Auf Fahrrädern durch Chicago und New York - Reisebericht von Simon bei triplib.

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Simon
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"Amerika, das ist die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz, ohne Umweg über die Kultur" meinte vor hundert Jahren schon Manuel Neuer. Vielleicht war's auch gar nicht Manuel Neuer, sondern Georges Clemenceau. Oder Oscar Wilde, der hat ja auch vieles gesagt.

Egal. Ganz aus der Luft gegriffen ist diese Frotzelei jedenfalls nicht. Doch schon während unserer letzten Nordamerika-Reise entlang der Westküste hatten wir festgestellt, dass der Kontinent durchaus mehr zu bieten hat als käferförmige Kolosse in weißen Turnschuhen, debile It-Girls und einen orangenen Präsidenten mit Frettchen auf dem Kopf.

Und auch auf unserem jüngsten Trip konnten wir einiges an Kultur ausmachen. Das berühmte Zitat Neuers trifft also nicht auf den ganzen Kontinent und schon gar nicht auf alle seine Bewohner zu.

Chicago


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Mit James Bond von Chicago nach New York

sollte der ursprüngliche Titel dieser Narration sein, und zwar weil wir aus Gründen der Abwechslung eben erstmals mit dem - mittlerweile verstorbenen - Roger Moore als Navigationshilfe unterwegs waren, und nicht wie bis anhin mit der Kanzlerin (trotzdem: Danke, Merkel!).

Der greise Brite spielte am Ende aber eine Nebenrolle, denn nachdem wir in Chicago an zwei Tagen mit Mieträdern unterwegs waren, entstand die Idee, alle weiteren Großstädte der Reise auch per Fahrrad zu erkunden, sozusagen testhalber, und am Ende einen Vergleich über die Fahrradtauglichkeit dieser Städte anzustellen.

Wer in Zürich täglich mit dem Rad unterwegs ist, der kann überall fahren, den kann so leicht nichts erschrecken. So dachten wir, und wir sollten Recht behalten - obschon wir in New Yorks Straßenschluchten manchmal schon im Angesicht des Todes standen. Doch dazu später.

Natürlich haben wir auch sonst so einiges getestet, was ich nachfolgend in gewohnter Ausführlichkeit ausführen werde.


Unser Fliescher

Unser Fliescher


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Das Einlasskontrollprozedere

Nach einem verhältnismäßig angenehmen Tagesflug von Zürich nach Chicago musste zunächst das übliche Unterhaltungsprogramm der US-Einreise-Behörde durchexerziert werden. Neu braucht man ja für USA-Reisen einen biorhythmischen Pass oder so, den man zunächst zur Prüfung durch diverse Passlesemaschinenschlitze ziehen muss, bevor man von einer übellaunigen Kontrollperson nach der Farbe der mitgeführten Unterwäsche und dem Geburtsdatum der Schwiegereltern befragt wird.

Das berüchtigte Einreiseformular namens ESTA Visa Waiver existiert auch noch. Auf diesem soll man die Behörden darüber informieren, welche terroristischen Anschläge man geplant hat, ob man unter Syphilis, Gonorrhoe oder gar dem gefürchteten Weichen Schanker leidet, ob man schon einmal an einem Völkermord beteiligt war oder einen solchen durchzuführen beabsichtige, und welche harten Drogen und Handfeuerwaffen man einführen möchte.

Dieses Formular muss vor der Abreise elektronisch und bei Ankunft noch einmal handschriftlich eingereicht werden. Außerdem werden neu auch die Fingerabdrücke mehrfach durch verschiedene Fingerabdrucklesegeräte geprüft.

Da wir bei diesem Besuch nicht in tödlicher Mission unterwegs waren und auch nicht vom Weichen Schanker gepeinigt wurden, gewährte man uns Einlass.

Ziemlich protziges Prozedere für ein Land, in dem man prophylaktisch jemanden erschießen darf, wenn man sich durch ihn provoziert fühlt, etwa wegen seiner Hautfarbe.


Chicago

Chicago


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Der anspruchsvolle Part

kam aber erst danach. Denn nach der Gepäckausgabe folgten wir den einschlägigen Piktogrammen durch dunkle, menschenleere und verwinkelte Gänge und über altersschwache Fahrstühle und Rolltreppen, bis wir irgendwann vor einer Reihe antiker knatternder und blinkender Fahrschein-Automaten standen.

Diese ließen sich jedoch weder mit unseren drei Kreditkarten noch mit Gut-Zureden dazu bewegen, die gewünschten Fahrscheine auszuspucken, und die anwesenden Metro-Mitarbeiter hatten grad keine Lust, uns zu helfen. Also blieb nur Cash, was wir aber nicht passend hatten. In der Folge mussten wir unsere drei Tonnen Gepäck wiederum durch den halben Flughafen schieben und irgendwo ein ungenießbares 12-$-Sandwich erstehen, damit wir uns mit dem erhaltenen Wechselgeld erneut an den Automaten zu schaffen machen konnten.

Eine gefühlte Stunde später waren wir stolze Besitzer zweier 3-$-Fahrscheine. Damit begaben wir uns schließlich zum Bahnsteig, wo zwei ebenfalls antike leere Metro-Züge vor sich hin oxidierten. Beide waren mit "Loop" angeschrieben, was immerhin die Gefahr, in die falsche Richtung zu fahren, um die Hälfte reduzierte. Der "Chicago Loop" ist die Innenstadt, das hatten wir inzwischen rausbekommen. Weitere Informationen, wie etwa einen Fahrplan oder Abfahrtszeiten, suchten wir aber vergebens. Also warteten wir eine Weile, bis sich anhand der Anzahl Fahrgäste abzeichnete, welcher der Gammelzüge eher fahren würde, und da stiegen wir dann auch zu.

Merke: Gute Vorbereitung kann auf Reisen zu nicht unerheblicher Zeitersparnis führen.

Es ist uns nicht bekannt, wie andere Passagiere vom O'Hare-Flughafen in die City gelangen. Die Metro scheint jedenfalls nicht die gängigste Methode zu sein. Eine Taxifahrt kostet aber im Minimum $80.00, und das schien uns etwas viel.


Radisson Blue Aqua

Radisson Blue Aqua


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In Rekordzeit zum Hotel

Die Fahrzeit bis zur Metrostation State/Lake, wo wir unseren Berechnungen zufolge aussteigen mussten, betrug dann wiederum eine knappe Stunde. Daselbst ging gerade ein dramatischer Wolkenbruch nieder, was uns veranlasste, in einem auf 10°C runtergekühlten Wirtshaus bei einem Grande Double Blended Raspberry Black Currant Whipped Cream Premium Frappucino mit Extra Chocolate Powder das Ende der Sintflut abzuwarten.

An dieser Stelle machten wir auch bereits den ersten Trinkgeld-Fauxpas unserer Reise. Denn merke: Angestellte einer Selbstbedienungs-Gaststätte erhalten nie Tip, wohingegen alle anderen Dienstleistenden bis zu 25% erwarten dürfen. Dieses bei der Planung oft vernachlässigte Detail kann nach einer Reise in die USA zu unfeinen Überraschungen führen.

Die State Tax und andere sehr variable Steuern und Abgaben kommen übrigens auch bei Starbucks & Co. in unkalkulierbarer Höhe obendrauf. Wie viel man wirklich bezahlt hat, weiß man erst zuhause, wenn nach und nach die Kreditkarten-Abrechnungen ins Haus flattern, die wiederum - man kennt das ja - unter Anwendung tollkühner Währungsumrechnungskurse zustande kommen.

Die Frappuccino-Dame jedenfalls freute sich nun nicht etwa über das unerwartete Trinkgeld, sondern war damit gänzlich überfordert und lachte dümmlich, was alle Beteiligten in eine blamable Situation brachte.

Irgendwann gab's dann eine Regenpause, die wir nutzten, um das Lokal unauffällig zu verlassen und das eigentlich relativ nah gelegene Hotel anzusteuern. Wir schafften es aber noch, uns in eine gespenstische Tiefgarage hinein zu verlaufen, da drin durch kniehohe Ablagerungen von Taubendreck und Gekröse zu waten und erst längere Zeit später wieder heraus zu finden.

Vier Stunden nach der Landung waren wir im Hotel (--> Radisson Blu Aqua) angekommen. Das dürfte Allzeit-Rekord aller Touristen sein, die je Fuß in diese Stadt gesetzt haben.


Millennium Park

Millennium Park


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2. Tag

Unsere Pechsträhne hielt am ersten Abend noch etwas an, denn wir hatten erhebliche Mühe, ein geeignetes Restaurant mit Außenbereich zu finden (-> Howells and Hood, Elephant & Castle).

Am nächsten Tag war aber die anstrengende Anreise vergessen und wir konnten uns entspannt auf Entdeckungstour begeben. Nach dem Frühstück steuerten wir also als erstes den --> Millennium Park an. Dieser liegt sehr zentral zwischen der Innenstadt Chicago Loop und des Lake Michigan und bietet etwas für ziemlich alle Bedürfnisse, die man an einen Stadtpark so haben kann: Kunst & Kultur, Spiel & Sport, Erholung und auch schöne Aussichten auf die überwältigende Architektur der Stadt.

Nachmittags unternahmen wir eine informative und entspannte Bootsrundfahrt der --> Chicago Architecture Foundation, und danach schlenderten wir gemütlich die berühmte Einkaufsmeile --> Magnificent Mile hoch und runter - wobei die Auslegeware von Banana Republic und French Connection einer näheren Inspektion unterzogen wurden.

Mit der Wahl des Restaurants in Fußdistanz zu unserem Hotel hatten wir an dem Tag mehr Glück (-> Tre Soldi)


Chicago

Chicago


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3. Tag

Da ich leicht Rücken bekomme, wenn ich in Städten zu Fuß unterwegs bin, weigerte ich mich am Folgetag, weiterhin sinnlos rumzulatschen, schließlich hat ein kluger Mensch schon in der Bronzezeit das Rad und ein noch viel klügerer irgendwann später das Fahrrad erfunden.

Nach einigen Runden auf der hoteleigenen Jogging-Bahn und einem ausgiebigen Frühstück bei --> Eggy's, beschlossen wir deshalb, umgehend welche zu mieten. Also Fahrräder natürlich (--> Bike and Roll tours). Die Straßenverhältnisse schienen uns nicht bedenklicher als zuhause, und ein paar Radwege hatten wir schon ausgemacht.

Wir fuhren also zunächst zum Navy Pier, der aus Gründen größten Touristenattraktion Chicagos. Da gab's viele Käfermenschen, ein Riesenrad und jede Menge Schnellrestaurants. Die USA in a nutshell sozusagen. Aber normal; der paarungswillige Klischee-Schweizer aus dem Aargau ist in seiner Freizeit meistens am Zürcher Seebecken anzutreffen, wo er in seinem geleasten Golf GTI mit Klappen-Auspuff und getönter Heckscheibe hin- und herfährt. Das ist sein natürliches Habitat, da wo er sich wohl fühlt und glücklich ist. Und der Durchschnitts-Amerikaner vom Land geht in seiner Freizeit eben an eine State Fair, wo er Donuts und kandiertes Obst in sich reinstopft und Riesenrad fährt. Das ist zwar auch geistlos, macht aber weniger Lärm.

