Portugal: Wo die Erde endet und das Meer beginnt - Reisebericht von Simon bei triplib.

Subtitle

Short description for search engines
Simon
Mitglied seit: 14.06.2011
Reiseberichte: 25
Reisetipps: 529
Fotos: 3992
Länder: 22
Freunde: 0

Meine Reisestationen

Werbung

Weitere Inhalte

 

Spanien
Alle Reiseberichte (70)
Alle Fotos (832)
 

Portugal
Alle Reiseberichte (17)
Alle Fotos (355)
 

290 Fotos | 26 Reisetipps | 5339 Views

Bewertung: 1 1 1 1
(Anzahl der Bewertungen dieses Berichts: 1)

Aus ökonomischen Gründen sehen wir uns temporär gezwungen, urlaubstechnisch etwas kürzer zu treten. Zuhause-Bleiben ist bei nur vier Wochen Urlaub im Jahr und dem garstigen mitteleuropäischen Sommer aber keine wirkliche Option.

Es muss also erschwinglich, darf aber selbstverständlich keine Pauschalreise sein. Eine Herausforderung, zumal wir normalerweise unser ganzes Erspartes in die Ferientage investieren.

Italien läge zwar um die Ecke, kulturell und kulinarisch hätte es auch einiges zu bieten, doch leider ist das Land randvoll mit Italienern und ausserdem teuer. Die osteuropäischen Länder wären preiswert und sicherlich auch nicht uninteressant, aber leider homophob. Und Portugal schliesslich ist bekannt für seine übellaunigen Reinemachefrauen, die eine alberne Sprache sprechen ("Ai Se Eu Te Pego") und nicht kochen können.

Gegen Portugal waren die Vorurteile also am grössten. Nix wie hin! Ma gucken, was da so dran ist...

Madrid

Madrid

Madrid


Mehr Bilder aus Madrid

1. Highlight der Reise

Eigentlich hatten wir einen Aufenthalt in Madrid nur deshalb eingeplant, da der Flug in die spanische Hauptstadt erheblich preisgünstiger war als jener nach Lissabon. Und wenn man schon mal da ist...

Die Erwartungen an die Stadt waren nicht allzu hoch, nachdem wir schon mit Barcelona nie richtig warm geworden waren, was ja bei den meisten nach wie vor sehr hoch im Kurs steht.

Aber wir wurden eines Besseren belehrt: Madrid ist fabelhaft! Wir merkten schon bei der Ankunft im Hotel nach einem kurzen und problemlosen Flug, dass es uns hier gefallen würde.

Um keine Sehenswürdigkeit zu verpassen, beschlossen wir, Tickets für die Hop-on-hop-off-Bustour zu erwerben, welche für 17.50 Euro (1 Tag) zu haben sind. Es gibt zwei Buslinien, Madrid Historico und Madrid Moderno. Letztere bringt aber nichts, da sie nicht zu den Cuatro Torres führt, die man ja eigentlich sehen möchte. Im Prinzip kann man sich sogar beides schenken, denn die meisten Sehenswürdigkeiten können, sofern man genügend Zeit eingeplant hat, auch zu Fuss erreicht werden, die "Vier Türme" mit der Metro.

Das Metroticket erwirbt man am besten gleich am Flughafen, es kostet 5.20/8.80/11.60 Euro für 1, 2 oder 3 Tage und ist somit sehr preiswert.


Übernachten

Hotel Praktik Metropol (2 Reviews)

Das Hotel Praktik Metropol liegt optimal mitten im Stadtzentrum und am Rande der Shopping- und Ausgehmeile rund um die Calle Fuencarral und in der Nähe der Puerta del Sol.

Es verfügt neben der geschmackvollen Einrichtung auch über eine atemberaubende Dachterrasse, von wo aus man sich einen Überblick über die Stadt verschaffen und nach einem ausgedehnten Sightseeing-Parcours prima Siesta halten kann.

Mehr zu erwarten wäre bei dem Preis vermessen.

Hotel Praktik Metropol
Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

Mercado de San Anton

Beim U-Bahnhof Chuenca gibt's einen wunderbaren Markt, den Mercado de San Anton. Im Parterre gibt's allerlei frische Feinkost wie zum Beispiel den leckeren Serrano Schinken und natürlich Meeresfrüchte in allen Variationen, im 1. Stock gibt's einige Tapas-Bars, wo man das Ganze in verarbeitetem Zustand geniessen kann. Und ganz oben gibt's zwei Restaurants und eine hübsche Freiluftbar.

Mercado de San Antón
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Shopping

Calle Fuencarral (2 Reviews)

Ein kleines Shopping-Paradies ist die Calle Fuencarral, die an der Metro-Station Gran Via gegen Norden abgeht. Dort findet man vorwiegend spezielle Klamotten-Läden wie Onitsuka Tiger und andere, auch einheimische Marken.

Calle Fuencarral
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

Chuenca

In derselben Gegend, wo auch die Calle Fuencarral und der Mercado de San Anton zu finden ist, also rund um den U-Bahnhof Chuenca tobt auch das Nachtleben. Überall Restaurants und herrliche Tapas-Bars, wo man grösstenteils auch draussen sitzen und die vorbeiziehende Menschenmenge beobachten kann.

Eigentlich braucht man sich gar nie aus dem Viertel raus bewegen.

Mercado de San Antón
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Sehenswürdigkeiten

Cuatro Torres (2 Reviews)

Die sogenannte Cuatro Torres Business Area ist ein Ende 2008 fertiggestellter Komplex von Wolkenkratzern mitten im Niemandsland etwas ausserhalb des Zentrums. Erreichbar mit der Metro-Linie 10 bis Begoña.

Die Architektur dieser Türme und deren Gesamtbild ist teilweise wirklich fantastisch (sofern man solches mag) und ungewöhnlich.

Cuatro Torres
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Salamanca

Salamanca

Salamanca


Mehr Bilder aus Salamanca

Salamanca gilt als eine der schönsten Städte der iberischen Halbinsel und ist Teil des UNESCO Welterbes. Klar, dass wir da nicht einfach vorbei rasen wollten.

Nachdem wir unseren Mietwagen früh morgens an der Plaza de España in Madrid abgeholt hatten, fuhren wir die 200 km ohne Halt durch und kamen deshalb bereits mittags in Salamanca an. Somit hatten wir fast einen ganzen Tag Zeit für die Stadtbesichtigung, was ja im Normalfall ausreicht bei einer kleineren Grossstadt.

Fast ein Drittel der Einwohner Salamancas sind Studenten. Das wirkt sich natürlich auch aufs Nachtleben aus; einen solchen Rummel an einem gewöhnlichen Mittwoch Abend hatten wir jedenfalls nicht erwartet. Am meisten Rambazamba gibt's auf der Plaza Mayor.

Tagsüber wirkt die Stadt wegen des nahezu völlig intakten Stadtbildes, der allgemeinen Sauberkeit und der vielen Touristen ein wenig museal, wie man anhand der Fotos vielleicht erkennen kann.

Sehenswert ist nahezu die gesamte Innenstadt, deshalb verzichte ich aufs Aufzählen der einzelnen Sehenswürdigkeiten. Es gibt aber überall spezielle Touristenpläne, wo die einzelnen Gebäude eingezeichnet sind. Wer sicher stellen möchte, dass er nichts verpasst, kann diese der Reihe nach abklappern. Oder sich einfach treiben lassen, irgendwann kommt man an jedem Punkt vorbei.

