Loire-Tal und Bretagne 2012 - Reisebericht von Betty bei triplib.

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Betty
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Blois

Blois

Blois


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1.Tag

Nachdem unser Flugzeug mittags in Paris-Charle de Gaulle landete, schien unserem Urlaub in Frankreich nichts mehr entgegenzustehen. Als wir dann nach einer Stunde Warten (wegen einer nicht zu öffnenden Tür) das Flugzeug verlassen konnten, das erste inzwischen mit unserem umfangreichen (Über-)Gepäck bestückte Mietauto sich beim Losfahren als nicht fahrbereit erwies, und wir nach dem Umpacken mit dem zweiten Auto den staugeplagten Autobahnring um Paris hinter uns gebracht hatten, begann der enspannte Teil des Tages. Nach knapp 200 km Fahrt erreichten wir den Campingplatz Chateau de Marais in der Nähe von Blois, wo wir für die nächsten Tage einen Bungalow bewohnten.


Blois

Blois


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2.Tag

An diesem Sonntag machten wir uns bald auf den Weg nach Blois, einem - wie sich herausstellte - selbst bei Dauerregen sympathischen Städtchen mit netten Gassen, einer schönen Kathedrale und - natürlich- einem Schloss. Und unserem Sohn machte die Stadtbesichtigung durch Pfützen und Rinnsale auch viel Spaß. Nach einem kurzen Stop in St Dye sur Loire ging es zurück auf den Campingplatz.
Nach einem kurzen Besuch im Freibad des CP bei gerade 15 Grad Außentemperatur war auch unserem Sohn unverständlich, warum die (v.a. die angelsächsischen) Gäste das Bad bei diesen Temperaturen derart bevölkern. Aber gut.


Schloss Chaumont

Schloss Chaumont


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3.Tag

Unser Ziel lautete heute Chaumont, ein kleiner Ort westlich von Blois, bekannt für sein Schloß und das "Festival de Jardins" im Schloßpark. Obwohl eigentlich ohne Ticket für das Gartenfestival, waren wir gleich mittendrin in der Gartenausstellung, die man sich als eine Art BUGA vorstellen kann, voller kreativ gestalteter Gärten/Anlagen, die auch für Kinder spannend zum entdecken sind. Ohne alle Anlagen gesehen zu haben, machten wir uns nach einer guten Stunde auf den Weg durch die herausgeputzten Stallungen zum Schloss. Über eine Zugbrücke ging es in die durchaus sehenswerten Räumlichkeiten. Das Obergeschoß entpuppte sich im Gegensatz zum Erdgeschoss als nicht renoviert, was wir sehr sympathisch weil authentisch fanden. In der einen Dachkammer lagen verstaubte Pfannen und Küchenutensilien, in der anderen Rüstungsteile, uns so weiter. Vom Innenhof und vom Park genossen wir noch einen schönen Blick über die Loire und machten uns dann auf den Weg ins 10 km am Fluss Cher gelegene Montrichard. Der dort gelegene Donjon (Wehrturm) war an diesem Tag zwar geschlossen, aber wir schlenderten über den Wochenmarkt, kauften noch ein und machten uns schließlich auf den Rückweg zum CP.


 Beaugency

Beaugency


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4.Tag

Auch an diesem Tag ist es wieder bewölkt bzw. regnerisch. Wir fahren ins nahe Beaugency, einem netten Städtchen an der Loire. Nach einem Bummel durch den Ort geht es weiter nach Chambord, wo das größte der Loire-Schlösser steht. Die Idee, das Schloss mit einem Tretfahrzeug auf vier Rädern zu umrunden, stellt sich als sportliche Herausforderung heraus.


