Rimini und Bella Roma - und San Marino mittendrin - - Reisebericht von horst_wehrse bei triplib.

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horst_wehrse
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Am 28. Juli 2009 ist es endlich wieder so weit. Von Hannover fliege ich mit TUIfly in knapp 1 ½ Stunden nach Rimini. Diesen Ort hatte ich gewählt, um günstig nach San Marino zu gelangen. Aber warum nicht ein paar Tage an der Adria ausruhen und relaxen.

Rimini

Arco di Augusto

Arco di Augusto


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Rimini

Erstaunlicherweise warten nur ein paar Taxis auf die Reisenden, die in wahren Massen aus dem Flughafen herausströmen und nur mit einiger Mühe gelingt es mir, ein Auto zur Fahrt in die Innenstadt zu ergattern. Im Hotel "Brown" werde ich die nächsten beiden Nächte wohnen, ideal in Meeresnähe und in angenehmer Reichweite zum Bahnhof und zur Innenstadt. Es ist schon dunkel, als ich einchecke.

Nun aber ab und hinein ins Vergnügen. Die Straße "Vespucci" verläuft parallel zum Strand, Ristorantes, Trattorien, Eisdielen und andere gastronomische Betriebe sind hier ausreichend vorhanden, sie haben ihre Tische auch draußen aufgestellt. So nehme ich erst mal ein delikates Abendessen an frischer Luft ein. Der Fisch schmeckt sehr lecker und ein Eiskühler sorgt dafür, dass mein Wein immer richtig temperiert ist. Später wandere ich noch am Meer entlang und lasse den Tag dann in einer Garten-Bar ausklingen, ein Trio unterhält uns mit angenehmer Lifemusik.


Piazza Cavour

Piazza Cavour


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Stadterkundung

Der nächste Tag steht zunächst im Zeichen der Stadterkundung. Rimini ist mit seinen rund 130.000 Einwohnern der größte und wohl auch bekannteste Badeort an der Adria, angesiedelt in der Region Emilia-Romagna. Und es lohnt sich durchaus, mal einen Blick in die Innenstadt zu werfen. Die Altstadt mit dem Tempio Malatestiano, einem Tempel, der einer Familie als Mausoleum diente, sollte unbedingt besucht werden. Der Arco di Augusto am Ende des Corso di Augusto, kurz vor Christi Geburt erbaut, ist angeblich der älteste erhaltene Triumphbogen und gehört ebenfalls zu meinem Besichtigungsprogramm.

Sehr sehenswert ist weiterhin die Piazza Cavour mit ihren eindrucksvollen Gebäuden und Palästen. Zum Schluss gehe ich noch an die Ponte di Tiberio, einer Brücke aus der Römerzeit.


Badefreuden an der Adria

Badefreuden an der Adria


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Badespaß an der Adria

Den Rest des Tages verbringe ich am Wasser. Es erstaunt mich, dass, obwohl Ferienzeit, längst nicht alle Liegen belegt und Sonnenschirme vermietet sind. Gar nicht zu vergleichen mit der Fülle und Enge, die an manchen Badestränden anzutreffen ist. Auch im Meer tummeln sich nur einige Wasserfreunde, ich hatte es mir hier sehr viel turbulenter vorgestellt. So kann ich in Ruhe meine Bahnen ziehen.

Am nächsten Morgen checke ich aus, schnappe mein Gepäck und gehe zum Bahnhof. Eine Fahrkarte ist schnell erworben und so besteige ich erwartungsvoll den Bus nach San Marino.


