Mit der Kanzlerin von Neapel bis Sizilien - Reisebericht von Simon bei triplib.

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Simon
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Italien
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Italien! Land des Papstes und der unbefleckten Empfängnis, Heimat Berlusconis und Beppe Grillos. Es gibt einige gute Gründe, die einen an der Zurechnungsfähigkeit der Italiener zweifeln lassen.

Folgendes wissen wir auch noch über die Bewohner dieses Landes: Den Jungs wird unmittelbar nach der Geburt Gel ins Haar geschmiert, und die Mädchen kriegen Hausschlappen an die Füße, damit der Nachwuchs keinen mühsamen Selbstfindungs-Prozess durchlaufen muss.

Und der Italiener LIEBT seine Familie. Diese ist nicht nur Zweck- und Erb-Gemeinschaft wie bei uns, nein, der Italiener fährt sogar lebenslang mit seiner gesamten Mischpoke in Urlaub. Freiwillig! Außerdem lässt er sich solange zuhause bekochen, bis Mama ihn rausschmeißt. Das kann bei einem Ladenhüter auch mal vierzig Jahre oder länger dauern.

Danach heiratet er während einer ruinösen mehrtägigen Hochzeitsfeier in einem fotogenen Palazzo eine ebensolche Ragazza, die ihn dann, quasi zur Belohnung, lebenslang mit Pasta und Bambini versorgt. Basta.

Ja, und alle Italiener haben was an den Ohren, deshalb können sie auch nicht normal sprechen, sondern nur brüllen, und zusätzlich übersetzen sie das Gebrüll noch in die Gebärdensprache für den Fall, dass das Gegenüber komplett taub oder blöd ist. So läuft das in Italien.

Aber wir sind ja mittlerweile furchtlos, was unsere Reiseziele angeht. Ausgestattet mit Drei-Tage-Bart und dunkler Sonnenbrille machten wir uns mutig auf ins wunderliche Nachbarland.

Mit im Gepäck, wie immer, die Kanzlerin - unser Navi, welches wie selbige spricht: "Nach... öööh... och, soo ungefäaar 800 Metaaan... bleiben sie rechts."

Neapel

Vor dem Abflug...

Vor dem Abflug...


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Volle Dröhnung

Der Plan war, uns gleich am Anfang die volle Dröhnung Italien zu verpassen, damit uns danach nichts mehr erschrecken konnte. Wir buchten zwei Nächte in Neapel.

Erwartungsgemäß waren viele plärrende Kinder mit an Bord des Fliegers und auch ein kläffender Schoßhund. Immerhin aber waren weder Ziegen noch Hühner auszumachen, da sind die Bestimmungen von Air Berlin wohl strickt.

Irgendwann war Neapels Mini-Flughafen aber erreicht und die Leistung des Piloten wurde mit Applaus bedacht. Offenbar hatten unsere Mitreisenden mit einer Bruchlandung gerechnet.

Bei der Gepäckausgabe warteten wir dann ungefähr eine halbe Stunde auf unsere Koffer. Ich nehme an, der Fahrer des Transporters musste mal groß. So ein Stuhlgang kann in Italien länger dauern, denn die ganzen Nudeln machen ja die Verdauung etwas träge.

Als die Koffer endlich auf dem Rollband erschienen, gab's erneut Applaus. Man rechnet in diesem Land also immer erstmal damit, dass das Transportgut nicht am Bestimmungsort ankommt und bricht dann in Freudentaumel aus, wenn's irgendwann überraschend doch klappt.

Unerwartet funktionierende öffentliche Verkehrsmittel sowie eine zielführende Verdauung scheinen zwei der Hauptursachen für die berühmte "mediterrane Lebensfreude" zu sein.

Wir hätten nun ein Taxi nehmen können, was meinem Göttergatten aber zu simpel erschien. Also irrten wir bei nahezu 40°C im Schatten eine Weile auf dem Flughafengelände rum, bis wir an einer Kreuzung in der Nähe zufällig einen Bus entdeckten, von dem wir annahmen, dass er uns ins Zentrum bringen würde.

Da wir sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne planlos waren, fuhren wir bis zur Endhaltestelle und liessen uns danach von der Kanzlerin den Weg zu Fuß zum gebuchten B&B navigieren - was viel Zeit in Anspruch nahm, am Ende aber gelang. Ich hätte applaudiert, fühlte mich aufgrund der Hitze und der Schlepperei vorübergehend aber ein wenig kraftlos.


Centro Storico

Centro Storico


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Storisches Zentrum

Nachdem wir uns im hinreissenden B&B (guckst du Tipp) gegenseitig die Haare onduliert hatten, starteten wir unsere erste Stadt-Safari.

In Italien nennt man die Innenstädte vielerorts "Centro Storico", was soviel heißt wie "Storisches Zentrum". Nicht selten gibt es da auch Läden, wo Strumente feil geboten werden.

Jedenfalls wird die Altstadt Neapels von der sogenannten Spaccanapoli geteilt. Hierbei handelt es sich um offenbar sieben Straßen, welche die Stadtmitte einmal quer durchmessen. "Spacco" bedeutet "Spalte" und ist in diesem Zusammenhang wohl nicht als Beleidigung zu verstehen, obwohl es so klingt.

Die Altstadt Neapels zählt seit 1995 zum UNESCO-Inventar. Die meisten der storischen Gebäude sind jedoch hochgradig baufällig, manche sogar unbewohnbar, und die Müllabfuhr funktioniert augenscheinlich nur sporadisch.

Uns wurde sogleich klar, wer in dieser Stadt, neben der Camorra, das Sagen hat: Es sind die Motorräder. Es gibt tausende davon, sie sind überall und sie sind schnell. Wenn's eng wird, wird nicht etwa gebremst, sondern gehupt. Das Schlendern durch die schmalen Gassen wird dadurch zum Spießrutenlauf.

Die Napoletani lernen schon sehr früh, wie man Motorrad fährt oder sich vor ihnen in Sicherheit bringt. Vorschulkinder, die noch kaum aufrecht gehen können, sind mit ihren jüngeren Geschwistern bereits alleine auf dem Motorroller unterwegs. Angst vor Unfällen hat hier keiner, denn vor dem Besteigen des Gefährts bekreuzigt sich der Fahrer und vertraut darauf, dass ihm der Schutzheilige seiner Wahl schon zur Seite stehen wird, oder auch die Jungfrau, die wohl Mariä heisst - so steht's jedenfalls im Kalender.


Der raue Charme dieser Stadt zog uns sofort in ihren Bann. Es wäre aber denkbar, dass dies nicht jedem Neapel-Besucher so ergeht.


Chiaia

Chiaia


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Barock & Rokoko à gogo

Am folgenden Tag wollten wir irgendwo runter gucken und stiegen zu diesem Zweck zur Festung Sant'Elmo hoch. Die Burg selber ist nicht weiter erwähnenswert, aber der Ausblick über die Stadt und bis zum Vesuv ist atemberaubend!

Danach ging's auf der andere Seite ins wohlhabendere Stadtviertel Chiaia runter, welches mit zahllosen prächtigen Barockbauten auftrumpfen kann. Hier, in der Nähe der Piazza dei Martiri, befindet sich offenbar auch die eher touristische Ausgehmeile, ist uns im B&B erklärt worden.

Nach einem späten Lunch schlenderten wir schliesslich der Riviera entlang zum Castel Dell'Ova, dann über den Palazzo Reale und die wunderschöne Galleria Umberto I. zurück ins B&B.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten waren somit abgehakt, obwohl wir der Meinung sind, dass wir uns ohne weiteres noch einige Tage länger in Neapel hätte aufhalten können, ohne dass uns langweilig geworden wäre.

Es zog uns nun aber in Richtung Amalfiküste, wo wir ein paar Tage lang die Füße hoch lagern wollten. Der Start ging aber gleich gründlich in die Hose.


Übernachten

Spaccanapoli Comfort Suites

Und gleich das erste Hotel-Highlight: Hinter einer wenig spektakulären Fassade und einem riesigen Eisentor fanden wir dieses Juwel, welches sich am Ende der namensgebenden Spaccanapoli und in der Nähe der Ausgehmeile um die Via Toledo befindet.

Nach dem sehr herzlichen Empfang, bei dem man uns in perfektem Englisch und anhand eines Stadtplans die Sehenswürdigkeiten erklärte, fanden wir ein riesiges und geschmackvoll eingerichtetes Zimmer vor. Die tagelangen TripAdvisor-Recherchen hatten sich mal wieder gelohnt!

Spaccanapoli Comfort Suites
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Essen & Trinken

Pizza!

Wer hat's erfunden? Wir waren's diesmal nicht, sondern die Napoletani. Klarer Fall, dass wir hier auch die erste Pizza verkostet haben. Praktisch jede Kneipe verfügt über einen Holzofen und beschäftigt einen Pizzaiolo (Pizzabäcker), ist somit in der Lage, die hohen Erwartungen der Kundschaft vollumfänglich zu erfüllen.

Yammie!
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Essen & Trinken

Nennella

Die Trattoria Nennella wurde uns als authentisch und verrückt beschrieben, und das wollten wir denn auch mal erleben. Man muss aufgrund des immensen Andrangs entweder sehr früh hingehen oder aber lange auf einen freien Tisch warten.

