Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen? - Reisebericht von micha bei triplib.

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micha
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Wien

16er Blech

16er Blech


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fragte schon Reinhard Fendrich in den 80ern in einem Austropop-Hit. Die Antwort war bislang immer ein ganz klares Nein. Was sollte ich denn in einem Sisi-verseuchten, vor Dekadenz sprühenden, nach Apfelstrudel und Sachertorten duftenden Klischee von Österreich?

Über den Jahreswechsel 09/10 hat es uns nun aber doch in die Donaumetropole verschlagen, weil wir zu Hause in München keine Tickets mehr für eine Münchner Kapelle bekommen haben.

Und wenn man schon mal da ist, dann kann man sich diese Stadt voller Klischees doch gleich mal angucken, dachten wir.

Los gings, mit dem Zug in circa 4 Stunden von München zum Westbahnhof in Wien. Blitzschnell in den wunderbarfunktionierenden öffentlichen Nahverkehr und keine halbe Stunde später am anderen Ende der Stadt am Praterstern angekommen. Schnell im Hotel eingecheckt und auf ins Abenteuer.


Münchner Sportkapelle

Münchner Sportkapelle


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Die Sportis im Gasometer

Eigentlich war das Konzert der Auslöser unseres Trips nach Wien. Aufgrund der Unmöglickeit an Karten für die Gigs in München zu kommen, suchten wir den Ersatz in Wien. Es war der perfekte Auftakt für unsere Wien-Woche. Wien ohne Musik ist nämlich nicht Wien.

Im Nachhinein hätten wir es nicht besser haben können. Was für eine Location!!! Falls man als Wienbesucher einmal ein Konzert erleben möchte, dann ist das Planet.tt im Gasometer Pflicht.

Die Gasometer-City liegt im Süd-Osten (Simmering) der Stadt Wien und ist direkt mit der U3 (eigener Halt) erreichbar. Das namensgebende Gasometer besteht aus vier ehemaligen Gasbehältern. Diese wurden im Jahr 1896 erbaut und um die Jahrtausendwende saniert und umgebaut zu einem Veranstaltungs-, Wohn-, Arbeits- und Einkaufskomplex. Seit dem strahlt das Gasometer in neuem Glanz und kann sich (wie fast alles in Wien) als architektonisches Meisterwerk sehen lassen. Jeder der vier Gastürme (A-D) ist ca. 70 m hoch und hat ca. 60 m Durchmesser. Neben den Gastürmen sind auch die vielen "schrägen" Gebäude in der Nachbarschaft eine Augenweide.

Im Gasometer A befindet sich besagte Location planet.tt. Diese bietet im unteren Bereich neben dem vorgelagerten Einlass, den Gardaroben und Bars, im Innenraum Stehplätze. Im Obergeschoss sind wiederum weitläufige Bar- und Gardarobenbereiche vorgelagert. Im eigentlichen Veranstaltungsraum sind im oberen Bereich die Sitzplätze angesiedelt. Von diesem hat man hervorragende Sicht.

Diese bot uns also dementsprechend einen wunderbaren Blick auf die Bühne zu den musikalischen Darbietungen der stillerschen Sportfreunde aus München. Mittels der kräftigen Beteiligung weiterer Akteure boten diese ihr aktuelles akustisches Programm "Ich war noch niemals in New York" (unplugged) feil. Welch Genuss in unseren Ohren! Dieser wurde durch die perfekte Akustik im planet.tt in keinster Weise getrübt. Nach mehreren Entgleisungen des Publikums (54, 74, 90, 2010 ... in Österreich) und der Hauptakteure auf der Bühne (scha-la-la und "ihr seit doch gar nicht qualifiziert") ging ein wunderbarer Abend zu Ende.