San Marino

altes Stadttor

altes Stadttor


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San Marino

Aus persönlichen Gründen ist es mir wichtig, die älteste und kleinste Republik der Welt zu besuchen. Ihre Einwohnerzahl beträgt lediglich rd. 31.000. Die drei Burgtürme des Berglandes sind weithin sichtbar. Es scheint, als ob ich der einzige Gast bin, der keine Rückfahrkarte erworben hat. Bei den restlichen Besuchern, darunter viele Frauen aus Russland, handelt es sich um Tagestouristen. Mühsam quält sich der Bonelli-Bus über enge Serpentinen zum Parkplatz. Nach etwa 50 Minuten sind wir am Ziel, die Entfernung von Rimini nach San Marino beträgt ca. 24 km. Die Stadt ist für den Autoverkehr gesperrt und es besteht keine Möglichkeit, mit einem Taxi zum Hotel zu fahren. Völlig verschwitzt erreiche ich das ehrwürdige Hotel "Titano", wo ich über das Internet ein Zimmer reserviert hatte.


Rocca della Guaita

Rocca della Guaita


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Rocca della Guaita

Obwohl die Sonne immer mehr ihrem Zenit entgegen geht, wage ich eine kleine Wanderung und sehe mir den Ort an. Ein altes Stadttor erweist sich als beliebtes Fotomotiv. Dann klettere ich auf geteerten Straßen zum 1. Turm, dem Rocca della Guaita, einer Festung aus dem 11. Jahrhundert. Nachdem ich Eintritt entrichtet habe, kann ich mir die Anlage ansehen und auch hinaufsteigen, früher dienten einige Kammern als Gefängnis. Man hat einen guten Blick auf den 2. Turm, den Rocca della Cesta, einem Adlerhorst gleich, in dem sich ein Waffenmuseum befindet, ich versage mir jedoch einen Spaziergang dorthin. Von hier oben bietet sich ein Panorama sonder gleichen. Der Ausblick auf die Umgebung ist grandios. Zum Glück hat ein findiger Gastronom die Vorteile erkannt und so kann ich den phänomenalen Blick bei einem Espresso genießen.


Regierungspalast

Regierungspalast


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Auf dem Rückweg komme ich an der Basilika di San Marino vorbei, sie hat leider geschlossen und eine Innenbesichtigung ist nicht möglich. Und dann, kurz vor meinem Hotel, sehe ich mir noch den Palazzo Pubblico, den Regierungspalast, an. Das neogotische Gebäude wurde malerisch an der Piazza delle Libertà angesiedelt. Der wachhabende Soldat versucht, die vielen fotografierenden Touristen zu ignorieren. Ich mache Mittagspause und suche mir einen schönen schattigen Platz in einem der Lokale.

Gegen Abend wird es ruhiger, denn die meisten Tagestouristen sind schon auf dem Heimweg. Auch die Seilbahn wird demnächst die letzten Besucher nach unten befördern und ihren Dienst für diesen Tag einstellen. Vor dem Regierungspalast findet stündlich eine Wachablösung statt und immer, wenn ein hochrangiger Besucher das Gebäude verlässt, wird salutiert.


San Marino

San Marino


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Eigenartige Stimmung

Der Ort entwickelt, nachdem die Touristenströme weg sind, eine ganz eigenartige Stimmung und ich bin froh, dass ich den Abend und die Nacht hier verbringen darf. Ein ähnliches Gefühl überfiel mich auch schon auf Capri und in Venedig, denn auch nach dort sind Tagesausflüge obligatorisch.

Im Restaurant des "Titano" bestelle ich Fisch aus der Region und einheimischen Wein. Es schmeckt ausgezeichnet und das bei offenem Fenster mit Blick auf den Palast im Sonnenuntergang. Später streife ich noch durch den Ort und beehre einige Bars mit meinem Besuch.

Eine Direktverbindung nach Rom ist leider nicht möglich und so fahre ich wieder mit dem Bus zurück nach Rimini, kaufe mir ein Eisenbahnticket und steige in den Zug. In Ancona muss ich umsteigen und nach insgesamt 3,5 Stunden fahren wir in Rom ein. Eigentlich war der Hauptbahnhof Termini das Ziel, aber interne Probleme, die ich nicht verstanden habe, zwingen uns, bereits im Bahnhof Monte Tiburtini auszusteigen. Die Ticketautomaten sind stark umlagert und es dauert geraume Zeit, bis wir, ein Einheimischer ist einigen anderen ausländischen Reisenden und mir behilflich, die richtige Fahrkarte für die Metro in die Innenstadt erworben haben.


