Costa Rica 2013 - ¡Pura Vida! - Reisebericht von Leela81 bei triplib.

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Costa Rica
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2 Wochen Costa Rica - 1 vorgeplante Woche: "CR's grüner Norden", danach 1 Woche DIY-Urlaub :)

Costa Rica

Abflug FFM -> ATL -> SJO

Nach einer äußerst kurzen (ca 2stündigen) Nacht ließen wir (m&w, kein Paar, nur Freunde, die in CH und DE wohnen und sich praktisch nie sehen) uns zum Flughafen nach FFM bringen, von wo aus unser Flug mit Delta Airlines nach Atlanta ging.
Beide gänzlich unerfahren in Sachen Fernreisen und entsprechend gespannt...
Schon am Flughafen merkte man, dass Delta eine amerikanische Airline ist - und dass ein Schweizer Reisepass irgendwelche Extragenehmigungen braucht.
Zur "Feier" des Tages stellten wir äußerst schnell fest, dass zwischen unseren Sitzen ca ein halbes Flugzeug Platz ist... also 10 Std. Zeit, in Reiseführern zu lesen.
Selbstverständlich gab es den obligatorischen USA-"Einreisefragebogen" - warum, wieso, weshalb, wie lange, was dabei, pers. Hintergründe usw.


San José City

San José City


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Ankunft ATL Airport - Warten auf den Weiterflug nach San José

Irgendwann in Atlanta angekommen, betraten wir erstmalig amerikanischen Boden :) Entgegen aller Horrorberichte über amerikanische Flughäfen und deren Personal empfanden wir ausnahmslos alle denen wir begegnet sind, als äußerst nett, hilfsbereit und (hier bestätigt sich dann doch das Klischee) pseudo-freundlich - was in dem Fall aber überhaupt nicht negativ gemeint ist.
Ganz entgegen unseren deutschen Zollbeamten machen die Amis Witze, halten Smalltalk und alles kommt einem gar nicht so dramatisch vor, wie es so oft dargestellt wird.

Nach unzähligen Pass-, Handgepäck-, Zoll- und Scan-Kontrollen waren wir dann tatsächlich irgendwann auch im eigentlichen Flughafengebäude, wo wir dann noch ein paar Stunden bis zum Anschlussflug nach SJO rumkriegen mussten.


Gran Hotel Costa Rica

Gran Hotel Costa Rica


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ATL -> SJO

Endlich.... nach und nach startet das Check-In für den Flug nach San José. Und - oh Wunder - wieder trennt unsere Sitze ca ein halbes Flugzeug.
Ich habe ca 90% der Flugzeit dank Migräne in einem komischen Dämmerschlaf verbracht und wurde kurz vor der Landung wach - quasi rechtzeitig, um noch den CostaRica-Einreise-Fragebogen zu beantworten.

Gegen 22 Uhr verließen wir das Flughafengebäude in San José und nahmen uns ein Taxi, welches uns dann für (*hust*) ca 25$ zu unserem Hotel - mitten in der Innenstadt - fuhr.
Allerdings bekamen wir ein paar (mehr oder weniger) wertvolle Tipps zu Land und Leuten: "Passt auf, wenn ihr mit dem Mietwagen fahrt - we drive crazy!" - "Ihr müsst dies, das und jenes machen" - "Rauchen ist fast überall verboten".
Endlich im Hotel angekommen, checkten wir nur noch ein - voller Freude dass wenigstens die Rezeptionisten Englisch konnten - und fielen bei 25°C und hardcore Lärm von der Straße, sowie einem undefinierbaren, aber sehr ausdauernden, "Vogelgezwitscher" ins Bett.

Einen "Reisetipp" bzgl dieses ersten Hotels (Grandhotel Costa Rica, direkt neben dem Teatro Nacional de Costa Rica) kann ich leider nicht geben, es war "okay", wir würden es aber nicht nochmal buchen.


TeatroNacional

TeatroNacional


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Tag 1 - der Urlaub kann losgehen!

Nach einer mehr oder minder erholsamen Nacht, wachten wir irgendwann auf, gingen duschen und frühstücken (das Frühstück im Grand Hotel war sehr okay und man konnte direkt Gallo Pinto probieren, das einen ewig begleitende "Nationalgericht" in CR), um danach topfit festzustellen, dass es erst 6:30 Uhr ist.

Um 7 Uhr gingen wir in die City, schließlich sollten wir unseren Mietwagen erst um 11 Uhr bekommen - natürlich hat niemand mehr dran gedacht, dass es 1. noch SEHR früh ist und 2. Sonntag .... so erschien uns San José ziemlich tot und leer - aber wir haben den nervigen "Vogel" entdeckt... nämlich die Ampel direkt vor'm Hotel - die einfach als Pendant zu unseren "bei-grün-Klicker-Ampeln" zwitschert.

Da es - uhrzeitbedingt - nicht wirklich viel zu sehen gab, spazierten wir also ein Ründchen durch die Straßen von San José und dann gegen 8:30 Uhr zurück zum Hotel, was sich als ziemlich gut erwies, da um 9 Uhr unser Zimmertelefon klingelte und ein Mensch von der Mietwagen-Firma (Adobe - unbedingte Empfehlung!) uns mitteilte, dass unser Auto da sei.
Ziemlich spannend - wir wussten nämlich nur, dass es ein SUV Full Size werden sollte (da zu dem Zeitpunkt kein anderer 4x4 verfügbar).
Es war ein Kia Mohave mit Vollausstattung (ja, ich habe mich in unser Auto verliebt! Leider gibt's den in EU nicht...) - ein ziemlich beeindruckendes Schlachtschiff.
Nach ca 1,5 Stunden Formalitäten und 500$ mehr Kaution als eingeplant (Grund: ich keine Kreditkarte, aber Führerschein und somit Fahrerin, Kumpel Kreditkarte und keinen FS) bekamen wir dann die Schlüssel, eine Kurzeinweisung zum Auto und durften endlich starten :)


Poás1

Poás1


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Vulkan Poás

Der erste Tagestrip führte uns zum Vulkan Poás - wir waren ziemlich froh, das "Secure Package" bei Adobe mitgebucht zu haben, so hatten wir ein Garmin Nüvi und ein Notfall-Prepaid-Handy mit ca 1 Stunde Inlandsguthaben.