Volksfeste und dergleichen sind uns ein Graus, deshalb fuhren wir ein paar Stunden durch die Stadt, einfach um zu sehen, was es außer den Touristen-Hotspots sonst noch so gibt. Das Radfahren erwies sich als verhältnismäßig komfortable Angelegenheit. Selbst innerhalb des Loop, wo der Verkehr etwas dichter war, hatten wir keine Probleme voranzukommen, da es teilweise auch abgetrennte Fahrradwege gibt. Architektonisch gibt der Loop allerdings nicht allzu viel her. Auch der berühmte Willis Tower (ehemals Sears) ist außer seiner Höhe als zweithöchster Wolkenkratzer der USA nicht wirklich spektakulär. 70er-Jahre-Architektur halt.

Auch Restaurants und Shops waren nur sehr wenige auszumachen, offenbar scheint man in diesem Teil der Stadt primär seiner Arbeit nachzugehen, während man fürs Vergnügen die Magnificent Mile aufsucht. Immerhin haben wir mit dem --> Paternino's einen netten Italiener gefunden, sogar mit Außenplätzen, wo wir Wein und Antipasti bestellten.

Nach der Rückgabe der Räder wuschen wir uns im Hotel kurz den Schritt und fuhren dann per Metro zu einem Blues-Club in einem inneren Außenbezirk oder einem äußeren Innenbezirk, um einer Musikdarbietung zu lauschen, was ganz OK war (--> Kingston Mines). Essen gab's daselbst, mal wieder Burger und Pommes, und einen Absacker genehmigten wir uns schließlich in der Hotelbar, da wir sonst nichts Ansprechendes fanden.

Es fehlt wirklich an lauschigen Kneipen in dieser Stadt.


Chicago

Chicago


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4. Tag

Den letzten Tag begannen wir nochmal auf dieselbe Weise: Mit Laufen, Frühstücken und Räder anmieten.

Zunächst fuhren wir auf dem Lakefront Trail, einem schönen, von der Fahrbahn getrennten Rad- und Fußgängerweg, in Richtung Süden und besichtigten unter anderem die University of Chicago, wo Ex-Präsident Obama bis 2004 Verfassungsrecht lehrte.

Den frühen Nachmittag verbrachten wir zunächst entspannt am Hotelpool und danach im großartigen -> Chicago Arts Institute.

Auf der Terrasse eines fantastischen Italieners (-> Volare) ließen wir unseren Chicago-Aufenthalt ausklingen.

Fazit: Die Stadt dürfte eine der schönsten auf diesem Kontinent sein, die Architektur ist teilweise wirklich spektakulär, insbesondere rund um den neuen Trump Tower. Auch die Lebensqualität ist sicherlich nicht die schlechteste, immerhin ist man bemüht, dem zunehmenden Bedürfnis der Menschen nach Bewegung im Freien gerecht zu werden, und baut deshalb neue Parks, Fahrrad- und Joggingstrecken.

Insgesamt wirkte Chicago auf uns trotzdem etwas unnahbar, anders als etwa Toronto, die nächste Station auf unserer Reise. Daher bleibt es vermutlich bei diesem einen Besuch.


Übernachten

Radisson Blu Aqua

Das Radisson Blu Aqua war auf unserer Reise das teuerste Hotel (die erste Nacht schlug mit immerhin 500 Euro zu Buche), entsprechend hoch waren die Erwartungen - die dann nicht ganz erfüllt wurden.

Zunächst war das Zimmer arg dunkel und die Aussicht im 3. Stock eines ca. 80-geschoßigen Gebäudes nicht wirklich berauschend. Balkon gab es in unserem Zimmer leider nicht, und die Fenster konnten auch nicht geöffnet werden.

Die Einrichtung war in Ordnung und für amerikanische Verhältnisse relativ modern, jedoch teilweise staubig.

Frühstück war nicht inbegriffen.

Der Poolbereich entsprach nicht ganz unseren Erwartungen anhand der Fotos und wurde am Wochenende von sehr zahlreichen Bewohnern der oberen Etagen belegt, sodass kaum Liegen frei waren, und im Pool planschten so viele Kinder, dass ein Schwimmen nicht möglich war. Immerhin war's unter der Woche besser.

Die ca. 350 Meter lange hauseigene Laufbahn haben wir rege genutzt und war für uns definitiv das Highlight dieses Hotels.

Empfang und Checkout verlief reibungslos und sparsam freundlich. Die Lage in Gehdistanz zu Magnificent Mile, Loop und Millenium Park ist perfekt.

Fazit: Wer einen attraktiven Deal findet, kann hier übernachten, andernfalls würde ich mich eventuell nach einer Alternative umsehen.

Radisson Blue Aqua
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Essen & Trinken

The Elephant & Castle Pub & Restaurant

Nachdem wir das Howells and Hood hungrig wieder verlassen hatten, fanden wir irgendwann zufällig dieses nach einem Londoner Stadtteil benannte Restaurant einer Burgerkette mit ausschließlich amerikanischen Gerichten, sprich Burger, Burger und Burger, und einem kleinen, aufgrund der Metro-Hochbahn aber sehr lauten Außenbereich. Doch das war uns nun egal.

Die Bedienung war jedenfalls freundlich, und der Burger schmeckte nach Burger. Alles gut.

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Essen & Trinken

Howells and Hood

Wie die meisten Europäer halten auch wir uns bei warmen Temperaturen lieber draußen auf, als in überklimatisierten Räumen zu bibbern. In Chicago ist das Angebot an Restaurant-Außenplätzen aber minimal, was dazu führt, dass man bei den wenigen Gaststätten mit Patio oft etwas auf einen freien Tisch warten muss.

So war's nun auch bei Howells and Hood. Der Empfangsmensch schätzte die Wartezeit auf ungefähr 20 Minuten, aber wir könnten an der Bar in der Zwischenzeit was trinken - was wir auch taten. Wegen des Gedränges und des Geräuschpegels mussten wir die Bardame über verschiedene Köpfe hinweg anschreien, damit sie uns verstand. Freundlichkeit war außerdem nicht eine ihrer Stärken.

Nach ungefähr 40 Minuten fragten wir einen Kellner, ob man uns vergessen hätte. Der zuckte aber nur mit den Schultern und lief weg. Wir dachten, er klärt vielleicht kurz ab und kommt dann wieder, aber wie sich herausstellte, fühlte er sich offenbar nicht für uns zuständig. Dann suchten wir den Empfangsmenschen, der uns schließlich mitteilte, wir hätten uns auf eine Warteliste setzen lassen müssen, inzwischen betrage die Wartezeit 45 Minuten.

Nahe liegend wäre nun gewesen, uns den nächsten freien Tisch zuzuweisen, wenn man uns schon nicht auf die Warteliste hingewiesen hatte, aber so flexibel und gastfreundlich ist man bei Howells and Hood offenbar nicht.

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Essen & Trinken

Petterino's

Eines der wenigen Restaurants innerhalb des Chicago Loop, und sogar mit nettem Außenbereich.

Wir bestellten am späten Nachmittag Wein und Antipasti, beides schmeckte hervorragend.

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Essen & Trinken

Tre Soldi

Am zweiten Abend hatten wir mehr Glück mit der Restaurant-Wahl. Dieser Italiener bietet klassische italienische Küche zu einem moderaten Preis und mit angenehmem Außenbereich.

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Essen & Trinken

Eggy's Diner

Tolles und an Wochenenden sehr beliebtes Frühstücksrestaurant, wo Eierspeisen in allen Varianten, frische Fruchtsäfte und ordentlicher Kaffee serviert werden. Preise: Moderat.

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Essen & Trinken

Kingston Mines

Chicago ist unter anderem bekannt für seine lange Blues-Tradition. Klar, dass wir also einen Blues-Club aufsuchen wollten.

Das Kingston Mines sowie auch das schräg gegenüber liegende B.L.U.E.S. sind offenbar Institutionen innerhalb der Chicagoer Musikszene. Beide liegen etwas außerhalb der Innenstadt, können aber einfach per Metro erreicht werden.

Das Konzert eines gewissen Carl Weathersby an dem Abend war nicht sonderlich aufregend, die Speisen & Getränke auch nicht, und die Bedienung schon gar nicht. Außerdem war die Bude wiederum bis fast auf den Gefrierpunkt runtergekühlt.

Trotzdem gehört ein Blues-Konzert in dieser Stadt einfach dazu. Aber vielleicht nicht von diesem Künstler. Und vielleicht auch nicht in diesem Club. Ach, keine Ahnung.

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Essen & Trinken

Volare

Das Volare dürfte eines der besten Restaurants der Stadt sein. Die Lage ist außerdem sehr zentral, die Terrasse dennoch gemütlich und ruhig.

Die Speisen schmeckten wie in Italien, und der Service war erstklassig! Unbedingte Empfehlung.

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Shopping

Watertower Place an der Magnificent Mile

Der Water Tower, eines der Wahrzeichen der Stadt, ist wegen seiner fragwürdigen neugotischen Architektur höchst umstritten; der Water Tower Place hingegen ist ein 262 Meter hoher Wolkenkratzer, der nach seiner Fertigstellung sogar anderthalb Jahrzehnte lang das höchste Stahlbetongebäude der Welt war.

Darin ist eine Mall untergebracht mit vielen Luxuslabels, aber auch das Ritz-Carlton Hotel, Eigentumswohnungen und Büroflächen. Die berühmteste Bewohnerin dürfte Oprah Winfrey sein.

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Sport & Aktivitäten

Bike and Roll tours and rentals

Diesen Fahrradverleih und Tourenanbieter findet man am Nordende des Millennium Parks an der East Randolph Street. Die Preise sind ähnlich hoch wie später überall auf unserer Reise.

Für ein einfaches Citybike bezahlt man 9 $ pro Stunde, 30 $ für einen halben Tag und 36 $ für einen ganzen. Einen Stadtplan mit den Fahrradrouten gibt's dazu.

Wir bezahlten also pro Tag in der Regel zwischen 70 und 80 $ allein für die Fahrradmiete, dabei gäbe es eigentlich überall städtische Ausleihstationen, wo man sehr preiswert Räder anmieten könnte.

Doch leider funktioniert dieses System nur mit lokaler Kreditkarte, heißt, bei der Anmietung muss zur Karte eine passende Telefonnummer eingetippt werden. Nicht sehr touristenfreundliche und zumindest überdenkenswerte Praxis.

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Essen & Trinken

Eataly

Wer die allgegenwärtigen Burger- und Donuts-Läden nicht mehr sehen kann, begibt sich am besten zu Eataly, einer 2013 eröffneten Filiale der weltweit operierende italienische Restaurantkette.

Hier gibt es zwei Stockwerke, ganz der italienischen Lebensart und dem kulinarischen Hochgenuss gewidmet. Allerdings in gänzlich un-italienisch runtergekühlten Räumen - was uns letztlich davon abhielt, da zu essen.

