Peru, (m)ein Traum - Reisebericht von schnuffine bei triplib.

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schnuffine
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Peru
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Der Versuch, in knapp drei Wochen möglichst viel von Peru zu sehen!

Lima

Ankunft in Lima

Ich bin fertig von dem unendlich langen Flug von Hamburg über Amsterdam, mit zweistündigem Zwischenstopp auf Bonaire und dann endlich Landung in Lima. Und ich bin erstmal erschlagen von der neuen und ungewohnten Umgebung......gut, dass ich leidlich spanisch sprechen kann, sonst wäre ich verloren! Nachdem ich meinen Rucksack erhalten habe, gehts erstmal vor den Flughafen und auf die Suche nach einem Taxistand, damit ich mein für eine Nacht reserviertes Hostel erreichen und ins Bett kippen kann!!!!!


Lima.....

Am nächsten Morgen beschließe ich, es langsam angehen zu lassen und mir erstmal für den nächsten Tag eine Busfahrkarte für die Weiterfahrt zu besorgen, danach dann in Ruhe Lima zu erkunden.
Motiviert und leidlich ausgeschlafen mache ich mich auf den Weg, im Rucksack meinen unverzichtbaren LonelyPlanet.
Lima fühlt sich seltsam an, es ist irgendwie grau, in der Luft hängt Smog und ich habe hier einfach keine Orientierung, trotz Straßenkarte schaffe ich es nicht, in den Stadtkern zu kommen.... langsam bin ich genervt, das nimmt noch zu, als ich zwar endlich den Weg zum Busterminal gefunden habe, aber gleichzeitig feststelle, dass dieser in einem nicht unbedingt ungefährlichen, weil sehr armen, Viertel liegt.
Nachdem ich meine Fahrkarte für den nächsten Tag nach Nasca in der Hand halte, beschließe ich, mir irgendwo eine Kleinigkeit zu essen zu besorgen und dann ins Hostel zurück zu gehen. Nach drei Versuchen habe ich es auch endlich gefunden und verbringe die Zeit mit Reiseplanung und am kostenfreien Internetterminal....


Nazca

Juhu..........auf ins Abenteuer

Endlich geht es los, ich reise durch Peru! Am Bus lerne ich gleich Cheryl, eine in London lebende Südafrikanerin, kennen, die sich vorgenommen hat, für ein Jahr durch Südamerika zu reisen.
Stundenlang fährt der Bus an der Pazifikküste entlang, es ist grau, eintönig, unerschlossen, nur teilweise sehen wir Baracken, in denen die Armen leben. Manchmal kommen wir auch an Gräbern vorbei. Die Menschen, die zu arm sind, um ihre Toten auf einem Friedhof beerdigen zu lassen, legen wilde Gräber an. Ich habe das Gefühl, ich bin in einer anderen Welt und fühle mich seltsam ernüchtert und fremd.
Nach Stunden kommen wir in Nasca an, Cheryl und ich beschließen, gemeinsam ein Hostel zu suchen und ein bisschen zusammen zu reisen.
Im Hostel buchen wir gleich für den nächsten Tag einen Flug über die Nasca- Linien, meine Euphorie kehrt langsam zurück.


Die Nasca- Linien

Früh am nächsten Morgen starten Cheryl und ich zum Ausflug über die Nasca- Linien. Es geht zum Flughafen...als wir den "Flieger" sehen, wird uns mulmig! Wir sind 5 Leute und der Pilot. Vorne neben dem Pilot sitzt ein amerikanischer Touri, ich sitze mit einer Amerikanerin auf der Bank hinter dem Piloten, Cheryl quer hinter mir, neben ihr ebenfalls eine Amerikanerin. Schon der Start gestaltet sich schwierig, dreimal geht der Motor aus, bevor wir endlich abheben! Ich weiß nicht, ob ich es gut finde, dass der Start doch noch geklappt hat, da der Motor ja ab und an zu zicken scheint. Egal.. nun sind wir in der Luft und ich konzentriere mich nur noch darauf, unter uns die Linien zu erkennen! Das Fliegerchen schaukelt ordentlich, ich sehe entweder nur Himmel oder nur den Boden!!!! Irgendwann merke ich, dass die seltsamen Geräusche nicht vom Flieger, sondern von den Amerikanerinnen neben und hinter mir kommen, sie haben die Spucktüte in emsigem Gebrauch!!!!! Gut, dass ich noch nicht gefrühstückt habe............... ich klebe am Fenster, versuche den Geruch und die Geräusche zu ignorieren........ der Pilot hat Spass und erklärt uns die verschiedenen Figuren, diese sind absolut gigantisch und unglaublich! Nach ner dreiviertel Stunde Geschaukel fängt auch mein Magen langsam an, schlapp zu machen..... aber das ist auch die Zeit, wo es eh langsam zurück zum Flughafen geht. ich komme drum rum, die Tüte zu benutzen!!!
Nach diesem Erlebnis gehts gleich weiter in eine alte Mine, in der heute noch gearbeitet und abgebaut wird. Unglaublich, unter welchen Bedingungen die Menschen hier arbeiten!
Ich kaufe Silberohrringe für die Tochter einer Freundin und schon gehts weiter.....