Wir waren also für italienische Verhältnisse sehr früh da, trotzdem war der Aussenbereich bereits voll. Uns wurde dann ein Tisch in der Nähe der Durchreiche zugewiesen, und was nun folgte, war in der Tat ein Riesenspektakel. Jede einzelne Bestellung, und es waren viele, wurde einzeln in die Küche geschrien, bei jedem Trinkgeld gab's ebenfalls ein lautstarkes Theater mit einem Korb, der an einer Leine von der Decke gezogen wurde. Die Karte war von Hand geschrieben und ausschließlich auf Italienisch, wir hatten keine Ahnung, was wir überhaupt bestellten.

Das Essen schmeckte scheusslich und war überhaupt nicht das, was wir von der italienischen Küche bislang kannten und schätzten. Wir ließen das meiste davon zurück gehen, da wir uns bei dem Krach ohnehin nicht unterhalten konnten.

Die Rechnung immerhin, die wir beim Rausgehen präsentiert bekamen, war exorbitant tief, was uns veranlasste, woanders gleich nochmal essen zu gehen, und zwar etwas teurer und ruhiger.

Fazit: Das Nennella ist eine reine Touristenfalle und mag manchen sogar gefallen. Wer Spass an Folklore hat und dazu noch möglichst wenig ausgeben will, ist hier gut bedient.

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Essen & Trinken

Valù

Nach der Nennella-Enttäuschung versuchten wir es mit diesem sehr gediegen wirkenden Restaurant gleich um die Ecke. Es ist auf alle Arten von Risotto spezialisiert, und da wir dieses Gericht sehr schätzen, freuten wir uns nun auf ein schönes Glas Wein und ein ruhiges Essen und wurden nicht enttäuscht.

Einzig die Bedienung verstand hier wiederum kein Wort Englisch und war auch nicht sehr aufmerksam. Das war uns aber egal, denn der Abend war mit dem leckeren Essen und der schönen Stimmung gerettet.

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Essen & Trinken

Gran Caffè La Caffettiera

Das Gran Caffè La Caffettiera ist eine von vielen Möglichkeiten, an der oder um die Piazza dei Martiri lecker und relativ preiswert zu essen.

Vespern auf Italienisch
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Sehenswürdigkeiten

Castel Sant'Elmo

Die 5 Euro Eintritt sollte niemanden von einem Besuch abhalten. Die Aussicht ist unbezahlbar!

Sant'Elmo
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Amalfiküste


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Klapperkiste

An unserem dritten Urlaubstag holten wir nun, diesmal mit dem Taxi, das für uns reservierte Auto am Flughafen ab. Dieses sollte sich als ziemliche Klapperkiste eines französischen Herstellers erweisen, von Null auf Hundert in zwei Minuten. Solche Wagen werden für den mitteleuropäischen Markt gar nicht erst gebaut. Aber bei dem Trial-and-Error-Fahrstil der Italiener ist es ohnehin besser, man fährt kein allzu wertvolles Auto. Wenigstens war die Farbe hübsch.

Zunächst hatten wir Schwierigkeiten, uns an die italienischen Strassenverhältnissen anzupassen. Mein Gatte kommt ja sogar mit der türkischen Fahrweise relativ gut zurecht, hier stiess er aber an seine Grenzen, was Impulsivität und Flexibilität anging.

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen waren ebenfalls sehr fantasievoll, wurden aber von den anderen Verkehrsteilnehmern ignoriert, deshalb hielten wir uns auch nicht dran.

Der Plan war nun, zunächst nach Castellammare di Stabia zu fahren, danach die Küstenstrasse über Positano und Amalfi nach Maiori, wo wir wiederum ein B&B gebucht hatten.

Zunächst ging alles gut. Schön war die Fahrt dennoch nicht, denn die Vororte Neapels können es in Bezug auf ihre beeindruckende Hässlichkeit mit den Vororten von Paris oder London mühelos aufnehmen. Hinzu kommen die ganzen Berge von Müll, die überall rumliegen. Bella Italia ist da ganz weit weg.

Die Via "Panoramica" von Castellammare nach Sorrento versprach dann Besserung.


Positano

Positano


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Szenisches Ausguck

Bereits in Castellammare gab's dann Stau, und zwar richtig. Nach zehn Minuten Stillstand konnten jeweils fünfzig Meter gefahren werden, und so ging das über eine endlos lange Strecke. Davor hätte uns die Kanzlerin eigentlich warnen können, wozu hat man sie denn sonst mitgeschleppt?

Besonders intensiv war das Stauerlebnis in einem zwei Kilometer langen Tunnel bei gefühlten 50°C. In Italien sind die Tunnels ja nicht nur unbeleuchtet, sondern auch unbelüftet, was heisst, wir hatten die Wahl zwischen Schnappatmung bei geschlossenem Fenster und Schnappatmung bei offenem Fenster.

Ein paar Stunden später löste sich der Stau aber nach und nach auf und wir beschlossen, bereits etwas entnervt, bis Maiori durchzufahren und uns erst da zu verpflegen.

Nach Sorrento wurde die Strasse immer schmaler und kurvenreicher und die Küstenlandschaft spektakulär. Gerne hätten wir mal angehalten, um uns an der prächtigen Szenerie zu ergötzen, aber alle Ausbuchtungen (seit unserer USA-Reise nennen wir sie "Szenische Ausgucks") waren mit Autos zugeparkt, deren Besitzer sich irgendwo am Wasser tummelten.

Als in einer Kurve endlich eins frei war, steuerte mein Gatte beherzt drauf zu, übersah dabei aber die mindestens 20 cm hohe Kante zwischen Straße und Ausguck, und es gab ein ordentliches Geschepper und Getöse. Danach war der Vorderreifen zerborsten und der hintere Felgen sah auch ziemlich italienisch aus.

Dumm gelaufen.

Meine technischen Fähigkeiten erschöpften sich darin, das Pannendreieck dergestalt zusammenzuzimmern, dass es wie ein Dreieck aussah und nicht umfiel, während mein Gemahl in derselben Zeit behände den Reifen wechselte. Ich war mal wieder beeindruckt.

Mit den beiden zerbeulten Felgen fiel die olle Karre nun nicht mehr so auf.


Maiori

Maiori


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Drei Tage in Maiori

Die Lust rumzufahren war uns vergangen, deshalb fuhren wir ohne weitere Sperenzchen nach Maiori, wo uns die Kanzlerin an einen privat bewirtschafteten Parkplatz führte. Während der Dauer unseres Aufenthalts liessen wir die Kiste da stehen und benutzten sie nur noch für den Ausflug nach Pompeji.

Zunächst schien uns das Dorf wenig reizvoll, insbesondere da wir zuvor an Positano und Amalfi vorbei gefahren waren, die auf den ersten Blick fotogener wirken. Vielleicht waren wir aber auch von der Fahrt ein wenig mitgenommen und unsere Laune deshalb nicht die allerbeste.

Dieser Zustand sollte sich aber bald ändern, denn Maiori erwies sich als optimal, insbesondere auch weil der Ort weniger touristisch und dadurch authentischer ist als die anderen Orte. Hinzu kommt, dass die Preise für dieselben Leistungen hier tiefer sind.

Die gesamte Küste ist mit Bussen und Booten ausserdem relativ gut erschlossen, sodass man sich für die Dauer des Aufenthalts das Serpentinenfahren und das zermürbende Parkplatz-Suchen sparen kann und trotzdem nicht an den Ort gebunden ist.

Insgesamt wurde es ein sehr angenehmer und erholsamer Aufenthalt an einer der malerischsten Küsten Italiens. Einen Tag verwendeten wir für eine Wanderung von Agerola nach Positano, einen weiteren für die Ruinenstadt Pompeji und einen letzten haben wir am Strand von Maiori verbracht. Capri und Salerno haben wir uns fürs nächste Mal aufgehoben.


Übernachten

Casa Mariannina, Maiori

Empfang und Betreuung in diesem sehr persönlich geführten B&B waren interessant und die Gastgeberin ein wenig schrullig. Sie sprach ausserdem kein Wort Englisch, was die Verständigung für uns anfangs ziemlich schwierig machte, irgendwie klappte es dann aber doch.

Das Zimmer war individuell und liebevoll gestaltet und überall stand viel überflüssiger Frauen-Schnickschnack herum. Zum Frühstück gab's jeden Tag eine neue Überraschung, was wir sehr hübsch fanden. Wer lieber Herzhaftes mag, hat hier allerdings Pech gehabt.

Sollten wir in Zukunft erneut eine Reise an die Amalfiküste planen, würden wir wahrscheinlich wieder im Casa Mariannina übernachten, allerdings dann im grösseren Zimmer.

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Essen & Trinken

Il Ristorante Dedalo, Maiori

Während unseres viertägigen Aufenthalts in Maiori waren wir viermal im Dedalo, und dies obwohl unsere Vermieterin erklärt hatte, dass alle Restaurants in Maiori einen Besuch wert seien. Daran haben wir auch keinen Zweifel, dennoch haben wir uns schlicht so wohl gefühlt, dass wir immer wieder kehren wollten.

