Vietnam - Reisebericht von Ansi bei triplib.

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Ansi
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Unser 3. Land auf der Südostasien Reise

Châu Ðốc

Chau Doc

Chau Doc


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Chau Doc

Am Morgen wurden wir in Phnom Penh abgeholt und mit andern Reisenden zur Schiffsanlegestelle gebracht. Dort wurden die Visa’s gecheckt und anschließend ging es auch ein Speedboat. Nach ein paar Stunden kamen wir am ersten Grenzübergang an wo wir sozusagen in Kambodscha auscheckten. Nach kurzer Fahrt zur nächsten Grenzstelle an der uns die Reisepässe abgenommen wurden. Nach einer halben Stunde bekamen wir diese wieder mit einem Einreisestempel für Vietnam. Von dort aus ging es mit einem größeren und weit aus komfortablerem Schiff ca. 2 Stunden weiter nach Chau Doc.

Direkt nach der Ankunft wurden wir von einem sehr penetranten Cycle Rickshaw Fahrer belagert. Er verfolgte uns auf Schritt und Tritt bis zum Hotel. In Chau Doc ging es sehr unruhig zu. Die Stadt besteht gefühlt aus einem riesigen Markt. Milena bestellte sich auf dem Markt ein Teller Nudeln und bekam eine widerliche Portion Nudeln in Fleischsoße mit undefinierbaren Stücken. Nach 5 Löffeln gab sie auf und Anna war es noch schlechter wie vorher. Zum Abendessen gab es statt dessen Weißbrot mit Schokolade.

Am nächsten Tag ging es mit der „Bootstour“ weiter nach Can Tho.


Schwimmender Markt

Schwimmender Markt


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Can Tho

Wie jeden Morgen gab es zum Frühstück Spiegelei mit Weißbrot und dann ging es zu einem habstündigen Ausflug aufs Boot. Stopp machten wir bei einer Fischfarm und liefen durch einen kleinen Ort.

Weiter ging es mit einem kleinen Bus zu einem Tempel von dem man die Grenze zu Kambodscha sehen konnte. Mit dem Bus ging es nun 4 Stunden nach Can Tho. Dort sank Anna nur noch ins Bett. Die stärkeren Medikamente wurden nun ausgepackt und die Weiterreise um ein Tag verschoben. Milena war die beste Krankenschwester überhaupt!!!! Wie ein Wiesel sauste sie bei fast 40C vom Supermarkt zur Apotheke und wieder zurück was bei der englisch Kommunikation einige Zeit dauerte. Das Beste und Wertvollste war der Großpack Fechttücher ;-)
Zur Entspannung wollte Milena an dem freien Tag eine Massage in Anspruch nehmen. Sie ging in ein relativ gutaussehendes Hotel um sich nach Preisen etc. zu erkundigen. Sie wurde in den 5. Stock geschickt, nahm den Aufzug in den 4. denn den Rest musste man hochlaufen. Kurz nach dem sie aus dem Aufzug trat, schrie sie kurz auf, genauso die fette Ratte die ihr entgegen kam. Ohne weitere Information über die Massagen verließ sie wortlos das Hotel und trank stattdessen eine gekühlte Kokosnuss.

Das weitere Highlight waren die schwimmenden Märkte auf dem Mekong. Diese musste Milena leider alleine anschauen. Von einem Bekannten von der Tour snackte Milena ein paar Froschschenkel und kam zu dem Ergebnis, das diese recht gut und frisch schmecken.

Mit einem Kleinbus ging es nun nach Ho Chi Minh (Saigon). Dort verbrachten wir nur eine Nacht.



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Mui Ne

Mit Medikamenten präpariert ging es mit einem Opentourbus nach Mui Ne.
Dort fanden wir ein nettes kleines Hotel mit Pool und direktem Meerzugang. Der Pool erwies sich als sehr wertvoll, den von den Steintreppen ging es direkt in das stürmische und aufgewühlte Meer. Der Ort ist vor allem für Kytesurfer geeignet und nicht zum baden im Meer. Anna kam langsam wieder zu Kräften, während Milena sich die Zeit am Pool, mit Fahrrad und Stadtbesichtigung(eine langgezogene Straße) vertrieb. Unser Highlight in Mui Ne war die günstige Pedicure. Noch nie hatten wir so sorgfältig bemalte Fußnägel.