Insgesamt, so finden wir, müsste jeder Europäer, der sich für historisch bedeutende Städte interessiert, Salamanca einmal besucht haben.

Wir waren jedenfalls sehr angetan.


Almendra-Talsperre

Almendra-Talsperre


Mehr Bilder aus Salamanca

Embalse de Almendra

Um von Salamanca nach Porto, oder überhaupt nach Portugal zu gelangen, wählen wohl die meisten die Route über die Autobahn. Wir wollten aber etwas vom Hinterland sehen, deshalb wählten wir die "Überlandroute" über den Stausee Embalse de Almendra und Fermoselle.

Wie sich später zeigen sollte, war dies die richtige Entscheidung.

Der Stausee war allerdings wegen der in Spanien üblichen monatelangen Sommer-Trockenheit praktisch leer, was auf uns einen sehr gespenstischen Eindruck machte.

Einen weiteren Halt gab's in der sehr ärmlich wirkenden Grenz-Ortschaft Fermoselle, wo gerade die Vorbereitungen für einen Stierkampf auf dem Dorfplatz liefen. Die gesamte Bevölkerung schien deswegen ganz aus dem Häuschen. Überall wurde gehämmert, geschrubbt und gewerkelt.

Nach einem Kaffee ging's weiter.


Übernachten

Hotel Palacio de San Esteban

Hübsches Hotel in einem ehemaligen Kloster am Rande der historischen Altstadt. Der Empfang war zwar spanisch distanziert, aber immerhin gab's das mit Abstand beste Frühstück der gesamten Reise.

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

La Cocina de Tono

Aufgrund der hervorragenden TripAdvisor-Bewertungen haben wir uns an dem Abend für dieses Restaurant etwas ausserhalb der Altstadt entschieden.

Wir fühlten uns erst ein wenig underdressed, aber die anderen Gäste waren grösstenteils auch eher "praktisch" angezogen, deshalb störte und das bald nicht mehr.

Wir wählten ein preislich sehr attraktives 6-Gänge-Überraschungsmenu, die Service-Mitarbeiter sprachen zwar, wie überall in Spanien, kein Wort Englisch, waren aber ungewöhnlich freundlich und sehr bemüht - trotz des eher bescheidenen Umsatzes, den wir zu generieren versprachen.

Das Menu war denn auch wirklich Sterneküche vom feinsten! Wir haben sogar den Innereien-Gang mit Kutteln (Rindermagen!) ganz aufgegessen, weil wir erst nicht wussten, was es war und dieses überraschenderweise gar nicht schlecht schmeckte.

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Distrito de Bragança

Nahe der Grenze

Nahe der Grenze


Mehr Bilder aus Distrito de Bragança

Bestätigte Vorurteile

Die ersten Kilometer in Portugal waren geprägt von einer siedlungsarmen hügeligen Waldlandschaft. An verschiedenen Orten war zu erkennen, dass Waldbrände gewütet haben mussten.

Einen ersten Vesper-Halt gab's in Vila Flor, einer aufgeräumten Kleinstadt, die kürzlich einer Total-Renovierung unterzogen worden sein musste. Alles wirkte so unheimlich sauber und akurat wie wir es in diesem armen Land nicht erwartet hätten.

Die erste Begegnung mit einer Eingeborenen, die uns Getränke und Sandwiches verkaufte, bestätigte uns jedoch sämtliche Vorurteile, die wir zuvor gegen die Bewohner dieses Landes ins Feld geführt hatten: Sie sah aus wie eine Reinigungskraft und litt offensichtlich an einer depressiven Verstimmung.

Well...


Distrito de Vila Real


Mehr Bilder aus Distrito de Vila Real

Unser Dank gilt dem deutschen Steuerzahler

Nach dem kurzen Halt in Vila Flor wollten wir weiter über kurvige Strassen in Richtung Guimarães fahren, unserem ersten planmässigen Sightseeing-Stopp an dem Tag.

Dann stellten wir fest, dass sich da, also mitten im Nirgendwo, neuerdings eine bestens ausgebaute Schnellstrasse befand, die weder gemäss unseres erst kürzlich aktualisierten Navis noch auf der Karte des neuesten Baedeker Reiseführers existierte.

Da uns vom vielen Kurvenfahren schon etwas blümerant war, kam uns diese Autobahn ganz gelegen. Mit wachsender Kilometerzahl wurde die Strasse immer breiter und luxuriöser, ein aufwändiger Viadukt folgte dem nächsten, und dies in einem Teil des Landes, wo praktisch keiner wohnt. Später auf der Reise würden wir noch einige Male von solchen brandneuen Geister-Autobahnen profitieren können.

Selbstverständlich würden wir nie annehmen, dass sich da einige Bauunternehmer und Funktionäre auf Kosten der portugiesischen Bevölkerung (und des deutschen Steuerzahlers) bereichert haben.

Wie dem auch sei. Für uns war's angenehm, so bequem durch das Hinterland zu gondeln und trotzdem die wunderschöne Landschaft geniessen zu können - auf den Verkehr zu achten war ja nicht notwendig.


Amarante

Amarante


Mehr Bilder aus Distrito de Vila Real

Amarante

Da wir nun viel Zeit eingespart hatten, konnten wir einen zusätzlichen Halt in Amarante einlegen, welches gemäss unserem Reiseführer auch ganz hübsch sein sollte. Die Kleinstadt gehört eigentlich bereits zum Porto-Distrikt und liegt ausgesprochen malerisch an einem Nebenfluss des Douro.

Für die Besichtigung reichte dann allerdings eine halbe Stunde, denn das vorherrschende melancholische Grundgefühl liess sich nicht vertreiben. Sogar das Innere der Kirche war... wie soll man das am besten erklären... das Gegenteil von Gotik.

Ohnehin schienen die Adjektive "depressiv", "gedrungen" und "reduziert" am besten zu Portugal zu passen. Dabei wollten wir doch Vorurteile ABBAUEN.

Das fing ja gut an, also schnell weiter.


Distrito de Braga

Guimarães

Guimarães


Mehr Bilder aus Distrito de Braga

Eine gute Entscheidung.

Wir hätten uns natürlich für Porto auch anderthalb Tage Zeit nehmen können, hätten dann aber auf den Abstecher nach Guimarães und zu der berühmten Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte verzichten müssen. Das kam nicht in Frage, zumal wir vermutlich nicht so bald wieder in diesem Teil des Landes Urlaub machen würden.


Guimarães

Guimarães


Mehr Bilder aus Distrito de Braga

Guimarães

Am Nachmittag erreichten wir Guimarães, dessen Altstadt wiederum Teil des UNESCO Welterbes ist. Die Stadt gilt als "Wiege Portugals", weil hier der erste König des Landes, Alfons I., geboren sein soll.

Neben der bereits erwähnten hübschen Altstadt gibt es auch eine gut erhaltene romanische Burg aus dem 10. Jahrhundert und mit dem International Arts Centre Jose de Guimarães ein besonders gelungenes Beispiel moderner Architektur zu sehen.

