Ägyptens Kulturschätze - Reisebericht von Sternchen77 bei triplib.

Subtitle

Short description for search engines
Sternchen77
Mitglied seit: 14.02.2011
Reiseberichte: 3
Reisetipps: 11
Fotos: 85
Länder: 4
Freunde: 0

Meine Reisestationen

Werbung

Weitere Inhalte

 

Ägypten
Alle Reiseberichte (13)
Alle Fotos (227)
 

31 Fotos | 1 Reisetipps | 1979 Views

Bewertung: 1 1 1 1
(Anzahl der Bewertungen dieses Berichts: 1)

Hurghada

Das Rote Meer

Das Rote Meer


Mehr Bilder aus Hurghada

Im Roten Meer wartet eine Zauberwelt...

...mit kunterbunten Fischen, die zu schweben scheinen. Das Meer ist glasklar und türkisblau. Eintauchen in eine fremde Welt.

Willkommen am Roten Meer! Das einzige Geräusch was ich höre, wenn ich die Augen schließe? Das Rauschen des Meeres, das Rascheln der Palmenblätter im Wind. Kaum eine Wolke am Himmel, das türkisfarbene Wasser lockt.

Wir haben eingecheckt in Safaga, 60 km südlich von Hurghada. Die kleine Hotel/-Bungalowanlage ist etwas in die Jahre gekommen, aber sauber. Wir haben sowieso nicht vor die Tage im Zimmer zu verbringen. Schließlich brennt die Sonne vom Himmel und wir freuen uns auf Strand, Sonne und Ägyptens Kultur.

Safaga ist klein, das üppige Grün der Hotelanlage endet an der Straße- dahinter erstrecken sich schroffe Berge und endlose, fast menschenleere Wüste, bis zum Nil.

Wir verbringen unseren ersten Tag am Strand- dösen in der Sonne und freuen und freuen uns auf den bevorstehenden Urlaub.



Mehr Bilder aus Hurghada

Ägypten unter Wasser

Es klingt ungefähr so: "Ffft", wenn die Luft bei jedem Atemzug durch den Schnorchel nach oben steigt. Ans Tauchen trauen wir uns noch nicht, also erstmal die "Light-Variante": Schnorcheln.

Kaum sind wir abgetaucht staunen wir: Anemonenfisch-Pärchen und Sergeantfisch-Schwärme buhlen darum, wer schöner im Licht der Sonne strahlt, die durchs Wasser glitzert. Mehr als 200 Korallenarten- so bunt und schön, wie man sie noch nie gesehen hat, gefühlte 1000 verschiedene Fische- die meisten sind klein und bunt und stupsen manchmal sogar an ihr Spiegelbild in der Taucherbrille.
Wir haben Glück und sehen sogar einen Mantra!

Für den nächsten Urlaub nehmen wir uns vor doch endlich einen Tauchkurs zu machen!



Mehr Bilder aus Hurghada

Jeep-Safari durch Ägyptens Wüste

Nach ein paar Tagen Relaxen am Strand sind wir bereit für das nächste Abenteuer. Da Trips auf eigene Faust in Ägypten fast unmöglich sind, haben wir über einen Veranstalter eine Jeep-Safari in die Steinwüste gebucht. Am frühen Morgen geht es los. Wir fahren durch unendliche Weiten, schon nach wenigen Minuten haben wir die Orientierung verloren. Überall nur Geröll und Felsen.

Nach 20 Minuten Fahrt sind wir in einem kleinen Beduinendorf angekommen. Hier werden wir von den Einheimischen in ein Beduinenzelt gebeten, bekommen ein Tasse Tee und rauchen Wasserpfeife. Außerdem wagen wir einen Ritt auf dem Kamelrücken durch die zerklüftete Wüste...uuui, das schaukelt ganz schön, macht aber großen Spaß!

Am Nachmittag sind wir zurück im Hotel und verbringen den Rest das Tages mit Schnorcheln und Baden im türkisblauen Meer.



Mehr Bilder aus Hurghada

Das Highlight: Schnorcheln mit Delfinen...

