Eine Reise gegen Osten, unser Ziel: CHINA - Reisebericht von maidlinger bei triplib.

Subtitle

Short description for search engines
maidlinger
Mitglied seit: 11.06.2008
Reiseberichte: 8
Reisetipps: 0
Fotos: 265
Länder: 23
Freunde: 0

Meine Reisestationen

Werbung

Weitere Inhalte

 

China
Alle Reiseberichte (20)
Alle Fotos (454)
 

Deutschland
Alle Reiseberichte (245)
Alle Fotos (3635)
 

Laos
Alle Reiseberichte (7)
Alle Fotos (153)
 

Lettland
Alle Reiseberichte (5)
Alle Fotos (43)
 

Mongolei
Alle Reiseberichte (3)
Alle Fotos (19)
 

Nepal
Alle Reiseberichte (6)
Alle Fotos (763)
 

Russland
Alle Reiseberichte (13)
Alle Fotos (235)
 

Thailand
Alle Reiseberichte (51)
Alle Fotos (2730)
 

85 Fotos | 0 Reisetipps | 11029 Views

Bewertung: 1 1 1 1
(Anzahl der Bewertungen dieses Berichts: 7)

Berichte unserer Reise nach China über Polen, Lettland und Russland.

Eßlingen

Dorle und Wolfgang

Dorle und Wolfgang


Mehr Bilder aus Eßlingen

Bericht 1

Durch den ewig langen Winter bin ich ins Hintertreffen mit meinem Iveco gekommen, ich konnte nachdem wir von Namibia zurückgekommen sind nicht viel machen, es war einfach zu kalt , aber schlussendlich habe ich ihn auf dem Strassenverkehrsamt vorgeführt und er wurde zu meiner Erleichterung schon beim ersten Mal abgenommen.


Unterdessen haben wir Kristina und Jochen Schuster aus Esslingen kennen gelernt und uns mehrmals in Meersburg am Bodensee getroffen um uns über die Reisevorbereitungen für China zu unterhalten. Ein weiteres Problem muss noch gelöst werden , wir müssen einen zweiten Reisepass haben, denn das Visa von China kann man nur 5 Wochen im voraus beantragen und innerhalb dieser Zeit einreisen, Wir planen für Russland und die Mongolei je 4 Wochen, also wäre dann das China Visum schon abgelaufen.


So gehen Dorly und ich auf die Gemeinde um einen zweiten Pass zu beantragen, doch die Dame erklärt uns, dass ein Schweizer Bürger keine zwei gültigen Pässe auf sich tragen darf.
Meine Frage, wer ihre vorgesetzte Stelle ist beantwortete sie, das Passamt des Kantons in St,Gallen. Dorly und ich fuhren schnurstrakgst nach St Gallen und trugen unser Anliegen der freundlichen Dame vor. Doch auch diese erklärte, wir könnten schon einen zweiten Pass haben, doch einer muss immer auf der Gemeinde oder Passamt deponiert sein. Alle Argumente nützten nichts, so fragte ich sie nach ihrem Chef, sie solle ihn doch bitte holen und siehe, eine Dame am Nebentisch bequemte sich an den Schalter zu kommen und mit dem Resultat , ein Schweizer Bürger darf keine zwei gültigen Reisepässe auf sich tragen, pasta.
So sage ich, wie stehts denn mit den vielen Ausländer die ihren gültigen Pass ihres Heimatlandes und den gültigen Pass der Schweiz besitzen, ein Schulter zucken.
Meine Frage wer ihr Chef ist beantwortete sie mit; die Bundesrätin Widmer Schlumpf in Bern.


Kaum daheim schreibe ich der Dame einen eingeschriebenen Brief , erkläre warum wir einen zweiten Pass brauchen, führe auch das mit den Ausländern ins Feld und warte der Dinge die hoffentlich eintreten werden. Und so war es auch , etwa 10 Tage später bekomme ich einen ausführlichen Brief eines Dr.jur vom Amt des Inneren , auch er erklärt mir lang und breit, ein Schweizer darf nur einen gültigen Pass auf sich tragen und ich schreibe zurück das siehe oben mit den Ausländern und füge hinzu, dass ein ausländischer Fussballspieler der einen Ball gut trifft, innert kürzester Zeit einen schönen roten Schweizerpass in den Händen hält . Nun kürze ich die Storry ab . auf jeden Fall schrieb besagter Herr in seinem letzten Brief, dass er unsere alten Pässe, die ja nur noch 4 oder 5 leere Seiten haben, ungültig erklärt hat und somit das Problem aus der Welt geschafft ist. So warte ich 14 Tage ab und gehe mit diesem Brief auf die Gemeinde und siehe da, sie händigen uns unsere neune Pässe aus und da die alten von höchster Stelle als ungültig erklärt wurden sagte ich der Dame haben wir die ungültigen dem Müll übergeben.

Kurz vor unserer Abfahrt haben wir der Fa. Allservice unsere neuen Pässe mit Visaantrag der Volksrepublik China geschickt mit der Hoffnung, dass diese bis zum 15 Juli in Ulan Bator (Mongolei) eintreffen.


Zilupe

Über Polen, Litauen und Lettland an die Russische Grenze

So kommt endlich der Tag an dem wir in unseren voll bepackten Iveco steigen und zu Kristina und Jochen nach Esslingen fahren. Unsere Reise geht über Polen und wir sind sehr erstaunt wie sauber dieses Land ist, man sieht keinen Abfall, kein Plastik , keine schmierrereien , es ist sauber, sehr angenehm. Über die ehemaligen Pommerischen Plattenseen erreichen wir Litauen-Lettland in Zilupe die Russische Grenze. Wir staunen nicht schlecht, die Autoschlange ist mehr als einen Kilometer lang und es geht mühsam sehr langsam vorwärts. Mit der Zeit merken wir , dass Einheimische mit ihren Fahrzeugen in der Kolonne stehen und anderen die nicht so lange warten wollen, gegen genügend Euro ihren Platz anbieten, bei einem höre ich einen Preis von 50 Euro.


Warten an der Russichen Grenze

Endlich nach Stunden werden wir bis zum ersten Zollhäuschen vorgelassen, aber die Nachtablösung ist eben erst eingetroffen und uns kommt es vor als würden die, die Feierabend haben und die, die ihren Dienst antreten erst mal zusammen einen gemütlichen Kaffee zusammen trinken. Wir warten also weiterhin geduldig und endlich werden von den Grenzbeamten ihre Computer und Geräte installiert ,( die anderen haben ihre Geräte mitgenommen) und diverse Zettel die ausgefüllt werden müssen, verteilt. Ja und jetzt fängt bei uns das Problem an, für mich ist Dorly zu genau und zu langsam, so nehme ich das in die Hände und ich weiss nicht wie mich der Teufel geritten hat, bei mir ist alles noch viel, viel schlimmer . Ich verschreibe mich fortlaufend, streiche wieder durch, schreibe in der falschen Linie. Die äusserst charmante und geduldige Dame in dem Zollhäusschen hat ein nachsehen mit mir , erklärt mir so gut es geht wie ich den blöden Wisch ausfüllen muss und plötzlich kommt mir eine Dame die mit ihrem Auto hinter unserem steht zur Hilfe. Es ist kaum zu glauben , ein junger russischer Mann , der in Deutschland lebt, wartet so lange und übersetzt ins russische bis wir unsere Einreise in Russland über die Runden gebracht haben.


Dorly bringt mir ein paar so kleine Schokoladenherzchen, die ich der netten Dame als Dank für ihre Geduld überreiche und sie reagiert ein wenig verlegen, ich meine sogar sie wird ein wenig rot und trotz der langen Prozedur mit mir, lächelt sie mich noch an. 12 Stunden, in Worten ZWÖLF ganze Stunden dauerte es bis wir die Grenze nach Russland passiert haben, so suchen wir einen Platz zum übernachten und am nächsten Morgen müssen wir erst ein mal Geld wechseln, aber an dieser Grenze hat es nur ein Wechselautomat und da getrauen wir uns nicht unsere Kreditkarte hineinzuschieben, denn wenn diese nicht mehr herauskommt haben wir ein Problem. Doch ein paar Kilometer weiter löst sich dieses Knopf, eine kleine Wechselstube in einem bewachten Parkplatz, zwar ein schlechter Kurs, aber wir können unsere fast leeren Tanks auffüllen und sind angenehm überrascht zahlen für einen Liter Diesel ca. 44 Euro Cent. So fahren wir auf teils guter, teils schlechter Strasse gegen Moskau. Uns fällt auf, dass es in den Dörfern und Städten eigentlich recht sauber ist, übernachten in sogenannten Gawiankas, das sind eingezäunt und bewachte Parkplätze hauptsächlich für Lastwagen. Ein weiteres Problem kündigt sich an, immer wieder brennt die Sicherung durch wenn der Scheibenwischer eine Weile läuft, ich suche und suche und finde die Ursache nicht. Das dumme ist dass das Wetter schlechter wird, es regnet, so hänge ich den Scheibenwischer vom Motor ab und binde an den rechten Scheibenwischer und linken Scheibenwischer eine Schnur, bringe sie durchs Seitenfenster in die Fahrerkabine. Wenn nun genug Regen auf der Scheibe ist, ziehe an der Schnur und Dorly zieht an ihrer so haben wir eine halbwegs gute Sicht, ist aber auf Dauer anstrengend, hauptsächlich die Intervall Einrichtung funktionier nicht immer reibungslos, Dorly träumt manchmal und vergisst an der Schnur zu ziehen. So suchen wir einen Autoelektriker und dieser nimmt den Scheibenwischer Motor auseinander , baut ihn wieder ein und er geht, verlangt 80 Euro und beim nächste Regen hauts die Sicherung wieder heraus. (Ausser Speesen nichts gewesen). So montiere ich wieder die Schnüre und wir fahren bei manchmal sehr starkem Regen gegen Moskau. Erst hier habe ich Zeit einen Schalter , ein Stück Kabel von einem anderen Stromstrang zu montieren und zu verlegen und der Scheibenwischer nimmt seine Arbeit wieder auf. Ich denke irgendwann werde ich auf Zufall auf das Kabel stossen das den Kurzschluss verursacht.


Kubinka

Die Maus  - 188 Tonnen

Die Maus - 188 Tonnen


Mehr Bilder aus Kubinka

Panzermuseum in Kubinka

Unser erstes Ziel und auf das freue ich mich schon lange, ist Kubinka ein Panzer Museum 60 Km südwestlich von Moskau. Frauen und nicht interessierte bitte diesen Abschnitt überspringen.


Mörser Adam

Mörser Adam


Mehr Bilder aus Kubinka

Da stehen in Reih und Glied Panzer –Panzerspähwagen-Kanonen, von den Anfängen bis in die neuere Zeit, mein Interesse gilt hauptsächlich dem grössten und schwerstem Panzer der Welt. Es ist die „MAUS „ ein Ende des 2. Weltkrieges von den Deutschen gebauter Panzer er wiegt 188 Tonnen und hat für damalige Zeiten eine grosse 15 cm Kanone. Wenn man einen Centurion oder Leopard, die ja schon zwischen 60 und 70 Tonnen auf die Waage bringen sind 188 Tonnen gigantisch. Ganz in der Nähe steht der Mörser „ADAM“ mit 147 Tonnen und 12 Meter länge, auch kein Leichtgewicht, hat ein kurzes Rohr mit 80 cm Durchmesser, wird auf lange Strecken zwischen 2 spezial Eisenbahnwagen gehängt und zum Einsatzort fährt er mit eigener Kraft auf Raupen. Dann steht noch ein Mienenräum Gerät mit ca 50 Tonnen und dieses Ding ist so gebaut, dass ihm Minen die einen Panzer zerstören, nichts anhaben können.


Moskau

Basilius Kathedrale

Basilius Kathedrale


Mehr Bilder aus Moskau

Weiter nach Moskau

Nun fahren wir nach Moskau ins Hotel Aerostar mieten ein Zimmer um die Registration vornehmen zu lassen, dass ist insofern gut, denn wir können mit der Metro die ganz in der Nähe ist schnell und billig ins Zentrum fahren. Die Metro ist wirklich äusserst sauber, kaum ein Papier liegt herum, Kronleuchter in den Stationen, die Wände mit Marmor verkleidet, die Züge sind nicht die modernsten aber robust, schnell im Anzug und mehr als 200 Meter lang. Ein äusserst leistungsfähiges Transportmittel. Die Rolltreppen gegen 70 Meter lang reichen in bis 50 Meter in die Tiefe. Was uns an den Menschen auffällt ist , sie sind sehr ernst, der Blick meisten gesenkt kaum ein lachen, sie nehmen uns kaum wahr.


Kasaner Kathedrale

Kasaner Kathedrale


Mehr Bilder aus Moskau

Wir steigen nach vier Stationen direkt am Roten Platz aus und sind überwältigt von den historischen Gebäuden, vor allem die Basilius Kathedrale mit ihren farbigen Zwiebeltürmen hat es mir angetan. Zwischen zwei Regenschauern kommt immer wieder die Sonne heraus, die Türme leuchten im satten grün –rot und blau. Ganz in der Nähe das Mausoleum vom Diktator Lenin, der tiefgekühlt aufgebahrt ist. Auf der anderen Seite Russlands bekannteste Kaufhaus GUM mit seiner beeindruckender Architektur, nur in den Nobelboutiqen sind kaum Kunden zu sehen. Wir besuchen den Kremel, das heisst was Ausländer sehen dürfen, die Koptischen Kirchen, erwähnen möchte ich nur die Mariä-Verkündigungs-Kathetrale mit ihren 5 vergoldeten Kuppeln die hell im blauen Himmel leuchten. Die Zaren Glocke, grösste der Welt 200 Tonnen schwer hat niemals geläutet , vermutlich durch zu schnelles abkühlen bekam sie Haarrisse und ein 11 Tonnen schweres Stück brach aus. Nicht weit entfernt die Zarenkanone wurde 1586 gegossen das Kaliber 890 mm auch sie hat nie einen Schuss abgegeben.