U-Bahn über die Wien

U-Bahn über die Wien


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Die Ringstraße mit ihren Prachtbauten

Will man die Ringstraße zu Fuß erobern, muss man ein wenig Zeit einplanen. Es lohnt sich aber. Denn so kommt man hinter jeder Ecke und an jeder Kreuzung immer wieder erneut ins Staunen.
Wir haben die Tour auf 2 Tage aufgeteilt und konnten so alles wunderbar besichtigen und auch mal an den schöneren Flecken verweilen.
Der erste Tag führte uns vom Schwedenplatz über die Urania zur Radetzkybrücke. Von dort aus an der Wien entlang zur MAK (dort gibt es ein schickes Literatenfeinschmecker-Restaurant; der Österreicher); vorbei an Luxushotels und dem Spargelpalast (palais Coburg) rein in den Stadtpark; dort finden sich zahlreiche Denkmäler der wichtigsten Musiker wie Strauß junior; weiter an der Wien vorbei an einem der größten Freilufteislaufplätze der Welt, dem Wiener Eislaufverein Richtung Belvedere; dann zum Hochstrahlbrunnen und Heldendenkmal; an der schicken französischen Botschaft vorbei zum Karlsplatz; in der Karlskirche kann man einen schwindelerregenden Aufstieg in die circa 80 Meter hohe Kuppel wagen. Dann weiter zu den Jugendstil U-Bahnstationen von Otto Wagner. Gleich nebenan taucht dann schon die goldene Kugel der Secession auf. Schnell noch ein Spaziergang über den Naschmarkt und dann ab in die Innenstadt zur Oper;
Hinter der Oper dann vorbei am Hotel Sacher und zur Albertina. Von dieser hat man einen herrlichen Ausblick auf die Hofburg mit Schloßgarten und Palmenhaus, sowie auf die umliegenden Prachtbauten;
Abends lohnte sich dann der Spaziergang durch die weitläufige Hofburg besonders. In der Dunkelheit und von zahlreichen Scheinwerfern angeleuchtet wirken die einzelnen Gebäudeabschnitte noch imposanter.
Am nächsten Tag sind wir vom Schottentor Richtung Votivkirche aufgebrochen. Davor findet sich direkt der Sigmund-Freud-Park mit Bäumen aller europäischen Mitgliedsstaaten. Die neueren EU-Mitglieder nehmen in Form von Stühlen an einer Marmortafel platz.
Ein paar Straßen weiter findet sich bereits das Wiener Rathaus; am Hintereingang wird man eingelassen und kann einen Spaziergang bis zum Büro des Oberbürgermeisters wagen.
Gegenüber vom Rathaus ist man auch direkt schon am Burgtheater, in dem sie gerade Faust zu durchaus moderaten Preisen aufgeführt haben.
Von dort lädt der Volksgarten mit seinen unzähligen Rosenstöcken und Blick auf die Hofburg zu einem Spaziergang;
Tritt man dort wieder auf den Ring erschlägt einen förmlich der Säulenbau des österreichischen Parlaments (einem griechischem Tempel nachempfunden mit tronender Palas Athene)
Wenn man dann immer noch nicht genug gesehen und gestaunt hat, dann kann man sich noch ins nahegelegene Museumsquartier wagen und das naturhistroische und völkerkundliche Museum (sowie zahlreiche weitere) besichtigen.


Einen kleinen Überblick bekommt man, wenn man die Ringtram nimmt. Allerdings fanden wir das eher mau und wenig informativ, wie man da an all den historischen Bauten vorbeigeschossen ist.