Durch die City von San José ging es dann Richtung Alajuela und dem Navi (und den Schildern) nach durch den doch gewöhnungsbedürftigen Verkehr gen Vulkan. Wetter super, Laune super - was sollte noch schiefgehen? Richtig - nichts. Erstaunlicher Weise ;)

Am Poás angekommen zahlten wir am 1. Kassenhäuschen Eintritt (10$ pP) und am 2. eine geringe Parkgebühr - dafür war es Secure Parking (wichtig in CR!).

Der Aufstieg zum Vulkan war .... anders als wir uns das vorgestellt hatten. Es gab einen Steinweg durch "ein bisschen Dschungel" / Regenwald - und es war voll. Sehr sehr voll. Überall Menschen aus allen möglichen Ländern - und gerade die "Inlands-Touris" hatten es überhaupt nicht eilig sondern schlichen auf dem Steinweg gemütlich vor sich hin - ein ganz anderes Tempo als von hier gewohnt. Wenn man überholen wollte, konnte man zusehen wo man vorbeikam - zur Seite gehen gibt's da nicht.

Dafür, dass wir "untouristischen Regenwaldurlaub" machen wollten, empfanden wir's in dem Moment leider als sehr überfüllt und touristisch angelegt: ein riesiger Souvenirshop am Ein/Ausgang des Parks, auf halber Strecke (zum Glück) eine WC-Anlage.

Oben angekommen bot sich ein schöner, reeelativ wolkenfreier Ausblick auf den Krater, aus dem es stetig vor sich hindampfte. Scheinbar gibt es auch Tage, an denen es so neblig und wolkenverhangen dort ist, dass man vom Krater nichts sieht - oder er so viele Dämpfe abgibt, dass der Aufstieg für Touristen verboten ist. Somit Glück gehabt, Vulkan gesehen :)

Ein Stück höher konnten wir dann auf einen 2. Kratersee schauen - schade, dass es doch "ziemlich weit weg" war.

Nachdem wir alles gesehen und pflichtbewusst die ersten Touri-Fotos gemacht haben, ging's wieder abwärts - mit Abstecher in den TouriShop, in dem wir dann irgendwie gar nichts gekauft haben, total sicher, dass wir noch sehr viele davon betreten würden.

Also ab zum Auto - es lag ja noch ein ganzes Stück Weg bis zu unserer Unterkunft vor uns, die irgendwo im Nirgendwo liegt und wir nicht wussten, wie lange wir dorthin brauchen - immer im Hinterkopf, dass wirklich überall in den Reiseführern steht "nach Einbruch der Dunkelheit (gegen 18 Uhr) nicht mehr draußen aufhalten".

Auf dem Weg zum Parkplatz trafen wir ein Pärchen aus Nürnberg, welche uns netterweise dringend den Kaffee aus dem Café neben dem Tourishop empfahlen - also zurück, Kaffee holen, mit den Beiden quatschen. Da sie ohne Auto unterwegs waren, haben wir sie dann noch mit nach Alajuela genommen - und da sie schon eine oder zwei Wochen länger da waren, direkt noch ein paar Tipps zum "günstig Urlaub machen in Costa Rica" bekommen.


BocaTapada1

BocaTapada1


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Ein kleines Stück vom Himmel - und der Weg dorthin

Die Fahrt von Alajuela Richtung Boca Tapada, wo unsere erste Unterkunft der vorgebuchten 1wöchigen Tour "Costa Ricas grüner Norden", war abwechslungsreich. Und durchaus abenteurlich.

Quer durch die Stadt, erschlagen von lauter Eindrücken, wurde die Umgebung immer ländlicher und es ging ziemlich aufwärts. Die Straßen waren allerdings asphaltiert und breit genug.
Während wir uns einen Berg hochschlängelten, bekamen wir Hunger und machten kurzentschlossen Halt an einer der überall zu findenden Pollo-Buden, in denen man Teile vom Hähnchen gebraten oder frittiert bekommt. Dazu Tortillas und kein Besteck.
Da keiner von uns Spanisch konnte, waren wir äußerst froh, über eine Tica, die in den USA aufgewachsen ist und gerade dort war. Sie hat sofort superfreundlich für uns erklärt und übersetzt und so genossen wir uns erstes "echtes" Costaricanisches Essen unterwegs :)

Danach ging's weiter... immer höher, atemberaubende Aussicht - und schlagartig eine undurchsichtige Nebelwand. Mehr oder weniger aus dem Nichts. Der Verkehr passte sich zwangsweise sofort an und wir fuhren gefühlte 1,5 Stunden in einer ewig langen Kolonne über (da noch) seichte Serpentinen, durch kleine Dörfchen, Mini-Städte, Teile von Regenwald - ein WOW-Moment nach dem anderen, was die Landschaft anging.

Wie fast erwartet endete die asphaltierte Straße ohne weitere Vorwarnung einfach irgendwo nach dem Abbiegen.
Außerdem wurde es langsam dunkel... aber wir hatten ja das Navi und das Handy. Was sollte also passieren?
Ach ja - in CR wird es nicht "langsam dunkel" - lernten wir dann auch direkt. Die Abenddämmerung setzt ein und max. 10 Minuten später ist tiefschwarze Nacht. Straßenbeleuchtung ist ebenfalls eher Mangelware, haben wir auf den Ruckelstraßen aber auch nicht wirklich erwartet. Ist trotzdem ein komisches Gefühl, wenn die Straßen immer schmaler werden - aber definitiv noch für 2 Autos ausgelegt; Gegenverkehr war relativ selten, aber wenn er war, kam es einem ziemlich knapp vor - je weiter man in die Pampa fuhr, desto enger und unwegsamer wurden die Straßen.
Wir machten Bekanntschaft mit den ersten Schlaglöchern - auch die sind rückwirkend betrachtet ein Witz gegen das was noch kommen sollte.
Außerdem gibt es relativ viele Brücken, welche aber immer "einspurig" sind - bei den besseren gibt es idR "Vorfahrt achten"Schilder - immer auf der Seite, von wo aus Brücke und dahinterliegende Straße besser einzusehen sind.
Manche dieser Brücken sind aber so dermaßen winzig und tauchen so überraschend aus dem Nichts auf, dass man erstmal kurz bremst, weil man sonst dran vorbeifahren würde - man fährt in CR nicht wirklich "auf seiner Spur", sondern da, wo weniger Schlaglöcher /-krater sind...

