Brügge - Sehen und Sterben? - Reisebericht von trash-a-lot bei triplib.

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trash-a-lot
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Brügge


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Freitag, 03.04. : Nahrungssuche, Sorry we are closed

Halbwegs planmäßig um kurz nach sieben angekommen, wurden wir kurze Zeit später auch schon von unseren netten Vermietern Fabienne und, äh, ihrem Mann (nett, aber strange... - Belgier ;) ) in Empfang genommen. Wohlmeinend haben die uns dann auch noch ne Garage verkauft, damit der Focus sicher (ach nee, wir sind ja in Brügge, da passiert eh nix ;) ), also eher knöllchenssicher stehen kann. Im Urlaub sitzt das Portemonnaie ja bekanntlich etwas lockerer... Also: Gekauftmietet.
Danach erste Ortsbegehung.. Schon krass. Hier gibt’s keine neuen Häuser! Nur alte Backsteinhäuser, die krumm und schief in verwinkelten Gassen stehen. Und zwar nicht nur, wie in anderen Städten für die Länge eines Straßenzugs, sondern die komplette Altstadt. Größenmäßig würd ich die so auf das knapp doppelte von Münsters Innenstadt (also inside Promenade) schätzen. Großartig. Das lässt sich die Brügger Gastronomie natürlich auch entsprechend vergüten, so dass wir einige Mühe hatten, was halbwegs erschwingliches Genießbares zu finden. Nachdem dann selbst der Pizza-Hut um halb 10 am Freitagabend (!) geschlossen hatte („Bruges closes. Now.“), war die Notlösung der local Quality Burger. Wobei der Name nicht unbedingt Programm war. Danach noch 2 - 4 Bierchen auf dem Rückweg in unser schnuckeliges Häuschen (http://www.belvilla.de/ferienhauser/BE-8000-15.html) und gut wars.



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Samstag, 04.04.: Brügge sehen und ...

„If I grew up on a farm, and was retarded, Bruges might impress me. But I didn't, so it doesn't.“ (Colin Farrell) Also ich komm ja auch nicht von der Farm, und bin ja auch nicht, äh, urgs, zurückgeblieben. Aber Brügge ist toll! Und touristisch... Naja, was will man machen. Vielleicht nen belgisches Bier? - Überredet! Und noch eins.... Oooh, da ist ja Brügges einzige Brauerei „De halve Maan“! :) Schnell rein und mal probieren. 9%iges, Dude... Und Stefan hatte mich vorher noch vor dem belgischen Bier gewarnt. Vollkommen zu Recht.
Abends gings dann nochmal los. Mal schauen, was Samstagsabend so geht. Zuerst ins Crash. Im hippen Reiseführer wurd man noch gewarnt: „Don't expect a Hard Rock Café. It's harder!“ Naja... Es gab dann Brit-Pop auf die Ohren und einheimische, jugendliche Langhaarige in Ihren Lederwürsten zu gucken. Nach nem kleinen Jupiler gings also flott weiter zu Willy. Ich zitier hier mal kurz aus meinem Reiseführer, den ich im übrigen jederzeit weiterempfehlen würde (www.use-it.info) : „You ring at the door of this magnificent house that once belonged to the mayor of Bruges. Willy Retsin opens. If he is in good mood and the place isn't full yet, he takes you into his candle-lit bar where Latin beauties play music and serve drinks. [...] If it all works out: what a fairytale night!“ Einen anderen Erfahrungsbericht gibts hier (http://annabeth.diaryland.com/chocolate.html). Und der hats sogar bis auf die Speisekarte geschafft ;)
"Anyway, on to the strangest, and therefore coolest, place I saw in Bruges. It's called Retsin's Lucifernum, but the hostel staff refer to it as the Rum House. It's the most bizarre thing I've ever seen. It's some guy's house, but he opens it up on weekends to make a sort of club in which he serves only rum. I decided I couldn't pass this up, so I dragged Geo (accompanied by a Scottish girl who lost her accent while au pairing in Sweden and now sounds almost Canadian, and a Kiwi guy who is biking solo across Europe). So we got there, but all we saw was a large door with a sort of barred window at the top. We knocked and this 50ish guy in impeccable evening dress answered the door. He told us he was sorry, he was very full, he would try to find us a place or we could come back later. We said we'd come in. We did, and the hallway opened up to a room which was packed with tables, among which a four-piece band (guitar, huge upright bass, saxophone and VIOLIN) was playing Sinatra tunes while the whole room sang along. It was so odd. The room itself was lined with life-size wooden statues of various people (sort of like the old cigar-store Indians), while the paintings on the walls were all of female saints - all completely topless. I heard later that the owner paints his own decor. When I went upstairs and checked out the paintings there, they were even stranger: mostly relatively naked people in masks. So yeah, completely eccentric and completely endearing. The room was absolutely packed, so it must be popular. They have a menu of about ten drinks, rum and mixers, which seemed really expensive at 5 euros until I tried one. It almost knocked me on my butt. I think the drinks were so expensive because it's 3/4 rum to 1/4 mix! Geo wanted to go on to a club, but I stayed on. Couldn't resist the propect of singing "New York, New York" with a room full of Flemish people waving rum and cocos, to the strains of a saxophone and violin band."
WORD ;) Man bezahlt 5 € pro Drink (egal was, aber alles mit ¾ Rum, ¼ Geschmack) und genießt die Atmosphäre, die ein bisschen an Monkey Island erinnert. Dann kommt irgendwann die Band (alter singender Sack, ne Violine, nen Gypsi King an der Gitarre und nen italienischer Schnäuzer am Kontrabass) und sogar Mos Def und Tony Soprano klatschen im Takt.. Die waren das echt!! (Glaub ich...)
Danach im desolaten Zustand in unser schuckeliges Häuchen und gut wars.