Nha Trang

Nha Trang


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Nha Trang

Dieses mal ging es mit einem Opentour Sleepingbus weiter. Der Bus besteht aus zwei Stockwerken zu je drei Reihen zurück geklappter Liegesitze. Die Fahrt erwies sich als recht angenehm und die Landschaft konnte dabei betrachtet werden. Die vielen Reisfelder die mit Ochsenkarren bewirtschaftet werden, wie Aloe Vera Pflanzen gezüchtet werden sowie die trockene sandige Hügellandschaft. Nach 4 Stunden kamen wir in Nha Trang, dem Party- und Strandort Vietnams an. Unser Hostel lag Gott sei Dank in einem Hinterhof und so konnten wir ohne Musik und Straßenlärm schlafen. Anscheinend sind wir schon älter geworden oder vielleicht liegen die Interessen des Reisens anders, auf jeden Fall waren wir nur einen (schlechten) Mojito trinken.

So ganz konnten wir uns nicht für eine Easy Riders Tour aus verschiedenen Gründen entschließen. Stattdessen schauten wir uns sie Stadt, den Strand und einen Tag Vinpearl an. Mit einer Seilbahn ging es übers Wasser auf eine Insel. Dort erwartete uns so gar nicht Vietnam sondern ein Wasser- und Vergnügungspark. Die verschiedenen Geräte wurden ausprobiert, das Aquarium angeschaut doch am schönsten war der feine Sandstrand. Der jedoch etwas unecht wirkte. Einen Tag fühlten wir uns wie in einem Luxusresort.

Von Nha Trang ging es in der Nacht 12 Stunden im Sleepingbus nach Hoi An.


Hoi An am Abend

Hoi An am Abend


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Hoi An

Gegen 18:30 Uhr wurden wir vor unserem Hostel direkt abgeholt. Schnell wurde der kleine Sitzplatz eingerichtet(Socken, Seidenschlafsack und AntiMückenzeug). Die lange Fahrt war trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit unserem Sitznachbarn, der auf dem Boden saß, relativ angenehm. In der Dunkelheit der Nacht hielt der Bus öfter an und es wurden Kisten von kleineren Lastern be- und entladen. Unser Gepäck war am Ende auf jeden Fall noch da.

Hoi An gefiel uns auf Anhieb richtig gut. Es gibt keine Hotelblocks trotz einiger Touristen wirkt es nicht unecht. Die kleinen Gassen laden zum Bummeln und Stöbern ein. Aber auch die Umliegende Landschaft bietet sich an mit dem Fahrrad zu erkunden. Wenn man durch die Reisfelder fährt zeigen sich die Menschen dort sehr freundlich und die Kinder freuen sich wenn man zurück winkt. Ein Tag mieteten wir selbst Fahrräder und an einem anderen Buchten wir eine andere Tour über ‚Heaven and Earth‘. Wir waren insgesamt 4 Personen, davon war eine Tourguide. Die 22 Kilometer führten uns durch unzählige Reisfelder, Fischernetze und Bambusbrücken. Man sah deutlich wie die Einheimischen dort wohnen und ihren Alltag leben. Bisher die beste Tour, die wir buchten. Da man dabei viel mit den Einheimischen in Kontakt gehen konnte (durch die Tourguidin übersetzt) und über ihre Produkte und Bräuche erfuhr.


Da Nang

Da Nang


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Da Nang

In Da Nang verbrachten wir nur einen Tag und schauten uns das Cham Museum an. Eigentlich beschreibt dieser Satz schon alles. Denn ansonsten gab es nichts, außer vielen Baustellen. Hochhäuser werden hier an allen Ecken hochgezogen.

Am nächsten Morgen flogen wir nach Hanoi.


Ha-Long-Bucht

Ha-Long-Bucht


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Ha-Long-Bucht

Die gebuchte Tour durch die Ha- Long- Bucht (3 Tageund 2 Nächte) erwies sich als sehr lohnenswert. Zwar war es nicht ganz günstig, aber dafür dass wir die Tour Nah Trang buchten, klappte alles überraschenderwiese sehr gut.

Von Hanoi aus ging es mit einem engen Kleinbus nach Ha- Long- City. Von dort aus ging es aufs Boot (Elizabeth). Wir fuhren eine Weile durch die schönen Karstkegel Landschaft und besichtigten eine Höhle in einem der Berge.

Danach hielten wir an einer Stelle, an der wir Kajakfahren und schwimmen konnten. Trotz des kalten Wassers wagten wir einen Sprung vom Boot aus direkt ins kühle Nass.
Nach einem kurzen Besuch und Einkauf für den frischen Fisch am Abend genossen wir in angenehmer Atmosphäre unser vegetarisches Abendessen. Die Zimmer auf dem Boot waren angemessen und es folgte die ruhigste Nacht in ganz Asien.