Petersplatz

Petersplatz


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Petersplatz

Dann geht es im Bus weiter über den Tiber bis zum Vatikan. Ich mache ein paar Bilder vom Petersplatz, von seinen ebenfalls von Bernini konzipierten Kollonaden und vom Petersdom und wandere dann zur Engelsburg, die durch einen Gang mit dem Vatikan verbunden ist. Päpstliche Prunkräume aber auch dunkle Gefängniszellen sind hinter den dicken Mauern verborgen.


Übernachten

Hotel Titano

Alteingesessenes, ehrwürdiges Hotel in San Marino

Hotel Titano
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Rom

Petersplatz

Petersplatz


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Rom - Ankunft im Bahnhof "Termini"

Vom Bahnhof Termini ist es nicht weit bis zum Hotel "Harmony", das ich ebenfalls im Internet reserviert hatte. Leider ist im Zimmer zwar ein Safe, aber keine Aircondition vorhanden. Ich signalisiere dem Portier, dass ich womöglich ab morgen eine andere Unterkunft favorisiere. Aber, um es vorweg zu nehmen, ich habe nicht gewechselt, nachts konnte ich das Fenster öffnen, gut durchlüften und ordentlich schlafen, außerdem war der morgens Dienst habende Portier so kompetent, hilfreich und freundlich, dass mir ein Wechsel des Hauses wie ein Verrat vorgekommen wäre.

Die Hauptstadt Italiens hatte ich bisher einmal besucht, im Dezember 1986 war ich hier mit Wilfried für einige Tage. Damals haben wir auch in der Nähe des Hauptbahnhofs gewohnt. Rund 2,7 Einwohner leben in der Ewigen Stadt, die bekanntlich auf sieben Hügeln erbaut wurde.


Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele

Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele


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Monumentale Nazionale a Vittorio Emanuele II

Zu Fuß mache ich mich auf den Weg und ich muss gestehen, es kommt mir so gut wie nichts mehr bekannt vor, so muss ich einige Male auf die Karte sehen, bevor ich die Piazza Venezia erreiche und den weißen Marmorbau "Monumentale Nazionale a Vittorio Emanuele II", das Denkmal für König Viktor Emanuell II., vor Augen habe. Ich erinnere mich, dass wir 1986 Probleme hatten, dieses interessante Gebäude im Reiseführer zu bestimmen.


Forum Romanum

Forum Romanum


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Forum Romanum

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Forum Romanum, schon ein paar Schritte weiter hat man einen optimalen Blick auf das Zentrum der antiken Welt. Im Gegensatz zu früher ist heute Eintritt zu entrichten. Ein französisch sprechender Mann entrüstet sich lautstark, dass es nur Tickets in Kombination mit dem Besuch des Kolosseums gibt. Nachdem er überhaupt nicht gewillt ist, die Erklärungen der sachlich reagierenden Mitarbeiterin anzunehmen, mische ich mich ein und erkläre ihm, ebenfalls lautstark, dass die Dame an der Kasse doch nicht für die Bedingungen verantwortlich sei.

Eine Beschreibung der historisch interessanten Säulen, Ruinen etc. versage ich mir, das ist in den umfangreich vorhandenen Reiseführern viel besser nachzulesen. Begehrtes Fotomotiv ist der Titusbogen. Besuchermagnet ist auch der Palatino, wo früher die Imperatoren in ihren Kaiservillen residierten und wo, der Sage nach, Romulus das Zeichen erhielt und Herrscher von Rom wurde.