Die Gerichte schmeckten ausnahmslos gut bis herausragend, die Weinempfehlungen waren toll und der Service jederzeit tadellos, sehr freundlich und ausserdem Englisch sprechend. Letzteres ist für uns ein klarer Vorteil. Hinzu kommt, dass die Lage vermutlich die beste im ganzen Ort sein dürfte. Wer einen Aussentisch ergattern kann, kriegt auch fürs Auge so einiges geboten, wer es hingegen etwas ruhiger mag, sitzt am besten im lauschigen Patio-Bereich.

Alles in allem von uns also eine uneingeschränkte Empfehlung.

Il Ristorante Dedalo
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Sport & Aktivitäten

Sentiero degli Dei - Weg der Götter

Der "Sentiero degli Dei" ist der zu Recht berühmteste Wanderweg an der Amalfiküste. Zunächst fährt man, am besten mit dem Bus, von Amalfi ins Dorf Agerola auf 630 Metern Höhe.

Hier beginnt der Weg an einer Kirche und führt dann für etwa zwei Stunden auf einem Höhenweg mit spektakulärer Aussicht nach Nocelle. Anschließend steigt man über einen Treppenweg nach Positano ab, wo man sich bei einem erfrischenden Bad im Meer von den Strapazen erholen kann.

Von da wiederum fahren Busse in alle Richtungen.

Diese herrliche Wanderung ist durchaus auch ungeübten Trekkern zuzumuten, allerdings sollte man einigermassen schwindelfrei sein und man benötigt ordentliches Schuhwerk. FlipFlops und dergleichen sind nur bei fortgeschrittener Lebensmüdigkeit zu empfehlen.

Sentiero degli Dei
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Pompeji

Pompeji

Pompeji


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Trümmer soweit das Auge reicht

Man kann ja schlecht eine ganze Woche in der Gegend Urlaub machen ohne sich die Ruinenstadt Pompeji anzugucken. Ausserdem hatte ich meinem Göttergatten versprochen, dass ich mir ohne zu Murren jeden noch so staubigen Trümmerhaufen anschaue, wenn er mich im Gegenzug auf den Ätna führe.

An jenem Tag waren wir bereits relativ früh morgens unterwegs und standen deshalb schon vormittags in der Schlange am Haupteingang der antiken Stadt.

Wie jeder weiss, wurde Pompeji Anno dunnemal vom Ascheregen des Vesuv begraben, deshalb ist heute, wen wundert's, auch nicht mehr wirklich viel Bestaunenswertes davon übrig. Dafür liegt dieses Wenige auf eine riesige Fläche verteilt. Wir merkten rasch, dass es aussichtslos ist, alles ansehen zu wollen. Es war ohnehin bald viel zu heiss für Steinbesichtigungen und überall standen grosse Reisegruppen vor den spärlich gestreuten Fotomotiven rum, deshalb wurde ich bald etwas missvergnügt.

Nach zwei Stunden brachen wir die Übung ab, verköstigten uns noch in einem nahe gelegenen Restaurant und fuhren zurück nach Maiori, wo wir den Rest des Tages im und am Wasser verbrachten.

Fazit: Die Mittagsstunden während der Sommermonate empfehlen sich nur bedingt für großräumige Trümmerbesichtigungen. Sicherlich gäbe es in Pompeji schon einiges zu sehen, wenn man das nötige Detailwissen und Interesse dafür mitbringt. War bei mir in dieser Kombi an dem Tag leider nicht vorhanden.


Paestum

Paestum

Paestum


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Die Fahrt von der Amalfiküste zu unserer nächsten Unterkunft in Tropea war die längste Route unserer ganzen Reise. Aus diesem Grund hatten wir nur zwei Stopps eingeplant, der erste war wiederum eine Ruinenstadt: Paestum.

Die Stadt wurde unter dem Namen Poseidonia um 600 v. Chr. von den Griechen gegründet. Die drei großen Tempelanlagen sind erstaunlich gut erhalten, insbesondere der Neptun-Tempel.

Das Museum zeigt ausserdem eine bedeutende Sammlung von Ausgrabungen aus jener Zeit und aus der Gegend.

Paestum bietet viele hübsche Fotomotive und war deshalb auch für mich ein wirklich lohnenswerter Halt.


Maratea


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Wie zuvor schon zwischen Salerno und Paestum, war die Fahrt auch weiterhin nicht sonderlich aufregend. Langweilige Strassen führten entlang langweiliger Strände.

Erst in der Gegend um Maratea wurde die Landschaft wieder aufregender. Ähnlich wie an der Amalfiküste fallen hier teils schroffe Felswände ins Meer ab, dazwischen einsame Buchten und kristallklares Wasser. Wunderschön!

Da wir noch vor Einbruch der Dunkelheit in Tropea ankommen wollten, entschieden wir uns, Maratea nicht zu besuchen, obwohl das mittelalterliche Städtchen wohl sehenswert sein soll. Anstelle fuhren wir ganz hoch zur Christus-Statue, von wo aus wir uns viel szenisches Ausschau erhofften.

Die Fahrt zog sich etwas in die Länge und für das letzte Stück musste man auf einen Shuttlebus umsteigen, welcher uns über abenteuerliche Serpentinen und baufällige Brücken bis zur Statue brachte.

Das Teil wurde 1965 von einem Florentiner Bildhauer aus weißem Carrara-Marmor geschaffen, der Blick der Skulptur ist aufs Landesinnere gerichtet, was darin begründet sei, dass man in dieser Gegend mehr von der Landwirtschaft denn vom Fischfang lebt.

Die Aussicht wiederum war formidabel. Wir tranken einen Kaffee und machten uns dann auf den Weg nach Tropea, wo wir gegen 18.00 Uhr ankamen.


Tropea


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Wir parkten unsere Karre etwas außerhalb der Altstadt und ließen uns danach von Muddi erneut zu Fuß zum gebuchten B&B führen, was dank Unterstützung freundlicher Ureinwohner am Ende gelang. In dem Ort hatten wir zwei Nächte gebucht, den Tag dazwischen wollten wir wiederum am Strand entspannen.

Tropea erwies sich zwar als sehr touristisch, aber trotzdem reizvoll und charmant. Die zahllosen verwinkelten Gassen und malerischen Plätze hatten was von einer Opern- oder Filmbühne, und der Strand dürfte einer der schönsten am ganzen Mittelmeer sein. Restaurants gibt es so viele, dass man hier monatelang Urlaub machen könnte, ohne zweimal im selben speisen zu müssen.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreffen, dass wir dereinst keine Reiseideen mehr hätten und deshalb Badeferien planen würden, so wäre Tropea wohl der richtige Ort dafür.

Wir wollten aber noch was anderes sehen als nur Strand, und deshalb ging's dann weiter nach Sizilien.


Übernachten

B&B Residenza Cardinale

Es war nicht ganz einfach, dieses B&B in der verwinkelten Altstadt Tropeas zu finden, der Empfang war dann aber, trotz einiger Verständigungsschwierigkeiten, sehr freundlich und sympathisch.

Das Auto konnten wir kostenlos etwas außerhalb des Zentrums stehen lassen. Wir hätten es aber auch in der Nähe parken können, wenn wir uns vorgängig entsprechend angemeldet hätten, das B&B befindet sich in einer verkehrsberuhigten Zone.

Unser Zimmer und auch das Bad waren arg klein und auch extrem hellhörig. Das viele Kunstholz sah zudem etwas billig aus, wirkte aber trotzdem nicht lieblos. Es hätte sich hier bestimmt gelohnt, das geräumigere und somit etwas teurere Zimmer zu buchen. Dieses hat auch einen Balkon und Morgensonne, und man hätte im Zimmer frühstücken können statt im intimen Empfangsraum.

Das Frühstück hat aber wunderbar geschmeckt, die Vermieterin gab sich große Mühe und bot sogar Wurst und Käse an, was in Italien keine Selbstverständlichkeit ist.

Weitere Pluspunkte: Wifi ist kostenlos und funktioniert einwandfrei. Und einen Sonnenschirm mit zwei Liegen gab's am schönsten Strandabschnitt von Tropea gratis dazu.

Insgesamt würden wir diese Unterkunft trotz der kleinen Mängel wieder buchen. Allerdings dann das größere Zimmer.

Tropea
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Essen & Trinken

Il Convivo

Wir waren an dem Abend erst relativ spät unterwegs und erhielten noch den letzten freien Tisch im Aussenbereich. Die opernhafte Atmosphäre in dieser äusserst pittoresken kleinen Gasse war unschlagbar.

Die Bedienung war etwas hektisch, aber sehr freundlich und aufmerksam.

Der Antipasto-Teller schmeckte hervorragend, von den geschmacksneutralen Hauptspeisen hingegen waren wir etwas enttäuscht. Der Hauswein gefiel uns wiederum sehr gut, er war auch relativ grosszügig bemessen.

Fazit: Wenn die kulinarischen Erwartungen nicht allzu hoch sind, kann man im Convivio durchaus einen angenehmen Abend verbringen.

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Sonstiges

La Casetta del Piccantino

Wer sich mit pikanten Spezialitäten aus der Region eindecken will, sollte das hier tun. Auf Wunsch werden die Speisen auch vakuumiert, damit sie problemlos transportiert werden können.

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Sport & Aktivitäten

Lido Isola Bella

Der Strandabschnitt Lido Isola Bella dürfte einer der schönsten am ganzen Mittelmeer sein. Heller Sand und kristallklares Wasser lassen Südsee-Gefühle aufkommen. Traumhaft!