U-Bahnstation in Moskau

U-Bahnstation in Moskau


Mehr Bilder aus Moskau

Bevor wir wieder mit der U-Bahn ins Hotel fahren schlendern wir durch einen schön gepflegten Park, setzen uns in ein Kaffee und beobachten die Menschen, mir fällt auf, dass es keine jugendliche die mit zerrissenen Kleidern und abnormaler Frisur herum laufen, ja, die jungen und oft sehr eleganten Damen kommen dezent in manchmal gewagten kurzen Röcklein daher, das ich aber nicht als lässtig empfinde. Bei dem Sportstadion Dynamo Moskau steigen wir aus, einfach-billig und schnell und sind schon wieder im Hotel.
Der nächste Tag ist strahlend blau, so entschliessen wir uns nochmals den roten Platz zu besuchen, die Sonne scheint von der andren Seite was wieder andere Perspektiven gibt und die Kasaner Kathedrale erstrahlt im schönsten Sonnenschein.
Wir erhalten die Registration und fahren Ostwärts aus Moskau Richtung Kazan, der Verkehr ist gerade um Moskau sehr stark, aber manchmal wähnen wir uns in Deutschland oder Schweden, viele Lastwagen und Omnibusse die hierher verkauft wurde haben noch ihre ursprüngliche Beschriftung, so lesen wir zum Beispiel Hessen Hauptbahnhof, oder Bertschinger Dürenäsch und viele mehr.

Die Polizei ist uns gegenüber sehr zurückhaltend, erst ein einziges mal mussten wir unsere Papiere zeigen, mit denen er aber nichts anfangen konnte, so konnten wir unseren Weg fortsetzen.


Weiter nach Kungur

In Kungur , schon ein ganzes Stück von Moskau entfernt besuchen wir eine Eishöhle in der herrscht eine Temperatur von zwischen 0 und 5 Grad, sie ist über 5 Km lang mit bizarren Eiskulpturen Gängen und Sälen, dazwischen glasklare Seen, man denkt nur 50 cm tief aber in wirkklichkeit 8 Meter.

Bis zum nächsten Mal seit alle recht herzlichst gegrüsst von Dorly und Wolf


Jekaterinburg

Dorly auf zwei Kontinenten

Dorly auf zwei Kontinenten


Mehr Bilder aus Jekaterinburg

Bericht 2

Unsere Reise geht immer Ostwärts , die Hauptstrassen sind meistens gut, auf Nebenstrassen trifft man alles an, von hervorragend bis ganz schlecht.
Da wir schon weit im Norden sind scheint die Sonne schon recht lange, geht gegen 22 Uhr unter und kommt um 5 Uhr wieder. Das Wetter ist schon sommerlich warm, schlägt aber schnell um und schon wird es empfindlich kalt . Was es hier viel zu sehen gibt, sind sehr schöne Kirchen mit ihren vergoldeten Zwiebeltürmen. In Jekaterinenburg besuchen wir die bekannte Blutskirche im bizantynischen Stil, die zur Erinnerung an die erschossenen Zarenfamilie erbaut wurde. Nähe Perwouralsk kann man buchstäblich auf zwei Kontinenten stehen, hier ist mit einem Obelisk die Trennlinie zwischen Europa und Asien markiert.


manchmal sind die Wege schlecht

manchmal sind die Wege schlecht


Mehr Bilder aus Jekaterinburg

Unsere Fahrt geht weiter durch unendlich scheinende Wälder unterbrochen von riesigen Weiden und Felder , das Land ist vorwiegend eben aber doch nicht langweilig. Die Felder sind mit kleinen Inseln aus Bäumen durchsetzt was der Landschaft einen gewissen Reiz verleiht. Der Verkehr außerhalb der Städte ist gering , die Polizei sehr präsent sie verstecken sich hinter Büschen und Bäumen mit der Radarpistole in der Hand, uns gegenüber sind sie überraschenderweise tolerant und haben nur ein einziges mal die Papiere sehen wollen, konnten aber damit nichts anfangen und so setzten wir unsere Fahrt nach kurzer Zeit fort. Manchmal denken wir auch , dass unser Schweizer Kreuz sie eher zum weiterfahren verleitet und bis sie merken dass wir ein weisses Kreuz haben, sind wir schon durch die Kontrolle.


Unsere Übernachtungsplätze sind meistens im Wald oder an einem See oder Fluss, so auch einmal an einem Samstag, es hat ein paar Leute und wir stellen uns so in 20 Meter Abstand neben drei Familien , die uns nicht beachten , uns ist schon mehrmals aufgefallen, dass die Menschen eine gewisse Scheu Fremden gegenüber haben , aber ein freundliches nicken oder winken genügt in der Regel scho um einen Kontakt zu knüpfen. Wir grillieren unser Fleisch und nicht lange danach werden wir von diesen jungen Leuten angesprochen und zum unvermeidlichen Wodka den ich kaum ausschlagen kann , eingeladen . Leider ist unsere Verständigung sehr schlecht, ich spreche schlecht und diese Leute überhaupt nicht englisch , aber mit Gesten und in den Sand zeichnen geht’s ganz gut.
Obwohl sie gesehen haben , dass wir grilliert und gegessen haben, lassen sie sich nicht davon abbringen nochmals mit ihnen zu essen und zu trinken , dann nach Stunden brechen sie auf ,ihrer kleinen Kinder wegen und geben uns alles an Fleisch Saucen und vieles mehr. Kristina und Jochen haben nur ein einmonatiges Visum von Russland bekommen , so müssen sie über Kasachstan fahren, wir fahren auf Nebenstraßen aussen herum und treffen uns 3 Tage später wieder.


Omsk

Omsk

In Omsk mussten Kristina und Jochen wieder die Registratur in einem Hotel machen , Dorly und ich zahlten eine geringe Parkplatzgebühr und übernachteten im Auto. Anderntags erschien Jahn ein junger symphatischer Mann von 17 Jahren , er spricht etwas englisch und was für ein Glück , Jochen der auch 3 Bypässe am Herzen hat , muss sich im nahe gelegenen Spital untersuchen lassen und Jahn übersetzt auf Russisch . Gott sei Dank, nichts ernsthaftes und so können wir unsere Reise alsbald vortsetzen. Auf der Ausfallstrasse wird noch für den Abend ein gutes Stück Fleisch in einem riesigen Supermarkt , der sage und schreibe 83 Kassen hat , gekauft.


Dorly mit Gips

Dorly mit Gips


Mehr Bilder aus Omsk

Ein Gips für Dorly

Weil es geregnet hat und die wenigen Wege die von der Hauptstrasse weg führen, unpassierbar sind stellen wir uns hinter ein halbverfallenes Gebäude, ich ziehe mir mein Arbeitsgewand an und höre plötzlich ein Gewimmer, Dorly wollte für das Grillfeuer ein paar Äste an einem dürren Baum abbrechen und stürzt ganz unglücklich auf den rechten Arm. Ich helfe ihr auf und sage hier ist ein Gips angesagt, das rechte Handgelenk ist ganz unförmig, suche in meiner Ersatzteilkiste ein Alublech um ihr den Arm zu schienen. Unterdessen fahren Kristina und Jochen auf die Hauptstrasse um sich zu erkundigen wo das nächste Krankenhaus ist. Mir schwant schlimmes, Dorly kann mit einem Arm viele Sachen nicht mehr machen, sie ist zwar Linkshänderin was vielleicht ein kleiner Vorteil ist, aber an mir bleibt vieles hängen. Ich darf gar nicht dran denken, Hintern putzen, anziehen - kochen- betten, einmal Morgens einmal Abends und vieles mehr. Etwa 15 km weiter an einer Tankstelle ruft die Tankwartin den Krankenwagen und innerst kürzester Zeit kommt auch dieser, laden Dorly ein und wir folgen ihm. Sie kommt auf eine Bahre, ich bekomme einen weissen Kittel mit Haube,ein paar wenige Informationen wie Name Alter auf was sie allergisch reagiert und schon wird der Arm geröntgt. Der Chefarzt erscheint, sieht sich die Sache an, es wird diskutiert und sie kommen zum Entschluss, dass Dorly eine kleine Narkose, vermutlich um den Knochen zu richten braucht. So muss ich in den Nebenraum und sehe mich ein wenig um, da stehen 3 Computer die vor sich herbrummeln, die Wände ein wenig schief und krumm mit etliche Farbanstrichen darauf, an der Wand oben schauen aus einem Loch viele dünne Kabel, aber wie ich das so beurteilen kann funktionier doch alles. Es zieht sich etwas in die länge, so betrachte ich den Boden der blaue und graue Fliesen hat, an der gegenüberliegenden Wand hat der Plättlileger angefangen diese mit einem gewissen Muster zu verlegen doch Stunden später, ich denke der Wodka zeigt bereits seine Wirkung sind dann die Fliesen wie Kraut und Rüben in einem fürchterlichen durcheinander verlegt, auch die Fugen passen nicht mehr überein, sind bis zu 10 mm verschoben aber was macht das, wichtig ist schlussendlich dass der Boden eben und gut zu putzen ist. Dorly wacht auf und sie hat einen Gips von den Fingern bis über den Ellbogen.


Übernachtung im Spital

Wir übernachten gleich im Spital und am nächsten Morgen um 6 Uhr klopft der Arzt und sagt sie solle zur Kontrolle kommen, der Gips wird ein wenig gelockert weil die Finger ein bisschen blau angelaufen sind. Wir fragen was wir bezahlen müssen und zu unserer Überraschung sagen sie, nichts, aber wir können freiwillig einen kleinen Betrag geben, beim Aufwiedersehen sagen fällt dann die Krankenhausleiterin Dorly und mir um den Hals, möglicherweise waren sie mit dem Trinkgeld zufrieden. Meine Befürchtigungen sind dann tatsächlich fast alle eingetreten und leichte bis mittelschwere Stresssymptome stellen sich alsbald bei mir ein, aber es hätte ja auch noch schlimmer kommen können. Alle unsere Töchter Prisca und Yvonne werden vom ersten Gips ihrer Mutter per SMS in Kenntnis gesetzt, mit dem Resultat, die ältere schreibt ihrer Mutter sie könne sich ja jetzt von ihrem Mann bekochen und verwöhnen lassen, die jüngere, der Pappeli wird das ja schon schaffen, von Mitleid mir gegenüber keine Spur.



Mehr Bilder aus Omsk

Kleine Holzhäuser

So geht unsere Reise immer gegen Osten weiter, wären da nicht diese kleinen, manchmal farbigen und mit Holzschnitzereien verzierte Holzhäuser könnte man manchmal meinen in irgendeinem europäischen Land zu sein, es fahren da die tollsten und teuersten Autos wie Audis-Mercedes-VW Geländewagen einfach alles und relativ neue Fahrzeuge, so dass wir uns fragen wo sie das viele Geld her haben oder auch schon so, alles auf Pump. Die kleinen Holzhäuser brauchen natürlich viel weniger Heizung und Holz ist eine gute Isolation gegen Wärme wie auch gegen Kälte, rund ums Haus hat es in der Regel einen Garten mit Obstbäumen, die meisten haben Tiere- Hühner Enten- Gänse- Schweine, bei einigen 2 oder 3 Kühe. Teilweise heizen noch viele mit Birkenholz, manchmal mit Kohle und seit einiger Zeit mit Gas die gelben Röhren sind oberirdisch auf Eisenstützen verlegt was das ganze Dorf verschandelt.


Holzhaus

Holzhaus


Mehr Bilder aus Omsk

Schuld ist der Permafrost, die Erde taut nur in den Sommermonaten bis zu einer Tiefe von gut einem Meter auf und die Häuser sinken bei einem außergewöhnlichem Sommer manchmal wieder ein Stück ein, etliche sind schon ganz schief und die Leute müssen ihre Möbel und Betten unterlegen damit sie gerade stehen.
Und wenn ihr jetzt meint ich habe diesen Bericht an einem Stück geschrieben, so täuscht ihr euch gewaltig, zwischen den Sätzen habe ich schon den Lauch in so kleine Ringlein, den gekochten Speck in Streifen geschnitten, musste mir mehrmals deswegen die Hände waschen man hätte das ja auch in einem Aufwasch erledigen können. Ich hätte nie gedacht, dass ich bald mit 70 Jahren noch eine Haushalt und Kochlehre machen muss.


Nowosibirsk

Samstag, der 20.06.2009

Es ist der Samstag der 20.6. Wir haben in der Nähe von Novosibirsk ein grosses interessantes Eisenbahnmuseum besucht, da standen alte Dampf -Diesel und E-Locks und eine davon hat mein Interesse geweckt und ausgerechnet da war keine Informationstafel dort, alle Angestellten die ich fragte konnten mir keine Auskunft geben, so kann ich nur von mir geschätzte Angaben machen; es ist eine Diesel-Elektisch angetriebene Lock mit 8 angetriebenen Achsen in 4 Fahrgestellen was ich durch ein kleines Fenster sehen konnte 2 grosse Dieselmotoren, länge ca. 20 Meter Gewicht geschätzt zwischen 160 und 200 Tonnen.