Sargkunstwerk in der Kapuzinergruft

Sargkunstwerk in der Kapuzinergruft


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Kaisergruft

Was für ein Anblick? Welch eine Sammlung? Diesen und weiteren Fragen ist man sich selbst nach einem Besuch der Kaisergruft ausgeliefert. Am Einlass geht alles noch recht normal zu. Der Gang in die Katakomben führt einen langsam in das Reich der Toten. Dort angekommen, mit der Bitte um "Silentium", kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Gedanken, wie "So schön ist der Tod.", kommen auf. Gleichzeitig schaudert es einen durch alle Körperteile beim Anblick von unendlichen Generationen des Herrscherhauses Habsburg. In den Räumen haben bis heute 146 Mitglieder (darunter 12 Kaiser, 19 Kaiserinnen und Königinnen) ihre Ruhestätte gefunden. Die Begeisterung und das Schaudern steigern sich von Raum zu Raum. Allein die filigranen Arbeiten an den nicht enden wollenden Särgen hinterlassen mannigfaltige Eindrücke. Die bekanntesten Personen in der Gruft liegen in der neuen Gruft und in der Franz Josephs Gruft. In Ersterer ist Kaiser Maximilian von Mexiko (der Bruder vom Franzl) beigesetzt. Die Franz Josephs Gruft ist dem letzten großen Herrscher von Österreich, seiner Frau und dem Thronfolger gewidmet. Hier liegen die berühmte Kaiserin Sisi, der Franzl und deren Sohn Rudolf. Danach ist man am Ende der etwas anderen Zeitreise angekommen und kann in das Reich der Lebenden wieder emporsteigen.


öffentliche Bedürfnisanstalt

öffentliche Bedürfnisanstalt


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Das schönste "Scheißhaus" von der ganzen Welt

In Wiens angeblich nobelster Einkaufsstraße, dem Graben, befindet sich das wahre Highlight unterirdisch: eine öffentliche Bedürfnisanstalt. Wirklich einen Besuch wert!
Überirdisch gibt es das typische Rahmenprogramm Wiens: zahlreiche Pelzträgerinnen, wunderschöne Häuserfassaden (allerdings leider durch Werbetafeln der Boutiquen verschandelt), prächtige Kirchen und Denkmäler.
Vom Graben gelangt man direkt auf den zentralen Platz am Stephansdom. Hier tummelt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit die halbe Welt und zahlreiche Ticketverkäufer und Fiaker.



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Hundertwasser

Tja, Hundertwasser, Tausendsassa.

Wenn man schon einmal in der Hauptstadt der Österreicher weilt, ist eine Tour auf den Spuren Friedrich Stowassers Pflicht. Etwas abseits vom Trouble rund um den Wiener Innenstadtring sind einige seiner Hinterlassenschaften gelegen.

Im Kunsthaus Wien sind eine Vielzahl seiner Werke und Ansichten neben der Architektur zu bestaunen. Meist ist der Andrang an Besuchern des Kunsthauses relativ hoch. Empfehlenswert ist der Besuch des Hauses während der Mittagsstunden. Zu dieser Zeit ist man fast allein im Haus unterwegs und kann sich durch die zwei Stockwerke arbeiten.

In unmittelbarer Nähe zum Kunsthaus Wien befindet sich das eigentliche Hundertwasserhaus. Das architektonische Meisterwerk in der Löwengasse ist das erste Gebäude nach den Vorstellungen Hundertwassers, welches realisiert wurde. Sofort merkt man, welcher Magnetismus von den Arbeiten Hundertwassers ausgeht. Egal in welche Himmelsrichtung man blickt, überall lassen sich Touristen finden. Als Bewohner des Hauses muss man sich leicht unter voller Beobachtung und in seiner Bewegungsfreiheit beschränkt fühlen.

Es lohnt sich vom Hundertwasserhaus einmal ums Eck zu schauen. Circa 100m entfernt davon befindet sich die bulgarische Botschaft. Das Gebäude mit den zwei goldenen Weltkugeln ist ein weiteres architektonisches Highlight Wiens. Außerdem bietet sich über den Abstecher die Möglichkeit an, von den Menschenmassen am Hundertwasserhaus etwas zu entspannen.

Anschließend kann man sich wieder ins Getümmel stürzen und einen Besuch in der Hundertwasser Galerie, dem so genannten Kalke-Village, wagen. Dort findet man leider eine Vielzahl an unnützem Kram in mitten der lebendigen Architektur Hunderwassers. Es beschleicht einen der Eindruck vom Ausverkauf der Ideen des Künstlers.