Tropea
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Essen & Trinken

Rosso Barrique

An diesem Abend wollten wir mal etwas mehr ausgeben und entschieden uns für das Rosso Barrique.

Wir wurden am hintersten Tisch platziert, wo sich später nur noch selten eine Servicekraft blicken liess, dafür führte eine Horde angetrunkener Girls am Nebentisch lautstark bescheuerte Mädchengespräche. Die Terrasse war ausserdem sehr abschüssig, das Sitzen deshalb unbequem, was ebenfalls nicht so richtig zum offenbar gediegenen Konzept des Restaurants passen wollte.

Aufgrund des Namens dieses Restaurants gingen wir davon aus, dass wir hier erlesenen Wein serviert bekämen. Wir wollten keine ganze Flasche bestellen und fragten deshalb nach zwei Gläsern Rotwein. Es wurde uns ein gewöhnlicher Chianti serviert, wie wir ihn zuhause in jeder Pizzeria bekommen.

Die Bestellung gestaltete sich schwierig, da keiner der Angestellten Englisch verstand.

Die völlig unambitioniert auf den Teller geschmissenen Anti-Pasti schmeckten unterdurchschnittlich. Der Fisch kam schliesslich extrem versalzen auf den Tisch, das Fleisch war praktisch roh, obwohl medium bestellt, und das Beilagen-Gemüse war grob geschnitten, fantasielos und schmeckte nach nichts.

Auf die Rechnung mussten wir lange warten, da wir ständig übersehen wurden. Immerhin wurde uns noch ein Grappa angeboten, da man offenbar realisiert hatte, dass einiges schief gelaufen war.

Fazit: Entweder haben wir den falschen Abend erwischt oder der Besitzer hat das zu seinen Ansprüchen passende Personal noch nicht gefunden.

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Reggio di Calabria

Überfahrt

Überfahrt


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Straße von Messina

Nach Tropea ging's nun auf einer aufwendigen Autobahn in Richtung Reggio di Calabria. Eine Brücke zwischen dem Festland und Sizilien besteht nach wie vor nicht. Die leicht zickige Dame von billiger-mietwagen.de hatte bei der Buchung der Karre zwar behauptet, es gäbe eine solche Brücke und sie sei da auch schon rüber gefahren, aber ich vermute mal, das war in ihrem persönlichen Parallel-Universum.

Die sogenannte Straße von Messina ist so schmal, dass man ohne Probleme rüber schwimmen könnte. Wir nahmen dennoch die Fähre.

Der Fährbetrieb zwischen Reggio di Calabria und Messina funktionierte erstaunlicherweise reibungslos, war sehr entspannt und kostete 28 Euro. Bei Ankunft wurde nicht geklatscht, woraus wir messerscharf schlossen, dass die Verbindung meistens klappt.


Taormina

Taormina

Taormina


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Erstes Ziel auf Sizilien war die Touristenhochburg Taormina, wo wir ursprünglich nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht hatten. Die Preise für eine ordentliche Unterkunft waren aber eklatant viel höher als überall sonst auf der Insel, deshalb planten wir für die Besichtigung einen halben Tag.

Die Innenstadt war hier wiederum verkehrsberuhigt. Wir konnten das Auto aber etwas ausserhalb in einem Parkhaus deponieren, und es gab einen vorbildlich funktionierenden kostenlosen Shuttle-Service.

Zunächst schien uns die Stadt sehr ansprechend, bald fingen die ganzen Touristenströme und die damit einher gehende sparsame Freundlichkeit der Einwohner aber an zu nerven.

Nach einem faden Mittagessen entschlossen wir uns, den Ort zügig in Richtung Catania zu verlassen. Das berühmte Teatro Greco liessen wir aus, denn es war ohnehin zu heiss, um Ruinen zu besichtigen, und nur wegen eines Fotos die 10 Euro Eintritt zu bezahlen, schien uns übertrieben.


Catania

Catania

Catania


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Geschichte & Sehenswertes

Catania ist mit knapp 300'000 Einwohnern nach Palermo die zweitgrößte Stadt Siziliens, und weil (in Italien noch mehr als anderswo) nun mal die Größe zählt, nimmt man gemeinhin nur Palermo wahr.

Die Stadt (also Catania) wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Wirtschaftsflüchtlingen aus Naxos gegründet. Im 3. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sie sich unter römischer Vorherrschaft zum wichtigsten Handelsstützpunkt Siziliens.

Nach der fast völligen Zerstörung durch den Ausbruch des Ätnas 1669 und das grosse Erdbeben von 1693 wurde Catania vorwiegend im Stil des römischen Barock wieder aufgebaut.

Seit 2002 steht die Altstadt Catanias zusammen mit acht anderen barocken Städten im Val di Noto auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Sehenswertes gibt es einiges, Mittelpunkt ist jedoch die Piazza del Duomo mit der Kathedrale und dem Wahrzeichen der Stadt, dem Elefanten aus Lawastein. Der Platz ist schon am Tag wohl einer der schönsten Stadtplätze überhaupt, nachts entfaltet er aber seine ganze Pracht!

Außerdem gibt es eine stattliche Anhäufung von Kirchen, teilweise bis zu fünf Stück Tür an Tür. Das schien uns etwas viel, selbst für Italien. Irgendwann haben das die Cataner selber auch gemerkt und die meisten davon wieder geschlossen.

Am besten gefallen hat uns aber die Piazza Vincenzo Bellini mit dem Teatro Bellini, und diese wiederum besonders in der Nacht.

Dass in Catania fast alles nach dem berühmten Belcanto-Komponisten benannt ist, liegt natürlich daran, dass dieser hier geboren wurde.


Catania

Catania


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Shopping, Drinks und Jazz

Ursprünglich wollten wir zwei Nächte in Taormina oder Nicolosi verbringen und Catania gar nicht in unsere Reiseroute mit einplanen. Das wäre ein grosser Fehler gewesen, denn damit hätten wir nicht nur diese wunderschöne und pulsierende Stadt verpasst, sondern auch eines der besten B&B's, welches wir je hatten.

Die Kanzlerin führte uns zuverlässig zur gebuchten Unterkunft, wo dank des Wochenendes sogar freie Parkplätze zur Verfügung standen und der Eigentümer, Salvatore, uns vor der Türe bereits erwartete.

Nachdem wir unser Zimmer (mit Blick auf den Ätna!) bezogen hatten und uns Salvatore anhand eines Planes die Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgezeigt hatte, machten wir uns auf Erkundungstour.

Vom B&B, welches direkt am Bellini-Park gelegen ist, sind es nur ein paar Schritte bis zur grossen Einkaufsmeile Via Etnea. Nach einem kleinen Einkaufsbummel und einem Aperitif mit leckeren Antipasti erwarben wir Karten für ein Open-Air-Jazz-Konzert im Hof eines barocken Palastes. Nach dem Konzert gab's noch das eine oder andere Kaltgetränk und das eine oder andere Panino in der einen oder anderen Bar. Wir waren begeistert! Und am Ende ein wenig angetütert.

Am zweiten Tag gab's einen Ausflug auf den Ätna und danach noch einmal einen ausgedehnten Sightseeing-Rundgang in der Stadt. Ein passendes Restaurant für das Abendessen zu finden, bereitete uns an dem Tag etwas Mühe, da die angepeilten Adressen bereits ausgebucht waren. Irgendwann hat's dann aber trotzdem geklappt.


Catania

Catania


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Unser Tipp

Falls jemand aus nachvollziehbaren Gründen im Urlaub nicht alle zwei Tage den Ort und das Hotel wechseln möchte, dem empfehlen wir:

Am besten gleich mindestens eine Woche in Catania einplanen. Orte wie Siracusa, Ragusa, Taormina, Noto und natürlich der Ätna lassen sich von da aus ohne weiteres in Tagesausflüge mit einbauen. Und Strände gibt es auch.

Die Stadt ist zweifellos auch für einen längeren Aufenthalt geeignet.


Übernachten

Eh13 Luxury Accommodation

Wir übernachten ja nach Möglichkeit nur in sehr ausgesuchten Hotels und B&B's, aber was Salvatore seinen Gästen hier bietet, ist eine Rundum-Betreuung, wie wir sie bis dahin erst einmal (in Südafrika) erlebt hatten. Vom Empfang über die Restaurant- und Ausflugstipps bis hin zu einem sensationellen Frühstück, das keine Wünsche offen lässt, fühlt man sich hier bestens umsorgt und betreut.

Die Einrichtung in geschmackvollem italienischem Design (das ist nicht zwingend ein Widerspruch) wirkt teilweise zwar schon etwas angejahrt, was jedoch nicht weiter stört angesichts der grandiosen Aussicht auf den schönen Bellini-Park und den Ätna. Wahrlich eine Top-Adresse!

Catania
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Essen & Trinken

Arancini

Arancini („kleine Orangen“) sind frittierte und gefüllte Reisbällchen. Sie gehören zur traditionellen sizilianischen Küche, können fast überall gekauft werden und sind optimal für den kleinen Hunger zwischendurch.

Sehr lecker!

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Essen & Trinken

Polpetteria

Den Tipp erhielten wir von unserem Gastgeber: Polpette sind Fleischklösse. Hier gibt es sie aber auch als Fisch- oder Gemüseklösse, und alle sollen hervorragend schmecken.