Mehrere Male in dieser "Nacht" (irgendwas zwischen 18 Uhr und 19 Uhr) waren wir uns nicht sicher, ob wir da noch richtig sind und ob da noch irgendwas kommen sollte - vorzugsweise unsere Unterkunft...

Aber sie kam....


Hängeschaukelstuhl

Hängeschaukelstuhl


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Pedacito del Cielo - endlich :)

Ziemlich fertig tauchte auf einmal ein Schild vor uns auf - eine Lodge - Freude. Leider nicht unsere.. und so ging es nochmal ca 10 Minuten weiter Richtung dichter werdenden Urwald.

Irgendwann kurz vor 19 Uhr das erlösende richtige Schild - und eine Einfahrt durch eine Art "Garten"- an Bananenstauden und lauter Blumen, die man im Dunkeln nicht erkennen konnte, einen ziemlichen Holperpfad aufwärts.
Oben angekommen fix das Auto geparkt und sofort überfreundlich von Marco, dem Besitzer, in Empfang genommen worden.
Sein Englisch war lückenhaft - zu unserer Freude saß aber eine Reisegruppe bestehend aus Schweizern und Deutschen dort, deren Reiseleitung netter Weise für uns übersetzt hat.
Eine halbe Stunde später sollte es Abendessen geben.
Wir wurden zu unserem Bungalow gebracht und nach Betreten gab es wieder einen dieser unzähligen WOOOOW-Momente.
Eine wunderschöne Hütte, komplett aus Holz, wirklich komplett: Boden, Dach, Wände, Betten, Einrichtung wie Tische, Stühle, Stufen, Badezimmer, Balkon usw.
Zur Linken führten 3 kleine Stufen auf eine Art Empore, dort befand sich an der "Rückseite" das Badezimmer, sowie ein Doppelbett, ein kleiner Tisch mit 2 Stühlen und ein Spiegel, "unten" stand noch ein Einzelbett neben der Tür zum wunderschönen Balkon, dessen Möbel 2 HängeSchaukelStühle waren - BESTE Sache der Welt - und bei Tag Blick auf "Urwaldgarten vor'm Haus" und den Fluss San Carlos.

Das Abendessen war ein Traum - lauter für uns fremde Dinge - die sich dann später als Kochbananen&Gemüse, sowie frische Palmherzen darstellten. Der Besitzer der Lodge kocht selber - und das richtig, richtig gut.
Für den nächsten Tag schlug er uns 2 Ausflüge vor - am Vormittag mit seinem Mitarbeiter Hugo eine Wanderung durch den dortigen Regenwald, hier gab es 2 Möglichkeiten: 2km oder 6km. Und für den Nachmittag eine Kajak-Tour über den Río San Carlos, ebenfalls mit Hugo.

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns aber auch schon - und lagen gegen 20 Uhr todmüde im Bett. Das sollte übrigens die Standardzeit zum Schlafen gehen werden.


BocaTapada4

BocaTapada4


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Ausflugstaaaag!

Nach einem unglaublich tollen, frischen 3-Gänge-Frühstück ging es in dort geliehenen (viel zu großen) Gummistiefeln mit Hugo in den Regenwald - und wir lernten unsere ersten Spanischvokabeln.
Schon auf dem Hinweg, noch auf der Straße, sahen wir die ersten Schildkröten und hörten lauter ungewohnte, spannende Geräusche.
Außerdem hat CR (wie vermutlich jedes Land) einen total eigenen Geruch - hachhh.
Durch einen von "Don Marcos" - wie der Chef von seinen Mitarbeitern genannt wird - angelegten, wunderschönen riesigen Garten ging es dann in den Wald.
Vor der Abreise sagte ein fernreisen-erfahrener Freund von mir "Du wirst dich wundern - dort ist alles größer, grüner und mehr" - jepp, genau das!
Riesige Blumen, Bäume, Blätter. Wir sahen alles mögliche; von Pfeilgiftfröschen über "Kuhzungen"- und "Plastik"-Pflanzen, mit denen man theoretisch Dächer abdecken kann. Bullet Ants, Tarantelbauten, Blattschneideameisen, Treiberameisen, Tapirspuren, Kampferbäume, ... ich kann's nicht alles aufzählen - unfassbar beeindruckend!

Auf dem Rückweg machten wir kurz Rast auf der anderen Straßenseite, an einem See - in dem Paulito wohnt - ein kleiner 1,5m langer (sehr niedlicher!) Kaiman.
Hugo ließ uns bei Paulito und holte uns Kokosnüsse - eine gelbe und eine grüne - stilecht mit der Machete geöffnet - yuuuummiii!!

Mittags gab's für Raphi Spaghetti, die wohl sehr lecker waren, für mich ein Sandwich - ein RIESIGES, es fiel dort unter "Snack", ich hab's nicht geschafft ;)

Dann ein kleiner, aber durchaus heftiger Regenschauer und direkt danach strahlender Sonnenschein - und so ging's dann los zur Kajaktour mit Hugo. Marcos fuhr uns in seinem Pickup zum Startpunkt - und irgendwo während des Anfangspaddelns erzählte Hugo, dass sie am Vortag 3 Kaimane gesehen hätten.... toll, wir sitzen ja auch immerhin in einem Plastikboot, was 10cm über's Wasser ragt.

Während der ca 3-stündigen Paddelei sahen wir Riesenleguane in Baumwipfeln, alle möglichen Vögel, hörten Affen, sahen 2 Kaimane - ziemlich beeindrucken übrigens, wenn selbst der Guide auf einmal stocksteif dasitzt und zur Ruhe mahnt, geradezu atemberaubend... im wahrsten Sinne des Wortes.

Abends gab's in der Lodge dann wieder ein leckeres Abendessen - und frühes zu Bett gehen.