Eataly
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Sehenswürdigkeiten

The Art Institute of Chicago

Nicht umsonst das #1 Museum der Welt bei TripAdvisor. Das Art Institute of Chicago verfügt über eine außerordentliche und breite Sammlung von Werken aus der Antike bis heute. Auch das Gebäude selbst ist sehenswert, das Personal sehr freundlich. Wunderbar.

Bei unserem Besuch war grad eine Charles-Ray-Ausstellung, die uns beeindruckt hat.

Chicago Arts Institute
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Sehenswürdigkeiten

Millennium Park

Der Millennium Park ist ein öffentlicher Park, der früher als Rangierbahnhof und Parkplatz diente, und seit dem Jahr 2004 (wegen Bauverzögerungen) der Bevölkerung zur Verfügung steht.

Er verfügt bei freiem Eintritt über Attraktionen wie den Jay Pritzker Pavilion, wo unentgeltliche Konzerte stattfinden, das berühmte Cloud Gate, was mittlerweile zum Wahrzeichen der Stadt avanciert ist, die Crown Fountains und den Lurie Garden. Auch das Chicago Art Institute ist in die Anlage integriert.

Die BP Pedestrian Bridge und der Nichols Bridgeway verbinden den Park mit einem Teil des Grant Parks, wo wiederum eine Vielzahl von Kinderspielplätzen und Sportanlagen zur aktiven Betätigung einladen.

Millennium Park
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Sehenswürdigkeiten

Chicago Architecture Foundation

Chicagos eindrückliche Gebäude und architektonischen Highlights entdeckt man am Besten vom Wasser aus. Während der Fahrt auf dem Chicago River und dem Lake Michigan hat man die Möglichkeit, die Gebäude aus anderen Blickwinkeln zu bestaunen und zu fotografieren.

Abfahrt von den North Pier Docks, um die 40 $.

Chicago
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Niagara Falls

Buffalo

Buffalo


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Was ist das für 1 smell?

Die nächste Etappe unserer Reise beinhaltete 1 unappetitliche Metrofahrt, 1 wunderlichen Flug, 1 kalte Dusche, 1 kanadisches Weinanbaugebiet, 1 gemütliche Cabrio-Fahrt, 1 umständliche AirBnB-Wohnungsübergabe und 1 leckeres Abendessen. Doch 1s ums Andere.

Sehr früh morgens schoben wir unsere Rollkoffer also zur Metrostation State/Lake, was deutlich weniger Zeit in Anspruch nahm als ein paar Tage zuvor in die andere Richtung. Da die Chicagoer Metro nicht nur als Transportmittel, sondern auch als Obdachlosen-Asyl dient, roch das Gefährt ziemlich würzig, was unser Wohlbefinden zunehmend negativ beeinflusste. Wir hatten auch den Eindruck, dass sich auf unseren Sitzen zuvor jemand erleichtert haben musste, was sich auf unsere nüchternen Mägen verheerend auswirkte.

Der unterhaltsame Flug, der dann folgte, entschädigte uns aber für das erlittene Ungemach.


Niagara Falls

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Flug mit hohem Trash-Faktor

Spätestens seit dem Film "Jackie Brown" wissen wir, dass es fürs Flugpersonal Strecken gibt, die weniger prestigeträchtig sind als andere. Und auf diesen dürfen dann die ganz abgetakelten Saftschubsen noch Dienst tun. Die Strecke Chicago - Buffalo scheint eine solche zu sein.

Etwas gewundert hatten wir uns schon beim Einsteigen über die betont nachlässige Haltung der beiden kaugummikauenden Luftkellnerinnen. Später zeigte uns die eine dann das obligate Sicherheitsballett, die Anweisungen vom Band dabei pantomimisch mitplappernd.

Vor dem Start hieß sie die Fluggäste, ihre Sessel gradezustellen und die Mobilgurken auszuschalten, indem sie drohte: "From now on you can only talk to us!" Offenbar taten aber nicht alle Passagiere wie geheißen, worauf Stewardess Nr. 1 ihre Kollegin anwies: "They're not listening, go tell'em!"

Stewardess Nr. 2 eilte sodann nach hinten, klappte die Sessel der fehlbaren Passagiere rabiat nach oben und herrschte diese an: "You can lay down later when we're up!", worauf Nr. 1 wiederum nach hinten rief: "Are they behavin' now?"

Inzwischen hatte sich auch der Pilot zu Wort gemeldet mit der beruhigenden Aussage: "We'll do our best to getcha to Buffalo."

Etwas später, kurz vor der Landung, wieder Trollidolli Nr. 1: "The ones on the left can now see Niagara Falls, the ones on the right can now see the back of the heads of the ones who see Niagara Falls"


Niagara Falls

Niagara Falls


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Hornblower Cruise

Nach diesem äußerst unkonventionellen Flug ging's zunächst zu Alamo, wo wir uns nach einem Cabrio erkundigten, denn die Wetteraussichten waren bis auf weiteres sehr gut, und man lebt bekanntlich nur zweimal. Erstaunlicherweise war grad eines vorrätig, obwohl unsere diesbezüglichen Bemühungen im Vorfeld erfolglos geblieben waren.

Das Teil sah dann recht sexy aus, hatte aber keinen Kofferraum, also mussten wir unsere drei Tonnen Gepäck auf dem Rücksitz verstauen, was nach etwas Üben schließlich gelang, den optischen Gesamteindruck aber stark relativierte.

Wir freuten uns nun dennoch auf die Weiterreise nach Kanada, deshalb ließen wir die Stadt Buffalo links liegen und näherten uns der Grenze. Der Übertritt war so unkompliziert und sympathisch, dass wir den Grenzbeamten am liebsten geknuddelt hätten.

Nach wenigen Minuten schon erreichten wir die Niagara Fälle, wo wir eine sogenannte "Hornblower-Cruise" buchten, also eine Schifffahrt bis ganz nah an den Horseshoe Fall. Exakt dieselbe Fahrt kann man übrigens auch auf der US-Seite buchen, da heißt sie "Maid of the Mist". Ansonsten bietet aber Kanada die deutlich spektakulärere Sicht auf die Fälle.


Niagara Falls

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»... ein Wunder wären sie nur, wenn sie aufwärts stürzten«

sagte angeblich wiederum Oscar Wilde nach seinem Besuch der Niagarafälle.

Nun, ein Wunder sind sie vielleicht nicht, grandios anzuschauen aber allemal! Das finden wohl auch die drölf Trillionen Besucher, die die Fälle jedes Jahr besuchen und sie damit zu einem weltweiten Top-Reiseziel machen. Entsprechend viel Kommerz inklusive hässliche Hotelbauten gibt's. Davon haben wir uns aber nicht stören lassen, schließlich gönnen wir das Spektakel jedem Erdenbewohner, der die Möglichkeit hat, da hinzureisen.

Und ein Spektakel war's! Man kriegt zwar beim Einstieg einen billigen Regenponcho gereicht, der aber kaum Schutz bietet vor dem Sprühnebel, der durch die ungeheuren Wassermassen verursacht wird. Man ist also sofort komplett durchnässt, was aber irgendwie dazugehört und an diesem Tag auch nicht weiter schlimm war, denn es war recht sonnig und sehr warm.

Danach buchten wir noch die "Journey behind the falls", die aber leider aus technischen Gründen abgesagt werden musste. Somit hatten wir etwas mehr Zeit als geplant, und wir beschlossen, auf dem Weg nach Toronto einen kurzen Umweg über Niagara-on-the-Lake einzubauen.


Niagara-on-the-Lake

Niagara-on-the-Lake


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Niagara-on-the-Lake

ist ein touristisches Städtchen an der Mündung des Niagara River in den Ontariosee.

Der Ort erwies sich als so pittoresk und freundlich, dass wir gerne über Nacht geblieben wären - aber wir hatten ja eine AirBnB-Wohnung in Toronto gebucht. So blieb nur ein kurzer Spaziergang durch die Hauptstraße und ein kleiner Besuch in einer Weinhandlung, wo man uns erklärte, dass die Gegend das berühmteste Weinanbaugebiet Kanadas sei. Das relativ milde Klima und gute Böden bringen offenbar qualitativ hochwertige Weine hervor, der Eiswein sei sogar preisgekrönt. "Award winning" ist im englischen Sprachraum ein enorm wichtiges Verkaufsargument.

Selbstverständlich kauften wir eine Flasche, den wir später auf unserer Reise verkosten wollten.


Toronto

Zimmer mit Aussicht

Zimmer mit Aussicht


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Bei AirBnB weiß man nie - Teil 1

Mein Gatte und ich haben uns aus unzusammenhängenden Gründen bereits früh entschieden, weitestgehend handylos durchs Leben zu schweben. Trotzdem sind wir nicht in die totale soziale Isolation abgerutscht. Wir schaffen's erstaunlicherweise immer, an genau der vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort zu erscheinen, was oft Verwunderung beim Gegenüber auslöst. Auf Verabredungen mit uns kann man sich jederzeit verlassen, und wir sagen nie kurzfristig ab, weil was Wichtigeres dazwischen gekommen ist.

Auf dieser Reise hatten wir uns leihweise aber so ein iDings besorgt, denn: Bei AirBnB weiß man nie.

Nun verhielt es sich so, dass wir die Maid von der Torontoer AirBnB-Unterkunft am Tag zuvor von Chicago aus kontaktiert hatten mit der Angabe, wir würden um Acht Uhr abends an ihre Pforte pochen. Um 19.55 Uhr, wir waren genau fünf Fahrminuten von der Unterkunft entfernt, schellte unsere Mobil-Gurke, und besagte Maid frug, ob wir Niagara bereits verlassen hätten. Wir erwiderten etwas erstaunt, dass wir, wie vereinbart, schon am Ziel seien, worauf sie wiederum meinte, sie hätte nicht mit unserem pünktlichen Erscheinen gerechnet und sei mitnichten in der Nähe der Wohnung, sondern irgendwo anders, in der Nähe eines Parks, dessen Name Roger Moore aber nicht geläufig war, und offenbar war sie da festgewachsen, was die Sache wiederum furchtbar kompliziert machte.

Irgendwann viel später hatten wir uns dann aber endlich ziemlich entnervt mittels verschiedener Codes und Schlüssel Zugang zu ihrem Apartment im fünfunddreißigsten Stock eines Apartment-Hauses verschafft, wo wir uns zunächst eine Weile mit Putzen beschäftigten, denn dieses kleine Detail hatte das Octopussy offenbar vergessen. Dafür war die Aussicht nett, das war uns ein Quantum Trost.


Toronto

Toronto


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Behaglichkeit: Top!

Das zweite Reiseziel bot uns also bereits den zweiten Fehlstart. Danach fühlten wir uns in Toronto aber sofort behaglich.

Die Stadt bietet nicht dieselbe atemberaubende Architektur wie Chicago, dafür aber, so stellten wir fest, die höhere Lebensqualität, was wir daran festmachten, dass sich sehr viele Menschen außerhalb ihrer Autos und Häuser aufhielten, auch abends, auch zu Fuß, und sogar per Fahrrad.