Unsere zweite Begegnung mit einer Portugiesin, diesmal in einem Eiscafé, war hingegen von ähnlicher Qualität wie jene in Vila Flor. Schwamm drüber.


Bom Jesus do Monte

Bom Jesus do Monte


Mehr Bilder aus Distrito de Braga

Bom Jesus do Monte

Braga, die Hauptstadt des Bezirks, liessen wir aus, dafür wollten wir uns noch die berühmte Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte ansehen, welche sich nur ein paar Kilometer östlich der Stadt an der Westflanke des Monte Espinho befindet.

Bereits im vierzehnten Jahrhundert gab es hier eine kleine Kapelle. Diese muss schon sehr früh ein Platz der Andacht und der Wallfahrt für die Menschen der Umgebung gewesen sein, denn im Abstand von ca. 100 Jahren wurden danach anstelle der alten jeweils etwas größere Kapellen errichtet.

Erst seit 1811 gibt's die Kirche und die imposante Freitreppe in ihrer heutigen Form.

Ein ausgesprochen lohnenswerter Abstecher.

An dieser Stelle muss noch erwähnt werden, dass die meisten Sehenswürdigkeiten Portugals ohne Eintritts- und Parkgebühren besichtigt werden können - ganz im Gegensatz etwa zu jenen in Grossbritannien und Frankreich, wo bei jedem Steinhaufen erstmal abgedrückt werden muss.


Distrito de Porto

Porto

Porto


Mehr Bilder aus Porto

Porto - Stadt der Brücken

Am Abend erreichten wir Porto bzw. Uportu, wie der Portugiese sagt.

Über die Stadt hatten wir zuvor viel Spannendes gelesen; unter anderem sei sie in stetem Wandel begriffen, sie sei lebendig und innovativ und ausserdem sei man im Begriff, die entvölkerte Innenstadt durch Bauprojekte wieder attraktiv zu machen.

Nun, einiges davon können wir bestätigen. Zum Beispiel wurde die marode Strassenbahn in den letzten beiden Jahrzehnten nach und nach durch ein gut funktionierendes und modernes Bus- und Metro-Netz ersetzt - zu einem grossen Teil übrigens ermöglicht durch in diesem Fall wirklich sinnvoll eingesetzte EU-Gelder.

Auch ist man offensichtlich bemüht, manche Plätze durch radikale Umgestaltung aufzuwerten; jedoch war für uns ebenso offensichtlich, dass dies eine Mammut-Aufgabe ist und nicht so ohne weiteres in ein paar Jahren erledigt sein wird, sondern bestenfalls in ein paar Jahrzehnten.

Die Altstadt Ribeira ist teilweise völlig entvölkert. Man sieht ganze Strassenzüge mit ehedem herrschaftlichen Häusern, vielfach auch im Barockstil, die nicht mehr bewohnt sind und deshalb verfallen. Besonders augenfällig ist dieser Verfall auf der Praça do General beim Rathaus, die früher als Prachtstrasse angelegt war und heute nur noch ein trauriges Bild dessen abgibt, was einst Portugals Grösse widerspiegeln sollte.

Der Stadtteil direkt am Duoro ist am besten erhalten. Dort findet man auch die meisten Touristen - und Touristenfallen! Unser Lunch in einem Restaurant direkt an der Uferpromenade war komplett ungeniessbar und bestätigte unsere Vorurteile gegenüber der portugiesischen Küche. Zum Glück fanden wir abends dann doch noch ein hervorragendes Restaurant (-> Tipp!).

Sehenswertes gibt es trotzdem einiges: Zum Beispiel die Kirche Igreja do Carmo mit der prachtvoll gekachelten Aussenwand, die wunderschöne Buchhandlung Lello & Irmão, die 2005 erbaute Konzerthalle Casa da Música und die 1993 fertig gestellte Architekturfakultät Portos, welche aber aus Geldmangel teilweise bereits wieder dem Verfall anheim gefallen ist.

Keine architektonische Meisterleistung ist hingegen die als Prestigebau gedachte Veranstaltungshalle Pavilhão Rosa Mota, die ebenfalls zur Hälfte bereits wieder in sich zusammen fällt.


Übernachten

Casa do Conto

Einmal mehr war das Design ausschlaggebend für die Wahl des Hotels - neben den guten Reviews in den Bewertungsforen natürlich.

Mal abgesehen von der Lage etwas ausserhalb des Zentrums war hier wiederum alles Top! Freundlicher Empfang und hilfsbereiter Service, tolles Frühstück und äusserst ansprechendes und komfortables Zimmer. Optimal!

Casa do Conto
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

Tea Point

Portugal ist zu Recht nicht bekannt für seine ausgefeilte Küche. Einfach ins nächstbeste Restaurant sitzen und ein leckeres Essen erwarten, wie dies zum Beispiel in Italien oder auch in Thailand möglich ist, geht hier nicht.

Dank kosmischer Eingebung oder günstiger Sternenkonstellation sind wir hier aber genau richtig gelandet. Speisen, Wein und Service waren sensationell - und das zu einem sehr übersichtlichen Preis.

Es ist also möglich, in Portugal lecker zu essen UND freundlich bedient zu werden. Die erste einer langen Reihe positiver Überraschungen.

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Sehenswürdigkeiten

Architekturfakultät der Universität Porto

Alvaro Siza zählt zu den bedeutendsten europäischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1933 in Porto geboren und lebt und noch immer in seiner Heimatstadt. Hier ist unter seiner Leitung auch eines der wichtigsten öffentlichen Gebäude der Stadt entstanden: das Institut für Architektur.

Auf den ersten Blick ähnelt die Anlage einer Vorstadtsiedlung, erst nach und nach eröffnet sich einem das sowohl subtile als auch brillante architektonische Konzept.

Architekturfakultät
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Sehenswürdigkeiten

Casa da Música

Erst 2005 wurde das Casa da Música als neuestes Wahrzeichen der Stadt eingeweiht. Das monolithisch vieleckige Gebäude an der Rotunda da Boavista ist unbedingt einen Besuch wert.

Casa da Música
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Sehenswürdigkeiten

Pavilhão Rosa Mota / Kristallpalast

Der Kristallpalast ist ein hübsches Beispiel besonders misslungener Architektur. Die Gartenanlage ist jedoch nett und das ganze Viertel scheint eines der aufstrebendsten zu sein.

Pavilhão Rosa Mota
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Serra do Buçaco und Coimbra

Palácio Hotel do Buçaco

Palácio Hotel do Buçaco


Mehr Bilder aus Coimbra

Serra und Palacio do Buçaco (Bussaco)

Ca. 70 km nördlich von Coimbra befindet sich die Serra do Buçaco.

Während der langen Kolonialgeschichte des Landes brachten die Seefahrer immer wieder Pflanzen aus den neuentdeckten Ländern mit, so dass der Wald mit einer Vielzahl exotischer und einheimischer Pflanzenarten offenbar eine einmalige botanische Mischung bietet.

Seit 1653 stand das Gebiet auch unter dem Schutz des Papstes, der jedem mit Exkommunikation drohte, der einen Baum fällte.

Ende des 19. Jahrhunderts ließ König Carlos hier einen Sommerpalast errichten, das heutige Palácio Hotel do Buçaco.

