Österreich - Kultur in Salzburg und Bergwandern in den Hohen Tauern (2015) - Reisebericht von movieguide bei triplib.

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Endlich geht es wieder auf Tour - dieses Mal zu dritt denn künftig wird uns Baby Isabel bei unseren Reisen begleiten. Wir werden also auch mal versuchen in diesem Reisebericht auf die Herausforderungen beim Reisen mit einem Baby etwas näher einzugehen.

Unser erster "Familienurlaub" geht daher auch nicht in die Ferne, denn auch unsere Nachbarn bieten schöne Reiseziele. Da wir ja bekanntlich Bergfans geworden sind, haben wir uns wir die Alpenregion entschieden.

Es geht also nach Österreich mit den Stationen: Salzburg, Hallstatt, Heiligenblut, Uttendorf. Die letzten beiden Stationen bilden den Schwerpunkt unserer Reise: Der Nationalpark Hohe Tauern mit seinen bekannten 3000ern Großglockner (3798m) und Großvenediger (3666m). Für Letzteren plant Rico eine geführte Besteigung.

Salzburg


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Auf Mozarts Spuren

Via Zwischenstopp in Erding ging es über die A8 nach Salzburg, unserer ersten Station in Österreich. Leider war uns das Wetter nicht sehr milde gestimmt, nach Tagelangem Hochsommer breitete sich ein Tief über den Alpen aus und sorgte für viele graue Wolken und Regen.

Die Kulturstadt Salzburg ist aber auch bei schlechterem Wetter eine Reise wert und lockt mit Theatern, Musikaufführungen und Museen. Unser Hotel bezogen wir außerhalb der Stadt auf dem Heuberg mit tollen Blick über die Stadt und die umliegenden Berge.



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The Sound of Music

Salzburg ist nicht nur Mozart Stadt, sondern auch bekannt für den Oscarpremierten Filme "The Sound of Music" der hier spielte. Den Film haben wir nie gesehen, aber vielerorts wird man auf einen bedeutsamen Drehort hingewiesen. Die Altstadtseite unterhalb der Festung Hohensalzburg lässt sich gemütlich an einem Tag besichtigen. Die Highlights sind dabei der italienisch angehauchte Dom und St. Peters Kloster mit seinen in den Fels geschlagenen Katakomben. Auch ein Abstecher zum Kloster Nonnstsift lohnt, da man entlang der Gasse einen tollen Blick auf die Stadt hat. Für Flanierer ist ein Abstecher in die Getreidegasse Pflicht, hier gibt nicht nur die weltbekannten Mozart Kugeln zu kaufen, sondern steht auch dessen Geburtshaus.

Bei Schlechtwetter so wie wir es zeitweise hatten ist ein Besuch in einem der zahlreichen Museen eine Option. Wir entschieden uns für das Salzburg Museum mit Ausstellungen zur Musik und Geschichte Salzburgs.



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Tag 2 unseres Salzburgbesuches widmeten wir der hoch über der Stadt thronenden Festung Hohensalzburg. Die Festung sieht nicht nur imposant aus, sondern hat neben einem unvergleichlichen Blick auf die Stadt auch einige interessante Ausstellungsstücke. Für Burgfans ein absolutes Muss.

Wer es etwas eleganter mag stattet Schloss Mirabell mit seinem hübsch geschmückten Garten einen Besuch ab.

Bei schönem Wetter lohnt auch ein Wanderausflug auf den Gaisberg oder Kapuzinerberg, neben dem Wetter fehlte uns dafür aber auch die Zeit.


Salzkammergut

Hallstätter See

Hallstätter See


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Auf dem Weg in die Hohen Tauern legten wir einen kleinen Umweg ein um uns noch ein wenig an der schönen Landschaft des Salzkammerguts zu erfreuen. Entlang der Bundesstraße ging es vorbei am Wolfgangsee nach Hallstatt und dem Dachsteingebirge. Leider war das Wetter hier immer noch sehr wechselhaft, so das wir uns gegen einen längeren Aufenthalt am Hallstatter See entschieden. Wir machten es wie die vielen Chinesen die hier kurz aus dem Bus aussteigen um ein paar Fotos zu knipsen. das Motiv von Hallstatt ist weltbekannt, immerhin klarte es bei unserem Besuch zumindest ein wenig auf.