VolcanoArenal

VolcanoArenal


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Boca Tapada -> La Fortuna / Volcano Arenal / Caño Negro (26+27.11.)

Am nächsten Morgen gab's wieder ein wahnsinnig tolles Frühstück - und direkt den ersten Trennungsschmerz.
Es war so unglaublich schön dort, dass ich hätte heulen können - aber man ist ja tapfer und es ist ja gerade erst der Anfang des Urlaubs...

Allerdings muss man sagen, dass Don Marcos Recht hatte: noch eine Woche länger dort und wir hätten Spanisch gekonnt ;)

Nun gut - Abfahrt nach La Fortuna:

Aus der absoluten Ruhe und Einsamkeit von Boca Tapada in die Touri-Hölle geschmissen: asphaltierte Straßen, unzählige Menschen, Touri-Läden, Geschäfte, "normale Geräusche" eigentlich und doch auf einmal so "störend".
Glücklicher Weise lag unsere Unterkunft, das Arenal Volcano Inn, am anderen Ende außerhalb der Stadt: eine hübsche, gepflegte Anlage mit Bungalows und mehrsprachiger Rezeption.
Check-In wäre ab 15 Uhr gewesen - wir waren um 10:30 Uhr dort.. also empfahl man uns, einen Ausflug zu machen, bis unser Zimmer fertig war - unser Gepäck konnten wir aber schon dort lassen.
Wir entschieden uns, den dortigen Wasserfall anzuschauen und ggf ein bisschen zu schwimmen.
Für je 10$ Eintritt machte man sich also auf den Weg runter - sehr weit runter. Anfänglich noch Wege / normale Stufen, dann wurde es "interessanter". Alles in allem aber superschön, durch sehr viel grün, das Rauschen des Wasserfalls immer im Hintergrund.

Und wieder einer der hübschen Momente - ein echt schöner (nicht sooo riesiger) Wasserfall, der sich in ein Becken ergießt - dahinter konnte man in wunderschönem blau-türkisem Wasser schwimmen.

Gegen 14 Uhr sind wir zurück zum Hotel, gespannt auf unser Zimmer, was sich dann aber erneut als Bungalow mit 2 großen Doppelbetten, einer kleinen Küche mit Kaffeemaschine und Kühlschrank (Minibar), einem recht großen Bad, Internet, Flatscreen und einer Terrasse mit Blick auf den Arenal herausstellte. Luxus, mit dem wir so nicht gerechnet haben.
Für (absolut überteuerte) Touren waren wir leider zu spät dran und so entschieden wir uns, bis auf einen kleinen Ausflug in einen Supermarkt, uns mit Kaffee und unseren Karten und Reiseführern auf der Terrasse zu sonnen :)

Am Folgetag wollten wir Vormittags eine Bootstour über den Caño Negro machen, später dann evtl doch eine guided Tour auf den Arenal - wenn man schonmal da ist. Auch wenn einen 75$ pP kurz zum Schlucken bringen.
Also nach einem ziemlich amerikanischen Frühstück erstmal Richtung Caño Negro Wild Life Refuge - außer uns waren noch 2 Touri-Pärchen dort, die aber Kajak fahren wollten.
So hatten wir dann eine private Bootstour durch das Reservat - die Tiervielfalt kann man wieder nur kurz umreißen... Kaimane noch und nöcher, Basilisken, alle möglichen Vögel / gefiedertes Getier, Echsen, Leguane, Brüllaffen (endlich sehen und nicht nur hören!) - und dank top Wetter direkt noch ein bisschen Bräune nachtanken, wir waren uns nicht darüber im Klaren, wie clever das war...
Auf dem Heimweg hielten wir wieder an einer Pollo-Bude und schafften sogar uns "irgendwas" zu Essen zum Mitnehmen zu bestellen.

Den Tag haben wir dann bei einem Bier - Imperial, superlecker! - auf der Terrasse ausklingen lassen.


TrappFamilyLodge

TrappFamilyLodge


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Monteverde - "Heimat" des Quetzal (28.+29.11.)

Nach dem Frühstück packten wir unsere Trekkingrucksäcke und machten uns auf den Weg Richtung Monteverde.

Jetzt wissen wir, warum es REGENwald heißt und was schlechte Straßen sind - dachten wir.
Die Fahrt war Adrenalin pur - die Aussicht der Wahnsinn! Leitplanken oder so gibt es in CR generell eher selten - aber irgendwie gar keine, wo sie auf jeden Fall angebracht wären.
Unterwegs irgendwo bei Starkregen angehalten und es geschafft schnell 2 Kaffee to go mitzunehmen, weitergeschlichen.... immer höher, immer kurviger, immer verregneter.
Im Grunde liegt Monteverde irgendwo hoch auf der anderen Seite des Vulkans... aber da muss man halt erstmal auf der einen Seite hoch und auf der anderen wieder runter.
Das "wieder runter" war super - "unten" ist nämlich besseres Wetter. Genaugenommen haben wir zwischen "ganz oben" und "wieder runter" 100% Temperatursteigerung und Vegetationswechsel gehabt - von 17°C auf 34°C.
Dann ging's ein Stück über die Panamericana - die Augen immer offen, ob vllt irgendwo WC's ausgeschildert sind. Da dem leider nicht so war, gab's eine kurze Rast bei "Donde Sandy", wo wir uns einen Burger bestellten - aber darum ging's uns ja eigentlich gar nicht.

Schnell weiter und wieder hoch ... sehr hoch. Auf Straßen, die ich - hätte ich das vorher gewusst - nur unter Zwang befahren hätte, eher aber gar nicht. Noch nie war ich so froh über eine so perfekte Wahl des Mietwagens.... Schlag"krater", irgendwelche Felsen die halt über Nacht auf die Straße gerutscht sind, irgendwelche Riesenbäume usw.. alles sehr sehr eng und optisch einspurig (keine Sorge, natürlich kann man auch hier noch überholt werden und Gegenverkehr erweist sich auch weniger als wirkliches Problem), Kurven, die mich fast dazu gebracht hätten, das Auto einfach an Ort und Stelle zu lassen und den Rest zu laufen, aber - und das macht einfach alles Wett - diese absolut wahnsinnig tolle Aussicht. Schade, dass es wie aus Kübeln geregnet hat. Ich glaube, wir sind bis zur Trapp Family Lodge im Schnitt ca 7 km/h gefahren, da 1. die Straßen wie beschrieben waren und 2.die Sicht massiv behindert durch's Wetter. Außerdem ist das Auto selbständig gerutscht... so gab's dann auch ein paar Kilometer mit Dauerbremse.

Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich angekommen (man erwartet nicht, dass es DA noch eine Unterkunft gibt, denn alle anderen Unterkünfte sind im ... Ort), schnell das Auto abgestellt und zum Zimmer gebracht worden. 1. Überraschung: Zimmer belegt. Anderes Zimmer bekommen, also kein wirkliches Problem.
Für 19 Uhr haben wir uns zum Dinner a la Carte angemeldet. Bis dahin konnten wir uns kurz einleben und duschen und Ausflugspläne für den Folge machen. Entschieden uns für eine guided Tour, Start 7:30 Uhr am Park ("Ihr könnt dahin laufen! Ist nur 15 Minuten einfach hier den Berg hoch" ... es waren glaub ich eher 30 Minuten und mehrere Berge, aber ok, wir hatten ja Zeit).

Kurz zum Zimmer: 2 riesige Betten, ein echt großes Bad und ein toller Parkettfußboden, auf dem man die ganze Zeit auf Socken rumsliden konnte (freiwillig oder unfreiwillig ;) )

Zu Abend gab es dann Fettuccini Alfredo und Spaghetti con Pollo in diesem zur Lodge gehörenden, sehr edel anmutenden Restaurant, mit persönlicher, sehr gut ausgebildeter und sehr zuvorkommender, aufmerksamer Kellnerin - die trotz recht guter Englischkenntnisse unser Spanisch aufpoliert hat :)
Das Essen ist top, die Auswahl mehr als ausreichend!


Quetzal

Quetzal


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Monteverde Tag 2 Reservat & Santa Elena SkyWalk

Da wir um 7:30 Uhr ja schon am Reservat sein musste, gab's sehr frühes Frühstück - wir sind dann direkt in Gummistiefeln einmarschiert, die wir in La Fortuna gekauft haben (Achtung: fallen VIEL größer aus, als unsere gewohnten Größen - jmd mit 43 passt auf einmal in 37er...) und nach dem sehr leckeren Frühstück direkt im Regen losmarschiert - während unzählige Touristen aus den Unterkünften in der "Stadt" an uns vorbeifuhren - aber die Trapp liegt halt einfach sehr nah dort.

Das Hotel hat uns am Vortag netterweise die Führung mit Rodrigo gebucht, ein Englisch sprechender Guide. Bestimmt einer der Besten, die man dort haben kann - er hat 17 Jahre lang als Biologe auf den Bäumen dort rumgeforscht, unglaubliches Fachwissen und interessante Anekdoten.
Nachdem - wohl wetterbedingt - weitere 4 Teilnehmer am Vortag die Tour abgesagt haben, war in unserer Gruppe nur noch ein kanadisches Ehepaar dabei.
Rodrigo sagte ganz zu Beginn schon, dass es mit "viele Tiere sehen" eher schlecht aussieht, da über Nacht ein wahnsinniger Sturm gewütet hat (im Hotel bot man uns an, uns eine Heizung auf's Zimmer zu bringen, außerdem hat der Wind unter uns die Verglasung rausgedrückt...) und die Reservatsbesatzung seit dem frühen Morgen mit Kettensägen rumrennt um umgefallene Bäume etc zu beseitigen.
Ein bisschen was sahen wir trotzdem und total unerwartet kreuzte ein Nasenbär unseren Weg :)

Nach ca 3 Stunden war die Führung durch's Reservat zuende - einen Quetzal haben wir nicht gesehen.
Danach sind wir mit Rodrigo noch zur Kolibristation, die direkt am Eingang war - auf dem Weg dorthin erzählte ihm ein anderer Guide, dass sie einen Quetzal gesehen haben, also schnell nochmal mit Feldstecher bewaffnet zurückgerannt - und ein erneuter woooow-Moment :)))

Anschließend Kaffee und irgendein Zimtmuffin-ähnliches Gebäck neben der Kolibristation, ein kurzer Abstecher in den TouriShop - und wieder zurück zur Lodge.

Eintritt Reservat 17$ pP - Guide nochmal 17$ pP - lohnt sich aber!!

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Um 13:45 Uhr holte uns einer dieser Turismo-Busse ab, um uns nach Santa Elena zu bringen, wo wir die Hanging Bridges-Tour machen wollten; zu den Ziplines konnte ich mich bei aller Liebe nicht durchringen.... nächstes Mal.

Nach einer quälend langen und ruckeligen Fahrt durch irgendwelche Käffer, um weitere Gäste einzusammeln, sind wir endlich angekommen, zahlten 15$ pP Eintritt, bekamen einen Plan, auf welchem die Brücken verzeichnet waren und durften dann los - ab der 3. Brücke konnte ich das Ganze dann auch... "genießen". Ich glaube, sowas sollte man bei Höhenangst unbedingt machen - vielleicht erstmal ohne durch den Brückenboden runterzugucken....
Leider (dass ich das mal sagen würde...) waren es nur 6 Brücken und der wackelige, schaukelnde Baumwipfel-Spaß ziemlich schnell vorbei - danach hieß es im Eintritts-/Souvenir-/Café-Shop-Gebäude auf einen Turismo-Bus warten, der uns (und die anderen Wartenden) wieder zurückbringt.

Wie inzwischen gewohnt, waren wir nach TOP Abendessen (Steak Chimmichurry - nein, keine Ahnung, was das ist - und Pollo mit Pamitos (Palmherzen) ) gegen 20 Uhr im Bett.
Und wie ebenfalls hier inzwischen gewohnt bläst der Sturm (inkl. Starkregen natürlich - klar, wir sind ja im Regenwald...) uns auch fast die Scheiben ins Zimmer.
Eine Heizung brauchten wir übrigens nicht - die dicken Decken sind mehr als ausreichend und die heiße Dusche super! :)


LaAmistad1

LaAmistad1


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Rio Celeste - der blaue Fluss (oder so) / Unterkunft La Amistad

Von La Fortuna aus haben wir uns diese (und eine weitere) Unterkunft - dank Empfehlung im Lonely Planet - via Emailkommunikation mit Elias gebucht.