Am zweiten Tag fuhren wir weiter durch die sehr beeindruckende Landschaft und legten an Cat- Ba Island an. Dort folgte eine recht spannende Trekkingtour. Es ging durch einen tropischen Wald mit wahnsinnig vielen Moskitos und anderen hässlichen Insekten. Oben auf dem Berg und der Plattform angekommen, konnte man den Ausblick nicht ganz so gut genießen, da die Plattform aus wenigen lückenreichen Holzbrettern bestand. Der Ausblick an sich war sehr schön. Der Rückweg war ein größeres Abenteuer als der Aufstieg, da es sehr rutschig war und uns die Massen auf engem Weg entgegenkamen. An dieser Stelle loben wir uns die grausigen Trekkingsandalen, die Leute die Flip Flops trugen hatten einige Schrammen und Wunden wegzustecken.

Auf der Insel hatten wir ein tolles Hotel mit ebenfalls sehr leckerem Essen. Der Besuch auf Monkey Island war riskant. Die Affen werden dort ähnlich wie in Thailand vom den Menschen mit allen möglichen Zeug gefüttert und haben keine natürliche Scheu mehr. Als wir nach unseren kurzen Kajaktrip die Paddel zurücklegen wollten, wurden wir von drei Affen umzingelt und böse angefaucht. Deren Zähne sahen recht scharf aus und wir sahen uns schon mit Tollwut im Krankenhaus. Denn direkt einen Tag zuvor wurde eine Touristin gebissen. Die Reiseführer die neben uns saßen taten nichts anderes als zu lachen. Am Strand, an den wir mit dem Kajak fuhren, fanden wir per Zufall ganz viele Shiva Augen (Muschel).
Annas Laune stieg rapide an, nachdem ein asiatisches Ehepaar ihre Haare bewunderte und sie als schimmernden Diamanten bezeichneten.

Am dritten Tag fuhren wir wieder Richtung Ha-Long- City und besichtigten ein Fischerdorf auf dem Weg.

Während der Tour machten wir mit zwei älteren holländischen Männern Bekanntschaft, mit denen wir die Mahlzeiten und einen Drink einnahmen. Diese haben von der Welt schon viel gesehen und gaben uns viele neue Ideen für weitere Länder ;)


Hanoi

Hanoi


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Hanoi

Hanoi ist eine asiatische Großstadt, die aus sehr sehr vielen kleinen Straßen besteht, die auf den meisten Straßenkarten nicht allzu deutlich aufgeführt sind. Wir waren bisher in noch keiner anderen Stadt in der wir so wenig Orientierung hatten. Zwischendrin befinden sich kleine Cafes und Essgelegenheiten mit zig Plastikstühlchen, wo sich vor Allem viele Männer zum Austausch und Trinken (gerne auch schon einen Schnaps am Morgen) treffen.

Mehrfach wurden wir von angeblichen Englisch Studenten angesprochen (sieh China), worauf wir diesmal nicht mehr reinfielen.

Die Mitte der Stadt bildet der Hoan- Kiem See. Direkt an dem See befindet sich das Wasserpuppentheater, das wir besuchten. Die Vorstellung dauerte ungefähr eine Stunde und wir fanden sie recht beeindruckend und schön.
Eine Stadtrundfahrt in einem Elektroauto erwies sich als Flop, denn sie führte nur durch weitere Gassen, die wir durchs Verlaufen immer wieder selbst erkundeten.

Natürlich planten wir einen Besuch bei Ho Chi Minh ein, der bei dem ersten Treffen leider keine Zeit mehr für uns hatte, denn die Tore waren geschlossen. Er hat nur von 7-11 Uhr morgens Zeit für Besucher. Also änderten wir den Plan vorerst und sahen und ein traditionelles Haus, den Flaggenturm, den Leninpark, den Bach Thao Park ( der Pärchenpark ;) ) die Citadel (ehemals auch eine Forbidden City) und das Gefängis, in dem zunächst die Franzosen die Vietnamesen gefangen hielten. Am interessantesten fanden wir das Gefängnis, denn es vermittelte uns einen guten Eindruck über den langjährigen Krieg und einen Teil der Geschichte Vietnams.

Das Treffen mit Ho Chi Minh war auch beim zweiten Mal etwas umständlich, da nicht viel in Englisch beschriftet ist und der Anfang der Schlange, die sich durch den kompletten Komplex zieht, schwer zu finden war. Zudem war die Zeit beschränkt und wir mussten uns beeilen unser Gepäck rechtzeitig wieder abzuholen. Irgendwann gelang es uns in die bestehende Reihe hereinzudrängeln. Denn Ho Chi Minh wird auch lange nach seinem Tod bestens beschützt und mit den strengen Wachleuten wollten wir keinen Ärger. Wieder züchtig gekleidet konnten wir ihn in seinem beleuchteten Glassarg betrachten.

Von Hanoi aus flogen wir weiter nach Vientiane (siehe Laos.)