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Einige Kilometer weiter auf der anderen Seite des Dachstein in Russbach legten wir dann doch eine längere Pause ein und wanderten ein Stück entlang der Almwiesen, ein kleiner Vorgeschmack auf das was noch kommen mag.

Anschließend ging es auf der Tauern Autobahn weiter bis zu unserem Ziel Heiligenblut in Kärnten.


Heiligenblut

Heiligenblut

Heiligenblut


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Zu Fuß des mächtigen Großglockner

Unsere erste Station im Nationalpark Hohe Tauern ist Heiligenblut zu Fuße des Großglockner,dem mit 3798m höchsten Berg Österreichs.
Die Region ist nicht nur bei Wanderern beliebt, sondern auch bei Bikern die entlang der Hochalpenstrasse das Alpenpanorama auf zwei Rädern zurücklegen.

Wir bleiben einige Tage in Heiligenblut um die Gegend zu Fuß zu erkunden. Das kleine beschauliche Örtchen ist eine gute Ausgangsbasis für Touren in die Berge und im Tal. Einige Pensionen übernehmen auch die Mautgebühren wenn man längere Zeit bleibt. Für Wanderer interessant: ein Wanderbus fährt auf verschniedenen Route entlang der Hochalpenstraße. Die Kosten sind zum Teil in der Kärnten Card inklusive. Wenn man das eigene Auto stehen lassen möchte, eine gute Möglichkeit von A nach B zu kommen.


Jungfernsprung Wasserfall

Jungfernsprung Wasserfall


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Tour 1: Von Heiligenblut zum Jungfernsprung Wasserfall

Unsere Einstiegswanderung dauerte 4 Stunden Gehzeit und führt auf 11 km von Heiligenblut zum wunderschönen Wasserfall Jungfernsprung. Der Weg führt entlang von Almwiesen, kleinen Kapellen und immer mit einem sagenhaften Blick auf den Großglockner.

Zu Fuße des Wasserfalls legten wir eine Pause mit Brettl Jause ein, dann ging es zum Fuße des Wasserfalls. Der Rückweg entlang des Mölltals ist gemütlich, lässt sich auch eradeln. Trotz beachtlicher Gehzeit spielte unsere kleine Tochter in der Trage super mit und verschlief den Großteil der Wanderung.


Glockner-Hochalpenstraße

Glockner-Hochalpenstraße


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Tour 2: Von Heiligenblut auf der Glockner-Hochalpenstrasse zum Palik

Unsere zweite Tour mit Baby führt auf knapp 2000m Höhe - die nach unseren Recherchen sinnvolle Grenze für kleine Babys. Die Tour ist dennoch durchaus reizvoll, da ca. 400 HM zu bewältigen sind. Die Tour kann beliebig in Heiligenblut begonnen werden.


Gipperalm Kapelle

Gipperalm Kapelle


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Wir haben uns für den Start am Parkplatz Kräuterwand entschieden. Von dort geht es steil bergauf bis zur traumhaften Gipperalm mit seiner schönen Bergkapelle. über die alte Glocknerstrasse kommt man schließlich auf die neue Route,der man bis zum Gasthaus Schöneck auf 1950m folgt. Mit Spielplatz und Blumenwiese wird hier auch was für die Kleinen geboten, leider hatte unser Spatz da noch nichts davon. Nach ausgiebiger Brotzeit ging es auf den Rückweg. Die Route lässt sich dafür auch zu einem Rundweg ausbauen. Ca. 4 Stunden Gehzeit sollte man einplanen.


