - Reisebericht von Anna8 bei triplib.

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Anna8
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Uganda
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(Anzahl der Bewertungen dieses Berichts: 4)

Nach unserer Landung haben wir die ersten Tage in Jinja verbracht. Von dort aus haben wir ein-/ zwei-Tagesausflüge nach Mbale, zum Mount Elgon und den Sipi Falls unternommen. Na klar Safari: Mit dem Geländewagen in den Queen Elisabeth Nationalpark. Und am Ende noch einige Tage in der Hauptstadt Kampala.

Jinja

Im Victoria See darf man nicht baden wegen der Bakterien - dies ist ein Pool direkt am See im Kingfisher Ressort

Im Victoria See darf man nicht baden wegen der Bakterien - dies ist ein Pool direkt am See im Kingfisher Ressort


Mehr Bilder aus Jinja

Uganda

Von mir aus wäre ich wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen nach Uganda zu fahren – ich wollte zwar auch gerne einmal nach Afrika, aber für welches afrikanische Land soll man sich entscheiden?
Mir wurde die Entscheidung abgenommen weil die Cousine meines Freundes dort geheiratet hat. So hatten wir den Vorteil dass wir von deren Freunden und Familie sehr eingebunden waren und einen tieferen Einblick bekommen haben als üblich.

Wo eigentlich genau Uganda liegt das habe ich erst kurz vor der Reise erfahren: Also es liegt am Viktoria See und grenzt an Kenia, Ruanda und Kongo. Sich zu verständigen ist ganz einfach, weil es in Uganda 24 verschiedene Sprachen gibt hält sich Englisch als Amtssprache sehr gut und man kann sich einfach mit fast jedem gut unterhalten.

Nachdem ich wiederkam wurde ich von jemandem gefragt ob Afrika/Uganda denn so ist wie ‚man‘ es sich vorstellt – ich weiß nicht wie ‚man‘ sich Afrika vorstellt ich kann aber nur sagen ich finde das Land wunderschön:
Es ist unglaublich fruchtbar, wenn man auf der einzig wirklich ausgebauten Straße mit Auto oder Bus (hier gilt übrigens immer der Größere hat Vorfahrt) fährt man vorbei an unzähligen Bananen- und Teefeldern. Es sind viel mehr Farben zu sehen als bei uns - alles ist fröhlich und bunt – die Erde ist rot und die Pflanzen grün, unzählige Hütten und Häuser mit zum Teil bunten aufgemalten Reklamen säumen die Straße nahezu durchgängig. Haupt-Fortbewegungsmittel sind die Füße – unzählige Schulkinder in je nach Schule unterschiedlichen bunten Schuluniformen laufen am Straßenrand entlang, es ist superviel Leben überall.
Was man in Uganda praktisch nie sieht sind Erwachsenen-Beine – Männer tragen immer lange Hosen, Frauen in der Regel auch kniebedeckt und wir haben uns auch daran gehalten, ich habe nur ein einziges Mal ein Kleid angehabt bei dem die Knie frei waren und es sagt zwar niemand was aber irgendwie kam ich mir komisch vor.

Als Weißer fällt man in jedem Fall auf auch weil es nicht so viele Touristen gibt. Wenn man über einen Markt oder die Straße entlang geht hört man immer wieder das Wort ‚Mzungo‘. Je nachdem wie politisch korrekt sich diejenigen die wir nach der Bedeutung gefragt haben ausgedrückt haben bedeutet es von Europäer bis zivilisierter Mensch im Grunde einfach ‚Weißer‘. Unwohl haben wir uns aber nie gefühlt sondern wurden im Gegenteil sehr freundlich und mit Interesse woher wir kommen aufgenommen.


Nile Special - feines Bier

Nile Special - feines Bier


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Essen und Trinken in Uganda

Damit man im Restaurant auch wirklich etwas zu essen bekommt, empfiehlt es sich, nicht einfach irgendetwas aus der Karte zu bestellen sondern den Kellner zu fragen was es gibt. Es ist nämlich anscheinend unhöflich in Uganda zu sagen das es etwas nicht gibt bzw. sozusagen so etwas zu verweigern und so kommt es ab und an vor, dass man drei- viermal bestellt, und einfach nichts bekommt und erst auf Nachfrage erfährt, dass das bestellte Gericht aus ist. Man bekommt im Restaurant überall Besteck, hat aber auch immer die Möglichkeit sich die Hände zu waschen und ohne Besteck zu Essen.
Wenn man das aber weiß steht einem meistens guten Essen nichts im Wege. Ach ja – ‚Stew‘ ist nicht zu empfehlen!

