Wandern auf La Reunion 2008 - Reisebericht von MAXwell377 bei triplib.

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MAXwell377
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Reunion
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Im Juni 2008 brachen wir zu unserer Reise nach La Reunion auf. Etwas südlich der Urlaubsinsel Mauritius liegt dieses kleine Wanderparadies. Wir verbrachten auf der Insel 10 Tage wunderschöne Tage.
Wer nach Reunion fährt bekommt ein Naturparadies. Hier haben hier wunderschöne Wanderungen in absolut verlassenen und ruhigen Gebieten erlebt. Wer nach Party, Tourismus und Trubel sucht wird auf der Insel nicht fündig werden.

Schreib- und Grammatikfehler bitte ich zu entschuldigen, ist ein erster Entwurf... :-)

Saint-Denis

Der Flug von München nach Saint Denis

Endlich war es soweit – der erste Urlaubstag! Es war Freitag, der 20. Juni (2008) und um 21:55 Uhr sollte uns Air Mauritius zu unserer Trauminsel für diesen Sommer fliegen. Es ging direkt nach Mauritius und dann weiter nach Saint Denis auf La Reunion. Während die Mehrheit der Passagiere wahrscheinlich vom Strand und Palmen auf Mauritius träumten, freuten wir uns auf die Abgeschiedenheit in Reunion.
Wir setzen nach 11 Stunden Flug sicher in Mauritius auf. Kaum hatten wir das Flugzeug verlassen, trennte sich unser Weg zu allen anderen Passagieren. Als einzigste bogen wir zu einem Anschlußflug ab und landeten nach 45 Minuten in Saint Denis auf Reunion.
Dort angekommen besorgten wir unsere Hotelgutscheine und unser Mietwagen.
Wir hatten für die nächsten 10 Tage eine Reise rund um die Insel geplant. Von Deutschland aus hatten wir uns 5 Hotels für je 2 Nächte gebucht. Da Reunion noch kein großes Touristenziel ist, gibt es auch entsprechend weniger Hotels. Nachdem wir das Gepäck verstaut hatten brachen wir auf zu unserer ersten Station.


Hell-Bourg

Auf dem Weg nach Hell-Bourg

Auf dem Weg nach Hell-Bourg


Mehr Bilder aus Hell-Bourg

Erste Eindrücke nach Hell-Bourg

Auf dem Weg vom Flughafen zu unserem ersten Hotel in Hell-Bourg sammelten wir die ersten Eindrücke der Insel.
Nur wenige Wolken waren am blauen Himmel zu sehen als wir uns Richtung Süden bewegten. Das saftige Grün der Pflanzenwelt, die Küste und der blaue Himmel waren sehr schön anzusehen und unsere Fotoapparate sollten ab jetzt nur noch nachts still stehen.
Unsere erste Station lag im Cirque de Salazie, einer der drei Talkessel im Norden des Landes. In Hell-Bourg befand sich unser Hotel, wo wir die ersten zwei Nächte verbringen wollten. Um in den Talkessel zu gelangen braucht man eigentlich keine Navigationshilfen oder ähnliches. Es führt nur eine Straße hinein und man konnte sich nicht verfahren. Die Landschaft änderte sich schlagartig und plötzlich waren wir links und rechts von Bergen umgeben. Diese waren bis zum Gipfel bewachsen und komplett grün.
Hin und wieder hatten wir schon eine Aussicht auf das Ende des Talkessels wo in einiger Entfernung der größte Berg der Insel, der Piton des Neiges, unsere Aufmerksamkeit erregte. Er war von wenigen Nebelschwaden umhüllt und der blaue Himmel schimmerte immer wieder durch. Es war ein traumhafter Anblick und wir freuten uns am Fuße dieses Giganten die ersten beiden Nächte zu verbringen.
Der Piton des Neiges ist mit 3.069 m der höchste Berg Reunions. Wie die gesamte Insel entstand er durch einen so genannten HotSpot. Mit dem Aufsteigen des Piton des Neiges aus dem Indischen Ozean entstand vor ca. zwei Millionen Jahren Reunion. Im Gegensatz zum noch deutlich jüngeren und aktiven Piton de la Fournaise ist er bereits vor ca. 12.000 Jahren erloschen.
Bald waren wir am Ortsschild des ehemaligen Kurorts Hell-Bourg. Zu seiner Blütezeit waren die Thermalquellen mit seiner Therme sehr beliebt. Heute ist davon weniger zu sehen. Wir befinden uns hier in einer Höhe von ca. 950 Metern. Nach ein paar hundert Metern schienen wir im Zentrum zu sein und fanden auch recht schnell unser Hotel. Die Unterkunft war angemessen und nachdem wir zu Abend gegessen hatten gingen wir recht zeitig zu Bett.


Wanderung Foret De Belouve

Wanderung Foret De Belouve


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Wanderung Foret de Belouve

Morgens um 6 Uhr klingelte der Wecker. Sicherlich ungewöhnlich, dass man im Urlaub so zeitig aufsteht! Das hat jedoch seinen Grund. Wenn man auf Reunion wandern möchte, empfiehlt es sich morgens zeitig aufzubrechen. Ab 10 oder 11 Uhr zieht langsam Hochnebel von den Küsten aus in die Talkessel und das Wetter kann etwas wechselhaflt werden. Die größte Chance auf einen schönen Ausblick hat man vor 10 Uhr und deswegen entschlossen wir, unseren Tagesrythmus etwas darauf abzustimmen.
Also standen wir auf und sprangen gleich in unsere Wanderkleidung.
In den Hotels gibt es meistens schon ab 7 Uhr Frühstück, so das wir uns immer noch etwas stärken konnten. Wer mit einem üppigen Menü rechnet, wird in den meisten Hotels wohl eher enttäuscht werden. Baquette, Croissant und Marmelade waren im Angebot. Alles im allem sehr übersichtlich und man lief nicht Gefahr vor dem Ausflug zu viel zu essen. Eine Tasse heiße Schokolade, war dann doch sehr angenehm, da die Nacht recht kalt war.
Es war etwas neblig, feucht und recht kühl als wir aufbrachen. Vorsichtshalber zogen wir uns mehrere Schichten an und machten uns auf die Suche nach dem Startpunkt der Tour. Die Wanderwege der Insel sind in einem hervorragendem Zustand und sehr gut markiert. Während unserem Aufenthalt hatten wir nie Orientierungsprobleme.
Der Weg dem wir folgten wurde nachdem wir ein paar kleine Felder passierten, langsam steiler. Es ging über Wurzeln, Steine und Treppen serpentinenartig nach oben. Immer öfters konnten wir einen Blick in den Talkessel werfen. Links von uns ragte der mächtige Piton des Neiges empor. Fast in der Mitte erkannten wir den Piton d’Anchaing (um den Berg gibt es einige Geschichten), der anscheinend mitten aus dem Tal ragte. Davor konnte man Hell-Bourg erkennen und die Straße die uns gestern dahin gebracht hatte.
Je höher wir kamen desto grandioser wurde der Ausblick. Leider fing es langsam an zu Nieseln und es schien so, als ob die Wolkendecke heute gar nicht aufreisen wollte.
Kurz vor unserem heutigem Ziel kamen wir an einer rostigen Stahlkonstruktion vorbei. Darauf lagerten Stahlseile, die bis ins Tal reichten. Früher wurde hier Holz vom Berg bis ins Tal transportiert. Gleich darauf ging es durch eine kleine Senke voller Fuchsien und Kala-Blumen. Leider konnten wir die volle Pracht der Kala-Blüten nicht bewundern, da sie anscheinend zu dieser Jahreszeit nicht blüten.
Noch ein paar Treppen weiter und wir haben die kleine Ebene rund um die Gite de Belouve erreicht. Jetzt wurde es von oben so richtig feucht und wir suchten erstmal Schutz an der Hütte. Die Hütte war sogar bewirtschaftet und wir konnten uns bei einer heißen Tasse Kaffee aufwärmen.
Nachdem wir das Hochplateau etwas erkundet hatten, beschlossen wir uns auf den Rückweg zu begeben. Wir gingen den gleichen Weg zurück, das hieß einen Abstieg von ca 1500 Meter auf ca 900 Meter.
Nachdem wir etwa 4 Stunden unterwegs waren, erreichten wir wieder unser Hotel.