Kolosseum

Kolosseum


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Kolosseum

Mit dem Bau des Kolosseum wurde 72 nach Christus begonnen. Es war das größte Theater der römischen Welt, über 50.000 Zuschauer fanden Platz, um Zeuge der Gladiatorenkämpfe und der Tierhetze zu sein. Ein Sonnensegel konnte sie früher vor der Sonne schützen und Schatten spenden. Vor dem Kolosseum findet man den Konstantinbogen, ein Denkmal aus der Spätantike. Ein Brautpaar lässt sich mit dem Bogen im Hintergrund fotografieren.


Spanische Treppe

Spanische Treppe


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Spanische Treppe

Mein nächstes Ziel heißt Spanische Treppe. Der Weg dorthin stellt kein Problem dar, einfach mit der U-Bahn zur Station "Spagna" fahren und dann ein paar Schritte gehen. Das Metronetz gefällt mir, viele für Touristen interessante Ziele können mit diesem Verkehrsmittel erreicht werden und es ist auch gar nicht teuer. Eine einfache Fahrt kostet 1,- Euro, für die Tageskarte werden 4,- Euro verlangt, das Streckennetz wird derzeit erweitert.

Die Treppe unter der Kirche Trinità dei Monti war früher ein Treffpunkt der internationalen Jugendszene. Es wurde getrunken und gehascht, heute geht es gesitteter zu. Dennoch sollte ein Besuch dieses Wahrzeichens der Stadt nicht fehlen, die Treppe, der Brunnen, der Obelisk und die Kirche im Hintergrund ergeben ein schönes Bild.


Trevibrunnen

Trevibrunnen


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Trevibrunnen

Dann fahre ich mit der Metro zurück zum Bahnhof Termini und erhole mich in einem Straßenrestaurant in Sichtweite zum Hotel von den Strapazen. Kurz darauf stellen sich weitere Gäste ein. Es handelt sich um Mitarbeiter der Landessparkasse zu Oldenburg, wir kommen ins Gespräch und stellen mit großer Überraschung fest, dass wir durchaus gemeinsame Bekannte haben. Die Banker arbeiten in verschiedenen Filialen und sind häufiger in dieser Runde unterwegs. Neue Gäste werden vom Kellner immer nach dem Heimatland gefragt und er antwortet in steter Regelmäßigkeit, dass er dort eine Freundin habe, so erlebt bei den Oldenburgern und spät abends noch bei Amerikanern und einem Ehepaar aus Nordirland. Die Frau aus Belfast stellt ihn daraufhin zur Rede und er zuckt nur lakonisch mit den Schultern.

Es ist schon dunkel, als ich mich wiederum auf den Weg mache und mit der Metro zur Fontana di Trevi, zum Trevibrunnen, fahre. Viele Menschen müssen wohl denselben Gedanken gehabt haben, denn ich habe Mühe, an die Brüstung zu gelangen, um wenigstens ein paar Bilder ohne Zuschauer aufnehmen zu können, hier ist wirklich was los. Aber das Wasserschauspiel im Scheinwerferlicht ist tatsächlich sehenswert und lohnend. Allerdings verkneife ich es mir, eine Münze rückwärts über die Schulter in das Wasser zu werfen, angeblich wird jeder nach Rom zurückkehren, der einen solchen Obolus entrichtet hat. Bei diesem wohl berühmtesten Brunnen der Stadt wird dargestellt, wie der Meeresgott Neptun von Seepferden und Tritonen durch einen Triumphbogen gezogen wird. Einige Männer stellen sich als römische Krieger verkleidet für ein Foto in Pose, doch das aus dem Umhang scheinende Handy passt so gar nicht zum Outfit.


