Südliches Afrika vom Kap zu den Victoriafällen - Reisebericht von horst_wehrse bei triplib.

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horst_wehrse
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Südafrika

Das Land hat etwa 40 Mio. Einwohner, Pretoria ist die Hauptstadt. Es wird vor allem Englisch und Afrikaans, ähnlich wie Niederländisch, gesprochen, andere afrikanische Sprachen gelten aber auch als Amtssprache.
Das Apartheitssystem der Buren bzw. die Rassendiskriminierung wurde erst 1989 gelockert.
1994 ging Nelson Mandela bei den ersten allgemeinen Wahlen als Sieger hervor.

Namibia

Etwa 1,5 Mio. Einwohner, so schätzt man, hat Namibia. Hauptstadt ist Windhuk. Man wählte Englisch als Amtssprache, weil die sonst noch gebräuchlichen Sprachen Deutsch und Afrikaans belastet sind (Kolonialzeit und Apartheid).
Als Südwestafrika gehörte das Land bis zum 1. Weltkrieg zu Deutschland, danach zu Südafrika. Seit 1990 ist Namibia unabhängig.

Botswana

Etwa so viele Einwohner wie Namibia, Hauptstadt ist Gaborone. Setswana ist Amtssprache, aber es werden auch andere Bantu-Sprachen und Englisch gesprochen.
Botswana ist seit 1966 unabhängig und war zuvor britisches Protektorat.

Zimbabwe

Das frühere Rhodesien hat 11 Mio. Einwohner, Amtssprache ist Englisch, aber auch hier sind Bantu- und andere Sprachen gebräuchlich. Harare ist Hauptstadt des Landes, das sich 1980 aus britischer Vorherrschaft löste und unabhängig wurde.



Epilog

Die Reise war ein unbeschreiblich schönes Erlebnis für mich. Natürlich ist mir klar, nur die Sonnenseiten des südlichen Afrikas gesehen zu haben. Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und Armut sind noch immer gegenwärtig.
Dem Dumont-Reiseführer entnehme ich, dass in Namibia über 40 % und in Botswana 35 % der Bevölkerung arbeitslos ist. Demnach gehört der weißen Minderheit, die nur einen Anteil von 6 % an der Gesamtbevölkerung hat, 2/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Wir wurden mit diesen Problemen nur ansatzweise konfrontiert. Bei einer individuell organisierten Safari hätte es bestimmt mehr Kontakt zur einheimischen Bevölkerung gegeben.


Mit Shane, Dieter und Thomas hatte ich danach noch einige Male Briefkontakt, mit Maria korrespondiere ich noch heute. Per E-Mail ist es ja auch kein Problem oder Aufwand mehr.
Im Dezember 2000 zum Schluss einer Patagonien-Feuerland-Reise habe ich sie zu Hause in Buenos Aires besucht. Es war ein herzliches Wiedersehen und wir hatten uns viel zu erzählen.
Maria hat einmal unseren Fahrer Francois in Buenos Aires getroffen, er hat dort Urlaub gemacht. Wie klein die Welt doch ist.
Mit Sergio habe ich in den ersten Monaten einige E-Mails gewechselt, irgendwann hat er aufgehört, mir zu antworten.

Kapstadt


Mehr Bilder aus Kapstadt

Anreise

Am 23.08.1998 ist es endlich soweit. Nachmittags besteige ich in Bremen die Maschine nach London-Gatwick, fahre mit dem Bus weiter nach Heathrow und fliege von dort mit einer Boeing 747 nach Kapstadt. Neben mir sitzt ein älterer Engländer, er war 30 Jahre in Afrika als Berufsjäger tätig und will jetzt seine dort verheiratete Tochter besuchen.
Nach 11-stündigem Flug sind wir um 9.15 Uhr Ortszeit, identisch mit der mitteleuropäischen Sommerzeit, am Ziel.


Blick vom Tafelberg

Blick vom Tafelberg


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Kapstadt

Leider ist mein Rucksack nicht mitgekommen. Ein Mitarbeiter von British Air meint, dass mir 250 R für den ersten Bedarf auf Kosten der Fluggesellschaft zustehen. Ein Rand ( R ) hat den ungefähren Wert von 0,40 DM. Später im Hotel wird mir mitgeteilt, dass ich den Freibetrag verdoppeln darf.

Das Zimmer in der "Breakwater Lodge", einem früheren Gefängnis, hatte ich bereits in Deutschland gebucht. Eine Universitätsfakultät, die Graduate School of Business, ist ebenfalls in den altehrwürdigen Räumen untergebracht.

Auf dem Weg zum Hotel, das in der Nähe der Waterfront liegt, kommen wir am Groote Schuur Krankenhaus vorbei. Hier hat Dr. Barnard 1967 das erste Herz verpflanzt und wurde weltberühmt.