Die Fahrt... oh Gott, diese Fahrt. Frühstück in der Trapp Family Lodge - und absoluter "Enthusiasmus" meinerseits, da mir die Strecke ja von der Hinfahrt noch sehr bewusst war... jetzt hat's halt nochmal 2 Tage extrem geregnet.
War aber nunmal nicht zu ändern - also auf geht's. Sachen ins Auto, Hotel bezahlt, Abfahrt. Sehr langsame und vorsichtige. Die "Straßen" waren ein einziges rutschiges Gematsche, die Kurven wirkten enger und der Himmel hatte wohl nicht eingeplant seine Schleusen in absehbarer Zeit wieder zu schließen.
Natürlich gab's genau die Situation vor der mir graute - ein entgegenkommender LKW in einer Kurve und unser tolles Full-Size-Auto... auf einer Straße die vllt 3m breit war. Das Spektakel endete dann darin, dass ich in dieser Kurve rückwärts schlich, der LKW irgendwo sehr nah am Abgrund rangierte, der Fahrer aber - im Gegensatz zu mir - total entspannt war und nach ein paar Minuten und div. Schweißausbrüchen meinerseits auch das erledigt war. Ich dachte, danach kann mich nichts mehr schocken. Tja, dachte.

Ich zitiere ausnahmsweise mal O-Ton aus unserem Reisetagesbuchs: die Straße ist ein Arschloch! Nach ca 5 Stunden und diversen Temperaturschwankungen (17°C - 33°C - 21°C - 18°C), fiesem Nebel und immer wiederkehrenden Schauern, sind wir endlich angekommen. Die Aussicht unterwegs war der Hammer!!
Bei Wilber - der im LP als absolutes Original erwähnt wird (was er auch ist... leider ein ausschließlich spanisch-sprechendes und -verstehendes) - dann nur noch Nebel, Regen und kein Elias, über den unsere Emailkommunikation lief.
Herausforderung halbwegs gut gemeistert, da wir mit Händen und Füßen scheinbar verständlich machen konnten, dass wir dort 1. essen und 2. schlafen möchten. Auch wenn scheinbar niemand von uns wusste. Das Essen war absolut landestypische Küche und die selbstgemachte Zitronenlimonade ein Traum.

Nach dem Essen zeigte uns Wilber seinen "Garten" (ein riesiges Stück Land inkl Tarzanschaukel, Gewächshaus, allem möglichen Obst und Gemüse usw) und lud uns anschließend zu einem "Spaziergang" ein. Es ging vorbei an einer Kuhweide über seine Plantage voller verschiedener Bananen, Obst, Gemüse, Heil&Würzkräuter, Salat, Chilis, Papaya und Guave.
Das eigentliche Highlight war dann aber der Abstieg durch den Dschungel zum Rio Celeste. Ja, richtig, DURCH den Dschungel. Ziemlich steil. Und sehr sehr matschig (entspr. rutschig).
Der Rio "Celeste" hat unter dem Wetter der vergangenen Tage auch gelitten und war somit ein blöder, reißender, "handelsüblicher" Fluss in dunkelbraun, absolut Rafting-tauglich. Nichts von dem wunderschönen blau, in dem "Gott seinen Pinsel ausgewaschen" hat zu sehen - was für uns bedeutete, dass wir uns am Folgetag die guided Tour dahin sparen würden.
Und was man runterläuft, muss man zwangsläufig auch wieder hochlaufen... im Wald waren riesige Tapirspuren und Pfade, leider haben wir keinen gesehen.
Fast oben angekommen, sahen wir ein kleines Stück einer schwarzen Schlange... nachdem Wilber mit seinem Regenschirm im Gras gestochert hat, stellte sich raus, dass sie doch ca 1,5m lang war - aber immerhin haben wir verstanden, dass sie ungefährlich sei...

Wilber's Tierwelt im hauseigenen Garten: Mini-Tukane, 2 zahme Papageien namens Francine und Pachicco (die auch genau das den ganzen Tag vor sich hinbrabbelten....), Schweine (mit denen er Methangas produziert), Hühner, ein kleiner blonder Hund und eine Katze :)
Der Kaffee dort war super, das Essen sehr einheimisch und SEHR viel.

Die Hinfahrt ging übrigens auch durch absolut ursprünglichen, unveränderten Dschungel - als "unverändert" könnte man auch die Straßen bezeichnen.
Unser Haus bei Wilber bestand aus einem (im Vgl zu den vorherigen) kleinen Bett. Und einem kleinen Bad. Fertig.
Ab Nachmittag war nur noch Regen, also saßen wir mit unseren Reiseführern und unserer Karte da und überlegten, wo wir am Folgetag hinfahren können und wie wir unseren Gastgebern ohne Spanischkenntnisse möglichst höflich erklären können, dass wir am Folgetag abreisen möchten und nicht wie geplant 2 Nächte bleiben, da auf einen blauen Rio Celeste ja gar keine Chance bestand.
Auf einmal dann absolute Dunkelheit - Stromausfall (bis mitten in der Nacht) - juhu, unsere Stirnlampen haben einen Sinn :)

Vor lauter Regen (und Mückenstichen) haben wir kaum geschlafen, aber immerhin entschieden, dass wir erstmal genug Regen hatten und dank Lonely Planet (echt, der lohnt sich!!) beschlossen, der Halbinsel Nicoya (genauer: dort dem "Flying Scorpion") einen Besuch abzustatten, um Sonne zu tanken.

Wider Erwarten war die verfrühte Abreise GAR kein Problem, sogar Elias ist zur Abrechnung aufgetaucht, wir haben mit Wilber eine Runde Domino zum Abschied gespielt und sind dann gefahren, mit 2 anderen Gästen auf der Rückbank, die wir in Cañas rausgelassen haben.


