Eine kleine Reise durch Schweden - Reisebericht von clickpix bei triplib.

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clickpix
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Schweden
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Für 12 Tage gings von Stockholm über den Siljansee nach Karlstad und Göteborg.

Stockholm


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Die letzten Sonnenstrahlen bringen den Siljansee nochmals zum glitzern. Der Himmel färbt sich in den schönsten Farben. Es ist 22:15 Uhr - dank der Sommersonne in Schweden wird es um diese Zeit nie richtig dunkel in weiten Teilen des nördlichen Landes.

Dies ist meine 2. Reise nach Schweden. Wer einmal hier war, der verliebt sich sofort in die traumhafte Landschaft, den netten Menschen und in die putzigen Elche – falls man überhaupt einen in freier Natur zu Gesicht bekommt.

Pünktlich starteten wir (meine Freundin und ich) von München nach Stockholm. Nach gut 2h landeten wir am Flughafen Arlanda und hofften, unsere Koffer auch bald zu bekommen. Bei meiner letzten Schweden-Reise mit meinen Reisepartnern Mike und Markus flog das Gepäck von Mike lieber ins warme Neapel anstatt in den hohen Norden. Nach langen 5 Tagen kam es dann doch mal kurz nach Schweden – wir flogen 2 Tage später wieder heim.
Doch diesmal ging alles gut, das Gepäck war dabei. Nach Stockholm fuhren wir mit dem schnellen Arlanda-Express-Zug, wer es gemütlich angehen will, kann auch den Flughafenbus nehmen.
Unsere Unterkunft in Stockholm war die Gärdet Jugendherberge. Von einer Jugendherberge im eigentlichem Sinne kann man schon gar nicht mehr sprechen, ist schon fast wie ein Hotel. Wir checkten schnell ein und begaben uns dann sofort wieder in die Stadt. Da ich ja schon das 2. Mal in Stockholm war, fand ich mich recht schnell wieder zurecht. Dani, meine Freundin war das erste mal in Schweden, so konnte ich ihr eine kleine „Stadtführung“ geben.



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Der 2. Tag begann mit einem ausgiebigen und köstlichem Frühstück in unserer Jugendherberge.
Mit vollem Bauch gingen wir zur nicht weit entfernten Bushaltestelle und fuhren ca. 15 min bis ins Stadtzentrum. Das Wetter an diesem Tag war alles andere als sommerlich, immer wieder gingen kurze Regenschauer über uns nieder.
Pünktlich um 12:15 wohnten wir dem Spektakel der „Wachablöse“ vor dem königl. Schloss bei.
Mit prachtvollen Gewändern, hoch zu Ross und mit Pauken und Trompeten marschierte die Garde auf dem grossen Platz vor dem Schloss auf. Der Wettergott war gnädig und schickte zeitgerecht einige Sonnenstrahlen auf die Erde. Nach gut 1h war der ganze Zauber und Prunk wieder vorbei und wir spazierten Richtung Hafen. Mit der Fähre gings zur Insel Djurgarden, wo sich unteranderem das Museum des berühmten Schiffes „Vasa“ und das Freilichtmuseum „Skansen“ befindet.
Die Vasa sollte der Stolz der schwedischen Flotte werden, sank jedoch auf seiner Jungfernfahrt am 10. August 1628 nach ein paar hundert Meter im Hafen von Stockholm. Erst 333 Jahre später wurde sie wieder gehoben und restauriert im Museum ausgestellt. Dank der Schlammschicht rund um das Schiff, war der Rumpf in einem sehr guten Zustand. Er hat das Schiff sozusagen konserviert.
Nach diesem Besuch ging es weiter zum Freilichtmuseum „Skansen“. Hier wird auf einer riesigen Fläche das Leben – vorwiegend vom alten Schweden – gezeigt. Schöne alte Häuser und Höfe sind im Museum verteilt, in denen gehen „Einwohner“ in historischen Gewändern ihrer Arbeit nach. Vom Bäcker über Töpfer findet man hier die verschiedensten Handwerksberufe – gearbeitet wie anno dazumal. Desweiteren findet man hier die Tierwelt Skandinaviens und vieles mehr.



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Der nächste Tag war leider komplett verregnet. Wir trafen uns aber mit einem Bekannten von mir, der schon seit zig Jahren in Schweden lebt. Er zeigte uns das Schloss „Drottningholm“ ein wenig ausserhalb der Stadt. Es ist der Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie. Der barocke Bau, welches zum Stadtschloss (ein mehr oder weniger schöner „Klotz“) eine richtige Augenweide ist, wurde im Jahre 1662 von Königin Hedvig Eleonora in Auftrag gegeben. Der Bau, samt der grossen Aussenanlage und dem chinesischem Schloss sind mittlerweile ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Den Nachmittag verbrachten wir mit Kaffe, Tee und Kuchen und sprachen über Gott und die Welt.

Nach 4 Tagen hiess es Abschied nehmen von Stockholm. Wir fuhren weiter in den Norden. Mit dem Mietauto ging es Richtung Gävle. Von Stockholm aus führt direkt die Autobahn „E04“ nach Gävle. Wir entschieden uns aber für die landschaftlich reizvollere Fahrt über Norrtälje und der Strasse „76“. Diese führt vorbei an malerischen Dörfer mit den typischen roten Holzhäuschen.
Bei Öregrund zweigten wir ab und vertraten uns ein wenig die Beine rund am das schmucke Hafengelände und kehrten bei einem gemütlichen Restaurant direkt am Hafen ein. Hier muss natürlich Fisch auf den Tisch, frischer bekommt man den ja nicht – als hier am Meer.
Auf der Strasse „76“ ging es flott weiter nach Gävle. Da wir ab dem nächsten Tag „Selbstversorger“ in unseren Blockhütten waren, ging es noch schnell zu einem Supermarkt.