Einen wunderbaren Blick hat man auf den ca. 1000 m hohen Tafelberg, auf den Signal Hill (364 m) und den Lions Head mit seinen 659 Metern. Diese Bergkombination werde ich in den nächsten Tagen noch oft vor Augen haben.

Ankommende Schiffe wurden früher vom Signal Hill mit einem Kanonenschuss begrüßt, in der heutigen Zeit wird nur noch mittags ein Schuss abgefeuert.

nach Sunset-Cruise:
Auf dem Weg zum Hotel bemerke ich plötzlich etliche Polizei-, Feuerwehr- und Krankenwagen. Im "Planet Hollywood" war eine Bombe detoniert, es gab etliche Verletzte und leider auch Tote. Später höre ich, dass es sich um einen politischen Anschlag gehandelt hat.

Mit gemischten Gefühlen betrete ich das Hotel. Der Portier reicht mir freudestrahlend meinen Rucksack, die Safari kann beginnen.
Abends telefoniere ich noch mit meinem Bruder und mit einer Freundin. Um sie nicht zu beunruhigen, erwähne ich den Anschlag mit keinem Wort, frage aber nach der Uhrzeit um klarzustellen, dass ich viele Stunden später unverletzt und wohlauf bin, hätte ich man doch was gesagt.


Webervogelnest

Webervogelnest


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Unterwegs auf Safari Südafrika

Der Isuzu-Bus ist eine Wucht, knallgelb, mit Geländereifen und sonstigen Outdoor-Vorrichtungen ausgestattet, er gleicht mehr einem LKW als einem Bus. Ich bin begeistert und kann die Abfahrt gar nicht mehr erwarten.
Unsere Reisegruppe, die während der nächsten 19 Tage auf engstem Raum zusammen leben wird, besteht aus Australiern, Neuseeländern, Holländern, Engländern, Argentiniern, Deutschen und einem jungen Mann aus Uruguay. Begleitet werden wir von Andrea und Francois, insgesamt sind wir 16 Personen.
Veranstalter ist der südafrikanische Reiseunternehmer Which Way Adventures, entdeckt hatte ich die Fahrt in einem Taruk-Katalog.

Am Table View mit Blick auf Kapstadt und den Tafelberg halten wir das erste Mal an und tätigen die restlichen Einkäufe. Auch später werden wir in größeren Ortschaften immer unseren Lebensmittelvorrat auffrischen.

Beim ersten Lunch staune ich wieder über die Zweckmäßigkeit unseres Autos. Ein Seitenteil wird umgeklappt und dient als Tisch, eine Sonnenschutzplane ist am Fahrzeug befestigt, in einem riesigen Wasserbehälter wird das kostbare Nass transportiert.

Bei Clanwilliam endet die Tour des ersten Tages. Wir bauen die Igluzelte auf und erhalten von Andrea und Francois allgemeine Informationen über den organisatorischen Ablauf der Reise. Mein Schlafzelt teile ich mit Shane, einem Australier. Er hat bereits einige Safaris in Afrika mitgemacht.

Der Platz ist malerisch an einem See gelegen, jedoch empfiehlt man uns, wegen Wurmgefahr nicht darin zu baden. Neben den Zelten befinden sich Bäume mit gewaltigen Webervogelnestern.
Der männliche Vogel baut erst sein Zuhause und geht dann auf Brautschau.

Am Lagerfeuer wird das Abendbrot zubereitet. Es ist sehr lecker, Francois erweist sich als guter Koch. Es gibt Geflügel, Kartoffeln und Skorsie, die deutsche Übersetzung ist mir nicht bekannt, das Gemüse soll zur Familie der Kürbisse gehören.

Der Ablauf der Mahlzeiten wiederholt sich tagtäglich, morgens Tee, Toast und Marmelade, zum Lunch Salat und Sandwiches, abends Gegrilltes vom Lagerfeuer.
Das Essen ist sehr schmackhaft, Francois bemüht sich stets, die Verpflegung mit einheimischem Gemüse anzureichern. Obgleich wir das Trinkwasser nicht immer abkochen, habe ich während der gesamten Zeit keine Magenprobleme.

Die nächsten Abende werden wir immer auf Plätzen ohne Strom und fließendem Wasser verbringen, werden uns am Lagerfeuer unterhalten und unter einem unbeschreiblich schönen Sternenhimmel sitzen. Herrliche Sonnenaufgänge werden die folgenden Tage einläuten, nicht weniger schöne Sonnenuntergänge sie beenden.

Sehen wir auf der Weiterfahrt zuerst noch Gras- und Buschlandschaft, so ändert sich die Landschaft später und wir fahren nur noch auf Sand- und Geröllwegen. Ein Straußenmännchen bemerkt uns und sucht schleunigst das Weite. In Springbok füllen wir die Vorräte auf, einige Bettler bitten um eine milde Gabe.