Wenn man dann immer noch nicht genug bekommen hat von den Hinterlassenschaften des Wirkens Hundertwassers, empfiehlt sich ein Abstecher an die Müllverbrennungsanlage Spittelau. Diese ist eine von drei thermischen Abfallbehandlungsanlagen des Fernwärmenetzes Wien. Man erreicht das Gelände auf der anderen Seite der Innenstadt vom Kunsthaus ausgesehen durch einen etwas längeren Fußmarsch am Donaukanal (Würschtelstand-Stopp am Schwedenplatz nicht vergessen!!!) oder mittels der U-Bahn-Linie 4 mit Blick auf den Kanal.



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Freud

Entwickler der Psychoanalyse, meiner Meinung nach einer der wichtigsten Wiener Exportschlager.
In dieser Wiener Wohnung, die man hier besichtigen kann, wohnte und therapierte Freud. (Wenn er seine Analysanden nicht gerade um die Ringstraße jagte und sie ihre Assoziationen zu den Prunkbauten rezitieren lies) Es sind leider nur noch Teile original erhalten und man erfährt auch nicht allzuviel über diesen wichtigen Denker.

Dennoch hat sich für mich der Besuch in Freuds Wirkungsstätte gelohnt.
Übrigens: wer sich den Anblick von Freuds berühmter Couch erhofft, der muss nach London reisen. Freud hatte beinahe alle persönlichen Dinge bei seiner Flucht vor den Nazis nach England mitgenommen, wo er allerdings nur noch knappe eineinviertel Jahre lebte, bis er seinem Krebsleiden erlag.



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Bombenstimmung im 3/4 Takt

Im Neuen Jahr, nach überstandenem Silvesterabend, kann man sich schon die ein oder andere Frage über den Jahreswechsel in Wien stellen.

Warum waren bisher nur wenige Österreicher im All?
Weshalb haben die Österreicher den Mond noch nicht besucht?
Wo liegen Himmel und Hölle?

Die Antwort zur letzten Frage lautet: Am Prater kurz vor Mitternacht am 31.12. jeden Jahres. Es ist unglaublich wie verrückt die Wiener und Österreicher das alte Jahr verabschieden und das neue begrüßen. Die Palette an Feuerwerksartikeln ist einem aus Deutschland hinlänglich bekannt. Was einem aber definitiv überrascht und erstarren lässt, ist die Kraft der österreichischen Ausgaben. Der österreichische Amateur kann locker mit jedem Profi aus Deutschland mithalten.

Weiterhin lässt sich kaum wer lumpen und bringt zum großen Showdown Nichts mit. Jeder der auf den Beinen ist, hat etwas (und nicht wenig) zum Knallen dabei. Leider hat ein Großteil der Mitwirkenden den Verstand bereits bei den vergangenen Jahreswechseln verloren und kennt so etwas wie Verantwortung im Umgang mit gefährlichen Artikeln nicht. Warum nicht einmal die Rakete direkt aus der Hand starten und mitten in die Menge jagen? Weshalb Raketenbatterien nicht genau unter den Zweigen einer ganzen Allee von Bäumen abfackeln? Nach drei missglückten Attentaten binnen kurzer Zeit traten wir den Marsch durch Schlachtfeld gegen halb eins an.

Übrigens die Mähr von den walzertanzenden Wienern ist nicht ganz wahr. So wild sind die gar nicht drauf. Schon gar nicht linksherum.

Die Antworten auf die ersten beiden Fragen können hier nicht gegeben werden. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte die NASA, ESA etc. kontaktieren.


Zentralfriedhof

Zentralfriedhof


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Es lebe der Zentralfriedhof

Dieses ist nicht nur eine Zeile einer musikalischen Widmung für einen der größten Friedhöfe der Welt, sondern eine wahrheitsgemäße Feststellung. Wer einmal eine lebendige Ruhestätte erleben möchte, sollte einen Besuch des Wiener Zentralfriedhofes wagen.