Trevibrunnen

Trevibrunnen


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Bevor ich ins Hotel gehe, halte ich noch einmal bei dem schon bekannten Ristorante an, fast alle Stühle auf dem Bürgersteig sind besetzt und der Kellner hat alle Hände voll zu tun. Längere Zeit unterhalte ich mich mit einem Paar aus Toronto, das auch schon in Deutschland war. Barry ist in der IT-Branche tätig und lobt deutsche Autos, SAP und deutsche Software. Später gesellt sich noch die schon genannte Familie aus Belfast zu uns und es bleibt nicht bei einem Glas Wein.

Der Portier empfiehlt mir am nächsten Morgen, den Bus Nr. 62 zu nehmen, er fährt angeblich in die Nähe aller bekannten Sehenswürdigkeiten. Diesen Rat befolge ich gern und es stimmt, man muss zwar häufig ein paar Schritte gehen, aber was macht das schon.

Zunächst fahre ich noch einmal zum Trevibrunnen. Jetzt am frühen Vormittag ist es hier doch ruhiger. Dann steige ich wieder in den Bus und begebe mich zum nächsten bekannten Brunnen, zur Fontana dei quattro Fiumi (Vier-Flüsse-Brunnen) auf der Piazza Navona, dem wohl interessantesten Platz der Stadt. Berninis Kunstwerk stellt die größten Ströme der damals bekannten Erdteile in Götterfiguren dar: Nil, Donau, Rio de la Plata und Ganges. Ein Obelisk thront über dem Ensemble. Weitere schöne Brunnen sind auf der Piazza angesiedelt.


Pantheon

Pantheon


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Pantheon

Ein paar Straßen weiter kommt die nächste Sehenswürdigkeit, das Pantheon an der Piazza della Rotonda. Dieser einzig erhaltene Kuppelbau der Antike wurde 27 v. Chr. erbaut. Vor dem Rundbau beeindrucken mich die riesigen Säulen, die die Vorhalle des Tempels stützen.


Kapitolsplatz

Kapitolsplatz


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Kapitolsplatz

Der Kapitolsplatz ist mein nächstes Ziel. Er wurde von Michelangelo entworfen, an den Seiten befinden sich der Konservatorenpalast und das Kapitolinische Museum, in der Mitte steht ein Reiterstandbild von Kaiser Marc Aurel. Die Aussicht auf das Forum Romanum ist von hier oben, dem Haupthügel Roms, phantastisch.

Auf dem Weg ins Hotel möchte ich gern einen Blick ins Internet werfen, aber man verlangt, meinen Personalausweis zu sehen – und der ist sicher im Hotelsafe eingeschlossen. Beim nächsten Café habe ich mehr Glück und kann einige Grüße versenden.

Abends folge ich der Empfehlung im Reiseführer und fahre etwas außerhalb zum Monte Testaccio, angeblich ein Szenetreff. Ich sehe zwar einige Bars und Restaurants, nur, sie haben geschlossen, und das am Samstagabend. Irgendwann wird es mir zu bunt und ich fahre zurück. Am Circo Massimo steige ich aus und sehe mir vor Einbruch der Dunkelheit die antike Rennbahn an.


sonntags in Rom

sonntags in Rom


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Vatikan

Am nächsten Morgen stehe ich rechtzeitig auf und fahre wieder zum Vatikan, möglicherweise ist sonntags der Papst zu sehen. Aber es ist ein solches Treiben auf dem Petersplatz, dass ich nur kurze Zeit bleibe. Die Schlange vor dem Eingang zur Kirche ist riesig und ich habe partout keine Lust, stundenlang auf Einlass zu warten. Plötzlich höre ich eine bekannte Stimme, es ist die des Papstes. Seine Andacht wird auf riesigen Bildschirmen übertragen. Aber dann gehe ich lieber einer anderen Empfehlung für Sonntage nach und schaue mir die Via Appia Antica an, die an diesem Tag nicht vom Berufsverkehr überfüllt, sondern für Autos gesperrt ist.