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Wasserfälle

Am Nachmittag beschlossen wir die Gegend noch etwas mit dem Auto zu erkunden. In der Gegend gibt es eine Unzahl von Wasserfällen, die bis über 100 Meter in die Tiefe stürzen. Man hat hier fast immer das Rauschen des Wassers in den Ohren. Die vielleicht bekanntesten Wasserfälle sind die Brautschleierfälle bei Salazie. Wir fuhren von einem Aussichtspunkt zum nächsten und es war ein schönes Naturschauspiel.
Auf dem Rückweg zum Hotel machten wir noch an einem kleinen Straßenhändler halt und deckten uns mit frischen Bananen ein. Die hatten nix mit den Bananen wie man sie aus dem Supermarkt in Europa kennt zu tun. Sie waren zwar recht klein aber dafür extrem lecker.


Baril


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Anse de Cascades

Am nächsten Tag stand die Fahrt zu unserer zweiten Station auf dem Programm. Das hieß zuerst zurück Richtung Indischer Ozean und dann immer an der Küste entlang Richtung Süden. Im Süden der Insel bei St-Philippe lag Baril, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen wollten. Auf dem Weg dahin, gab es noch eine Klippenwanderung, die in unserem Wanderführer empfohlen wurde.
Ursprünglich ist diese Wanderung kein Rundweg und im Wanderführer ist der Rückweg mit einem Linienbus beschrieben. Die entsprechende Bushaltestelle fanden wir recht schnell. Der Busfahrplan selbst war nicht so einfach zu verstehen. Nach unserem Verständnis fur unser Bus nur alle 3 Stunden, was eine gewisse zeitlich Abhängigkeit bedeutete. Also überlegten wir uns die Wanderung vielleicht etwas zu verkürzen und dann zu Fuß zurück zu gehen. Als Etappenziel für unseren Wendepunkt entschlossen wir uns die Pointe Lacroix zu wählen. 1977 hat ein Lavastrom hier ein kleines Plateau bis ins Meer hinein geschoben. Unweit davon befindet sich die Notre-Dame des Laves. Sie gilt als Wunder, als 1977 die Lava um diese Kirche herumfloss und somit unbeschädigt blieb.
Ein paar Minuten später erreichten wir das Freizeitgelände Anse des Cascades. Es ist eine kleine Bucht die zum Picknicken einlädt. Ausserdem ist es ein Treffpunkt von Fischer, Taucher und Angler. Ein kleiner Hafen und ein Restaurant laden zum verweilen ein.
Als wir ankamen, waren wir anscheinend die einzigsten Besucher an diesem Tag. Außer ein paar Leuten, die das Laub beseitigten, war weit und breit kein Besucher zu sehen. Es war ein etwas mulmiges Gefühl unser Auto als einzigstes auf dem großen Parkplatz abzustellen.
Dann ging es zu Fuß weiter. Nachdem wir den Hafen hinter uns gelassen hatten ging es nach ca 300 Meter über eine kleine Holzbrücke. Die gesamte Wanderung führt von dort aus ca 8 km immer an der Küste entlang.
Das Rauschen des Meeres begleitet uns jetzt die gesamten 4 Stunden, die wir unterwegs waren. Mal ging es direkt an der Klippenkante entlang, mal war man wieder ein kleines Stück vom Meer entfernt. Große Wasserfontänen stiegen in die Höhe nachdem die Wellen auf die Felsen prallten. Teilweise hatte man das Gefühl es regnete, obwohl nur das Wasser der Fontänen vom Wind weiter getragen wurden.
Auch bei unserer zweiten Wanderung auf der Insel, zeigten sich im ständigen Wechsel verschiedenste Vegetationsformen. Wir hatten alle 10 Minuten das Gefühl plötzlich ganz woanders zu sein. Starteten wir noch mit Palmen als Begleiter, wechselte es rasch zu Farnen, zu einer Art Mischwald und dann wieder zu niedrigen Büschen. Es war weit und breit keine Menschenseele zu sehen und wir genossen den Anblick der Natur. Immer wieder legten wir ein kleines Picknick ein und nach ungefähr 4 Stunden kehrten wir zum AUto zurück. Immerhin wollten wir ja noch unser neues Hotel beziehen...