NicoyaRoad

NicoyaRoad


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Nicoya Peninsula - die Fahrt zum Flying Scorpion.... Playa San Miguel

Auch hier schreibe ich einfach aus dem Reisetagebuch ab:

Coole Strecke, coole Aussicht, cooles Wetter -> von 17°C auf 33°C
Alles easy - bis Sámara.... da sollten wir über einen Fluss. Eingezeichnet war eine Brücke - zumindest vermuteten wir, dass "der Weg" über den Fluss eine Brücke darstellen sollte. Fluss da, Brücke nicht. Brückenpfeiler standen, im Fluss badeten Menschen... sah ziemlich breit und tief aus, also dagegen entschieden - unter Protest des Navis.
Anders gefahren, Kuh-Herden auf der Straße passiert, Serpentinen hochgefahren, irgendwann angehalten und ganz oldschool die Karte ausgepackt, sicher ist sicher. Einheimischer Motorradfahrer aus entgegengesetzter Richtung bremste, wendete und bestätigte uns beruhigender Weise die von uns eingeschlagene Alternativstrecke - ein RIESEN Umweg, wie wir später feststellen sollten.
Ab der Abbiegung Richtung "Islita" - die Straßen besch....³ richtig, richtig schlimm.
Irgendwo habe ich vorher gelesen: JEDE neue Strecke ist schlimmer / schlechter als die vorherige - man glaubt es aber auch wirklich erst dann ;)
Schlaglöcher, so groß dass man nicht ausweichen konnte, sondern nur noch zusehen musste, das Auto nicht in einem dieser zu versenken, Gräben, Pfützen die einfach 25cm tief waren - was man nicht vermutete, Steinrutsche, ungesicherte Abhänge (muss ich ja eigentlich nicht mehr erwähnen).
Und gerade im Moment der maximalen Steigung - es war WIRKLICH steil - und der maximalen Anzahl Straßenkrater, ging bei mir gar nichts mehr, ich bremste, bis ich stand, da ich wirklich nicht mehr wusste, wie ich das Auto heil da lang fahren sollte, tauchte aus dem Nichts hinter mir ein Quad auf - welches zwangsläufig dann auch bremsen musste - in einem dieser Krater. Tat mir zwar leid, konnte ich aber in dem Moment nicht ändern und es war mir ehrlich auch egal. Ich winkte ihn vorbei, zumindest war das meine Intention, er hielt neben uns an. Resultat: er spielte den Vorfahrer ala "wir machen den Weg frei". Er fuhr auch wirklich nie schneller als 65km/h (erfuhr ich glücklicher Weise erst später, hatte keine Zeit für Tachobeobachtung).... ICH wäre im Normalfall höchstens 5 km/h gefahren... lieber aber gar nicht. Flüsse gab's auch - ohne Brücken - er vor, wir hinterher. Viel zu schnell, viel zu chaotisch, aber um ihn nicht zu verlieren, musste ich halt leider irgendwie dranbleiben... also keine Zeit zum zuviel Angst-um's-Auto haben.
Ca 5 km vor unserem Ziel hielt er an und ließ uns alleine - klingt gar nicht so weit - war nochmal 'ne gute halbe Stunde.
Irgendwann unser Ziel gefunden - und wirklich Glück gehabt - das Haus, welches man mieten konnte, ist gerade vorher freigeworden und wurde in dem Moment gereinigt.
Im Preis war das Frühstück inklusive - und unser Garten war ein menschenleerer Strand mit Palmen und Hängematten und dahinter dem Pazifik <3 Ein Traum!!!

Hier haben wir dann tatsächlich auch nicht wirklich was unternommen, das alles war einfach zu schön und ich weigerte mich stur dort mehr als gerade nötig mit dem Auto zu fahren.

Übrigens, wichtigster Tipp - ebenfalls aus dem Lonely Planet: bevor man dort hinfährt, sollte man UNBEDINGT volltanken!!
Haben wir nicht gemacht - hatten aber Glück und für den 3fachen Tankstellen-Preis dort bei einem Einheimischen ein paar Kanister Diesel erstehen können ;) geht also auch alles - muss aber ja nicht sein.

Viel gibt es zu hier wirklich nicht zu sagen, daher auch das Zitat aus dem LP "wer für ein paar Tage (Wochen / Monate) von der Welt abschalten will, ist hier genau richtig"

Die Gastgeber sind unheimlich liebenswert und nett, können super kochen, das Frühstück ist ein Traum (insbes. das Omelette), das Rudel Weimeraner ist toll.... hachhhh... alles super - und wir waren sicher nicht das letzte Mal dort!

Die Rip-Tides des Pazifik sind allerdings krass und die Warnschilder nicht umsonst angebracht - und wenn die Flut mal kommt, geht's auch wirklich schnell, also bloß nicht unterschätzen!

Zum Abschied gab man uns eine Visitenkarte mit - das perfekte Motto für dort überhaupt: "Bad roads bring good people" Passender geht's einfach nicht ;)

Nach drei wunder-wunder-wunderschönen Tagen hier ging's dann leider los. Next Stop: Sámara Treehouse Inn.
Ich bin übrigens auf der Rückfahrt durch diesen Fluss gefahren .... das ist so gedacht.... und auch das geht ;) die Ticos haben's vorgemacht.


Sámara1

Sámara1


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Sámara Treehouse Inn

Von der Playa San Miguel bis nach Sámara sind es nur ca 35km - wie lange die in Costa Rica dauern können, wissen wir ja inzwischen... also nach einem letzten leckeren Frühstück im Flying Scorpion das Auto gepackt, mal kurz das Haus vom Sand befreit und Abfahrt...

Eigentlich haben wir und wirklich auf Sámara gefreut, auch wenn wir wussten, dass es ziemlich touristisch werden würde.
Wir haben uns - wieder im LP - eine Unterkunft rausgesucht, die sooo vielversprechend klang: Baumhaus-Holzhäuser auf Stelzen mit Strand-oder Poolblick und mit Hängematten.