Arequipa

Die weiße Stadt

Nach einer nicht ganz unanstrengenden Nachtfahrt mit einem der kompfortablen Busse erreichen wir Arequipa. Die Stadt, insbesondere der Stadtkern, ist wirklich schön, die Sonne scheint............ ich kanns nicht ganz so genießen, bin müde, will was essen und duschen.....
Cheryl und ich entscheiden uns für das Hotel "La Casa de mi Abuela" (Das Haus meiner Großmutter), ein Tipp aus dem LonelyPlanet.... es hat verschiedene Preiskategorien, wir entscheiden usn für ein Doppelzimmer mit shared bath und sind begeistert, das Hotel ist wunderschön, mit Swimmingpool, Liegestühlen.... toll!!!!!
Meine Lebensgeister kehren langsam zurück und ich will unbedingt SOFORT Arequipa erkunden!!!! Außerdem habe ich im LP gelesen, dass von hier aus Touren in den Canon de Colca angeboten werden, das will ich machen!!!
Also mache ich mich auf den Weg, Cheryl will lieber ausruhen, aber sie hat ja auch ein Jahr Zeit, alles zu erkunden!!!


Übernachten

La Casa de mi Abuela

Ein wunderschönes Hotel mit einem tollen Garten und einem unglaublich guten Frühstück, nah am Zentrum. Mittlerweile scheint es teurer geworden zu sein, 2005 gab es noch Zimmer mit shared bathroom, vielleicht bei Bedarf einfach danach fragen.

Meine Bewertung

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Cabanaconde

Blick auf den Canon

Blick auf den Canon


Mehr Bilder aus Cabanaconde

Auf in den "Canon de Colca"

Früh morgens um sechs Uhr geht es los. Unsere Gruppe besteht aus insgesamt vier Leuten, wir sind alle relativ gleichen Alters, das könnte lustig werden!!!!


Der Weg zum Canon de Colca

Der Weg zum Canon de Colca


Mehr Bilder aus Cabanaconde

Und hinein in den Canon!

Mittags kommen wir in dem kleinen Ort Cabanaconde an. Nachdem wir etwas gegessen haben, gehts so langsam los. Es ist recht warm, die Höhe macht sich anhand der dünner werdenden Luft bemerkbar, ich habe das Gefühl, Blei an den Füssen zu haben.
Langsam machen wir uns an den Abstieg. es geht sehr schmale Pfade direkt am ungesicherten Abgrund entlang, über staubtrockene Wege, die durch das Geröll sehr rutschig sind.
Bestes Training für die Wadenmuskulatur!


Unsere Übernachtungsmöglichkeit

Unsere Übernachtungsmöglichkeit


Mehr Bilder aus Cabanaconde

Unten angekommen!

Nach einigen Stunden sind wir unten und ich bin fertig! Aber es geht noch etwa eine Stunde einen schmalen Pfad zu unserer Unterkunft entlang. Diese ist unglaublich schön. Im Canon ginbt es keinen Strom, keinen Verkehr, es ist herrlich ruhig, nur die Geräusche der Natur sind zu hören. Das Abendessen nehmen wir im Kerzenschein ein, danach falle ich tot ins Bett und kann trotz der ungewohnten Umgebung bestens schlafen. Am nächsten Morgen gibts eine erfrischende Dusche aus einer großen Tonne und dann gehts etwa drei Stunden lang durch verschiedene Dörfer.


Cusco

Das Highlight!