Blick vom Hotel Le Baril

Blick vom Hotel Le Baril


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Le Baril

Weiter ging es mit dem Auto Richtung Süden. Immer an der Küste entlang hörte plötzlich die Vegetation auf.Wir fuhren über ein Lavafeld, welches anscheinend noch nicht sehr alt sein durfte. Es ragte bis in den Ozean rein und nur vereinzelt waren verdorrte Bäume zu sehen. An den Straßenseiten sah man des öfteren kleine Hinweisschilder über verschiedene Vulkanausbrüche. Ein Aussichtspunkt machte uns neugierig und wir legten einen kleinen Zwischenstopp ein. Ungefähr 600 oder 700 Meter Richtung Landesinnere, also Richtung Vulkan, sahen wir einen Krater aus dem Rauch stieg. Dies schien ein sehr aktiver Krater zu sein. Der Piton de la Fournaise musste dahinter liegen, war aber vom Nebel eingehüllt. Die Straße schien hier nur provisorisch angelegt zu sein, da sie wahrscheinlich durch verschiedene Ausbrüche öfters erneuert wird. Bei Vulkanausbrüchen nimmt die Lava wohl immer diesen Weg. Ein Stück weiter die Straße entlang mussten wir nochmal anhalten. Hier stieg Rauch aus den Lavafeldern. Es roch nach Schwefel und die verbrannten Bäume gaben der Gegend eine gewisse Stimmung. Die Steine waren warm und ein lauwarmer Luftstrom war mit der Hand zu fühlen. Es war für uns schon etwas beunruhigend, da wir so etwas bisher noch nicht gesehen hatten.
Ein paar hundert Meter weiter war es um uns wieder grün. Wir fuhren weiter Richtung Saint-Philippe und passierten dabei einige kleine Ortschaften.
Im Vergleich zu anderen Gemeinden von Reunion hat der Tourismus hier keine allzu große Bedeutung. Vor allem der Anbau verschiedener Arten von Nutzpalmen sowie von Gewürzvanille spielt eine Rolle.
Das Hotel Le Baril (in Baril) war unsere nächste Unterkunft. Es liegt direkt an der Hauptstraße und wir konnten es gar nicht verfehlen.
Das Hotel hat 12 Zimmer und bietet ein nettes rustikales Ambiente. Die Zimmer haben Bungalowcharakter und sind um den zentralen Pool verteilt. Es liegt direkt an den Klippen zum Indischen Ozean und wir hofften auf ein Zimmer mit Seeblick.
Wir bekamen tatsächlich einen Bungalow direkt an den Klippen mit Blick auf den Ozean. Ein eigener kleiner Balkon machte diese Unterkunft perfekt. Nachdem wir alle Sachen aus dem Auto geholt hatten, begaben wir uns gleich auf den kleinen Balkon. Ca 8 Meter senkrecht unter uns schlugen die Wellen an die Klippen. Durch die Gischt gab es direkt vor uns einen Regenbogen. Zusammen mit dem Vacoa-Palmen , die auch hier zum Schutz standen, ergab sich ein malerischer Ausblick. Das Tosen des Ozeans, sowie der salzige Geschmack machten diesen Ort zu einem kleinem Paradies.



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Cascade de la Grande Ravine

Am nächsten Tag beschloßen wir den Süden der Insel etwas zu erkunden und ein paar interessante Punkte anzufahren.
Wir fuhren ca 10 Kilometer Richtung Saint Pierre immer am Ozean entlang. Das Wetter war wunderbar und nach wenigen Minuten erreichten wir den Ort Langevin. Er liegt nur wenige Kilometer östlich von Saint-Joseph und ist der südlichste Punkt der Europäischen Union. Es handelt sich dabei um eine Fischerdorf das direkt an der Mündung des gleichnamigen Flusses liegt.
Direkt am Fluss bogen wir Richtung Landesinnere ab und folgtem dem Flußlauf ein paar Kilometer. Dabei überquerten wir ihn ein paar mal, während die Straße immer enger und steiler wurde. Wir waren uns bald nicht mehr sicher wo uns die Straße hinführen würde, als plötzlich rechterhand eine Parkbucht auffiel und wir spontan anhielten. Wir waren an unserem ersten Zielpunkt für den heutigen Tag angekommen – die Cascade de la Grande Ravine. Von Lavigne am Ozean, der bekanntlicher Weise auf auf 0 Höhenmeter liegt, waren wir jetzt auf ca 1000 Meter Höhe. Die Parkbuch war vielleicht 10 Meter über dem Becken, in das die beeindruckenden Wasserfälle hinein prasselten. Das Wasser war kristallklar und die Kulisse einfach traumhaft. Das kleine Wasserbecken lud richtig zum Baden ein. Ich wollte es genauer wissen und kletterte runter um die Wassertemperatur zu testen. Die Idee mit dem Baden verflog, als ich unten ankam und einen Finger ins Wasser hielt. Es war recht frisch und man musste schon etwas mutiger sein. Möglicherweise ist die Wassertemperatur im Südsommer höher, da man häufig Berichte liest oder Fotos sieht wo Leute dem Badespaß hier nicht widerstehen konnten.
Wir fuhren danach noch ein paar Serpentinen weiter bis in eine kleine Siedlung, bevor wir beschlossen zurück Richtung Ozean zu fahren.



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Grand Anse

Die nächste Station war Grand Anse. Auf dem Weg dahin fuhren wir zuerst durch die Ortschaft Saint Joseph. Die Gemeinde in der wir uns befanden trug den gleichen Namen und hat ungefähr 30000 Einwohner. Es handelt sich um ein sehr wirtschaftsschwaches Gebiet, in der der Dienstleistungssektor, wie Behörden oder Schulen, dominiert. Der Südhang des Piton de la Fournaise ist jedoch sehr fruchtbar und deshalb ideal für die Landwirtschaft. Vor allem eine große Anzahl von Zuckerrohrfeldern fallen hier sehr stark auf.
Nach Saint Joseph markierte bald ein Schild die Abfahrt nach Grand Anse. Eine etwas engere Straße führte in Serpentinen zum Ozean herunter. Der Parkplatz war gut besucht aber nach einer kleinen Runde fanden wir auch einen Platz. Wir packten unsere Badesachen und gingen Richtung Strand. Die gesamte Anlage bestand aus einigen Parkplätzen, ein paar Essensbuden, einem langezogenen Picknickplatz und dem Strand selbst. Direkt am Strand standen hier Kokosnusspalmen, was auf Reunion nur hier der Fall sein soll. Am Wochenende ist es ein beliebter Platz der Einheimischen um auszuspannen. Die Jugend nutzt lieber die Wellen zum Surfen oder um zu baden. Wir haben jedoch im Internet gelesen, dass es auch vorkommen soll, dass ein Paar Haie hier auch ab und zu mal auspannen und picknicken wollen. Deshalb wurde ein natürlicher Pool angelegt, welcher vom Meer durch eine Steinmauer getrennt ist.
Laut der Beschreibung schönster Strand hatten wir uns vielleicht etwas mehr erwartet. Keine Frage, es war ein schönes Plätzchen. Man konnte wunderbar der Wellen zuschauen während sie an den entfernten Klippen brachen und es war sehr schön anzuschauen. Aber wir waren uns sicher, dass es noch schönere Strände geben muss wo man in feinem Sand unter Palmen liegt und ab und zu ins mehr springen kann. Der Strand hier war durchsetzt mit größeren Steinen und wirkte nicht sehr fein.
Wir machten es uns am Strand trotzdem erstmal bequem und beobachteten die Einheimischen die picknickten, angelten oder surften.