Die Wohnung ließ zwar zu wünschen übrig, aber immerhin erwies sich die Lage als optimal. In der Gegend gab's unzählige gemütliche Bars und Restaurants mit internationaler Küche und einer Menge Außenplätze - auch hier ein großer Unterschied zu Chicago.


Toronto

Toronto


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Freundlichkeit: Top!

In Toronto blieben wir drei Nächte und zwei Tage. Als schwierig erwiesen sich die Suche nach einem Frühstücks-Café und einem Fahrradverleih. Städtische Fahrrad-Stationen gab's hier zwar an jeder Ecke, aber diese waren wiederum nur für die Eingeborenen gedacht. Als Tourist muss man entweder gehen oder zu Wucherpreisen Räder anmieten.

Die freundliche Angestellte eines Tourismusbüros am Bahnhof hielt uns zunächst für technisch gehandikapt, als wir ihr von unseren vergeblichen Fahrrad-Anmiet-Versuchen erzählten. Nachdem sie ihre Mittagspause aber dafür verwendet hatte, uns bei diesem Unterfangen zu helfen, musste auch sie am Ende einigermaßen erstaunt aufgeben.

Irgendwann später fanden wir einen Fahrradverleiher, gut versteckt hinter einem Hotel an der Harbourfront. Mit ganz ordentlichen Rädern ausgestattet, war das Sightseeing dann wesentlich entspannter und effizienter. Und Toronto sollte sich als die mit Abstand fahrradfreundlichste Stadt unserer Reise erweisen.


Toronto

Toronto


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Nackedei-Strand: Top!

Am zweiten Tag fuhren wir zunächst noch ein wenig in der Hood rum, brachten die Räder dann aber bald zurück und ließen uns von einer Fähre auf die vorgelagerte Toronto Island schippern, wo wir den Nachmittag chillaxend am Sandstrand verbrachten.

Die Insel ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit vielen belebten, aber auch ruhigeren Sandstränden und Rundwegen zum Spazieren. Im Gegensatz zu den prüden USA gibt's in Kanada auch Nackedei-Strände ("Clothing optional"), wo man hingehen kann, wenn man Kindergeschrei vermeiden oder seine Genitalien einem Publikum präsentieren möchte. Ob man sich ganz nackig macht oder nicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen (daher "optional"). Nicht wirklich überrascht waren wir von den zahlreichen Männergruppen samt dazu gehöriger Fag Hags und Dekorationshündchen, die halt überall auftauchen, wo's textil- und kinderfrei zu- und hergeht.

Die Insel ist außerdem ein schönes Ausflugsziel, wenn man mal die Skyline vom Wasser aus betrachten möchte.


Essen & Trinken

Milestones Grill & Bar

Leckere Grilladen, ebensolche Weine, serviert von charmantem Personal, was will man mehr.

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Essen & Trinken

Lo Zingaro

Angenehmer Italiener im Fashion District; Authentische Küche, gute Weine, die Rechnung fiel etwas hoch aus.

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Essen & Trinken

Jules Bistro

Cooles französisches Bistro im Entertainment District.

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Essen & Trinken

Fusaro's

Trendiger Italiener mit einfachen, preiswerten, aber trotzdem leckeren Gerichten und Weinen.

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Essen & Trinken

Second Cup

Frühstück war in Toronto schwierig zu bekommen, jedenfalls in unserer Gegend, deshalb haben wir dann zweimal die Café-Kette Second Cup berücksichtigt.

Diese bietet ein relativ kleines, aber hochwertigen Angebot an Kaffee- und Teegetränken sowie kleinen Snacks. Die Bedienung war auch ganz zauberhaft.

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Sport & Aktivitäten

Wheel Excitement

An der Harbourfront, nicht ganz leicht zu finden und teuer, aber freundlicher Service und tolle Räder.

Toronto
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Sehenswürdigkeiten

Toronto Island

Naherholungsgebiet mit Sandstränden und Rundwegen, mit der Fähre schnell und preiswert zu erreichen.

Wir empfehlen, das Fahrrad mit aufs Boot zu nehmen.

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Sehenswürdigkeiten

CN Tower

47.00 CAD für einmal Runtergucken ist Wucher, aber mein Gott, wenn man schon mal da ist...

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Shopping

Eaton Centre

Das Eaton Centre ist ein vierstöckiges Einkaufszentrum in der Innenstadt Torontos. Es ist nach der ehemaligen Warenhauskette Eaton's bzw. nach dem irischen Einwanderer Timothy Eaton benannt, der 1869 an dieser Stelle einen Gemischtwarenladen eröffnete. Das Eaton Centre ist mit 230 Läden, Restaurants und Dienstleistern das größte Einkaufszentrum der Provinz Ontario und das drittgrößte Kanadas. Die Eröffnung der ersten Bauetappe erfolgte 1977, Architekt war Eberhard Zeidler.

Begrenzt wird das Einkaufszentrum im Osten durch die Yonge Street, im Süden durch die Queen Street West, im Norden durch die Dundas Street West und im Westen durch Gebäude an der Ostseite der Bay Street. Die Wege im Inneren bilden einen Teil von PATH, einem weitläufigen unterirdischen Netzwerk von Fußgänger- und Ladenpassagen.

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Shopping

Kensington Market

Kensington Market ist ein Hippie-Stadtteil mit offenbar vielen trendigen Shops und Cafés - ist uns aber irgendwie entgangen....

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Sehenswürdigkeiten

Chinatown

Rund um Kensington Market befindet sich Torontos China Town. 10% der Einwohner Totontos sind Chinesen, daher ist diese auch die größte China Town Kanadas.

Was Außergewöhnliches haben wir hier nicht gefunden, aber wir sind jetzt auch nicht die Spezialisten auf dem Gebiet. Und gegessen haben wir hier auch nicht chinesisch, sondern Thai, was halt schon sehr viel bekömmlicher ist.

Fazit: Kann man sich ansehen.

China Town
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Sehenswürdigkeiten

Distillery District

In und um die historischen Gebäude einer ehemaligen Schnapsbrennerei, befinden sich heute viele Cafés und hübsche Läden, wo man Ausgefallenes und Hochwertiges käuflich erwerben kann.

Etwas touristisch.

Toronto
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Essen & Trinken

St. Lawrence Market

Toller Food Market im gleichnamigen Stadtteil.

Toronto
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Cobourg und Kingston

Cobourg

Cobourg


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Cobourg

Nach zwei Tagen Toronto ging's weiter in Richtung Ottawa, der kanadischen Hauptstadt, unserem nächsten Reiseziel. Wir entschieden uns, wegen der kurzen Distanz und weil wir ja auch etwas vom Land sehen wollten, für die Landstraße anstelle der Autobahn.

Einen ersten Halt gab's im Städtchen Cobourg, was gänzlich unspektakulär war, aber immerhin mit einem süßen kleinen Touristen-Infostand auftrumpfen konnte. Darin saß eine wohlgenährte junge Frau, die gelangweilt auf den Display ihres Handys lugte - wie es junge Leute halt so tun, vor allem die wohlgenährten.

Um den Tag des Mädels mit etwas Sinn zu bestäuben, traten wir näher und frugen es nach einem Frühstückscafé - obwohl wir das augenscheinlich einzige des Ortes gleich gegenüber ausgemacht hatten. Mit breitem Grinsen verwies es dann auch auf ebenjenes Wirtshaus mit dem sprechenden Namen "The Buttermilk Café".


Cobourg

Cobourg


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Buttermilk Café

Im Außenbereich des Buttermilk Cafés verlangten wir bei der ebenfalls recht ausladenden Servier-Mamsel wie üblich nach einem Milchkaffee bzw. einer Latte, worauf zur Antwort kam: "machine is broken, we just got regular coffee". Da wir zuvor schon Bekanntschaft mit regulärem Kaffee gemacht hatten, wussten wir, dass man mit reichlich Milchersatz und viel Zucker immerhin ein wenig Geschmack aus der Plörre rauskitzeln kann, wenn auch nur jenen nach Milchersatz und Zucker.

Das Frühstück erwies sich dann als Cholesterin-Bombe epochalen Ausmaßes und bestand aus ca. drei Pfund Bratkartoffeln, begraben unter einigen Eiern, sunny side up, Speck-Scheiben und einem halben Liter Ketchup. Ich hab fast alles aufgegessen und werde daher zweifelsfrei sehr bald stoffwechselstörungsbedingt das Zeitliche segnen.

Um mein Ableben mittels Bewegung dennoch etwas hinauszuzögern, schleppten wir uns hernach noch durch den Ort und entdeckten dabei zufällig ein bio-dynamisch-organisches Demeter-Öko-Schlunzen-Café ohne Buttermilch und vermutlich auch ohne "regular coffee", dafür mit Vollkornbrot, Milchkaffe und allem, was das Europäerherz höher schlagen lässt.

Das bringt mich auf die Idee, ein paar Reise-Gebote zusammenzutragen, an die sich halten sollte, wer möglichst smuuf und ohne größere Widerstände und Enttäuschungen reisen möchte. Zwei hab ich schon:

1. und wichtigstes Gebot, wie schon in meinem Reisebericht zu Stockholm festgehalten und schamlos bei Max Goldt abgekupfert, der bekanntlich immer Recht hat: Du sollst weder ganz junge noch alte Frauen nach dem Weg fragen, denn sie werden niemals nie auch nur den Namen der Stadt wissen, wo sie sich grad drin aufhalten.

2. Gebot: Du sollst Dich weder bei ganz üppigen noch allzu ausgemergelten Personen, egal welchen Geschlechts, nach Restaurant-Tipps erkundigen, denn es wird sich wahrscheinlich negativ aufs eigene Wohlbefinden auswirken.


Kingston

Kingston


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Kingston

war der nächste Halt an dem Tag. Da mittlerweile späterer Nachmittag war, gab's für mich einen Gespritzten und für den "designated driver" ein Alkoholfreies.

Über die Stadt gibt's sonst nichts weiter zu berichten, außer dass grad ein lärmiges Biker-Treffen stattfand und die üblichen albernen Stunts dargeboten wurden mit Mofas, die durch einen Feuerball fuhren und dergleichen.

Berühmtestes Kind der Stadt ist übrigens Soft-Rocker Bryan Adams. Das kann man den Einwohnern aber nicht anlasten.


Ottawa

Ottawa

Ottawa


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Wir kamen am frühen Abend bei etwas Regen in Ottawa an und fanden auf Anhieb einen kostenlosen Parkplatz direkt vorm Hotel. Und das ist denn auch so ziemlich das einzig Positive, was sich über die Stadt sagen lässt.

Kanadas Hauptstadt ist wirklich ein tieftrauriger Ort ohne jeden Charme, dafür mit einem offensichtlichen Abdachlosen-Problem. Die Einkaufs-Mall erinnerte mich irgendwie an Kuba oder die DDR, das Regierungsviertel hat man, vermutlich in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts, komplett mit damals modernen Bürobauten verwüstet. Entlang des Ottawa River stehen überall hässliche Fabrikgebäude und andere architektonische Abscheulichkeiten.