Pasterze-Gletscher und Johannisberg (3453m)

Pasterze-Gletscher und Johannisberg (3453m)


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Tour 3: vom Glocknerhaus zum Pasterze Gletscher

Diese Wanderung ist eine der ultimativen Wandertouren in Österreichs Alpen und bringt einen dem hohen Großglockner und seinem Gletscher so nah wie kaum eine andere. Die Tour führt durch schöne Alpine Landschaft, vorbei an Stauseen bis zur Gletschermoräne des Pasterze Gletschers. Dessen Gletscherzunge ist in den letzten 30 Jahren dramatisch zurück gegangen, so stark das in wenigen Jahrzehnten nichts mehr zu sehen sein wird. Der Klimawandel in den Alpen ist hier so deutlich wie kaum wo anders.



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Wer sich die anspruchsvolle Wanderung ersparen will, kann natürlich auch auf Rädern bis zur Franz Josef Höhe auf 2300m fahren und sowohl Murmeltiere wie Steinböcke in freier Wildbahn erleben. Eine wirklich traumhafte Kulisse.


Neukirchen am Großvenediger

Großvenediger (3666m)

Großvenediger (3666m)


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Nach 4 Tagen zu Füßen des Großglockner ging es via Lienz nach Uttendorf auf der Nordseite des Hohe Tauern Nationparks. Normalerweise legt man den Weg über die Glockner Hochalpenstraße zurück, da wir aber mit Baby reisen, haben wir uns gegen Höhen über 2000m entschieden.

Die Nordseite der Hohen Tauern besticht durch viele Wandermöglichkeiten im Pinzgau oder direkt in den Tauern, z.b. bei der großen Venedigergruppe. Außerdem gibt es in Zell am See auch Möglichkeiten für Wassersport und andere Aktivitäten.



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Tour 4: Alpine Bergtour auf den Gipfel des Großvenediger (3667m)

Der Großvenediger ist mit 3667m der größte Gipfel der Venedigergruppe und der vierthöchste Berg Österreichs. Wer schon immer mal in die Fußstapfen von Reinhold Messner treten wollte, findet bei der "weltalten Majestät" einen idealen Einstiegsgipfel da der Schwierigkeitsgrad nicht sonderlich hoch ist. Gute Kondition ist aber genauso gefordert wie Alpine Ausrüstung und Erfahrung im Begehen vom Gletschern. Wer diese nicht vorzuweisen hat, kann sich an eines der ansässigen Bergführer-Büros wenden.



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Der Aufstieg zum Gipfel dauert zwei Tage und ist von verschiedenen Seiten aus realisierbar. Ich habe mich für den Weg über die Kürsinger Hütte entschieden, da der Anmarschweg zum Gipfel nach Aussage der ortskundigen Bergführer schöner ist und den Venediger und seine Nachbarn wie den Großen Geiger mit ihren prachtvollen Nordwänden zeigt.



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Los gehts am ersten Tag mit der Fahrt zur Materialseilbahn und dem Aufstieg zur Kürsinger Hütte auf 2558m. Bei gutem Wetter hat mit hier einen traumhaften Panoramablick auf die Venedigergruppe. Abends findet in der Hütte die Lagesbesprechung für den kommenden Tag statt. Der Hüttenabend ist eine zünftige Sache und man kommt mit anderen Alpinisten oder angehenden Bergsteigern ins Gespräch.

Der zweite Tag beginnt noch vor dem Morgengrauen mit einem reichhaltigen Frühstück und gegen 5 Uhr mit dem Weg zum Gletscher und anschließend einer langen Gletscherquerung in der Seilschaft mit Steigeisen.


Großvenediger Gipfel

Großvenediger Gipfel


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Mit etwas Glück kann man tiefe Gletscherspalten über eine Aluleiter queren, was einem beinah das Gefühl gibt im Himalaya zu sein. Der gesamte Aufstieg dauert ca. 5 h und ist vor allem konditionell fordernd. Wenn man dann am Gipfelkreuz steht sind Schweiß und Tränen aber schnell vergessen. Allerdings sollte man den Abstieg nicht vergessen, der dauert bis ins Tal nämlich auch nochmal 5h. Danach weiß man in jedem Fall, was man geschafft hat und wird froh sein die Füße hoch zulegen.

