Namibia 2009 - Reisebericht von maidlinger bei triplib.

Subtitle

Short description for search engines
maidlinger
Mitglied seit: 11.06.2008
Reiseberichte: 8
Reisetipps: 0
Fotos: 265
Länder: 23
Freunde: 0

Meine Reisestationen

Werbung

Weitere Inhalte

 

Namibia
Alle Reiseberichte (11)
Alle Fotos (439)
 

Südafrika
Alle Reiseberichte (17)
Alle Fotos (855)
 

46 Fotos | 0 Reisetipps | 5253 Views

Bewertung:
(Anzahl der Bewertungen dieses Berichts: 0)

Dass ich einen ganzen langen Winter mit Regen Schnee und kurze Tage durchstehe, das wollte ich mir nicht antun, so studierte ich schon eine Weile herum wo es schön und vor allen Dingen, wärmer ist. Namibia spukt mir schon lange im Kopf herum möglicherweise auch Kuba, doch Dorly ist Kuba eher unsymphatisch, so fragten wir unsere Freunde Uschi und Werner an, ob sie eventuell Ihren Unimog an dem ich vor ein paar Jahren die Bremsen ersetzte, vermieten würden.

Postwendend kommt ihr E-mail, selbstverständlich und sie freuen sich, dass wir nach Namibia kommen. Fast gleichzeitig teilen wir unserer Tochter Yvonne unseren Wunsch mit, mit der Swiss nach Afrika zu fliegen und wann wäre der beste Zeitpunkt wo wir als Standby-Passagiere gute Chance haben mitzukommen.? Ein paar Tage später teilt uns Yvonne bei einem Glas guten, ich würde sagen sehr guten Südafrikanischem Wein mit, der 8. Januar sieht sehr gut aus und sie konnte einen Flug abtauschen und begleitet uns nach Johannesburg. Sie sagt, ich muss meine Eltern begleiten sonst verfliegen sie sich womöglich noch, denen ist alles zu zutrauen . Ein Problem muss noch gelöst werden, denn am 9.1. habe ich noch einen Termin bei einem Herzspezialisten, mein Hausarzt meinte bei meinem letzten Besuch, dass mein Puls sich schwach anhört und ich möglicherweise einen Herzschrittmacher brauche. Ein Telefonat und schon ist der Termin auf den 25. Februar verschoben.

Donnerstag der 8. Januar, Yvonne holt uns um 18 Uhr ab, checken ein und begeben uns zum Abflug Terminal, unsere Sitzplätze sind so in der Mitte des Flugzeugs in Reihe 18 A und B. Wir sind froh, dass sich an der Passagier-Zahl nicht viel geändert hat und wir auf jeden Fall mitkommen.

Johannesburg

Im Cockpit

Im Cockpit


Mehr Bilder aus Johannesburg

Flug mit Zwischenstation in Johannesburg

Wir steigen ein und Yvonne begrüsst uns, gleich darauf auch die Métre de Cabin, wir sollen ihr folgen. Sie geht nicht rechts sondern links und schon sind wir in der Business Klasse. Ja, denke ich, die dummen haben wieder das Glück!

Genügend Platz, bequeme Sitze, Essen und Getränke vom feinsten. Yvonne arbeitet in der 1.Klasse und verwöhnt uns mit erstklass Wein und Cognac, da ist wieder ein gewaltiger Qualitätssprung zu spüren.

Nach einer angenehmen Nacht, wir können ausgestreckt schlafen, das Frühstück Geschirr wird gerade abgeräumt, kommt der Kapitän und bittet mich mitzukommen. Er fordert mich auf hinter dem Copiloten Platz zu nehmen, mich anzuschnallen und den Kopfhörer auf zusetzen.

So kann ich die Landung in Johannesburg im Cockpit miterleben und dies ist für mich ein einmaliges Erlebnis. Die Crew und wir fahren mit einem Bus ins Hote Balalayka, machen uns etwas frisch und schlendern im Zentrum umher, während sich die Crew für ein paar Stunden aufs Ohr legt, sie mussten ja die ganze Nacht anstrengend arbeiten.


meine Tochter

meine Tochter


Mehr Bilder aus Johannesburg

Am Abend treffen wir uns alle und gehen in ein Steakhaus in dem Yvonne schon zwei Tische reserviert hat und ihr werdet`s kaum glauben, für die Filets und Steaks braucht`s kein Vergrösserungsglas, sie liegen gross und gut vier Zentimeter dick auf dem Teller, der gute Wein, die angenehmen Leute, ich sage euch ein wunderschöner interessanter Abend. Wir schlendern so langsam ins Hotel, aber keiner hat so grosse Lust schon schlafen zu gehen.