Auf unserer Liste der grässlichsten Städte, die wir je besucht hatten, nimmt Ottawa zwar keinen Spitzenplatz ein, wie etwa Windhoek oder Mulhouse, aber in die Top-10 schafft sie's allemal. Schon sehr beeindruckend.


Übernachten

Swiss Hotel

Die Lage des Swiss Hotel, in Gehdistanz zu den paar "Sehenswürdigkeiten" sowie zum Byward Market, wo's einige sehr durchschnittliche Restaurants gibt, ist optimal.

Es gibt zwar ein Obdachlosenasyl in der ansonsten ruhigen Wohnstraße, doch dies hat uns nicht gestört - zumal in Ottawa praktisch überall verwahrloste Gestalten anzutreffen sind. Kostenlose Parkplätze gab es an diesem Wochenende reichlich.

Sowohl der Empfang als auch die Betreuung und das Checkout waren freundlich und professionell, Zimmer und Bad zwar sehr klein, aber zweckmäßig, sauber und ganz hübsch. Das Frühstück hat uns auch geschmeckt.

Schade, dass Ottawa eine so traurige Stadt ist und wir mit großer Wahrscheinlichkeit nie mehr dahin zurück kehren werden, andernfalls würden wir das Swiss Hotel jederzeit wieder buchen.

Swiss Hotel
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Sport & Aktivitäten

RentABike Vélocation

Da wir diese hässliche Stadt möglichst rasch hinter uns lassen, unser Fahrrad-Projekt aber nicht gefährden wollten, haben wir hier die Zweiräder nur für eine knappe Stunde gemietet. In dieser Zeit sind wir ein paar Kilometer den Rideau-Kanal hoch- und wieder runtergefahren und weitere dem Ottawa-Fluss entlang.

Außer der berühmten Schleusen-Treppe, die erstaunlicherweise Teil des Weltkulturerbes der UNESCO ist, haben wir nichts weiter entdecken können, was zu sehen sich lohnte. Auch die Fahrradwege waren nicht zusammen hängend, schlecht ausgeschildert und erforderten wiederholtes Ab- und sogar Treppensteigen.

Allerdings waren die Räder hier in einem Topzustand und vergleichsweise preiswert, die Angestellten ausnehmend freundlich.

Die Verleihstation befindet sich unterhalb einer Brücke zwischen dem Parlamentsgebäude und jenem seltsamen Schloss-Hotel.

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Essen & Trinken

Byward Market

Der Byward Market ist Ottawas Ausgehmeile und bietet eine Vielzahl mehr oder weniger attraktiver Restaurants und Bars.

Der Vorteil ist, dass offensichtlich praktisch alle Restaurants der Stadt innerhalb weniger Schritte zueinander entfernt liegen, man also nicht lange suchen muss. Leider gab es nicht sehr viele mit einem Außenbereich, daher setzten wir uns irgendwo ans offene Fenster. Das Essen hat durchaus ordentlich geschmeckt, die Stimmung im Restaurant und auf der ganzen Meile war samstäglich übermütig.

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Montréal

Montréal

Montréal


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Nachdem unsere Erwartungen in Bezug auf die nicht vorhandenen Sehenswürdigkeiten in Ottawa erfüllt wurden, waren sie bei Montréal doch um einiges höher, wurden aber nicht erreicht. Will heißen; Montréal enttäuschte.

Angesichts der ungeheuren Massen an Touristen, die sich durch die Gassen schoben, hätte man denken können, es handele sich bei Montréal um eines der Weltwunder. Aber weit gefehlt. Architektonische Highlights konnten wir jedenfalls keine ausmachen, dabei sind wir auch in dieser Stadt mit unseren Mieträdern ziemlich rumgekommen.

Was hier gänzlich fehlt, ist eine ansprechende Uferpromenade. Wenn man in der Auberge du Vieux-Port logiert, hat man ja gewisse Vorstellungen, wie so ein alter Hafen auszusehen hat. Eine von Autos dauerverstopfte Strasse, ein paar Boote und abgetakelte Werften treffen dieses Bild eher nicht.

Dafür gibt's zahllose Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten, zum Beispiel Joggen, Radeln oder Kanufahren auf der Île Sainte-Hélène oder Wandern am Mont-Royal, einem attraktiven Naherholungsgebiet, von wo aus man gut auf die Stadt runtergucken kann.

Wie zuvor bereits in Toronto, ließ sich das Radfahren in Montréal recht gut an. Es gibt viele relativ sichere und gut signalisierte Radwege, und die Autofahrer begegneten uns meist rücksichtsvoll.

Für Liebhaber spektakulärer Achterbahnen und anderer Lustbarkeiten gäbe es noch den berühmten Vergnügungspark "La Ronde" zu entdecken, der sich ebenfalls auf der Île Sainte-Hélène befindet, und zweifellos sind auch die Shoppingmöglichkeiten beträchtlich, jedoch hatten wir die Stadt nach anderthalb Tagen im Wesentlichen gesehen. Wir wollten weiter.


Übernachten

Auberge du vieux port

Die Anfahrt mit dem Auto erwies sich als sehr zeitraubend und strapaziös, da die Zufahrtsstraße offenbar immer hoffnungslos verstopft ist, aber danach sollte sich weisen; es hat sich gelohnt!

Die Auberge du Vieux-Port ist eines jener seltenen Hotels, wo einfach alles stimmt. Dabei ist die Übernachtung noch nicht einmal außergewöhnlich teuer, und ein ungewohnt leckeres Frühstück (unbedingt die Eggs Benedict probieren!) gibt's auch noch dazu, serviert von charmantem Personal.

Die Betreuung war ohnehin durchwegs erstklassig. Das Zimmer groß und sehr geschmackvoll eingerichtet, ebenso das Bad, und die Pflegeprodukte waren von erlesener Qualität.

Wir waren begeistert.

Auberge du vieux port
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Essen & Trinken

L'usine de Spaghetti

Am zweiten Abend wollten wir mal ausnahmsweise nicht so viel Geld ausgeben und entschieden uns deshalb für dieses einfache, aber recht gemütliche Nudel-Restaurant.

Die Nudeln schmeckten erwartungsgemäß und die Bedienung war etwas nachläßig. You get halt what you pay for.

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Essen & Trinken

Restaurant L'Autre Version

Am ersten Abend hatten wir Lust auf Live-Jazz, und den gab's hier. Die hofseitige Terrasse war gemütlich, die Bedienung aufmerksam und das Essen hat auch geschmeckt.

Insgesamt ein schöner Abend, der aber nicht ganz preiswert war.

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Essen & Trinken

La Champagnerie

Ein paar Meter abseits der Touristenströme gelegen, ist dieses Restaurant ein echter Geheimtipp für Champagner- oder Weinliebhaber. Wir hatten zwar nur einen Aperitif mit einem Charcuterie-Teller, beides war aber von erlesener Qualität, und der Service war sehr freundlich und effizient.

Wären wir länger in Montréal geblieben, hätten wir hier sicherlich auch einen Abend verbracht.

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Essen & Trinken

Nosthés

Ein kulinarisches Highlight mal am Nachmittag:

Wer südost-asiatische Küche mag, sollte in diesem vietnamesischen Restaurant unbedingt die Beef Noodle Soup mit der secret special Sauce (2 CAD Aufschlag) probieren. Fantastisch!

Ebenfalls toll sind die vielen verschiedenen Tee- und Eistee-Sorten, die man gezuckert oder ungezuckert haben kann.

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Shopping

Rue St. Catherine

Die Rue St. Catherine ist die Einkaufsstraße und Schlemmermeile Montréals. Bei Regen oder Kälte empfiehlt es sich, in das unterirdische Einkaufslabyrinth abzutauchen. Hier gibt es 1'600 Geschäfte, verteilt auf 11km Einkaufswege. Das größte davon ist das Centre Eaton.

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Sport & Aktivitäten

Ça roule Montréal

Dieser Fahrradverleih befindet sich praktischerweise am alten Hafen, an der Rue de la Commune, fast direkt neben unserem Hotel.

Die Mietpreise sind im üblichen Rahmen, Räder und Service waren hervorragend.

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Trois-Rivières

Trois-Rivières

Trois-Rivières


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Von Montréal nach Québec sind es nur ca. 250km, daher lag es auf der Hand, dass wir diese wiederum mit offenem Verdeck und möglichst gemächlich auf Landstraßen zurück legen wollten.

Die Route führte uns durch liebliche Landschaften und ebensolche Dörfer zunächst nach Trois-Rivières, wo wir einen Mittagshalt einlegten.

Der Ort kann auf eine 400jährige Geschichte zurück blicken und ist heute eine kleine Großstadt, wirkte auf uns aber eher wie eine mittlere Kleinstadt. Das Zentrum mit einigen Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten ist relativ hübsch, aber sehr übersichtlich. Eine Übernachtung drängte sich uns hier also nicht auf.

Frisch gestärkt geleitete uns Roger Moore sodann in Richtung der Provinzhauptstadt Québec, wo wir bereits am frühen Nachmittag ankamen.


Québec

Québec

Québec


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Zur Geschichte

Die Reiseführer zu Québec liegen in Europa ja meist nicht auf den Bestseller-Stapeln der Bahnhofsbuchhandlungen, daher habe ich mir die Mühe gemacht, für Euch ein paar knackige Infos zusammen zu tragen.

Die ursprünglichen Bewohner der Region waren die Sankt-Lorenz-Irokesen. Dann kamen im Jahre 1543 die Franzosen, deren erster Kolonialisierungsversuch aber scheiterte. Vermutlich hatten sie keine langen Unterhosen mit und sind dann erfroren. Man weiß es nicht.

Im Jahre 1608 klappte es dann doch, und es wurde ein Handelsposten gegründet, woraus sich bald eine Stadt entwickelte. Nach einigem Hickhack und zahlreichen Belagerungen fiel sie 1759 aber definitiv an die Briten.

Von den Franzosen geblieben ist das französisch anmutende Stadtbild und die ebenfalls französisch anmutende Sprache - die aber mit dem normalen Französisch etwa gleich viel zu tun hat wie das Schwäbische mit dem Deutschen.


Québec

Québec


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Welterbe

Québec ist heute die Hauptstadt der gleichnamigen und größten kanadischen Provinz und hat rund eine halbe Million Einwohner, ist also deutlich kleiner als Montréal mit zwei Mio., dafür ist Québec um ungefähr denselben Faktor hübscher.

In ganz Nordamerika ist Vieux-Québec die einzige Stadt mit Stadtmauern, seit 1985 ist sie außerdem Teil des UNESCO-Welterbes.

Wir waren sehr angetan von der pittoresken Altstadt und auch überrascht von ihrer Weitläufigkeit und den vielen freundlichen Läden und Restaurants.

Das Fahrradnetz ist wiederum relativ gut ausgebaut, und wir fühlten uns sicher auf unseren Rädern. Alllerdings kamen wir nicht umhin festzustellen, dass Québec fürs Radfahren topografisch herausfordernd gelegen ist, jedenfalls für konditionslose Fahrer. Die Stadt ist nämlich arg abschüssig gelegen, und auch die Altstadt teilt sich auf in die Haute-Ville und die Basse-Ville, also Ober- und Unterstadt.

