Paris! - Reisebericht von Simon bei triplib.

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Simon
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In Paris leben offiziell bloss 2,4 Millionen Menschen, zählt man die Vororte allerdings mit, sind es 12 Millionen - auf einer Fläche, die kleiner ist als Berlin. Ein wahrer Moloch also, trotzdem gibt es wohl keine Stadt mit so viel Flair wie Paris.

Man kann praktisch an jeder Metro-Station der Innenstadt aussteigen und entdeckt da so viele Sehenswürdigkeiten, wie sie allein in jeder anderen Stadt völlig ausreichen würden.

Paris


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Paris par TGV

Die Reise mit dem TGV von Zürich nach Paris dauert heute nur noch viereinhalb Stunden, also ungefähr gleich lang wie die Fahrt zum Matterhorn. Ausserdem reist es sich mit diesem ultraschnellen Zug viel bequemer und einfacher als mit dem Auto oder dem Flugzeug. Und es gibt schon auf der Reise viel zu sehen!

Es war mein mindestens zehnter Wochenend-Tripp in die schönste Stadt der Welt und der jeweils zweite meiner beiden Mitreisenden, und so kam ich nicht drumrum, zahlreiche Sehenswürdigkeiten mit ihnen abzuklopfen, die in der Folge in beliebiger Aneinanderreihung aneinander gereiht werden sollen.

Natürlich ist diese Liste nicht annähernd vollständig, zum Beispiel fehlt die Kirche Madeleine, der Père-Lachaise-Friedhof mit den Gräbern von Jim Morrison und Edith Piaf, das Musée Rodin, das Musée d'Orsay, das Centre Pompidou, das Moulin Rouge und vieles vieles mehr.

Die Infos hierzu gibt's aber bestimmt woanders.


Métro

Métro


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Châtelet - Les Halles

Mein bis dahin gültiges Bild von der besten U-Bahn der Welt sollte gleich am Anfang arg ramponiert werden. Und das ging so: Das 3-Tages-Touri-Ticket unserer liebreizenden Begleiterin für mehr als 20 Euse blieb im Kontrollautomaten stecken. Und dies ausgerechnet am entlegensten Eingang des allergrössten und unübersichtlichsten U-Bahnhofs von Paris und meist genutzten Nahverkehrsknotenpunkts Europas, Châtelet - Les Halles.

Wir entschlossen uns, nach erfolgreichem Durchquetschen durchs Drehkreuz den Info-Schalter aufzusuchen. Die Dame hat uns dann aber nicht verstanden, vielleicht, weil wir alle drei auf sie einschwatzten, und zwar in Englisch, Französisch, Deutsch und Gebärdensprache gleichzeitig.

Wir wurden jedenfalls an einen zweiten, grösseren Info-Stand verwiesen, wo uns schon mal klargemacht wurde, dass nur Französisch gesprochen wird. Wir konnten dem Herrn dann in seiner Muttersprache radebrechen, was geschah. Dieser schickte uns zurück an den Ort des Geschehens, wir sollten von jenem Eingang aus telefonisch Hilfe anfordern. Ächz!

Wir überlegten eine Weile, ob sich der Aufwand lohnt, taten aber dann doch wie geheissen, schliesslich stand der Euro da noch vor seinem Zerfall. Als wir nach gefühlten zwei Stunden den Eingang wieder fanden, stand da bereits eine Dame, umringt von zahlreichen anderen geschädigten Metro-Nutzern. Unser Ticket hatte sich natürlich schon verflüchtigt, war ja auch 20 Euro wert. Also ganzer Aufwand umsonst.

Die Dame erklärte uns dann aber, dass sich diese teuren Drei-Tages-Karten gar nicht rechnen, wenn man sich nur im Stadtgebiet aufhält, es sei besser, sich jeden Tag eine Tageskarte für 5 Euro nochwas zu erwerben.

Wieder was gelernt.

Die Gegend um das Forum Les Halles würde sich übrigens zum Shoppen eignen.


Arc de Triomphe

Arc de Triomphe


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Charles de Gaulle Etoile

Ansonsten ist die Pariser Metro aber grossartig! Das Streckennetz ist zwar riesig, aber trotzdem übersichtlich und es bringt einen in kurzer Zeit und nahezu ohne Wartezeiten praktisch überall hin. Zum Beispiel an die Avenue des Champs-Elysées, uns spätestens seit der Primarschule bekannt durch das fast gleichnamige Chanson von Joe Dassin.