Yvonne schon als Kind schnell entschlossen sagt, holt Euere Zahnputzgläser wir treffen uns hier im Raum und so holen wir zwei die 3 Flaschen Rotwein die sie mit heim nehmen wollte. Der Abend dehnte sich eine ganze Zeit über Mitternacht aus und voller schöner Eindrücke schlummern wir dem Morgen entgegen.


Windhoek

Weiterflug nach Windhoek

Gegen 15 Uhr landen wir mit der Air Namibia und Werner holt uns am Flugplatz ab, uff, die Wärme, ich schätze so 32 Grad, tatsächlich zeigt das Thermometer 36 Grad. Ich darf mich nicht beklagen, ich wollte es ja so . Der Empfang von Uschi-Werner, später Gisela-Hans, Ulli-Manni und ihren Kindern war so herzlich, so erfrischend und wohltuend, ach ja bald hätte ich Omeli vergessen, Ullis Mutter 86jährig und sie nimmt noch regen Anteil am täglichen Leben.


Eigentlich wollten wir uns in einer kleinen Pension einquartieren, doch dies kam nicht in Frage, wir sind im Gästehaus von Uschi und Werner, zwei Schritte und sind im angenehmen warmen Pool. Wenn wir wollen können wir schon Morgen oder Übermorgen mit dem Unimog abfahren, aber wir sollen uns das positiv Überlegen mit ihnen nach Swakopmund zu fahren, denn dort ist es nicht so heiß wie hier in Windhoek. So fahren wir nach ein paar Tagen früh Morgens ab, nähe Windhoeks hat es ein bisschen Verkehr der dann immer weniger wird und schliesslich vergeht manchmal eine Stunde und mehr bis uns wieder ein Fahrzeug begegnet.


Swakopmund

In der Tiefgarage angekommen meint Werner, vielleicht wäre es besser die grossen Reisetaschen im Auto zu lassen, denn oben sind die Platzverhältnisse etwas beengt, aber nehmt sie mit es wird schon gehen. Ich denke , wäre doch besser gewesen gleich mit dem Unimog abzufahren als hier so eng beieinander zu sein und unsere Freunde sich so einschrenken müssen. Ich mache nochmals den Vorschlag unser Gepäck im Auto zu lassen, mir tut`s sowieso gut Treppen zu laufen mein Bauch ist fast nicht mehr zu verbergen, na, nimm`s mal mit. Der Lift führt direkt in die Wohnung und mir fällt der Kiefer herunter, wir kommen in ein grosses schön eingerichtete Wohnzimmer zuoberst mit Sicht auf das Meer, Traumhaft und ich dachte schon wir sitzen da eng aufeinander.


Erkundungsflüge mit Werner

Werner hat sein zweisitziges Flugzeug hier und so machen wir verschiedene Ausflüge über die schöne Dünen, über das Meer zu kleinen Inseln die voll von Vögel, auf einer anderen unzählige Seehunde und Seelöwen. Wunderschön und vor allem am späten Nachmittag wenn die Sonne schon tief steht, das Meer mit seiner rauen Brandung und unter uns der Frachter der sich kürzlich bei einem starken Sturm in Walfish Bay losgerissen hat und hier auf Grund gelaufen ist. Er liegt etwa 100 Meter vor dem Strand und wird abgefrackt, eine mühsame Angelegenheit ,es werden handliche Teile mit Schneidbrenner abgetrennt und mit einem Stahlseil an dem eine Laufkatze hängt ans Ufer gebracht.

Wir verbringen schöne Tage mit baden im 14 brrrr Grad warmen Wasser, mit gut Essen und trinken und einer schönen Geburtstagfeier. Aber alles schöne hat einmal ein Ende und so fliegen Uschi und Werner nach Windhoek und wir fahren das Auto zurück.