Für uns als geübte Fahrer war das zwar kein Problem, zumal ja auch Sommer war. Bei den schneereichen und langen Wintern in der Gegend könnten wir jedoch nachvollziehen, wenn sich das Fahrrad als Verkehrsmittel da wohl nie richtig durchsetzen wird.


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Hotel PUR

Wir hatten dieses Hotel nur gebucht, weil alle anderen in Frage kommenden Unterkünfte während dieser Zeit schon ausgebucht waren. Die Erwartungen waren folglich nicht allzu hoch.

Die Lage etwas außerhalb der Innenstadt, aber an einer tagsüber belebten Einkaufsstraße, war in Ordnung, der Empfang freundlich. Das Zimmer schließlich war groß und praktisch eingerichtet, wenn auch, wie in Nordamerika leider so oft, mit unhygienischem Spannteppich ausgelegt. Das Bad war ebenfalls groß und wies starke Abnützungserscheinungen auf.

Das Frühstücksbuffet schließlich war in jeder Hinsicht ungenießbar: Ein großes Gefäß mit Eierpampe gab's, eines mit verkohlten Speckscheiben und eines mit matschigen Würsten, anderes Fleisch wurde nicht angeboten, dafür drei Sorten Käse, die nur an der Form zu unterscheiden möglich war, normales Toastbrot und pampige "Croissants". Einmal kam eine extrem unmotivierte Servicekraft mit einem Pott regular coffee vorbei, der erwartungsgemäß schmeckte. Nachgeschenkt wurde nie, was uns deshalb nicht störte.

Wir haben dann nur ein wenig Joghurt gegessen. Am Abreisetag hatten wir ebenfalls nur ein Joghurt und eine Tasse regular coffee. Die tranige Angestellte kam aber sofort mit zwei Rechnungen und sagte: "You haven't payed yesterday, now you have to pay!"

Wir waren ziemlich erstaunt, dass dieses absolut widerliche Frühstücksbuffet nicht im Preis inbegriffen war wie sonst fast überall auf unserer Reise. Noch erstaunter waren wir über die Tatsache, dass uns dies zu keinem Zeitpunkt mitgeteilt wurde, weder beim Check-In noch von diesem Service-Rüpel. Am Ende hatten wir also 90 CAD bezahlt für ein wenig Joghurt und insgesamt vier Tassen regular coffee.

Es ist schwierig, in diesem wunderbaren Land einem unfreundlichen Menschen zu begegnen, aber die Serviertussi in diesem Hotel hat dies gleich für alle anderen mit übernommen.

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Essen & Trinken

Le Pain Beni

Obwohl bei TripAdvisor top bewertet, hat uns hier weder das Fleisch- noch das Fischgericht überzeugt. Klassische Touristenfalle.

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Essen & Trinken

Les Sales Gosses

Trendiges Gourmet-Restaurant mit sehr wohl schmeckenden und hübsch angerichteten Speisen, tollen Weinen und hervorragendem Service.

Ein würdiger Abschluss unseres Québec-/Kanada-Aufenthalts.

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Shopping

Inuit Art Zone

In diesem wunderbaren Geschäft wird unter fairen Bedingungen hergestellte Inuit-Kunst ausgestellt und verkauft.

Wir haben uns gleich in eine tolle Seetaucher-Figur verliebt. Der relativ hohe Preis von um die 300 CAD hielt uns zunächst ab, den Vogel zu kaufen. Als wir zwei Stunden später in das Geschäft zurück kamen und ihn dennoch erwerben wollten, war er bereits verkauft.

Ein blöder Zufall, der uns immer noch etwas ärgert.

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Sport & Aktivitäten

Location Echo Sports

Diesen Radverleiher man empfehlen. Sehr freundlich und für Kanada preislich normal.

Québec
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White Mountains

 White Mountains

White Mountains


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Einlasskontrollprozedere zum Zweiten

Von Québec nach Boston hätten wir eigentlich durchfahren können, wir entschieden uns aber für einen Zwischenstopp und eine Übernachtung in den White Mountains, da wir noch etwas Natur in unsere Reise mit einbauen wollten.

Überraschenderweise war die Strecke von Québec bis zur US-Grenze gänzlich unspektakulär. Das Postkarten-Kanada war's jedenfalls nicht.

Auffallend ist, dass sich in den ländlichen Gebieten der beiden Länder viele Eingeborene offenbar davor fürchten, dass man ihren Nationalstolz anzweifeln könnte. Deshalb dekorieren sie ihre Häuser und Vorgärten exzessiv mit den jeweiligen Landesflaggen - sowas tun bei uns ja eigentlich nur Kleingartenbesitzer als harmonische Ergänzung zum Gnom-Arrangement im Gemüsebeet.

An der Grenze wurde es wiederum sehr beschwerlich. Ihr wisst schon: Zwei Männer im selben Auto, da wittern die Amis natürlich gleich Terrorgefahr der höchsten Stufe.

Als wir den Damen und Herren mit der Lizenz zum Töten alle Fragen zur geplanten Route, zu früheren Aufenthalten in den USA sowie zu unserem Sexualleben beantwortet hatten, wurde dennoch Einlass gewährt.


 White Mountains

White Mountains


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Bäume, nichts als Bäume

Nach der Grenze wurde es landschaftlich so, wie wir es erwartet hatten, nämlich endlose Wälder, malerische Seen und nur gelegentlich ein Dorf oder eine Kleinstadt, wie zum Beispiel Berlin (New Hampshire), was sogar einen eigenen, offenbar voll funktionsfähigen Flughafen hat.

Nach einem wunderlichen Übernachtungsstopp (-> White Mountain Resort) nördlich von Conway, stand uns schon die letzte Teilstrecke mit unserem Cabrio bevor, nämlich jene nach Boston. Diese war wiederum sehr kurz, was uns veranlasste, einen größeren Umweg zu fahren, nämlich über den sogenannten --> White Mountain Trail, eine besonders "szenische" Straße über drei Pässe.

Die Fahrt lässt sich so zusammenfassen: Wir sahen Bäume, viele viele Bäume. Grüne Bäume. Und Hügel, Berge nicht, aber Hügel. Endlose grüne Hügel mit grünen Bäumen drauf. Weiß sind die nur, wenn Schnee drauf liegt, im Winter. Man könnte also alle Berge dieser Welt White Mountains nennen, und alle Städte White City und jede Wiese White Wiese.

Womöglich wäre ein Tag am Atlantik, zum Beispiel in Portland, besser investierte Urlaubszeit gewesen. Vielleicht auch nicht.

Am späteren Nachmittag erreichten wir jedenfalls Boston, wo wir unser Auto dank vorausschauender Planung in der Nähe des gebuchten Hotels zurück geben konnten. Von Boston nach New York sollte es dann per Bus gehen.


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The White Mountains Resort

Das White Mountain Resort liegt sehr idyllisch inmitten von sanften Hügeln und fast grenzenlosen Wäldern und bietet neben wunderbaren Aussichten auch einen Pool und offenbar eine weitläufige Golf-Anlage, die sich großer Beliebtheit erfreut. Man fühlt sich als Durchreisender ein wenig deplatziert in der ganzen Golfer-Szenerie, aber für uns war es wie ein Ausflug in eine unbekannte Welt - und auch in eine andere Zeit, die der Grand Hotels.

Das Hotel ist herrlich verstaubt, und auch die Angestellten passen hervorragend in die mit üppigen floralen Mustern dekorierten Räume. Plüsch und Schnörkel sind normalerweise unsere Sache nicht, aber der Amerikaner findet das eben chic, und wenn man schon mal da ist, kann man sich ja auch drauf einlassen.

Unser Zimmer war sehr groß, die Betten bequem, und auch im Bad war alles da, was man so braucht, inklusive sehr viel Platz.

Das Personal war überaus reizend, vom Empfang über den Service bis zum Check-Out, wenn wir auch die Bedienung an der Bar für europäische Verhältnisse ein wenig zu salopp empfanden. Das Dinner war solide und handwerklich gut gemachte amerikanische Küche, das Frühstück etwas gewöhnungsbedürftig, aber in Ordnung.

Insgesamt also ein lohnender Aufenthalt zu einem äußerst attraktiven Preis. Wenn wir etwas mehr Zeit gehabt hätten, wären wir gerne eine zweite Nacht geblieben, wir haben uns in der wunderlichen Umgebung sehr wohl gefühlt, obwohl wir in diese Welt so überhaupt nicht reinpassen. Aber das gehört für uns beim Reisen eben mit dazu und hat in diesem Fall großen Spaß gemacht.

White Mountains Resort
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Sehenswürdigkeiten

The White Mountain Trail

Der White Mountain Trail ist ein sogenannter "National Scenic Byway", was man mit landschaftlich reizvolle Nebenstraße übersetzen könnte.

Vermutlich wäre hierfür der Herbst die richtige Jahreszeit, und das Motorrad oder das Fahrrad die richtigen Verkehrsmittel, so war's halt einfach Zeitverschwendung.

 White Mountains Trail
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Übernachten

The Bernerhof Motel

Bei der Recherche zu unserer Reise hatte ich dieses Motel übersehen, jedoch scheint es in der Gegend eine echte Alternative zu den Golf-Resorts zu sein, glaubt man den fast ausnahmslos positiven Reviews auf den Bewertungsplattformen.

Außerdem sah es von außen sehr ansprechend aus und es trägt einen hübschen Namen. Letzteres wäre für jemanden, der nicht aus Bern stammt, vermutlich aber nicht sehr relevant.

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Boston

Boston

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Schwierig

Auf Boston waren wir wiederum sehr gespannt, denn diese Stadt wird ja oft als eine der schönsten auf dem Kontinent gelobt, außerdem biete sie die höchste Lebensqualität an der gesamten Ostküste.

Wir hatten da also drei Nächte und zwei volle Tage eingeplant, die wir gut zu füllen wussten. Am ersten Abend zogen wir durch die Innenstadt mit ihren vielen architektonischen Highlights. Restaurants gibt's da allerdings keine.

Die nächstgelegenen Verpflegungsmöglichkeiten liegen beim oder im Faneuil Hall Marketplace. Jetzt muss man wissen: Ein amerikanischer Markt ist natürlich nicht mit einem spanischen, italienischen oder französischen Spezialitätenmarkt vergleichbar, wo man die verschiedensten lokalen Leckereien beäugen und verkosten kann. Auf einem amerikanischen Markt wird amerikanisches Essen von unmotivierten Studenten auf Pappgeschirr gereicht, die Burger- und Donut-Variationen dabei moderat ergänzt durch "exotische" Tacos und Crèpes.

Da unser Fett- und Zuckerbedarf zu dem Zeitpunkt längst und auf Jahre hinaus gedeckt war, hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen. Einmal haben wir uns dennoch da verköstigt, weil wir nicht länger suchen wollten, und es sogleich bereut (-> cheers).