Endlich angekommen wurden wir erstmal erschlagen von dem Massentourismus dort.
Wir checkten ein - und hatten kein Stelzenhaus, sondern ein ebenerdiges. Genau gegenüber der Rezeption. Zwar mit Blick auf den (Mini)Pool und "eigenen" (zum Haus gehörenden) Sonnenliegen - aber wenn das Meer vor der Tür ist, ist der Pool für uns weniger interessant.
Zu den Hausregeln gehörte unter anderem, dass man bitteschön keine Liegen anderer Gäste benutzt - auf unseren lagen permanent irgendwelche Leute.
Auch die "voll-ausgestattete" Küche ließ sehr zu wünschen übrig.
Aber wenigstens die Hängematte war vorhanden - wenn auch nicht nutzbar, da man sonst direkt neben dem Esstisch des vor uns liegenden Stelzenhauses geschaukelt wäre, will man auch nicht unbedingt. Am 2. Tag wäre sie nichtmal mehr in der Theorie nutzbar gewesen, da irgendwelche Handwerker sie abgehangen haben und den Resttag damit verbrachten auf unserem Dach rumzupoltern.

Kurz gesagt: Sámara war für uns ein absolut überteuerter, extremer Reinfall und wir sind froh, dass wir dort nur 2 Nächte gebucht hatten. Im ganzen Urlaub haben wir uns nie wie dort so gefreut, abreisen zu "dürfen".

Preisrelation dort ist übrigens ein Witz: unser "blödes" ebenerdiges, hellhöriges Haus 135$/Nacht - die Stelzenhäuser mit Meerblick 145$/Nacht... das Frühstück - unsere Lieblingsmahlzeit des Tages war ebenfalls ein Witz gegen alles, was wir sonst in diesem Urlaub erlebt haben.

Wer es aber gern touristisch mag... ist dort bestimmt gut aufgehoben.


Sámara2

Sámara2


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Letzter Tag - Fahrt von Sámara nach Alajuela

Im LP haben wir uns für die letzte (sehr kurze) Nacht ein günstiges Hotel in Alajuela rausgesucht, da der Flughafen in der Nähe ist und der Transfer vom Hotel organisiert wird.

Die Strecke bis dorthin war WUNDERschön - der Verkehr in Alajuela City gar nicht. Mehrere Krisenmomente, unzählige Autos und Menschen, Verkehrsschilder an die sich kaum einer hält usw. Außerdem fast nur Einbahnstraßen.
Was dann schlussendlich dazu führte, dass wir an unserem Hotel vorbeigefahren sind - außerdem keine Parkplätze. Es gibt zwar Secure Parking in der Stadt, aber ich hatte keine Lust mehr und so sind wir kurzerhand einfach mal Richtung Flughafen gefahren.

Da wir das Auto noch abgeben mussten (am nächsten Morgen hätte das zeitlich leider nicht gepasst, wir mussten um 6 Uhr spätestens am Flughafen sein), entschieden wir uns kurzerhand im Holiday Inn Express zu nächtigen und hatten Glück - Zimmer frei und das für 126$/Nacht.
Nach einer kurzen Erholungsstunde brachten wir dann das Auto zu Adobe, erhielten unsere Kaution komplett zurück, obwohl das Auto aussah wie Sau ;) und wurden von einem der netten Mitarbeiter zurück zum Hotel gefahren.

Dort ging's dann nur noch unter die heiße Dusche, die Rucksäcke wurden neu gepackt - und dann irgendwann auch geschlafen. Viel zu kurz, aber was soll's.

Am nächsten Morgen bekamen wir aufgrund der (unmenschlich) frühen Uhrzeit ein "Frühstück to go" vom Hotel in die Hand gedrückt, dann brachte uns ein Shuttle des Hotels mit ein paar anderen Gästen zum Flughafen.
Schnell noch die Ausreisegebühr bezahlen (ungern, ich wäre am liebsten dort geblieben), irgendwelche Zettel ausfüllen und einchecken.

Dann ging es - wie auf dem Hinflug - nach Atlanta um dort 4 Stunden Wartezeit auf den Anschlussflug zu überbrücken, die wir mit shoppen, essen usw totgeschlagen haben - Kaffee in ATL schmeckt, wenn man gerade aus einem Kaffeeland kommt übrigens denkbar schlecht ;)

.... und zurück mit Delta Airlines nach FFM, ins sehr kalte, nasse Deutschland :(


PlayaSanMiguel6

PlayaSanMiguel6


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Fazit:

Hier fasse ich mich dann mal kurz und spreche nur für mich ;)

Ich habe mich in Land und Leute verliebt, war definitiv nicht das letzte Mal in Costa Rica, lerne fleißig Spanisch und hoffe, dass ein erneuter Besuch dieser Traumdestination möglichst bald klappt :) Schließlich ist noch soooo viel von diesem tollen Land ungesehen, da uns einfach die Zeit dieses Mal nicht gereicht hat.

Außerdem noch - super wichtig:
DANKE Raphi für diesen unglaublich tollen, absolut unvergesslichen Urlaub - I've had the time of my life :)


Übernachten

Pedacito del Cielo (Lodge)

Superschöne Bungalows, familiäre Atmosphäre, tolles Essen, tolle Ausflugsmöglichkeiten, 30km von der Grenze zu Nicaragua

Kokosnüsse
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An-/Abreise

Holiday Inn Express

2 km vom Flughafen entfernt, organisiert gratis Transfer vom&zum Flughafen - Pool - Kaffee/Tee-Bar - Internet-PCs - unglaublich nette, hilfsbereite Rezeption und gewohnter relativ luxuriöser Standard eines HI

HiEx
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Sonstiges

Playa San Miguel - Strand

Menschenleere Strände, da sich kaum jemand hierhin verirrt - den "Straßen" sei Dank. Absolute Einsamkeit, Ruhe und liebenswerte Ticos, die den Aufenthalt mit ihrer Gastfreundschaft zu etwas ganz Besonderem machen. Traumhaft schön und definitiv erneutes Reiseziel :)

PlayaSanMiguel3
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Sehenswürdigkeiten

Caño Negro Bootstour / Tierbeobachtung

Wer sich für die Tierwelt interessiert, sollte unbedingt eine Bootstour über den Caño Negro machen!!
Die Guides haben ein beeindruckend geschultes Auge, erklären und zeigen einem Tiere, die man selber nie entdeckt hätte und sind superfreundlich :) Die Artenvielfalt hier erschlägt einen förmlich und die 50$ für 2 Personen war's allemal wert.

CanoNegroKaiman
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