Schloss von Angers

Schloss von Angers


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5.Tag

Heute verlassen wir den CP Chateau de Marais und machen uns auf den Weg Richtung Küste. Nach 200 km Fahrt steht eine ausgedehnte Mittagspause in Angers an. Praktischerweise können wir dort gleich am Schloß parken, das vollautomatisierte Toilettenhäuschen will erst verstanden werden, aber auch das klappt irgendwann und die Sonne gönnt uns eine angenehme Brotzeitpause unter (vermutlich) Studenten auf den Treppenstufen vor der Kathedrale. Eine schöne Stadt haben wir uns da als Zwischenstopp herausgesucht. Nach einem Imbiß und Kaffee in einem netten kleinen griechischen Lokal geht die Fahrt weiter ans Meer, nach La-Trinité-sur-Mer


La Trinité-sur-Mer

am Strand in La Trinité sur Mer

am Strand in La Trinité sur Mer


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5.Tag Teil 2

Bei unserer Ankunft auf dem kleinen gepflegten Campingplatz De la Plage in La-Trinité-sur-Mer bekommen wir einen schönen Platz mit einem geräumigen Bungalowzelt zugewiesen. Hier bleiben die nächsten drei Tage.
Wir genießen die sonnige Abendstimmung am Strand, der gleich hinter dem Campingplatz liegt.


Auray

Auray


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6.Tag

Ein Strandtag wird es heute nicht, denn das Wetter ist - mal wieder - bewölkt und regnerisch. Wir fahren nach Auray, laufen hinunter zum Fluß und durch das malerische Hafenviertel.
Nachmittags, zurück am CP, müssen wir unserem Sohn zuliebe das dortige Freibad und die Rutschen ausprobieren. Das heißt, eigentlich ist nur er im Wasser und hat den größten Spaß. Ich bin bei diesen mäßigen Temperaturen froh mich auf das Zuschauen von draußen beschränken zu können.


Cote Sauvage

Cote Sauvage


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7.Tag

Wetter wie gestern, nur windiger
Wir fahren vormittags auf die Halbinsel Quiberon. Am Strand, unserem ersten Stop, regnet und stürmt es. Sehr ungemütlich! Wir fahren ein Stück weiter an die Westküste von Quiberon, die Côte Sauvage. Der Regen hat jetzt tatsächlich aufgehört und wir machen einen Spaziergang entlang der Steilküste, bei Sturmstärke, hohen Wellen, schäumender Gischt. Toll! Nach der Rundfahrt über die Insel - es regnet wieder - geht es zurück zum CP.
Heute ist Mittagsruhe in unserem Zelt angesagt, draußen prasselt der Regen.
Am späten Nachmittag schippern wir dann mit Angelus dem Dritten (so heißt das Schiff) eineinhalb Stunden durch den Golf von Morbihan, vorbei an bewaldeten Inselchen etc. Die Landschaft erinnert uns an die Schären vor Stockholm.
Das Abendessen nehmen wir heute im Strandrestaurant des Campingplatzes ein.


Riviere d'Etel

Riviere d'Etel


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8. Tag

Heute geht es weiter nach Ile-Tudy, wo wir für eine Woche ein Haus gemietet haben.
Den ersten Zwischenstopp legen wir nach 20 km Fahrt in Erdeven ein. Gleich neben der Straße am Ortseingang liegt ein Feld mit Menhiren. Julian hat viel Spaß beim Kraxeln.
Als nächstes steigen wir am Rivière d'Etel aus. Es ist Ebbe, die kleinen Ruderboote liegen malerisch im Schlick und wir spazieren zur kleinen Ile-Saint-Croix, die durch eine steinerne Brücke mit dem Festland verbunden ist.
Weiter geht es nach Concarneau. Wir parken am Hafen. DIE Attraktion von Concarneau ist die ummauerte Ville Close, eine Festung im Hafenbecken. Über ein Brücklein geht es hinüber. Da uns die Hauptgasse innerhalb der Ville Close mit ihren Andenkenläden und auf Touris ausgelegten Lokalen gleich unsympathisch ist, sehen wir uns bald nach einem Aufgang auf die Stadtmauer um. Der Rundgang auf dem Wall gefällt uns hier am besten.
Nach einer weiteren Pause am Strand von Beg-Meil kommen wir schließlich gegen 16.30 Uhr in Ile-Tudy an. Unser Ferienhaus liegt gleich vom Strand, zum kleinen Ortszentrum sind es auch nur ein paar Schritte mehr. Perfekt!


Île-Tudy

Strand in Ile-Tudy

Strand in Ile-Tudy


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9. - 14. Tag

In Ile-Tudy passt alles: ein kleines, ursprüngliches und malerisches Ortszentrum, auf einer schmalen Landzunge gelegen, ein wunderbarer langgezogener Strand, alles nur wenige Gehminuten von unserem Ferienhaus entfernt, und wenig Touristen.