In unserem Reiseführer war der Ort als Top-Sehenswürdigkeit angegeben. Für uns war's nicht wirklich der Oberkracher, zumal uns die Zeit später fehlen sollte.

Generell würden wir im Nachhinein empfehlen, für die Gegend zwischen Coimbra und Lissabon etwas mehr Zeit einzuberechnen.


Coimbra

Coimbra


Mehr Bilder aus Coimbra

Coimbra

Coimbra existiert bereits mindestens seit der Römerzeit, damals hiess die Stadt Aeminium. Vermutlich gehen die Ursprünge allerdings bereits auf die keltische Zeit zurück. Im 12. und 13. Jahrhundert war Coimbra Hauptstadt Portugals.

Coimbra mit seinen gut 100'000 Einwohnern bietet, im Gegensatz zum grösseren Porto, ein intaktes und gut erhaltenes Ortsbild und wirkt dadurch bedeutend weniger ärmlich.

Die 1290 von König Dionysius gegründete Universität ist eine der ältesten Europas. Heute noch ist sie buchstäblich das überragendste Bauwerk der Stadt. Der Teil der Biblioteca Joanina und der Capela de São Miguel ist in der Tat wunderschön!

Direkt daneben wurden in den faschistischen 1940er Jahren eine Reihe von Fakultätsgebäuden und Kolossalstatuen hingeklotzt, denen ein großer Teil der oberen Altstadt zum Opfer fiel. Die vorhandenen Reste dieser Altstadt sind stark verwinkelt, und es ist nicht leicht, sich darin zurecht zu finden.

In der unteren Altstadt gibt es eine grössere Fussgängerzone mit zahlreichen Shops und Restaurants. Hier genossen wir ein ausgezeichnetes Mittagessen - unsere kulinarische Glückssträhne hielt an!

Insgesamt wirkte die Stadt auf uns sehr freundlich und charmant, gerne hätten wir einen Abend und eine Nacht lang da bleiben wollen. An diesem Tag waren jedoch noch zwei Stationen geplant bis zum gebuchten Hotel in Batalha.

Drei Stunden in Coimbra sind aber zu wenig!


Sonstiges

Fado Centro

Der Fado (portugiesisch: Schicksal) ist ein Musikstil, der vor allem in den Städten Lissabon und Coimbra beheimatet ist. Werke dieses Stils handeln meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, vergangenen Zeiten oder der Sehnsucht nach einem besseren Leben. Der Fado beinhaltet unter anderem arabische Elemente, viele verschiedene Tonhöhen und viele Molltöne, und drückt jenes Gefühlsleben aus, das die Portugiesen miteinander verbinden soll. (Quelle: Wikipedia)

Im Fado Centro kann jeweils abends einem solchen Vortrag beigewohnt werden.

Coimbra
Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Tomár und Fátima

Convento de Cristo

Convento de Cristo


Mehr Bilder aus Fátima

Convento de Cristo in Tomár

Die nächste Station dieses Tages war das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Convento de Cristo (Christuskloster) in Tomár. Die sehr gut erhaltene ehemalige Wehr- und Klosteranlage wurde 1162 von den Tempelrittern gegründet und kann heute gegen ein kleines Entgelt besichtigt werden.

Sehr hübsch sind neben den vielen Kreuzgängen und den dekorativen Zitronenbäumen in den Innenhöfen auch die besonders reich verzierten Fenster im manuelinischen Stil und die eleganten Wendeltreppenaufgänge.

Auch das Städtchen selber machte auf uns einen sehr ansprechenden Eindruck, den wir aus Zeitgründen aber wiederum nicht vertiefen konnten.


Fátima

Fátima


Mehr Bilder aus Fátima

Fátima

Fátima ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal und einer der wichtigsten der Katholischen Kirche. Das Spektakel wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ausserdem hatten wir unserer vielfach preisgekrönten Freundin irgendeine Devotionalie versprochen, die sie sich dann übers Klo hängen kann. Geschmäcker sind verschieden.

Für "Heiden" wie uns mutete dieses Gerutsche auf den Knien, das Gesinge und der wunderliche Kerzen-Hokuspokus schon sehr befremdlich an, andererseits wollten unsere voyeuristischen Triebe befriedigt werden, und so haben wir uns halt ein wenig umgeschaut.

Die Stadt selber besteht übrigens fast ausschliesslich aus hässlichen Pilger-Absteigen, ist also nicht sehenswert.


Distrito de Leiria

Obidos

Obidos


Mehr Bilder aus Distrito de Leiria

Der Leiria-Distrikt versprach für den nächsten Tag wiederum zahlreiche Highlights. Zunächst aber ging's ins gebuchte Hotel in Batalha, wo wir ganz schön müde, aber voller neuer Eindrücke irgendwann nach 20 Uhr ankamen.


Mosteiro de Santa Maria da Vitória

Mosteiro de Santa Maria da Vitória


Mehr Bilder aus Distrito de Leiria

Batalha

Am frühen Morgen des nächsten Tages gab's zunächst mal wieder ein UNESCO-Kulturerbe zu sehen, nämlich das aus dem 14. bis 16. Jahrhundert stammende Kloster Mosteiro de Santa Maria da Vitória.

Am einprägsamsten sind hier wohl die reich verzierten "Capelas Imperfeitas", die oben offenen unvollendeten Kapellen. Wegen einer Messe an diesem Sonntag früh konnten wir die Kirche jedoch nicht besichtigen.

Die Kleinstadt Batalha (portugiesisch: Schlacht) ist unspektakulär, deshalb brauchten wir hierfür keine Zeit zu investieren.


Mosteiro de Alcobaça

Mosteiro de Alcobaça


Mehr Bilder aus Distrito de Leiria

Alcobaça

Weil's so schön war, fuhren wir gleich zum nächsten UNESCO-Kulturerbe, dem Mosteiro de Alcobaça, welches wir wieder einer eingehenden Besichtigung unterzogen.

Das ehemalige Zisterzienserkloster ist eine der größten Klosteranlagen Portugals mit der auch heute noch größten Kirche des Landes. Sie datiert aufs Jahr 1153. Im Königssaal des Klosters ist dessen Geschichte auf blauen Wandfliesen (Azulejos) aus dem 18. Jahrhundert nacherzählt.

Besonders gefallen hat uns die Klosterkirche selbst, deren Schlichtheit und Sparsamkeit in der Ausschmückung das Hauptanliegen der Zisterzienser zum Ausdruck bringen soll: Demut und die Rückbesinnung auf den Dienst an Gott.

Eindrücklich war für uns übrigens auch die gigantische historische "Dunstabzugshaube" in der Küche.

Die Stadt Alcobaça selbst erschien uns wiederum sehr pittoresk und gefiel sehr gut.


Nazaré

Nazaré


Mehr Bilder aus Distrito de Leiria

Nazaré

Der Name lässt erneut auf einen Wallfahrtsort schliessen. Dieser geht auch tatsächlich auf das Santuário de Nossa Senhora da Nazaré (Heiligtum Unserer Lieben Frau von Nazareth) zurück.

Doch Nazaré hat sich nicht wegen der Pilger vom Fischerdorf zur betriebsamen Stadt entwickelt, sondern wegen des Bade-Tourismus. Denn der lange Sandstrand und die Wellen des Atlantik laden zum Baden und vor allem Surfen ein.