Gegen Abend schlagen wir unsere Zelte am Garib River oder Orange River auf, weit abgelegen von der Zivilisation. Toiletten und Waschräume befinden sich hinter Bambusrohr, eine Bambusstange zeigt an, ob das stille Örtchen besetzt ist oder nicht.
Nachts erkenne ich zum ersten Mal auf dieser Reise das Kreuz des Südens und bin ganz gefangen von dem Anblick.


Sehenswürdigkeiten

Tafelberg (2 Reviews)

Mit der Cable-Car, der längsten frei schwebenden Seilbahn der Welt, fahre ich auf den Tafelberg. Von oben hat man eine atemberaubende Sicht auf die mit knapp 3 Mio. Einwohnern zweitgrößte Stadt Südafrikas. Auf dem Plateau ist allerhand los, Schulklassen, Touristengruppen und einzelne Besucher spazieren umher, genießen die Aussicht, lassen sich fotografieren oder staunen, dass es auf einer Bergspitze eine so ebene Fläche gibt. Klippschliefer, eine Tierart, die ich vorher noch nie gesehen habe, streifen über die Klippen.

Blick vom Tafelberg
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Sehenswürdigkeiten

Unterwegs in der Innenstadt

Nach dem obligatorischen Besuch der Innenstadt halte ich mich die längste Zeit an der Waterfront auf, dem alten Hafen, wo aus früheren Docks Lokale aller Art und Geschäfte entstanden sind. Man kann wunderbar bummeln und die Umgebung gilt auch als sehr sicher.
Vom Kapitän eines kleinen Kutters lasse ich mich zu einer Hafenrundfahrt überreden. Er erklärt, dass die Hafenbecken von Sklaven ausgeschaufelt wurden. Südafrika hielt früher Sklaven aus Malaysia, Indonesien und Indien, von daher gehören auch Moslems zum Stadtbild.
Abends, zur Zeit des Sonnenuntergangs, meine ich in der Ferne einen Wal zu sehen. Ein Taxifahrer, den ich daraufhin anspreche, bestätigt meine Vermutung.

Blick vom Tafelberg
Meine Bewertung

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Sehenswürdigkeiten

Tour zum Kap der Guten Hoffnung

Am nächsten Morgen schließe ich mich einer Tour zum Kap der Guten Hoffnung an. Diese Panoramaroute ist ein Muss für Kapstadt-Besucher. Zu unserer Gruppe gehören zwei Reisende aus St. Louis, ein Ägypter und fünf Taiwanesen.

Es ist eine wunderbare Fahrt, wir halten oft an und sehen eine ganze Menge. Einsame Buchten liegen an der Strecke, Bilderbuchansichten, wie sie schöner nicht sein können.

Bei einer Schule mit Blick aufs Meer sind die Scheiben geschwärzt, damit die Schüler nicht allzu sehr abgelenkt werden. Viele Wracks dümpeln auf dem Meer, einen Wal kriegen wir leider nicht zu Gesicht. Am Wegesrand blüht die uns so vertraute Erika. Einheimische Männer warten mit ihrem Brotbeutel neben der Strasse darauf, dass jemand anhält und ihnen eine Arbeit verschafft, sei es Holz hacken, Gartenarbeit oder sonstiger Tagelohn.

Direkt am Meer besuchen wir eine Pinguinkolonie, die Tiere sind drollig anzuschauen. Unterwegs begegnen uns einige Springböcke. Bei einer Straußenfarm legen wir eine weitere Pause ein.

Der Höhepunkt des Tages ist natürlich der Besuch des Cape-Points. Am Kap der Guten Hoffnung treffen der warme Indische und der erheblich kältere Atlantische Ozean aufeinander. Es ist allerdings nicht der südlichste Punkt des Kontinents, der befindet sich am Kap Aguelhas.
Eine Bahn bringt uns bis fast an die Kapspitze, ich gehe zu Fuß weiter bis zum Ende des begehbaren Teils.

Pinguin-Kolonie auf dem Kap
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Sehenswürdigkeiten

Sunset-Cruise

Zurück in Kapstadt schenkt mir einer der Taiwanesen eine Karte für die allabendliche Sunset-Cruise, einer seiner Bekannten hat andere Pläne und keine Verwendung mehr dafür.
Dankend nehme ich das Ticket an und erlebe eine wunderschöne stimmungsvolle Fahrt in den Abend hinein, den Tafelberg mit seinen Nachbarn in der untergehenden Sonne. Weit draußen schwimmen einige Pinguine.
Plötzlich, wir hatten schon gewendet, taucht ein Wal etwa 30 m neben uns auf. Sein Rücken ist hervorragend zu erkennen, einmal begrüßt er uns mit einer Wasserfontäne. Der Schiffsführer versucht, ihm zu folgen, aber wir haben kein Glück, es ist ein nur einmaliges Gastspiel.