Dieses Restaurant werden wir bei unserem nächsten Besuch testen.

Polpetteria
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Essen & Trinken

De Fiore

Dieses Restaurant wurde uns ebenfalls von Salvatore empfohlen; es sei sehr authentisch, lecker und ausserdem preiswert. Eine gewisse "Mama Lucia" führe den Laden und bereite alle Gerichte selbst zu, man müsse also manchmal etwas Geduld aufbringen.

Als wir da ankamen, waren sämtliche Aussentische offenbar grade belegt worden. Wir reservierten deshalb beim einzigen Kellner einen Tisch für später.

Nach einem Aperitif und einem Teller Antipasti in der nahen Razmataz Wine Bar kehrten wir anderthalb Stunden später zum De Fiore zurück, mussten aber feststellen, dass längst noch nicht alle Gäste, die zuvor schon da waren, ihre Essen auf dem Tisch hatten. Die meisten versuchten, den Kellner irgendwie auf sich aufmerksam zu machen, was diesen wiederum an den Rand eines Nervenzusammenbruchs brachte.

Wir warteten noch eine kleine Weile, in der wir beobachten konnten, wie an einem Tisch die Speisen aufgetragen wurden. Manche davon waren in der Küche wohl falsch bestellt worden, und ein britisches Kind liess sich zur entzückenden Reaktion hinreissen: "We have waited THAT long for THIS?"

Wir entschieden uns, gegen den anfänglich heftigen Widerstand meines Gatten, woanders unser Glück zu versuchen, was zu einer beharrlichen Verstimmung meines Lebenspartners führte, die trotz einiger Bemühungen meinerseits an dem Abend nicht mehr zu kurieren war.

Catania
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Essen & Trinken

Razmataz Wine Bar

Die Razmatas Wine Bar bietet hervorragende Weine und Antipasti, und dies am vermutlich lauschigsten Platz der Stadt. Die Bedienung wirkte ein wenig gestresst, trotzdem ist dies sicherlich eine der besten Adressen für einen gemütlichen Aperitif nach einer ausgedehnten Shopping- oder Sightseeing-Tour.

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Sehenswürdigkeiten

Piazza Vincenzo Bellini

Der Platz vor dem Teatro Massimo Vincenzo Bellini ist abends überfüllt mit hauptsächlich jüngeren Menschen. Es gibt zahlreiche Bars und Restaurants für jeden Geschmack und jedes Budget.

Betrunkene und pöbelnde Backfische, wie sie bei uns an den Wochenende an jeder Ecke zu finden sind, waren hier erstaunlicherweise nicht auszumachen. Auch drückte kaum jemand auf seinem Handy rum. Sehr sympathisch.

Man kann hier einen ganzen Abend und eine halbe Nacht zubringen, die wunderbare Atmosphäre geniessen, sich durchs Antipasto-Angebot essen und dabei Leute beobachten.

Unverzichtbar!

Catania
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Essen & Trinken

Il Sale Art Cafe'

Ebenfalls ein Tipp unseres Gastgebers. Nachdem wir anderswo kein Glück hatten, hat's hier endlich geklappt.

Die Bedienung war sehr freundlich und aufmerksam, das Essen kam kunstvoll angerichtet auf den Tisch und schmeckte sehr gut. Preislich war's hier eher im oberen Bereich für Sizilien.

Il Sale
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Sehenswürdigkeiten

La pescheria - Fischmarkt

Direkt angrenzend zur Piazza del Duomo, hinter dem wunderlichen Amenano-Brunnen, befindet sich, umgeben von dunklen Gemäuern alter Palazzi, der berühmte Fischmarkt von Catania.

Hier beginnt schon frühmorgens ein reges Treiben. Die laute und lebhafte Atmosphäre, der salzige Geruch des Meeres, die imposant drapierten Schwertfische, die silbernen Sägedegenfische, die zusammengerollt in der Sonne schimmern, Tintenfische, Garnelen und Muscheln in Hülle und Fülle, all dies ergibt ein einzigartiges Erlebnis für alle Sinne.

Laufend übergießen die Fischer ihren Fang mit Wasser, um ihn frisch zu halten, viele Tiere sind noch lebendig.

Ein wirklich sehenswerter Markt, wenngleich für Tierschützer und Vegetarier eher ungeeignet.

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Ätna

Ätna

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Die Orientierungslosigkeit der Kanzlerin

Unser Deal war ja, ich guck mir ohne zu klagen jeden antiken Trümmerhaufen an, im Gegenzug werde ich auf den Ätna chauffiert. Eine bis dahin leicht einseitige Vereinbarung, zumal es in der Gegend ungleich mehr Trümmer als Vulkane gibt. Aber nun war's endlich soweit

Der Ätna ist mit 3323 Metern ü. M. Europas mächtigster und aktivster Vulkan. Offiziell kann er von zwei Seiten bezwungen werden, und zwar von der Touristik-Station Etna-Nord, die beim Ausbruch von 2002/2003 zerstört, inzwischen aber wieder aufgebaut wurde, und von der Touristik-Station Etna-Sud, die wir an diesem Tag ansteuerten.

Der Ätna war der Kanzlerin völlig unbekannt, und auch sonst schien sie an dem Tag etwas orientierungslos (danke, Merkel!). Deshalb gaben wir als Ziel zunächst Nicolosi ein, der Ort ist sozusagen die letzte Tankstelle vor dem Vulkan. Ab da war die Strecke dann ohnehin ausgeschildert, und wir mussten Mutti nicht mehr bemühen.

Die Fahrt von Catania bis zur Talstation der Seilbahn auf 1900 Metern Höhe dauert eine gute Stunde und ist ab Nicolosi landschaftlich sehr reizvoll: Während man die Serpentinen hoch fährt, sieht man überall erkaltete Lava von den letzten Ausbrüchen und dazwischen leuchtend gelbe Sträucher. Très chic!


Ätna

Ätna


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Der Hauch des Todes

Beim Rifugio Sapienza gab's dann einen großen, kostenpflichtigen Parkplatz, viele Souvenir-Shops, ein paar Cafeterias und ein chaotisches Touristenbüro, wo man geführte Touren buchen und die entsprechende Ausrüstung hierfür hätte mieten können. Eine solche Tour dauert ca. vier Stunden und kostet um die 80 € inklusive stabiles Schuhwerk und Fahrt mit der Seilbahn und dem Geländebus.

Wir konnten uns jedoch nicht dafür erwärmen, da uns der Zeitaufwand zu gross war, stattdessen wählten wir die individuelle Variante.

Die Fahrt mit der Seilbahn kostet unbescheidene 30 € und wer weiter bis zum Torre del Filosofo will, muss insgesamt um die 55 € berappen, den genauen Betrag weiss ich aber nicht mehr. Wer fit ist und ordentliches Schuhwerk dabei hat, kann die gut tausend Höhenmeter bis dahin auch zu Fuss zurück legen (oder eine der beiden Teilstrecken) und sich so das Geld sparen, allerdings ist das Gelände arg eintönig, und die vielen vorbei fahrenden Geländebusse hinterlassen jedes Mal fiese Staubwolken.

In der engen Seilbahn-Kabine fing es bald an, erbärmlich nach Verwesung zu riechen. Anfangs dachten wir, dass dies den Ausscheidungen des Vulkans zu verdanken wäre, dann aber merkten wir, dass es vielmehr am Mundgeruch eines französischen Ehepaars lag. Vermutlich hatten sie grad lecker Frösche verdrückt oder Innereien-Wurst im Schweine-Enddarm, was Franzosen halt so frühstücken.

Unsere Lebensfreude verflüchtigte sich vorübergehend, bis wir die 500 Höhenmeter überwunden hatten. Das war die längste Seilbahnfahrt unseres Lebens.


Ätna

Ätna


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Der Turm des Philosophen

Weiter ging's dann per Geländebus bis zum Torre del Filosofo auf ca. 2900 Metern ü.M., wo's eine verschüttete Berghütte und eine Reihe Nebenkrater zu besichtigen gab. Die hätten wir uns auch unbegleitet anschauen können, aber der Bergführer war im Reisepreis irgendwie mit eingerechnet bzw. ist uns an der Talstation aufgeschwatzt worden. Egal.

Der Hauptkrater, der nochmal 400 Meter höher liegt, ist nur zu Fuss erreichbar. Hier ist der Bergführer obligatorisch, Solotouren sind nicht erlaubt, wahrscheinlich damit keiner versehentlich in den Krater fällt.

Der Temperaturunterschied zwischen Tal- und Bergstation war beträchtlich, dazu ging eine steife Brise. Outdoor-Bekleidung oder zumindest ein dicker Pullover wäre hier sinnvoll gewesen. Zum Glück hatte mein Göttergatte, natürlich nicht zufällig, einige T-Shirts dabei, die wir überziehen konnten. Auf diese Weise eingepackt konnten wir uns uneingeschränkt an dem bizarren Naturschauspiel inmitten der kargen Mondlandschaft erfreuen.

Beim Runterfahren mit der Seilbahn hatten wir diesmal mehr Glück und konnten die Fahrt alleine genießen.