Erst hatten wir geplant, hier ein paar Tage zu entspannen, doch wir fanden kein Hotel, was uns gefiel, deshalb mussten wir nach Cascais umdisponieren.

Vom Ortsteil Sítio, einem in das Meer hinausragendem Felsplateau oberhalb der Bucht, hat man einen herrlichen Blick auf Stadt und Küste. Das haben wir uns nicht entgehen lassen, es sind dabei ein paar ordentliche Fotos entstanden.


Obidos

Obidos


Mehr Bilder aus Distrito de Leiria

Óbidos

Der Name der Stadt ist vom lateinischen Wort oppidum für befestigte Siedlung/Stadt abgeleitet. Im 12. Jahrhundert vermachte König Alfons II. Óbidos seiner Frau als Hochzeitsgeschenk. Vier Jahrhunderte lang wiederholten verschiedene Könige diesen Brauch, weshalb die Stadt auch Vila das Rainhas (Stadt der Königinnen) genannt wurde.

Sehenswert ist der Ort vor allem wegen des hübschen Ortsbildes. Die komplett erhaltene Stadtmauer ist ausserdem rundherum begehbar.

Wir hatten das Glück, dass während unseres Besuches der alljährliche Mittelaltermarkt stattfand. Die Attraktionen waren allesamt sehr liebevoll gestaltet, und es war zu erkennen, dass sich alle Bewohner dafür ins Zeug gelegt hatten. Man konnte Spanferkel und andere Leckereien geniessen und dabei historischen Instrumenten wie zB einem Mittelalter-Dudelsack lauschen. Das war mal was anderes als die langweiligen immer gleichen Jahrmarkts-Remmidemmis zuhause, denen wir gewöhnlich gerne fernbleiben.

Uns gefiel die Stadt und das Fest so sehr, dass wir fast den ganzen Tag über da blieben. Die nächste geplante Station unserer Route, die Küstenstadt Peniché, liessen wir deshalb aus.


Übernachten

Hotel Villa Batalha

Bei der Anfahrt waren wir erst etwas entsetzt über den gesichtslosen Neubau im Niemandsland zwischen Sportplatz und Supermarkt am Rande des Zentrums.

Das Zimmer liess jedoch keine Wünsche offen, war sehr geräumig und luxuriös eingerichtet, mit Blick auf das Kloster.

Alles in allem, wenn man auf der Durchreise ist, das perfekte Hotel mit ausgesprochen gutem Preis/Leistungs-Verhältnis. Empfehlenswert.

Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

Vinho em Qualquer Circunstancia

Nachdem wir ca. eine Stunde lang nach dem Restaurant gesucht hatten und daher leicht gereizt waren, empfingen uns die Mitarbeiter des Restaurants ausgesprochen freundlich. Der Abend war gerettet!

Die Einrichtung hebt sich klar von den anderen Restaurants der Stadt ab, denn sie ist klassisch elegant.

Das Essen sah schön präsentiert aus und schmeckte hervorragend. Die Bedienung empfahl uns den passenden Wein dazu und war auch sonst den ganzen Abend lang fabelhaft.

Alles in allem ganz klar "the place to go", wenn man in Batalha is(s)t.

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Distrito de Lisboa

Palácio Nacional de Mafra

Palácio Nacional de Mafra


Mehr Bilder aus Distrito de Lisboa

Mafra

Der Palácio Nacional de Mafra ist die größte Schloss- und Klosteranlage Portugals. Ein Monument des Grössenwahns, in dem ein beträchtlicher Teil des Goldes der damaligen Kolonie Brasilien verbaut wurde. Das Teil wurde vom schwäbischen Architekten Johann Friedrich Ludwig geplant und zwischen 1717 und 1730 im Barockstil errichtet. Besonders sehenswert soll die Bibliothek sein.

Der Palast ist jeden Tag von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Da wir den halben Tag in Óbidos verplempert hatten, waren wir natürlich zu spät.


Cascais

Cascais


Mehr Bilder aus Distrito de Lisboa

Cascais

Cascais ist eine Küstenstadt ca. 25 km vor Lissabon. Neben vielen hässlichen Hotelanlagen gibt es eine ansehnliche kleine Altstadt, lange Sandstrände und dadurch natürlich viel Betriebsamkeit auf den Strassen.

Wir wollten hier zwei Nächte bleiben und einen Tag lang entspannen, bevor es weiter nach Lissabon ging. Die Strände innerhalb des Ortes waren uns dann aber zu gedrängt, deshalb haben wir es uns etwas nördlich davon an einer Felsküste gemütlich gemacht, was uns sehr gut gefiel.

Da wir abends jeweils nicht lange nach einem passenden Restaurant suchen mochten und keine Lust auf Experimente hatten, entschieden wir uns am ersten Abend für Indisch und am zweiten für Thai. Beide Male hat's denn auch vorzüglich geschmeckt.


Cabo da Roca

Cabo da Roca


Mehr Bilder aus Distrito de Lisboa

Cabo da Roca

Der portugiesische Nationaldichter Luís de Camões hat Cabo da Roca wie folgt beschrieben: "Hier....Wo die Erde endet und das Meer beginnt..."

Der Ort ist der westlichste Punkt des europäischen Festlandes. Der Blick von da über die steil abfallenden Felsen des Kaps bis hin zum Horizont ist wirklich atemberaubend. Zusammen mit dem pittoresken Leuchtturm ergibt das allerhand nette Fotomotive.


Palácio Nacional da Pena

Palácio Nacional da Pena


Mehr Bilder aus Distrito de Lisboa

Sintra / Palácio Nacional da Pena

Der Palácio Nacional da Pena wurde nach 1840 auf Geheiß des Königs Ferdinands II. von Wilhelm Ludwig von Eschwege auf den Ruinen eines Klosters errichtet. Es gilt als "Neuschwanstein Portugals", ein zuckriges Märchenschloss, das verschiedene historisierende Baustile auf abenteuerliche Weise miteinander verbindet.

Dafür nahmen wir uns eine Stunde Zeit. Wem's gefällt...


Lissabon

Lissabon


Mehr Bilder aus Distrito de Lisboa

"Lissabon - mit Leichtigkeit der anderen Städte Fürstin!"

Was der portugiesische Nationaldichter Luís de Camões da beschrieben hatte, wollten wir als nächstes erleben und hatten dafür zwei Tage eingeplant.

Wir hatten trotz unseres Navis erhebliche Probleme, das gebuchte Guest House im Stadtteil Bairro Alto anzusteuern, denn Baustellen behinderten das Weiterkommen, und die Innenstadt ist mit ihren vielen engen und verwinkelten Gassen nicht eben übersichtlich. Irgendwann hatten wir das Auto dann aber sicher geparkt und eingecheckt, es konnte losgehen!

Mit einem Tages-Ticket für den öffentlichen Verkehr ist man bestens ausgerüstet. Man kann damit die Metro, die Busse und Trams sowie auch den weltberühmten Elevador de Santa Justa und die verschiedenen anderen Elevadoren (Standseilbahnen) benutzen.