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Saint Pierre

Dann ging es weiter. Ein paar Minuten später erreichten wir auch schon unser nächstes Ziel. Die Stadt Saint Pierre hat ca 60000 Einwohner und ist somit die größte Stadt im Süden La Reunions. Seit der Errichtung des Flughafens Pierrefonds ist das Städtchen stärker in den Mittelpunkt gerückt. Von hier aus gehen vor allem Regionalflüge, zB. nach Madagaskar oder Mauritius. Im Reiseführer werden vor allem der kilometerlange Stadtstrand, sowie der Fischereihafen erwähnt, die ein Besuch der Stadt empfehlenswert machen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Rathaus, der Wochenmarkt, der chinesiche Tempel, sowie eine moderne Moschee.
Vom Gefühl her fuhren wir einfach Richtung Zentrum bzw Richtung Hafen. In der Innenstadt selbst wurden die Strassen immer enger und viele Einbahnstrassen machten die Navigation für nicht ortskundige nicht unbedingt einfach. Nach ein paar kleinen Runden fanden wir jedoch einen Parkplatz im Zentrum, unweit des Hafens. Wir schnappten uns den Rucksack, merkten uns die Straße und machten uns zuerst auf den Weg zum Ozean. Direkt an der Straße wo wir parkten, begann ein kleiner Park mit einem Denkmal in der Mitte. Linkerhand stand ein größeres schmuckes Gebäude, dass wie das Rathaus aussah. Im Park hielten sich viele junge Leute auf um sich im Schatten der Bäume etwas zu entspannen.
Ein paar Minuten später erreichten wir den Hafen, der voller Fischerboote und Yachten war. Wir schlenderten über ein Promenade immer am Stadtstrand entlang, der zum Sonnen und Baden einlud. An sich eine schöne Ecke, die eine Menge Bistros und Bars hatte. Es waren auch eine Vielzahl von Menschen unterwegs, die die Promenade belebten. Leider kamen wir uns irgendwie beobachtet vor und es machte sich ein unbehagliches Gefühl bei uns breit. Vielleicht bildeten wir es uns auch nur ein aber etwas komisch war es schon. Aus diesem Grund konnten wir dem Ort nichts abgewinnen und beschlossen wieder Richtung Innenstadt zu gehen.
In der Innenstadt gab es einige Straßen voller Geschäfte. Uns viel jedoch auf, dass nur jedes vierte oder fünfte Geschäft geöffnet war. Ob es an der Jahreszeit lag oder vielleicht nur an der Uhrzeit, können wir nicht genau sagen. Teilweise schienen die Inhaber die Geschäfte zu öffnen, wann es gerade passte. Es schienen keine Öffnungszeiten wichtig zu sein. Vielleicht ist das im Südsommer, wenn die Touristendichte etwas größer ist anders. Da wir nichts kaufen wollten störte es uns nicht weiter und wir bekamen trotzdem den Flair dieser Innenstadt mit. Nach einem Imbiss ging es mit dem Auto langsamm wieder zurück Richtung Hotel.



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Cap Mechant

Nicht mehr weit von unserem Hotel erreichten wir wieder das Hinweisschild zu einem Aussichtspunkt namens Cap Mechant =(„bösartiges, hinterhältiges Cap“). Hinterhältig - das muss man aus Sicht der Seefahrer sehen. Den Legenden nach sind hier einige Schiffe gekentert. Besonders Piraten suchten häufig Unterschlupf und deswegen glaubt man hier an versunkene Schätze. Wir glaubten zwar nicht daran irgendwelche Schätze alter Piraten zu finden, wollten uns aber trotzdem dieses hinterhältige Küstenstück anschauen. Wir parkten an einem Restaurant, welches leider geschlossen hatte und gingen ein paar Schritte zu den Klippen runter. Hier prallten die Wellen wieder mit einer unheimlichen Gewalt gegen die Felsen und der kleine Exkurs lohnte sich. Oben an den Klippen gab es noch eine Art Lehrpfad wo verschiedene Pflanzen standen und auf Schautafeln erklärt wurden. Wir schlenderten etwas an den Klippen entlang und sahen den Treiben des Ozeans zu. Etwas anstrengend wurde es erst, als eine kleine Frau auf uns zu kam und uns auf den rechten Pfad bringen wollte. Wir sollten wohl mehr auf die Worte Gottes hören und zu besseren Menschen werden. Die Dame war so überzeugt und hartnäckig uns zu begehren, dass wir letztendlich Reisaus nehmen mussten...sonst hätte es vielleicht noch funktioniert und wir wären gute Menschen geworden...Ungeleutert gingen wir zu unserem Auto zurück und fuhren in unser Hotel.


Plaine des Cafres


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Fahrt auf die Hochebene

Am nächsten Tag ging es zum nächsten Hotel. Wir packten unsere Sachen zusammen und nahmen dann Abschied von unserem Hotel in Baril. Jetzt hieß es als erstes wieder Richtung Saint Pierre zu fahren. Dort bogen wir dann Richtung Landesinnere ab und fuhren ein kleines Stück Autobahn nach Le Tampon. Die gute Anbindung zum Meer und zum Flughafen in Saint Pierre hat den Ort zu einem beliebten Wohngebiet gemacht. Er liegt ca 500 Meter über dem Meer und hat ein angenehmes Klima. Von hier aus hat man einen weiten Blick über den Ozean und besonders Europäer, die für kürzere Zeit in Reunion leben, zieht es hier her.
Ein paar Kilometer weiter machten wir einen kleinen Zwischenstopp, um die Aussicht zu geniessen. Wir befanden uns jetzt auf den Hochebenen zwischen dem Piton des Neiges und dem Piton de la Fournaise. Sie sind im Schnitt bis zu 1000 Meter hoch und trennen die beiden Vulkane. Es war eine fantastische Sicht über Saint Pierre, Le Tampon und dem Indischem Ozean. Es waren weite flache Ebenen zu sehen, mit saftigen Wiesen, abgezäunten Weiden, Traktoren...
Neben Plaine des Palmiste ist Plaine des Cafres eine der größten Ortschaften auf den Hochebenen. Gegen 12 Uhr erreichten wir Plaine des Cafres wo unser nächstes Hotel namens Geranium sein sollte. Am östlichen Ende des Ortes wurden wir auch fündig und suchten gleich die Rezeption auf.



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Route du Volcan und Le Morne Langevin

Wir hatten uns vor der Reise unter anderem die Wanderung am Krater des Piton de la Fournaise ausgesucht. Es wird hier besonders empfohlen noch vor 7 Uhr morgens aufzubrechen, um den Wolken aus dem Weg zu gehen. Aus unserem Wanderbuch wussten wir, dass wir über die Route du Volcan direkt bis zum Vulkan kommen würden. Diese ist jedoch gut 20 Kilometer lang und wir beschlossen heute die Route schonmal abzufahren. Unterwegs fanden sich außerdem noch einige kleinere Wanderrouten, wo wir uns auch noch eine aussuchen wollten.
Die Straße zum Vulkan selbst ist schon sehr reizvoll und bietet immer wieder tolle Aussichten. Ungefähr 5 Kilometer vor dem Ende der Straße fanden wir eine schöne Wanderung.
Wir packten den Rucksack mit Verpflegung und machten uns auf den Weg über die Plaine des Remparts. Die Wanderung führt entlang einer Abrruchkante ca 100 Meter über die Plaine de Sables. Der gesamte Weg ist durch weiße Farbkleckse auf dem Felsboden markiert und nicht zu verfehlen. Hier gibt es nur eine sperrliche Vegetation von kleinen Büschen. Immer wieder bleiben wir direkt an der Abbruchkante stehen und hatten einen schönen Blick auf die Plaine des Sables (Sandebene). Es handelt sich um eine mehrere Quadratmeter große rot/braune Sandwüste. Direkt durch diese karge Landschaft schlengelt sich die Route du Volcan. Es war ein bizarrer Anblick und sehr faszinierend für uns. Weil wir immer wieder stehen bleiben mussten und auch wieder viele Fotos machten, brauchten wir ungefähr 2 Stunden bis zum Ziel Le Morne Langevin. Man ging die meiste Zeit über sehr groben teilweis schwarzen Sand oder Kies. Es ist hier empfehlenswert einen Sonnenschutz dabei zu haben, da es sehr heiß war. Am Le Morne Langevin traffen wir wieder auf tiefhängende Wolken, die uns die Sicht ins Tal und zum Ozean versperrten. Trotzdem war es ein toller Moment hier zu stehen. Man hatte teilweise das Gefühl man blickt weit über den Wolken aus dem Flugzeug heraus. Wir waren hier 2380 Meter über dem Meer und wir machten an diesem schönen und ruhigen Ort erstmal ein Picknick. Mit ruhig meine ich wirklich ruhig…es war absolut nichts zu hören und wenn man das so noch nicht erlebt hat, kann man es sich gar nicht vorstellen. Anfangs hat diese absolute Stille etwas komisches fast etwas beunruhigendes an sich. Kein Laut menschlicher Zivilisation, kein Tier, keine durch den Wind raschelnde Blätter…einfach nichts. Aber wir stellten unsere Ohren weit auf und konnten von dem Gräusch der absoluten Stille nicht genug bekommen. Wie bei der Wanderung an den Klippen haben wir auch hier keine Menschenseele getroffen und waren ganz für uns allein.
Nach der Wanderung suchten wir noch den Parkplatz für den Startpunkt der Vulkanwanderung und fuhren dann zurück ins Hotel.