Schmauchspuren

Schmauchspuren


Mehr Bilder aus Nowosibirsk

Unschöne Szenen und "versuchte Brandstiftung"

Wir suchen uns in der Nähe einen Schlafplatz und fahren einen Feldweg gegen einen Wald, Jochen hat mit seinem MAN Allrad etwas bedenken und so bleiben wir noch in Sichtweite der Strasse stehen, braten auf dem Grill ein gutes Stück Fleisch und gehen gegen 22 Uhr schlafen. So gegen 3 Uhr hält neben uns ein Auto und jemand klopft an unsere Türe. Ich mache das Fenster auf und sehe drei männliche Personen die schon ganz schön dem Wodka zugesprochen haben, zuerst fragen sie mich ob ich Wodka habe, ich verneine und schon holen sie den eigenen und geben mir ein Glas zu trinken, unterdessen steigen noch zwei Frauen aus und eine davon gibt mir Schokolade. Der Wortführer, ein ganz großer kräftig gebauter Mann, der trotz der Kälte nur ein Leibchen an hat, kommandiert die zwei anderen herum und sie gehen zum MAN kommen aber bald wieder, zwei der Männer und die Frauen steigen wieder ein, der Große und der andere gehen hinter unser Auto und als sie wieder hervor kommen ruft der kleinere Money-Money, gleich darauf auch der Große ich sage ihnen wir haben kein Money wir bezahlen mit Kreditkarten. Da geht der Große zu seinem Auto, macht die Motorhaube auf, ich denke Gott sei Dank sie fahren ab und kommt mit einer Flasche zu mir unter das Fenster leert Benzin an die Wand und zündet es an. Ich höre im Funk dass Jochen was sagt aber ich bin mit den zweien zu beschäftigt und Dorly mit ihrem Gips kann auch nicht ans Funkgerät. Es brennt gleich lichterloh so nehme ich ein Kissen lösche die Flamme und sage Dorly, dass wir schnell abhauen müssen, zum Glück lasse ich für solche Fälle den Zündschlüssel im Schloss, starte und fahre los, Jochen hat auch bereits sein Fahrzeug am laufen und ich rufe hinüber sofort abfahren. Wir fahren zurück auf die Strasse und dort werde ich von dem PW überholt zuerst fährt er in Schlangenlinien vor mir her, ich hupe ununterbrochen um die Leute nervös zu machen, er versucht mich aufzuhalten und ich glaube dass keine 10 cm Abstand zwischen den Fahrzeugen ist. Am liebsten hätte ich ihn gerammt und neben die Strasse gedrückt, doch da sind zwei Frauen und 3 Männer wenn da jemand verletzt würde hätten wir vermutlich ein Haufen Probleme.

Nachdem er merkt dass ich nicht nachgebe, gibt er Gas und überholt Jochen doch gegen so ein grosses Auto hat er keine Chance. So fährt er 50 Meter vor dreht um und steht am linken Strassenrand und ich gebe Gas und fahre laut Hupend auf ihn los, erst im allerletzten Moment schwenke ich ab und trotz des lauten Krachs höre ich die Frauen schreien. So fahren wir noch zwei Kilometer und an einer Lastwagen Werkstatt der Kohlengrube stelle ich mich auf einen Vorplatz, Jochen fährt ins Areal wo dann auch ein paar Männer erscheinen aber die Verständigung war äußerst schlecht, so stellte er sich dann auch neben mich auf den Vorplatz. Doch einer der nicht wusste was mit uns anzufangen ist, hat die Polizei gerufen die dann 10 Mann hoch anrückte und uns aufforderten ihnen nachzufahren um auf dem Polizeiposten weiterzuschlafen. Am andern Morgen fuhren Dorly und ich zurück zu unserem Schlafplatz um den Einstiegsbock sofern er noch da ist zu holen, doch den haben die mitgenommen und samt den Sandalen 15 Meter Kabel Besen und Schaufel. Wieder zurück fragte uns der Polizeichef ob wir einen Rapport wünschen, doch diese Prozedur mit den Sprachschwierigkeiten wollen wir uns nicht antun und ich glaube sie waren auch froh darüber, erstaunlich war, dass sie nicht mal unsere Ausweise sehen wollten. Nachträglich denken wir, dass das nicht als Überfall geplant war, sondern die haben das spontan gemacht um schnell an etwas Geld zu kommen.


Auch ärgere ich mich über mich selbst, denn ich kann bellen wie ein großer böser Hund und ich vergesse

An alle die herzlichsten Grüsse senden Dorly und Wolf


Tomsk

Küchenarbeit

Küchenarbeit


Mehr Bilder aus Tomsk

Bericht 3

Nachdem ich ganz wenige Mitleid erzeugende e-mails bekommen habe , sehe ich mich gezwungen noch ein wenig weiter zu jammern, es fällt mir auch nicht schwer denn kaum habe ich meine noch müden Augen offen, muss ich die Bettdecken und Leintücher ausschütteln und akkurat zusammenlegen, Dorly klärt mich auf, dass der Mensch viel Haare und Hautschuppen verliert, na ja das leuchtet ein. Kaffeewasser aufsetzen Brot schneiden und streichen auch das für den Mittag, abwaschen trocknen und verräumen. Dorly helfen anziehen und Knöpfe zumachen, Den ganzen Tag mit dem grossen schweren Auto fahren, Abends dann die Vorbereitungen für`s Essen die ganze Prozedur mit dem Geschirr, kaum dass ich in Ruhe ein oder zwei Glas Wein trinken kann und schon muss ich betten, alle paar Tage Dorly waschen und den Rücken kratzen. So falle ich todmüde ins Bett und schlafe, träume noch in der Nacht von der ungewohnten Küchenarbeit. So, hoffentlich reicht das , ich könnte da noch mehr aufführen aber man sollte es nicht übertreiben.


Schiffshebewerk

Schiffshebewerk


Mehr Bilder aus Tomsk

Unsere Fahrt geht über Novosibirsk- mit Abstecher nach Tomsk dort sind die ältesten Holzhäuser mit schönen geschnitzten Türen und Fenster. Wir treffen überall auf freundliche Menschen, so auch in einem Supermarket; stehen an der Kasse und hinter uns ein junger Mann, der ganz spontan uns eine Flasche Schnaps schenkt. In der Nähe von Krasnojarsk eine Industriestadt hat es eine Staumauer und hier ist der weltgrösstes Schiffshebewerk , man muss sich das so vorstellen ein riesiger Kasten der auf Schienen läuft, öffnet ein Tor ein Schiff bis zu 60 Meter Länge fährt ein, Tor zu und Elektromotoren treiben über Zahnstangen diesen riesigen Kasten nach oben oder umgekehrt.

Am Rand eines kleinen Dorfes finden wir einen Platz zum Übernachten und Schlendern durch den Ort, eine junge Frau der wir zulächeln schenkt uns spontan 4 Omul Fische die wir anschließend braten, sie schmeckten hervorragend.


Irkustk

Am Baikalsee

Am Baikalsee


Mehr Bilder aus Listvyanka

Treffen mit den Lenzlinger´s

In Irkustk fährt ein Auto neben uns und da hören wir eine Stimme sagen, Maidlingers sind auch da, verwundert schauen wir heraus und sehen Madeleine und Albert Lenzlinger aus Zürich, sie stehen mit ihrem Duro neben uns, ja, die Welt ist doch klein.
Wir erreichen den grössten Süsswasser See der Welt, der Baikalsee mit einer Grösse die die Fläche von Belgien übertrifft und hat eine Tiefe von bis zu 1624 Meter, das Wasser glasklar aber kalt und ich habe es nicht lange darin ausgehalten. Der See enthält ein Fünftel der Süsswasser-Reserven der Welt und 300 Flüsse ergiessen sich in ihn.


Sühbaatar

Kuh- und Ziegenherden

Kuh- und Ziegenherden


Mehr Bilder aus Sühbaatar

Spannende Einreise in die Mongolei

Am Sonntag den 5.6. Und nach 12.100 Km erreichen wir die Grenze zur Mongolei, bei der Ausreise aus Russland werde ich von einer fahrbaren Röntgenmaschine überrascht die alle grösseren Fahrzeuge durchleuchtet. Jetzt ist guter Rat teuer, denn ich habe da so ein kleines handliches Ding das Bum-Bum macht und das ist im Geheimfach in dem ich es unter keinen Umständen lassen kann. Durch die Kunststoffwände ist es vermutlich deutlich zu sehen, das beste wäre, es in der Werkzeugkiste zu verstauen, aber ich kann jetzt nicht im Zollhof da was verräumen, so stecke ich das handliche Ding in meine Hosentasche. Man könnte vermutlich nur mit viel Glück einen Menschen damit umbringen, aber außer Gefecht setzen wäre durchaus möglich. Dorly meint, gib es mir sie werden eher dich abtasten als mir in die Handtasche schauen, so gebe ich es ihr und das Schächtlein mit den Dinger die da Bum-Bum machen. Das ist ja ganz was neues, dass meine Frau so viel Mut an den Tag legt und ich bin mehr als überrascht und Stolz auf sie. Ich muss mein Auto auf eine Bahn stellen und aussteigen, dann 50 Meter entfernt warten. Dorly hat`s dann doch noch mit der Angst zu tun bekommen als eine korpulente Uniformierte erscheint, so verdrückte sie sich zwischen die Lastwagen. Das Mobile Röntgen Gerät stammt aus Deutschland und dürfte das modernste sein das auf dem Markt ist, nur sehe ich nicht den Grund ein, dass bei der Ausreise so kontrolliert wird ich hätte eher gedacht bei der Einreise.

Nach 4 Stunden sind wir in der Mongolei und auffallend, die Menschen lachen und sind fröhlich, sie begrüssen uns mit Willkommen in der Mongolei, die Russen waren nicht unfreundlich aber etwas ernster.
Was sich geändert hat ist die Landschaft und zwar schlagartig, es ist vermehrt hügelig und es hat kaum mehr Bäume, auf den Weiden viele Schaf-Ziegenherden Kühe und auffallend viele Pferde die jetzt ihre Fohlen haben.


Kloster Amarbajasgalant

Kloster Amarbajasgalant

Kloster Amarbajasgalant


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Kloster Amarbajasgalant

Die Menschen haben eine andere Kopfform, eher rundlich und auffallend sind die Backenknochen. Verstreut die Jurten, das sind eigentlich runde Zelte mit einem Ofen in der Mitte. Ewa 200 Km nach der Grenze biegen wir von der Hauptstrasse ab auf einen Feldweg und fahren 30 Km zum Kloster Amarbajasgalant, immer wieder müssen wir schlammige Passagen umfahren der Weg ist nicht befestigt und der letzte Regen war vermutlich erst gestern.


Owoo (geschmückter Baum)

Owoo (geschmückter Baum)


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Geschmückte Bäume

Das Kloster stammt aus dem Jahr 1717 und ist im Chinesischem Stiel erbaut, die braunen glasierten Ziegel leuchten schon von weitem. Das Kloster überdauerte als eine der wenigen buddhistischen Stätten die stalinistischen Ausschreitungen der 30er Jahre nur leicht beschädigt.
Bei einer Gedenkstätte die über und über mit blauen Tüchern geschmückt ist, genannt Owoo, hält ein Franzose der gut deutsch spricht und erzählt uns, dass nicht weit von hier im nächsten Dorf ein Pferderennen ist. Schon von weitem sehen wir die Staubfahne, viele Reiter und Autos bewegen sich zum Schauplatz des Geschehens. Es sind Zelte und Jurten aufgestellt Stände an denen nützliches und unnützliches verkauft wird, Glücks und Geschicklichkeitsspiele, ein Spiel ist Hufeisen auf eine Distanz von gegen 4 Meter und dabei verschiedene Pfähle zu treffen. Hinter einer runden Absperrung werden Ringkämpfe ausgetragen, es ist was Ähnliches wie in der Schweiz bei einem Schwinger Fest in den Bergen, nur die Regeln sind ein bisschen anders.


Reiter in schönen Trachten

Es kommen Reiter mit schönen Trachten und ihren kleinen aber ausdauernd und schnellen Pferden, gelegentlich prescht ein junger Mann in den Steigbügel stehend vorbei. Auch ältere und junge schön gekleidete Damen reiten um den Platz, die Sonne scheint warm und hell. mit dem Staub zusammen ergibt es eine eigenartige Stimmung. Auf einmal bewegen sich alle, mit und ohne Auto auf einen bestimmten Platz zu, ich fahre hinterher , stehe fast zuvorderst und steige aufs Dach von wo ich einen hervorragenden Überblick habe und in weiter Ferne ist eine immer größer werdende Staubfahne zu sehen die schnell näher kommt. Die Reiter werden von der Polizei und anderen Fahrzeugen begleitet, die Menschen klatschen und jubeln den Reitern entgegen die verschwitzt und verstaubt nach 30 Kilometer durchs Ziel galoppieren. Es sind durchwegs Jungen bis 12 Jahre und ich staune nicht schlecht, als, als letzter ein etwa 4 Jähriger Junge mit seinem kleinen Pferd durchs Ziel reitet.