Das Sightseeing zu Fuss, mit gelegentlicher Nutzung des ÖV-Tickets zur Überwindung der doch beträchtlichen Höhenunterschiede, gestaltete sich sehr kurzweilig. Immer wieder boten sich uns neue Aus- und Überblicke auf die Stadt. Wenn wir müde wurden, setzten wir uns jeweils ins nächste Strassencafé oder in die nächste Tram, je nachdem, was grade da war.

"Unser" Viertel, das Bairro Alto, erwies sich als ideal, um sich abends ins Nachtleben zu stürzen. Unzählige charmante Bars und Restaurants für jeden Geschmack und jedes Budget sind da zu finden. Nicht selten muss man bei den guten Restaurants einige Zeit auf einen freien Tisch warten. Das Essen hat uns wiederum sehr gut geschmeckt, die Service-Angestellten sprachen oftmals Englisch, Französisch und teilweise Italienisch und waren trotz des immensen Andranges überall sehr freundlich und zuvorkommend. Das nennen wir Gastfreundschaft!

Lissabon hat eine eigene grosse Fado-Tradition, doch leider schafften wir es wiederum nicht, uns einen solchen Vortrag anzuhören. In Bairro Alto gibt es ein paar "casas de fado" (Fadohäuser), die meisten sind jedoch im Alfama-Viertel zu finden, hauptsächlich an der Rua de Sau Pedro und an der Rua de Sau Miguel.


Auf Anhieb haben wir uns in diese "weisse Stadt am Meer auf sieben Hügeln" verliebt, wir werden mit Sicherheit bald wiederkehren.


Übernachten

Casa Vela Charm Guest House / Cascais

Wiederum ein mit viel Liebe zum Detail eingerichtetes Guest House am Rande der Altstadt mit hübscher Pool-Anlage und in angenehmer Gehdistanz zu Stränden und Ausgehmeile.

Die anderen Gäste waren allerdings eher von der Etepetete-Fraktion, was uns etwas störte.

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Übernachten

Ribeira Tejo Boutique Guesthouse / Lissabon

Sympathisches und persönlich geführtes Guesthouse mit leckerem Frühstück, aber auch mit der wahrscheinlich kleinsten Toilette der Welt.

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Shopping

Bairro Arte / Lissabon

Zufällig entdeckt, weil es bis spät abends geöffnet hat: Das Bairro Arte bietet Souvenirs der etwas anderen Art und ist unbedingt einen Besuch wert!

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

O Cantinho das Gáveas

Egal was bei TripAdvisor geschrieben wurde; wir haben da wunderbare und preiswerte portugiesische Küche genossen. Allein das Amuse-Bouche, bestehend aus einheimischem Käse und Wurst, was zum Aperitif gereicht wurde, war sehr grosszügig bemessen und hat toll geschmeckt. Der Service liess ebenfalls kaum zu wünschen übrig.

Unbedingte Empfehlung.

Weitere Tipps unter: http://www.lissabon-entdecken.de/lissabon/ausgehen.html

Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Distrito de Évora

Évora

Évora


Mehr Bilder aus Distrito de Évora

Evora

Mit grossen Schritten ging's nun bereits in Richtung Algarve, wo wir noch ein paar Tage am Meer verbringen wollten.

Von Lissabon könnte man auch direkt und in relativ kurzer Zeit dahin gelangen, wir hatten aber noch einen Abstecher nach Evora geplant, einer malerischen Stadt im Landesinneren.

Sehenswert ist neben der attraktiven weissen Altstadt auch der Diana-Tempel aus der Römerzeit, welcher später für die Exekutionen während der Inquisition verwendet wurde und heute noch in erstaunlich gutem Zustand ist.

Bei weitem das dominanteste Gebäude der Stadt ist die Sé Catedral de Évora, die man sich gegen ein paar Euro Eintritt anschauen kann.

Sehr gut gefallen hat uns aber vor allem die in gotischer und manuelinischer Bauweise entstandene St. Francis-Kirche mit ihren goldenen Altären und gemalten blauen Fliesen.

Wenn man durch den Hauptbogen der Capela dos Ossos (Kappelle der Gebeine) eintritt, sieht man den gemalten Satz “Unsere Gebeine, die hier liegen, warten auf Ihre”. Die Botschaft dahinter war, über die Kürze des Lebens nachzusinnen. Die Kapelle wurde von Franziskanermönchen während der Gegenreformation gebaut und enthält ca. 5.000 menschliche Knochen und Schädel.

Trotz dieser teilweise morbiden Sehenswürdigkeiten machte Evora auf uns einen sehr freundlichen Eindruck. Für die Stadt nahmen wir uns gute zwei Stunden Zeit, selbstverständlich hätte man aber auch den ganzen Tag da verbringen können. Zu sehen gibt's einiges, Restaurants und Shopping-Möglichkeiten sind ebenfalls verhanden. Grosser Beliebtheit erfreuen sich offenbar Souvenirs wie Hüte, Gürtel und so weiter, die aus dem in dieser Gegend angebautem Kork gefertigt werden.


Sehenswürdigkeiten

Cromeleque dos Almendres

Als "Cromlech" bezeichnet man eine Megalithformation aus der Jungsteinzeit oder Bronzezeit.

Der Cromlech von Almendres besteht aus 92 Menhiren, hat die Form einer Acht und wird an den Übergang von der Stein- zur Kupferzeit (4000 bis 2800 v. Chr.) datiert. Er besteht aus verschiedenen Gesteinsarten, die vor Ort nicht vorkommen und ihre Form der Verwitterung verdanken.

Dieses einmalige Denkmal kann man sich, wiederum völlig kostenfrei, in der Nähe des Dorfes Guadelupe anschauen.

Cromeleque dos Almendres
Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Distrito de Beja

Beja

Beja


Mehr Bilder aus Distrito de Beja

Nach Evora ging's zunächst in schnurgerader Linie Richtung Lagos. Die Landschaft in diesem Distrikt ist relativ eintönig und wüstenähnlich. Aber wir kamen schnell voran.


Beja

Beja


Mehr Bilder aus Distrito de Beja

Beja

Gemäss Reiseführer soll es in Beja ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten geben, deshalb entschlossen wir uns, hier noch einmal einen Halt einzulegen und einen Happen zu essen.

Der Besuch im einzigen geöffneten Restaurant zog sich dann allerdings etwas in die Länge, da die Bedienung zwar sehr charmant, aber auch tiefenentspannt war. Der Preis für die Vesper lag schliesslich im Fantasiebereich. Aber egal.

Sonst konnten wir nichts wirklich Sehenswertes entdecken in dem Städtchen. Die Hitze war mit über 40°C drückend, was meinen Göttergatten wiederum dazu veranlasste, ein wenig rumzunörgeln.

Also rasch ins klimatisierte Auto und weiter.


Algarve

Algarve

Algarve


Mehr Bilder aus Distrito de Faro

Wir hatten nun die Wahl, per Autobahn ohne Umwege zum gebuchten Hotel in Lagos zu fahren oder über die Serra de Monchique, welche gemäss Reiseführer landschaftlich besonders reizvoll sein sollte.

Wir wählten natürlich die zweite Route. Die war denn auch recht nett, allerdings hatte uns die Hügel-Landschaft nördlich von Lissabon besser gefallen. Und die Strasse war sehr kurvig, was bei mir leichte Übelkeit verursachte.