Piton de la Fournaise

Piton de la Fournaise


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Piton de la Fournaise

Am nächsten Tag waren wir kurz nach 7 Uhr am Parkplatz des Relais de Volcano angekommen. Vier oder fünf andere PKWs mit Wanderern waren auch schon da. Es schien wohl das beliebteste Wandergebiet auf Reunion zu sein. Waren wir doch sonst immer absolut allein unterwegs, schien hier mehr los zu sein. Nach und nach startete jedes Grüppchen Richtung Vulkan. Das Wetter sah sehr viel versprechend aus aber durch die frühe Stunde war es noch sehr frisch. Dementsprechend wählten wir auch unsere Bekleidung aus und starteten dann auch. Zuerst ging es ein paar Schritte vor zum Aussichtspunkt, wo wir gestern schon den Piton de la Fournaise und seine umliegenden Lavafelder betrachteten. Man war hier bestimmt mehr als 100 Meter über dem Lavafeld, welches dann langsam zum Hauptkrater anstieg. Man konnte hier also schon auf einen Teil der heutigen Wanderung blicken.
Es war spannend diesen Vulkan heute noch etwas näher zu kommen. Der Piton de la Fournaise ist 2631 Meter hoch. Vor ca 380.000 Jahren entstand er an der Südseite des Piton des Neiges und ist auch heute noch ein sehr aktiver Vulkan. Seit 1640 bis zu unserer Reise ist er ungefähr 150 mal ausgebrochen, zuletzt am 2.April 2007. Dieser letzte Ausbruch war so gewaltig und führte zum Einbruch des Hauptkraters. Der Boden des Kraters sank um 300 Meter und das Gebiet ist seitdem sehr instabil. Das ist der Grund dafür, dass wir nicht direkt zum Hauptkrater aufsteigen sondern eine Wanderung zu einem Nebenkrater machten.

Es ging noch einige Meter am Rand dieses Hochplateaus weiter bis zu einer kleinen Treppe. Diese führte uns dann über viele Stufen runter auf das Lavafeld.
Ein paar Meter hin war eine ca 20 oder 30 Meter hohe Erhöhung, wie eine Art kleiner Nebenkrater zu sehen. Es handelt sich dabei um den Sandkrater Formica Leo. Von dem Aussichtspunkt auf dem Plateau sah dieser sehr winzig aber wegen dem anderen Untergrund interessant aus.
Danach folgtem wir dem Verlauf der weißen Markierungen über das Lavafeld. Die vier oder fünf anderen Wandergrüppchen verloren sich auf dieser großen Fläche und auf dem Hinweg sollten wir jetzt keiner Menschenseele mehr begegnen. Es kehrte plötzlich wieder diese Stille zurück, die wir auch schon am Vortag erleben durften. Diese wurde dann aber ab ca 9 Uhr von einigen Flugzeugen oder Helikoptern unterbrochen. Es gab viele Anbieter auf der Insel die Rundflüge anboten, wo man diese herrliche Landschaft von oben betrachten konnte.
Der Weg war ständig ansteigend und über die erkaltete Lava auch etwas anstrengend. Nach dem langen Abstieg und den ersten hundert Metern über das Lavafeld, konnten wir uns dann schon langsam von den ersten Schichten Kleidung befreien. Wir gingen immer höher rechts um den Hauptkrater und sahen bald weiter um den Krater herum. Es eröffnete sich ein bizzare Landschaft mit einer Menge kleiner Krater, die sich nicht sehr hoch aus dem Lavafeld erhoben. Am oberen Rand war das Gestein immer rötlich gefärbt. Wir gingen jetzt gerade auf einen solchen Krater zu. Dieser kleine Krater hatte in der Mitte ein anscheinend tieferes Loch, wo wir gleich etwas Abstand nahmen. Wir liesen es uns trotzdem nicht nehmen bis zum Rand hinauf zu gehen und uns das rötliche Gestein etwas näher zu betrachten. Es hatte eine ganz löchrige und poröse Struktur und lies sich förmlich abrechen.
Bald erreichten wir einen weiteren Krater, den Crater Rivals. So hieß auch unsere heutige Wanderung und wir waren anscheinend nicht mehr weit von dem Wendepunkt entfernt. Nach ungefähr 2,5 Stunden erreichten wir den Wendupunkt unserer heutigen Tour. Genau in diesem Augenblick zogen vom Meer her dichte Wolken Richtung Vulkan. Man konnte von Minute zu Minute immer weniger weit sehen. Wir erwischten gerade noch einen Moment, in der man noch etwas Aussicht hatte. In die andere Richtung blieb der Himmel aber blau und wir beschloßen erstmal unser Lunchpaket zu plündern.
Jetzt ging es den gleichen Weg wieder zurück Richtung Auto. Auf dem Rückweg trafen wir ab und zu einige Wanderer, die das gleiche Ziel hatten aber später gestartet sind. Hier und da kamen wir an kleinen Meßstadionen vorbei, die wahrscheinlich jede kleine Bewegung aufzeichneten, die der Vulkan abgibt. Ein anstoßen solch einer Stadion hätte vielleicht zu einem Großalarm geführt aber die wahrscheinlich damit verbundenen Strafen hielten uns zurück einen kleinen Versuch zu starten...
Irgendwann hatten wir dann wieder den Sandkrater Formica Leo erreicht und vor uns lag jetzt der 100 Meter hohe Anstieg über die engen Treppen. Dann war es geschafft!
Wir fuhren ein Stück die Route du Volcan zurück und suchten uns einen kleinen Platz, um noch ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen. Ein kleiner Platz mit Bänken und Tischen bot sich an und wir legten uns für eine halbe Stunde in die Sonne. Nach der langen und anstrengenden Wanderung hatten wir uns das heute auch verdient.