Enna


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Um von Catania nach Cefalù zu gelangen, hätten wir die Küstenroute über Messina nehmen können oder die Autobahn durchs Landesinnere.

Wir entschieden uns für die zweite Variante über Enna. Die Stadt liegt in der geografischen Mitte der Insel auf einer Höhe von 968 M.ü.M. und wird auch Nabel Siziliens oder Belvedere (Aussichtspunkt) genannt.

Neben der besagten Aussicht gibt's da aber kaum was zu sehen. Das stand schon so in unserem Reiseführer, Salvatore hatte uns das bestätigt, und so war's denn auch. Die Enttäuschung war nach einem kleinen Rundgang deshalb geringfügig.

Die Autobahn durch das wenig bebaute und landschaftlich reizvolle Inselinnere bestand fast ausschliesslich aus holprigen Brücken. Täler oder Flüsse waren keine zu überwinden, deshalb schien uns der Bau von Brücken hier wenig sinnvoll, aber wir nehmen an, der eine oder andere "Pate" wird den einen oder anderen Euro hierfür kassiert haben. Nichts genaues weiss man aber nicht.


Essen & Trinken

Bottiglieria Belvedere

Hier gibt's sensationelle Pannini und einen ebensolchen Blick aufs Umland und das Städtchen Calascibetta auf der Erhebung gegenüber.

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Cefalù


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Cefalù ist, ähnlich wie zuvor schon Tropea, ein malerisch gelegener Badeort - nur dass dieser unterhalb eines szenischen Felsens platziert worden war, während Tropea auf einem solchen drauf steht. Hier wollten wir also wiederum einen Tag lang entspannen.

Der Ort selbst war für uns merklich zweigeteilt, und zwar in eine idyllische Oberstadt und eine trashige Unterstadt, wo's primär Touristenläden gibt.

Eine herrliche Aussicht hat man vom Felsen aus, genannt La Rocca, den man in einer guten Stunde erwandern kann.

Der Strand ist in Cefalù allerdings nur Strand, wie fast überall am Mittelmeer. Der grösste Teil davon ist kostenpflichtig, mit den obligaten Liegen und Sonnenschirmen, es gibt aber auch den normalen Lido für die, die lieber im Sand liegen und ihre Sonnenschirme selber mitbringen.

Insgesamt ist Cefalù sicherlich kein Must-See, für uns war's nach Catania und dem Ätna aber optimal zum Entspannen.


Übernachten

Bohémien

Wir hatten etwas Mühe, dieses B&B zu finden, da das Hinweisschild leicht übersehen werden kann. Die Lage ist aber optimal am Rand der Fussgängerzone, man hat ausserdem die Möglichkeit, das Auto direkt vor der Tür zu entladen und danach in der Nähe kostenfrei zu parken.

Empfang und Service waren für Sizilien ungewohnt zurück haltend, aber freundlich. Da wir ohnehin nur zwei Nächte gebucht hatten, störte es uns auch nicht, dass die Zimmer offenbar nicht täglich aufgefrischt werden.

Unser Zimmer war nett eingerichtet und relativ geräumig, und auch das Internet funktinierte tadellos. Frühstück konnte am Vorabend mittels Auswahlliste selber zusammen gestellt werden und war in Ordnung.

Insgesamt können wir diese Unterkunft ohne grössere Einschränkung empfehlen.

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Essen & Trinken

Piazza del Duomo

Der lauschige Platz vor dem recht ansehnlichen Dom ist ideal, um die Abende zu verbringen.

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Palermo


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Kurz & knapp

An den Grund, weshalb wir als nächstes Castelammare gebucht hatten und nicht Palermo, erinnere ich mich nicht mehr, jedoch waren wir damit am Ende ganz zufrieden.

Wir hatten also einen halben Tag für Siziliens Hauptstadt eingeplant, und wie immer, wenn uns die Zeit für ein gründliches Sightseeing fehlt, klapperten wir die Sehenswürdigkeiten zunächst mit dem Touristenbus ab. Hier gibt's zwei Linien, eine rote und eine blaue, wobei uns die blaue komplett überflüssig schien.

Gut gefallen haben uns die im normannisch-arabischen Stil erbaute Kathedrale von Palermo, der Quattro Canti ("Vier-Ecken-Platz"), ein besonders hübsches Beispiel sizilianischen Barocks, und das Teatro Massimo, wo wir an einer etwas seltsamen Führung teilnahmen, an der nicht fotografiert werden durfte. Das Foto vom Zuschauerraum ist deshalb ein Netpic.

Viel mehr gab's eigentlich nicht zu sehen, auch waren alle Kontakte hier auffallend unfreundlich, deshalb waren wir froh, als wir der Stadt abends wieder entfliehen durften.


Sehenswürdigkeiten

Kathedrale von Monreale

Das Sehenswerteste an Palermo ist wohl die etwas ausserhalb gelegene Kathedrale von Monreale. Diese ist bekannt für ihre besonders außergewöhnlichen byzantinischen Mosaike. Von allen Kirchengebäuden, die wir auf dieser Reise besucht haben, war dieses das eindrücklichste.

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Castellammare del Golfo


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Castellammare war für uns der ideale Ausgangspunkt für die Erkundung von Siziliens Nordwesten. Der Ort ist ganz hübsch und hat abends die ganze Palette unterschiedlichster Bars und Restaurants zu bieten.

Trotzdem ist das Städtchen - selbst während der Hauptsaison - nicht ganz so überlaufen wie beispielsweise San Vito lo Capo oder Cefalù, und die Touristen stammen mehrheitlich aus Italien, was wir auch ganz angenehm fanden.

Auch Castellammare würde sich vorbehaltlos eignen für einen etwas längeren Aufenthalt und ist die gemütliche Alternative zu Palermo.


Übernachten

Hotel Cetarium

Dieses Hotel liegt malerisch am alten Hafen, wo ab 20.00 Uhr zum Glück nicht mehr gefahren werden darf. Das Auto kann man in der Nähe für 5 Euro am Tag sicher parken.

Die Fernbedienungen zu TV und Aircon wurden aus unerklärlichen Gründen mit dem Schlüssel abgegeben. Das Zimmer mussten wir selber aufsuchen, was zwar keine Schwierigkeit darstellte, jedoch hätten wir eine erste Begleitung dahin sehr geschätzt, auch wegen der Technik und des ganzen Gepäcks.

Zimmer und Bad waren für unsere Bedürfnisse ausreichend, das Design schlicht und zweckmässig, allerdings im Bad teilweise unschön verarbeitet. Das Licht im Bad konnte nur zusammen mit der Lüftung ausgemacht werden, was wir sehr unpraktisch fanden. Gewöhnungsbedürftig auch, dass das Zimmer kein ordentliches Fenster hatte. Liegt aber halt alles am Preis, was heisst, wer mehr bezahlt, kriegt auch mehr.

Das Frühstückbuffet war das reichhaltigste der ganzen Reise. Der Kaffee aus der Thermoskanne schmeckte zwar wie Spülwasser, es konnte aber ohne Aufpreis richtiger Kaffee bestellt werden.

Insgesamt war das Cetarium die bescheidenste von allen Unterkünften während unserer Reise, aber für den Preis war's trotzdem in Ordnung. Bei einem längeren Aufenthalt würden wir sicherlich ein Zimmer mit Fenster buchen.

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Sehenswürdigkeiten

San Vito lo Capo

San Vito lo Capo liegt sehr abgelegen im äussersten Nordwesten der Insel. Die Gegend ist landschaftlich sehr reizvoll, der Strand gilt ausserdem als der schönste auf Sizilien.

Für uns war der Ort aber entschieden zu touristisch, das Wasser an dem Tag ausserdem ziemlich eklig veralgt, und das Essen in einem der Strand-Restaurants hat auch nicht geschmeckt.

Etwas ausserhalb des Ortes gibt es aber ein Naturschutzgebiet, das Riserva Naturale dello Zingaro, wo's ein paar hübsche, weniger überlaufene Strände gibt. Allerdings muss man hier Verpflegung und Sonnenschirme selber mitbringen.

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Essen & Trinken

Il Patio

Hervorragendes relativ neues Restaurant direkt am alten Hafen. Die Bedienung war auffallend freundlich und zuvorkommend, das Essen schmeckte wunderbar, und die Weinkarte sah auch toll aus. Allerdings war an den beiden Abenden aber grad nur eine Sorte Wein da, was etwas seltsam anmutet in einem Weinland wie Italien.

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Sehenswürdigkeiten

Segesta

Auf dem Weg nach Agrigento hatten wir die Besichtigung zweier Ruinenstädte und zweier Strände eingeplant. Ein ausgeglichenes Programm also.

Die antike Stadt Segesta war der erste Halt. Hier gab's einen besonders fotogenen Tempel und ein Theater zu besichtigen. Aufs Theater haben wir aber verzichtet, da wir im Jahr zuvor in der Türkei schon viele gesehen hatten.

Am Parkplatz musste das Eintrittsgeld von 6 Euro entrichtet werden - obwohl da zu lesen war, dass "European Citizens" das Kulturgut kostenlos besichtigen dürften. Darauf angesprochen, meinte die Ticketverkaufsdame "No free!". Eine Eingangskontrolle gab's dann aber nicht. Italien halt.