Nach einer ultralangen Busfahrt komme ich abends um halb zehn total fertig in Cusco an. ich glaube, ich werde krank! Fühle mich fiebrig, habe Kopfweh, mir ist kalt, mein magen-Darm-Trakt hat so gut wie den Geist aufgegeben........... ich hab Hunger, Durst.......ich will nur noch schlafen!
Erstmal muss ich aber zum Hostel, leider besteht das Hotel Los Ninos aus zwei gebäuden in verschiedenen Straßen und ich lande zuerst mal im Falschen! ich bin soooooooo fertig.... zum Glück sind die Leute total hilfsbereit, organisieren mir ein Taxi und gegen halb elf erreiche ich mein Zimmer. Das ist total süss........ Das Bett ist toll, ich falle rein und schlafe!


Übernachten

Hotel Los Ninos

Dies ist ein Hotel, was eine ehemalige Rucksacktouristin gegründet hat, um den Kindern in Cusco zu helfen, sie hat mehrere Adoptivfamilien ins Leben gerufen, hat ein Kinderrestaurant und hält medizinische Versorgung für die Kinder vor. Zudem sind die Zimmer sehr schön gestaltet, das Frühstück ist toll.... es lohnt sich absolut!

Meine Bewertung
Tip price

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Machupicchu

Das Highlight der Reise!

Eigentlich wollte ich ja den Inka-Trail mitmachen, aber dank meines immernoch krampfenden Magen-Darm-Traktes entscheide ich mich dagegen und fahre mit dem Zug nach Aquas Calientes. Dort habe ich ein nettes Hotel und den ganzen Nachmittag Zeit, mir das Örtchen anzusehen.
Es ist skurril, dass auf dem marktplatz große Inka-Statuen stehen und dahinter eine Kirche, aus deren Lautsprecher durchgängig unendlich laut und blechern Predigten und Kirchenmusik dröhnen. Die ganze Stimmung ist unwirklich und ich bin schon ganz aufgeregt, endlich nach Macchu Picchu zu kommen.


Puno


Rückreise nach Lima

Was mich da geritten hat, weiß ich nicht so ganz genau, ich glaube es war die Lust auf Abenteuer und das unbedingt möglichst viel sehen wollen! ich fahre mit dem Bus von Puno zurück nach Lima, das soll ca. 21 Stunden dauern und abends in Puno losgehen!
Guter Dinge lasse ich mich von einer Fahrradrikscha zum Busterminal fahren, das ist ein Abenteuer für sich, der Fahrer hat ein Mördertempo drauf, da die Sitzbank vorne ist, hab ich ungestörte Sicht auf den Straßenverkehr und vor allem die unendlich tiefen Schlaglöcher, die Straßen sind desolat. Mir tut der Hintern weh und ich bin froh, als ich am Terminal bin!
Der Bus soll um 20Uhr abfahren........ es wird später und später, nur der Bus kommt nicht..... am Terminal können sie nichts genaues sagen, da der Bus aus Bolivien kommt......
Nachts um halb eins ist es endlich soweit, ich bin jetzt schon fertig! der neben mir sitzende Mann ist sehr nett, wir unterhalten uns auf spanisch über das Land, die Lebensumstände hier, als er um 3.30uhr aussteigt, ist die Zeit im Flug vergangen!


Lima

Letzter Tag in Peru!

An meinem letzten Tag in Peru schaue ich mir noch in aller Ruhe Lima an, habe ja auch Zeit, da mein Flug erst abends geht.
Auffallend auch hier die Hilfsbereitschaft der Menschen. Als ich einmal in die falsche Richtung laufe und sozusagen auf dem Weg in ein ärmeres und gefährlicheres Viertel bin, hält ein netter Mann mich auf und bringt mich zurück in die Fußgängerzone. Wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir eine Menge über das Leben in Peru und die Einstellungen der Peruaner.
Später schaue ich mir noch die Kathedrale an und die Katakomben, welche ziemlich gruselig sind, Knochen über Knochen, alle feinsäuberlich geordnet...
Abends fährt Augusto, ein sehr netter Taxifahrer mich in Rekordzeit zum Flughafen. Immer wenn es sich staut, holt er die Trillerpfeife raus und trötet hinein! Auf meine Frage, warum er das macht, lacht er und sagt, so würden die Leute denken, es sei Polizei und er käme dann schneller voran!!!!!
Damit endet mein Urlaub in Peru......


Kommentare

bastian (27.01.2009)

Die Übernachtungsmöglichkiet schaut sehr nett aus :-) Wo war denn das genau? Ansonsten: Willkommen bei triplib.!

schnuffine (27.01.2009)

Das Hotel Los ninos befindet sich direkt in Cusco.

bastian (02.02.2009)

Ah, super, dankeschön!