Cilaos


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Etang Sale Les Bains

Nach einem erreignisreichen und anstrengenden Tag wie gestern, hat man sich eine kleine Auszeit verdient. Außer der Fahrt zu unserem neuen Hotel in Cilaos, wollten wir einfach mal etwas faul sein und die Seele baumeln lassen. Da bietet sich ein Tag am Strand an.
Wir fuhren die gleich Straße zurück, die wir 2 Tage zuvor gekommen waren. Kurz nach LeTampon ging es dann wieder auf einer Autobahn weiter. Wir erreichten Saint-Pierre und folgten der Autobahn Richtung Etang Sale Les Bains. Auf halber Strecke führte diese durch Saint Louis. Saint Louis ist eine Stadt mit ungefähr 40000 Einwohner. Das Gebiet ist hauptsächlich durch den Anbau von Zuckerrohr geprägt. Tatsächlich arbeitet ein Großteil der Bevölkerung dieser Stadt in dieser Branche. Nicht umsonst steht hier die größte und modernste Zuckerrohrfabrik der Inseln. Unübersehbar thront die Fabrik mit ihren hohen Schornsteinen am nordöstlichen Eingang der Stadt. Neben Bois Rouge stellt sie eine der letzten beiden intakten Zuckerfabriken und damit einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Region dar.
Ansonsten wird die Stadt selbst von den meisten Touristen eher verschmeht. Nicht zuletzt liegt das bestimmt an den fehlenden Stränden. Trotzdem kann man auf einigen Seiten im Internet lesen, dass diese Stadt einen gewissen Charme und einiges zu bieten hat.
Wir machten einen kleinen Zwischenstopp an einem Supermarkt und kauften ordentlich zu Essen und Trinken ein.
Gut versorgt mit allerhand Leckereien erreichten wir gegen 9.30 Uhr den Strand. Wir parkten das Auto, schnappten uns die Badesachen und gingen ein paar Schritte zum Strand. Hier war es genau so, wie wir uns das heute vorgestellt haben. Ein traumhafter Strand und weit und breit keine Menschen. Na gut hier und da sah man dann doch jemanden aber man lag bis auf 50 Meter entfernt und dachte, man habe den Strand für sich. Direkt am Strand reihten sich Palmen, bevor dann die Straße kam. Besonders auffällig ist hier natürlich der schwarze Sand, der vulkanischen Ursprung sein musste. Bei den Einheimischen soll dieser Strand sehr beliebt sein und wir waren uns sicher, dass am Wochenende sicherlich viel mehr los sein muss als wie heute.
Wir machten es uns in dem Sand bequem und packten die ersten Sachen aus dem Supermarkt aus. Leckere Brownies und frische Bananen versüßten uns diesen wunderschönen Strand noch mehr. Nachdem die Sonne unsere Körpertemperatur fast zum kochen gebracht hat, wollten wir nun auch endlich mal in den Indischen Ozean zum Baden. Der Weg bis zum Wasser wurde zu einer kleine Comedyvorstellung. Man kennt es ja über heißen Sand zu laufen. Dieser Sand war durch seine Farbe noch einige Grad heißer und wir versuchten mit minimaler Bodenberührung zum Wasser zu gelangen. Wenn ich mich noch richtig erinnere, zischte es als wir mit dem Füßen endlich im Wasser waren und Wasserdampf stieg auf... ;-)
Die Temperaturen des Ozeans waren perfekt zum Baden. Man hatte nicht das Gefühl tiefgekühlt zu werden, verspürte trotzdem eine Erfrischung. Wenn man Schnorcheln oder einfach nur Schwimmen wollte, konnte man es problemlos länger im Wasser aushalten.
Schwimmen und Schnorcheln war an unserem Abschnitt jedoch etwas schwieriger. Der Grund waren die doch etwas größeren Wellen, die sich genau am Strand brachen. Man musste hier schon etwas aufpassen sich nicht zu verletzen, da der Sog zurück in den Ozean doch sehr heftig war. Trotzdem machte es riesig Spass etwas gegen die manshohen Wellen anzukämpfen.
Für diejenigen die lieber auf ein gemütliches Badevergnügen stehen oder Kinder dabei haben, gab es etwas 200 Meter weiter einen Strandabschnitt mit einem vorgelagerten Riff. Dort konnte man gefahrlos ins Wasser und es gab dort sogar eine Rettungswacht.
Wir liesen uns es bis fast 14 Uhr so richtig gut gehen, bevor wir dann langsam die Reise Richtung Cilaos aufnehmen wollten. Wir haben gelesen, dass die Straße dorthin über 400 Serpentinen geht und eine gewissen Vorsicht gefragt ist. Also wollten wir nicht im Dunklen ankommen und uns unnötigen Streß aussetzen.



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Die Serpentinen nach Cilaos

Zuerst ging es ein paar Kilometer zurück Richtung Saint Louis, bevor wir ins Landesinnere abbogen. Genau wie schon am ersten Tag führte hier genau eine Straße in den Talkessel hinein bzw heraus. Wir erinnerten uns gleich wieder an die kalten Nächte in Hell-Bourg und vermissten jetzt schon die warmen Sonnenstrahlen.
Kaum waren wie von der Küste Richtung Cilaos abgebogen, fingen auch bald schon die Serpentinen an. Ungalublich eng ging es so stetig bergauf und es war selten mal ein Stück Straße, welches länger als 50 Meter geradeaus ging. Die grandiose Landschaft und der schöne Ausblick veranlasssten uns nach fast jeder zweiten Kurve stehen zu bleiben und Fotos zu schießen. Nach einem solchen Zwischenstopp überholte uns ein Bus, dem wir dann eine Weile lang folgten. Wir konnten unseren Augen kaum trauen wie der Busfahrer die Serpentinen anging. Natürlich musste der Bus immer weit ausholen, um irgendwie um die Kurven zu kommen. Oftmals musste er sogar rangieren. Kam der Bus jedoch in einem Zug um die Kurve, dann nahm er diese häufig mit Vollgas. Kurz vor der Kehre hupte er um Gegenverkehr zu warnen und fuhr dann ohne die Geschwindigkeit zu verringern um die Kurve. Wie lernten ziemlich schnell, wenn man ein Hupen hörte schnell auf die Seite zu fahren. Zum Glück haben wir das auf diese Art und Weise gelernt und somit kein engen Kontakt mit einem Bus oder auch LKW gehabt.