Entlang dieser Representationsmeile fährt die Linie 1. Allein das Durchfahren ist ein Erlebnis, da hier die Stopps aufgrund des hohen Touristen-Aufkommens per Lautsprecher durchgesagt werden, und zwar immer mit zwei verschiedenen Betonungen, damit es die auswärtigen Provinz-Trottel auch verstehen können. Diese Haltestellen heissen dann zum Beispiel "Champs-Elysées - Clémenceau", unser Lieblingsname! Oder "George V". Auch schön: "Franklin D. Roosevelt", wobei Franklin französisch ausgesprochen wird. Herrlich!

Da auszusteigen lohnt sich aber nur zum Jahreswechsel, wenn die Strasse für den Autoverkehr gesperrt wird und sich tout Paris um den Hals fällt. Ansonsten gibt's nur Autos, Touristen und die üblichen Luxuslabels. Uninteressant, ausser man möchte sich die neusten Haute Couture-Fummel zulegen.

Am Charles-de-Gaule-Etoile sollte man aber schon mal raus, nicht nur des Triumphbogens wegen, sondern primär um sich ein Bild von Größe und Geschichte dieser Stadt zu machen. Auf der einen Seite sieht man, weit entfernt, die Grande Arche de la Défense, auf der anderen Seite den Obelisk auf der Place de la Concorde und dahinter den Louvre, alles auf einer Geraden! Beeindruckend.


Louvre

Louvre


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Palais Royal - Musée du Louvre

Normalerweise gibt's pro Metro-Station eine grandiose Sehenswürdigkeit zu bestaunen, hier gibt's sogar zwei! Einerseits den Palais Royal, einen um 1630 erbauten Stadtpalast, in welchem der Staatsrat (frz. Conseil d’État), die Comédie Française und der Verfassungsrat untergebracht sind; Andererseits kann man von dieser Metro-Station direkt in die Louvre-Pyramide rein, wo sich der Eingang zum Museum und zahlreiche Shops befinden.

Der Louvre selbst braucht nicht weiter vorgestellt zu werden. Sollte es während Eures Paris-Besuches mal regnen, kann man da getrost einen ganzen Tag verbringen und hat danach erst einen winzigen Teil dieses immensen Gebäudes gesehen.

Ach ja, und die Dame mit dem geheimnisvollen Lächeln kann man da auch begucken, bestens geschützt durch Panzerglas und zahlreiche Sicherheitskräfte natürlich.


Tuileries

Tuileries


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Tuileries

Diese wunderbare Parkanlage befindet sich zwischen dem Musée du Louvre und dem Place de la Concorde. Hier lässt es sich prima entspannen und die Grossstadtluft in entspannter Atmosphäre geniessen.


Concorde

Concorde


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Concorde

Die Place de la Concorde ist der grösste Platz von Paris und verbindet den Jardin des Tuileries mit den Champs-Elysées.

Markant ist der 1836 aufgestellte Obelisk von Luxor, der in der Platzmitte steht. Er ist mehr als 20 m hoch und war ein Geschenk irgend eines ägyptischen Vizekönigs.

Um den Platz zu überqueren oder da nach der Metro-Station zu suchen, muss man allerdings Zeit und Nerven investieren.


Opéra Garnier

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Opéra

Die Opera Garnier hatte ich von aussen schon oft gesehen, aber diesmal haben wir uns eine geführte Tour durch die Originalschauplätze des "Phantom der Oper" gegönnt, da das Wetter grad nicht so prickelnd war.

Gerne hätten wir uns ja auch eine Vorstellung angesehen, aber in der Garnier wird, im Gegensatz zur Bastille, hauptsächlich Ballett gegeben, und wir sind alle Drei keine Fans von Hüpf-Veranstaltungen.

Der Bau ist an Pomp, Gold und Glitzer nicht zu übertreffen, grade wenn man die Zürcher Oper oder andere im Ausdruck eher zurückhaltende Häuser gewohnt ist.

Aber auch wer sich für Oper kaum interessiert, sollte sich diese Führung nicht entgehen lassen. Besonders erwähnenswert: 1963 schuf Marc Chagall ein neues Deckengemälde in der Kuppel über dem Zuschauerraum. Das Ziel war damals, auch jüngeres Publikum in die Oper zu locken. Heute würde dies mit einem Gemälde wahrscheinlich nicht mehr gelingen. Sehenswert ist es aber damals wie heute.