Mit der Tram-Linie 71 gelangt man vom Schwarzenbergplatz (gleich hinter der Oper) aus der Stadt zum etwas entlegenen Zentralfriedhof in Simmering. Um die sehenswerten Teile des Friedhofes zu erreichen, empfielt sich der Ausstieg am Tor 2 oder 3. Wer sich dem Geschehen auf dem Friedhof in Ruhe nähern mag, fängt am Tor 3 an und begibt sich zum Ehrenhain. Dort liegt neben einigen anderen Persönlichkeiten die Grabstätte des Hans Hölzel, kurz Falco. Von dort aus gelangt man schnell zu einer der vielzähligen Haltestellen des Friedhofs-Busses. Mit dem kann man große Teile der Ruhestätte erkunden. Allerdings sind die weiteren attraktiven Bereiche per Fuß auf interessantere Weise zu erreichen. Vorbei an tausenden Gräbern gelangt man schließlich an die Borromäus-Kirche. Der Anblick dieses weiteren Prachtbaus lässt einem kurz innehalten. Von der Kirche aus erspäht man schnell das Tor 2. Auf dem Weg zum Ausgang kommt man an einer Vielzahl von Ehrengräbern vorbei. Direkt vor der Kirche lassen sich die Ehrengräber der österreichischen Präsidenten finden. Daran schließen sich auf der rechten Seite die Grabstätten von Strauss (Vater), Strauss (Sohn), Brahms, Beethoven, Hrdlicka, Moser, Lingen etc. an.

Wer dann noch nicht genug bekommen hat, kann die restlichen, der circa 350.000 Grabstellen besichtigen.


Im Haus der Musik

Im Haus der Musik


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The sound of music...

oder "hör auf deine Ohren". Im Haus der Musik dreht sich auf 4 Stockwerken alles um die Musik. Im ersten Geschoß kann man dem Neujahrskonzert lauschen und interessantes über Dirigenten und die Sängerknaben erfahren. Wenn man will, kann man mittels Würfeln seinen eigenen Walzer komponieren und die Noten ausgedruckt als Souvenir mit nach Hause nehmen.
Ein Stockwerk drüber wird es interessanter. An unzähligen Apperaturen kann man alles mögliche über Töne, Schall, Musik hören, erleben und selbst gestalten.
In der dritten Etage gibt es alles wichtige und unwichtige über Mozart, Strauß, Schubert und co.
Die vierte Etage ist der Zukunftsmusik gewidmet. Hier ist der Besucher wieder zum Mitmachen aufgefordert. Es gibt seltsam anmutende Rythmusgeräte, Ohrmuscheln in die man singt und danach selbst die Stimme verzerrt, Musikinstrumente, die auf die Bewegung der Hände reagieren, usw.
Insgesamt ganz nett und informativ. Wer sich für Musik interessiert kann schon mal nen Blick riskieren.


Flakturm im Augarten

Flakturm im Augarten


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The Vienna Boys' Choir

Finden kann man den Sitz eines der berühmtesten Chöre der Welt im Augarten etwas nördlich der Wiener Innenstadt. Nahverkehrstechnisch ist die Anbindung mittels der Tramlinie 31 ab Schwedenplatz von der Innenstadt aus gegeben.

Neben den Wiener Sängerknaben lässt sich die zweitältestes Porzellanmanufaktur Europas im Augarten finden. Dort ist neben dem Erwerb ein Einblick in die Produktion möglich.

Der Augarten ansich ist eine wunderschöne, gepflegte und weitläufige Anlage, wenn da nicht ... ein Phänomen der anderen Art, die Flaktürme, wären.