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Namibia

Bei der Einreise nach Namibia ist ein Formular auszufüllen. Alles geht gut, bis Maria aus Argentinien an der Reihe ist. Sie hat kein Visum, denn in ihrem Land gibt es keine namibische Botschaft und in Kapstadt hatte sie keine Zeit mehr, sich um diese Formalität zu kümmern. Es wird hin und her telefoniert, Faxe werden versandt und empfangen, nach gut fünf Stunden sind die Unterlagen beisammen und wir können die Fahrt fortsetzen.
Für Europäer besteht keine Visumpflicht.

Auch in Namibia das gleiche Bild, Sand, Geröll, Steine und Berge in der Ferne. Ein Schäfer treibt seine Herde mit einem Jeep vor sich her.

Das Hobas Camp, unsere nächste Bleibe, ist relativ groß, ein Kiosk mit Holsten-Bier im Angebot ist vorhanden, gute Sanitäranlagen, es gibt sogar einen Kondom-Automaten.
Wir fahren zum nahe gelegenen Fish-River-Canyon, dem größten Canyon in Afrika, und erleben einen unbeschreiblich schönen Sonnenuntergang.

Rechtzeitig zum Sonnenaufgang sind wir wieder an gleicher Stelle und wagen uns an den Abstieg, es geht etwa 500 Meter hinunter. Unten am Fluss hat man eine grandiose Aussicht.
Beim Aufstieg werde ich von Francois überholt, er will seinen Rekord von 34 Minuten einstellen und es gelingt ihm, er schafft es in 32 Minuten. Beim nächsten Versuch will er am Vorabend ein Bier weniger trinken und statt des Rucksacks nur noch eine Wasserflasche mitschleppen. Die meisten von uns benötigen eine knappe Stunde, Maria kommt, vollkommen ausgelaugt, als letzte an. Einige Mungos laufen am Kraterrand entlang.

Jetzt kann ich verstehen, dass der Canyon-Trail mit 85 km nur im Winter erlaubt ist, im Sommer ist es einfach zu heiß für diesen anstrengenden Sport.

Wir verstehen uns in der Gemeinschaft eigentlich ganz gut, dennoch bilden sich nach und nach zwei Gruppen. Auf der einen Seite die Holländer, Engländer, eine Frau aus Tasmanien und Andrea, auf der anderen Francois, Shane, die Neuseeländer Warren und Daphne, Sergio aus Uruguay, Maria und Lucia aus Argentinien und die Deutschen, Thomas, Dieter und ich.
In den jeweiligen Camps haben wir viel Freizeit und teilweise nutzen wir sie, indem wir Maria die deutsche Sprache beibringen. Als ich sie zwei Jahre später in Buenos Aires besuche, erinnert sie sich noch an die Worte "Rotwein" und "Weißwein".
Lucia war mit einem Deutschen verheiratet und kennt einige Begriffe und Gewohnheiten. So ist ihr auch das Stimmungslied "Rucki Zucki" geläufig.
Die Campingplätze sind relativ sicher, so dass einige von uns nachts unter dem Sternenhimmel schlafen und gar nicht ins Zelt gehen. Fahrer Francois hat seinen Platz oben auf dem Bus.


Unterwegs

Am nächsten Tag quälen wir uns rund 500 km durch die Wüste Namib, Sand und Steine soweit das Auge reicht. Alle paar Stunden begegnet uns mal ein Auto oder ein Eselskarren, hin und wieder kommen wir durch ein Dorf. Die Häuser oder Hütten sind mit Wellblech bedeckt. An einem Baum mit riesigen Webervogelnestern halten wir an, ein Nest wird von einem kleinen Papagei bewohnt, auch Schlangen sollen sich darin wohl fühlen, meint Francois.
Wir freuen uns über jeden Strauß und über jeden Springbock, der die Eintönigkeit auflockert, einmal ist ein Pavian und später ein Schakal zu erkennen. Einige Windräder sind in der Ferne auszumachen, sie treiben Wasserpumpen an, Höckerbäume stehen dann und wann am Pistenrand.


Übernachten

Sesriem Camp im Naukluft Park

Gegen Abend erreichen wir das Sesriem Camp im Naukluft Park. Ein Schild am Eingang zeigt die Öffnungszeiten an: Sunrise bis Sunset.
Kurz darauf fahren wir zum Sesriem-Canyon und halten uns dort eine Weile auf. Die Schlucht ist bis zu 30 m tief. Früher waren sechs Stricke oder Reepe nötig, um den Boden zu berühren oder um einen Eimer Wasser zu schöpfen, daher der Name.