Durch einen Eintrag bei Holidaycheck sind wir auf die Kontaktdaten eines einheimischen Reiseveranstalters gestoßen, der unter anderem auch Delfintouren anbietet.

Und dies ist ein echter Geheimtipp: Wir haben eine supertolle Delfin Tour über Mohamed gebucht. Und wir hatten Glück, dass wir tatsächlich mit frei lebenden Delfinen schwimmen und schnorcheln dürften. Ein absolutes Highlight und einfach unbeschreiblich. Gebucht haben wir unkompliziert über SMS und bekamen sofort einen möglichen Termin genannt. Zum verabredeten Zeitpunkt wurden wir am Hotel abgeholt und zur Ablegestelle nach Hurghada gefahren. Wir waren ca. 15 deutsche Urlauber auf dem Boot. Es wurden alkoholfreie Getränke, kleine Snacks und ein leckeres Mittagessen angeboten.

Wir haben insgesamt 3 Riffe angefahren...erst am dritten Riff hatten wir Glück. Die Delfine kamen nah ans Boot heran, und sprangen um das Boot herum, so dass man sie schon vom Boot aus gut sehen konnte.

Durch die kleine Gruppe wurde das Schnorchelerlebnis zu einem absoluten Highlight.


Sport & Aktivitäten

Schnorcheln mit freilebenden Delfinen

Tolle, außergewöhnliche Ausflüge wie z.B. Schnorcheln mit Delfinen. Kleine Gruppen, oft günstiger als die großen Reiseveranstalter.
Unkomplizierte und prompte Abwicklung, sehr gute Betreuung
Rundum zu empfehlen- wer hier nicht bucht hat was verpasst!

Delfintour
Meine Bewertung
Tip price

Weitere Infos
 

Luxor


Mehr Bilder aus Luxor

Ägypten über Wasser

Die Pharaonen sind gekommen und gegangen, die Pyramidenbauer und die Ägyptologen auch, die Hobby-Archäologen sowieso. Aber der Nil, der längste Fluss der Welt (6671 km) blieb immer das was er war: eine wunderbare Lebensader zwischen dem Sahara-Sand, eine einzige große Oase, ein Rastplatz für Götter und Göttinnen.

Zugegeben: das Aufstehen um 4.00 Uhr früh fällt schwer. Es ist noch dunkel draußen, als wir den Reisebus Richtung Luxor besteigen. Aber sobald die Müdigkeit verfliegt steigt die Aufregung auf die Kulturschätze Ägyptens.

Der Bus bringt uns, erst quer durch die felsige Wütse, dann immer am Nil entlang nach Luxor. Dieser Ort ist sicher für alle Fans von Tempeln, Mumien und Ruinen der spannendste. Hier stand bis 1000 v. Chr. die Stadt Theben, hier herrschte Nofretete, hier zeugte Kleopatra mit Julius Caesar ihren Sohn Caesarion.

5 Stunden später erreichen wir Theben West und das sagenumwobenen TAL DER KÖNIGE. Es liegt auf der Westseite des Nils inmitten einer Bergkette und beherbergt die Gräber der berühmten Pharaonen Ägyptens. 80 Gräber wurden bisher gesichtet, Experten schätzen aber, das über 1.000 im ganzen Tal verstreut sind. Alle sind ähnlich aufgebaut: am Eingang ist ein langer Korridor, dann kommt eine Vorhalle und schließlich die eigentliche Grabkammer. Die alten Ägypter glaubten, dass die Gräber Ausgangspunkt der Toten für ihre Reise ins Jenseits seien. Zum Begräbnis wurden die Grabkammern mit allerlei Kostbarkeiten gefüllt. Die Wände sind mit kunstvollen Hyroglyphen und bunten Bildern verziert, die dem Verstorbenen den Weg ins Totenreich weisen sollten. So gut wie alle Pharaonen des Neuen Reiches wurden hier bestattet. Nur etwa ein Drittel der Gräber ist zur Besichtigung freigegeben. Auch das Grab des berühmten Tut-anch-Amuns, welches im Jahre 1922 von Howard Carter entdeckt wurde, findet man hier.
Wir besichtigen dies jedoch, auf Anraten unseres Guides nicht. Erstens kostet es extra das Grab zu besichtigen, zweitens sind die meisten der Kotsbarkeiten, welche nicht von Grabräubern geraubt oder geplündert wurden, nicht mehr hier, sondern heute im Ägyptischen Museum in Kairo zu bewundern.