Hervorragende italienische Restaurants am Laufmeter findet man aber nordöstlich der Innenstadt, in Little Italy. Hier einen freien Tisch zu kriegen, stellte sich aber zweimal als äußerst schwieriges Unterfangen heraus. Wie in Chicago verzichtet man auch in Boston fast überall auf Außenbestuhlung, man muss also selbst bei wohligstem Sommerwetter in gekühlten Innenräumen dinieren.

Die Speisen waren dann aber beide Male lecker, kann man nicht meckern. Italienisch halt.


Boston

Boston


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Auch schwierig

Am Folgetag mieteten wir wiederum Räder an, was diesmal mit erheblichen Komplikationen verbunden war. Nicht nur, dass sich ein Pedal am Fahrrad meines Lebensgefährten ungefähr eine halbe Stunde nach Abfahrt zwanglos löste bzw. abbrach und wir die ganze Strecke zurück latschen konnten; es stellte sich auch heraus, dass sich die Verkehrsplaner in Boston, ähnlich wie in unserer Heimatstadt Zürich, noch nicht ernsthaft mit dem Zweirad-Verkehr auseinandergesetzt haben mussten.

Ständig verliefen sich die Fahrradspuren auf irgendwelchen riesigen und gefährlichen Kreuzungen, oft mussten wir absteigen, einmal fuhren wir sogar versehentlich auf eine Autobahn. Boston erwies sich als die mit Abstand fahrradunfreundlichste Stadt unserer Reise. Neben Zürich und Kuala Lumpur ist sie außerdem eine der fahrraduntauglichsten, wo wir je in die Pedale getreten sind, und das will was heißen.

Auch dass manche Menschen für kurze Strecken lieber zu Fuß gehen, als sich ins Auto zu setzen, scheint in Boston ein relativ neues Phänomen zu sein. In keiner Stadt, wo wir bislang waren (ausgenommen wiederum Zürich, wo das auch so ist), mussten wir als Fußgänger beim Überqueren einer Straße trotz Bettelknopf so lange auf die kurzen Grünphasen warten.

Hat man das Pech, eine Kreuzung quer passieren zu müssen, kann einen das gut und gerne zehn Minuten Lebenszeit kosten, die man sinnlos auf einer lauten Kreuzung rumsteht.

Boston schien uns eindeutig eine "Indoor-Stadt" zu sein: Man setzt sich ins Auto und fährt zum nächsten Restaurant, wo man sich wiederum drin verpflegt. Wem's gefällt.


Carson Beach

Carson Beach


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Läuft

Bereut haben wir das Fahrradmieten am Ende aber trotzdem nicht, denn die Distanzen, zum Beispiel die vom Hotel nach Little Italy, waren doch beträchtlich. Und auf diese Weise konnten wir am ersten Tag die berühmte Harvard-Universität und am zweiten Tag Carson Beach und das Kennedy Memorial besuchen, und am Ende auf Castle Island mit einem Buch ein paar Stunden entspannen und die Sonne genießen.

Natürlich sind diese Orte auch mit einem Taxi zu erreichen, womöglich gibt's auch so etwas wie öffentliche Transportmittel, aber mit Fahrrad ist das alles halt irgendwie einfacher zu organisieren, und abseits der Innenstadt war's auch weniger zermürbend mit dem Verkehr.


Boston

Boston


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Unser Fazit

Boston ist zweifellos eine hübsche Stadt mit zahlreichen sehenswerten modernen und historischen Gebäuden. Die Lage ist zudem äußerst attraktiv, und es gibt zahlreiche gute italienische Restaurants.

Aber beim Kuschel-Faktor, da geht noch was, da ist viel Luft nach oben. Jedenfalls konnten wir die Stadt am Ende nicht so richtig ins Herz schließen, ähnlich wie Chicago. Und wenn wir wählen müssten, welche der beiden Städte wir eher wieder besuchen würden, dann wär's vermutlich Chicago.


Übernachten

The Envoy Hotel

Die Lage dieses neuen Hotels ist optimal, in Gehdistanz zu allen Attraktionen der Innenstadt. Der Empfang war herzlich, die Einrichtung modern und ansprechend, das Zimmer hell, relativ geräumig und praktisch.

Gefallen hat uns auch, dass im Zimmer nur unter dem Bett Teppich liegt, noch besser wäre allerdings gar keiner. Der Spannteppich in den Fluren ist unpraktisch für Rollkoffer und im Frühstücksraum unappetitlich, weil da ja naturgemäß ständig was runtertropft.

Beim Frühstück gäbe es noch etwas Verbesserungspotential - zum Beispiel gibt es ja heutzutage Kapselkaffee, der wirklich nach Kaffee schmeckt, und es fehlen gesunde Produkte, zum Beispiel aus Vollkornbrot. Der Raum an sich ist außerdem sehr nüchtern und lieblos eingerichtet.

Das Gym haben wir auch genutzt. Wenn man nur Kardio macht, reichen die Geräte.

Der Lobbybereich ist sehr stylish eingerichtet, genutzt haben wir ihn aber nicht. Gerne hätten wir mal die Rooftop-Bar besucht, diese scheint sich aber bei jungen Bostoner gerade immenser Beliebtheit zu erfreuen, deshalb war uns da immer zu viel Betrieb.

Fazit: Insgesamt würden wir das Envoy ohne größere Einschränkungen empfehlen, vor allem wenn man mit den sonst üblichen verschnörkelten und wild gemusterten Hoteleinrichtungen Nordamerikas wenig anfangen kann.

The Envoy Hotel
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Essen & Trinken

Trattoria di Monica

Eines von sehr zahlreichen hervorragenden italienischen Restaurants im Bostoner North End.

Und dennoch: Das kulinarische Highlight unserer Reise. Empfang, Bedienung, die Gerichte, der Wein, hier stimmt einfach alles. Sowas hat natürlich seinen Preis, aber das war's uns wert.

Ein kulinarisches Ereignis!

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Sport & Aktivitäten

Castle Island

Nettes und sehr beliebtes Naherholungsgebiet in Bostons Süden. Wer sich im Urlaub mal eine Pause gönnen und ein Buch lesen möchte oder ein paar Runden Joggen, kann das hier tun - mit vielen Gleichgesinnten.

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Sport & Aktivitäten

Urban AdvenTours

Die Räder waren hier von eher zweifelhafter Qualität und offenbar nicht sehr gut gewartet, andernfalls wäre das eine Pedal wohl nicht nach einer halben Stunde abgefallen.

Als wir die ganze Strecke zurück gelatscht waren, um das Rad auszutauschen, erhielten wir ein saloppes "Take it easy boys" um die Ohren gehauen. Bei einem stolzen Mietpreis von 40 Kröten hätten wir eigentlich eine kleine Reduktion oder zumindest eine Entschuldigung erwartet. Lag aber offenbar nicht drin.

Urban AdvenTours
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Essen & Trinken

Cheers

Die Methusalems unter Euch Reisefröschchen können sich bestimmt an die langweiligste aller langweiligen 80er-Jahre-Sitcoms erinnern: Cheers. Das Original-Setting war natürlich in einem Studio, allerdings nach der architektonischen Vorlage des "Bull & Finch" Pubs an der Beacon Street in Boston, welches danach aus kommerziellen Gründen in Cheers umbenannt wurde.

Wir waren in einem Ableger davon am Faneuil Hall Marketplace, da dieses eines der wenigen Restaurants in der Stadt ist mit Außenbereich. Live-Musik gab's auch, was wir ganz nett fanden, aber die beiden Burger-Menus schmeckten etwa ähnlich zweifelhaft wie jene der berüchtigten Fastfood-Kette mit dem großen "M" im Emblem.

Boston
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Sehenswürdigkeiten

Kennedy Memorial

Unweit des Carson Beach, am Columbia Point, befindet sich das JFK-Museum, eine Art Casino Royale, wo man sich über Leben und Wirken des großen Präsidenten informieren kann.

Zu sehen sind offenbar Schriftstücke, historische Gegenstände, Nachbauten und Originale von Wahlkampf- sowie Privatgegenständen, Kleider von Jackie und so weiter. Eintritt $14

Die Ausstellung hat uns nicht interessiert, aber Architektur und Lage des Museums sind durchaus sehenswert. Es gibt auch einen JFK-Devotionalien-Shop und ein JFK-Cafe, wo wir einen für amerikanische Verhältnisse äußerst leckeren und gesunden Lunch zu uns nahmen.

Die Anfahrt ohne Fahrrad ist sehr umständlich, es empfiehlt sich, hierfür ein Gefährt anzumieten. Außerhalb der Innenstadt lässt es sich gefahrlos radeln, aber wer zu faul oder zu unsicher ist, kann natürlich auch mit einem Mietwagen da hingelangen.

Lohnt die Anreise.

Kennedy Memorial
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Sport & Aktivitäten

Carson Beach

Wer im Urlaub unbedingt einen Sandstrand braucht, findet einen solchen zum Beispiel in Bostons Süden. Die Badetauglichkeit haben wir nicht geprüft, aber bestimmt liegt es sich auf dem Sand ganz gut, und das Wasser schien auch nass zu sein.

Wenn man sich von den vielen durchspazierenden Gänsen nicht stören lässt, kann man sich am Carson Beach sicherlich genau so gut bräunen wie anderswo.

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New York City

Brooklyn Bridge

Brooklyn Bridge


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Reisen mit dem Greyhound

Für die Reise von Boston nach New York nahmen wir erstmals die Dienste des Greyhound-Bus-Unternehmens in Anspruch. Die Tickets hatten wir am Vorabend online erworben, dann am Busbahnhof ausgedruckt, und weil wir früh genug da waren, konnten wir auch ganz vorne sitzen.

Die Reise war nicht nur kurzweilig (dank W-Lan) und sehr komfortabel, sondern auch extrem preiswert; Wo sonst kann man für paarundzwanzig Dollar vier Stunden durch die Botanik gondeln?

Eine prima Sache. Würden wir jederzeit wieder tun.


AirBnB

AirBnB


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Bei AirBnB weiß man nie - Teil 2

Die Hotels in New York sind, das ist bekannt, ein mittleres Ärgernis. Gut UND einigermaßen preiswert gibt's schon mal gar nicht, daher hatten wir hier wiederum eine AirBnB-Absteige gebucht - die uns am Ende ebenfalls enttäuschte.

Nicht nur, dass die Vermieterin namens "Helen", die offenbar eine ganze Reihe an Unterkünften bewirtschaftet, nur sehr unzuverlässig und unpersönlich auf Anfragen reagierte, wir haben sie auch nie zu Gesicht bekommen, sondern nur einen Mitarbeiter, der auf uns sehr unterkühlt-professionell wirkte.

Die Wohnung war für den Preis eher klein und sehr dunkel. Check-Out war bereits um 11, und die Koffer durften wir danach auch nicht deponiert lassen, was sonst ja überall möglich ist, sondern mussten sie mit ins Frühstückscafé schleppen.

Eine Bewertung gab's am Ende auch nicht, obwohl wir alles in tadellosem Zustand hinterließen. Auf Anfrage bei AirBnB gab's bis heute keine Antwort.

Insgesamt also die zweite von zwei AirBnB-Enttäuschungen auf dieser Reise. Für Übernachtungs-Tipps in New York im Mittelpreis-Segment sind wir also nach wie vor sehr empfänglich.