Wir kamen etwas früher als geplant in Lagos an.


Lagos

Lagos


Mehr Bilder aus Distrito de Faro

Lagos

Da ich bei der Planung der Reise einige Schwierigkeiten hatte, in der Algarve ein geeignetes Hotel zu finden, was nicht zu teuer, aber trotzdem keine Pauschaltouristen-Absteige war, landeten wir nun mehr oder weniger zufällig in Lagos.

Was uns da erwartete, war dann so gar nicht das, wonach wir gesucht hatten: Nämlich Massentourismus vom allerfeinsten, Menschenlawinen, die sich auf der Jagd nach Unterhaltung und irgendwas Essbarem gegenseitig durch die Gassen und über die Plätze schoben. Und die Restaurants waren auch genau das, was wir bis dahin gemieden hatten, also einheitliche und auf alles "spezialisierte" Massenabfertigungsbetriebe.

Nach diesem Kulturschock entschieden wir uns, die Tage irgendwo zwischen Lagos und Sagres an einem der zahlreichen idyllischen Strände zu verbringen und nur abends jeweils in Lagos essen zu gehen. So ging's uns dann prima. Wir genossen tagsüber den Sonnenschein und die angenehm warmen Temperaturen am Meer und abends die Gastfreundschaft und das leckere Essen in einem tollen kleinen Restaurant in Lagos, welches wir am zweiten Tag entdeckten (-> Tipp!)


In Lagos selbst sollte man die Ponta da Piedade besuchen, das sind besonders hübsche Felsformationen, wie man sie aus jedem Algarve-Reiseführer kennt. Sehenswert.


Sagres

Sagres


Mehr Bilder aus Distrito de Faro

Sagres

Der Ort Sagres selbst wäre eigentlich nicht weiter erwähnenswert, wäre nicht die unmittelbare Nähe zum Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands. Die schroff abfallenden Felsen in der Gegend sind wirklich beeindruckend.

An dem Tag herrschte direkt am Kapp dichter Nebel, was die Sicht entsprechend einschränkte. Es gibt jedoch verschiedene alte Festungsanlagen, von wo aus man ebenfalls einen schönen Blick auf die Küste hat.


Praia Marinha

Praia Marinha


Mehr Bilder aus Distrito de Faro

Praia Marinha

Der Küstenabschnitt zwischen den Stränden Marinha und Benagil gilt als einer der fotogensten der Algarve. Er kann in einer knappen Stunde erwandert werden.

Wir waren immer wieder überwältig von den spektakulären goldbraunen Felsformationen mit den "natürlichen Brücken". Dazwischen eingebettet sind paradiesische Buchten mit kristallklarem Wasser. Ein Fest fürs Auge!

Während sich im vorderen Bereich des Marinha-Strandes sehr viele Touris tummelten, war der hintere eher spärlich okkupiert. Hier hätten wir gerne einen oder zwei Urlaubstage verbracht, doch waren wir bereits auf der Rückreise, abends wollten wir in Sevilla sein.


Praia Benagil

Praia Benagil


Mehr Bilder aus Distrito de Faro

Praia Benagil

Hier kann man sich von einheimischen Fischern zu einsamen Stränden fahren lassen, die nur vom Meer aus zugänglich sind, oder man kann die in dieser Gegend besonders weit verzweigten Höhlensysteme erkunden.

Beim nächsten Mal werden wir das nicht auslassen.


Tavira

Tavira


Mehr Bilder aus Distrito de Faro

Tavira

Obschon längst unterwegs nach Sevilla, verspürten wir so gar keine Lust, dieses herrliche Land bereits wieder zu verlassen, deshalb legten wir vor der Grenze noch einmal einen Halt ein, und zwar im Städtchen Tavira.

In diesem pittoresken Ort nahmen wir Abschied von Portugal, indem wir noch ein letztes Mittagessen zu uns nahmen, diesmal indisch. Denn trotz der ganzen positiven Erfahrungen sind uns ein paar letzte Zweifel hinsichtlich der portugiesischen Küche geblieben.

Vielleicht schaffen wir es ja beim nächsten Besuch, diese ganz aus dem Weg zu räumen.


Übernachten

Dom Manuel in Lagos

Stark angejahrtes, in frischen Braun- und Beigetönen gehaltenes Hotel mit viel sinnlos rumstehendem Dekozeug.

Wäre nicht das ausgesprochen freundliche und hilfsbereite Personal gewesen, wir hätten stante pede wieder ausgecheckt.

Die anderen Gäste waren fast ausschliesslich deutsche Urlauber mit Sandalen und Schnauzbärten, welche sich optisch perfekt in den Vintage-Look der Anlage einfügten.

Von denen stammen wohl auch die guten TripAdvisor-Bewertungen.

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

Arribale

Etwas versteckt abseits des Rummels ist das Restaurant Arribalé zu finden, welches von aussen zwar nicht sehr einladend wirkt, innen jedoch hübsch dekoriert und sehr gemütlich ist. Wir konnten uns den letzten freien Tisch ergattern. Alle Mitarbeitenden, es dürfte sich um einen Familienbetrieb handeln, waren trotz Hochbetrieb von Anfang bis Ende um uns bemüht und mit viel Herzblut bei der Sache.

Die Speisen und der Wein schmeckten für portugiesische Verhältnisse sensationell! Die Fleischqualität war top und man merkte sofort, dass da ein Grillmeister am Werk war.

Unser Besuch im Arribalé gefiel uns so gut, dass wir gleich für den nächsten Abend noch einmal einen Tisch reservieren liessen, und auch an diesem zweiten Abend fehlte es uns an nichts. Wir waren und sind nachhaltig begeistert!

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Sevilla

Giralda

Giralda


Mehr Bilder aus Sevilla

Da mein Göttergatte und ich am selben Tag Geburtstag feiern und wir in diesem Jahr keine Lust verspürten, ein Geburtstags-Holterdipolter auszurichten, hatten wir unseren Urlaub um zwei Tage verlängert. Zwei Fliegen mit einer Klatsche also: Die Dekoration war schon da und es musste hinterher nicht aufgeräumt werden.

Auch von Sevilla waren wir anfangs schwer angetan. Die Massen von Touristen und die damit einher gehende sparsame Freundlichkeit der Eingeborenen gingen uns mit der Zeit jedoch etwas auf den Zeiger. Dass man in diesem Land partout keine Fremdsprachen sprechen will, noch nicht mal in touristisch so stark frequentierten Städten wie dieser, fanden wir ziemlich anstrengend, denn man kriegt nie das, was man eigentlich will. Ausserdem waren wir ja nun die portugiesische Gastfreundschaft gewöhnt!

Zu sehen gab's trotzdem viel: Zunächst die wunderschöne und sehr gut erhaltene Altstadt mit ihren stark verwinkelten Gassen, den malerischen Innenhöfen und den unzähligen reich verzierten Türen.

Das Minarett der alten maurischen Moschee, die Giralda, ist heute Turm der Kathedrale und das Wahrzeichen der Stadt. Außergewöhnlich ist, dass dieser bis 70 m Höhe auf dem Pferd bestiegen werden kann. Ähnlich wie im "Runden Turm" in Kopenhagen legten die Baumeister anstelle einer Treppe eine Rampe an. Hier diente diese aber nicht dem Transport von Teleskopen, sondern wurde gebaut, damit wichtige Nachrichten rasch verkündet werden konnten.