Ausflüge machen wir in dieser Woche nach:

Loctudy:
Mit einer kleinen Fähre geht es über die Meerenge hinüber nach Loctudy. Wir schlendern über den Markt und verbringen den Tag am Strand von Langoz.

Site du Stangala:
Waldwanderung hinunter zum Fluß Odet

Fahrt entlang der Küste der Halbinsel Sizun:
Am besten gefielen uns die Pointe de Cap Coz bei Beuzec, die windumtoste Baie de Trépassés zwischen der Pointe du Van und der Pointe du Raz und das Zuschauen am Kite-Surf-Spot Pointe de la Torche.


Essen & Trinken

Café du Port

Das Restaurant befindet sich an der Spitze der Halbinsel. Es gab leckeres Essen, der Service war nett und unkompliziert, Terrasse mit Blick aufs Meer

Essen im Café du Port
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Perros-Guirec

Lac de Drennec

Lac de Drennec


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15. Tag

Heute fahren wir an die Nordküste, nach Perros-Guirec.

Unterwegs durchs Landesinnere halten wir mittags am Lac de Drennec: ein schöner See inmitten einer hügeligen Waldlandschaft mit angelegten Sanduferbereichen und Spielplätzen. Einsame Gegend, bis auf eine Gruppe von Franzosen, die gerade auf der Wiese am See Tische für ein Fest aufbaut.

Keine 10 km weiter liegt der Roc Trevezel inmitten einer scheinbar endlosen Heidelandschaft. Nach einer kurzen Wanderung sind wir auf dem Gipfel, der mit unglaublichen 384 Metern einer der höchsten in der Bretagne ist und bei schönem Wetter einen umfassenden Rundblick garantiert.

Ab Morlaix wird die Gegend spürbar besiedelter. Perros-Guirec und seine Nachbarorte entpuppen sich als für uns undurchschaubares Konglomerat aus Ferienorten. Für die nächsten drei Tage sind wir auf dem Campingplatz Le Ranolien im Ortsteil Ploumanach. Dieser punktet mit einem schönen Poolkomplex, sowohl draußen wie drinnen, den wir gleich nach unserer Ankunft nutzen.


auf dem Zöllnerpfad

auf dem Zöllnerpfad


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16. Tag

Bis zum Nachmittag herrscht Dauerregen. Gegen Mittag fahren wir über den Küstenort Trébeurden nach Lannion. Hier laufen wir ein bißchen durch die Altstadt.
Zurück auf dem Campingplatz hört der Regen endlich auf und wir machen einen Spaziergang auf dem sogenannten Zöllnerpfad, der praktischerweise gleich vor dem Eingang unseres Campingplatzes beginnt. Der Weg führt durch bizarre Felsbrocken, ein Aushängeschild der Côte de Granit Rose.


Pointe de Chateau

Pointe de Chateau


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17. Tag

Es regnet mal wieder. Wir fahren nach Tréguier, einem kleinem Städtchen, das am Ufer des Jaudy liegt.
Gleich vor der Kathedrale finden wir einen Parkplatz. Wir machen einen Spaziergang durch den mittelalterlichen Stadtkern mit seinen Fachwerkhäusern und kopfsteingepflasteren Gassen. Der in der Kirche ausgestellte Schädel wirft bei Julian Fragen auf. Wir lesen im Reiseführer nach, dass hier Saint Yves liegt, der berühmteste bretonische Heilige.

Die Fahrt geht weiter über Plougrescant (vorbei an einem seltsam geknickten Glockenturm) zur Pointe de Chateau. Ein paar Häuser liegen einsam zwischen Kiesbuchten und Felslandschaften. Das Meer ist gespickt mit herausragenden Felsbrocken. Einfach schön!

Ein paar hundert Meter weiter liegt "Le Gouffre", der nördlichste Punkt des bretonischen Festlandes. Vom Parkplatz am Ende der Straße ist es nur ein kurzer Spaziergang zu einem der meistfotografierten Häuser der Bretagne, das zwischen zwei mächtigen Granitblöcken eingeklemmt scheint.