Etosha Safari Lodge und Camp

Einweihung Safari Lodge

Einweihung Safari Lodge


Mehr Bilder aus Okaukuejo

Mit dem Unimog zur Etosha Safari Lodge und Camp

Fast kommt noch eine Hektik auf wir müssen unseren Proviant einkaufen, den Unimog einräumen und schon geht’s los zur Einweihung der “ Etosha Safari Lodge und Camp”.

Eine auf einem Bergrücken gebaute wunderschöne Lodge mit mehreren Bungalows von wo die Aussicht beidseits über hundert Kilometer weit reicht. Hier hat es in letzter Zeit gut geregnet und alles ist grün.

Die Gäste ca. 180 an der Zahl werden begrüsst, Reden gehalten, Bauherrschaft, Arbeiter und Angestellte vorgestellt und geehrt. Groß ist die Freude, kennen wir doch etliche Leute die schon bei der Einweihung der Canon Village die ganz im Süden Nähe Fish River gelegen, gearbeitet haben. Leider setzt ganz starker Regen ein, der aber diesem Anlass nichts anhaben kann.


Etosha Nationalpark

Nach einem guten Frühstück fahren wir in den nur 10 Km entfernten Etosha Nationalpark, trotzdem dass es in letzter Zeit viel geregnet hat und die Tiere nicht an die Wasserlöcher angewiesen sind, sehen wir viele und als Abschluss, noch eine Wildkatze. Um vier Uhr kehren wir zurück, schnell duschen umziehen und schon kommen neue Leute vorwiegend Investoren , es ist eine Spur eleganter, es werden traditionelle Tänze und Musik aufgeführt, alles ist wie Gestern nur vom besten. Wir haben viele interessante Gespräche geführt, viele sympathische Menschen kennen gelernt.


Outjo

Auf der Lodge von Herrn Ostermeier

Manni meint wir sollen noch da bleiben, uns rennt die Zeit langsam davon, wollen wir doch noch zu Herrn Ostermeier,den ich im Flugzeug kennen gelernt habe auf seine Lodge die nur 100 Km südlich liegt, doch auf dem Weg dorthin bei Outjo fängt ein starker Regen an und alsbald werden die Pfützen auf der Naturstrasse immer größer und größer, manchmal läuft das Wasser quer über die Strasse. Alsbald biegen wir von der C39 ab auf einen Feldweg und der führt 12 Km bis zur Lodge von Herrn Ostermeier, doch der Weg hat es in sich, das viele Wassser kann nicht so schnell ablaufen und es haben sich in den Mulden kleine Seen die fast einen Meter tief sind gebildet. Ein normales Auto könnte da nicht mehr durchfahren, ein Geländewagen müsste da schon eher aufpassen. Für unseren Unimog ist das absolut kein Problem, doch eine Stelle hat es, da bin auch ich vorsichtig und steige aus um nachzuschauen wie die Bodenverhältnisse sind. Kaum im Wasser bin ich schon knietief im Schlamm, so entschließe ich mich aussen herum einen Weg zu suchen um diese Stelle zu umfahren.

Das Gelände steigt langsam an, aber auf einer breite von 40 bis 50 Meter kommt uns ein kleiner Fluss entgegen, ca 60 cm tief vollgeladen mit Gras Ästen und braun mit Erde. Von dem Weg ist nichts mehr zu sehen, so hoffe ich dass da nicht viel Löcher und Gräben sind. Noch ein paar Kilometer und der Spuck hat ein Ende, wir sehen auf ein mal den Weg der links abbiegt und geradeaus aus diesem Tal kommt das viele Wasser. Auf der Lodge angekommen sind wir erst ein mal alleine, kein Mensch.



Mehr Bilder aus Outjo

Nacht bei wunderschönen Sternenhimmel

Ein paar Bungalows mit Pool, ein grösseres Gebäude an dem gebaut wird. Erst Abends kommen zwei Schwarze und erzählen dass sie hier am umbauen sind und Morgen der Besitzer zu erwarten ist und schon sind sie wieder weg.

So machen wir es uns gemütlich und geniessen den wunderschönen klaren Sternenhimmel.

Am nächsten Tag kommt der Neffe von Herrn Ostermeier mit Sohn und Partnerin und bietet uns an , sofern wir das wollen, auf einer Spur ca.6 Km in ein Seitental zu einem Wasserloch zu fahren, wir wären dann völlig im Busch und wenn wir etwas Glück hätten könnten wir Tiere sehen. Wir sahen keine Tiere dafür ganz was anderes.


