Madrid Real - Königliches Madrid - Reisebericht von Simon bei triplib.

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Simon
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Dank eines gewissen Herrn Zwingli gibt's in Zürich nurmehr wenige ansehnliche Kirchen und auch kaum noch christliche Feiertage, an denen man verreisen könnte.

Glücklicherweise verspürt jedoch die hiesige Obrigkeit stets im Frühjahr den Drang, vom malochenden Teil der Bevölkerung gehuldigt zu werden - wofür auch immer. Und damit man nicht vom Huldigen abgehalten wird, etwa durch Malochen, hat die Obrigkeit eigens einen Feiertag erfunden.

Wir sind ihr dafür sehr dankbar, denn das "Sechseläuten" ist für uns immer eine prima Gelegenheit, eine Reise zu tun, meist begleitet von unserer betörenden und mit zahlreichen Orden ausgestatteten Freundin.

In diesem Jahr nötigten wir ausserdem eine nicht minder holde Freundin zur Mitreise. Selbige kommentierte unsere diesbezügliche Anfrage zwar zunächst mit: "Was soll ich in Madrid?", liess sich dann aber trotzdem breit schlagen.

Was man da so alles soll bzw. kann, seht Ihr im folgenden Bericht.

Madrid


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Lieber nicht.

Barcelona ist bekanntlich die Mutter aller langweiligen Reiseziele. Diese wiederum ist liiert mit Vater Amsterdam, und zusammen haben sie ein wunderliches Kind, das auf den Namen Stockholm hört. Prag und Wien sind die beiden abgetakelten Tanten, die man nur besucht, wenn's nicht mehr anders geht. Etwa an Weihnachten.

Jeder Dussel findet jedoch, er muss da unbedingt hin, selbst wenn er Europas schönste Städte noch gar nicht gesehen hat. Madrid zum Beispiel.

Von unserem ersten Besuch in der spanischen Hauptstadt im vergangenen Jahr waren wir jedenfalls so angetan, dass wir gleich noch mal hin wollten. Zum Glück bietet die Swiss, insbesondere zu Randzeiten, preiswerte Flüge an, sodass wir trotz Ebbe im Portmonee nicht darauf verzichten mussten.



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Viel besser.

Mit rund 3,3 Millionen Einwohnern (inkl. Vorstädte rund 7 Mio.) ist Madrid eine der größten Städte Europas. Trotzdem lässt sich das historische Zentrum grade noch zu Fuss erkunden.

Wer sich lieber im Sitzen oder Liegen einen Überblick über die Kulturdenkmäler der Stadt verschaffen möchte, kann sich ein Ticket für die Hop-on-hop-off-Bustour für 17.50 Euro (1 Tag) kaufen. Es gibt zwei Buslinien, Madrid Historico und Madrid Moderno. Letztere bringt aber nichts, da sie nicht zu den Cuatro Torres führt, die man ja eigentlich sehen möchte.

Wer beabsichtigt, sich ausschliesslich im Zentrum aufzuhalten, braucht nicht unbedingt ein Metroticket. Die Madrider Untergrundbahn ist etwas umständlich, die Wege, die man zu Fuss gehen muss, sind lang, und es sind viele viele Treppen zu bewältigen. Daher lohnt sich die Fahrt damit nur bei längeren Strecken.

Sollte man aber die Cuatro Torres besuchen wollen oder die Las Ventas Stierkampfarena, kommt man um ein Metroticket nicht herum. Man kann sich eines gleich am Flughafen beschaffen, es kostet 5.20/8.80/11.60 Euro für 1, 2 oder 3 Tage und ist somit relativ preiswert.

Da ich bei unserem letzten Besuch in der Stadt schon fast alles fotografiert hatte, durfte ich den Apparat diesmal zuhause lassen, was ich als ganz angenehm empfand. Die Fotos sind also praktisch alle vom letzten Jahr. Von manchen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel vom Tempel von Debod, gibt's keine, da wir diesen beim letzten Besuch übersehen hatten. Man möge mir verzeihen.

Überhaupt haben wir während unseres zweiten Besuchs wiederum vieles entdeckt, und es stehen immer noch ein paar Sehenswürdigkeiten aus, wie zum Beispiel die Stierkampfarena, das Das Museo del Prado, die Nationalbibliothek und das Kloster San Lorenzo de Escorial etwas ausserhalb.

Das gibt uns genügend gute Gründe, bald wieder hinzufliegen.


Übernachten

Hotel Praktik Metropol (2 Reviews)

Das Praktik Metropol ist die perfekte Design- und Budget-Unterkunft und bietet alles, was wir uns von einem City-Hotel wünschen. Die Zimmer und Bäder sind in geschmackvollem Minimal-Stil praktisch und hell eingerichtet, der Empfangsbereich mit Aufenthalts- und Frühstücksraum ist ebenfalls sehr ansprechend und grosszügig gestaltet.