Saint-Malo

Dinan

Dinan


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18. Tag

Auf dem Weg von Perros-Guirec nach Saint-Malo liegt Dinan, das sich laut Reiseführer als die am besten erhaltene bretonische Stadt bezeichnet. Und die Stadtmauern umschließen wirklich ein schönes Städtchen, wie wir finden. Schöne Ausblicke von oben haben wir von der Stadtmauer, dem Jardin Anglais vor der Kirche St. Sauveur und dem Tour de l'Horloge (Glockenturm), der uns allerdings um 12 Uhr mittags läutstärkebedingt schnell wieder nach unten treibt.

Von Dinan ist es nicht mehr weit nach Saint-Malo, wo wir nahe der Stadtmauer parken. Unser Hotel für die kommende Nacht liegt in der Ville Close. Nachdem wir unser Gepäck ins Hotelzimmer transportiert haben, bummeln wir durch die Altstadt zum Strand und genießen dort die Nachmittagssonne. Zurück geht es schließlich über die Festungsmauer mit tollen Ausblicken auf die Küste. Die Lage der Stadt am Meer ist unseres Erachtens der größte Pluspunkt. Denn die grauen Steinhäuser in der Ville Close geben der Stadt einen eher nüchternen Anstrich.


Übernachten

Les Ajoncs d'Or

zentral und zugleich ruhig gelegenes Hotel in der Ville Close (Intra-Muros), großzügiges und sauberes Familienzimmer

St. Malo
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Rouen

Rouen

Rouen


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19. Tag

Unser Frühstück nehmen wir heute in St. Malo in einem Café am sogenannten Gemüsemarkt ein. Scheinbar ist es normal, dass sich die Leute Croissants etc. vom Bäcker mitbringen und diese im Café dann verzehren.

Heute verlassen wir die Bretagne. Am Mont Saint Michel erhoffen wir uns einen guten Aussichtsplatz an der Küste zu finden. Die Zeit für eine Besichtigung sparen wir uns, denn unser heutiges Ziel heißt Rouen und liegt noch fast 300 km entfernt. Zudem schrecken uns die im Reiseführer beschriebenen, mit Touri-Nepp gespickten Gassen am Hügel ab. Das hatten wir schon in Concarneau. Einen Aussichtspunkt mit Blick auf den sich aus dem Meer bzw. Sand erhebenden Mont Saint Michel finden wir aber im vorbeifahren auch nicht. Zumindest die Spitze des Hügels sehen wir aus der Ferne.

Unser Hotel in Rouen liegt zentral in der Altstadt. Von dort sind wir in ein paar Minuten zu Fuß bei der Kathedrale. Die wartet mit einer sehr beeindruckenden Fassade aus. Gedanken an Gaudi und seine Sagrada Familia in Barcelona kommen auch, obwohl der Kirchenbau in Barcelona ja seinen ganz eigenen Stil hat.
Von der Kathedrale in Rouen gehen verschiedene autofreie, malerische Strässchen ab, die mit traditionellen Fachwerkhäusern gespickt sind. In der Straße zum Glockenturm, Tour d'Horloge, ist am meisten los. Am Vieux Marché setzen wir uns in ein Straßencafé.

Am besten gefällt uns das ruhigere Viertel östlich der Kathedrale, zwischen Place St. Barthélemy und dem Jardin de l'Hôtel de Ville. Durch die Rue Eau de Robec läuft ein kleiner Kanal, es gibt einige Restaurants, einen Platz zum Boule-Spielen bzw. -Zuschauen. Sehr nett!


Verdon

Verdon


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20.Tag

Unser Frühstück holen wir uns bei einem Bäcker zwischen Palais Justice und Vieux Marché, dessen Auslagen am Tag zuvor Lust auf mehr gemacht haben. Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt fahren wir an der Seine entlang Richtung Paris. In Verdun an der Seine machen wir eine Pause und spazieren am Ufer entlang.
Im Großraum Paris verlieren wir dann für eine gute halbe Stunde komplett die Orientierung und fluchen über die rudimentäre Beschilderung der Schnellstraßen und die dürftige Straßenkarte eines großen deutschen Automobilclubs. Letzten Endes erreichen wir den Flughafen doch noch rechtzeitig, um wie geplant das Flugzeug Richtung nach Hause besteigen zu können. Glück gehabt!