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Agrigent

Agrigento

Agrigento


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Liebe auf den zweiten Blick

Es wäre übertrieben zu behaupten, dass Agrigento eine der schönsten Städte sei, die wir je gesehen hätten. Aber wir hatten hier mal wieder eine grandiose Unterkunft erwischt, die beiden Restaurants, die wir besuchten, waren die kulinarischen Höhepunkte unserer Reise, und das sogenannte Tal der Tempel ist natürlich sehenswert.

In die Stadt verliebt haben wir uns allerdings erst, als wir abends nach einem fantastischen Essen einige der vielen verwinkelten Treppen der Altstadt hoch und runter gelaufen sind. Durch die Abwesenheit von Autos und Motorrädern konnte man gut hören, was in den Häusern alles gesprochen wurde. Nach jeder Ecke waren wieder andere Stimmen und andere Stimmungen zu vernehmen, ein sehr sinnliches Erlebnis.


Übernachten

B&B La Dolce Vita

Die Anfahrt in Agrigento sollte sich als etwas beschwerlich erweisen, da uns die Kanzlerin - bestimmt in finsterer Absicht - mehrfach über Treppen leiten wollte. Jedoch wurden wir in diesem B&B von einem freundlichen, wenn auch wiederum nicht Englisch sprechenden jungen Mann empfangen und für die Strapazen mit einem warmen Fläschchen Schlampagner entschädigt. Wir mögen zwar keinen Nuttendiesel, schon gar nicht temperierten, aber es ist ja die Geste, die wo zählen tut.

Das geräumige Zimmer war mit opulentestem Tuntenbarock ausgestattet und somit nicht wirklich unser Stil. In der Hinsicht sind wir aber sehr anpassungsfähig, und so ließen wir uns davon nicht erschrecken.

Vom Balkon aus hatten wir einen wunderbaren Blick aufs Meer! Ein Stockwerk tiefer im selben Haus befindet sich übrigens das offiziell beste Restaurant der Stadt, welches wir auch uneingeschränkt empfehlen können.

Das Frühstück, welches aus einer grossen Wahlliste vorbestellt werden konnte, wurde auf dem Balkon serviert und schmeckte hervorragend.

Wir empfehlen unbedingt, die Suite zu buchen, denn der Preisunterschied ist gering, und man fühlt sich doch gleich viel wohler, wenn man etwas mehr Platz zur Verfügung hat, den man zumüllen kann.

Wir sind begeistert und würden diese Unterkunft jedem empfehlen, der Agrigento besuchen möchte.

La Dolce Vita - Agrigento
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Essen & Trinken

Kalos

Im selben Haus wie unser B&B, ein Stockwerk tiefer, befindet sich das offenbar konkurrenzlos beste Restaurant der Stadt. Dieses ist etwas teurer als das Terra & Mare, aber trotzdem auch bei Einheimischen sehr beliebt.

Wir hatten einen der drei lauschigen Zweier-Balkons reserviert, wo wir das hervorragende Essen im Freien und mit Blick auf den belebten Platz geniessen konnten. Erstklassig!

Zimmer mit Aussicht
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Essen & Trinken

Terra & Mare

Aufgrund des TripAdvisor-Hinweises beim Eingang entschieden wir uns spontan, hier kurz zu verweilen und einen Antipasto-Teller und ein Glas Wein zu bestellen. Beides hat dann so vorzüglich geschmeckt, dass wir fürs Dinner gleich da blieben.

Eine gute Entscheidung! Im Terra & Mare erhält der Gast fast ausschliesslich Produkte aus der Region, oft sogar in Bioqualität. Die Küche ist einfach und preiswert, aber sehr lecker, und die Bedienung äusserst charmant und kompetent.

Der Abend hat uns so gut gefallen, dass wir am darauf folgenden Mittag gleich noch einmal da waren, und es war erneut fantastisch.

Die TripAdvisor-Auszeichnung trägt dieses Restaurant also völlig zu recht.

Terra
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Sehenswürdigkeiten

Simposio

Mehr Schein als Sein bietet dieses Bar-Restaurant, welches wohl mal als hipper Szene-Treffpunkt konzipiert war, dann aber wegen Ahnungslosigkeit der Betreiber und wohl auch aus Geldmangel etwas verfiel. Das freundliche, aber komplett überforderte Personal kriegte die beiden Standard-Drinks, die wir bestellt hatten, jedenfalls nicht auf die Reihe.

Die Lage am höchsten Punkt der Stadt ist dennoch sensationell! Vielleicht haben wir einfach das Falsche bestellt, man weiss es nicht.

Agrigento
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Sehenswürdigkeiten

Selinunte

Eine weitere ausgedehnte Ruinenstadt auf dem Weg von Palermo nach Agrigento.

Selinunt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von dorischen Griechen gegründet und existierte rund 400 Jahre. Vieles wurde durch verschiedene Erdbeben zerstört, manches wieder aufgebaut.

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Sehenswürdigkeiten

Capo Bianco

Die Ruinen der griechischen Stadt Eraclea Minoa könnte man sich eigentlich schenken, stünden sie nicht so spektakulär auf diesem gleißend weißen Kreidefelsen.

Von hier aus hat man außerdem einen grandiosen Blick auf einen der schönsten Strände Siziliens. Der nach ebendiesen weißen Kreidefelsen benannte Capo Bianco ist ein 3 km langer Sandstrand, gesäumt von einem Pinienwald.

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Sehenswürdigkeiten

Scala dei Turchi

Die "Treppe der Türken" dürfte einer der ausgefallensten Strände am ganzen Mittelmeer sein. Während Jahrtausenden haben Regen, Wind und Wellen diese Treppe aus weissem Kalkstein geformt.

Der Legende nach haben die Sarazenen vor knapp 1'200 Jahren die Treppen genutzt, um an Land zu gehen und von hier aus die Insel zu erobern.

Diese Attraktion wird nicht nur von Touristen gerne aufgesucht, auch Einheimische tummeln sich hier viele. Abends werden die lauschigen natürlichen Sitzdellen gerne von verliebten Jugendlichen für romantische Stelldicheins genutzt.

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Sehenswürdigkeiten

Tal der Tempel

Das Tal der Tempel, ein paar Kilometer ausserhalb Agrigentos, ist eigentlich gar kein Tal, sondern ein Hügel. Der irreführende Name beruht offenbar auf einem Übersetzungsfehler aus dem Altgriechischen.

1997 erklärte die UNESCO die archäologischen Stätten von Agrigent zum Weltkulturerbe mit der Begründung, „dass Akragas eine der größten Städte der Antike im Mittelmeerbereich war und in einem außergewöhnlich guten Zustand erhalten ist. Seine großartige Reihe dorischer Tempel ist eines der herausragendsten Denkmäler für die griechische Kunst und Kultur.“

Dem gibt's nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass man das Restaurant meiden sollte, da Wucherpreise.

Agrigento
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Ragusa

Ragusa Superiore

Ragusa Superiore


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Storisches

Die letzte Etappe unserer Reise führte uns von Agrigent nach Syrakus, den Mittagshalt hatten wir in Ragusa geplant.

Die Stadt mit heute 70'000 Einwohnern hat eine sehr lebhafte Geschichte. Mutmasslich im 18. Jh. v. Chr. von den Sikulern gegründet, fiel sie im 6. Jh. v. Chr. an die Griechen, später an die Römer, die Byzantiner und die Araber. Im Mittelalter herrschten nacheinander Normannen, Staufer und Aragonesen.

Vom grossen Erdbeben 1693 wurde Ragusa fast vollständig zerstört und ihre Vergangenheit, arabische und mittelalterliche Spuren inbegriffen, damit vernichtet. Im Rahmen des Wiederaufbaus entstanden zwei Stadtteile, einer auf dem Gebiet der ursprünglichen Stadt, Ragusa Ibla, und einer auf einem etwas höher gelegenen Felsplateau im Westen, genannt Ragusa Superiore.

Als Ganzes ist sie heute eine der neun spätbarocken Städte des Val di Noto, die 2002 von der UNESCO zum Welterbe erklärt worden sind.


Ragusa Superiore

Ragusa Superiore


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Ragusa Superiore

Wir hatten die Kanzlerin geheissen, uns ins Stadtzentrum von Ragusa zu navigieren. Am Dom von Ragusa Superiore angekommen, meinte sie: "Ankunft. Das wurde aba auch Zeit".

Dieser obere Teil der Stadt ist schachbrettartig angelegt und machte auf uns einen akkuraten, unspektakulären und sehr ausgestorbenen Eindruck. Letzteres war vermutlich auf den Wochentag zurück zu führen - es war Sonntag. Nicht mal ein Café hatte geöffnet, wo wir uns hätten stärken können, und ausser dem prächtigen Dom und einem traurigen alten Cinquecento gab's nicht sehr viel zu sehen.

Nachdem wir den Cinquecento ein wenig getröstet hatten, ging's deshalb weiter nach Ragusa Ibla, irgendwo musste in dieser Stadt doch was zu essen aufzutreiben sein, selbst am allerheiligsten aller Wochentage.


Ragusa Ibla

Ragusa Ibla


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Ragusa Ibla

Der Wow!-Effekt blieb dann nicht aus, als wir uns von oben Ragusa Ibla näherten. Dieser Teil der Stadt ist herrlich pittoresk auf einem Hügel gelegen, praktisch wie hingemalt.