Die Kathedrale von Sevilla ist offenbar zudem das grösste gotische Bauwerk der Welt. Architektonisch hatten wir in Frankreich und England allerdings schon weit beeindruckendere Kathedralen gesehen.

Mehr begeistert hat uns der Alcazar-Palast. Die unzähligen Räume, Lichthöfe und Balkone kombinieren ein breites Spektrum an Stilen und architektonischen Einflüssen vom islamischen bis hin zum klassizistischen Stil.

Innerhalb kürzester Zeit ebenfalls bereits zum Wahrzeichen geworden, ist der erst 2011 fertig gestellte sogenannte "Metropol Parasol" auf der Plaza de la Encarnación (siehe Tipp!).

Wer nicht in einem der überfüllten Restaurants der Altstadt essen möchte oder keinen Platz mehr findet, kann auf der gegenüber liegenden Seite des Guadalquivir-Flusses, an der Calle Betis bestimmt etwas finden. Von preiswert bis exklusiv gibt's hier alle erdenklichen Restaurants, alle jedoch mit derselben atemberaubenden Sicht auf die Stadt.


Übernachten

Hotel Casa 1800

In unmittelbarer Nähe zur Kathedrale, und somit mitten im Zentrum, liegt das wunderschöne Casa 1800. Die Zimmer sind sehr stilvoll und luxuriös eingerichtet, das Personal war - für spanische Verhältnisse - freundlich und hilfsbereit und sprach sogar ein wenig Englisch.

Laut TripAdvisor-Auszeichnung ist die Casa 1800 das beste Hotel der Stadt. Dürfte zutreffend sein.

Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

Vineria San Telmo

Mundpropaganda und die zahlreichen hervorragenden Foren-Bewertungen hatten hier offenbar zur Folge, dass die Service-Qualität aufgrund des immensen Andranges rapide abnahm. Die Bedienung war jedenfalls ruppig bis unverschämt, deswegen an dieser Stelle keine Empfehlung - obwohl das Essen in der Tat gut schmeckte.

Meine Bewertung

Weitere Infos
 

Essen & Trinken

Abades Triana

Aufgrund des besonderen Anlasses wollten wir uns an jenem Abend etwas Aussergewöhnliches gönnen. Deshalb entschieden wir uns für das hübscheste und entsprechend auch teuerste Restaurant auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses. Die Aussicht über den Guadalquivir auf die Stadt war denn auch wirklich kaum zu überbieten.

Insgesamt waren aber weder die Service- noch die kulinarischen Qualitäten dem Preis angemessen. Man sprach mal wieder kein Englisch und das Fleisch war zu sehr durch bzw. das andere zu blutig.

Schade, aber wir liessen uns die aufgeräumte Stimmung nach diesen gelungenen Ferientagen nicht verderben und genossen den Abend bei lauschigen Temperaturen und in entspannter Atmosphäre trotzdem.

Sevilla
Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Sehenswürdigkeiten

Metropol Parasol

Sechs überdimensionale Schwämme wabern schwerelos zwischen den Häusern über der Plaza de la Encarnación.

Vorausgesetzt man findet den unterirdischen Eingang, kann man mit einem futuristisch anmutenden Fahrstuhl hoch fahren und die Aussicht über die Stadt genießen, oder aber im kühlenden Halbschatten darunter ein Eis essen.

Das Bauwerk ist sehr umstritten, wie bekanntlich fast alles, was irgendwo neu errichtet wird und nicht dem entspricht, was vorher schon da war. Wir fanden's aber toll und sind überzeugt, dass der Metropol Parasol in ein paar Jahren nicht mehr aus dieser Stadt weg zu denken ist.

Metropol Parasol
Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Castilla - La Mancha

Toledo

Toledo


Mehr Bilder aus Toledo

(Alb-)Traum in Beige: Toledo

Diese Stadt war eigentlich nicht eingeplant, aber da wir bis zum Rückflug noch etwas Zeit zur Verfügung hatten, entschlossen wir uns, hier einen Halt einzulegen. Zu kurz natürlich, um einen ausführlichen Bericht darüber zu verfassen.

Doch folgendes kann festgestellt werden: Wer wie ich mit einer latenten Braun- und Beige-Phobie durchs Leben geht, der wird hier nicht froh. Sowohl die Stadt selbst als auch das ganze Umland ist nämlich AUSSCHLIESSLICH in Beige gehalten. Auch sonst konnte ich wenig entdecken, was meine Begeisterung geweckt hätte.

Selbstverständlich möchte ich aber niemanden davon abhalten, Toledo zu besuchen. Es waren einige Touristen unterwegs, vielleicht hat's manchen davon ja gefallen. Man weiss es nicht.


Consuegra

Consuegra


Mehr Bilder aus Toledo

Windmühlen an der Ruta de Don Quijote

Die Region Castilla-La Mancha lebt touristisch von einem verrückten Spanier, den es nie gab: Auf der Ruta del Don Quijote begegnen Besucher auf Schritt und Tritt dem berühmten Romanhelden.

Über der Ortschaft Consuegra, ca. 50 km südlich von Toldeo, stehen elf Windmühlen aus dem 16. Jahrhundert. Es sollen diejenigen sein, die dem Schriftsteller Miguel de Cervantes Saavedra einst als Vorbild für seinen weltberühmten Ritterroman „Don Quijote de la Mancha“ gedient haben.


Madrid Aeropuerto

Cuatro Torres

Cuatro Torres


Mehr Bilder aus Autonome Region Madrid

Résumé

Nachdem die Mietwagenrückgabe am Flughafen Madrid problemlos geklappt hatte, gab's einen ziemlich nervigen Rückflug mit schreienden Kindern und besoffenen Teenagern. Kriegt eigentlich jeder Alkohol ausgeschenkt bei der Swiss?

Über Zürich musste dann eine gute Stunde lang gekreist werden, was uns Zeit gab, das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen.

Einmal mehr durften wir erholsame und spannende Urlaubstage verbringen in einem Land, was uns zuvor völlig unbekannt war. Die Menschen in Portugal sind natürlich keinesfalls übellaunig, sondern nur melancholisch, und sie sprechen auch keine alberne Sprache (letzteres muss dann wohl Brasilien sein - was zu gegebener Zeit ebenfalls überprüft werden will).

Man kann auch durchaus lecker essen, muss allerdings mehr oder weniger auf Grünzeug verzichten. Wer Salat bestellt, kriegt diesen meist sehr grob zerhackt und ohne Sauce vorgesetzt. Unzerteilte Kartoffeln versteht der Portugiese als Gemüse, nicht etwa, wie bei uns, als Sättigungsbeilage. Die übliche Beilage sind hingegen lauwarme Kartoffelchips - daran gewöhnt man sich.

Insgesamt also konnten im kulinarischen Bereich die Vorurteile nicht gänzlich abgebaut werden, besser als mancherorts in Frankreich haben wir aber allemal gegessen.

Ansonsten, Ihr ahnt es, sind wir mal wieder begeistert. Wir haben Land und Leute ein wenig kennen gelernt und werden sehr gerne dahin zurück kehren, denn es gibt noch vieles zu entdecken.