Nach vielen Kurven und einer Menge bergauf und bergab erreichten wir Cilaos. Der Name Cilaos kommt ursprünglich aus Madagaskar von dem Wort Tsilaosa (oder tsy ilaozana). Auf deutsch heisst es soviel wie der Ort den niemand wieder verlässt. Einige Historiker behaupten die Ursprünge des Wortes liegen bei einem Sklaven aus Magagaskar namens Tsilaos, welcher im Cirque Cilaos Schutz suchte.
Die ersten Bewohner waren entlaufene Sklaven die auf der Flucht diesen Ort entdeckten und sich hier sicher fühlten. Sie dachten sie wären hier auf dem Dach der Welt und niemand würde sie hier finden. Die ersten von ihnen wurden jedoch von gut organisierten Sklavenhändlern gefangen. So kam es, dass der Cirque wieder für eine Weile unbewohnt war. Um 1850 existieren wieder Aufzeichnungen von Ansiedlungen und heute leben hier ungefähr 6000 Menschen.
Das Gebiet hält auch einen Rekord. So soll hier innerhalb von 24 Stunden (15/16 März 1952) 1870 mm Regen gefallen sein. So viele wurde an einem Tag noch nirgends sonst gemessen.
Wie auch schon in Hell-Bourg wurden auch in Cilaos Thermalquellen entdeckt. So kam es, dass der Ort Hell-Bourg seinen Rang als Thermalort an Cilaos verlor. Bis 1932 war es jedoch schwierig für Besucher in den Ort zu gelangen, da es bis zu diesem Zeitpunkt keine Straße in den Talkessel gab. Heute dauert die Fahrt durch die zahlreichen Serpentinen immer noch mindestens eine Stunde. Die Entfernung zu Hell-Bourg ist über die Luftlinie nur 15 km entfernt, trotzdem sind es zwei verschiedene Welten.

Das merkten wir auch als wir dann endlich unser Hotel erreichten. Es war eine größere Anlagen mit einem Hauptgebäude über mehrere Stockwerke. Es fiel gleich auf, dass hier mehr Gäste anwesend waren und die Organisation vom Hotel viel profesioneller ablief. Wir waren sehr positiv über unser Zimmer überrascht und kürten es gleich zum bisherigen Höhepunkt aller Unterkünfte.



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Tour Le Bras Rouge

Am folgenden Tag wählten wir wieder eine Wanderung, die in unserem Buch ausdrücklich empfohlen wurde, da wir mit den Empfehlungen bisher immer sehr zufrieden waren. Die Tour hieß „Le Bras Rouge – Landschaftliche Höhepunkte im Herzen des Cirque de Cilaos“.
Zuerst ging es ein paar Minuten wie durch einen Garten. Eine Vielzahl verschiedener Blumen zierte den Wegrand und es ging leicht bergab. Nach einer Weile erreichten wir ein paar alte Ruinen. Dabei handelte es sich um die alten Thermalanlagen des Ortes. Ein paar Meter daneben, in einem kleinem Staubecken eines Baches, konnten wir etwas Dampf aufsteigen sehen. Wir sahen uns das näher an und konnten uns mit den Händen überzeugen, das es tatsächlich lauwarmes Wasser war. Ein anderes typisches Zeichen waren braune Rinnsale. Das Thermalwasser oxidiert beim Austritt an die Oberfläche und hinterläßt genau solche Spuren.
Wir ließen die Thermalanlagen bzw. das was von ihnen übrig geblieben war hinter uns und gingen anfangs leicht bergauf bevor es dann stetig abwärts Richtung „Cascade de Bras Rouge“ ging. Es war ein recht schattiger Weg und sehr schön zu laufen. Trotzdem musste man hier und da auf rutschige Steine aufpassen, um nicht auszurutschen. Durch die Baumkronen kündigte sich heute ein wunderschöne Tag an.
Wenig später war die erste Etappe geschafft. Man befand sich auf dem Hochpunkt der „Cascade de Bras Rouge“. Etwas Vorsicht war also angebracht, als wir uns der Absturzkante näherten. Die Felsen und Steine waren abgerundet und durch den Fluß ausgewaschen. Man sah hier genau, wie der Fluß über Jahrhunderte an der Gestaltung des Flussbettes gearbeitet hat.
Nach der Flußüberquerung folgte ein steiler Anstieg parallel zum Bras Rouge. Die Sonne brannte uns ins Gesicht und schattige Plätzchen waren sehr rar. Nach ungefähr 30 oder 40 Minuten wurde es allmählich wieder etwas flacher und der Filaowald spendete dazu etwas Schatten. Die Aussicht von hier oben war unglaublich und jetzt wußten wir auch, weshalb diese Tour in unserem Buch empfohlen wurde. Richtung Osten thronte der mächtige Piton de Neiges. Zur anderen Seite, also im Westen konnte man den tiefen Einschnitt Richtung Meer sehen. Links und rechts davon waren die Berge mit saftigem grün bewachsen. Direkt gegenüber von uns sahen wir in der Ferne Cilaos. Der Kirchturm, wo wir auch der Startpunkt unserer Tour lag, erschien so klein, dass wir dachten schon viele Stunden unterwegs zu sein.
Es ging noch eine ganze Weile bergauf und bergab bis es dann wieder steil berg ab zurück zum Bras Rouge, den wir wieder kreuzen mussten um nach Cilaos zurück zu kehren.
Als wir den Bras Rouge erreichten, entschlossen wir uns eine kleine Pause einzulegen und etwas aus dem Picknickpacket zu plündern.
Nach unserem Picknick suchten wir nach einer geeigneten Stelle um den Fluß erneut zu überqueren.
Es folgte nun ein etwas steilerer Anstieg und wir merkten langsam wie unsere Beine müde wurden. Je höher wir wieder kamen, desto schöner wurde der Ausblick. Ständig hielten wir an und bewunderten das tolle Panorama. Nach einer Weile erreichten wir die Landstraße D242, die wir gestern gekommen waren. Wir kreuzten diese und setzten den Anstieg fort. Langsam sahen wir wieder Cilaos und die kleine Kirche, wo irgendwo unser Auto stehen musste. Es lag noch etwas in der Ferne und wir waren auch einige Meter höher. Mittlerweile wurde es auch flacher und wir liefen auf einem Höhenweg paralell zur Straße. Nach 30 Minuten erreichten wir das Bassin Bleu. Jetzt ging es noch ca 30 Minuten durch Cryptomeriawald immer leicht bergab und dann erreichten wir wieder Cilaos. Wir gingen noch ein kleines Stück Richtung Kirche und waren wieder am Parkplatz.


La Saline


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Saline Les La Bains

Am nächsten Tag ging es zur letzten Station unserer Reise.
Kurz vor Gilles Les Bains, ein Zentrum für Urlauber, befindet sich das kleine Örtchen Saline Les La Bains. Wir suchten hier unser neues Hotel Swalibo. Dort erwartete uns ein herzlicher Empfang. Es schien hier alles etwas professioneller abzulaufen und die Empfangsdame führt uns gleich in unserer Zimmer. Das Hotel hatte einen schönen Innenhof, um welches alle Zimmer angeordnet waren. In der Mitte befand sich ein Pool mit Liegen, umrandet mit Palmen. Unser Zimmer war gemütlich und ein schönes Wandbild zierte eine Seite. Wie wir später feststellten, hatte jedes Zimmer eine andere Farbe mit einem anderen Wandbild. Unser Zimmer war blau und besaß einen kleinen Balkon in Richtung Pool. Kurz nachdem wir im Zimmer waren stand auch schon ein kleiner Begrüßungscocktail und ein Obstteller auf dem Tisch und wir fühlten uns gleich willkommen.