Das Hotel liegt optimal mitten im Zentrum, direkt an der Metro-Station Gran Via, gegenüber der Shopping-Meile Calle Fuencarral und etwa drei Minuten von der Puerta del Sol entfernt. Fast jedes Zimmer verfügt über einen kleinen Balkon mit Aussicht auf den belebten Platz und das schöne Hotel Senator Gran Via. Eine noch formidablere Aussicht auf ganz Madrid allerdings hat man auf der hoteleigenen Terrasse im neunten und zehnten Stock des Hauses, wo man beispielsweise auf einer der Sonnenliegen entspannen kann.

Zum Service des Hauses gehören ausserdem der kostenfreie Internetzugang im Zimmer sowie ebenfalls kostenlose Nutzung zweier PC's mit Drucker in der Lobby. Gegen eine kleine Gebühr gibt's die Möglichkeit eines Late-Check-Out's bis nachmittags um 16.00 Uhr, und seit Kurzem wird auch ein kleines aber feines Frühstück für nur 4 Euro angeboten.

Empfang und Betreuung während dieser drei Tage war außergewöhnlich freundlich und zuvorkommend, alle sprachen sehr gut Englisch und eine Mitarbeiterin sogar Deutsch.

Andere Hotels werden sich von uns daran messen lassen müssen.

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Essen & Trinken

Taberna el Bu

Die Taberna el Bu, nahe der Metro-Station Chuenca, bietet eine grosse Auswahl an hervorragenden Weinen. Wer angesichts der Karte ratlos ist, dem wird gerne der passende Wein empfohlen. Die Bedienung ist freundlich und spricht sehr gut Englisch.

Das Tapas-Angebot hingegen ist zu teuer und schmeckt eher unter durchschnittlich. Deshalb sollte man erst da hingehen, wenn man den Hunger anderswo (zum Beispiel gegenüber) schon gestillt hat.

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Essen & Trinken

BAires Café

Dieses beliebte Café liegt gegenüber der Taberna el Bu, also auch wieder in Chuenca, und bietet währschafte und sehr leckere spanische Küche in enormen Quantitäten. Eine Tortilla reicht locker für zwei bis drei Personen.

Die Bedienung ist hier jedoch teilweise von eher zurück haltender Freundlichkeit und spricht ausserdem kein Wort Englisch.

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Essen & Trinken

Cobb Moss

Diese Bar befindet sich direkt gegenüber dem Mercado de San Anton und eignet sich hervorragend zum stundenlang sitzen, Mojitos trinken und Tapas essen, während die Menschenmenge an einem vorbei zieht.

Auch hier spricht die Bedienung kein Wort Englisch, aber mit Händen und Füssen und eventuell Unterstützung vom Nachbartisch geht's ja meistens doch irgendwie.

Tapas und Menus sind lecker und preiswert, Weine nichts besonderes, Drinks aber schon.

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Essen & Trinken

Mercado de San Anton

Beim U-Bahnhof Chuenca findet man diesen wunderbaren Markt. Im Parterre gibt's allerlei frische Feinkost wie zum Beispiel den leckeren Serrano Schinken, exotische sowie Meeresfrüchte in allen Variationen, im 1. Stock gibt's einige Tapas-Bars, wo man das Ganze in verarbeitetem Zustand geniessen kann. Und ganz oben sind zwei Restaurants und eine hübsche Freiluftbar, wo herrliche Drinks serviert werden.

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Essen & Trinken

Mercado de San Miguel

Gleich neben der Plaza Mayor gibt's noch einen wunderbaren Markt, wo man die verschiedensten Leckereien bestaunen und natürlich auch geniessen kann. Im Gegensatz zum Mercado de San Anton sind hier aber aufgrund der Lage viele Touristen unterwegs.

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Sehenswürdigkeiten

Palacio de Cibeles

Das eigentliche Wahrzeichen Madrids ist der Palacio de Cibeles, der auch auf beinahe jeder Postkarte zu sehen ist.

Das 1919 eröffnete Gebäude diente erst als Sitz der damals staatlichen Telefon- und Telegrafengesellschaft und wurde Palacio de Comunicaciones genannt - Palast der Kommunikation.

Seit 2012 wird es als Kultur- und Ausstellungsgebäude genutzt und ist als solches der Öffentlichkeit zugänglich.

Der Sicherheitscheck beim Eingang mutet etwas seltsam an.

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Sehenswürdigkeiten

Plaza Mayor

Der wunderschöne quadratische Platz wurde im Laufe der Geschichte für vielfältige Zwecke genutzt, so zum Beispiel für Märkte, Stierkämpfe, Fußballspiele, Theateraufführungen, öffentliche Ausstellungen und während der spanischen Inquisition wurden hier auch "Ketzer" verbrannt.

Heute ist die Plaza Mayor ein Touristenmagnet. Es gibt zahlreiche Cafés, wo man gemütlich sitzen und entspannt dem Treiben auf dem Platz zugucken kann.

Die Preise für Konsumationen sind hier - wenig überraschend - doppelt oder dreifach so hoch wie anderswo.