Etwas außerhalb vom Stadtkern kann man in drei Arealen Relikte des Zweiten Weltkriegs finden. (Passend zu Wien allein der Architektur wegen.) Die Flaktürme teilten sich je Standort in einen Gefechtsturm und in einen Feuerleitturm. Die Türme im Augarten sind aufgrund ihrer baulichen Substanz leider nur von außen zu bestaunen. Trotzdem hinterlassen sie mit ihrer Größe und ihrem Aussehen (grauer nackter Beton) Eindruck. Falls man Lust darauf hat, solch einen Turm von innen anzusehen, sei ein Besuch des Haus des Meeres angeraten. Dieses befindet sich im Esterhazypark.


Kriminalmuseum

Kriminalmuseum


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Kriminalmuseum

Das Wiener Kriminalmuseum kann man nur jedem empfehlen. Der Besuch der ca. zwanzig Räume rund um das Verbrechen und dessen Geschichte in Wien lohnt sich. Ganz nach der Art "Der Tod, das muss ein Wiener sein.". Der Eintrittspreis ist moderat und eines der ältesten Gebäude der Leopoldstadt kann nebenbei besichtigt werden. Das Museum zeigt die Historie der Wiener Kriminalität vom 16. Jahrhundert an bis in die heutigen Tage. Neben der Darstellung des Attentats auf den Kaiser 1853 werden historische Tat- und Ermittlungswerkzeuge ausgestellt. Der "wahre" Höhepunkt des Museumsrundgangs ist der Einblick in das Rotlichtmilleu Ende des 19. Jahrhunderts. Für den Besuch sollte man etwas Zeit einplanen und die Lesebrille einstecken. Viele detaillierte Hintergrundinformationen sind auf Texttafeln hinterlegt.


Melange und Birnenkuchen im Hawelka

Melange und Birnenkuchen im Hawelka


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Die Kaffeehäuser

Jeder Wien-Besucher muss mindestens einmal während seines Aufenthaltes in einem Wiener Kaffeehaus einkehren, weil er ansonsten eine der wichtigsten und berühmtesten Wiener Traditionen verpasst.
Wir sind jeden Tag mindestens einmal in eines der zahlreichen Kaffeehäuser (Cafe Sperl, Cafe Prückl, Cafe Central, Cafe Diglas, Cafe Museum, etc) eingekehrt und haben uns bei einer Melange mit dem obligatorischen Glas Wasser die Zeit vertrieben.
Um bei den etwas schroffen Kellner aber zu seinem Kaffee zu kommen, sollte man sich vorher mit den Wiener Kaffeespezialitäten wie großer oder kleiner Brauner, Verlängerter, Einspänner etc. auseinandersetzen.


Übernachten

Hotel Praterstern

Super Spartipp für Übernachtungen in Wien. Das Hotel hat zwar nur einen Stern, läßt aber dennoch kaum Wünsche offen. Sehr schickes Gebäude im Jugendstil, perfekte Verkehrsanbindung, aber dennoch ruhig. Familiär geführt und sehr nette Betreuung. Gutes Frühstück und 24 Stunden Bar und Rezeption.
Für Raucher der Himmel unterm Praterstern, da auf den Zimmern und auch an der Bar ausgiebig gequalmt werden darf!
Im Sommer mit schicken Innenhof zum Frühstücken und chillen.

Hotel Praterstern
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Essen & Trinken

Café Hawelka

Kultiges Cafehaus in der Dorotheergasse; obwohl es in jedem Reiseführer als Tipp erwähnt wird lohnt sich ein Besuch dennoch. Allerdings am besten nicht zur klassischen Kaffeetrinkerzeit kommen. Da kann es passieren, dass sich vor dem Kleinod die Touristenschlangen drängen;
Hat bis 2 Uhr nachts offen und abends gibts die berühmten Buchteln;

Melange und Birnenkuchen im Hawelka
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Essen & Trinken