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Sehenswürdigkeiten

Sossusvlei-Dünen

Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir an den Sossusvlei-Dünen. Erste Sonnenstrahlen streicheln die bis zu 300 m hohen Sandberge und erzeugen ein Schattenspiel, wie ich es noch nie vorher gesehen habe. Diese Konturen, es ist unvorstellbar schön.
Das Besteigen der Düne ist ganz schön anstrengend, lohnt sich aber. Die tolle Aussicht ist jeden Tropfen Schweiß wert. Der Abstieg ist einfacher, wir lassen uns nur hinunterrollen.
Ein Shuttlebus bringt uns etwa 5 km weiter in die Dünenlandschaft und wir gehen zum Dead Vlei, einem ausgetrockneten See mit abgestorbenen Bäumen.
Im Camp steht noch ein anderer Which Way-Bus. Der Fahrer erzählt uns, dass er am Vortag die Dünen fluchtartig verlassen musste. Ein heftiger Windsturm machte jede Sicht unmöglich.

Nachts läuft eine Oryx-Antilope oder auch Spießbock genannt zwischen den Zelten. Das Mondlicht spiegelt sich auf dem weißen Sand und man meint, in einer Winterlandschaft zu sein.

In der Namib Wüste
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Windhoek

Auf der Weiterfahrt halten wir in einem kleinen Ort an und kaufen wieder ein. Das Sortiment im Laden ist sehr übersichtlich, eine Katze hat es sich auf einem Regal zwischen Salz und Mehl gemütlich gemacht. Es wird deutsch verstanden und gesprochen, denn Südwestafrika, das jetzige Namibia, gehörte bis zum Ende des 1. Weltkriegs zu Deutschland.

Etwa um die Mittagszeit erreichen wir Windhuk. Die Hauptstadt des Landes zählt knapp 200.000 Einwohner. Unser Platz ist durch einen hohen Zaun gesichert und hat außerdem einen Wachturm.
Endlich wieder in der Zivilisation rufe ich zu Hause an und erlebe meine Mutter ganz aufgelöst am Telefon. Sie meint, nachdem sie etwa acht Tage nichts von mir gehört hat und ich auch auf keine Mailbox-Nachricht reagiert habe, ich sei Opfer des Anschlages in Kapstadt geworden, hätte ich doch beim letzten Anruf nur die Explosion erwähnt. Die nächsten Stunden plagt mich ein sehr schlechtes Gewissen.

Windhuk ist noch sehr deutsch geprägt. Wir parken auf dem "Rathausparkplatz", es gibt die "Daimler"-, die "Krupp"- und "Lutherstraße" und "Willi´s Würstchenbude". Ich kaufe mir Briefmarken und erledige erst mal die obligatorische Urlaubspost. Die neuesten Nachrichten entnehmen wir der "Allgemeinen Zeitung". An der Tankstelle versorgen wir uns mit Feuerholz und Kühleis.

Francois empfiehlt Shane und mir, den Abend in Joe´s Beer House zu verbringen. Erstaunlicherweise stellt sich bald die ganze Reisegruppe ein. Wir genießen den Abend, können endlich mal wieder an einem Tisch sitzen und haben elektrisches Licht. Ich gönne mir ein Gemsbokfilet. Es ist kalt geworden, die Taxifahrer haben ihre Heizung angestellt.


Sehenswürdigkeiten

Etosha National Park

Wir sind auf dem Weg zum nächsten Highlight, dem Etosha National Park, etwa 400 km liegen vor uns. In Otjiwarongo esse ich in einem von Deutschen geführten Cafe einen Apfelkuchen. Beim Fleischer müssen wir warten, wegen Stromausfalls funktioniert die Waage nicht. Unterwegs kommen wir an vielen Termitenhügeln vorbei.

Der Nationalpark ist etwa so groß wie das Bundesland Hessen, ca. 23.000 qkm. Die sogenannte Pfanne ist ein ausgetrockneter See, deshalb auch der Name Etosha: Ort des trockenen Wassers.
Gleich nachdem wir die Zelte im Okaukuejo-Safari-Camp aufgeschlagen haben, gehe ich zur Aussichtsplattform vor der Wasserstelle und beobachte die Tiere. Es ist grandios, man hat die beste Sicht auf Giraffen, Zebras, Kudus, Spring- und andere Böcke, Strauße, Elefanten und Schakale. Auch ein Nashorn kommt in der Dämmerung zur Tränke.
Immer wieder treibt es mich zur Zuschauerterrasse, ein wunderschöner Sonnenuntergang beendet den Tag auf gebührende Weise.
Später, im Schein der Flutlichtanlage, erfrischen sich 17 Giraffen auf einmal und wir sitzen in der ersten Reihe.
Den ganzen nächsten Tag streifen wir mit unserem Fahrzeug durch das Parkgelände und sehen bis auf Löwen alles, was wir uns vorgestellt und erträumt haben.
Zebras, Antilopen aller Gattungen, Elefanten, Giraffen, Gnus, Strauße, Schakale, Hyänen, einmal sogar einen Gepard und eine afrikanische Wildkatze. Habichte und ein Tukan mit einem schönen gelben Schnabel, der Yellowbilled Hornbill, beobachten das Treiben.