Ulaanbaatar

Naadam Fest

Naadam Fest


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Wir verlassen vor der Rangverkündigung den Platz und fahren Ulaan Batar entgegen, übernachten auf dem Parkplatz eines Klosters wo wir am nächsten Morgen diskret aufgefordert werden leise abzufahren, der Grund, sie haben schon zwei tote auf Bahren hinein getragen und in dem Gebäude wird die Totenfeier abgehalten, so lasse ich den Iveco ohne den Motor zu starten 300 Meter hinunter rollen.
Wir erreichen Ulaan Batar mit gegen einer Million Einwohnern, die Hauptstadt der Mongolei, das Zentrum ist nicht gerade groß, doch bis weit die Hügel hinauf ziehen sich die meist kleinen Häuser, die eine Ähnlichkeit mit den Vawelias in Rio de Janeiro haben. Ganz am Rande der Stadt suchen wir ein Restaurant “Goldener Hirsch” es war trotz GPS schlecht zu finden, zwei Mal waren wir ganz nah, doch immer war ein kleiner Hügel dazwischen. Tunga und Baata sprechen deutsch und so erhalten wir nützliche Informationen.
Wir sind noch rechtzeitig zum Naadam Fest, das größte in der Mongolei hier im Fußballstadion eingetroffen und die Tochter beschafft uns auf dem Schwarzmarkt nicht gerade billige Eintrittskarten zur Eröffnung des dreitägigen Festes. Wir haben Glück im gedeckten Teil des Stadiums einen guten Platz gegenüber den Aufführungen zu erhalten, die Sicht könnte nicht besser sein. Mehrere Kapellen in ihren farbenprächtigen Uniformen spielen zu den Vorführungen, die meistens mit Pferden auf denen Reiter mit Farbenprächtigen Uniformen sitzen.


Kleider und Hüte

Kleider und Hüte


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Naadam Fest

Wir sind fasziniert, diese Farbenpracht, diese wohlklingende Musik und es geht Schlag auf Schlag, die Vorführung ist noch nicht fertig kommen wieder neue Gruppen von rechts oder links, sie galoppieren kreuz und quer über den Platz, ja, teilweise stehen sie auf den Pferden. Ganz besonders hat eine Vorführung der weiblichen Kleidung Dorly angesprochen, verschiedene farbenfrohe lange Röcke mit Hüten die ich als gewöhnungsbedürftig einstufe, eigenartig so etwas habe ich noch nie gesehen.


Rennreiter

Rennreiter


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Pferderennen 30 Km westlich von Ulaanbaatar

Noch ganz begeistert von diesem spektakulären Auftakt des Naadam Festes fahren wir zum Pferderennen 30 Km westlich von Ulaan Bator, wir sind noch nicht am Stadtrand als wir von Autos rechts und links überholt werden, sie fahren 4-5 und 6-spurig auch neben der Strasse stadtauswärts. Der Staub ist so dicht, die Sicht nicht mehr als 10 Meter und Fahrzeuge die stadteinwärts wollen müssen warten bis der Spuck vorbei ist. Beim Bahnübergang da staut sich dann die Autoflut und es hat ein paar, die versuchen sogar neben dam Bahnübergang über die Gleise zu fahren und bleiben prompt stecken. Wir erreichen dann doch noch rechtzeitig den Zielplatz, hier stehen aber tausende von Fahrzeugen, eine Zeltstadt gegenüber des Zieles, Menschen-Menschen, ich glaube die ganze Stadt ist hier versammelt.


Naadam Fest

Naadam Fest


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Von dem Rennen sehen wir eigentlich nichts, es ist unmöglich an die Ziellinie zu kommen, doch das ganze drum herum ist schon ein Erlebnis. Gegen Abend leert sich das Gelände und wir können bis gegen 4 Uhr selig schlafen, doch ein energisches Klopfen stört unseren Schlaf, eine junge Frau die ganz gehörig dem Alkohol zugesprochen hat, möchte vermutlich heim gebracht werden, sie deutet immer in eine Richtung. Doch diesem Wunsch sind wir dann doch nicht nachgekommen.

Ganz herzliche Grüsse senden Euch allen
Dorly und Wolf


Bericht 4

Das Reiterfest ist vorbei, die Unordnung ist nicht zu übersehen, überall Papier und Plastik, die junge alkoholisierte Frau wird vermutlich auch zu Hause angekommen sein. So machen wir uns auf guter Strasse auf den Weg westwärts nach Karakorum.


Karakorum

Schöne Landschaft bei Karakorum

Schöne Landschaft bei Karakorum


Mehr Bilder aus Karakorum

Auf dem Weg nach Karakorum

Nach ca. 40 Km hört der Asphalt auf und jeder sucht sich eine Spur, zum Glück bläst der Wind von der Seite und der Staub hält sich so einigermaßen in Grenzen. Die Landschaft ist ganz leicht gewellt und es hat grosse Felder die von Raupen Traktoren bestellt werden, doch plötzlich wie aus dem nichts tauchen auf der rechten Seite glatte Felsen die wie Inseln in der Landschaft stehen auf, das grün des Grases und das helle braun der Felsen erinnern uns an Gegenden in Namibia. So entschliessen wir uns spontan den Rest des Tages in dieser wunderschönen Landschaft zu verbringen. Steige in den Felsen herum aber außer kleinen Echsen ein paar Käfer und Vögel sehe ich keine Tiere, die Aussicht ist einmalig und geniesse die Ruhe um mich herum. Ganz in der Nähe hat es ein kleines Touristen-Camp mit Restaurant und hier essen wir eines der besten Steaks, ganz der schönen Landschaft angepasst.


Kloster in Karakorum

Kloster in Karakorum


Mehr Bilder aus Karakorum

In Karakorum ist eines der ältesten Klöster, es wurde 1586 auf Geheiß des Chalch Fürsten Abtay-Khan gebaut, auch die Stadt selbst, sie wurde von Tschingis-Khan 1220 aus strategischen Gründen erbaut.


Terhiyn Tsagaan Nuur

Weiter an den Tariat-See (Terhiyn Tsagaan Nuur)

Wir wollen noch zum Tariat See etwa 300 Km westlich, unsere mitreisenden Kristina und Jochen, sie haben einen großen Allrad getriebenen MAN und sie wollen diesen Weg aus unerklärlichen Gründen mit einem Mietauto mit Fahrer machen. So fahren wir schon mal los, machen für den Abend einen Treffpunkt in Ondor- Ulan ab. Nach etwa 2 Stunden fängt es zuerst leicht, dann aber heftig an zu regnen, es bilden sich Pfützen, doch wir brauchen nicht einmal den Vierrad Antrieb, der Boden ist bis auf wenige Stellen sandig und bleibt auch bis zum Abend hart. Gegen 17 Uhr sind wir an dem Treffpunkt, doch von Kristina und Jochen ist nichts zu sehen, wir denken dass sie vielleicht umgedreht haben.


Der nächste Tag, immer noch regnet es denken auch wir ans umdrehen, doch das steht ein wenig gegen meine Logik, so kurz vor unserem Ziel, es sind noch gut 70 Km zu fahren und so fahren wir weiter. Zum Glück hört es bald auf zu regnen, auch die Sonne kommt wieder hervor und wir erreichen in schönster weiter Landschaft den wunderschönen See Tariat.
Und hier treffen wir ganz unerwartet Kristina und Jochen, die schon vom Ende des Sees zurückkommen, kaum sind sie weg haltet ein schönes Wohnmobil mit Schweizer Nummernschild neben uns, ein Walliser Ehepaar, trinken zusammen Kaffe und plaudern eine Weile und dann geht, das heißt fährt jeder wieder seines Weges.


Karakorum

Wieder zurück in Karakorum fahren unsere Mitfahrer auf der gleichen Teerstrasse nach Ulan Bator zurück, wir machen einen Bogen zum Ogi Nuur See, eigentlich haben wir diesen nur zufällig erreicht, weil wir auf diesen Feldwegen eine Abzweigung verpasst haben.


Ogii Nuur See

Pferdeherde im Ogii Nuur See

Pferdeherde im Ogii Nuur See


Mehr Bilder aus Ögiy Nuur

Auch dieser See eine Perle der Natur, tiefblau inmitten einer sanft hügeligen Natur. Unsere Mittagspause machen wir am Ufer als eine Pferdeherde von etwa 20 Tieren in den See läuft um zu saufen.


Ulaanbaatar

Budah mit einer Höhe von 26 Metern und einem Gewicht von 90 Tonnen

Budah mit einer Höhe von 26 Metern und einem Gewicht von 90 Tonnen


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Wieder zurück nach Ulan Bator

Wieder Zurück in Ulan Bator nach immerhin gut 800 Km besichtigen wir in einem Kloster eine Budda Statue von gegen 26 Meter Höhe und einem Gewicht von 90 Tonnen.

Auch holen wir unsere Reisepässe mit dem China Visum bei der DHL ab, stehen vor der Schweizer Botschaft und testen zum ersten Mal Wireless was zu meinem Erstaunen auf Anhieb funktioniert. Östlich außerhalb der Stadt wollen wir unsere Mitfahrer treffen, so stehen wir direkt am Fluss. Dorly möchte, dass ich den Gips abnehme, so hole ich ein Eisensägeblatt und den Seitenschneider und mache mich ans Werk und nach einer halben Stunde ist er ab. Von dem Gips säge ich den unteren Teil der Länge nach auf und so habe ich eine Schiene die ich mit einer elastischen Binde umwickle.


Hagel

Hagel


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Gegen 16 Uhr als die Wolken immer dichter und dunkler werden bricht überraschend schnell ein Unwetter über uns ein, es regnet zuerst und dann geht der Regen in Hagel über, Kirschengrosse Körner prasseln auf uns nieder zum Glück habe ich das meiste schon verräumt, trotz Hut spüre ich die Hagelkörner und rette mich fluchtartig ins Auto.


Hagel

Hagel


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Innert kürzester Zeit ist es weiß, im Fluss hat es tausende kleine Fontänen und jedes Hagelkorn das ins Wasser schlägt verursacht dies, Dorly macht ein bedenkliches Gesicht, ihr ist es nicht mehr wohl in unserem Wohnmobil mit seiner Kunststoffhaut ist es besonders laut und hin und wieder drehe ich das Auto so in den Wind, dass die Hagelkörner nicht gerade auf unsere Kunststofffenster prasseln denn ich habe bedenken dass die Fenster dieses Bombardement nicht aushalten und bersten. Nach einer halben Stunde fahre ich vorsichtshalber auf einen kleinen Damm der so einen Meter hoch ist, man weiß nicht wie viel Wasser da noch von den nahen Bergen herunterfliest. Ewa 50 Meter von uns ist ein Personen wagen stecken geblieben, die Motorhaube schon zur hälfte unter Wasser, schon über eine halbe Stunde und der Hagel hält unvermindert an, Dorly hat Angst und möchte am liebsten auf die Hauptstrasse fahren, ich selbst bin unentschlossen und denke, dass es auf dem Damm doch noch am sichersten wäre. Rundherum ist es weiß wie im tiefsten Winter, eine Pferdeherde in der Nähe wiehern vor Angst und die Fohlen rennen planlos umher, ihnen tun die Hagelkörner bestimmt weh.


Hagel

Hagel


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Dorly gibt keine Ruhe mehr und möchte weg von hier und ich will nicht einfach abfahren und den anderen im Stich lassen. So warte ich noch eine Weile und tatsächlich lässt der Hagel etwas nach, ich ziehe meine Gummistiefel Hut und Jacke an und gehe zu dem Auto, doch nach 5 Metern stehe ich über den Knien im eiskalten Wasser, ich habe nicht dran gedacht dass die Eiskörner schwimmen, ich versuche Dorly noch umzustimmen doch hier zu bleiben, doch ohne Erfolg so schalte ich alles vom Allrad -Untersetzung bis Differenzialsperren ein und fahre zu dem Personenwagen wo der Fahrer auf dem Kofferraumdeckel sitzt. Als ich bei ihm bin, hängt er sein Abschleppseil ein und ich fahre langsam zurück, spanne das Seil und gebe Gas das Auto bewegt sich ein kleines Stück und das Seil reist. Ich habe jetzt auch selbst Mühe, nicht stecken zu bleiben und rufe dem Fahrer zu er soll zu mir ins Auto steigen, doch er zieht es vor bei seinem Auto zu bleiben. Mit Müh und Not erreiche ich wieder den Damm, doch Dorly ist nicht mehr zu beruhigen, sie will nur noch weg, alle Argumente wie, ich weiß und sehe die Schlammlöcher nicht mehr und wenn ich stecken bleibe holt mich in den nächsten Stunden keiner mehr heraus. Alle meine Argumente nützen nichts, der Haussegen schon bedenklich schief und leise reden wir beide schon eine weile nicht mehr. So denke ich, Schicksal nimm deinen Lauf und fahre mit dem 2. Gang und Untersetzung mit allem was ich ein und zuschalten kann vom Damm herunter und bin gleich ca. in einem Meter tiefen Wasser, dann geht’s durch ein paar Löcher und mit viel Glück komme ich wieder heraus, wäre ich nicht so aufgeregt gewesen und hätte den Fotoapparat zur Hand gehabt, es wären spektakuläre Bilder geworden wie ich da durch die Hagelkörner Schicht gepflügt bin. Um es kurz zu machen, unsere Mitfahrer sind auch schon im nahen Dorf angekommen das völlig weiss wie im tiefsten Winter auf der Hauptsrasse ein reißender Bach, der auch noch am anderen Morgen Wasser führte.


Schildkrötenfelsen

Schildkrötenfelsen


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Weiter über den Schildkrötenfelsen in Richtung Wüste Gobi

Wir füllen unsere Tanks mit Diesel-Wasser und unsere Essensvorräte auf und machen uns auf den Weg die Wüste Gobi von Nord nach Süd zu durchqueren. Doch schon kurz nach Ulan Bator biegen wir links ab, in einen Nationalpark und fahren zum Schildkrötenfelsen der ca 50 Meter hoch tatsächlich einer Schildkröte gleicht.


Stele

Stele


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Wir fahren noch weiter in das wunderschöne Tal, als uns ein Auto stoppt, der Fahrer uns zuruft, warum wir nicht schon früher zu ihm gekommen sind. Er sieht unsere erstaunten Gesichter, läuft um den Iveco und meint, ja so eine ähnliche Farbe war das andere Schweizer Auto; er hat vor Tagen vor der Schweizer Botschaft Madeleine und Albert mit ihrem Duro angetroffen.
Wieder ein Stückchen weiter biegen wir wieder links ab und besuchen in einer riesigen Fläche so genannte Stele, das sind bis 3 Meter hohe mit alttürkischer Innschrift gemeißelte Steine.


