Winter in Jekaterinburg - an der Grenze zwischen Asien und Europa - Reisebericht von oli4 bei triplib.

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oli4
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Vorsicht kalt!!!! -40 sind im Winter keine Seltenheit!
Nicht verpassen: Eisstadt im Stadtzentrum, Grenze zwischen Asien und Europa, Todesstätte des letzten Zaren und seiner Familie in einem Birkenwäldchen mit Kloster etwas ausserhalb der Stadt

Jekaterinburg

Sonstiges

Eisstadt

Zu Silvester unbedingt die Eisstadt auf dem Hauptplatz unterhalb der Lenin Statue besuchen. Dort ist alles aus Eis und man hat einen Mordsspaß alle möglichen Dinge herunterzurutschen... (vefroren sollte man allerdings nicht sein!!!)

Schlagwörter Russland, Silvester, Party

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Sehenswürdigkeiten

Grenze zwischen Asien und Europa

Ein Obelisk markiert die Trennlinie zwischen Europa und Asien. Hier können Sie buchstäblich auf zwei Kontinenten stehen. An dieser Stelle lassen sich Brautpaare und Touristen gerne fotografieren. 40 km westlich, bei Perwouralsk, Anfahrt mit dem Bus oder Taxi.

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Sonstiges

Ganina Jama - Zarengrab

Wo einst die Leichname der letzten Zarenfamilie verbrannt wurden, steht heute das Kloster der Heiligen Märtyrer. Ein unheimlicher und mystischer Ort zugleich - wunderschön in einem Birkenwäldchen gelegen. 15 km nordwestlich von Yekaterinburg, Touren organisiert Ural Terra, Ul. Malyschewa 311, Tel. 343/376 57 73, www.uralterra.com
Etwas Geschichte: In der Nacht auf den 17. Juli 1917 wurden die Leichen der Zarenfamilie in einem Gebiet 20 Kilometer nördlich von Jekaterinburg verscharrt. "Vier Brüder" nannte man diese Stelle wegen der vier riesigen Kiefern, die dort einmal gestanden hatten. Die Toten wurden auf Lastwagen verladen. Um sechs Uhr morgens wurden die Leichen entkleidet. Wertvolle Gegenstände wurden ihnen genommen. Die Kleider wurden verbrannt, die Leichen in einer vorher ausgehobene Grube geschmissen. Durch Handgranaten sollten die Opfer unkenntlich gemacht werden. Das Versteck erschien nicht als sicher genug. Nur eine Nacht später kehrten die Männer zurück. Die Leichname wurden ausgegraben, und noch weiter in den Wald gefahren. Die Leichen, welche die Männer für die des Zarenpaares hielten, wurden mit Benzin übergossen und verbrannt. Die anderen Körper wurden mit Schwefelsäure übergossen. Mit einem LKW wurde die Stelle platt gefahren, Baumstämme sollten das Versteck für immer verbergen. Der Beamte Sokolow begann noch während der Revolutionswirren mit der Suche. Aussagen von Verwandten der Mörder halfen ihm. Bei den vier Brüdern stieß er auf persönliche Gegenstände sowie Knochenstücke und ein weiblicher Finger. Er fand nicht die Überreste und veröffentlichte 1924 ein Buch über seine Funde. Damit endete seine Suche. Erst 1978 machte sich der Geologe Alexander Awdonin auf, inspiriert durch das Buch, nach den Leichen zu suchen. Am 30. Mai 1979 entdeckte er drei menschliche Schädel. Er vermutete in einem von ihn den des Zaren, doch aus Angst weigerten sich alle Wissenschaftler dies durch Analysen zu bestätigen. Erst 1989 nach der Perestroika kam der Fund ans Licht der Öffentlichkeit. Am 12. Juli 1991 begannen die offiziellen Ausgrabungen. Nach dreitägiger Arbeit stand fest, dass sich neun der elf Opfer am Fundort befinden. Mit komplizierten Verfahren, bei denen Fotos der Opfer mit den Schädelfunden verglichen wurden, wurde bewiesen, dass es sich bei den Funden um die kaiserliche Familie und deren Diener handelte. Nach Ansicht des Gerichtsanthropologen Abramow fehlten Alexej und Maria. Abramows amerikanischer Kollege Maples hingegen kam zu dem Schluss, es sei Anastasia, die fehlte. Heute weiß man mit 98,5 Protzentiger Sicherheit, dass es sich um die Gebeine der Romanows handelt. Doch die Frage nach der Identität der beiden Töchter/dem Sohn konnte nicht abschließend beantwortet werden.

Der Geologe Alexander Awdonin ermittelte im Fall Romanow. Jurowskis Bericht bringt ihn auf die richtige Spur. Awdonin ist im Besitz einer Kopie, die er vom Sohn des Kommandanten erhalten hat. In den Birkenwäldern um Jekaterinburg macht Awdonin sich auf die Suche nach dem Zarengrab. Die Lage ist im Protokoll des Mörders genau beschrieben. Im Mai 1979 macht der Geologe tatsächlich einen spektakulären Fund. Der Schädel des Zaren? Angst beschleicht den Entdecker. Noch wird die "Akte Romanow" geheimgehalten, und er vergräbt die Knochen wieder.
Erst im Juli 1991 kehrt Awdonin mit einem offiziellen Exhumierungsteam an den Ort seiner Entdeckung zurück. In dem Massengrab liegen die sterblichen Überreste von neun Menschen. Sind es tatsächlich die Zarengebeine? Der Fund sollte zur wissenschaftlichen Weltsensation werden.
Nach dem Grabfund analysiert Gerichtsmediziner Sergej Abramow in Moskau die Gesichter der Zarenfamilie auf zahllosen Fotos. Er überlagert sie im Computer mit Bildern der Schädel und markiert jene anatomisch festgelegten Punkte, die genau übereinstimmen müssen, um eine Person zu identifizieren. Der Computer bringt die Wahrheit ans Licht. Die Gesichtsmerkmale von Anastasia stimmen exakt mit einem der gefundenen Schädel überein. Sie ist in der Mordnacht gestorben und es ist Maria, die nicht identifiziert werden kann. Mittlerweile geht man davon aus, dass die Verschwundene nicht Anastasia sondern Maria ist.

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