Als Hauptspeise isst man dann Reis, Chapati (Pfannkuchen), Posho (Maisbrei) oder Matooke (Kochbananen) usw. – hier wählt der Ugander in der Regel nicht nur eine ‚Beilage‘ sondern mehrere - und dazu gibt es Fleisch mit Soße oder auch Gemüse. Man kann aber auch überall Chicken and Chips essen.

Das Essen hat mir sehr gut geschmeckt obwohl man sich nach einiger Zeit schon wünscht einmal auf Gemüse zu beißen das noch ein bisschen knackt, und da ich sonst nicht allzu viel Fleisch esse war es mir manchmal zu viel.

Es gibt ein wahnsinnig tolles Getränk in Uganda von - ja man wird auch hier nicht verschont – der Coca Cola Company: STONEY TANGAWIZI – eigentlich ist es Ginger Ale aber es schmeckt richtig scharf nach Ingwer, das sollte man in jedem Fall probieren.

Auch sehr fein zum Beispiel zum Frühstück: Ugandischer Schwarztee mit Ingwerwasser.

Sonstiges wichtiges: Eagle und Bell Bier ist nicht zu empfehlen – Nile Special dagegen sehr!


"You can always go to see a lion - but you can`t go to see a leopard" (unser Guide)

"You can always go to see a lion - but you can`t go to see a leopard" (unser Guide)


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Safari im Nationalpark

Zuerst hab ich mich ja geweigert, weil ich den Begriff Safari eigentlich als negativ empfinde – ich hatte dieses klassische Bild das man aus Filmen kennt im Kopf: Weißer Mann, Tropenhut und Jeep.

Nun gut ich hab dann doch mitgemacht und wir sind in den Queen Elisabeth Nationalpark im Westen von Uganda an der Grenze zum Kongo gefahren. Pro Person haben wir glaub ich 25 Dollar pro Tag und Person bezahlt und dieses Geld kommt dem Park und dem Schutz der Tiere zu Gute. Wenn man erstmal durch das Tor durch ist hat man auch gar nicht mehr das Gefühl in einem Park zu sein weil er einfach riesig ist. Wir haben dann dort übernachtet und sind ganz früh aufgestanden und mit einem Guide in unserem geliehenen Geländewagen auf die Suche nach Tieren gefahren und nach ein bisschen suchen haben wir abgesehen von den unzähligen Gazellen und Warzenschweinen (die aber für Touristen natürlich überhaupt nicht aufregend genug sind) Elefanten, Nilpferde, Krokodile und als ganz besonderes Highlight auch einen Leoparden gesehen. Das non-plus-ultra für den gemeinen Safaritouristen sind aber die Löwen und die will jeder sehen und alle Jeeps im Park suchen danach (wir auch). Wir sind dann zu einer Stelle gefahren an der bereits sechs andere Jeeps standen – und da waren sie: Die weißen Safarimenschen mit den Tropenhelmen und den superschicken Jeeps – ja und auch ein Löwe und eine Löwin.

Alles in allem war der Nationalpark schon eine schöne Erfahrung die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und in ihrem natürlichen Verhalten zu sehen. Ich habe aber nicht das Gefühl die Tiere wirklich erlebt zu haben – es ist eher ein bisschen wie ein (ganz ganz toller) Zoo weil man ja auch nicht aus dem Auto aussteigen darf.


Kampala: Der Tax-Park bei Nacht

Kampala: Der Tax-Park bei Nacht


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Hochzeit in Uganda

Die Frauen aus der Bräutigamfamilie waren so lieb und haben uns (die Frauen aus Deutschland) vor dem Fest mit Gomesis ausgestattet, das sind traditionelle Gewänder, in denen wie sich herausstellte nur Afrikanerinnen gut aussehen. Die Männer tragen unter ihrem Sakko einen Kanzu, das ist ein knöchellanges Hemd das ein bisschen nach Nachthemd aussieht.

Eigentlich ist die sogenannte Introduction eher das traditionelle Verlobungsfest, bei dem sich in einer vierstündigen Zeremonie die beiden Familien kennenlernen. In zwei Lagern sitzen sich Braut- und Bräutigamfamilie gegenüber und jede Familie hat einen Sprecher. Die Sprecher müssen wirklich lustig und unterhaltsam sein, damit den Gästen in vier Stunden sitzen nicht langweilig wird. Im Grunde ist es ein Spiel, in dem die Bräutigamfamilie die Brautfamilie überzeugen muss, dass der Mann der richtige ist. Wenn sich beide Familien geeinigt haben folgen eine ganze Menge Geschenke, darunter auch ein lebender Hahn und eine Ziege. Den Hahn haben wir mit der ganzen Familie ein paar Tage später gegessen – war gut ich hatte den Fuß, also das Bein.