Sonstiges

Reisefüherer Use-It

Von Locals geschrieben. Echte Insider Tipps. Unbedingt empfehlenswert!

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Essen & Trinken

Sacre Coeur

Sehr lecker Essen zu moderaten Preisen. Wlan, direkt im Bauhaus.

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Knokke

Knokke - gar nicht knorke.. hoho

Knokke - gar nicht knorke.. hoho


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Sonntag, 05.04.: Strandtag

Überraschend fit nach dem Frühstück richtig Nordsee gestartet. Wetter wurd immer besser, der Hip Hop im Focus immer entspannter. Zuerst nach Knokke. Hässlich. Die Warze am Hintern der belgischen Nordsee. Die Strandpromenade zugebaut mit Hotelfronten. Der Strand allerdings gar nicht schlecht. Egal, weg hier!


Blankenberge


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Fortsetzung: 05.04.: Strandtag

Richtung Blankenberge. Die Straße verlief, von den Dünen getrennt, relativ parallel zur Küste. Irgendwann fielen mir dann 4 parkende Autos am Seitenstreifen auf. Was machen die denn da? Vielleicht gibt’s ja doch noch netten Strand hier in der Ecke? Und: es gibt. Mit Kaffee, Schnittchen und Decke durch die Dünen gestapft,konnten wir hier erstmal schön Mittagspause machen. Danach noch durch Blankenberge gefahren. Aber das war dann auch nicht mehr so der Bringer. Also: Back to Bruges.
Für mich endete der Tag sportlich, nämlich um Brügge herum laufend. Kristina hat es vorgezogen, Schwäne und Pferde zu fotografieren und ab und zu nen Schluck Cola zu sich zu nehmen. ;)
Morgen geht’s nach Brüssel! :)


Brüssel


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Montag, 06.04.: Muscels from Brussels

Schon bei der Einfahrt des Zuges wurd klar – jetzt kommt was anderes als das beschauliche Brügge. Durch einen Raum, der an einen riesigen Flipper erinnert (siehe Foto), wurden wir direkt ins touristsche Zentrum Brüssels gespuckt. Erster Eye-opener:De grote markt. Ohne knipsende Touristen (wie uns ;) ) (und mit nem Glas Wein in der Hand) bestimmt richtig nett. Doch ein paar Meter weiter wird’s noch schlimmer: Männeken Pis. Das Standbild eines kleinen, pinkelnden Jungens. Dass zu fotografieren ist wohl Pflichtaufgabe eines jeden Besuchers Brüssels. Der Kauf einer der lebensgroßen Repliken des Pinklers, die in den Touristenläden rinsherum für teilweise richtig viel Geld angeboten werden, ist gott sei dank freiwillig. Glück gehabt. - Obwohl, meine Ma würd sich über ein pinkelndes Männchen im Vorgarten bestimmt freuen ;)
Danach gings mit dem Aufzug in die 10. Etage eines City-Parkhauses → 360° Brügge feat. Atomium. Damit wäre das dann auch abgehakt.
Danach, als guter Europäer, noch ne Audioführung durchs Europaparlament. Man will ja auch ein bisschen was lernen. Das meiste weiß man natürlich auch schon. Als guter Europäer.... ;) Quatsch. Inzwischen schon wieder alles vergessen. Aber ich hab Infomaterial eingesteckt. Kann ich gerne ausleihen.
Danach dann noch zur Kathedrale und anschließend wieder zurück ins Mittelalter...