 Dschingis Khan

Dschingis Khan


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Wir entschließen uns in dieser fast menschenleeren Weite zu übernachten, sehe ganz schemenhaft in weiter Ferne ein Gebilde das wir erst nachdem die Sicht klarer mit dem Fernglas als Reiterstandbild erkennen können.
Anderntags fahren wir auf Feldwegen dem Reiter entgegen, es ist Tschingis Khan auf seinem Pferd, überlebensgross, Pferd und Reiter über 30 Meter hoch aus Metall zusammengeschweißt und silberig-weiß- glänzend. Das wunderschöne Reiterstandbild auf einem 15 Meter hohen Sockel in dem es ein Restaurant und verschiedene Bilder und Statuen hat.


Büste des Dschingis Khan

Büste des Dschingis Khan


Mehr Bilder aus Ulaanbaatar

Ich kann es kaum begreifen, dass man aus Blechplatten ein so lebensechtes Gebilde machen kann. Mit einem Lift fährt man in der Statue hinauf und kann auf der Mähne zum Kopf laufen, wenn man sich umdreht sieht man das markante Gesicht Dschingis Khans vor sich. Ich bin restlos begeistert, so stolz und lebensecht sitzt er auf seinem Pferd.


Choyr

Kohlebagger

Kohlebagger


Mehr Bilder aus Choyr

Weiter geht unsere Fahrt südwärts, zwar immer noch auf guter Teerstrasse doch die Landschaft ändert ihre Farbe von hellgrün nach hellbraun.
In Choyr hört plötzlich die Teerstrasse auf und es geht auf einer recht gut befahrbaren Piste weiter, gegen den späten Nachmittag sehen wir einen riesigen Seilbagger, der Ausleger gegen 100 Meter lang der mein Interesse weckt, ich versuche vergebens an dieses Monstrum zu kommen,
vergebens, sie haben um die ganze Grube einen fast 3 Meter tiefen und 2 Meter breiten Graben gezogen. Am anderen Morgen sind wir zum Eingang gefahren und gefragt ob wir das Bergwerk besichtigen können. Nach zwei Stunden warten, wir wollten schon gehen, kam ein junger Mann, sagte wir sollen unsere Autos holen, setzte sich neben mich und wir fuhren in das tiefe Loch zu dem riesigen Bagger. Immer wieder kreuzten riesige Dumper mit einer Kohleladung unseren Weg und hüllten uns in eine dichte Staubfahne ein.


Enttäuscht von der Wüste Gobi weiter Richtung China

Nun stehen wir vor diesem Monstrum, die Schaufel so groß, dass zwei Lastwagen darin Platz darin gefunden hätten. Es ist ein Schreitbagger, er hat keine Raupen, sondern mehrere große Platten die mit Hydraulischen Zylindern fortbewegt werden. Er räumt Erdreich Steine ab und legt den Kohleflöz frei der ca. 250 Meter lang und 80 Meter breit ist, große Hydraulikbagger laden die Dumper auf die, die Kohle zur Verladestelle bringen die mit der Eisenbahn abtransportiert wird.
Ein bisschen sind wir von der Wüste Gobi enttäuscht, nicht dass man da nicht auch verdursten könnte, aber von Afrika sind wir andere Wüsten gewöhnt, viel Sand und schöne Landschaften. Hin und wieder kommen wir durch kleine eintönige Dörfer, verfahren kann man sich kaum, man muss sich auf Pisten fortbewegen, ansonsten wäre es zu unwegsam, immer wieder kommen uns Autos und viele Lastwagen die bis 50 Tonnen schwer beladen sind entgegen. Nach drei Tagen und 14 000 Km von der Schweiz entfernt, sind wir an der Grenze zu China.



Mehr Bilder aus Choyr

Bericht 5 - Ausreise aus der Mongolei

Am 1.August schon frühmorgens fahren wir zur Grenze und sehen eine lange Autoschlange, alles Jeeps mit aufgeklebten Zettel und einer roten grossen Nummer. Alle paar Minuten fährt einer mit Vollgas und quitschenden Reifen ab, aha denke ich ein Raly desswegen lassen sie uns noch nicht durch, aber nach einer Zeit kommen mir doch Zweifel ob das auch ein Raly ist, denn aus den ankommenden Personenwagen steigen meist Frauen aus und steigen in die Jeeps um. Ein Beamter der ein bisschen englisch spricht klärt uns auf; die Fahrzeuge haben eine spezial Bewilligung und die Passagiere gehen nach China um gross einzukaufen und weil die Grenze erst offiziell um 9 Uhr geöffnet wird müssen wir uns noch ein wenig gedulden.
Die Ausreise aus der Mongolei geht reibungslos und so stehen wir kurz danach vor der ersten chinesischen Kontrolle, die Beamten freundlich, alles sehr sauber und gepflegt. Wir müssen unsere Autos abstellen und ein Beamter geleitet uns zur medizinischen Kontrolle die mit einem digitalschen Fiebermesser an der Stirn dann schon abgeschlossen ist.


In der Halle geht es zu wie auf einem Flugplatz, Zettel ausfüllen und schon haben wir unseren Stempel gleich darauf winkt uns einer der außerhalb des Geländers steht, unser Führer für die nächsten drei Monate, er stellt sich vor Jean Quin, spricht ein gutes deutsch und macht einen symphatischen Eindruck. Jochen und ich werden zu unseren Fahrzeugen begleitet und schon stehen wir auf der chinesischen Seite. Jetzt bekommen wir eine chinesische Nummer, einen Führerschein, dann müssen wir vorübergehend in einen Zollhof wo unsere Autos beschlagnahmt werden bis eine Bewilligung eintrifft, können aber die Nacht in unseren Fahrzeugen verbringen. Andern Tags dehnt sich die Abfertigung doch noch in die Länge, immer wieder erscheinen Arbeiter der eine möchte wegen irgendwelchen Schmerzen Tabletten, den anderen sollten wir den Blutdruck messen und müssen immer wieder erklären, dass wir nicht die Ambulanz sind. Endlich trifft die Bewilligung ein und wir können abfahren, der erste Eindruck von China alles sehr sauber, die Strassen großzügig angelegt, viele neuen Häuser und Wohnblocks. Kaum, dass wir anhalten werden wir von Leuten umringt die uns neugierig anschauen, Ausländer mit eigenem Auto in dem sie auch noch schlafen, sind hier eine Seltenheit.
Unsere Mitfahrer Kristina und Jochen aus Esslingen, wir kennen uns noch nicht lange haben den ganzen Schreibkram für die Routen Bewilligung gemacht und ich hoffe, dass ich mich mit dem technischen Unterhalt ihres Fahrzeuges revangieren kann.


Peking


Mehr Bilder aus Beijing Shi

Weiter Richtung Peking

Eine neue fremde Welt tut uns auf ,aber wo sind die vielen Radfahrer die wir noch vor etwa 10 Jahren in unzähliger Zahl angetroffen haben ?
Dafür viele Motorräder- Roller und dreiräderige Kleinfahrzeuge, sehr viele elektrisch angetrieben, die geräuschlos daherkommen. Später in Peking geht uns ein Licht auf, die Stadtverwaltungen haben um die Radfahrer von der Strasse zu bringen Omnibusse in grosser Zahl angeschafft und der Fahrpreis ist so gering, dass sich die Menschen nicht mehr abstrampeln müssen.
Wir fahren auf sehr guter Autobahn Peking entgegen, der Verkehr zwischen den Städten ist gering, die Fahrzeuge mehrheitlich moderner Bauart doch sind immer noch genug ältere Omnibusse und Lastwagen mit grossen Benzinmotoren unterwegs. Was für uns neu ist und uns erst daran gewöhnen müssen, ist dass unser Führer ein Hotelzimmer zum übernachten braucht und wir immer in eine Stadt fahren müssen, so schliefen wir in der ersten Nacht in einem Hinterhof umgeben von etlichen Wohnblocks und ausgestellt wie in einem Zoo, immer umgeben von vielen Menschen die erst verschwanden als es dunkler wurde und wir die Türen zumachten.
Auf unserem Weg immer wieder Pagoden und Klöster, so auch in Datong anscheinend die älteste Pagode Chinas ein imposanter Holzbau gegen 40 Meter hoch.



Mehr Bilder aus Beijing Shi

Unser Übernachtungsplatz ein grosser Platz inmitten der Stadt, auf einmal ertönt so gegen 18 Uhr ruhige schöne Musik, viele Menschen strömen herbei, spielen Federball oder Wurfspiele am anderen Ende machen sie Gymnastik, bei uns tanzen die Menschen und fordern uns immer wieder auf mitzutanzen, dann stehen sie alle um uns herum und schauen zu und klatschen. Für sie sind unsere Tanzschritte neu, ihre etwas anders aber auch schön zum zuschauen, das ganze geht mehr als zwei Stunden und es ist schon dunkel als sich der Platz leert. Am anderen Morgen, es wird gerade hell als wieder Musik ertönt und viele Menschen um uns herum ihre Gymnastik, ihre Spiele und Turnübungen machen, die einen für sich alleine, die anderen in Gruppen. Gegen 8 Uhr leert sich der Platz die einen gehen zu ihrer Arbeit, die anderen gehen heim.



Mehr Bilder aus Beijing Shi

Unfall

Wir sind nun zum zweiten Mal an der chinesischen Mauer, leider regnet es und es ist nebelig, trotzdem viele Menschen. Nach den Ming Tombs (Gräber) passierte es dann, der Führer in Jochens Auto hält an um vermutlich den Weg auf dem GPS zu studieren, fahren weiter und halten wieder am Strassenrand an um dann aber plötzlich links abzubiegen und umzudrehen, so sehe ich wie auf meiner Höhe ein kleiner Lieferwagen mit hoher Geschwindigkeit in Jochens Wagen kracht. Der Fahrer am Kopf der Beifahrer eingeklemmt und Kopf und Bein verletzt, ich posiere den IVECO mit Blinkanlage und regle den Verkehr, es ist eine Autobahn ähnliche Schnellstrasse und die Fahrzeuge kommen mit hoher Geschwindigkeit daher, musste mehrmals ausweichen um nicht überfahren zu werden. Endlich erscheint die Polizei, der Krankenwagen und ein Bergefahrzeug und die Unfallstelle wird großräumig abgesperrt. Es vergehen Stunden, der MAN wird auf einem Platz wegen technischer Untersuchung abgestellt, so fahre ich alle zu verschiedene Polizeiposten, da muss mal die Schuldfrage die Kaution und vieles mehr abgeklärt werden. Es ist schon dunkel suchen wir in der Innenstadt für Kristina Jochen und unser Führer ein Hotel, wir stehen auf einem kleinen Platz neben der lärmigen Strasse, es ist heiß und schwül. Der nächste Tag vergeht auch mit Abklärungen und erst als Jochen einen sehr hohen Betrag als Kaution hinterlegt, bekommt er sein Auto ausgehändigt.



Mehr Bilder aus Beijing Shi

14 Millionen Metropole Peking

Peking eine etwa 14 Millionen Stadt umgeben von 6 Autobahnringen, der Längste Ring über 250 Km lang, wir können auf dem Parkplatz vom Capitol Hotel nur 400 Meter vom Platz des himmlischen Frieden stehen und zu Fuss das Mausoleum von Mao Tsetung erreichen. Dorly und ich laufen weit die Prachtavenue immer an Luxus Hotels vorbei, hinab um zum Theater zu gelangen. Das haben wir nicht gefunden dafür der Welt teuerste skurrile Bau bei dem ein ca 40 Stöckiger Nebenbau ausgebrannt ist.



Mehr Bilder aus Beijing Shi

Mit der U-Bahn kehren wir abends wieder zurück. Am anderen Tag sehen wir doch noch das Theater, die Oper einen riesigen auf allen Seiten runden und von Wasser umgebenen Bau , sowie die Reste der Pekinger Altstadt.
250 Km Nordöstlich der Sommerpalast von den Kaisern der Quing Dynastie, nicht allzu hoch gelegen, doch schon bedeutend kühler, ein riesiger Garten viele kleine Seen -Bäume zahme Hirsche und Rehe inmitten der Sommerpalast. Am anderen Ende der Stadt der auffalenste Bau Tibetischen Stils ist der Putuzohngsheng Tempel der 1771 nach dem Vorbild des Potalas Palastes in Lhasa gebaut wurde.


Pingyao


Mehr Bilder aus Pingyao

Wunderschöne Altstadt in Pingyao

In Pingyao eine wunderschöne Altstadt, aufgeführt im Weltkulturerbe mit seinen verwinkelten Gassen, schönen Hinterhöfen und Tempeln.
Was uns auffällt ist, dass es sehr viel Industrie und die Luft Rauchgeschwängert ist, Smog überall, viele Fahrzeuge Rauchen so, dass ich sage da fährt wieder einer mit Kohle. Das Umweltproblem ist nur von Europa nach Fernost verlagert, den Menschen hier geht es besser, viele verdienen und können sich Wohnungen und Autos leisten.