Kaffeehaus Tirolerhof

Kultiviertes großes Eck-Café, das von der Stadt Wien für die Beibehaltung des typischen Altwiener Kaffeehaus-Stils ausgezeichnet wurde. Liegt neben der Albertina in der Führichgasse direkt am Eck; (schräg gegenüber dem Sacher)
Wurde unser Lieblingscafe zum Zeitunglesen, Runterkommen und den Kaffee zu genießen;

Im Tirolerhof
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Essen & Trinken

Café Bräunerhof

Nettes, von außen sehr unscheinbares Kaffeehaus nähe dem "Hawelka" in der Stallburggasse 2;
Früher verkehrten hier Paul Wittgenstein und ähnliche Persönlichkeiten;
Hier hat man auch zur Kaffeezeit seine Ruhe, da die Toursitenströme an dem Kaffeehaus vorbeiflanieren.

Kaffeehaus Bräunerhof
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Essen & Trinken

Gasthaus Nestroy

Das Gasthaus Nestroy befindet sich in der Weintraubengasse 7, im 2ten Bezirk.
Hier findet man die Wienerküche zu angenehmen Preisen und ein nettes nicht überlaufenes Lokal.
Das Fiakergulasch ist der Hit!

Was die Portionen betrifft, ist man in keinem Restaurant oder Cafe zimperlich in Wien. Für Vegetarier gibt es in jeder Einkehrmöglichkeit zwar etwas auf der Karte, aber angesichts der Fleischmassen auf den Tellern und dem hohen Fettgehalt dürfte es diesem manchmal schnell vergehen. Grundsätzlich ernährt sich ganz Wien weniger von Grünzeugs.

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Essen & Trinken

Bermuda Bräu

Mitten in Wien, nahe dem Schwedenplatz findet sich etwas versteckt dieses Wiener Beisl.
Sehr gute Küche zu normalen Preisen; unten im Barbereich wird schon mal gekartelt und diskutiert; oben im Restaurantbereich sitzt man sehr gemütlich unter hauptsächlich Eingeborenen.
"Das Verschwinden ist hier am Schönsten!" .. und der Stammtisch ist eine richtige Augenweide.
Sollte man dann noch nicht genug haben kann man ab 21 Uhr noch im Keller in die Brennerei einkehren.

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Essen & Trinken

Restaurant 3/4 Takt

Etwas abschreckender Name und auch die Einrichtung ist etwas spießig; aber hier kann man köstlich zu günstigen Preisen speisen.
Im selben Haus, in dem sich das Restaurant befindet hat Strauß junior einstmals die zweite Hymne der Österreicher, den Donauwalzer komponiert. (Seine Wohnung kann man nebenan besichtigen.)
Wenn man sich also in die Praterstraße verirrt hat und wirklich großen Hunger mitgebracht hat, dann sollte man hier eingekehren.
Aber Achtung: man braucht wirklich vieeeeel Platz im Magen um das Cordon-Bleu oder die Hausplatte zu schaffen.

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Würstelstand

Früher sollte der Würstelstand den Kriegsinvaliden das Einkommen sichern. Heute ist er fester Bestandteil der österreichischen Städte. In der Wiener Innenstadt findet man zahlreiche Würstelstände und man sollte zumindest einmal eine Käsekrainer oder eine Waldviertler mit frischem Kren (Meerrettich) und Senf probieren.
Uns hats besonders am Würstelstand vor der Albertina geschmeckt. Mit Blick auf das Sacher schmeckt das 16er Blech (Ottakringer aus der Dose) gleich doppelt so gut.

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Kommentare

mcvogi (06.01.2010)

oh Micha, einfach nur großartig! danke für den tollen Bericht - von Anfang an (oder von A-Z) einfach nur bestens gelungen - über Austropop und Fendrich bis hin zum Zentralfriedhof! Und danke für die tollen Tipps, die muss ich z.T. gleich mal beim nächsten Wientrip ausprobieren! Ein gutes neues Jahr dann noch und viele Grüße! Vogi