Natürlich kam dann einen Tag später auch die standesamtliche Trauung nach britischem Recht – ziemlich streng, man darf nämlich keinen Sex mit Tieren in der Ehe haben!


Sehenswürdigkeiten

Nilquelle

In Uganda entspringt der Nil - das ist an sich so unglaublich toll finde ich, dass man sich den Ort auch wenn er an sich gar nicht so spektakulär ist schon anschauen sollte.

Hier entspringt der Nil
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Sehenswürdigkeiten

Sipi Falls

Im Osten von Uganda befinden sich auf dem Mount Elgon die Sipi Falls, drei Wasserfälle. Das ist in jedem Fall ein ganz schöner Ausflug - außerdem sollte man unbedingt ein Päckchen Kaffee vom Mount Elgon mitnehmen - der ist sehr lecker! Aber selber kochen empfiehlt sich - dort schmeckt er irgenwie nicht so gut.

Sipi Falls
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Sehenswürdigkeiten

Queen Elisabeth Nationalpark

Löwen, Leoparen, Elefanten, Krokoile, Nilpferde, Springböcke, Warzenschweine und unzählig viele andere Tiere gibt es hier. Nur Giraffen und Zebras gibt es nicht. Sehr schön!

Queen Elisabeth Nationalpark
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Sehenswürdigkeiten

Bujangali Falls

Ein ganz schöner Ort an dem sich mehrere Arme des Nils treffen mit einigen kleinen Wasserfällen. Boot fahren kann man auch.

 Bujagali Falls
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Sonstiges

Tax Park

In Kampala gibt es den "Ol' und den Nu' Tax Park", welcher welcher ist haben wir nie wirklich rausgefunden. Von hier aus fahren die kleinen Taxibusse los - das sind sozusagen die öffentlichen Verkehrsmittel. Das sollte man unbedingt mal gemacht haben. Und es ist schon ein Erlebnis allein diesen Tax-Park zu sehen und wie hier das vermeindliche Chaos absolut geregelt abläuft.

Kampala: Taxis stehen an um auf den Tax Park zu fahren
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Essen & Trinken

Viktoriabarsch am Viktoria See

Frittierter Fisch und dazu Chips - wir waren in einem sehr leckeren Restaurant direkt am See an der Straße von Kampala nach Entebbe - wo genau das war weiß ich leider nicht mehr aber Fisch kann man oft rund um den See sehr lecker essen (zum Beispiel auch im Kingfisher Ressort - das ist wirklich nicht das richtige Uganda weil es eher schick ist aber die haben lecker Fisch).

Viktoria See
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Sonstiges

Univiertel Wandegear in Kampala

Eine superschöne lebhafte Atmosphäre herrscht im Viertel Wandegear in er Nähe der Uni in Kampala - ist einfach schön hier mal durchzulaufen und ein Stoney zu trinken.

Kampala: Univiertel Wanegear
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Essen & Trinken

1000 Cups Coffee House

Es ist nicht wirklich typisch Uganda aber typisch für Uganda ist, dass man einfach keinen richtig guten Kaffee findet - im 1000 Cups Coffee House gibt es viele leckere Kaffeesorten. Bei der Bestellung kann man aussuchen ob man einen großen, kleinen mit oder ohne Sirup möchte - ganz egal es kostet eh gleichviel. Für ugandische Verhältnisse ist es hier sehr teuer - anderenorts kann man für das gleiche Geld essen gehen. Es ist aber schon sehr schön sich hier in den Schatten zu setzen und Postkarten zu schreiben. Außerdem kann man direkt gegenüber im 'Crafts Village' Mitbringsel kaufen. Man trifft hier viele Europäer.

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Sehenswürdigkeiten

Botanischer Garten Entebbe

Total schön ist der botanische Garten direkt am Viktoria See - hier gibt es nicht nur außergewöhnliche Pflanzen sondern auch viele Tiere (Adler, Affen, Warane...) zu sehen. Außerdem wurde uns erzählt dass hier die Urwaldszenen mit Tarzan Johnny Weissmüller gedreht wurden.

Botanischer Garten Entebbe
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Kampala


Mbale


Kasese


Kommentare

werner (27.09.2008)

Super! Hab gleich Lust auf Afrika bekommen. Ich scharre mit den Antilopenhufen ...

bastian (26.10.2008)

Vielen Dank für die vielen tollen Tipps!