Unser Lunch nehmen wir im Halali-Camp ein, auch hier ist eine Wasserstelle mit vielen Tieren. An der Telefonzelle versuche ich eine Verbindung zu meiner Familie herzustellen, beim 50. Mal klappt es. Es bedarf einer Telefonkarte für 20 namibische Dollar, was gut 5,- DM entspricht.

Gegen Abend sind wir zurück, ein kleines Mädchen kommt mir ganz aufgeregt entgegen und berichtet von vielen Elefanten. Ich laufe zur Wasserstelle und tatsächlich sind über 25 Tiere am Loch, große, kleine, mittlere, Bullen, Kühe und Junggesellen. Sie gehen nach einem gewissen "Ritual" oder bleiben stehen, die Kleinen immer dazwischen.

Am nächsten Tag brechen wir unser Lager ab und steuern das Namutomi-Camp an, ein ehemaliges deutsches Fort. Mittelpunkt ist ein schlossähnliches Gebäude mit Zinnen und Türmen. Die Sonne verwandelt sich vor dem Untergehen in einen wahren Feuerball.
Auch hier können wir die Tiere am Wasser beobachten.

Elefanten im Etosha National Park
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Rundu

Nach Rundu am Okavango sind es etwa 300 km. Jetzt wird es afrikanisch. Wir sehen unterwegs nur noch Schwarzafrikaner. Auch die Ortschaften, Dörfer und Häuser sind anders.
Am Ortseingang von Rundu warnt ein Hinweisschild vor Aids und empfiehlt, unbedingt Kondome zu benutzen. Wir bauen die Zelte in der Nkwasi-Lodge auf, direkt am Fluß, auf der gegenüberliegenden Seite ist Angola. Viele Einheimische waten durch das seichte Flusswasser von einem Land in das andere, Männer, barbusige Frauen und Kinder. Ihr Gepäck transportieren sie auf dem Kopf.
Abends trinke ich einige Flaschen Bier in der Bar. Die Bezahlung ist recht umständlich und die Rechnung wird mit dreifachem Durchschlag erstellt.
Eine Gesangsgruppe unterhält uns mit einheimischer Folklore.

Die letzte Nacht in Namibia verbringen wir im Ngepir Camp, kurz vor der Grenze nach Botswana. Auch dieses Lager liegt direkt am Okavango. Bei einem Spaziergang am Fluss entlang entdecken wir vier Flusspferde im Wasser. Man sagt, dass Hippos mehr Menschen töten als die Raubtiere. Einmal raschelt es im Gebüsch, zum Glück sind es nur einige Ziegen auf der Futtersuche.
Es ist schon spät geworden und ich nehme eine Dusche unter freiem Himmel im Schein meiner Taschenlampe.


Botsuana

Die Grenzabfertigung geht reibungslos vonstatten. In Sergios Pass sind gleich zwei Bilder, eines von vorn, das andere von der Seite fotografiert. Sein Fingerabdruck ist ebenfalls in dem Dokument hinterlegt.

Unterwegs kommen uns einige Herero-Frauen mit der üblichen schönen Kopfbedeckung entgegen. Francois muss immer wieder mit seiner Hupe die Rinder, Ziegen und Esel von der Straße verscheuchen.

In Maun bauen wir unser Lager in der Okavango River Lounge auf. Ich wechsele etwas Geld und erhalte für 100 USD über 400 Pula.
Den Abend verbringe ich auf dem Camp in der Bar, es ist richtig angenehm, nach den vielen Abenden am Lagerfeuer mal wieder an einem ordentlichen Tisch zu sitzen.
Man rät uns, die Lounge nach Einbruch der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen nicht zu verlassen.

Vom Flughafen Maun starten die Kleinflugzeuge zum Flug ins Okavango-Delta. Wir packen das Nötigste zusammen und lassen das Hauptgepäck im Bus. Die Cessna 210 braucht knapp 20 Minuten. Antilopen und Gnus sind von oben gut zu erkennen und natürlich auch das Flussdelta, zumindest ein Teil davon. Sofort nach der Landung bevölkern Paviane wieder die Start- und Landebahn.