Spektakel am Himmel - eine Sternschnuppe?

Es ist der 21. Januar 2009 - Zeit 21.15 Uhr

Ich sitze mit einem Glas Wein vor dem Unimog, 6-7 Meter entfernt ein kleines Feuer, Dorly geht um etwas Holz nachzulegen, als plötzlich über den Hügeln und ihrem Kopf ein, nein, zwei und nochmals ein drittes ganz heller Lichtschein hintereinander auftauchen. Ich rufe ganz aufgeregt Dorly zu, schau, schau schnell nach oben, riesige Sternschnuppen. Zwischen der dritten und vierten rechts noch eine vierte, alle ganz hell und ziehen einen schmalen dunkleren Streifen hinter sich herziehend von West nach Ost. Als die Sternschnuppen fast in der Mitte des Himmels sind, kommt noch eine hinter dem Horizont hervor, verlöscht aber gleich darauf. Der ganze Spuck dauert etwa 10 bis 15 Sekunden es könnte sogar auch etwas länger gewesen sein , relativ lange, der Schweif schmal und sehr lang, ich schätze mal so 30 Prozent des Himmel. Wir stehen da, sprachlos mit offenen Mund und können das eben gesehene und erlebte kaum fassen .


Twyfelfontein


Mehr Bilder aus Twyfelfontein

Weiter zur Flieger-Lodge von Franciska nach Twyfelfontein

Am nächsten Morgen rufen wir Werner an, ob er was gesehen oder gehört hat, nein nichts. Einen Tag später dann ein Anruf von ihm es steht in der Zeitung, es war eine russische Rakete die einen europäischen Satellit ins Weltall bringen aber dann explodiert ist. Auch wenn`s nur eine Rakete war, das Schauspiel war einmalig.

Wir sind unterwegs über Khorixas nach Twyfelfontein zu der Flieger-Lodge von Franciska, eine gute Bekannte von Uschi und Werner nur leider ist ihr Mann letztes Jahr tödlich mit einem Flugzeug verunglückt. Diese Lodge liegt in einer traumhaft schönen Gegend, die Bungalows in den runden Steinen, die Dusche und WC oben offen mit einem phantastischem Ausblick in die wunderschöne Landschaft . Wir warten auf Francisca, die Werkzeug und die Schlüssel mit bringen solle, doch ein SMS teilt uns mit, dass sie krank und erst zwei Tage später kommen wird. Wegen der Hitze stellen wir den Unimog in den leeren Hangar und machen esuns bequem.


Summerdown

Weiter Richtung Summerdown zur Farm von Karin und Holly

Es sind nur zwei junge schwarze da die aufpassen und sauber machen (sollten) , meistens aber abschleichen in ein Dorf von wo wir Musik hören. Ohne Werkzeug kann ich da gar nichts machen, so erkunden wir diese traumhafte Gegend zu Fuß, queren den Huab River,sehen eine Menge Tierspuren und viel Elefanten Losung, die aber schon älter ist. Ein neues SMS , Francisca liegt im Bett und kann nicht kommen, so fahren wir am nächsten Tag ab Richtung Summerdown um unsere Freunde Karin und Holly auf ihrer Farm zu besuchen, mit dem Ausruf; der Regenmacher kommt und dass ihr ja nicht gleich wieder abhaut, werden wir auf s herzlichste begrüsst. Holly und ich fahren mehrmals am Tage die Zäune ab um nachzuschauen dass sie intakt, die Rinder Salz und vor allen Dingen genügend Wasser haben. Auf der Farm hat es zur Zeit viel Wild, wir sehen Zebras- Gnus -Orix- Kudu -Hardebiest -Buschböcke-Warzenschweine mit ihren Jungen und vieles mehr. Ihr werdet`s nicht glauben, am übernächsten Tag regnet es tatsächlich.


Omitara

Jagdfarm von Carola und Kurti in Omitara

Und es regnet auch 21 mm auf der Jagdfarm von Carola und Kurti in Omitara, die gerade in Deutschland auf einer Jagdmesse sind, doch die netten Leute die auf die Farm aufpassen sagen, macht`s euch bequem und bleibt ein bisschen da.