Es dauerte dann noch eine Weile bis wir auch hier den Dom gefunden hatten, denn selbstverständlich gibt es nicht nur die Stadt zweimal, sondern auch den Dom. An der Piazza del Duomo gab's dann mehrere attraktive Restaurants, wovon wir uns eines aussuchten und bei einem leckeren Insalata Caprese die Stimmung genossen.

Wir kamen nicht umhin festzustellen, dass Ragusa nicht nur eine überraschend attraktive sondern auch eine offensichtlich relativ wohlhabende Stadt ist. Die vielen barocken Paläste sind fast alle aufwendig restauriert, und auch die anderen Häuser hinterliessen einen sehr gepflegten Eindruck. Ragusa erwies sich als weiteres Highlight unserer Reise.

Am Nachmittag ging's weiter Richtung Modica.


Modica

Modica

Modica


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Schoggi

An dem Tag blieb uns noch etwas Zeit, um einen weiteren Halt einzulegen. Wir entschieden uns für Modica - was vielleicht ein Fehler war, denn Noto sei das wirkliche Barock-Highlight des nach ihr benannten Val di Noto - was wir aber leider erst zuhause erfuhren.

Viel zu sehen gab's in Modica nicht, obwohl die Stadt ebenfalls zum UNESCO-Inventar zählt. Immerhin: Der Duomo di San Giorgio konnte uns mit seiner prächtigen Treppe beeindrucken. Ausserdem ist die Stadt wohl für ihre Schokolade bekannt, was wir anhand eines Schoko-Eises testeten und nun entsprechend nachvollziehen können.

Danach ging's weiter Richtung Siracusa, dem Endziel unserer Reise.


Siracusa


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Syrakus war erwartungsgemäß ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. In dieser Stadt schuf einst Archimedes die Grundlagen der modernen Wissenschaften.

Die Lage und Schönheit der Stadt sowie verschiedene Ausgrabungsstätten tragen dazu bei, dass sich abends Touristenmassen durch die engen Gassen schieben und um Restaurantplätze kämpfen. Aber immerhin sind die Touristen, die sich in Siracusa tummeln, nicht dieselben wie am Ballermann, und so liessen wir uns dadurch nicht stören.

Neben der pittoresken Altstadt und dem ausufernd barocken Domplatz gäbe es in Syrakus auch eines der größten griechischen Theater der Welt, ein römisches Amphitheater und weitere Ruinen zu sehen, welche wir uns aber fürs nächste Mal aufgehoben haben. Stattdessen liessen wir uns am letzten Nachmittag mit einem Boot an einen kleinen Strand schippern, wo wir ein letztes Bad im lauen Mittelmeer genossen.



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Kathedrale von Syrakus

Aus dem 7. Jh. v. Chr. stammen die frühesten Fundamente des heutigen Doms, die Originalsäulen des dorischen Tempels, der hier um 470 v. Chr. errichtet wurde, sind heute in der Seitenwand eingelassen und teilweise von außen sichtbar.

Ab dem 7. Jahrhundert fand der Umbau zur christlichen Kirche statt. Dazu wurden die Zwischenräume zwischen den dorischen Säulen vermauert. Ab 1728 wurde die durch das große Erdbeben 1693 beschädigte Fassade im Stil des sizilianischen Barock erneuert.


Übernachten

L'Approdo delle Sirene

Wir hatten keine Probleme, das B&B zu finden, und auch ein Parkplatz war kostenlos direkt vor dem Haus verfügbar.

Der Empfang war optimal und dazu in sehr gutem Englisch. Das Zimmer entsprach unseren Erwartungen, war geschmackvoll eingerichtet und ließ keine Wünsche offen. Im Bad hatte sich an der Decke etwas Schimmel angesetzt, aber für eine 3*-Unterkunft im peripheren Europa durchaus im undramatischen Rahmen.

Das Frühstück auf der Dachterrasse war klein aber fein. Es gab sogar, für uns ganz wichtig, verschiedene Sorten Käse. Die Aussicht von da auf den Hafen war ebenfalls grossartig.

Kleiner Wermutstropfen: Die Rezeption ist praktisch nie besetzt, und es gibt auch keine Klingel. Wer einen Wunsch hat oder zu ungewohnter Zeit auschecken möchte, muss deshalb mit Wartezeit rechnen.

Ansonsten bietet das Approdo delle Sirene alles, was man zu diesem Preis erwarten kann, und mehr.

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Sehenswürdigkeiten

Kalliope Trattoria

Es gibt bessere Restaurants in Siracusa, aber eine so grandiose Show wie hier kriegt man sonst nirgendwo geboten.

Wir wissen nicht, ob die Kellner dazu angehalten werden, wie von Furien getrieben durch die Gegend zu rennen und dazu die wunderlichsten Grimassen zu schneiden.

Uns ist auch nicht bekannt, ob die eine Geschäftsführerin jeden Abend im Dame-Edna-Kostüm rumläuft oder ob wir einfach Glück hatten. Eine andere, ebenfalls mutmaßlich geschäftsführende Trulla, schlurfte dafür mit bemerkenswert hängender Körperhaltung und ebensolchem Gesicht durch die Szenerie. Herrlich!

Jede und jeder Mitarbeitende trug auf seine besondere Art zu einem verdammt lustigen Abend bei. Ich kann mich nicht erinnern, mich in einem Restaurant je so gut unterhalten zu haben. Ganz grosses Kino!

Achja, der Geschmack der beiden Pizzen war völlig in Ordnung, die eine war etwas verkohlt, die andere matschig, aber was soll's. Wir empfehlen: Unbedingt hingehen und sich einen schönen Randtisch aussuchen. Viel Vergnügen!

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Essen & Trinken

Kaos pizzeria

Guter Service, leckere und preiswerte Pizza auf einem wunderschönen Platz. Verlangt man nach mehr? Meist nicht.

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Essen & Trinken

"A Putia" Delle Cose Buone

Hier gab's die mit Abstand besten Antipasti unserer Reise!

Die Bedienung war allerdings eher Glückssache.

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Sehenswürdigkeiten

Caravaggio

Eine der Schutzheiligen von Syrakus ist die heilige Lucia, im Jahre 304 von Heiden der Insel zu Tode gefoltert. Wohl zu ihrem Ehrentag am 13. Dezember schuf Caravaggio dieses Gemälde von ihrem Begräbnis für die Basilika di Santa Lucia.

Es kann zu sehr eingeschränkten Besuchszeiten besichtigt werden. Klar, dass ausgerechnet während der ganzen Zeit unseres Aufenthaltes geschlossen war. Sehr sehr schade.

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Sonstiges

Fish House Art

Ein Laden der besonderen Art: Fische und Meerestiere in allen Farben und Formen. Und zwar ausnahmsweise nicht zum Essen, sondern zum ausschließlichen Angucken.

Hab mir zwei besonders hübsche Exemplare aus Keramik gekauft, die nun in meinem Bad hängen. Herzallerliebst!

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Essen & Trinken

Zibibbo

Zibibbo ist der sizilianische Name für die Rebsorte Muscat d'Alexandrie. Der Name ist abgeleitet vom afrikanischen Kap Zibibb, von wo aus angeblich die Phönizier diese Sorte nach Süditalien brachten.

Der Wein eignet sich hervorragend als Aperitif zu einem Teller Antipasti.

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Catania Airport


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Die Rückgabe des beschädigten Autos am Flughafen von Catania nahm wegen des vielen Papierkrams und nicht allzu grosser Effizienz der Angestellten einige Zeit in Anspruch, sodass wir fast den Flieger verpasst hätten.

Eine halbe Stunde vor Abflug war dann aber das letzte Formular ausgefüllt und die Kaution von 300 Euro für den Schaden hinterlegt. Es hat dann glücklicherweise doch noch gereicht.


Anti Pasto

Anti Pasto


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Fazit

Sämtliche Vorurteile, welche ich gegenüber Italien zuvor hatte, erwiesen sich als zutreffend.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich es mit der Zeit ganz faszinierend fand, wie ein Italiener gleichzeitig autofahren, telefonieren, vespern und - natürlich - gestikulieren kann. Es ist auch vergnüglich, wenn gestandene Mannsbilder am Strand laut nach ihrer "Mama!" rufen, und es ist unterhaltsam, italienischen Hochzeitsgesellschaften beim Posieren fürs perfekte Foto für die Ewigkeit zuzugucken.

Und... tja... das Essen! Vermutlich gibt es genau zwei Länder auf der Erde, wo man fast uneingeschränkt leckeres Essen serviert bekommt, Thailand und, wen wundert's, Italien! Man kann sich sogar am Strand einfach in die nächstbeste Kneipe setzen und bekommt Vorzügliches vorgesetzt, während man beispielsweise in Spanien oder Griechenland hierfür schon gezielt ein Sterne-Restaurant aufsuchen muss.

Auch für Badeferien haben wir einen Ort gefunden, den wir sogar weit gereisten Globetrottern uneingeschränkt empfehlen können: Tropea! Und wer mehr sucht als nur Sonne, Sand und Meer ist in Italien sowieso bestens aufgehoben.

Insgesamt bieten Land und Leute also ein ziemlich beeindruckendes Gesamtpaket, dessen Vorzüge nun selbst mich überzeugt haben.

Besser spät als nie.