AirBnB hat sich für uns bisher erst in Kopenhagen als angenehme Erfahrung erwiesen, anderswo nicht. Daher buchen wir nun vermehrt wieder Hotels, da weiß man, was man hat, und man muss im Vorfeld nicht tagelang Nachrichten und Anfragen hin- und herschicken und rumtelefonieren. Normalerweise sind die Hotelzimmer beim Bezug auch bereits geputzt, und man kann die Koffer nach dem Auschecken den Rest des Tages deponiert lassen.

Deshalb an dieser Stelle das 3. Reise-Gebot: Private Übernachtungen sind zu meiden. Es sei denn in Ländern, wo man sich auf die Freundlichkeit, die Zuverlässigkeit und eventuell sogar den guten Geschmack der Eingeborenen verlassen kann.


Times Square

Times Square


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5 Tage im Big Apple

Die Lage unserer Unterkunft an der W 17th St in Chelsea war allerdings perfekt, in Gehdistanz zu zahlreichen Restaurants, zum Chelsea Markt, zur High Line, zum Whitney, you name it!

Am ersten Abend hatten wir uns mit einem Freund verabredet, der seinen ganzen Urlaub in New York verbrachte und im benachbarten Standard Highline Hotel logierte. Dieser versorgte uns bereits mit ein paar nützlichen Tipps für Dos and Don'ts.

Während der restlichen vier Tage unseres Urlaubs radelten wir kreuz und quer durch Manhattan, einmal waren wir in Williamsburg, dem derzeit angesagten Trendviertel im Stadtteil Brooklyn, shoppen waren wir natürlich auch, außerdem joggen und relaxen im Central Park. Während letzterem haben wir dann noch ordentlich dem Wein aus Niagara-on-the-Lake zugesprochen - natürlich nicht, ohne diesen vorher mit der ortstypischen Papier-Ummantelung zu ummanteln, um einer Verhaftung durch die berüchtigten New Yorker Carabinieri vorzubeugen.

Das Radfahren ist in New York denkbar einfach. Die Straßen werden meist nur in einer Richtung befahren, was genügend Platz für alle Verkehrsteilnehmenden lässt. Die Avenues, wo keine abgetrennten Radwege bestehen, sind teilweise etwas abenteuerlich und nur furchtlosen Fahrern zu empfehlen. Dies betrifft jedoch einen kleinen Teil des Straßennetzes in Manhattan, und diese Routen kann man leicht umfahren. Außerdem hatten wir uns ja vorgenommen, an einem anderen Tag zu sterben.

Um rasch und gefahrlos von Nord nach Süd zu gelangen oder umgekehrt, ist der Uferweg am Hudson sehr empfehlenswert. Hier muss man sich den Platz nur gelegentlich mit Läufern teilen.

Den Rest findet Ihr unten bei den Tipps.

New York war ohne Frage das Highlight unserer Reise, New York ist das Highlight überhaupt jeder Reise, die New York beinhaltet. Wir könnten uns gut vorstellen, einen ganzen Urlaub da zu verbringen. Mit dem Central Park hat man auch eine Möglichkeit, sich mit Natur zu umgeben und zu entspannen, sollte man der vielen Leute, der Sirenen und überhaupt des Trubels einmal überdrüssig sein.


Chelsea

Chelsea


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Fazit

Auf die Frage, ob ihr Amerika gefallen habe, durfte Maggie Smith im Film "The Second Best Exotic Marigold Hotel" den hübschen Satz sagen: "I went with low expectations and came back disappointed".

Nun, unsere Erwartungen wurden lediglich in Montréal und Boston ein wenig enttäuscht, im Falle Ottawas könnte man auf dem Check-Out-Fragebogen das Feld "has met expectations" ankreuzen. Neben New York waren auch Toronto, Québec und Chicago großes Kino. Und auf jeden Fall hat die Reise Lust gemacht, einmal einen ganzen Urlaub in Kanada zu verbringen. Oder in New York.

Zu allerletzt noch die Liste der fahrradfreundlichsten Städte unserer Reise - wobei man über die Reihenfolge der Plätze 2 bis 6 sicherlich streiten könnte:

1. Toronto
2. Chicago
3. New York
4. Montréal
5. Québec
6. Ottawa
7. Boston

Insgesamt waren wir überrascht, dass in den letzten Jahren offenbar einiges unternommen wurde, um das Radfahren attraktiver und sicherer zu gestalten. Man hat wohl erkannt, dass jeder Autofahrer ganz selbstverständlich das Zehnfache an öffentlichem Raum für seine Fortbewegung in Anspruch nimmt als dies ein Radfahrer tut. Und bei den immer enger werdenden Verhältnissen in den großen Städten müssten die Verkehrsplaner eigentlich selbst drauf kommen, dass neben der Förderung des öffentlichen Verkehrs auch jene des Radverkehrs Priorität haben muss. Anders geht das nicht.

Leider war auf unserer Reise die Fahrradmiete überall sehr teuer und die städtischen Mieträder für Touristen nicht zugänglich. Hier besteht Optimierungspotential, etwa nach dem Vorbild Londons, wo ich erst kürzlich die tollen "Boris-Bikes" getestet habe.

Der Fahrrad-Boom, wie er in einigen europäischen Städten bereits zu beobachten ist, scheint in den USA aber erst richtig in Fahrt zu kommen, vielleicht sieht die Situation in ein paar Jahren noch besser aus. Wir werden's... erfahren.


Manhattan

Manhattan


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www.urban-landscapes.org

ist meine Homepage, da seht Ihr viele Bilder von dieser und anderen Reisen und könnt selbst welche beisteuern!


Essen & Trinken

Chelsea Market

Der Chelsea Market ist seit Jahrzehnten einer der Haupt-Attraktionen im Meatpacking District und ein Mekka für Gourmets.

In einer historischen Keksfabrik sind Weinhändler, Gemüsehändler, ein Fischgeschäft, Sushibars, ein Steak-Restaurant, verschiedene Frühstückscafés und Bäckereien untergebracht.

Man kann auch Kunst erwerben oder in einem Laden für Hipster-Bedarf lustige Hüte und Brillen aufsetzen. Toll!

Chelsea Market
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Sport & Aktivitäten

Bicycle Habitat

New Yorks erste Adresse für Fahrradmieten und -Zubehör.

Central Park
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Essen & Trinken

Spice Market

Am ersten Abend in New York wurden wir von unserem Bekannten in dieses stylische Thai-Restaurant mitten im Meatpacking geschleppt. Da wir unbedingt draußen essen wollten, hieß man uns, etwas später wiederzukommen, was wir auch taten.

Da die betont coolen Tischzuweiserinnen mit ihrer Aufgabe etwas überfordert waren, mussten wir bei unserem zweiten Versuch erneut sehr lange auf einen freien Tisch warten. Die freundliche und professionelle Service-Leiterin offerierte uns dann aber als Entschädigung ein Kaltgetränk, womit sie bei uns die Stimmung wieder ins Lot brachte.

Die herausragenden fernöstlich angehauchten Speisen und der laue Sommerabend taten ihr Übriges für einen Bilderbuch-Urlaubstag.

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Sehenswürdigkeiten

The Standard Highline Rooftop Bar

Auf dem Dach des Standard-Highline-Hotels in Chelsea existiert eine schicke Bar, wo man abends bei atemberaubender Aussicht Cocktails schlürfen kann. Ein absolutes Must, wenn man in der Gegend ist.

Das Hotel verfügt außerdem über hübsche Zimmer, ebenfalls mit grandioser Aussicht, ist aber nicht ganz billig.

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Essen & Trinken

The Place

Lauschig-flauschiges Restaurant im West Village mit hervorragenden Gerichten, einer schönen Weinkarte und freundlicher Bedienung. Der Außenbereich ist ebenfalls klein und gemütlich, die Preise eher im oberen Segment.

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Sehenswürdigkeiten

The Rockefeller Center

Einer der vielen Türme Manhattans, wo man hochfahren und runter gucken kann, und dies sogar relativ preiswert und ohne langes Anstehen.

Aussicht vom Rockefeller Center
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Sehenswürdigkeiten

Staten Island Ferry

Wer sein Kreditkartenlimit bereits ausgereizt, aber noch etwas Urlaubszeit über hat, kann kostenlos mit der Staten Island Ferry nach Staten Island und zurück schippern und unterwegs die olle Freiheitsstute fotografieren.

Staten Island Ferry
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Sehenswürdigkeiten

The High Line

Die High Line ist eine mehr als 2 km lange ehemalige Güterzugtrasse im Westen Manhattans, die zu einer Parkanlage umfunktioniert wurde. Sie führt vom Meatpacking District zur 34. Straße und wird sowohl von Touristen als auch von Einheimischen rege genutzt.

Seit der Umgestaltung ist der Bereich beiderseits der Trasse ein bevorzugter Ort für Unternehmen insbesondere der Kreativbranche geworden.

Besonders gefallen hat uns das Panoramafenster in der Nähe des Chelsea Markets.

The High Line
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Essen & Trinken

Frankies 570 Spuntino

Hipper und freundlicher Szeneladen im West Village mit einfachen, aber leckeren Gerichten zu ortsüblichen Preisen.

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Essen & Trinken

Pizzeteria Brunetti

Ordentlicher Italiener mit jovialer, authentisch italienischer Macho-Bedienung, nettem Außenbereich und fairen Preisen.

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Party

The Stonewall Inn

Im und vor dem Stonewall Inn in der Christopher Street begann 1969 der Stonewall-Aufstand. Regelmäßige Polizeirazzien waren der Auslöser für den ersten ernst zu nehmenden Widerstand von Schwulen gegen willkürliche Diskriminierungen. Der Aufstand zeigte sofortige Wirkung und war der Beginn einer weltweiten Lesben- und Schwulenbewegung.

Heute gibt es in manchen US-Bundesstaaten schlechterdings wieder Gesetze, welche die Menschenrechte dieser Minderheit wieder einschränken. New York zählt aber dankenswerterweise nicht dazu.

Bei unserem Besuch gab's als Special Event einen kleinen Wasserrohrbruch.

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Sehenswürdigkeiten

The Whitney Museum

Am südlichen Ende der Highline-Parks im Meatpacking District befindet sich das erst 2015 eröffnete neue Whitney Museum.

Das großartige Gebäude des italienischen Meisterarchitekten Renzo Piano beherbergt eine einmalige Sammlung amerikanischer Kunst seit 1900 und ist bereits zu einem neuen Lieblingstreffpunkt der New Yorker geworden.

Eintritt 20.00 $

The Whitney
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Essen & Trinken

Bubby's High Line

Gleich neben dem Whitney wird das allerallerbeste Frühstück Manhattans serviert, natürlich alles biodynamisch vollkorn undsoweiter, wie es sich für Chelsea gehört. Die Preise entsprechen der Lage.

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Shopping

Zabar's

Wenn man sich zufällig grade an die Upper West Side verirrt hat, sollte man sich unbedingt bei Zabar's mit koscheren Fertig-Gerichten eindecken.

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