Die Sonne strahlte und wir konnten es kaum erwarten zum Strand zu gehen. Das Hotel besaß einen kleinen Strand mit Liegen, Schirmen, einigen kleinen Booten und einer Strandbar. Leider war das Hotel ungefähr 300 Meter vom Ozean entfernt.
Nach wenigen Minuten waren wir am Strand. Alle Liegen waren schon besetzt und so suchten wir uns ein nettes Fleckchen im Sand. Jetzt erst stellten wir fest, dass es etwas windig war. Also liesen wir unsere Sachen erstmal angezogen und beobachteten das Treiben am Strand. Es war doch einiges los, was wohl an der kleinen Strandbar liegen musste. Es gab hier einige kleine Snacks und Getränke und es schien ganz gut zu laufen. Der Strand selbst war nicht so schön wie in Etang Sale Les Bains. Es wahr nicht so weitläufig und hier war vielmehr los. Wer Lust zum Baden hatte, fand direkt am Strand ruhiges Wasser vor. Die Wellen brachen hier ca 100 Meter weiter am Riff und man konnte hier ganz bequem ins Wasser. Jetzt taten wir das, was man am Strand so macht. Lesen, Schlafen, Sonnen, dem Ozean zusehen...
Am späten Nachmittag wollten wir noch nach Gilles Les Bains, um uns etwas umzuschauen. Also kehrten wir nachmittags zum Hotel zurück und brachen auf.



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St.-Gilles-les-Bains

St.-Gilles-les-Bains ist das touristische Zentrum für Badeurlaub auf La Réunion. Der Ort mutet etwas an wie die Dörfer und Städtchen an der Cote d'Azur. Eine kleine Promenade, Bars, Cafés und Restaurants, Imbiss-Stände, Snacks und Boutiquen aller Nuancen. Über Holzbrücken gelangt man zur Marina, dem Areal des Yacht-Hafens. Neben vielen schönen Motorbooten und Segelyachten gibt es auch hier am Kai verschiedene Restaurants und Souvenirshops sowie alles, was das Anglerherz erfreut. Am Hafen liegt auch als kleine Attraktion das Schau-Aquarium der Insel.
Neben dem Auquarium gab es zwei Anbieter für Korallentrips und Delfin Safaris. Das klang für uns sehr interessant. Zu einem hatten wir die Insel noch nie vom Ozean aus gesehen und Delfine in freier Wildbahn wäre auch etwas Neues. Leider fand die Delfin Safari an einem anderen Tag statt. Um trotzdem mal auf den Ozean rauszukommen, buchten wir für den nächsten Tag eine Korallenrifffahrt mit einem Glasbodenboot.

Am nächsten Tag fuhren wir also wieder nach St.-Gilles-les-Bains um an der Bootstour teilzunehmen.
Nachdem wir ein ganze Weile gefahren sind und die Küste vom Oberdeck genossen, waren wir an den Korallen angekommen. Wir begaben uns unter Deck zu den Glasböden und sahen uns den Grund des Ozeans an. Die Sicht war wirklich mittelmäßig, eher schon schlecht und es war weniger spektakulär was wir zu sehen bekamen. Hin und wieder erkannte man einen Fisch in dem aufgewühlten Wasser. Da wir aber die Bootsfahrt bei dem schönen Wetter bisher so schön fanden, machte uns das nichts weiter aus.
Der Kapitän änderte seine Strategie und beschloß nach Delfinen Ausschau zu halten. Wir stürmten also wieder aufs Oberdeck und hielten die Augen offen. Tasächlich hatten wir Glück – ein Delfin zeigte sich nicht weit von unserem Boot. Das war natürlich aufregend für uns Flipper in freier Natur zu sehen zu bekommen.
Auf der Rückfahrt kam der Kapitän zu uns und wollte wissen ob wir noch Fragen hätten. Wir waren in dem Moment gar nicht weiter darauf eingestellt aber wir versuchten trotzdem etwas mit ihm ins Gespräch zu kommen.
Für uns war die Fahrt eine willkommene Abwechslung und wir beschlossen noch etwas durch die kleinen Boutiquen und Souvenirshops im Hafen zu schlendern. Gegen Mittag fuhren wir dann zurück zum Hotel.
Nachmittags gingen wir nochmal an den Strand. Nach wenigen Minuten kehrten wir an den Pool im Hotel zurück, da der Wind kräftig aufgefrischt hatte. Wir ließen den letzten Tag auf La Reunion ruhig am Pool ausklingen. Den Tag darauf sollte es nämlich wieder Richtung Mauritius gehen, wo wir noch 2 Tage Badeurlaub einlegen wollten...


Saint-Denis

Markt in St Denis

Markt in St Denis


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Auf Wiedersehen Reunion

Es war soweit – heute ging es zurück nach Mauritius. Nachdem wir gefrühstückt hatten, packten wir unsere Sachen zusammen und bezahlten die Rechnungen. Dann ging es los Richtung St Denis. In St Gilles gerieten wir aus nicht ersichtlichen Gründen in einen Stau, was wohl an dem Berufsverkehr der Gegend liegen musste. Trotzdem erreichten wir die Hauptstadt zeitig genug, um noch ein paar Eindrücke in der Innenstadt sammeln zu können. Also suchten wir uns im Zentrum ein Parkhaus und machten uns auf die Suche nach einen Markt oder der Fußgängerzone.
Hier gab es eine Menge Souvenirs, Gewürze, Obst, Gemüse und Blumen. Um etwas mit nach Hause zu nehmen, suchten wir uns Töpfe in Miniaturform aus, die denen ähneln in den traditioneller Weise Cari zubereitet wird.
Daraufhin ging es weiter zur Fußgängerzone. Diese ähnelte denen in europäischen Städten und es waren die üblichen Geschäfte zu finden. Es war jedoch auffällig, dass die Menschen hier sehr viel Wert auf ihre Kleidung legen. Anders als bisher sah man hier viele schön angezogene Leute aus den verschiedensten Kulturen. Hier zeigte sich die Vielfalt der vielen Einflüße, die die Bevölkerung in diesem Land prägen.
Nach einem kleinen Snack kehrten wir bald zum Auto zurück, um langsam Richtung Flughafen aufzubrechen.

Die restlichen zwei Tage unseres Urlaubs verbrachten wir auf Mauritius. Dort konnten wir nochmal 2 Tage Sonne, Strand und Ozean geniessen...


Kommentare

mcvogi (05.06.2009)

Tolle Bilder, toller Bericht von einer Insel, die mir ehrlich gesagt bisher total fremd war! Danke und Gruß mcvogi

Simone (10.12.2009)

Danke für die schönen Info - das macht Lust auf mehr! Freu mich, mal wieder tolle Tipps von anderen Destinationen von Dir zu erfahren!