Taiyuan-Xian


Mehr Bilder aus Deyang

In Europa dagegen verlieren viele Menschen ihren Arbeitsplatz und es wird soweit kommen, dass viele Europäer auch das billig produziert aus Fernost sich nicht mehr leisten können. Ich denke von unseren Managern und Regierungen war es ein ganz bedenklicher und schlechter Entscheid der sich irgendwann bitter rächen wird.
Unsere bewilligte Route ist von Peking über Taiyuan-Xian zu der berühmten Terracotta Armee die sich der Kaiser Qin Shi Huangdi als Schutz nach seinem Tode errichten lies. Aus Ton gebrannte Streitwagen-Pferde und tausende Soldaten die verschiedene Gesichter -Größen und Haltungen der Arme und Beine haben. Vermutlich hat es noch viel mehr, sind aber noch nicht gefunden worden.


Quinghai

Übernachtung am größten Salzsee Chinas

Nochmals fahren wir fast 400 Km Ostwärts zu den Longmen Grotten mit tausenden Buddhafiguren, die größte 26 Meter hoch. Weiter geht unsere Reise auf guten Strassen westwärts Lanzhou nach Xining immer wieder unterbrochen um ein Kloster oder Tempel zu besichtigen. Auf den Autobahnen und Landstrassen muss immer eine Straßenmaut bezahlt werden und wenn wir mit unseren Wohnmobilen erscheinen löst das immer Diskussionen aus, denn sie wissen nicht unter was für eine Kategorie sie die Maut verbuchen müssen es gibt keine Wohnmobile und unter Lastwagen können sie uns auch nicht einordnen. Langsam kommen wir höher, der erste Pass 3800 Meter hoch die Strasse sehr gut, wenig Verkehr teilweise aber dichter Nebel. Am Quinghai, dem größten Salzsee Chinas, übernachten wir in wunderbarer Umgebung.


Golmud

Hochebene bei Golmud

Auf einer Hochebene, wir bewegen uns zwischen 3000 und 3500 Meter Höhe, fahren wir Golmud entgegen, es gibt fast keine Dörfer und die Landschaft weist schroffe, bizarre Felsen auf. In Golmud müssen wir unser Visum verlängern lassen, Arbeitsaufwand 3 Tage, auch soll die Bewilligung für Tibet eintreffen. So gehen wir um 8 Uhr zur Polizei um uns zu erkundigen wie das alles abläuft, ja wir sollen am Nachmittag halb drei vorbeikommen, wissen aber immer noch nicht wie alles läuft. Pünktlich erscheinen wir und es vergehen ein paar Minuten als 6 Polizisten kommen und fragen ob sie unser Auto anschauen dürfen, natürlich dürfen sie das und groß ist ihr Staunen als ich erkläre, dass der Wohnaufbau meine Idee, die Pläne, der Ganze Aufbau sowie Innenausbau selbst gemacht habe. Auch zeige ich ihnen ein kleines Album von den Tellerlippen-wilden Tieren und Landschaften von Afrika, es macht ihnen anscheinend Eindruck und wir trauen unseren Augen kaum als eine junge Frau beginnt unsere Visa zu verlängern. Einer der Polizisten fragte Jean ob er schon mal hier war, was Jean bejahte und auch dieser Umstand trug vermutlich dazu bei, dass unsere Visa ohne einen Tag zu verlieren verlängert wurden.
Heute ist dann auch die Bewilligung mit dem Zug von Lhasa hier eingetroffen und so werden wir uns Morgen auf den Weg nach Tibet machen.


Bericht 6: Ekelhafte Schneuzerei und Spuckerei

Was uns am meisten in China stört, ist die ekelhafte Schneuzerei und Spuckerei, was eigentlich von allen, ob gross oder klein, alt oder jung, ja selbst Frauen machen da keine Ausnahme. Wenn da eine grosse Ladung von tief unten bald meine Schuhe erreicht, rufe ich laut, he, he, was dann ein Erstaunen auslöst und sie etwas verlegen antworten, was ich aber nicht verstehe.


China im Aufbruch

Man merkt ganz China ist im Aufbruch, überall grosse Baustellen, Strassen sind im Bau was immer zu langen und holperigen Umfahrungen führt. So auch einmal etwas über 4000 Meter, ein chinesischer Militärlastwagen will einen Iveco Turbo Daily 4/4 Militärkrankenwagen abschleppen bei dem der Tank ein Loch hat, sie haben weder eine Abschleppstange noch einen Bergegurt, so gebe ich ihnen ein Kuhmaul (für nicht Schweizer, einen Schäkel) meine Mitreisenden meinen dass ich diesen zum letzten Mal gesehen habe. Nach ein paar Kilometer eine lange Kolonne und es heisst, die Strasse ist wegen Asphaltierung noch bis 20 Uhr für beide Richtungen gesperrt und eine Umfahrung gibt es für dieses Stück nicht. So warten wir stundenlang und als es schon dunkel ist können wir unsere Fahrt fortsetzen, wir brauchen für die 80 Kilometer über 3 Stunden und als unser Führer ein Nachtlager gefunden hat ist es bald 24 Uhr. Jetzt glaube auch ich, dass ich den Schäkel wohl nicht mehr sehen werde und verbuche ihn als Verlust; hätte ich denen nur den schlechtesten gegeben, nein mein bester ist nun weg.
Nach einer ruhigen Nacht kommt Jean freudestrahlend und schwenkt meinen Schäkel und erzählt mir, dass die Soldaten nach 3 Uhr morgens mit einem riesigen Lastwagen vorgefahren sind, gehupt - geklingelt und einen riesigen Radau gemacht haben um diesen Schäkel für mich abzugeben.


Für nicht technisch interessierte, diesen Abschnitt überspringen.

Für nicht technisch interessierte, diesen Abschnitt überspringen.
China ist im Aufbruch das sieht man am besten beim Verkehr und Fahrzeuge, es fahren viele kleine Traktoren, grosse gibt es nicht, und sie haben einen Einzylinder Dieselmotor mit Schwungrad und Verdampfer der mit einer Kurbel angelassen wird.
Dieser Universalmotor der sicher schon seit 60-70 Jahre gebaut wird findet man in den meisten Fahrzeugen, ist es ein Dreirad oder Vierrad Fahrzeug, in Kompressoren, Stromaggregaten , Dreschmaschinen einfach überall.
Zwischen Motor und Getriebe hat es Keilriemen, so kann der Motor überall längs oder quer eingebaut werden. Bei den Lastwagen und Omnibusse sieht man den Fortschritt am deutlichsten, neben noch vielen alten Fahrzeugen mit noch riesigen Benzinmotoren, sieht man vermehrt doch schon moderne Fahrzeuge mit gefederten Fahrerhäusern, modernen Kabinen- ABS (Antiblockier Systeme) und starken Dieselmotoren. Omnibusse sind oft schon Luftgefedert und haben durchaus europäischen Komfort. So, jetzt können alle anderen wieder weiter lesen.


Lhasa


Mehr Bilder aus Lhasa

Auf dem Weg nach Lhasa

Immer weiter geht es aufwärts und unser erster Pass über 5000 Meter ist erreicht, genau 5230 Meter. Uns selbst wenn wir uns nicht all zu schnell bewegen geht es gut, der Iveco mit seinem Turbolader schafft das auch ohne Problem, der MAN zeigt da schon mehr Mühe.
Wir erreichen Lhasa es liegt auf über 3600 Meter, eine ganz moderne Stadt, was wir eigentlich nicht erwartet hätten, breite Strassen, moderne Gebäude und viel Verkehr. Der Höhepunkt aber ist der Potala Palast gebaut so um das 17 Jh. Er überragt mit seinem eigenwilligen Bau in weiss und rot die ganze Stadt. Der Palast
hat gegen 1000 Räume, in denen Tonnen von Gold verarbeitet, alleine für den Thron und Grabstupa des 5. Dalai Lama wurden 3.500 Kg Gold verarbeitet.



Mehr Bilder aus Lhasa

Sehenswerte Altstadt

Sehenswert ist auch Lhasas Altstadt, sie wurde sehr schön restauriert und es herrscht ein treiben, natürlich von vielen Touristen, aber auch Einheimische die mit ihren schönen farbenprächtigen Trachten das Strassenbild verschönern.


Basiscamp Mount Everest


Mehr Bilder aus Mount Everest

Auf zum Basiscamp des Mount Everest

Wir finden nahe einer Sportanlage einen nicht gerade schönen Platz zum übernachten, auf dem Fussballfeld ein Militärcamp, von hier aus rücken schwer bewaffnete Soldaten aus in die ganze Stadt, denn vor ein paar Wochen herrschte hier ein Aufstand den das Militär brutal niederschlug. In der ganzen Stadt begegnen uns Soldaten auf Schritt und Tritt, ich denke es ist sehr provozierend. Wir hatten längere Zeit bedenken, dass uns die Bewilligung für Tibet verweigert werden könnte.
Wir wollen noch zum Basis Camp vom Mt-Everest, so fahren wir zuerst auf guter Strasse gegen Westen, überqueren den Höchsten Pass mit 5258 Meter, passieren ganz wenige Dörfer mit ihren farbenprächtigen und schön geschmückten Häusern, seinen fröhlichen Menschen und einer traumhaft schönen Landschaft. Die Hügel und Berge erscheinen in Pastell Farben, mal grau-schwarz, mal hell bis dunkel braun. In einem kleinen Dorf -Dingri übernachten wir auf über 4000 Meter, Jochen möchte sich und seinem MAN die 100 Kilometer zum Basislager nicht zumuten, so fahren unser Führer, Kristina, Dorly und ich mit unserem Iveco die eigentlich gute, aber mit viel Wellbrett und kurvige Strasse gegen den Mt.Everest. Als die Sonne aufgeht sind wir schon wieder auf über 5000 Meter und sehen weit entfernt diesen höchsten Berg der Welt.



Mehr Bilder aus Mount Everest

Wieder schlängelt sich die Strasse kurvenreich hinunter ins Tal, es tscheppert und rumpelt und so wie die Einheimischen fahren will ich nun auch nicht, so zieht sich die Fahrt doch in die Länge. Endlich erreichen wir das Basislager auf 5300 Meter, doch der Himmel ist tief mit Wolken verhangen und der Mt. Everest ist von hier aus nicht zu sehen. Irgendwann kommen Einheimische mit ihren Jacks vorbei und eine Italienerin erzählt uns, dass ihre Bergkameraden heute früh zum Mt. Everest aufgebrochen sind und das ganze Material mit den Jacks zum 1. Lager transportiert wurde.


Lhasa


Mehr Bilder aus Lhasa

Wieder zurück nach Lhasa

Bei der Rückfahrt besuchen wir in Lazi noch ein Kloster und staunen nicht schlecht, als im innen Hof hunderte festlich mit reich gestickten Trachten gekleidete Menschen meistens Familien sitzen, auf einer Decke Essen- Jackmilch-Tee und natürlich darf der Reisschnaps nicht fehlen.
Nach einiger Zeit ertönen Posaunen Klänge und mit Masken und ganz wunderschönen gestickten und bunten Roben gekleidete Mönche betreten den Innenhof und tanzen mit eigenartigem Schritt zu der monotonen Musik im Kreis herum.

Wir erreichen nach mehreren Tagen wieder Lhasa und stellen uns wieder zu der Sportanlage, doch es dauert nicht lange und das chinesische Militär will uns nicht mehr in ihrer Nähe haben, so einigen wir uns dass wir uns 30 Meter entfernt hinter einen Zaun stellen können.



Mehr Bilder aus Lhasa

Wir erreichen nach mehreren Tagen wieder Lhasa und stellen uns wieder zu der Sportanlage, doch es dauert nicht lange und das chinesische Militär will uns nicht mehr in ihrer Nähe haben, so einigen wir uns dass wir uns 30 Meter entfernt hinter einen Zaun stellen können.
Auf unserem Weg ostwärts auf der Strasse 318 über Linzhi- Basu nach Mangkang ist eigentlich nichts mehr gerade , es geht durch Schluchten die bis 100 Km lang sind und tosenden Flüssen, über Pässe manche 5000, oft über 4000 Meter, kaum ist man unten geht’s wieder hoch. Wird an der Strasse gebaut kommen wir kaum auf 200 Km am Tag.


Die Landschaft, auch die Dörfer ändern sich immer wieder und es gibt viel zu sehen, je nach Tal hat die Bevölkerung eine andere Tracht. In einer Ortschaft machen wir Mittagsrast, auffallend viele Restaurant`s mit Omnibussen davor, hier essen die Touristen die zu einer Attraktion unterwegs sind zu Mittag. Ich selbst komme kaum
dazu denn viele wollen unseren Iveco von aussen und innen sehen, immer wieder muss ich mich mit den Leuten fotografieren lassen, Dorly ruft schon zu dritten Mal dass Essen ist fertig. Ich rufe zurück, geht nicht, habe gerade zwei junge Frauen im Arm. Manche Menschen sind recht ungeniert und kommen ohne zu klopfen in den
Iveco, ist die Türe offen und der Vorhang unten ziehen sie diesen zurück um besser ins Innere sehen zu können. Ich muss aber mit ihnen ein Nachsehen haben, denn wenn ich eine interessante Maschine oder Fahrzeug sehe, sehe ich allfällige Verbotstafeln äußerst verschwommen. Erst als die Busse abgefahren sind kann ich meinen knurrenden Magen besänftigen und Kaffe trinken. Ein weiterer Umstand trägt zu Missverständnisse bei, viele Apotheken und Krankenhäuser haben statt des roten ein weisses Kreutz und wenn wir anhalten kommen die Menschen, dem einen
soll der Blutdruck gemessen werden, dem anderen tuts da weh, und immer wieder wollen sie Tabletten. Es ist manchmal schwierig ihnen zu erklären, dass es das Schweizer Hoheitszeichen ist.