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Sehenswürdigkeiten

Gran Vía - Plaza de España

Die Gran Vía ist sozusagen die Hauptschlagader Madrids. Neben zahlreichen Geschäften, Restaurants und Theatern gibt es vor allem viele imposante Gebäude zu bestaunen.

Das schönste ist das wunderbare Art-Deco-Gebäude der spanischen Telekommunikationsfirma Telefónica.

An der Plaza Espana hingegen steht das Edificio España, ein ebenfalls beeindruckendes 117 Meter hohes Gebäude aus den 50er-Jahren, schon seit geraumer Zeit leer.

Auch andere Gebäude an diesem Platz stehen leer oder wurden besetzt. Ein trauriges Abbild des gegenwärtigen Zustandes des Landes.

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Sehenswürdigkeiten

Königspalast - Almudena Kathedrale

Der zwischen 1734 und 1764 errichtete Palacio Real gehört natürlich zu den Sehenswürdigkeiten Madrids. Und da die spanische Königsfamilie nicht im Schloss lebt und die großen Festssäle nur noch zu Repräsentationszwecken und Staatsempfängen genutzt werden, sind Teile des Palastes der Öffentlichkeit zugänglich. Darauf haben wir aber verzichtet.

Hingegen haben wir uns diesmal die Almudena Kathedrale angesehen, mit deren Bau man 1883 zunächst im neugotischen Stil begonnen hatte. Später ist man aber zum Neoklassizismus übergegangen, damit die Kathedrale zum angrenzenden Königspalast passt. Das Innere der Kathedrale ist deshalb eine krude Mischung aus verschiedenen Stilen, teilweise auch mit Pop-Art-Elementen und einer afrikanisch anmutenden Decke. Wer's mag...

Die nahe Basilica de San Francisco hat uns besser gefallen.

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Sehenswürdigkeiten

Parque del Buen Retiro

Es gibt einige hübsche Parkanlagen in Madrid, der Parque del Buen Retiro ist jedoch der grösste und schönste. An den Wochenenden trifft man sich da zum Bummeln, Sonnenbaden, Eisessen oder Rumpaddeln auf dem Teich.

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Sehenswürdigkeiten

Tempel von Debod / Parque del Oeste

Durch den Bau des Assuan-Staudamms im Jahre 1960, geriet der Tempel von Debod und viele andere Bauwerke in Gefahr, überflutet zu werden. Daher startete die UNESCO einen internationalen Aufruf, die Kulturgüter zu retten. Da auch Spanien dem Hilferuf folgte, wurde dem Land der Debod Tempel von der Ägyptischen Regierung zum Geschenk gemacht.

Heute steht er im Parque del Oeste, einer wunderschönen Parkanlage, von wo aus man auch einen tollen Ausblick zum Palast und ins Umland geniessen kann.

Tempel von Debod (Netpic)
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Sehenswürdigkeiten

Teatro Real

Das Teatro Real gilt als eines der modernsten Opernhäuser Europas und bietet Platz für 1750 Zuschauer. Die Geschichte des Hauses ist geprägt von zahlreichen Schliessungen, Wiedereröffnungen und Umnutzungen. Erst seit 1997 wird es als "richtige Oper" genutzt, zahlreiche Weltstars wie Juan Diego Flores oder Edita Gruberowa treten seitdem hier auf.

Samstags und sonntags gibt es Führungen, jedoch nur in Spanisch.

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Sehenswürdigkeiten

Cuatro Torres (2 Reviews)

Die vier erst 2009 fertig gestellten Wolkenkratzer sind schon beim Anflug auf Madrid zu sehen. Mit ihren jeweils über 50 Stockwerken und 250 Metern Höhe sind sie in der Tat beeindruckend. Doch auch die Architektur ist aussergewöhnlich.

Am besten gefällt uns der Torre de Cristal. Wenn man direkt vor dem Haupteingang steht und die Höhe schaut, hat man den Eindruck, als ob der Turm nie aufhört, er ist sozusagen unendlich.

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Shopping

Calle Fuencarral (2 Reviews)

Es gibt natürlich verschiedene mehr oder weniger attraktive Einkaufsstrassen. Die Calle Fuencarral ist jedoch die attraktivste.

Hier gibt's nur wenig Ramsch, und im Sommer ist es ganz angenehm, unter den kühlenden Bäumen zu flanieren und sich die Auslegeware anzusehen. Hier wird man immer fündig.

Ausgefallenere Läden und Boutiquen findet man in zahlreichen Parallelstrassen im Viertel.

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Sonstiges

El Rastro (Floh- und Trödelmarkt)

Jeden Sonntag verwandelt sich der Stadtteil El Rastro in einen riesigen Floh- und Trödelmarkt. Hier gibt es alles, von Kunsthandwerk und Antiquitäten über Kanarienvögel und seltene Küchengeräte bis hin zu alten Schmuddelheften. Wer noch etwas Platz im Koffer hat, findet hier bestimmt das eine oder andere, womit er diesen füllen kann.

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