Ein Führer begleitet uns zur Oddballs Lodge, auf dem Weg dorthin werden wir argwöhnisch von einem Elefanten beobachtet.
Wir bauen die hier erhaltenen Zelte auf und genießen die Ruhe fernab jeglicher Zivilisation.
Nachmittags unternehme ich mit Lucia, Sergio und Dieter einen Erkundungsgang und wir können viele Warzenschweine, verschiedene Antilopen und einen Elefanten beobachten.
Gegen Abend spielen die Paviane im Lager verrückt, laufen über Dächer, bewerfen sich und machen einen unglaublichen Krach. Einer Mitreisenden wird ein Fotoobjektiv aus dem Zelt gestohlen, sie hatte Süßigkeiten zurückgelassen und damit die Affen angelockt. Es ist für die Tiere kein Problem, ein Zelt zu öffnen. Das Objektiv wird später wieder gefunden. Ein Elefant streift durch das Camp und mir geht der Gedanke gar nicht aus dem Kopf, was ich wohl mache, wenn sich plötzlich im Waschraum oder auf der Toilette ein Rüssel durch das Fenster schiebt.
Im Wasser gleich hinter unserem Platz dösen Krokodile und Flusspferde vor sich hin. Gerne hätte ich gesehen, wenn ein Hippo aus dem Fluss steigt und sich ans Ufer begibt, aber den Gefallen hat mir keines der riesigen Tiere getan.

In der Nacht werde ich einmal durch Löwengebrüll wach. Maria liegt allein in ihrem Zelt und kann vor Angst nicht mehr einschlafen. Das Lager ist nicht umzäunt und ich vermeide es, nachts unser Iglu zu verlassen, lieber trinke ich ein Bier weniger.
Da unser Zeltreißverschluss defekt ist und nicht ganz bis nach unten schließt, schaue ich, bevor ich meine Schuhe anziehe, immer erst nach, ob sich eine Schlange darin aufhält.

Das gesamte Delta-Gebiet umfasst eine Fläche von 16.000 qkm. Der Okavango teilt sich in abertausend Arme und versickert in der Wüste.


Sehenswürdigkeiten

Unterwegs

Am nächsten Morgen besteigen wir acht Mokoros und ab geht es hinein ins Delta. Der Einbaum ist ein ideales Transportmittel in diesem seichten Gewässer, das manchmal die Größe eines Sees annimmt. Der Bootslenker steht im Boot und lenkt und stakt es lautlos durch das Wasser und durch die grünen Wasserpflanzen hindurch. Unterwegs sehen wir viele Gänse, einige Fischadler und Störche, fünf bis sechs Hippos und ein kleines Krokodil.

Nach etwa zwei Stunden sind wir am Ziel, bauen unsere mitgebrachten Zelte auf und gehen in zwei Gruppen auf Pirsch, vorn und hinten jeweils ein Führer. Es wird aber zu keinem Zeitpunkt gefährlich. Mitten in der Wildnis bemerke ich mehrere "Zeltbahnen", auf diesen Vorrichtungen befindet sich ein Gift um Tsetsefliegen zu töten.
Früher wurde das Mittel aus Flugzeugen gesprüht, was dann aber zu einer Vergiftung anderer Tiere und Pflanzen führte.

Die Wanderung ist informativ und interessant, Paviane, Impalas und andere Antilopen halten sich in unserer Nähe auf, eine Elefantenfamilie geht in gebührendem Abstand an uns vorbei, der Bulle vorweg, die weiblichen Tiere und die Kleinen hinterher.
Paviane, so erfahren wir, geben verschiedene Geräusche in unterschiedlichen Situationen von sich, beispielsweise bei der Begrüßung, als Mahnung zur Vorsicht oder als Warnung vor Löwen. Dieser Löwenwarnton soll auch den Impalas bekannt sein, sie sind eine begehrte Beute der Löwen und können dann entsprechend reagieren. Eine einsame Giraffe steht unter einem Baum, eine Löwenspur ist im Sand noch zu erkennen. Gegen Abend fahren wir mit den Mokoros noch eine andere Stelle an und werden von Tausenden kleiner Libellen umringt.

Die andere Gruppe, so hören wir nach der Rückkehr ins Camp, hat noch eine Büffelherde gesehen. Es stört mich etwas, dass die Guides nicht an unserem Abendessen teilnehmen und sich abseits hinsetzen, Relikte der Apartheid? Sie fangen Fische und legen sie lebend aufs Feuer, wir dürfen davon kosten. Einer unserer Begleiter hat nur ein Bein, auch er stakt stehend auf dem Mokoro. Auf diesem Lagerplatz bleibe ich nachts erst recht im Zelt und warte mit allen Geschäften, bis es hell wird. Die Exkremente müssen eingegraben werden.

Der Marsch am nächsten Morgen ist ebenfalls sehr erlebnisreich. Erst erkennen wir einen Büffel, dann eine ganze Herde. Plötzlich eine große Katze, zuerst meint unser Begleiter, es sei ein Leopard, dann sehen wir das Tier deutlich, es ist ein Gepard. Er verschwindet sofort im hohen Gras und entzieht sich unseren Blicken. Wir sehen an diesem Vormittag außerdem viele Paviane und Antilopen, Spuren eines Flusspferdes und eines Leoparden, einen Ebenholzbaum, aus dem die Mokoros hergestellt werden und etliche Termitenhügel.