Fotografieren darf man leider nur auf dem Außengelände- durch das Blitzlicht werden die Farben der Wandmalereien in den Gräbern angegriffen.



Mehr Bilder aus Luxor

Noch mehr Schätze in Luxor

Unsere nächste Station ist der TEMPEL DER HATSCHEPSUT, der schon von weitem beeindruckt. Die wunderschöne Anlage wurde als Terrassentempel in einen Felsen hineingebaut. Der Tempel stammt aus dem 15. Jh. v. Chr. und wurde von Hatschepsut zu Ehren verschiedener Gottheiten erbaut.

Bemerkenswert ist: Die Achse dieses Tempels sowie die des Tempels von Karnak auf der anderen Nilseite, verläuft - mit minimaler Abweichung in nahezu der gleichen Linie. Über das Schicksal von Hatschepsut selbst, eine der wenigen weiblichen Pharaonen, ist nicht viel bekannt. Sie regierte 22 Jahre das Land und bescherte Ägypten eine kulturelle Hochzeit ohne Kriege.

Wie die Pharaonin zu Tode kam ist ungewiss. Möglicherweise wurde sie von Stiefsohn Thutmosis III. aus dem Weg geräumt.

Nach den Terroranschlägen im Jahr 1997 waren Besichtigungen des Tempels für einige Zeit nicht möglich.

Auf dem Weg zurück nach Luxor machen wir einen kurzen Foto-Stopp bei den MEMNON-KOLOSSEN. Knapp 18 m hoch sind die beiden Sitzfiguren des Amenophis III., die einst den Eingang seines Toten-Tempels bewachten. Beide Kolosse sind aus Sandstein und waren bereits im alten Ägypten berühmt, weil sie angeblich "sangen" sobald die Sonne auf sie schien. Hierfür gibt es heute eine ganz simple Erklärung: Der Temperaturunterschied im Inneren und Äußeren des Sandstein brachte die Statuen an Rissstellen zum Singen.



Mehr Bilder aus Luxor

Der Tempel des Amun-Re (Karnak)

Unser Bus hält wenig später am Ufer des Nils um uns mit einem kleinen Boot auf die andere Seite zu bringen. Die Fahrt ist zwar kurz, dennoch genieße ich die kurze Tour über den Nil, die Sonne scheint und taucht das Wasser in oranges Licht, lautlos gleiten Holzschiffe vorbei, deren Segel sich im Wasser spiegeln. Ich könnte ewig so sitzen und aufs Wasser starren, aber wir sind gespannt auf weitere Highlights unserer Tour.

In Luxor angekommen geht es zum Tempel des Amun-Re oder auch Karnak-Tempel. Ein geheimnisvoller Ort, den vor 3000 Jahren nur der Pharao betreten dürfte. Unter Ramses III. bot er rund 80 000 Menschen Arbeit.

Schon der erste Anblick auf die Anlage ist überwältigend: eine Allee aus widderköpfigen Sphinxen, die den Gott Amun verkörpern, führt zum 43 m hohen Eingangstor (Pylon). Dahinter liegt die größte religiöse Stätte des Landes, mit hunderten Tempeln, Statuen, Hallen und Heiligtümern. Im Laufe von 4.000 Jahren haben hier die wichtigsten Herrscher ihre Spuren hinterlassen: Tut-anch-Amun, Ramses I. bis IX und Königin Hatschepsut. Durch den Pylon gelangt man in einen 750 v. Chr. geschaffenen Hof. Dominiert wird er von einer Statue von Ramses II., der 67 Jahre lang das Land regierte.

Nach dem "Eingangstor" gelangt man in den beeindruckenden "Saal der Säulen". Auf knapp 5.500m² ragen hier 134, reich dekorierte und verzierte, Säulen bis zu 21 Meter hoch in den Himmel.