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Am nächsten Tag starteten wir früh von unserem Hotel (Scandic Hotel Gävle) Richtung Siljansee.
Die Strecke führte uns auf der Landstrasse „80“ vorbei an Falun. Falun ist bekannt für seinen Ski-Sprung Event, in früherer Zeit spielte aber der Bergbau eine grosse Rolle. Der Kupferbergbau begann im 12. Jh. Es war einst das grösste Kupferbergwerk der Welt. Ein Nebenprodukt des Abbaues vom Kupfer war die sogenannte „Schlämmfarbe“. Diese sieht man in Schweden an jeder Ecke. Es ist das berühmte „Falun-Röd“, das typische Rot der Häuser. Es schützt gegen Regen, lässt das Holz atmen und die Farbe hält sich über Jahre.
Nicht weit entfernt von Falun, im kleinen Örtchen Sundborn steht das Haus vom berühmten Maler „Carl Larsson“. Larsson (1853-1919) war Maler des schwedischen Jugendstils. Berühmt wurde er vor allem durch Skizzen aus seinem Familienleben in Dalaran und Kinderbilder.
Nachmittags bezogen wir dann unsere „Stuga“ in Leksand am Siljansee

Nusnäs is das Zentrum für Dala-Pferde. Kleine, aber auch grosse Pferde, gestaltet aus Holz und liebevoll per Hand bemalt – mittlerweile fast schon ein „Nationalsymbol“ Schwedens. Die erste Sehenswürdigkeit an diesem Tag ist für jung und alt sehr interessant. In der Werkstatt sieht man wie die kleinen Kunstwerke entstehen. Es wird gesägt, gefeilt, geschnitzt – später kommen die „Rohlinge“ zum Lackieren und händischen Bemalen. Im anschliessenden Shop kann man für mehr oder weniger viel Kronen allerlei rund um das Dala-Pferd kaufen.
Nach einiger Zeit ging es mit dem Auto weiter in den Norden Richtung „Fulufjället“. Dieser Nationalpark liegt an der Grenze zu Norwegen. Schwedens höchster Wasserfall, der „Njupeskär“ befindet sich in diesem Gebiet. Von Mora aus geht es auf der Landstrasse „70“ rauf ins Hochland. Vom Besucherzentrum führt ein Rundweg zum Wasserfall (4 km, keine anstrengende Tour)
Der Tag wurde mit einem wundervollen Sonnenuntergang über dem Siljansee belohnt



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Hell schien die Sonne am nächsten Tag durchs Fenster und weckte uns. Die Sommersonne hier im Norden scheint um einiges länger als zuhause in Tirol. Richtig dunkel wird es hier am Siljansee umd diese Zeit nie.
An diesem Tag ging es in den Bären-Park in Orsa. Diese grosse Anlage beherbergt eine grosse Anzahl verschiedenster Bären. Der bekannteste Neuzugang ist der Eisbär „Wilbär“ - aus dem Stuttgarter Zoo. Bengalische Tiger, Wölfe, Luchse und diverse Vogelarten runden das Angebot in diesem Zoo ab.

Am nächsten Tag verliessen wir den Siljansee und fuhren wieder zurück in den Süden – Richtung Karlstad.
Die Fahrt nach Karlstad war unsere längste Route auf unserer Schwedenreise. Es hiess gute 400km zu bewältigen, naja mit dem Auto keine Hexerei. Nach einigen „Sightseeing“ Stopps (vorwiegend der schönen Landschaft wegen) erreichten wir am Nachmittag unsere nächste Unterkunft. Wieder eine Stuga – diesmal aber am grössten See von Schweden, dem Vännernsee.
Am darauffolgenden Tag legten wir mal eine Ruhepause ein. Wir fuhren nach Karlstad, bummelten gemütlich durch die Stadt und verbrachten den restlichen Tag gemütlich in unserer Stuga.

Die letzten Tage rückten immer näher, die nächsten Stationen waren Smögen und Göteborg.
Auf der Landstrasse „45“ ging es Richtung Vänersborg. Kurz vor Mellerud steht ein landesweit bekanntes Bauwerk. Das Aquädukt von Haverud. Das Aquädukt ist 1868 erbaut worden und ist eine Kombination von Straße, Eisenbahn und Aquäduktbrücke. Als wir ankamen, stand gerade ein Schiff in der Schleuse bereit und wir sahen uns das Schauspiel von der Brücke über dem Aquädukt an.
Weiter ging es dann Richtung Smögen. Smögen ist bekannt für seine „Smögenbryggan“ - ein fast 1 km langer Holzsteg mit kleinen bunten Häuschen. Wer in Smögen ist, muss natürlich die berühmten „Smögenräkor“ - die Smögen-Garnelen probieren.



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Nach 2 Tagen in Smögen ging es zur letzten Station – Göteborg. Wir verbrachten den Tag mit einem Spaziergang durch die Stadt, ein wenig bummeln und dem Trubel von vielen jungen Leuten. In diesen Tagen findet unteranderem in Göteborg die U-21 Fussball-EM statt. Da war natürlich jede Menge los in der Stadt – mit Fanmeile und Musik.

Auch der schönste Urlaub geht einmal zu Ende, so hiess es Abschied nehmen von Schweden.
Vom Flughafen Landvetter aus flogen wir wieder Richtung München.


Kommentare

dinosaur_jr (17.06.2009)

Hey clickpix! Wiedermal ein sehr informativer, schöner Bericht und klasse Fotos! Die machen einem Appetit auf Schweden! Besten Dank und Gruß dinosaur_jr