Anm.: die Tour erfolgte natürlich ohne Baby ;-)


Sehenswürdigkeiten

Bergführer Neukirchen

Dieses nette Bergführerbüro organisiert Touren auf den Großvenediger. Kompetente Bergführer und Spaß garantiert.

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Übernachten

Kürsingerhütte

Tolle Hütte, netter Wirt, traumhaftes Panorama!

Zimmer im Matrazenlager ab 43€ (ÖAV) bzw. 55€ (NÖAV)

Auswahl an Tourenmöglichkeiten ausgehend von der Kürsingerhütte:

- Großvenediger (3666m)
- Keeskogel (3291m)
- Großer Geiger (3360m) u.a. Gipfel erfordern Gletschererfahrung
- Kürsinger Klettersteig

Kürsingerhütte
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Uttendorf

Krimmler Wasserfälle

Krimmler Wasserfälle


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Tour 5: Besuch bei den Krimmler Wasserfällen

Nach einem Ruhetag besuchten wir die nahegelegenen Krimmler Wasserfälle, die zu den größten Europas gehören. Das Wetter war an diesem Tag nicht so toll, daher eignet sich diese Tour auch für weniger schönes Wetter da man max. 2 h für den Weg nach oben und zurück braucht.

Der Wasserfall ist wirklich imposant und lässt sich auf ausgebauten Wegen gut begehen und sogar mit längeren Touren verbinden. Der Wasserfall gehört zudem gut besuchten Attraktionen im Nationalpark, wobei es aus unserer Sicht idylischere Wasserfall-Wanderungen mit weniger Verkehr gibt.


Kapruner Stauseen

Kapruner Stauseen


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Tour 6: Wanderung entlang der Hochgebirgs-Stauseen von Kaprun

An unserem letzten Tag spielte das Wetter wieder mit, so das wir wieder eine Wanderung ein planten. Zur Wahl standen die Gletscherwelt bei Uttendorf und eben die Stauseen bei Kaprun. Wir entschieden uns für letzteres.



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Der höchstgelegene See befindet sich auf ca. 2000m und ist Basis für Wanderungen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Da wir mit Baby keine Hochtour machen konnten, blieb es bei Aufstieg zum kleinen Viewpoint-Berg direkt neben der Staumauer. Ein starker Wind machte höhere Touren eh nicht möglich. Wer will kann eine Führung machen und etwas über den Betrieb des Staudammes lernen. Wir wanderten talwärts über den Kräuter Lehrpfad, vorbei an saftigen Almwiesen, Murmeltieren und grasenden Kühen. Auf halber Strecke lädt eine tollle Alm mit Gastronomie zum verweilen ein. Spektakulär ist auch der Weg nach oben: über eine gigantischen Schrägseilbahn gelangt man nach oben.



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Fazit zum Reisen mit Baby in den Bergen

Österreich ist definitiv als Bergfan eine Reise wert und auch mit einem Kleinkind/Baby kann man eine ganze Menge erleben. Sicher ist hier jedes Kind etwas anders, aber unsere kleine Maus hat alle Wanderungen (bis zu 5h) problemlos mitgemacht und meistens verpennt. Eine Fronttrage oder bei älteren Baby Rückentrage sind daher schonmal eine gute Investition, sollten aber vorher getestet werden. Bezüglich Höhe haben wir uns auf 2000m mit Baby beschränkt, auch wenn es hierzu unterschiedliche Aussagen gibt. Lediglich die langen Autofahrten haben irgendwann an den Nerven gezerrt, es empfiehlt sich daher je nach Kind mehrere Pausen einzuplanen und die Strecken auch ggf. in Etappen aufzuteilen.


Übernachten

Reichenberghof

Familienfreundliche Ferienwohnungen mit Bio-Bauernhof und großzügigen Appartments oberhalb von Uttendorf.

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