Daneben steht noch ein Gigant: ein Obelisk, der fast 30 m misst und nach Hatschepsut benannt wurde. Er ist einer der wenigen Obelisken, die noch in Ägypten verblieben sind.

Zum Abschluss des Tages machen wir noch einen kurzen Stop am Luxor-Tempel. Der steht mitten in der Stadt.
Die Tempel von Luxor und Karnak waren einst durch eine Sphinxen-Allee verbunden. Ein überwältigender Tempeleingang empfängt uns. Vor den 65m breiten Pylonen erheben sich die 16m hohen Sitzstatuen von Ramses II. Im Inneren der einzelnen Höfe stehen auch hier riesige Säulen. Am Eingang standen früher zwei 20 m hohe Obelisken. Einer davon wurde im 19. Jahrhundert von Napoleon nach Frankreich gebracht, seitdem kann man ihn auf der Place de la Concorde in Paris bewundern.

Inzwischen ist es dunkel geworden, die Säulen und Statuen werden durch viele Lampen angestrahlt. Ein märchenhafter Anblick!

Müde und völlg geschafft, aber sehr glücklich nach einem ereignisreichen Tag, machen wir uns mit dem Bus auf den Rückweg nach Safaga.


Kairo


Mehr Bilder aus Kairo

Die Pyramiden von Gizeh

Obwohl der Weg sehr weit, und mein Freund nicht begeistert von der langen Fahrt, die Pyramiden sind bei einem Ägypten-Besuch natürlich ein Muss.

Wir haben uns für die 1-Tages Tour nach Kairo entschieden und diese ebenfalls über Mohamed gebucht. Eine lange Fahrt lag vor uns, daher ging es bereits mitten in der Nacht um um 2 Uhr los.
Die Fahrt im Bus war sehr holprig, man kann kaum schlafen und wir verfluchten uns bereits dafür, diese Tour gebucht zu haben. Bis wir dann durch den Dunst des Morgennebels die Umrisse der Pyramiden sahen...mit einem Mal waren alle Strapazen wie weggeblasen.

Bis wir diese jedoch erreicht hatten, mussten wir uns erst durch den Verkehr auf Kairos Straßen kämpfen. Für Europäer ein spannendes Erlebnis, jeder fährt wie er will, wechselt wild die Spur und hupt. Kairos selbst ist laut und schmutzig - überall liegt Müll herum, der Großteil der Bevölkerung ist sehr arm.

Endlich an den Pyramiden angekommen brennt die Sonne vom Himmel, es ist drückend heiß. Endlich stehen wir vor dem letzten, noch existierenden Weltwunder der Antike: den Pyramiden von Gizeh. Die drei Pyramiden ragen beeindruckend hoch in den Himmel, wir wiken ganz klein davor. Seit über 4000 Jahren stehen die Grabanlagen in der Wüste, bewacht von der lächelnden Sphinx etwas unterhalb der Pyramiden. Wir steigen hinab ins Innere einer kleineren Pyramide- zu sehen gibt es nicht viel- dennoch eine interessante Erfahrung.

Der nächste Stop: das ägyptische Museum. Sehr voll und leider darf man im Inneren des Museums keine Fotos machen. Unser Stadtführer Samir konnte uns zu jeder Skulptur, zu jedem Stein, zu jedem Stück etwas erzählen. Wir haben viel gelernt, beeindruckende Skulpturen, Mumien und die Schätze aus den Grabkammern des Tut-anch-Amun gesehen.

Nach einem kurzen Mittags-Stop sind wir den langen Weg nach Safaga zurückgefahren...und gegen 23 Uhr todmüde ins Bett gefallen.

Fazit: wenig Schlaf, eine stressige und strapaziöse Fahrt- aber eines der beeindruckendsten Erlebnisse überhaupt.


Kommentare

team_triplib (15.02.2011)

Hallo Sternchen77! Kompliment für deinen sehr schönen und informativen Bericht! Wäre super, wenn du hierzu noch paar Bilder hättest! Weiterhin viel Spaß mit triplib. und besten Dank