S. Giovanni in Laterano

S. Giovanni in Laterano


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Kirche S. Giovanni in Laterano

Der schon erwähnte freundliche Portier hatte mir aufgeschrieben, dass ich bis zur Kirche S. Giovanni in Laterano fahre, die ich unbedingt besichtigen sollte, und dort in den Bus 218 umsteige. Gesagt, getan. Kurze Zeit später betrete ich das Gotteshaus und gehe durch den Licht durchfluteten Säulengang in den Innenraum. Es handelt sich um eine der ältesten christlichen Kirchen Roms und ehemalige Papstresidenz. In dieser Basilika sollen die Schädel der Apostel Paulus und Petrus aufbewahrt sein. Die vergoldete Kassettendecke hat mich sehr beeindruckt.

Der Bus wartet schon und setzt sich Minuten später langsam in Bewegung. Die Via Appia Antica ist schnell erreicht und ich staune über die gute Beschaffenheit dieser vor über 2.300 Jahren angelegten und von hohen Mauern gesäumten altrömischen Staatsstraße. Einige Mitreisende raten mir, beim 2. Meilenstein auszusteigen, da sich in unmittelbarer Nähe die San Callisto Katakomben befinden.


bei den Katakomben

bei den Katakomben


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Eine individuelle Besichtigung der Gräber ist nicht möglich und so warte ich auf die nächste Führung, die gruppenweise in über fünf Sprachen stattfindet. Das gesamte Areal erstreckt sich auf mehr als 15 ha, die Beisetzung der Toten erfolgte in mehreren Stockwerken. Um keinen Verwesungsgeruch aufkommen zu lassen, wurden Tücher über die Leichen gelegt und darauf Kalk gestreut. Die ältesten Gräber stammen aus dem 2. Jahrhundert, viele Kinder wurden in diesen Katakomben beerdigt. Bis heute hat man etwa 150.000 Grabkammern frei gelegt, einige Wandmalereien sind noch schwach zu erkennen. Auf einer Entfernung von rd. 20 km wurden in diesem Gebiet etwa 60 Katakomben entdeckt.

Auf dem Weg zum Hotel lege ich noch eine Pause auf der Piazza della Repubblica ein und trinke einen Caffè, ambulante Händler bieten Fotostative in unterschiedlicher Länge an. Abends wird im Fernsehen eine Derrick-Folge gezeigt.


Kuppel des Petersdom

Kuppel des Petersdom


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Im Vatikan

Der letzte Tag steht ganz im Zeichen des Vatikans. Die Schlange vor dem Petersdom ist übersichtlich und so stelle ich mich an und fahre, zunächst mit dem Fahrstuhl, zur Kuppel hinauf, eines von Michelangelos Meisterwerken. Von hier oben ergibt sich ein herrlicher Blick auf das Innere des Petersdoms, einen besonders guten Blick hat man auf den Papstaltar. Dann folgen schweißtreibende Stufen auf die Spitze und endlich erschließt sich Rom aus der Vogelperspektive, die Aussicht ist grandios und das Panorama auf die Ewige Stadt einfach großartig.

Bei der Beschreibung des Dom-Innenraums möchte ich mich auch zurückhalten, es wäre eine Geschichte für sich. Die Kirche bietet 60.000 Menschen Platz und ist von der Fläche her mehr als doppelt so groß wie der Kölner Dom. Erstaunlicherweise ist es erlaubt, seine Tasche oder den Rucksack mit in den Innenraum zu nehmen. Auch wundere ich mich, dass man im ärmellosen Hemd und in kurzer Hose eintreten darf. Das war früher anders, so hatte ich mir doch extra für diesen Besuch noch ein neues langärmliges Hemd in einer römischen Boutique gekauft. Alle Hinweisschilder auf adäquate Bekleidung werden ignoriert und die Securities scheinen tolerant zu sein. Die in ihren traditionellen Kleidern auftretende Schweizer Garde ist hier derzeit nicht präsent und scheint anderen Aufgaben nachzugehen.