Erneute Verlängerung unserer VISA für China

Ein weiteres Problem ist zu lösen, wir müssen unser Visa das zweite Mal verlängern lassen, doch die Chinesen haben vom 1. Bis zum 7. Oktober Nationalfeiertag und in dieser Zeit geht gar nichts, so entschliessen wir uns in Dali obwohl erst der 24. ist, das Gesuch einzureichen. Die Beamten kommen uns soweit entgegen, dass wir schon nach drei Tagen also am Montag Früh die Pässe abholen können. So mache ich ein paar Unterhaltsarbeiten, schlendern durch die schön Restaurierte Altstadt und lassen uns die Vielfalt der Chinesische Küche schmecken. Was uns in China immer wieder positiv auffällt ist, die Menschen sind ehrlich, noch nie haben sie versucht uns zu bescheissen.


Bericht 7: Warten aufs VISA

Die zwei Tage die wir auf unsere Visas warten verbringen wir meistens mit einem Bummel durch die schöne Altstadt, unsere Mitreisenden ziehen es vor, mit unserem Führer die ca.200 Km nach Lijiang zu fahren und dort auf uns zu warten, Jean muss mit dem Bus und kommt erst gegen 23 Uhr zurück. Als wir wieder mal durch die Altstadt schlendern hören wir plötzlich schweizerisch klingende Laute und lernen Teddy und Monika kennen, er ist geschäftlich durch die Firma Novartis in China und seine sympatische Frau begleitet ihn. Wir erleben mit ihnen einen unbeschwerten lustigen und unterhaltsamen Tag.



Mehr Bilder aus Lhasa

Weiterfahrt nach Lijiang

Montag der 28. Sept. um 9 Uhr erscheinen wir auf der Visa Stelle für Ausländer und tatsächlich gegen 10 Uhr erhalten wir die 2. Visa-Verlängerung für einen Monat ohne Abzug der Tage vor Monatsänderung.
Denn uns kommen die Chinesischen Nationalfeiertage es sind immerhin 7 zusammenhängende Tage in die Quere, würden wir warten bis der Monat abgelaufen ist könnte es mehr als eine Woche dauern.
Erleichtert setzen wir unsere Fahrt nach Lijiang fort, müssen aber zwei Stunden warten weil ein vollbesetzter Omnibus eine Böschung hinabstürzte und in den Bäumen hängen blieb, zum Glück ohne Schwerverletzte.


Lijiang


Mehr Bilder aus Lijiang

Unterwegs nach Lijiang

Überhaupt ist das so eine Sache mit der Fahrerei in China, durch den enormen Aufschwung der Wirtschaft die viele Fahrer von Omnibussen-Last und Personenwagen benötigt, fehlt vielen die Routine was unweigerlich zu vielen Unfällen führt und man tut gut daran immer ein Auge offen zu halten um einen so genannten Geisterfahrer rechtzeitig auszuweichen. In kurvigen Bergstrassen wird frisch und fröhlich kurz vor oder in der Kurve überholt und man wundert sich, dass nicht mehr passiert. So auch einmal in der Nähe von Zigong ein Stau von über 12 Kilometer und die Polizei erzählt uns, dass am Morgen Früh um 4 Uhr ein mit Chemikalien beladener Lastwagen mit einem anderen und einem Omnibus zusammengestoßen ist und immer noch brennt , jetzt ist es bereits 16 Uhr. So entschliessen wir uns in der nahe gelegenen Stadt zu übernachten. Andern Tags, der Stau hat sich aufgelöst erreichen wir die Unfallstelle. Die ausgebrannten Wracks, zwei Lastwagen und der Omnibus, bei denen es keine verletzten oder Tote gab, hat ein Bulldozer auf die Seite gestoßen, damit der Verkehr wieder ungestört fliessen kann und es hat sich Minuten zuvor wieder an gleicher Stelle ein Unfall ereignet . Ein grosser Lastwagen will einen anderen überholen und übersieht den entgegen kommenden und sie stossen frontal zusammen.



Mehr Bilder aus Lijiang

Auf einer der größten Panda-Zuchtstationen Chinas

Unsere Fahrt Richtung Yaan geht immer wieder durch Täler Pässe rauf und runter die Menschen arbeiten auf den Terrassenfelder oberhalb und unterhalb der Strasse. Nicht weit von Yaan ist Chinas grösste Panda Bären Aufzuchtstation, die Gehege sind großzügig angelegt, so dass die Bären genügend Bewegung und Freiraum haben. Das Problem bei den Bären ist eigentlich, dass das Junge wenn es auf die Welt kommt winzig klein ist und die Mutter nicht allzu rücksichtsvoll mit ihm umgeht und so die Überlebenschance nicht allzu gross ist.



Mehr Bilder aus Lijiang

Hier werden unmittelbar nach der Geburt die Jungen entfernt und von Hand aufgezogen und wenn es sein muss auch in den Brutkasten gelegt. So ist es schön zu sehen wie die alten Bambusäste die sie mit ihren Tatzen halten und mit dem Maul die Blätter abstreifen. Im so genannten Kindergarten tummeln sich fast 20 Halbwüchsige, spielen miteinander, versuchen auf Bäume oder Felsen zu klettern. An einem Abend in der Nähe von Panzihua, erleben Dorly und ich eine seltsame Erscheinung zu der wir bis Heute noch keine Erklärung gefunden haben. Wir sitzen draußen, der Mond halb und von Osten her sehen wir einen Sputnik auf den Mond zu, zu fliegen, aber er kommt nicht mehr hervor. Die erste Vermutung die mir durch den Kopf geht ist, wegen des 60 Jährigen Bestehen von China haben sie eine Mondlandung versucht bei der dann die Rakete explodiert ist, aber wenn auch die Explosion auch noch so gross ist, von Auge ist so was sicherlich nicht von der Erde aus zu sehen. Die zweite Erklärung wäre der Mondschatten und während ich das schreibe kommt mir die Erleuchtung, könnte das auch der Erdschatten bewirkt haben? Sollte da jemand die Sache besser verstehen, wäre ich um eine Erklärung dankbar.
Durch die Nationalfeiertage sind viele einheimische Touristen unterwegs und wer will`s den Chinesen verwehren, jetzt wo ein Wirtschaftsboom stattfindet und sie ein wenig Geld haben, ihr Land kennen zu lernen denn vorher konnten sie es ja nicht.


Leshan


Mehr Bilder aus Leshan

So sind wir in Leshan schon Frühmorgens zum grössten Buddha Chinas gelaufen, eine stattliche Erscheinung 71 Meter hoch und das Ohr soll 7 Meter lang sein. Hundert Jahre soll an ihm gearbeitet worden sein, leider ist es zu nebelig, denn nur mit dem Boot ist die ganze Statue in seiner vollen Grösse zu sehen. Ein kleines Erlebnis , in einem kleinen Tempel mit vielen Menschen- Kerzen und Räucherstäbchen kommt eine schöne junge Frau lächelnd auf mich zu, umarmt mich und zieht mich gegen den Ausgang, ich bin ein wenig Verlegen und deute ihr dass Dorly meine Frau auch noch da ist. Sie nickt ihr zu und zieht mich weiter durch den Ausgang und da steht eine ältere Frau und ein junger Mann mit einem Mädchen auf dem Arm. Die Frau nimmt das Mädchen das mich mit ihren glänzenden Augen anlacht und die Handfläche gegen meine streckt, das wiederholt sie mehrmals. Der junge Mann macht mehrere Bilder und wir verabschieden uns. Am Abend als ich in Ruhe das Erlebte wieder ins Gedächtnis hole, habe doch ein schlechtes Gewissen zu diesem fröhlichem Mädchen bekommen, hatte ich doch nur Augen dieser schönen jungen Frau gegenüber, die glücklich war dass ihre Tochter für einen kurzen Moment ( das ist aber nur eine Vermutung) einen Ersatzopa gefunden hat.


Die viertgrösste Stadt Chinas Chongiang über 30 Millionen Einwohner, hier wollen Kristina und Jochen eine mehrtägige Bootstour auf dem Jangtse machen, uns ist das Wetter zu nebelig und ich habe am Iveco eine dringende und eine wichtige Sache zu machen. Die dringende ist die Steuerkette des Motors nachzuspannen und dafür muss ich den Kühler ausbauen. Die wichtige Reperatur ist die Vorderachse, die manchmal sehr schlechten Wegverhältnisse haben die Silentblöcke der rechten Vorderradaufhängung ausgeschlagen und dafür muss ich den grossen Tank und die halbe Vorderachse ausbauen. Wir haben ein unverschämtes Glück, als Jean Kr. und Jo. ihr Schiff buchen schaue ich mich in der Umgebung um und finde eine Strasse direkt am Ufer wo die Schiffe anlegen, ideal zum stehen und reparieren.



Mehr Bilder aus Leshan

Den ganzen Tag ist was los Schiffe aller Art fahren Flussauf und ab, am Abend kommen beleuchtete Touristenschiffe und immer wieder kommen Leute die mit uns reden und den Iveco anschauen wollen. Zwanzig Minuten Fussmarsch und wir sind im Carrefour, ein riesiges Verkaufshaus wo wir unsere Lebensmittel-Fleisch- Wurst und ganz wichtig “Weinvorräte “ auffüllen können. Wir sitzen am späten Abend in unserem Iveco bei einem Glas Wein und schauen was alles so los ist auf dem Jangtse als in unserem Radio eine wunderschöne Frauenstimme das Lied Lapaloma in Chinesisch singt, wunderschön.


Guilin


Mehr Bilder aus Guilin

Einer der Höhepunkte unserer Reise

Unser nächstes Ziel “Guilin” plötzlich wird unsere Fahrt durch eine Tafel gestoppt, auf der steht dass Autos über 2,3 Meter Höhe nicht weiterfahren können. So und was nun, Jean fragt verschiedene Leute, da soll es eine Strasse gegen Norden geben, aber nach 30 Km wegen Neubau für grössere Autos gesperrt. Also wieder zurück, weiter nachfragen, ja es gibt eine Umleitung erst gegen Osten, dann nach Norden und dann versuchen ostwärts über die Berge zu kommen um nicht einen riesigen Umweg von gegen 600 Km zu machen. Um es kurz machen es ist schon lange dunkel, wir befinden uns weil wir uns verfahren haben mittlerweile auf Wiesen und Waldwege , müssten wir für Jean nicht eine Schlafgelegenheit suchen hätten wir schon lange angehalten, so wird`s fast Mitternacht als wir endlich eine kleine Stadt mit dem einzigen Hotel finden.
Guilin ein Höhepunkt unserer Reise, wir waren vor 12 Jahren hier und sind so begeistert, dass wir nochmals diese Schiffsfahrt machen wollen, die grandiose Landschaft ist geblieben, doch der Tourismus hat dermaßen zugenommen, waren es früher zwei oder drei Boote, fahren jetzt zwanzig Schiffe hintereinander Flussab.


Steinwald im Süden Chinas

Steinwald im Süden Chinas


Mehr Bilder aus Guilin

Am Abend hat es eine Show und die hat es in sich, gespannt sitzen ein paar tausend Leute im dunkeln und auf ein mal werden die spitzen Berge durch Scheinwerfer angestrahlt, da hält man die Luft an so grandios wirkt das. Auf dem Wasser ein Spektakel an Farben Licht und Bewegung, man kann nur sagen ` einmalig` die bombastische Musik trägt das übrige bei.
Auch der Süden Chinas geizt nicht mit seinen Schönheiten, sind es Schluchten Wasserfälle Höhlen, die malerischen Dörfer mit seinen fleissigen Menschen. In Kunming holen wir unser Laos Visum und müssen nur einen Tag warten, so fahren wir die 80 Km in den Steinwald, da stehen auf einer Fläche sagen wir mal 800 auf 1500 Meter spitze Felsen verschiedener Form und Farben, mit ein bisschen Fantasie erkennt man Tiere- Köpfe und Fabelwesen und man muss aufpassen dass man sich wirrwarr nicht verirrt .


Jinghong

Neugebauter Tempel in Jinghong

Neugebauter Tempel in Jinghong


Mehr Bilder aus Jinghong

Tempel in Jinghong

Unsere Reise in China geht nun langsam dem Ende entgegen , aber bevor wir zur Grenze fahren besichtigen wir einen neugebauten Tempel in Jinghong mit einer wunderschön aus Metall gemachten Statue von 53 Meter Höhe, Gold glänzend überragt sie die ganze Stadt und man sieht sie schon von weitem.



Mehr Bilder aus Jinghong

Am Abend finden wir einen Platz der sich zum übernachten gut eignet, ich laufe ein wenig in der Gegend herum und als ich wieder zurück bin erzählt mir Dorly dass kurz vorher ein junger wildfremder Mann hinter dem Steuerrad saß. Sie hörte hinten und vermutete dass ich es bin und redete die ganze Zeit und bekam keine Antwort, so schaute sie nach und sah den jungen Mann der eine grosse Freude hatte in der Fahrerkabine zu sitzen. Überhaupt haben viele Chinesen kaum Hemmungen unaufgefordert in unseren Iveco zu kommen, sehen sie doch zum ersten Mal Ausländer und ein Auto in dem man kochen essen und schlafen kann, ich muss immer wieder sagen, auf den Tritt und nicht weiter.



Mehr Bilder aus Jinghong

Weiter Richtung Laos

An diesem Abend konnte ich gut verstehen wie es den Affen Zebras und den anderen Tieren in einem Zoo ergeht, wenn sie so von Menschen angegafft werden, waren dieses Mal gegen 50 um uns herum, kaum einen Meter von uns entfernt, um zu fotografieren muss ich mir einen Weg nach aussen bahnen, doch freundlich waren sie alle.
Wir waren nun drei Monate in China, es war nicht ganz billig, alleine die Bewilligungen, den Führer -Strassengebühren und Eintritte haben in unserem Portemony ein Loch hinterlassen, aber was soll`s, mitnehmen kann man ja eh nichts und wir möchten diese Reise auf keinen Fall missen. Nach 30 000 Kilometer werden wir die Grenze zu Laos erreichen.