Brügge


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Fortsetzung 06.04.: Brügge bei Nacht

no words, just pics



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07.04.: Museen und Bötchen

Heute kulturell in den Tag gestartet:
1. Belfried bestiegen (also diesen Turm am Markt - gilt aber als Museum...:) )
Tolles Panorama. Brügge ist doch größer als die doppelte Promenade...
2. Groninge Museum
Tja. Ich war nach 20 Minuten wieder draußen. Kristina hat die doppelte Zeit gebraucht. Gab mittelalterlichen Schmuck und Klamotten zu gucken. Und auch ein bisschen Geschichtsunterricht:: Karl der Tüchtige oder so ;)
3. Kirche mit der Madonna besichtigt (siehe Foto)
Michelangelo! Pflicht! Super!
4. Hospitaal Museum
Altes Krankenhaus. Könnte noch interessanter sein, wenn mehr über den Krankenhausalltag des MMittelalters berichtet worden wäre. Und nicht nur irgendwelche Bilder von Jesus und Co.
5. Bötchen Fahrt
Nett. Wirklich nett :) (Fotooos)
6. Kapelle mit dem getrockneten Blut Christi
Wie auch der Belfried bekannt aus dem Kinofilm. Denkt man. Sieht aber in echt alles komplett anders aus. Ichh glaub nicht, dass die den Film in Brügge gedreht habenn. In echt hat Colin ne ganz andere Stadt als Shithole bezeichnet ;)

So, genug Kultur. Abends viereckige Pizza bei http://www.trattoriatrium.be/ gegessen. Sehr lecker. Und komplett in italienischer Hand. Wenn man was auf deutsch oder englisch sagt schalten die auf stur und man bekommt nix. Soup-Nazis!

Ausklang bei Bieren und offenem wLan im http://www.bauhaus.be/ . Wenn mal jemand ne Unterkunft in Brügge sucht - this is the place.

Morgen spielen die Bayern...


Essen & Trinken

Trattoria Trium

wohl die beste Pizza in Brügge (wie man hört...)

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Gent


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08.04.: day-trip to Gent

Tagsüber Gent besichtigt. Halbe Stunde Autobahn und man ist da. Sehr entspannte Angelegenheit, da sich eigentlich alle Belgier ans Tempolimit von 120 km/h halten und der Verkehr schön fließt.
Gent selbst gibt sich alle Mühe so zu sein, wie Brügge, but fails miserably ;) Aber das ist auch nicht wirklich schlimm. Denn auch Gent ist nett. Nur größer und lauter. Ansonsten kommt hier die Checkliste für belgische Mittelalter-Örtchen:
- Kathedrale → jap
- Belfried → zwar nicht so hoch, wie der in Brügge (100 Stufen weniger), aber: Belfried ist Belfried ;)
→ absurde Kirche → jo, sogar sehr absurd, weil: keine Kirchturmspitze. Man hat einfach aufgehört, als es schwierig wurde und lieber angefangen die nächste Kirche zu bauen.
- Fachwerkhäuschen → jede Menge, überall
- Burg-> sogar mit Folterkammmer
- Rotlichtiviertel → allerdings :) Herbertstraßen-like mit Damen, die sich in den Schaufenstern mehr oder weniger räkeln (durfte abber nicht so lange gucken, hat geregnet ;) )
- 300m Straße mit Kathedrale, Belfried, ner anderen Kirche und der Krüppelkirche → da kann man die to-view-Liste schnell abhaken ;)
Danach dann zurück nach Brügge – ins traute Heim. Aber nur kurz: Barcelona – Bayern stand auf dem Programm. Ich werde nicht weiter darauf eingehen, außer, dass wir in einem Irish Pub zusammen mit ca 20 Spaniern gucken mussten bzw durften...


Essen & Trinken

tosti

Tostis... ;)

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Kommentare

dinosaur_jr (08.04.2009)

Hey trash-a-lot! Tolle Infos und tolle Bilder, danke! Kurze Frage: Wie kommst du zu dem Titel "Brügge - Sehen und Sterben?"? Gruß dinosaur_jr

Hellerinho (09.04.2009)

deshalb: http://www.ofdb.de/film/138542,Br%C3%BCgge-sehen-und-sterben :-)

Laubi (13.04.2009)

Pitiiee! Super Bericht, sehr gut zu lesen!!:) Freu mich schon auf weitere Berichte und Details dazu!!
Knutsch und drück dich :-*

Ps: Schön, dass du lebend zurück bist ;)