Windhoek

Die letzten Tage in Namibia

Die Zeit läuft uns auch langsam davon, so kehren wir nach Windhoek zurück reinigen den Unimog, verbringen noch die letzten Tage mit Ulli-Manni und Kinder, wir schaffen es gerade noch einen Abend mit Gisela und Hans bevor er uns zum Flughafen bringt.


Johannesburg

Rückflug in die Schweiz von Johannesburg

Um 20 Uhr ist unser Abflug ab Johannisburg, wir haben die Sitzreihe 39 A u.B , es sind noch etliche Plätze frei, so finde ich eine 3 er Sitzreihe ganz für mich allein. Der Airbus wird schon mit dem Traktor zurückgeschoben, als ein überaus freundlicher Herr mit vier Streifen am Ärmel bei der Nr.39 stehen bleibt; Frau Maidlinger, hier ein Brief ihrer Tochter und wo ist ihr Mann, er kommt zu mir, bitte kommen sie beide mit. Er wird uns ja wohl nicht rauswefen wollen; so kommen wir in die Business Klasse, bitte setzen sie sich hier her und einen angenehmen Flug. Nach einem ruhigen Flug in dem wir schon hörten, dass es sehr stark schneit landeten wir pünktlich in Kloten.


Von Yvonne ein SMS dass es besser wäre, wenn wir mit dem Zug nach Rapperswil fahren, sie hat bedenken wegen Unfällen irgendwo hängen zu bleiben. Kein Problem Ticket holen, das Gepäck verfrachten, bis Oerlikon dann umsteigen und um 7 Uhr 19 weiter nach Stadelhofen -Uster-Rapperswil. 7 Uhr 16 fährt der Zug ein, ich sehe noch den Namen Stadelhofen und denke , klappt ja alles hervorragend. Nach ein paar Stationen dann Stadelhofen (Bahnhof am Rande von Zürich), wir hören ganz leise eine Durchsage, können aber nichts verstehen, kein Grund zur Beunruhigung .Wie ich mich so umdrehe fällt mir auf, dass wir ganz alleine im Wagen sind, nicht nur im Wagen, im ganzen Zug. Dorly bemerkt es ebenfalls und will die Türe öffnen, doch sie lässt sich nicht mehr öffnen alles drücken umsonst, der Zug fährt an und schon geht das Licht aus, stockdunkel, wir sind in einem Tunnel, ja, das kann ja heiter werden hoffentlich fährt er wenigsten in die Richtung in die wir müssen. Dorly telefoniert mit Yvonne und erzählt ihr unsere missliche Lage und dass wir versuchen mit einem anderen Zug nach Wetzikon zu kommen. Ich sehe noch kurz das Bahnhofschild “Dübendorf”, wenn da nicht eine Weiche falsch gestellt ist, könnten wir noch Uster erreichen. Unterdessen probiere ich, ob es möglich ist ein Fenster zu öffnen, ja es geht und schon bremst der Zug ab, fährt auf ein Nebengeleise und hält beim Güterschuppen in Schwerzenbach.


Dorly ruft, die Türe ist offen und so springe ich auf das Schotterbett hinunter, sie reicht mir das Gepäck, das sind 2 Mal fast 30 Kg und ich helfe ihr den grossen Tritt herunter. Es schneit ein kalter Wind bläst und wir müssen unser Gepäck durch den Schotter-Schwellen über zwei Geleise bugsieren. Der Güterschuppen ist gut 200 Meter vom Bahnhof weg und wir mit unseren leichten Schuhen, meine eignen sich vortrefflich zum tanzen aber nicht durch Schnee. Dorlys offene Schühchen könnte ich mir auf einem gemütlichen Bummel durch Rapperswil`s Altstadt im Hochsommer vorstellen. Die Leute die uns so sehen , denken bestimmt, woher kommen denn diese exotischen Vögel. Jetzt müssen wir nur noch eine lange Treppe hinunter aber keinem der Passanten wäre es eingefallen Dorly zu helfen. Erst nachher merke ich, dass es auf der anderen Seite eine bequeme Rampe hätte.

Als wir unsere Tochter in Wetzikon antreffen, meinte sie, euch zwei kann man bald nicht mehr alleine herumreisen lassen.


An alle die herzlichsten Grüsse Dorly und Wolf