Nôtre Dame

Nôtre Dame


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St. Michel - Nôtre Dame

Die Kathedrale Nôtre Dame de Paris auf der Ile de la Cité ist die am meisten fotografierte Kirche der Welt. 12 Millionen Besucher werden Jahr für Jahr registriert. Es gibt in Frankreich zwar einige Kathedralen, die mindestens so eindrucksvoll sind, wie zum Beispiel jene in Bourges oder die in Rouen, und wäre da nicht Victor Hugos Werk "Der Glöckner von Notre Dame", hätte Sie wohl nicht so einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht; Trotzdem ist dieses geschichtsträchtige Bauwerk sehenswert.

Wer die Türme besteigen will, braucht allerdings Geduld, unter einer halben Stunde Wartezeit geht gar nichts. Wo wir da waren, sah's allerdings nach deutlich mehr aus, deshalb wurde verzichtet. Aber es gibt in Paris ja auch andere Erhebungen, wo man rauf kann zum runter gucken.


Galeries Lafayette

Galeries Lafayette


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Chaussée d'Antin La Fayette

Die Galeries Lafayette ist eines der ältesten Kaufhäuser Frankreichs, bemerkenswert vor allem wegen seiner Jugendstil-Galeriehalle mit der wunderbaren Glaskuppel. Ansonsten wirkt der Laden allerdings gar nicht so edel wie man erwarten könnte, sondern eher ramschig und vor allem eins: Überlaufen.


Luxembourg

Luxembourg


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Luxembourg

Wenn er mal kurz ausspannen will, geht der gestresste Pariser oder der ermattete Tourist in den Chardin du Luxembourg.

Der staatliche Schlosspark im Pariser Quartier Latin gehört zum Palais du Luxembourg, in dem der Senat tagt, die zweite Kammer des französischen Parlamentes.



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Trocadéro

Wer den ollen Bohrturm sehen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Die schönste Sicht auf das gigantische Bauwerk hat man vom Trocadéro aus.

Sollte jemand ein Foto wollen mit dem Eiffelturm in der Hand der Partnerin oder des Reisebegleiters, wäre dies der richtige Ort dafür. Originell ist anders, aber verbieten kann man's ja schlecht.


Hôtel des Invalides

Hôtel des Invalides


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Invalides

Der Invalidendom oder auch "Hôtel des Invalides" genannt ist ein Denkmal der französischen Armee. Napoleon Bonaparte fand hier seine letzte Ruhestätte.

Ausserdem sind viele Exponate der Grande Armee sowie einige persönliche Gegenstände Napoleons ausgestellt. Bis zum eigentlichen Grab und dem Museum ist der Besuch kostenlos und für geschichtlich Interessierte durchaus zu empfehlen.


Sorbonne   Panthéon

Sorbonne Panthéon


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Cluny La Sorbonne

Wer es etwas ruhiger und gediegener angehen möchte als dies in vielen Vierteln des Rive Droite, des rechten Seine-Ufers, möglich ist, nächtigt im Quartier Latin. Das Viertel trägt diesen Namen, da die Studenten und Gelehrten der Sorbonne über lange Zeit Latein sprachen.

Sehenswert ist neben des Jardin du Luxembourg und den prächtigen Universitätsgebäuden der Sorbonne auch das Panthéon, die nationale Ruhmeshalle Frankreichs und Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten wie Marie und Pierre Curie, Victor Hugo und Jean Monnet.

Ausserdem bietet das Quartier Latin eine sehr hohe Restaurantdichte.


Place des Vosges

Place des Vosges


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Saint Paul

Es gibt in Paris kein anderes Quartier, welches als so hipp und angesagt verschrien ist wie das Marais. Seitdem sich diese Hippness jedoch selbst in den südkoreanischen Reiseführern niedergeschlagen hat, stehen sich auch im Marais die Touristen auf den Füssen rum.

Klar, das Viertel ist ausgesprochen malerisch, insbesondere um den Place des Vosges. Noch netter wär's allerdings mit weniger Autoverkehr, also mit mehr Platz zum Flanieren, aber diesen Zusammenhang werden die Franzosen wohl nie erkennen.


Montmartre

Montmartre


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Anvers

Hier steigt man aus, um die Treppe zur Sacré Coeur hinauf zu steigen. Das kitschige Gebäude ist von innen eher enttäuschend, aber die Aussicht von da über die Stadt ist einmalig.