Papstgräber

Papstgräber


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Papstgräber im Vatikan

Gleich nach dem Eintritt steht man vor der Heiligen Pforte, etwas weiter dahinter sieht man Michelangelos Meisterwerk, die Pietà. Es folgt die Statue von Petrus, wo jeder meint, den Fuß küssen zu müssen. Eine lange Schlange wartet vor dieser Figur, auf der anderen Seite stehen die Bekannten mit dem Fotoapparat im Anschlag. Unter der Ebene kann man sich die Vatikanischen Grotten mit den Papstgräbern ansehen, die letzte Ruhestätte von Johannes Paul II darf nicht fotografiert werden und das Grab von Petrus ist nur aus der Ferne anzusehen.


In den vatikanischen Museen

In den vatikanischen Museen


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Vatikanische Museen

Die Vatikanischen Museen sind mein nächster Anlaufpunkt, es soll sich um eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt handeln. In dieser musealen Superlative gibt es wirklich alles. Über 1.000 Räume stehen dem Besucher zur Verfügung, man sieht u. a. Gemälde von Weltruf, römische Mosaiken, ägyptische Mumien und Sarkophage, Grabstelen, griechische Skulpturen, edle Wandteppiche und die Sixtinische Kapelle. Die ehemalige päpstliche Hauskapelle Cappella Sistina ist das Ziel aller Touristen. Beim Eintritt traue ich meinen Augen nicht, sie ist zum Bersten voll. Beim letzten Besuch 1986 waren auch schon viele interessierte Besucher unterwegs, aber heute fühle ich mich wie ein Fisch in einer Sardinenbüchse. Das war damals nicht der Fall. Bei dieser Fülle habe ich kein Auge mehr für Michelangelos Deckengemälde und die weiteren unvergleichlichen Schätze, ich möchte einfach nur nach draußen. Eine solche Pracht sollte man sich, genau wie das Bernsteinzimmer vor einem guten halben Jahr, nur außerhalb der Saison und auf gar keinen Fall in der Ferienzeit ansehen. Irgendwann werde ich zurückkehren und diese Kostbarkeiten noch einmal in Ruhe betrachten.


Kolosseum

Kolosseum


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Abschied von Rom

Den interessanten Tag schließe ich mit einem Besuch der Villa Borghese, Rom´s grüner Lunge, ab und mache einen schönen entspannenden Spaziergang durch die weiträumige Parkanlage mit ihren schönen Villen und kleinen Seen.

Abends ist in meinem Haus-Ristorante wieder Hochbetrieb. Der Kellner unterhält seine neuen Gäste wieder mit dem Hinweis auf seine Freundin in dem betreffenden Land. Ich unterhalte mich mit Anna-Maria aus Mexiko. Sie ist ein Fan vom Schloss Neuschwanstein und möchte ihrer Tochter beim nächsten Europatrip Deutschland näher bringen.

Nun heißt es Abschied nehmen. Ein Zug fährt vom Bahnhof Termini zum Flughafen Fiumicino. Zunächst fliege ich mit flyniki nach Wien. Sollte mir übel werden, brauche ich nur nach dem Speisackerl zu greifen. Und dann startet auch schon der Airbus von Air Berlin, der mich sicher nach Hannover bringt.

Arrividerci Roma.


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ADAC Reiseführer Rom (Broschiert) von Herbert Rosendorfer (Autor)

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Reiseführer

MARCO POLO Reiseführer Rom: Reisen mit Insider-Tipps. Mit Cityatlas (Broschiert) von Swantje Strieder (Autor)

Rom. MM-City: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps (Broschiert) von Sabine Becht (Autor), Hagen Hemmie (Autor), Michael Müller (Herausgeber)
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Hotel Harmony

Im Internet reserviert, Safe, aber keine Aircondition - freundliche Portiers.

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