Vor der Rückfahrt in die Oddballs Lodge stärken wir uns noch mit Würstchen und Kartoffelbrei. Plötzlich, ich nehme nur einen Schatten wahr, stürzt ein Falke auf meinen Teller zu und ist gleich danach verschwunden. Das Würstchen liegt in zwei Stücken auf dem Teller, im Kartoffelbrei hat der Schnabel eine breite Spur hinterlassen. Alle Mitreisenden lachen.
Auf dem Rückweg beobachtet uns ein Fischadler auf einem Baum. Einer unserer Guides wirft einen Fisch ins Wasser, der Vogel fliegt auf das Wasser zu, begutachtet die Beute und begibt sich wieder auf seinen Platz. Kurze Zeit später stürzt er wieder herunter und schnappt sich den Fisch. Und das alles direkt vor unseren Augen und Kameras.

Geraldine fliegt uns mit einer kleinen Maschine nach Maun zurück. Im Flughafen ist nicht viel los, außer ins Delta gibt es von hier Flüge nach Gaborone, Johannesburg, Windhuk und Victoria Falls.
Dann besteigen wir unseren geliebten Bus und fahren etwa 300 km bis Nata und am nächsten Morgen etwa die gleiche Entfernung bis zur Grenze.

Im Okavango Delta
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Zimbabwe

Unterwegs in Zimbabwe

Unterwegs in Zimbabwe


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Auch hier das bekannte Bild, Ziegen, Strauße und Esel auf der Straße, ab und zu ein Elefant am Wegesrand. In Zimbabwe herrscht, wie auch in den Ländern vorher, Linksverkehr.
Am späten Nachmittag sind wir am Ziel, eine neunzehntägige phantastische Safari ist zu Ende. Wir durften herrliche Eindrücke sammeln und haben wunderbare Erlebnisse gehabt.
Ich hatte einiges erwartet, aber das, was ich auf dieser Reise erfahren durfte, hat meine Erwartung gewaltig übertroffen. Wehmütig baue ich mit Shane zum letzten Mal das Zelt auf.


Victoria Falls

Victoriafälle

Victoriafälle


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Es ist ein hektischer Ort, an den Straßenverkehr muss man sich erst wieder gewöhnen. Die ganze Stadt ist auf Tourismus ausgerichtet, es gibt Lokale und Geschäfte in allen Variationen.

Abends nimmt der größte Teil unserer Gruppe an einer Sundowner Cruise auf dem Zambezi teil. Einige Giraffen und Elefanten stehen am Ufer und beobachten uns.

Ein weiteres Vergnügen ist die Rafting- oder Wildwasser-Tour am nächsten Tag. Wir müssen etwa 200 m zum Fluss hinabsteigen. Einige Schlauchboote sind umgekippt, wir haben Glück und niemanden unterwegs "verloren".
Der absolute Höhepunkt ist natürlich der Besuch der Victoria-Fälle. Eigentlich gilt der Vormittag als bester Zeitpunkt, ich gehe jedoch nachmittags zusammen mit Shane hin und bin gefangen von dem Naturschauspiel. Im Park ist fast nichts los, die meisten Gäste waren morgens hier, und wir werden nicht gestört durch lautstarke Besuchergruppen oder durch Touristen-Flugzeuge.

Die Wassermenge ist nicht mit der im April, nach der Regenzeit, zu vergleichen, ich bin dennoch begeistert von dem Anblick, der sich mir bietet. Es ist grandios, der Zambesi fällt etwa 100 m tief in eine Schlucht. Das donnernde Geräusch des Wassers, bis zu 5 Mio. Liter pro Sekunde, ist weithin zu hören. Ein prächtiger Regenbogen breitet sich über die Fälle.

Unsere Südamerikaner wagen von der Brücke, die sich zwischen Zimbabwe und Zambia über den Fluss spannt, einen Bungee-Sprung. Voller Stolz erzählen sie von dem Abenteuer.

Die letzten Nächte verbringe in der Livingston Lodge am Stadtrand und kann endlich mal wieder im Bett schlafen. Im Ort treffe ich häufig Teilnehmer unserer Gruppe wieder. Einige wollen noch länger in Afrika bleiben. Ein Wohnmobil mit Bremer Kennzeichen steht auf dem Parkplatz. Es wurde, so erzählt man mir, von Bremerhaven nach Durban verschifft.

Am letzten Nachmittag gehe ich zusammen mit Maria nach Livingstone auf die zambische Seite. Auch von hier hat man einen herrlichen Blick auf die Fälle, wenngleich ich die Aussicht in Victoria Falls favorisiere.

Leider heißt es nun Abschied nehmen. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen, leicht bedrückt packe ich meine Sachen zusammen.

Vom hiesigen Flughafen geht es nach Harare, dort besteige ich den Flieger nach Europa.


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