Vor einigen Jahren waren unten an der Treppe noch primär Portraitmaler, Karikaturisten und andere Kleinkünstler anzutreffen, heute sind es vorwiegend osteuropäische Hütchenspieler.

Montmartre wäre eigentlich ganz nett anzusehen mit seinen kleinen Häusern und den engen Gassen, ist aber touristisch so furchtbar überlaufen, dass es sich die Wirte leisten können, teilweise absurde Wucherpreise zu verlangen.


Oberkampf

Oberkampf


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Oberkampf

Und nun ein ein Geheimtipp. Die Rue Oberkampf ist das, was das Marais längst nicht mehr ist: Das wahre Paris und angesagtes Künstlerviertel zugleich.

Wer nur Sehenswürdigkeiten abklappern möchte, ist hier falsch, denn Prachtbauten gibt's kaum, dafür jede Menge Delikatessen-, Trödel- und Klamottenläden und eine Unmenge an angesagten Bars, Restaurants und Clubs -> siehe Tipp!

Einige Insiderkneipen und Stammcafés sind nicht durch ein Schild oder eine Hausnummer gekennzeichnet und bedient wird dort nur, wer den Besitzer kennt. Doch auch für auswärtige Besucher gibt es reichlich interessante gastronomische Angebote.

Die Oberkampf zieht sich vom Boulevard du Temple bis hoch zum Boulevard de Belleville (Métro Ménilmontant).

Der lustige Name geht übrigens auf einen französischen Industriellen bayerischer Abstammung zurück.


La Défense

La Défense


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La Défense

Auch das ist Paris!

Rechtzeitig zur 200-Jahr-Feier der Revolution 1989 wurde die Grande Arche (ja, richtig, "Arsch" ausgesprochen) de La Défense fertig gestellt. Diese mit weißem Marmor verkleidete Antwort auf den Arc de Triomphe bildet den Abschluss der zentralen Achse von der Bastille über den Louvre und die Champs-Elysées. Der Ausblick von der Treppe ist entsprechend atemberaubend!

La Défense ist ein modernes, futuristisch anmutendes Hochhausviertel, das eigentlich gar nicht mehr zu Paris gehört, sondern zu den Städten Courbevoie, Nanterre und Puteaux.

In erster Linie ist es ein Viertel für Geschäftsleute, aber auch ein Wohngebiet für Menschen, die es klar und strukturiert lieben. Zahlreiche Geschäftszentren, Restaurants, Cafés, Kinos und Banken bieten all das, was man zum Leben braucht.

Zu erreichen ist La Défense mit der Metro-Linie 1, ein Aufschlag ist nicht zu entrichten.


Essen & Trinken

Le Kitch

Angesagte, freundliche und unkomplizierte Szenekneipe unten an der Oberkampf. Lecker Caipis!!

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Essen & Trinken

Le Bistro du Vin Qui Danse

Fantastisches neues Restaurant an der Oberkampf mit grossartigen Desserts!

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Essen & Trinken

Le Petit Prince de Paris

Hübsches, romantisches Restaurant nahe der Sorbonne mit ansprechender Karte und freundlicher Bedienung.

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Essen & Trinken

Brasserie Julien

Geschichtsträchtiges wunderschönes Jugendstil-Restaurant mit klassischer französischer Küche. Die Qualität der Küche scheint in letzter Zeit stark schwankend, von mittelmässig bis herausragend.

Doch allein die Atmosphäre ist den Besuch wert. Später am Abend werden jeweils preiswerte Menus angeboten.

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Übernachten

Hotel de la Sorbonne

Design wurde zwar in Paris, oder zumindest in Frankreich mit erfunden, inzwischen haben aber andere Orte der Stadt den Rang abgelaufen.

Und so erstaunt es nicht, dass das Sorbonne als Design Hotel angepriesen wird. Nun, von allen Hotels, die ich im Vorfeld geprüft hatte, war dieses ohne Zweifel das ansprechendste unter den grade noch zahlbaren.

Enttäuscht wurden wir nicht, denn wir buchten das "Design Deluxe Top Floor"-Zimmer, was einen tollen Blick über die Dächer der Sorbonne und zum Panthéon bietet.

Alle Zimmer sind jedoch arg klein, was in Paris nicht anders erwartet werden kann, und das Frühstück ist eher bescheiden, was in Frankreich leider auch üblich ist.

Geschlafen haben wir aber dank der ruhigen Lage vorzüglich, und der Service ist auch nicht zu beanstanden.

Hotel de la Sorbonne
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