Kinder in Laos

Kinder in Laos


Mehr Bilder aus Jinghong

Bericht 8: Ausreise aus Laos

Nach 15000 Km in China sind wir nun um 8 Uhr Morgens am Chinesischen Zoll, wir stellen uns auf eine längere Wartezeit ein, doch die Dinge überschlagen sich es geht so schnell, dass wir kaum Zeit finden uns von Jean zu verabschieden . Beim Laosischen Zoll der eher einen vergammelten Eindruck macht geht die Abfertigung auch zügig voran, der Zoll stempelt das Garnet de Passage ab und schon können wir weiterfahren, der ganze Grenzübertritt hat kaum zwei Stunden gedauert, wir müssen nur noch im nächsten Dorf eine Kaskoversicherung abschließen und schon können wir weiterfahren. Wir verabschieden uns von Kristina und Jochen, waren wir doch 5 Monate lang zusammen auf dieser schönen Reise.
Der erste Eindruck, es hat überall viel Abfall die Strasse Löcherig und staubig, grün wo man auch hinschaut fruchtbar das Land und auch die Menschen Kinder in unzähliger Zahl, ja es wimmelt nur so.


Luang Prabang

Holztransporter bei Luang Prabang

Holztransporter bei Luang Prabang


Mehr Bilder aus Luang Prabang

Unterwegs Richtung Süden nach Luang Prabang

Nach 300 KM sehr schlechtem Weg kommen wir auf die Strasse die gegen Süden verläuft und geteert ist, die Landschaft immer noch hügelig doch die Sicht ist durch den nebligen Dunst nicht gerade gut und wir kommen immer wieder auf über 2000 Meter Höhe.
Vor Luang Prabang stoßen wir auf den Mekong ein großer bekannter Fluss, auch sehen wir die ersten Arbeitselefanten die Baumstämme zur Strasse schleppen, die dann von großen dreiachsigen Lastwagen die aus China- Russland und aus Amerikanischen Militärbeständen stammen, zu den Sägewerken gebracht werden


Buddah Höhle

Buddah Höhle


Mehr Bilder aus Luang Prabang

Buddahs in allen Größen

In Laos ist die Reisernte in vollem Gange viele Menschen mit ihren großen spitzen Strohhüten arbeiten fast ohne Maschinen auf den Feldern, ernten -dreschen und transportieren den Reis oder Mais mit kleinen Traktoren oder Eseln zu ihren Gehöften. Oft begegnen uns Frauen und Männer die schwere Laste mit einem Kopfband über weite Strecken tragen.
Mit einem Motorboot setzen wir über den Mekong und besuchen eine Höhle in der es hunderte Buddahs in allen Größen hat. Immer wieder legen Motorboote an, überhaupt habe ich in Laos nicht mit so vielen Touristen gerechnet, hauptsächlich Holländer die wir früher kaum angetroffen haben bereisen das Land.


Vientiane

unterwegs in Laos

unterwegs in Laos


Mehr Bilder aus Vientiane

Zum Flugplatz nach Vientiane

Ohne große Besichtigungen fahren wir die 600 KM nach Vientiane die Hauptstadt Laos und holen unsere Tochter Yvonne und ihren Mann Eric vom Flugplatz ab, schön sie nach 5 Monaten wieder zu sehen und sie werden 3 Wochen mit uns reisen.


Luang-Prabang

Zurück nach Luang-Prabang

Also wieder zurück nach Luang Prabang denn da hat es viel anzuschauen. Schon früh morgens gehen die Mönche auf die Strasse und bekommen von der Bevölkerung ihr Essen, schön zu sehen die Mönche in der Morgendämmerung mit ihren gelben Tüchern.


Phonsavan

Steinkrüge bei Phone Savan

Steinkrüge bei Phone Savan


Mehr Bilder aus Muang Phônsavan

Weiter nach Phonsavan

In dieser Stadt hat es über 30 Tempel und es leben - lernen und lehren gegen 2000 Mönche. Nach drei Tagen die voll von Besichtigungen sind, verlassen wir die Stadt und fahren Ostwärts nach Phone Savan zu den Steinkrügen von denen noch niemand weis wie alt sie sind und für was für einen Zweck sie hergestellt wurden. In einigen wurden Menschenknochen gefunden, man nimmt aber nicht an, dass sie als Särge dienten, sie stehen an mehreren Orten und sind zwischen einem und zwei Meter hoch, dazwischen mehrere Bombenkrater.


Gesperrte Strecke

Gesperrte Strecke


Mehr Bilder aus Muang Phônsavan

Anscheinend haben die Amerikaner über eine Million Tonnen Bomben über Laos abgeworfen und immer wieder werden Menschen und Tiere durch sie getötet oder schwer verletzt. (In diesem Moment wo ich diesen Bericht schreibe ertönt eine dumpfe Detonation nicht weit von hier und es ist nur zu hoffen, dass kein Mensch getötet oder verletzt wurde.) Auf dem Weg gegen Vietnam wird unsere Fahrt gestoppt und gleich darauf eine Detonation, in einem Reisfeld hat ein Bauer eine Mine entdeckt und das ATF hat diese gesprengt.


Wir erreichen die Grenze zu Vietnam und wundern uns, dass der Beamte vom Zoll unser Carnet de Passage nicht abstempelt, sondern wir sollen erst zu den Vietnamesen und dann zurückkommen, doch diese lassen uns nicht mit dem eigenen Auto ins Land, es braucht mehrere Bewilligungen verschiedenster Ministerien, so drehen wir um und die Grenzbeamten in Laos stellen uns ein 15tägiges Visum aus.
Wieder zurück in Phone Savan befragen wir mehrere Leute um den Straßenzustand zu erfahren und hören von Teer und gut bis sehr schlecht alles und einer empfiehlt uns die knapp 700 KM außen herumzufahren, gerade herunter sind es etwas über 200 KM. Nachdem einer von dem wir dachten er wüsste es, schilderte dass die ersten 40 sehr gut seien, stimmte sogar, dann ca. 60 KM im Bau, der Rest wieder gut.
Anderntags abfahrt gegen halb neun Uhr, wie gesagt 40 KM gut, dann schmaler Naturweg, aber gut zu befahren, hin und wieder ein paar Rillen und Löcher.
Nach weiteren 10 KM tauchen die ersten Baumaschinen auf und prompt müssen wir über eine Stunde warten, kaum sind wir durch stehen wir am nächsten Bergrücken wieder an, ja das kann ja heiter werden. Da wird mit einem Bagger der Bergrücken angeschrägt und ein Bulldozer schiebt die Steine und Erde über die Böschung.


Dank dem Allradantrieb

Dank dem Allradantrieb


Mehr Bilder aus Muang Phônsavan

Schlammige Straßen

Von der ursprünglichen Naturstraße ist immer weniger zu sehen und wir müssen durch unebenen Dreck fahren, oftmals steht in den Rillen und Löchern vom letzten Regen Wasser, ohne Allradantrieb wäre kaum ein vorwärts kommen, es gibt Stellen da studiere ich ob es nicht bald sinnvoll wäre die Schneeketten zu montieren.
Am Abend, wir sind nicht mal 100 KM weit gekommen stellen das kleine Zelt das ich als Notlösung dabei habe für Yvonne und Eric auf, machen ein Feuer und braten unser Fleisch. Die wenigen Mensche die vorbei kommen sind so scheu, getrauen sich nicht mal zu uns hinzuschauen geschweige mit uns zu reden. Am nächsten Morgen, es ist nebelig und feucht sind wir schon um 8 Uhr unterwegs, nicht lange und in einer schlammige Stelle steckt ein Pickup und ein anderer versucht ihn heraus zu ziehen, was aber nicht gelingt, habe selbst mit dem Iveco Mühe ihn aus dem Dreckloch heraus zu bekommen. Die sechs Erwachsenen mit ihren Kindern haben die Nacht hier verbracht. Nicht lange und es hätte um ein Haar mich erwischt, durch das nasse Loch getraute ich mich nicht durch zu fahren und versuchte rechts vorbei zu kommen, rechts etwas erhöht aber trocken und links ich merkte es erst als ich fast umgekippt wäre, unter einer dünnen trockenen Schicht, weicher Schlamm.


schlammige Straßen

schlammige Straßen


Mehr Bilder aus Muang Phônsavan

Das war knapp, uns allen steht der Schrecken noch in den Gesichtern holt Yvonne ihren Fotoapparat und wir sehen das rechte Vorderrad einen halben Meter in der Luft.
Fast den ganzen Tag geht das so, nicht mehr so viel rauf und runter, dafür dichter Urwald mit Bächen und kleinen Flüssen die aber nicht tiefer als 50-60 cm sind. Am Ende kommt uns noch ein Lastwagen der einen schweren Bulldozer aufgeladen hat entgegen und ich bin froh, dass er nicht früher angefahren kam, wäre er stecken geblieben oder abgerutscht, wir wären nicht an ihm vorbei gekommen


Fähre über den Mekong

Fähre über den Mekong


Mehr Bilder aus Muang Phônsavan

Überquerung des Mekongs

Gegen den späten Nachmittag lichtet sich der Urwald, der Weg ist besser und 30 KM weiter haben wir wieder Teer unter den Rädern.
So fahren wir gegen Süden den 1000 Inseln entgegen, mit einer leicht abenteuerlichen Fähre, 3 Pontons die mit Balken und Bretter verbunden sind überqueren wir den Mekong, besuchen alte Tempel, mit einen kleinen Boot fahren wir knapp vor das kambodschanische Ufer und sehen in einem Abstand von 50 Meter Delphine wie sie langsam aus dem Wasser kommen um gleich wieder unterzutauchen. Es sind seltene Tiere mit einen ganz stumpfen Schnauze etwa so wie die Belugas und es sollen nur noch 90 Tiere hier leben.


Grenze zu Thailand

Grenze zu Thailand


Mehr Bilder aus Muang Phônsavan

An die Grenze nach Thailand

Mit dem Fahrrad wollen wir weiter zu einem Wasserfall, der Weg steinig und holperig, das Radfahren auch nicht mehr gewohnt, der Hintern tut auch weh. Ich bin gut 150 Meter voraus als ein fürchterliches Geschrei ertönt, erschrocken steige ich vom Rad, sehe nur Yvonne und Eric und schreie zurück was hat es ihr gemacht, den ersten Preis kommt es zurück, ich verstehe nichts mehr. So schwinge ich mich aufs Rad und fahre so schnell als möglich zurück und denke, doch nicht schon wieder Küchen und Hausarbeit. Als ich näher komme sehe ich alle drei jubelnd und Hände schwingend im Urwald umhertanzen, ja was ist den jetzt passiert, ich verstehe gar nichts mehr. Langsam steige ich vom Rad und lange an die Stirn und schüttle den Kopf. Da rufen alle drei Prisca hat den ersten Preis gemacht und sie ist Weltmeisterin im Natural Figuren Fitness und das in New York. Ja und jetzt schreit noch einer mehr im Urwald herum, unglaublich aber wahr und was mich sehr verwundert ist, dass wir hier mitten im Urwald Empfang mit unserem Mobiltelefon haben.
Da wir nicht nach Vietnam und Kambodscha können bringen wir Yvonne und Eric zum Flugplatz, sie fliegen nach Siem Reap besuchen Angkor Wat und fliegen über Bangkok wieder heim, fertig Ferien, aber es war eine sehr schöne Zeit mit ihnen. Wir fahren zur Grenze nach Thailand und bekommen für unser Auto 6 Monate für uns aber nur ein 15tägiges Visum, wenn wir mit dem Flugzeug kommen stellen sie uns ein Einmonatiges Visum aus, wo ist da die Logik?


Surin

Elefant bei Surin

Elefant bei Surin


Mehr Bilder aus Surin

Weiter Richtung Bangkok

Hier sind ein paar Dinge anders, erstens Linksverkehr mit dem ich aber keine Mühe habe im Gegenteil ich fahre lieber links, dann viel mehr und schönere Autos und die Straßen hervorragend.
Auf unserem Weg Richtung Bangkok fahren wir durch die Stadt Surin und wir wissen nicht ist das Elefanten Festival schon vorbei oder erst in ein paar Tagen, ärgerlich ist nur dass wir keine Zeit haben, denn wir müssen für den Iveco einen Einstellplatz finden. In dem dichten Feierabend Verkehr tummeln sich viele, manchmal einer oder zwei, gelegentlich bis zu fünf. Die meisten sind kleine Urwaldelefanten und im dichten Verkehr sieht man sie erst sehr spät.


Nicht weit von Bangkok können wir unser Auto einstellen fliegen für eine kurze Zeit in die Schweiz um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Auch freuen wir uns Freunde und Bekannte zu treffen, werden aber nicht alle sehen können, doch wir haben uns für die Zukunft vorgenommen nicht mehr so lange am Stück zu reisen, so bleibt dann mehr Zeit für unsere Freunde.

Und hier gibts den weiteren Bericht im neuen Jahr - zu Thailand:
http://www.triplib.de/maidlinger/reiseberichte/651854-thailand-im-fruehjahr-2010---und-weiter-geht-unsere-reise

Aus Thailand die herzlichsten Grüsse senden Euch
Dorly und Wolf


Kommentare

kundti (15.10.2009)

Ein Wahnsinns-Reisebericht ... freu mich auf Weiteres und werde ab und an vorbei schauen. Ich drücke euch die Daumen aus dem fernen Rosenheim.